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GM will nicht mehr bei Facebook werben…

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Klar. General Motors ist nur ein Kunde von unzähligen. Aber ein Schwergewicht.

Und genau dieses Schwergewicht hat nun angekündigt, die Werbung auf Facebook einzustellen. Begründung:  Zu wenig tatsächlichen Impact bei der Zielgruppe.

A source familiar with the automaker’s plans said GM’s marketing executives decided Facebook’s ads had little impact on consumers.

Das ist eine interessante, aber keineswegs überraschende Entwicklung. Insofern macht es nur die Beobachtung des IPO von Facebook noch spannender, hat das Unternehmen doch letztlich nur virtuelle Assets, die aber scheinbar zu jedem Preis initial gehandelt werden können. Gerüchte sagen allerdings, dass vor allem institutionelle Anleger eher skeptisch auf die FB-Aktie schauen.

Insofern kommt zumindest für Facebook der Rückzug von GM natürlich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

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Die Boulevarisierung der WAZ?

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Ich hatte mich ja erst kürzlich hier über die Art der Berichterstattung auf derWesten aufgeregt – dem Onlineportal der WAZ-Gruppe.

Heute wieder so ein toller Artikel. Fett und rot steht dort in der Headline:

71-Jährige lag fünf Jahre tot in ihrer Messie-Wohnung in Hagen

An der Stelle möchte man den Redakteur schütteln möchte. Wohl weislich steht der Autor deswegen vermutlich auch nicht dabei ;-)

Aber mal im Ernst, lieber derWesten:

Ist es nicht schlimm genug, dass ein Mensch einsam in seiner Wohnung sterben muss, offensichtlich überfordert vom Leben und von niemandem in 5 Jahren vermisst? Muss man dann noch einen drauf legen und von einem “versuchten Einbruch” schwadronieren, der vielleicht wegen der Messie-Eigenschaften nicht vollzogen wurde?

Ich muss an “Das Bo” denken mit ihrem Hit ” ‘türlich, ‘türlich (sicher, Digger)” von Anno Tobak. Wir tauschen dann mal Bass gegen Blut, dann passt es wieder…

Lieber derWesten, wie wäre es mit mitfühlendem Journalismus, kritischer Betrachtung der Gesellschaft und Politik, mit investigativem Journalismus wie im Trinkwasserskandal? Statt solcher “Bild”-Typischer Artikel voller Vermutungen und Blut triefender Headlines?

Und in einem tragischen Fall wie dem in Hagen könnte man sich ja mal auf das gesellschaftliche Problem stürzen, dass immer mehr Menschen verarmen und vereinsamen läßt. Statt einer toten Omi noch eine Messi-Wohnung mit Ekelfaktor anzuhängen. Google “Schamgefühl”.

Ich mein ja nur…

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Körperkunst mal anders

14. Mai 2012 Keine Kommentare

#nrw12: Voll auf die Fresse

14. Mai 2012 5 Kommentare
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Wenn mich vor der Wahl jemand gefragt hat, wie sie ausgeht – ich hätte keinen Euro gewettet. Und nach der Wahl stellt sich raus, dass meine “Prognose” so gut wie schlecht gewesen ist:

  • Nie im Leben hätte ich erwartet, dass die FDP so deutlich in den Landtag einzieht
  • Nie im Leben hätte ich erwartet, dass die CDU so deutlich verliert
  • Bei einer rot-grünen Fortsetzung war ich skeptisch

Meine Annahme war, dass es für die FDP sehr knapp wird und ebenso für rot-grün. Bei der SPD und den Grünen hätte ich erwartet,  dass die Wanderbewegung zu den Piraten sich deutlich stärker auswirken würde. Das Wahlergebnis hat mich echt überrascht!

Wahlergebnis, grafische Darstellung ;-)

Wahlergebnis, grafische Darstellung ;-)

In Voerde ist das übrigens so, da ziehen die Piraten mit 9,01% (+7,08) deutlich an den Grünen mit 7,41% (-1,00) vorbei. Dafür hatte Voerde allerdings auch 61,75% Wahlbeteiligung – my town rocks.

Ich hatte sogar zwischendurch die Befürchtung, dass es für rot-grün nicht reicht und es vielleicht sogar auf eine große Koalition, im schlimmsten Fall unter der Führung Röttgen hinauslaufen wird.

Insgesamt freut mich das Wahlergebnis aber, weil…

  • wir eine handlungsfähige rot-grüne Regierung haben
  • die Piraten an Einfluß gewinnen in einem Maß,
  • in dem die CDU an Einfluß verliert.

Übrigens hat die CDU in Voerde auch mal eben -6,52% eingefahren und ist nur bei 23,69% gelandet. Im vorherigen Lauf war sie noch bei 30,21%. Die SPD könnte nach Voerde Verhältnissen allein regieren, hat sie doch noch mal +3,79% eingefahren und steht bei unglaublichen 51,45%. Wäre Voerde NRW, wäre die FDP übrigens draußen: 3,6% (was immer noch +0,79 zur letzten Runde sind).

 

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Das Foto ist von @Thorstenfaas: https://twitter.com/#!/thorstenfaas/statuses/201716453123174401

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Ruhrpott 4X

13. Mai 2012 Keine Kommentare
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Der erste 4X Event (Mountainbike Rennen – 4 Fahrer gegeneinander – 150-600m lange Stecke mit Sprüngen, Wellen & Co.) in Essen!

Da sonst eine deutlich weitere Anreise wie Willingen oder Wien oder Whistler erforderlich ist, lautete das Motto: „auf jeden Fall hin!“ Angekündigt waren zahlreiche Aussteller, Trial Shows undundund. Da es die erste Ausgabe und dann noch gesponsert von einem recht neuen Bikerladen war, hatte ich mir gedacht – das wir was! Jedoch war ich (inkl. Begleitung) doch recht überrascht als wir am Mittag eine nahezu menschenleere Innenstadt antrafen, in der noch nicht einmal Musik den Event aus der Ferne ankündigte.  Einige Stunden später wurde dann doch das RedBull Sound Mobil (welches über eine CD mit etwa 6 Songs verfügte;)) aufgebaut und ein Moderator meldete sich zu Wort. Ab da wussten wir wie toll die Stille doch sein kann.

Nun gut, die Fahrer waren am Start und heiß auf den Sieg, die Zuschauer waren wohl noch bei der Wahl ;) . Die Strecke, sicherlich eine Herausforderung, da nur die lange Startrampe für gewaltig Schwung am ersten Sprung sorgte, dann war aber Muskelkraft gefordert. Die Sprünge und Wellen waren aus Holz, Erde oder Stahl konstruiert, die Strecke war Asphalt was die Kontrolle in Kurven nicht leichter machte und den Schmerz bei Stürzen (von denen es doch einige gab) nicht gerade verringerte.

Die Läufe waren spannend und ein guter Mix aus Damen, Junioren, Senioren sowie Amateurfahrern. Die Jungs und Mädels waren also gut drauf, angefeuert wurden sie leider meist von Familie und Freunden. Wir hatten von diesem Event aus unserer „Bike“ erfahren, ansonsten gab es leider kaum Werbung (was einem von uns sicherlich aufgefallen wäre).

Fazit also – coole Idee – coole Sportart – grenzenlos schlechte Promo!

Bitte weitermachen und im nächsten Jahr früher Ankündigen. Die Fahrer (zahlreich in VW Bussen angereist, die gleichzeitig als Schlafstätte dienten) haben es wirklich verdient!

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Twitter Weekly Updates for 2012-05-13

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  • hat eine runtastische Mountainbiketour über 49.26 km in 3h 26m 6s absolviert http://t.co/5K49MHxx via @runtastic #
  • #CDU beginnt Haushaltsrede in #Voerde filosofisch: Am Besten hilft man sich selbst, wenn man sich selbst hilft. #achso #
  • #SPD hat in #Voerde 15 Leute im Rat – aber keinen der den Bericht des Wirtschaftsprüfer verstehen kann? "Müssen dem glauben" m( #
  • Ist es nicht schön, eine Konstante zu haben? Wie die, dass die Welt jeden Tage bekloppter wird: http://t.co/ySrt5ALg #
  • Warum man den #Piraten international Erfolg wünschen möchte erklärt die Grafik in http://t.co/1fVeNnug #
  • Neuer Termin für #Voerde 15.05. Infoveranstaltung zur #Betuwe http://t.co/EXqiDIdF #
  • #Voerde Kosten senken mit mobilen Energiespeichern? #gr
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Ich mag das Original – ich mag die Kopie

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Während sich bei der aktuellen absolut bescheuerten Diskussion ums Urheberrecht alle zerfleichen, fällt mir ein Mal mehr auf, wie wichtig es ist, Kust aus Kunst zu schaffen. Kennt Ihr “Seya and I Know It” von LMFAO? Geiler Take, würde ein gewisser Toni Moni jetzt sagen.

Mindestens genauso geil ist aber auch die Kopie – wenn auch so total anders…

Ich such den gerade bei iTunes… übrigens, meine letzten Käufe fand ich auch via Youtube: Crystallize von Lindsey Stirling…

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Social Media: nur zentral gut?

9. Mai 2012 4 Kommentare
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Was passiert eigentlich wenn, ist eine immer gute Frage.

Nach wie vor ist Social Media ein “Buzzword” im Internet und eigentlich kein Unternehmen und kaum ein Mensch mit Internetzugang kommt um das Thema herum.

In der klassischen Sichtweise ist Social Media allerdings ein merkwürdiges Konstrukt, bezeichnet es doch zentralisierte, homogenisierte Plattformen wie Facebook und Twitter. Dort ist man vertreten, dort ist man vernetzt. Dort trifft man sich, dort tauscht man sich aus.

Der Fehler im System?

Die Abhängigkeit!

Denn was passiert eigentlich, wenn z. B. Facebook die Pforten schließt? Das muss ja nicht das ganze Unternehmen betreffen, es reicht ja einzelne Nutzer oder Unternehmen auszuschließen?

Die Gründe dafür können vielfältig sein, der Rechtsweg ist allerdings zu meist ausgeschlossen.

Aber was passiert da?

Durch die Festlegung auf einzelne Websites, die man fälschlicher Weise als “Social Media Network” bezeichnet, zentralisiert man seine Kommunikation. Spaßeshalber habe ich mir hierbei mal die Websites und die Facebook-Präsenzen deutscher Autobauer angesehen:

Während die Websites nicht zur Kommunikation einladen, eignet sich Facebook  nur sehr bedingt zur Produktpräsentation. Will ich also im Rahmen der Markenbindung mit den Kunden (oder als Kunde mit dem Unternehmen) verbunden sein, muss ich das bei Facebook machen. Suche ich ein Angebot, mache ich das auf der Website. So weit so klar.

Schließt jetzt Facebook die Seite des Unternehmens, gehen schlagartig alle Kundenbeziehungen, die dort aufgebaut und gepflegt wurden, den Bach runter.

Im Privatleben bedeutet das: Meine Texte, Kommentare, Fotos und meine Freundeslisten sind futsch.

Es ist erstaunlich, wie viel Erfolg Facebook und Co dabei haben. Man gibt sich gar nicht die Mühe, Non-Konformisten anzulocken. Denn selbst die größten Unternehmen passen ihre Präsenzen in das Corporate Design des Anbieters. Und der entscheidet dann auch gleich, was die Besucher sehen dürfen und was nicht.

Die Alternative wäre, auf eigene Websites und Dienste wie Blogs zu setzen.

Häufig wird dem entgegen gehalten, das sei zu kompliziert und aufwändig. Aber mal realistisch betrachtet, hat es eine ganze Reihe von Vorteilen:

Nicht nur, dass ich unabhängiger vom Dienstangebot eines einzelnen Unternehmens bin, ich unterwerfe mich auch nicht der Inhaltskontrolle und schon gar nicht der Uniformität.

Ich kann schreiben was ich will, zeigen was ich will und ein Design verwenden, dass mir am Besten gefällt. Unternehmen waren ihre Unabhängigkeit und können ihr eigenes CD fahren.

Soziale Netzwerke gibt es seit Anbeginn des Internets. Sie entstehen durch Hyperlinks, letztlich DAS Basis-Feature des World Wide Web. Sie entstehen durch Interatktion, wie es sie schon vor dem WWW gab, z. B. in Newsgroups. Und sie überdauern Technologiewechsel in der Regel unbeschadet.

Warum also sollte man sich als Unternehmen an Facebook binden? Ein Like dort bedeutet nichts im Vergleich zu einem Aufruf der eigenen Website oder der Kenntnisnahme eines RSS-Feeds. Und ein Share ist weniger verbindlich als ein Hyperlink.

Es scheint wenig öknomische und strategische Gründe zu geben, sich in die Hände von Facebook und Co zu begeben. Außer vielleicht den Grund, dass Menschen gerne nach Gruppen streben und charismatische Führer bevorzugen. Wenn diese Führungspersönlichkeiten es dann noch schaffen, die Gruppe als “potentielle Werbeempfänger” zu vermarkten, wird es auch für Unternehmen interessant.

Twitter ist da witziger Weise anders: Zwar entstehen dort soziale Netze durch Folgen und Gefolgt werden. Aber Twitter hat mehr mit dem Internet in seiner Reinform zu tun, als jedes andere soziale Netz: Dort werden vor allem und in erster Linie Links gehandelt und die Diskussionen auf Blogs und Websites geführt. Twitter ist im Grunde ein “News-Aggregator” unter den sozialen Netzen, der sich als Mittler zwischen den Netzwelten versteht – im Gegensatz zu Facebook, als alles vereinnahmendes Konstrukt.

Als Unternehmen muss ich mir die Frage stellen, ob Facebook wirklich “too big to fail” ist und nicht das Myspace-Ende erleben wird. Ich denke, genau das wird passieren. Was passiert aber dann mit dem Geld, das ich in die Unternehmenspräsenz dort investiert habe? Wie portiere ich meine Kundenbeziehungen in “the next big thing?”

Als Mensch muss ich mir die Frage stellen, ob ich mir wirklich sagen lassen will, was ich sagen, denken und schreiben darf und ob ich wirklich meine Erinnerungen, Fotos, Freunde einem Unternehmen zur kostenfreien Nutzung überlassen will – und was mit all meinen Inhalten passiert, wenn Facebook dereinst nicht mehr ist.

Mein Fazit?

Das Internet braucht wieder mehr Websites, Blogs, Newsgroups, Foren und Chats. Und weniger zentral Strukturen.

Und Ihr müsst langsam mal anfangen, an die Post-Facebook-Ära zu denken…