This Moment When

Ich gucke gerade die Netflix-Serie „Altered Carbon“ und finde sie außergewöhnlich gut.

Aber davon berichte ich am Ende der Staffel noch mal. Jetzt erst mal ein „what the fuck???“ – Moment:

Der Protagonist steht auf einer Brücke. Einer langen Brücke. In den Bergen. Ich denke: Die kommt mir bekannt vor?

Kann natürlich eine Täuschung sein aber irgendwie…. die Berge, ich bin mir sicher, dass ich das Panorama kenne – wenn auch leicht anders…

Und es gibt eine zweite Einstellung, die mich dann überzeugt:

Auch wenn es nicht nötig wäre, gibt es noch eine dritte Einstellung.

Und jepp, spätestens bei der Plattform und dem Meer ist kein Zweifel mehr möglich:

Das ist die Sky Pilot Suspension Bridge an der Gipfelstation der Sea2Sky-Gondola in Squamisch, nördlich von Vancouver. Und es ist gerade mal ein gutes halbes Jahr her, dass ich selbst drauf stand 😀

Schlechte Laune Sonntags (als Alliteration wäre das noch schöner)

Es gibt so Tage, da denkt man sich hinterher: Hätte ich doch mal die Nase aus den News-Feeds des Internet gelassen.

Heute ist so ein Tag.

Seit einiger Zeit munkelt man aus Berlin, dass Deutschland das Klimaziel 2020 verfehlen wird. Statt jetzt aber die Bemühungen zu verstärken, wird bei den Verhandlungen zur neuen GroKo einfach das Klimaziel aufgegeben.

Das ist gar nicht so absurd, wie es anfangs anmutet. Denn die „Bemühungen“ der Bundesregierung fruchteten ja darin, dass der CO2-Ausstoß nicht sinkt. Sondern steigt. Na super.

Schön sehen kann man die Ursachen dafür z. B im Hambacher Forst: Den will RWE roden, um darunter liegende Braunkohle zu fördern: Den am wenigsten effizienten Energieträger mit der höchsten Schadstoff-Belastung. Und das scheinbar politisch gedeckt auch darf.

Während dessen, praktisch in der gleichen Zeitzohne, verlieren Millionen Menschen den direkten Zugang zu Trinkwasser:

By late spring, four million people in the city of Cape Town—one of Africa’s most affluent metropolises—may have to stand in line surrounded by armed guards to collect rations of the region’s most precious commodity: drinking water.

Das ist so dramatisch, dass man es nicht ignorieren darf. Denn die Folgen der Klimaveränderungen werden nicht nur Wasserkriege sein. Sondern eben auch weitere Migrationsströme aus unbewohnbaren in bewohnbare Gegenden.

Und nachdem Schwarz-Rot erfolgreich die letzten Jahre nur geredet und gehandelt haben, geben sie jetzt das Ziel ganz auf.

Klar: Eine Wahlperiode sind 4 Jahre. Da kann man besser den RWE-Aktienkurs stützen, als die Welt vor einer Katastrophe zu bewahren.

Seems legit, wie das Internet sagt.

Flaschensammler wegen 1,44€ angeklagt – und eine Frage fehlt

In der SZ ist mal wieder ein Artikel, nach dem einem die Wut den Hals anschwillen lässt:

In München hat die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen jemanden erlassen, der Pfandflaschen aus dem Glascontainer geangelt hat.

Die Staatsanwaltschaft erließ daraufhin Strafbefehle wegen Diebstahls. Der zuständige Richter wies die Strafbefehle aber mit der Begründung ab, dass der Schaden zu gering sei. Nur 1,44 Euro betrug das Pfand und damit der Wert der 18 Glasflaschen. Verloren wäre das Pfand ohnehin gewesen. Niemand sortiert Pfandflaschen aus dem Altglas, vielmehr werden alle gleichfarbigen Gläser gemeinsam eingeschmolzen. Welcher Wert dabei 18 einzelnen Flaschen zukommt, ließe sich nicht klären, entschied das Gericht. Ein äußerst geringer Wert, vermutete jedoch der Richter, und stellte das Verfahren ein.

Quelle: SZ

Jetzt mal losgelöst von der Frage, ob das eine „echte“ Straftat ist oder der Rechtsstaat hier völlig Amok läuft (wie z. B. bei Schwarzfahrern): Bin ich eigentlich wirklich der Einzige, der beim Lesen solcher Nachrichten unablässig folgende Frage im Kopf hat:

Wie kann es sein, dass in einem der reichsten Länder der Erde, in einem Land, dass sich Sozialstaat nennt, Menschen so arm sind, dass sie im Müll der Gesellschaft nach Objekten im Wert von 8 bis 25 Cent wühlen müssen?

Wieso zum Teufel redet da  eigentlich niemand drüber?

 

——-

(*räusper* Und über die Abschaffung der PET-Flaschen, die ein einziges ökologisches Desaster sind. Das ist aber ein Thema für ein anderes Mal.)

IT: Gibt es eigentlich nur noch Schrott?

Ich liebäugel mit einem neuen NAS, um den Datenmengen auf meinen Rechnern Herr zu werden. Dabei brauche ich keine Lösung, die übers Internet erreichbar ist (gibt es Menschen die so bekloppt sind und ihr NAS ins Internet hängen?), sondern viel Speicher als Raid5 in einem Gerät das im Keller hinter Schloss und Riegel steht. Eine USV dazu und fertig.

Dabei ist mir die WD „My Clound“ EX4100 ins Auge gefallen, weil es die mit 32 TB Brutto relativ günstig zu kaufen gibt. Außerdem bringt die zwei Gigabit-Ports mit die man parallel nutzen kann, bietet eine Verschlüsselung der Daten mit AES an (für alles was nicht TrueCrypt braucht), kann mit der USV kommunizieren, braucht relativ wenig Strom.

Und während ich noch so darüber nachdenke, die 1,5 bis 2 Kilo-Eus dafür auszugeben, passiert das hier:

Echt jetzt? Ihr nehmt mich doch bitte auf den Arm: Ein generischer Nutzer mit Admin-Rechten und DEM Passwort? Und natürlich auch auf der EX4100. Wirklich schlimm ist das gleich doppelt: Erstens weil WD sich seit einem halben Jahr weigert, das zu fixen. Zweitens, weil es diese Sicherheitslücke überhaupt gibt. Problematisch ist das erste Problem, weil WD sich damit auf alle Zeiten aus der Reihe der Hardware-Hersteller verabschiedet, die man überhaupt in Betracht ziehen sollte. Was mies ist, weil deren Platten ja gut laufen.

Das passt ins Bild von Intel, die gerade verkaufen wollen, dass die Sicherheitslücken by Design in ihren Prozessoren ein Feature wären.

Gibt es auf dem IT-Markt eigentlich wirklich nur Scheisse zu kaufen? Muss ich mir echt wieder einen kleinen Rechner zusammenbauen und selbst konfigurieren, wenn alles was ich will eine halbwegs kluge (aka störungsfrei laufende und gut administrierbare) Lösung für meine Daten ist?

Und nächste Woche lesen wir dann wieder von Millionen von Daten die ihren Weg ins Darkweb gefunden haben. Das darf doch nicht wahr sein.

Wenn der ISP zum Hilfscop mutiert

Nicht erst die Diskussion um Netzneutralität in den USA zeigt, dass wir dringend die Gesetzgebung auf das „neue“ Internet einstellen müssen. Das neue TMG war ein guter Anfang, das NetzDG dagegen ein völliger Griff ins Klo.

Wie dringend der Handlungsbedarf ist, kommt gerade anschaulich aus den USA. Dort droht der erste Internetserviceanbieter(!) einem Kunden(!), dass er bei einer Urheberrechtsverletzung mittels Filesharing(!) in dessen Heizungssteuerung(!) (und Webcams) eingreift.

Das ist so krass, dass einem echt die Worte fehlen:

As part of its throttling routine, Armstrong Zoom’s warning letter openly threatens its suspected file-sharing customers about its ability to use or control their webcams and connected thermostats.

The East Coast company stated: „Please be advised that this may affect other services which you may have connected to your internet service, such as the ability to control your thermostat remotely or video monitoring services.“

Quelle: Klick!

Das ist möglich, weil die meisten Internet of Things-Geräte eine externe Cloud-Lösung nutzen. Übrigens auch hier in Deutschland. Und während viele Umrüstsysteme noch die Möglichkeit eines manuellen Eingreifens lassens, gibt es natürlich auch solche Techniken, die das nicht machen.

Wow. Just wow.

The Greatest Showman

Das Kinojahr hat dieses Jahr „The Greatest Showman“ eingeläutet. Ein Musical-Film mit Hugh Jackmann über die – vereinfach gesprochen – Erfindung des Circus. Und der Film war ganz nett:

Die Choreografie ist perfekt und die Bilder sind toll. Von daher lohnt der Film sich – auch wenn die deutschen Untertitel bei den Lieder für die Tonne sind. Aber sei es drum. Von der Story und den Charakteren her, letztere allerdings durchaus gut besetzt, ist der Film allerdings abolut belanglos.

Und ich hätte ihn heute morgen bestimmt schon wieder vergessen. Wenn nicht….

Ja wenn nicht der Verlauf der Story absolut identisch zum Verlauf der Geschichte in Sing gewesen wäre:

Absolut verblüffend 🙂

Das Kino-Jahr 2017

Das Kino-Jahr ist rum und es ist Zeit, sich mal wieder der Statistik zu widmen. Das Gesamtergebnis vorweg: ich war weniger im Kino als 2016. Statt 43 habe ich nur 38 individuelle Filme auf der großen Leinwand gesehen. Die OV-Versionen eingerechnet komme ich allerdings auf 41.

Zu den Kosten:

UCI-Unlimited-Card: 270€
Summe aller Filme: 492,90

Das macht eine Ersparnis von 222,90€ auf das Jahr gesehen. Dabei kostete eine Karte im Mittel 12,97€, die günstigste Karte  hätte 8,80€ („SPLIT“) gekostet. Die teuerste Karte war 17,10€ Star Wars 8.

Die Filme:

  1. Passengers
  2. XXX
  3. Fantastische Tierwesen
  4. Why Him
  5. Resident Evil
  6. La La Land
  7. Split
  8. John Wick 2
  9. Lego The Movie
  10. Hidden Figures
  11. A Cure For Wellness
  12. Ghost In The Shell
  13. Fast & Furious 8
  14. Guardians of the Galaxy Volume II
  15. Boss Baby
  16. Kong
  17. King Arthur
  18. Pirates Of The Caribbean 5
  19. Alien Covenant
  20. Baywatch
  21. Ich Einfach Unverbesserlich 3
  22. Valeryan
  23. Baby Driver
  24. Dunkirk
  25. Dark Tower (OV)
  26. A Killers Bodyguard
  27. The Circle
  28. The Kingsmen II
  29. IT
  30. Barry Seal
  31. Blade Runner 2049
  32. American Assasin
  33. What Happend With Monday
  34. Maleika
  35. Mord im Orientexpress
  36. Star Wars 8
  37. Jumanji 2
  38. Dr. Who Christmas Special

Jumanji

1995 lief der originale Jumanji im Kino. Und ich fand den wunderbar…

https://www.youtube.com/watch?v=yLyXEQPuLJo

Nunmehr 22 Jahre später folgt ein zweiter Teil. Kann man das wollen? Kann ein Film mit Robin Williams nach seinem Tod würdig fortgesetzt werden? Ich denke nicht. Insofern war ich sehr skeptisch was Jumanj 2 angeht.

Andersherum… Dwayne Johnson und Karen Gillian… ich meine… DIE Karen Gillian.

Und so schlich ich mich ins UCI und war ganz gespannt darauf, wie groß mein Frust sein wird.

Überraschender Weise ist mein Frust sehr klein geblieben und mein Vergnügen dafür sehr groß gewesen. Denn Jumanki 2 versucht gar nicht erst wirklich eine Fortsetzung zu sein. Klar, es gibt eine Anspielung auf damals – aber das eher als integraler Teil der Geschichte.

Was einen erwartet,  ist ein herrlich selbstironischer Film, der nicht nur sich selbst nicht ernst nimmt, sondern das gesamte Genre des Action-Films. Natürlich gleitet der Humor dabei ab und an in Regionen unter die Gürtellinie, kommt aber dankenswerter Weise schnell wieder hervor.

Und für die Männer gibt es ausreichend Karen Gillian und für die Frauen Dwayne Johnson bei dem zu bewundern, was die beiden am Besten können: Mit den Klischees des jeweiligen Geschlechts aufräumen.

Wer also den Kopf im Kino gut ausschalten kann und auf keinen Fall über die Story nachdenkt, wer sich an den tollen Bildern erfreuen und auch mal über flachen Humor lachen kann, für den wird Jumanji vermutlich (hoffentlich) so gut sein, wie für mich 🙂

BRIGHT

Es sind merkwürdige Zeiten, wenn ein Streaming-Dienst einen auf Kino macht. Und einen Film mit Will Smith herausbringt. Und noch komischere Zeiten sind es, wenn wir mal schauen was das eigentlich bedeutet:

Netflix ist ein Streamingdienst, der seine Kunden sehr intim kennt. Millionen und Milliarden von Klicks verraten ihm, was die Menschen sehen wollen. Und mit einem Budget von 100 Millionen(!) Dollar und dem Publikums-Liebling Will Smith wurde BRIGHT der erste „Kinofilm“ den es ausschließlich im Stream gibt.

Und der Film zeigt direkt das Potential, die Gefahren und die Absurdittät von heute. Augenfälligstes Beispiel dafür sind die Bewertungen. Denn  während die Kritiker den Film in Grund und Boden schreibe, wird er von den Zuschauern gelobt.

Screenshot Rotten Tomatoes am 27.12.2017
Screenshot Rotten Tomatoes am 27.12.2017

Woran liegt das?

Vermutlich daran, dass beide Seiten recht haben. Denn aus Sicht der Kritiker ist der Film für die Tonne. Flache Story, flache Charaktere, Special-Effects auf der Höhe der Zeit aber eben auch ein Matsch aus lauter Dingen die man schon x mal gesehen hat. Völlig durchschnittliche Kost. Keine gute Bewertung für diesen Film.

Und dann sind da wir, die Zielgruppe des Filmes. Die wir am Boden liegen, wenn Will Smith mit dem Besen die Fee vom Vogelfutter weg kloppt. Die wir irritiert fragen ob die Orcs nicht Ausdruck ganzer Bevölkerungsteile sind, die wir unterdrücken? Die wir die Karate-Blondienen anstarren und die Musekelprotze. Die Zuschauer, die den Sountrack direkt nach dem Film erst mal  kaufen und im Auto volle Pulle hören müssen.

In der Summe ist BRIGHT ein interessantes Experiment. Der Film funktioniert, weil er genau das ist, das darstellt und das zeigt, was wir sehen wollen. Und wir wollen offensichtlich seicht mit Geballer, Titten und Muskeln unterhalten werden.

Die einzig schlechte Nachricht ist eine für die Filmkritiker: Wer sich schon immer gefragt hat, warum Kritiken so weit von der eigenen Wahrnehmung abweichen, der bekommt hier den Beweis des Algorithmus:

Kritik ist für die Kunst. Filme sind für die Unterhaltung.

Pünktlich zu Weihnachten…

… meldet sich die FDP Voerde zu Wort.

Und wer jetzt glaubt, dass es dabei um etwas gesellschaftlich positives geht, der irrt natürlich. Denn die FDP wäre nicht die FDP, wenn sie nicht selbst zu Weihnachten Politik zu Lasten der Schwächsten machen würden.

Stein des Anstoßes sind die Planungen in Voerde, wie man mit sozial gefördertem Wohnungsbau umgeht. Es äußert sich aber nicht die in der entsprechenden Ratssitzung anwesende Fraktionsvorsitzende der FDP, sondern natürlich….

„Aktueller Anlass für die Stellungnahme der Liberalen ist die Vermarktung eines städtischen Grundstücks, über die in der jüngsten Ratssitzung hinter verschlossenen Türen beraten wurde, erklärt FDP-Vize Arnd Benninghoff auf NRZ-Nachfrage.“

Quelle: NRZ

Wirklich Sinn macht das, was die FDP in dem Artikel von sich gibt natürlich nicht. Bzw. Sinn macht es nur, wenn man es in das „große Bild“ einpasst, dass die FDP derzeit zeichnet. Denn man scheint sich in Voerde der Bundes-FDP anschließen zu wollen, nach der sozialer Wohnungsbau ja eigentlich unnötig ist. Denn wer sich teure(re) Mieten nicht leisten kann, der kann ja einfach Eigentum erwerben:

„Wer sich überlegt, eine Immobilie zu kaufen für das Alter, da sagen wir, wir wollen den von der Grunderwerbssteuer befreien“, sagt Lambsdorff. Er wirft noch ein, den Spitzensteuersatz senken zu wollen – eine Maßnahme, von der die meisten Alleinerziehenden ganz sicher nicht profitieren würden.

Das merkt auch die Moderatorin. Sie geht dazwischen: „Immobilien kaufen ist, glaube ich, kein Thema für die meisten Alleinerziehenden“. Tatsächlich ist keine Bevölkerungsgruppe in Deutschland so stark von Armut bedroht wie alleinerziehende Eltern.

Lambsdorff wiegelt ab: „Wenn ich eine Miete habe, ich sag mal, 300, 400 Euro – das ist auch das, was ich abzahlen kann als Kredit.“

Quelle: HuffPo, Alternativ beim Stern oder Focus etc.

Passt volle Kanne zur FDP. Auch in Voerde. Hat halt nur gar nichts mit sozialer Politik zu tun. Allerdings wohl sehr viel damit, wer sich hier für die nächste Kommunalwahl warm läuft.

HP Officejet und Fritz NAS

Ich habe hier einen neuen HP Officejet Pro 8715 (Amazon), den ich „mal eben“ einrichten wollte.

Und tatsächlich ließ sich das Meiste locker erledigen. Das die Software von HP grauenvoll ist, darüber will ich lieber kein Wort verlieren. Aber trotzdem war das Gerät ruck zuck im Netzwerk eingebunden und eingerichtet.

Bis auf eines…

Das Gerät kann direkt auf ein freigegebenes Laufwerk scannen. Das mag jetzt nicht überraschen, denn was nutzt ein Netzwerk-Multifunktionsgerät, wenn es über das Netz nur Drucken, aber nicht scannen kann.

Also im NAS einen neuen Ordner angelegt, Nutzer und Kennwort vergeben und die (unsäglich miese) Konfigurationssoftware gestartet. Alles eingegeben und… geht nicht. WTF?

Am Computer mal mit dem neuen Ordner verbunden: geht. Einstellungen geprüft: stimmen alle. Nun gut, bei der Einrichtung der Scan-to-Mail hatte ich das merkwürdige Erlebnis, dass das Kennwort für den SMTP-Server mehrmals neu eingegeben werden musste, bis es funktionierte. Aber: Auch das half hier nicht.

Irgendwann dachte ich mir, hey es gibt ja Support. Dafür trägt man seinen Support-Wunsch auf der HP-Website ein und bekommt eine lange Nummer und eine Telefonnummer. Nicht wie bei anderen Häusern, wo man direkt zurück gerufen wird. Nein, man darf selbst anrufen. Aber gut.

Angerufen und durch ein total nerviges „drücken sie dies, drücken sie das“ gehangelt. Einfacher wäre doch gewesen, direkt die Support-Nummer eingeben zu können. Aber gut. Immerhin hatte ich nach einer Weile einen echten Menschen an der Strippe.

Der nicht verstand was ich von ihm wollte.

„Ich möchte mit dem Drucker auf ein Netzwerklaufwerk scannen!“

„Das habe ich ja noch nie gehört!“

„Sie haben noch nie gehört, dass jemand mit einem Netzwerkscanner die Scans im Netz ablegen möchte?“

„Das ist total unüblich, wofür soll das gut sein?“

„‚Äh z. B. um nicht den Rechner hochfahren zu müssen?“

„Das macht keinen Sinn!“

„Doch“

„Haben Sie eine Service-Nummer?“

„Ja xxxxxxx“

„Stimmt, hier steht, das das nicht geht. Was genau geht denn nicht?“

„Ich kann das nicht einrichten.“

„Wie einrichten?“

„Haben Sie schon mal mit der eigenen Software gearbeitet? Da wo man auf den Knopf „Netzwerkordner einrichten“ drücken muss“?“

„Das verstehe ich nicht. Das ist doch total unüblich.“

(Sinngemäße Wiedergabe mit Auslassungen (z. B. meinem Wunsch mit jemandem zu sprechen, der sich auskennt)

An der Stelle habe ich aufgegeben und aufgelegt. Verarschen kann ich mich alleine.

Also wieder probiert. Und nach einigem basteln und zahlreichen (leider vergeblichen) Suchen doch noch des Problems Lösung gefunden:

————-cut here with a sharp knife————-

HP Officejet mit Netzwerkfreigabe an FRITZBox:

Scannen auf ein an der Fritzbox freigegebenes SMB-Share (Laufwerk)

Der HP-Treiber ist nicht in der Lage, nur den Netzwerknamen aufzulösen (Standard: Fritz.box, bzw. fritz.nas). Wäre die Freigabe also

//fritz.nas/ordner/unterordner

geht das nicht. Statt dessen muss man die IP mitgeben, also

//123.123.123.123/fritz.nas/ordner/unterordner

Und schon sind alle Probleme gelöst. So einfach kann es sein.

Fucking Amazing :-)

In Australien hat Tesla die größte Batterie der Welt installiert, um das Stromnetz zu stützen – vor allem im Bezug auf Schwankungen im Grünen Strom. Jetzt ist aber was passiert, dass so nicht vorhergesehen war:

Unvorhergesehen ist, praktisch am anderen Ende des Landes, ein wichtiges Kohle-Kraftwerk offline gegangen. Das führte zu massiven Problemen im Stromnetz und das wiederum zu einer interessanten Geschichte: Denn eigentlich gibt es Generatoren, die in so einem Fall anlaufen und das Netz stützen. Tatsächlich aber hat Teslas Batterie diesesn Job übernommen:

What happened next has stunned electricity industry insiders and given food for thought over the near to medium term future of the grid, such was the rapid response of the Tesla big battery to an event that happened nearly 1,000km away.

Even before the Loy Yang A unit had finished tripping, the 100MW/129MWh had responded, injecting 7.3MW into the network to help arrest a slump in frequency that had fallen below 49.80Hertz.

Interessant ist, dass das schneller passierte, als aktuell im Netz messbar:

But in reality, the response from the Tesla big battery was even quicker than that – in milliseconds – but too fast for the AEMO data to record.

Das ist in mehreren Punkten bemerkenswert. Zuerst natürlich, weil mal wieder Tesla und mal wieder Elon Musk was geschafft haben, was angeblich nicht geht. Dann aber auch, weil es ein dermaßen lautes Zeichen ist, dass die herkömmliche Betrachtung von Stromnetzen, insbesondere aber auch die Mega-Kohlekraftwerke, heute eher Problem als Lösung sind.

Ich muss sagen, ich bin immer wieder beeindruckt.

Amazon: Wenn die Maschinen die Kontrolle übernehmen

Ich bin seit 1999 Kunde bei Amazon und erlebe einen sehr spannenden Wandel, der auch irgendwie symptomatisch für vieles andere um mich herum ist. Insbesondere was das Thema einkaufen angeht. Und manchmal bin ich einfach nur erstaunt, so wie heute.

Die Idee war, über das Zweitkonto, dass ich für „berufliche Zwecke“ verwende, einen Drucker zu bestellen. So weit so gut war das auch alles kein Problem. Nur das ich eine Mail bekam mit dem wenig beruhigenden Hinweis

„Ihre Zahlung wurde abgelehnt“

Und im Text dann:

leider können wir Ihre hinterlegte Bankverbindung nicht für die Zahlung dieser Bestellung verwenden. Um Ihre Bestellung weiter bearbeiten zu können, bitten wir Sie, Ihre Zahlungsart für diese Bestellung auf Kreditkarte umzustellen.

Dafuq?*)

Erstens ist das „Firmenkonto“ gut gefüllt und zum anderen will ich meine private Kreditkarte gar nicht verwenden. Also mal die Hotline bemüht.

Dort war man sehr daran interessiert mir klar zu machen, dass das nichts, gar nichts mit meiner Solvenz zu tun habe. Sondern „das System“ würde von Zeit zu Zeit entscheiden einen Zahlungsweg zu wählen, bei dem das Geld schon sicher sei. Das könnte 1 bis 2 Mal passieren, danach wäre wieder alles gut.

Eingreifen, so erklärte mir die Supporterin, könnte man „in das System“ nicht.

Das bemerkenswerte ist, dass eigentlich alles gegen eine solche Maßnahme seitens einer Software sprechen sollte: Von dem Konto ist nie eine Rechnung zurückgebucht worden. Artikel wurden auch nicht zurück geschickt. Und die Liefer-Adresse ist… sagen wir mal unauffällig bis sehr gut, denn sie ist das Rathaus meiner kleinen Stadt.  Es scheint also als Erklärung nur zu greifen, dass die Software hinter Amazon der Meinung ist, dass das alles ZU gut ist um wahr zu sein.

Interessant ist auch, dass man hin nimmt, Kunden die weniger gewohnt sind final zu erschreckenb. Ich meine „Ihre Zahlung wurde abgelehnt“ klingt ja erst mal grauenvoll.

Ebenfalls interessant ist, dass auch die Mitarbeiter volle Kanone auf „das System“ vertrauen. Und nicht ansatzweise hinterfragen was da passiert. Machen wir Kunden übrigens auch nicht, wir fragen auch nicht was zum Teufel die Computer da eigentlich entscheiden und auf Grundlage welcher Daten und ob die Entscheidung richtig ist.

Wir freuen uns nur, das alles so billig ist.

 

 


*) Die Wahrheit ist, dass ich natürlich weiß, warum das passiert ist. Bzw. ich gehe davon aus, dass ich es weiß: Ich habe mich erstmalig mit einem Tablet angemeldet, dass keine Cookies akzeptiert und das VPN hat Amazon vorgetäuscht, ich säße in Osteuropa. Das dürfte letztlich der Grund gewesen sein.

The Last Jedi

Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, den 8. Teil der Star-Wars-Saga im Kino zu sehen – dank UCI in OV.

Und ich bin wirklich, wirklich angetan.

Gut, die Story ist manchmal schon arg fabriziert und dreht sich nach wie vor scheinbar nur um eine Familie im ganzen Universum. Und deren Stammbaum ist ja auch eher so ein Kreis. Aber davon mal abgesehen hatte der Film (fast) alles was es brauchte.

Da waren zunächst die Schauspieler, die langsam aber sicher zu echter Größe heranwachsen. Dann natürlich der Sountrack. Vor allem aber die Bilder. Diese Bilder! Ich schwärme immer noch. Gut, der Film war in 3D und hätte auch in 2D sein können – aber unabhängig davon ist die Qualität der Bilder die Stärke des Films.

Insgesamt war ich sehr gut unterhalten. Und nachdem die Teile 1-3 ja eher… nicht so gut waren, finde ich 7 und 8 einen guten Anschluss an 4, 5 und 6. Und so bin ich natürlich gespannt, was uns das große Finale bringen wird.

Wer Starwars mag, wird Teil 7 genießen. Da bin ich sicher.