Hallo Herr Ellenberger? Ich hätte da mal eine Frage…

22. April 2014 Keine Kommentare
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Guten Morgen!

Da ich ja weiß, dass der gute Herr Ellenberger steter Gast auf dieser Seite ist… ich hätte da mal eine Frage:

Wir stehen uns ja politisch quasi gegenüber, was die Frage nach der Umbenennung der Hindenburgstraße angeht. Während ich der Meinung bin, dass man den Namen nicht aus dem historischen Kontext lösen kann und daher umbenennen sollte, waren Sie ja Leuchtturm der Gegner der Umbenennung.

Dabei legten Sie aber ja auch stets Wert darauf, dass damit keinerlei politische Aussage im Sinne von Rechts vs. Links zu verstehen sei. Soweit habe ich das ja richtig verstanden, oder?

Heute aber lese ich bei derwesten, Sie hätten sich wie folgt geäußert:

Da die WGV gemeinsam mit Linken und Grünen nach einem Bürgermeisterkandidaten suchte, außerdem mit Plakaten und im Internet für die Umbenennung der B8 einstand, ist die WGV für Ellenberger „eine linke Partei“.

Abgesehen davon das ich mich jetzt natürlich frage, ob die Bezeichnung “eine linke Partei” so negativ konnotiert ist, wie sie klingt: bedeutet das jetzt, dass Sie als Kandidat sich selbst eher dem rechten politischen Spektrum zuschreiben würden?

Oder habe ich da was missverstanden?

Wahlk(r)ampf in Voerde

21. April 2014 1 Kommentar
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Dieser Wahlkampf in Voerde ist echt eigenartig.

Das mag daran liegen, dass 5 Wahlen anstehen, die alle am 25.05. getroffen werden. Aber viel mehr glaube ich, dass man sehr schön ein Problem der großen Parteien an ihrem Wahlkampf festmachen kann.

Wir Grüne haben ein paar kleinere Plakate aufgehängt, mit denen wir die wichtigen Themen hervorheben wollen: Erneuerbare und bezahlbare Energie, guter Nahverkehr, die Herausforderungen des demographischen Wandels und natürlich Bildung. Wir denken, dass es richtig und wichtig ist, im Wahlkampf keine neuen Säue durch das Dorf zu treiben, sondern ein Signal dafür zu senden, genau so weiter zu machen wie es am Besten scheint: Pragmatische und konsensfähige Lösungen für die Probleme finden, vor denen Voerde steht.

Bei der SPD ist es dagegen ein Wahlkampf der Gesichter. Sieht man von wenigen Allgemeinplätzen ab, bestimmen Plakate mit Gesichtern den Wahlkampf der SPD. In jedem Wahlbezirk hängen sehr viele Plakate der jeweiligen Kandidaten. Wofür die stehen oder was sie wollen? Lernt man leider nicht. Und was noch ein viel größeres Problem sein dürfte: Die Plakate mit dem Bürgermeisterkandidaten sind nur aus der Nähe als solche zu erkennen. Ansonsten geht sein Gesicht in der Vielzahl anderer Gesichter einfach unter.

Damit ist er aber nicht alleine. Die CDU setzt genauso auf Gesichter und scheut auch nicht vor so platten Sprüchen wie “Spellener Jungs für Spellener Bürger” zurück. An was mich das erinnert muss ich nicht sagen. Aber in Sachen Bürgermeisterkandidatin ist die CDU genauso ungut aufgestellt:

Nicht nur ist die gute Dame meiner meiner Meinung nach in den Photoshop-Topf gefallen. Viel besser ist, dass irgendjemand es wohl für eine kluge Idee war, sie mit weißer Schrift auf hellgelbem Untergrund als Bürgermeisterkandidatin anzupreisen. So gut wie nicht lesbar. Was bitte haben die für Designer?

Übrigens findet sich dann auf den Postern der guten Frau auch der Hinweis, dass sie nicht nur die Kandidatin der CDU ist, sondern auch der FDP. Das kleine FDP-Logo auf ihren Plakaten ist dann übrigens auch das Einzige, was ich bisher von der wohl doch recht toten FDP finden konnte. So Wahlwerbe-mäßig. In Duisburg wirbt die FDP ja mit  “Mehr Anfang war nie”, aber das gilt wohl kaum für Voerde ;-)

Insgesamt ist das interessant zu beobachten. Und ich bin froh, dass wir nur so wenige und kleine Plakate aufgehängt haben und uns damit ausschließlich auf die Themen beziehen, für die wir in Voerde Politik machen. Warum die SPD den Wahlkampf nicht nutzt um sich inhaltlich von der CDU abzusetzen, wird deren Geheimnis bleiben. Und beide verraten auch leider nicht, wohin die Reise mit ihnen gehen soll…

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Magnetschwebebahnen? Ja bitte – und nicht nur in Japan!

9. April 2014 4 Kommentare
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Um die Magnetschwebebahnen, hier vor allem als Transrapid bekannt, ist es in letzter Zeit still geworden. Und auch hier im Blog muss man bis 2007 zurück gehen, um was zu dem Thema zu finden. Und das ist aus mehreren Gründen sehr bedauerlich.

Ich persönlich bin ein großer Fan der Magnetschwebebahnen. Weil sie rein elektrisch arbeiten, können sie zu 100% mit Ökostrom betrieben werden. Durch Tunnel und Stelzenstrecken wäre der Eingriff in die Landschaft viel geringer als bei normalen Zügen dann natürlich die extremen Geschwindigkeiten, die mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz erreicht werden können.

Das sich in Deutschland niemand traute, eine wirklich geile Trasse anzubieten, z. B. als Y von Hamburg / Berlin über das Ruhrgebiet, den FraPort und dann runter nach München, finde ich extrem schade. Denn gerade auf langen Strecken kann ja ein solcher Zug sein Potential ausspielen. Und stellt Euch mal vor, von Düsseldorf nach Berlin in unter 2h? Und das dann erweitern auf ein Netz für Europa? Nach Madrid, Paris oder Genf in wenigen Stunden?

Deswegen finde ich es auch Geil, dass die Japaner jetzt ernsthaft dabei sind, ihr ohnehin schon geiles Schnellzugnetz um eine Magnetschwebebahn zu ergänzen. Die Technik ist etwas anders als beim Transrapid – das Ergebnis aber das Gleiche:

Der Chūō-Shinkansen soll die Großstädte mit einer 505 km/h schnellen Hochgeschwindigkeitsverbindung miteinander verbinden. Die Fahrtzeit zwischen Tokio und Nagoya (~ 290 Kilometer) soll auf 40 Minuten sowie zwischen Tokio und Osaka (~ 440 Kilometer) auf 67 Minuten verkürzt werden.

Absolut geil! Schon alleine dafür würde ich mal nach Japan reisen!

Wer ein paar Minuten Zeit hat, sollte sich mal den ganzen Artikel durchlesen: Klick!

Sony Vaio SVF1521A7EB

5. April 2014 1 Kommentar
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Falls Ihr mal auf die, in meinen Augen, wenig kluge Idee kommt das o. g. Notebook beim Satan oder so zu erwerben: Selber schuld ;-) Aber um Euch ein wenig Suche zu ersparen, hier ein paar Hinweise, falls Ihr Windows 7 installieren wollt (wird ggf. ergänzt):

  • Ihr könnt, auch bei nur 4 GB RAM ausschließlich die 64Bit-Versionen installieren
  • Ihr müsst im BIOS Secure-Boot deaktivieren und den Boot-Modus von UEFI auf LEGACY umstellen
  • Ihr müsst alle vorhandenen Partitionen löschen, sonst könnt Ihr Win7 nicht aufspielen. Also macht vorher ein Backup aller Partitionen. Achtung: Selbst der USB3.0-Anschluss ist schnarchlahm, mit einer schnellen Platte am USB 3.0 brauchte Acronis für ein komplettes Backup etwas über eine Stunde – ohne Verify. Die Zeit könnt Ihr zum Treiber-Download nutzen:
  • Aktuell liegen die Windows 7, 8 und 8.1-Treiber hier: Klick! (Stand 05.04.2014)
  • Auf der Homepage gibt es nur ein Sony Vaio SVF1521A7E. Das scheint identisch zu sein mit dem dem SVF1521A7EB
  • Die Treiber-Pakete starten ohne jede Info, arbeiten ohne jede Info, beenden sich ohne Info. Erst nach einem Reboot könnt Ihr sehen ob der jeweilige Treiber auch installiert wurde. Die Pakete beenden sich bei den 32Bit-Versionen ebenfalls kommentarlos, installieren dann jedoch keinen Treiber.
  • Der Ethernet-Chip ist nicht von Intel, sondern der Realtek PCI GBE
  • Der WLAN-Chip ist nicht von Intel, sondern der Broadcom 802.11N
  • Die Downloads von der Sony-Seite sind extrem langsam. Daher solltet Ihr einfach alle Treiber auf einmal laden und dann per USB-Stick auf das Notebook bringen. Rechnet eine gute Stunde nur für die Treiber.
  • Das unbekannte Gerät mit dem Namen BCM4342A0 ist das Bluetooth-Modul. Das wird mit dem Paket EP0000307026 installiert. Aber Achtung: Nach dem Start durch Anklicken passiert fast eine halbe Stunde lang nichts, was der User mitbekäme. Nur der Task-Manager verrät, wenn das Update vorbei ist…
  • Die Grafikkarte ist ein Intel-Chip. Installation mit EP0000321488 – das einzige Installer-Paket, bei dem man sieht, was es tut… ;-)
  • Aus mir unbekannten Gründen installiert der Bluetooth-Installer auch gleich DotNet4…
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Sony Vaio + Windows 8 = was für eine Scheisse

5. April 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Was Computer angeht, bin ich ja die Ruhe selbst. Kein Problem, dass sie nicht lösen läßt und oft ist ein Problem auch gar kein Problem. Manchmal aber möchte man die Geräte dann ja doch einfach aus dem Fenster werfen.

Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch. Eigentlich (sic!) wollte ich heute das alte Notebook aus dem Geschäft von Freunden neu aufsetzen – es ist im Laufe der Zeit etwas langsam geworden. Uneigentlich wollten eben jene Freunde  ihren Mitarbeitern was Gutes tun und haben ein neues Sony Vaio gekauft. Leider, leider mit Windows8.

Nachdem ich also schon am Anfang über die Modern-UI erbrochen habe, habe ich ein Backup der Systemplatte gemacht, weil eigentlich Windows 7 auf der Kiste laufen soll. Kann ja nicht so wild sein. Also Boot-CD rein und… “Kann nicht von dem Medium booten”. Hä?

Stellt sich raus, dass im BIOS gut verborgen hinter x Warnungen, dass man auf keinen Fall dahin und was ändern soll, mindestens 3 Einstellungen dafür sorgen, dass man NICHT ein anderes OS installieren kann.

Hat man dann die Probleme so gelöst und die CD gebootet, erfreut einen Windows7 mit der erfrischenden Meldung, dass auf Grund von GPT-Problemen leider auf dieser Festplatte keine Installation möglich sein. What the fuck?

Die Lösung, die Mama Google präsentiert ist, dass man zunächst alle(!) vorhandenen Partitionen löschen muss. Da das natürlich auch die Recovery-Partitionen trifft, musste ich also ein Komplett-Backup machen. Die mitgelieferte USB2.0-Notebook-Festplatte wollte dafür 4h veranschlagen.

Nun gut, ich wollte eh noch eine neue externe USB3.0 haben, also schnell eine gekauft. Tja… und dann stelle ich fest, dass USB3.0 zwar schneller an dem Vaio ist, aber weit weg von dem, was theoretisch möglich ist.

Nur 3 Stunden später schaue ich dann jetzt tatsächlich auf den Installations-Screen von Windows7 Professional. Und ich bin mal gespannt, was für eine Kackscheisse da noch kommt. Microsoft macht es einem verdammt schwer, überhaupt noch ein Argument für Windows zu finden. Abgesehen davon, dass Windows8 Dreck ist, ist es ja wohl eine unglaubliche Unverschämtheit, mittels “Sicherheitseinstellungen” verhindern zu wollen, dass Alternativen installiert werden. Wohl gemerkt auch Alternativen aus dem eigenen Haus.

Fazit?

Eine Teilschuld liegt auch bei Sony, weil die zulassen, dass ihre Hardware so verrammelt wird. Und in Kombination mit dem schwammigen Druckpunkt der Tastatur und dem beschissenen Trackpad kann ich nur eines sagen:

Wer sich ein Sony Vaio mit Windows8 kauft ist selber schuld!

 

Teil 2:

Natürlich funktionieren die XP-Treiber nicht. Natürlich gibt es genau das Notebook nicht auf der Sony-Website. Natürlich ist dann auf der Support-Seite für ein kompatibles ausgerechnet der Treiber für die Netzwerk-Interfaces nicht vorhanden, sondern versteckt sich ganz wo anders. Und dann gibt es alle Treiber nur in 64bit – kein 32bit weit und breit. Mal ganz was anderes: wo ist meine Axt?

 

Teil 3:

Natürlich gibt es KEINE Dokumentation, welche Hardware tatsächlich verbaut ist – damit bloß keiner auf die Idee kommt, andere Treiber zu installieren? Ich brech gleich ins Essen. Gut, dass es bei Intel ein Download-Paket für Sysadmins gibt – das probiere ich jetzt mal, weil das eigentlich 32bit-Treiber für alle Netzwerkinterfaces hat. Falls das nicht klappt, muss ich gleich noch eine 64bit-Lizenz besorgen :-(

H. P. Friedrich ist wohl das Wohl der Menschen erst mal Scheiss egal…

4. April 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… so lange er damit gegen seine geliebte Partei stimmen müsste.

Klingt provokant?

Wie aber soll ich das verstehen, wenn H. P. Friedrich auf der einen Seite zum Wohle der Bevölkerung zwar erkennt, dass wir Gentechnisch veränderte Lebensmittel zwar nicht brauchen.

Mehrfach habe ich öffentlich klargestellt, dass ich keine Notwendigkeit für den Anbau von Genmais in Deutschland sehe.

Auf der anderen Seite aber nicht an einem Verbot mitwirken kann. Und zwar aus dem einzigen Grund, dass das Verbot von der Opposition eingebracht wurde.

Im Bundestag hat es eine Abstimmung zu einem Antrag der Grünen gegeben (“Keine Zulassung der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 für den Anbau in der EU”, BT-Drs. 18/180). Ich habe selbstverständlich gegen den Antrag der Grünen gestimmt. Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich sicherlich keinem Oppositionsantrag zustimmen werde. Meine Haltung habe ich hinlänglich klar gemacht.

Das ganze Desaster auf Abgeornetenwatch: Klick!

Wie jetzt?

Wenn ich das richtig verstehe hat er seine Haltung gegen Genmais ja klar gemacht. Und glaubt,  dass das reicht? Also wenn es kein Verbot gegen Gen-Mais gibt, ist das ja nicht seine Schuld, weil er ja immer gesagt hat er sei dagegen. Aber niemand von ihm erwarten dürfte, dass er einem Antrag der anderen folgt? Egal, wie sinnvoll und mit seiner Meinung deckungsgleich das ist?

Und SO MENSCHEN regieren uns?

Ein toller Tag!

29. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Gut, nicht für CDU und FDP.

Aber für Dich, mich, Deutschland und die Welt:

  1. E.ON will bereits im Mai 2015 das nächste AKW stilllegen. Das belegt ein Mal die Mär vom zwingend notwendigen Atomstrom von wegen Versorgungslücken und so. Kleiner Hinweis auf die Stromlüge, nach der ja eigentlich schon das totale Chaos herrschen müsste ;-)
  2. Der Braunkohletagebau Garzweiler II wird deutlich verkleinert. Viele Millionen Tonnen Braunkohle werden nicht ausgebaggert und das Klima belasten. Die Anwohner müssen nicht umgesiedelt werden. Das muss vor allem CDU und FDP richtig weh tun, die ja immer noch von neuen Kohlekraftwerken träumen.

Insgesamt also für alle Menschen deren Aufgabe nicht die Förderung der Big Four auf dem Energiemarkt ist, ein perfekter Tag. Und deswegen gehe ich jetzt Rad fahren und die Natur genießen. In dem guten Wissen, dass es vielleicht doch möglich ist, die Kurve zu einer besseren Zukunft zu bekommen.

Wenn Politiker ins Netz gehen

29. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Es ist schon putzig, dass viele Politiker noch immer nicht verstanden haben, wie das Internet funktioniert.

So scheinen auch 2014 Politiker zu glauben, es reicht für einen Wahlkampf einfach mal eine Website ins Internet zu stellen. Macht man ja heute bekanntlich so ;-) Und so gibt es mit Pressebimmbamm dann jetzt auch eine Website für die Bürgermeisterkandidatin Simone Kaspar in Voerde. Die gute Nachricht zuerst: Mit Hosteurope hat ihr Team, bzw. Mann zumindest einen guten Hoster ;-)

Das waren aber schon die guten Nachrichten.

Abseits davon ist es eine 08/15-Website ohne jede Tiefe:

Screenshot der Website am 29.3.14 um 10:30 Uhr

Screenshot der Website am 29.3.14 um 10:30 Uhr

Und ja, das Foto ist wirklich nur im Gesicht überbelichtet ;). Ohnehin sind die Fotos meiner Meinung nach alle ein wenig zu stark bearbeitet, aber das ist Geschmack.

Gut, jetzt wäre natürlich eine solche schlichte Website, die es nach der Wahl vermutlich nicht überleben wird, keine besondere Nachricht wert. Zu meckern gibt es außer dem altbackenen Design nicht viel. Allerdings gibt es da eine klitze kleine Kleinigkeit, die mich dann stutzig macht. Denn ich lese:

Unabhängig
Ich bin parteilos. So habe ich die Chance als Bürgermeisterin auch mal losgelöst von parteipolitischen Interessen die bestmögliche Entscheidung in der Sache für die Stadt Voerde zu treffen und kann so den respektvollen Dialog mit allen politischen Kräften führen. Diese Neutralität werde ich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Voerde einsetzen.

Und das wird ja im Wahlkampf immer betont. Sie sei überparteilich. Parteilos. Neutral quasi. Niemanden verpflichtet. Wirklich nicht? Denn auf der Website ganz unten findet sich schon der erste Hinweis auf entweder Spender oder Gönner:

Screenshot der Website am 29.3.14 um 10:30 Uhr

Screenshot der Website am 29.3.14 um 10:30 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung?

Eine Website wie die kostet ein paar Pfennig, dafür braucht es keine Sponsoren oder Unterstützer. Für einen Wahlkampf schon, da braucht man möglichst viele. Und wenn man da zwei große(*) Parteien, die traditionell eng verbunden sind, an seiner Seite weiß ist das bestimmt beruhigend.

Die Frage ist nur, wie unparteiisch kann jemand sein, der schon von Anfang sagt, dass er Nutznießer zweier Parteien ist und sich von diesen unterstützen läßt? Bekanntlich sagt der Franzose “There ain’t no such thing as a free lunch“.

Anders ausgedrückt gehe ich persönlich davon aus, dass CDU und FDP natürlich eine gewisse Erwartungshaltung entwickeln, wenn  es Frau Kaspar in das Amt der Bürgermeisterin schafft. Und von daher finde ich die Website dann doch beachtenswert ;-)

 

____

(*) eine Große und eine Kleine.

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Fatale Entwicklung

27. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Der EuGH hat ein Urteil gefällt, dass mir Angst macht:

Internetanbieter können nach einem EU-Urteil verpflichtet werden, Webseiten zu sperren, die illegal urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten.

Das bedeutet, dass demnächst in Masse Provider augefordert werden dürften, Websites wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen abzuschalten. Da fehlt eigentlich nur noch, dass man demnächst Websites vor dem online stellen genehmigen lassen muss :-( Glaubt mir, wir werden hier wie in anderen Bereichen (z. B. Abmahungen) auch wieder Exzesse erleben, die wir uns heute nicht erträumen.

Es ist ganz wichtig, hier Einhalt mit Gesetzesänderungen zu bieten. Und somit ist es enorm wichtig, dass Ihr Euch genau überlegt, wen Ihr am 25. Mai für Europa wählt. Und ob Ihr wählen geht ist hoffentlich keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit!

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Werbung die au(f)(s)fällt

27. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Werbung muss auffallen.

Werbung bedient Sterotypen.

Gute Werbung ist rar geworden. Das mag sicherlich daran liegen, dass Werbung omnipräsent ist. Fernseh ohne Werbung? Radio ohne Werbung? Zeitschriften und Zeitungen ohne Werbungs? ÖPNV ohne Werbung? Es gibt keinen Raum ihr zu entrinnen.

Das schafft zugleich ein großes Problem: Der Mensch neigt dazu, Reizüberflutung durch Ausblenden zu reduzieren. Das bekämpft man am einfachsten mit noch lauterer Werbung, noch bunterer Werbung und, vor allem im Internet, noch nervenderer Werbung. Wer kennt sie nicht die Banner, die sich über eine Website legen und eine Aktion zwingend machen. Doch damit verprellt man noch mehr Zielgruppe.

Einen anderen Weg gehen Unternehmen, die Werbung mit Köpfchen machen. In Deutschland ja gerne die Autovermietung Sixt. Und in der Welt gerne der Mars-Konzern, unter anderem für Snickers. Wir erinnern uns an die Auszähl-Werbung, wenn es mal wieder etwas länger dauert ;-)

Jetzt gibt es für Snickers eine neue und sehr gewagte Werbung, die mit Sicherheit ein Erfolg ist. Schon deswegen, weil man sie sehr kontrovers diskutieren wird. Ist sie jetzt Frauenfeindlich? Oder läßt sie Männer dumm dastehen? Ist sie jetzt eigentlich Werbung für das Produkt oder doch eher dagegen? Auf jeden Fall wird man darüber reden und nachdenken. Und Menschen wie ich werden an der Verbreitung mitwirken.

Und damit ist das Ziel erfüllt. Ich geh mir jetzt zwar kein Snickers kaufen, aber das Produkt hat sich nach geraumer Abwesenheitszeit doch jetzt wieder einen Platz in meinem Kopf erobert. Mission accomplished.

 

Die CDU fordert mal wieder… Fracking

26. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich weiß nicht ob die einfach nicht Klug werden wollen oder können oder einfach so tief mit den großen Energieversorgern verwachsen sind, dass man von totaler Merkbefreitheit sprechen darf. Denn heute morgen in der RP lese ich:

Der Vorstoß von EU-Kommissar Günther Oettinger für ein Fracking-Pilotprojekt in Deutschland löst eine neue Debatte über die umstrittene Fördertechnik aus. „Ich bin unbedingt der Meinung, dass NRW von einer solchen Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab profitieren würde“, sagte der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke (CDU), der auch Sprecher der Arbeitsgruppe Ruhrgebiet in seiner Berliner Fraktion ist. Absoluten Trinkwasserschutz vorausgesetzt, könne „gerade die NRW-Industrie bei einem solchen Referenzprojekt ihre Leistungsfähigkeit beweisen“, so der ehemalige Bauminister: „Deutsche Ingenieure sind führend in der Entwicklung umweltfreundlicher Hochtechnologie.“

Die RP hätte vielleicht dazu schreiben sollen, welcher Partei der Oettinger angehört: CDU. So macht man Politik: Man parkt jemanden in der EU, der dort scheinbar neutral Dinge fordert, die man dann lokal begrüßt.

Dabei werden dann wie immer die Nachteile des Fracking aussen vor gelassen. Abgesehen davon, dass man inzwischen selbst in den USA die Frage diskutiert, ob Fracking nicht einer der teuersten Fehlschüsse überhaupt wird, geht man sogar noch einen Schritt weiter:

Deutsche Ingenieure sind führend in der Entwicklung umweltfreundlicher Hochtechnologie.

WTF? Wie kann man sich denn heute noch hinstellen und behaupten, Fracking sei Teil einer umweltfreundlichen Hochtechnologie? Es werden tiefe Löcher gebohrt, die mit einem giftigen Chemikalien-Cocktail vollgepumpt werden um dann etwas Gas zu fördern. Damit risikiert man dann halt Grundwassersauberkeit, Erdbeben und unzählige Folgewirkungen.

Ich bin ehrlich gesagt fassungslos.

Mehr Streik bitte ;)

26. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die neuen Warnstreiks heute und morgen stellen NRW vor große Herausforderungen – und sind für viele Menschen eine echte Belastungsprobe. Insofern erzielen sie was geplant ist: Der Druck auf die Arbeitgeber wird erhöht. Und das zu Recht, denn die Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst der letzten Jahre ist ein Witz.

Durch den Ausfall von Bussen und Bahnen entstehen aber auch zwei Nebeneffekte, von denen mir einer gefällt.

Nicht gefallen will mir, wie viele Menschen auf das Auto umsteigen. Schon beim ersten Warnstreik war ich in Düsseldorf erstaunt, wie viele Leute sich freiwillig in den Stadtstau gestellt haben. In meinen Augen ist das wenig klug, zumal die Züge ja fahren.

Das bringt uns aber zum positiven Nebeneffekt: Während an einem normalen Morgen bei mir ungefähr 5 Leute mit Bikes im Zug sind, waren es heute ungefähr drei mal so viele: 14. Mit mir dann 15. Und in Oberhausen und Duisburg stiegen geschätzt einige mehr zu als aus, allerdings habe ich dann den Überblick verloren.

Vielleicht stellt ja heute und morgen der eine oder die andere fest, dass es eigentlich ganz angenehm ist, mit dem Zug zu fahren und dann die letzten Meter zu Fuß (wie ich in Düsseldorf) oder mit dem Rad (wie jeden Tag in Duisburg) zurück  zu legen. Es wäre für viele Menschen gut, wenn sie sich etwas bewegen würden – und die Umwelt würde es uns auch danken.

Insofern wäre ich dafür öfter mal den Verkehr einzuschränken. Oder z. B. die Innenstädte nach britischem Vorbild umzugestalten. Ich würde mich freuen, mehr Radfahrer regelmäßig im Zug zu treffen.

 

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The Idiot’s Guide to Smart People: Politics

23. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Geiler Scheiss: FireChat

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Das könnte das nächste große Ding werden – und es war so naheliegend:

Schon lange frage ich mich, warum eigentlich niemand eine App raus schmeißt, mit der man einfach mal gucken kann, wer im gleichen Bus / Zug oder sonst was ist – um dann mit ihm zu chatten. Oder ihr. Und jetzt ist es soweit:

FireChat für iOS macht genau das.

Im Grunde ein ganz simpler Chatclient, nutzt FireChat die neuen Multipeer-Funktionen von iOS 7. Das bedeutet, dass es im Nahbereich via WLAN oder Bluetooth Verbindungen zu anderen iOS-Geräten aufbauen kann. So in etwa wie die neue Nahübertragungsfunktionen. Und so kann man nicht nur via Internet mit irgendwem chatten – sondern eben ganz gezielt schauen, wer in der Nähe und online ist. Die Funktionen sind derzeit noch rudimentär, die Idee aber so einfach wie gut…

Das birgt natürlich ein paar Risiken, bei denen man hoffen muss, dass die Entwickler sie im Auge behalten. Im Grunde aber ist es einfach geiler Scheiss. Braucht kein Mensch, macht aber Spaß und wird bestimmt ein ziemlich großes Ding werden.

Oh und btw: die Software ist Kostenlos im Moment.

 

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[Sponsored] Erdogan sperrt Twitter – CyberGhost hilft aus mit weiteren 10.000 Gratis-Premium-Lizenzen

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich benutze ja seit geraumer Zeit Cyberghost als VPN-Anbieter. Und das scheint auch eine moralisch richtige Entscheidung gewesen zu sein:

Nur drei Tage nach Bekanntgabe der Unternehmensspende von 10.000 1-Jahres-Premiumabonements für türkische Bürger stockt CyberGhost auf 20.000 Lizenzen auf

Bukarest, 21. März 2014

Mit der Sperrung des sozialen Netzwerks Twitter eskaliert der türkische Regierungschef Erdogan weiter die angespannte Lage in der Türkei. Als Reaktion auf die nicht enden wollenden Proteste im Land gegen die jüngsten Websperren und Zensurbestrebungen zog der wegen Korruptionsverdacht in Misskredit geratene Ministerpräsident kurzerhand den Stecker und vollzog damit den letzten Schritt zu einem national begrenzten ‚Internet Light‘.

Um den türkischen Bürgern in dieser Zeit beizustehen, startete der VPN-Provider CyberGhost VPN vor wenigen Tagen eine direkte Unterstützerkampagne. Unter dem Motto ‚Internet ist Freiheit‘ spendete das Unternehmen 10.000 Lizenzen im Wert von knapp 150.000 Euro für individuelle einjährige VPN-Zugänge, mit denen sich die staatliche Zensur sowie die jetzige Twitter-Sperren als auch gewollt herbeigeführte technische Einschränkungen umgehen lassen. Wegen der gewaltigen Nachfrage und als Antwort auf den jüngsten Coup des türkischen Ministerpräsidenten, legt das Unternehmen jetzt nach und erweitert die Spende um weitere 10.000 Lizenzen, gefolgt von einer geplanten Solidaritätskampagne im Verlauf der nächsten Woche.

Interessierte türkische Bürger können eine Mailadresse auf der Website http://internetisfreedom.com/tr hinterlassen und erhalten anschließend eine kostenfreie Aktivierungsnummer für ein einjähriges VPN-Abonnement.

Über CyberGhost S.R.L.

Gegründet 2011 in Bukarest, Rumänien, ist CyberGhost S.R.L. einer der bekanntesten VPN-Anbieter in Deutschland und West-Europa.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 20 Mitarbeiter und besteht aus einem deutsch/rumänischen Entwicklerteam sowie einer Gruppe hochmotivierter junger IT-Experten im Hauptquartier in Bukarest. Außerordentlich erfahren im Bereich Internet-Anonymität und bestrebt, mit Gleichgesinnten zusammen zu arbeiten, leistet das Unternehmen ferner einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Bürgerrechten, einer freien Gesellschaft und einer unzensierten Internetkultur.

Über CyberGhost VPN

CyberGhost VPN stellt eine mit 256 Bit AES verschlüsselte Verbindung zum CyberGhost-Netzwerk her. Dort wird die online sichtbare und eindeutig identifizierbare IP-Adresse des Internetnutzers maskiert und durch eine unverfängliche ersetzt. Der Windows-Client ist sehr einfach und schnell einzurichten und verfügt über eine intuitiv bedienbare Oberfläche. Ebenfalls erhältlich sind eine iOS-App und die Unterstützung der nativen Protokolle PPTP, L2TP/IPSec und OpenVPN. In Kürze erscheinen außerdem ein Mac- und ein Android-Client.

Mir ist klar, dass das Werbung für das Unternehmen ist. Aber in dem Fall stelle ich mal den Zweck über die Wahl der Mittel.

In dem Zusammenhang bitte ich Euch übrigens auch dringend, TOR-Nodes aufzumachen, um die Bandbreite im TOR-Netzwerk zu erhöhen!