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The Dark Tower – im Kino

15. August 2017 Keine Kommentare
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Die Bücher rund um den Dunklen Turm von Stephen King sind ziemlich spannend. Wenn man lange Geschichten mag, denn alleine die eigentliche Serie hat 7 Hauptbücher und mehrere Nebengeschichten. Dazu kommt, dass nach dem Lesen vom Turm viele andere King-Bücher gelesen werden wollen, die irgendwie mit dem Turm verbunden sind.

Und das ins Kino bringen? Auf die Leinwand? In einen Film von gerade mal 90 Minuten? Muss das nicht schief gehen?

Um es kurz zu machen: Ich hatte eine Katastrophe erwartet.

Und wurde überaus positiv überrascht. Denn der Film ist besser, als sein Ruf.

Klar, auf der einen Seite werden die Hardcore-Fans enttäuscht sein, denn jeder hat irgendwie eine Vorstellung davon,  wie die Bücher verfilmt werden können. Und dann wollen noch Leute ins Kino gelockt werden, die die Bücher nicht gelesen haben. Das ist nicht leicht, andersherum hat Harry Potter es aber auch geschafft.

Nur, wie anfangen? Eins ist klar, der Film kann keine Adaption des ersten Buches sein. Denn das ist für Leser eine echte Herausforderung und am Ende des Buches hat man mehr Fragen als Antworten. Das würde nicht gehen.

Also entschied man sich, zu Recht, ein Mashup aus verschiedenen Teilen der Buchserie zu machen. Und das ist durchaus gelungen, denn wenn man sich das Ende des 7. Buches vor Augen führt, macht das Sinn. Und kann dann auch als Erklärung dafür dienen, warum der Revolvermann mit seinen blauen Kanoniersaugen auf ein Mal von Iris Elba gespielt wird. Der seine Sache übrigens ziemlich gut macht und nur von Matthew McConnaughey an die Wand gespielt wird.

Tricktechnisch und filmisch kann der Film mit allen anderen Mithalten. Netter Gag, der allerdings irgendwann langweilig wird, sind die Anspielungen auf all die anderen Storys von King.

Ach ja, Story:

Die gefällt tatäschlich, wenn man entwender noch nie was mit dem Turm zu tun hatte – oder sich das Ende des 7. Buches vor Augen hält. Und man darf als Kenner gerne ignorieren, dass sie an die aktuelle Zeit angepasst wurde, die ersten Bücher sind ja ein paar Tage alt.

Was nicht gelungen ist, ist der Übergang in das was jetzt kommt. Der erste Film ist ja nur ein Aufschlag und wenn ich das richtig verstehe, folgen ja weiter Filme und Serien. Der Hinweis darauf, dass es weitergeht, läuft Gefahr unterzugehen. Und ist sicherlich auch einer der Gründe für zahlreiche Kritiken: Wirklich erschließen kann man sich die Geschichte mit diesem ersten Film in 90 Minuten natürlich nicht. Aber das ist halt auch gar nicht gewollt. Daraus ergibt sich aber auch ein anderes Problem, weil viele Dinge angesprochen aber nicht erklärt werden. Wer keine Ungewissheit mag, wird irritiert sein.

Mein Fazit:

Der Film macht vieles richtig und wenig falsch und ist selbst für mich, als wirklichen Fan der Serie, nice to watch gewesen. Wer sich darauf einstellen kann, dass es nur das Intro zu einer Reihe von Filmen und Serien sein dürfte, dem kann ich den Film wirklich empfehlen.

Wer erwartet, am Ende eines Films alle Fragen beantwortet und eine runde Geschichte erlebt zu haben, der könnte etwas enttäuscht werden.

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Aluhut vs. Realität

9. August 2017 Keine Kommentare
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Jeder kennt Filme, in denen ein Paranoider in einer mit Alufolie ausgekleideten Wohnung lebt und glaubt, er würde immer und überall überwacht. Das ist natürlich Unsinn, denn welches Interesse sollte der Staat haben, seine Bürger zu überwachen.

Zumindest denken wir das.

Buzzfeed hat jetzt mal einen selbst-lernenden Computer auf die Suche nach Spionage-Flügen über den USA geschickt. Und dabei erstaunliches gefunden.

So BuzzFeed News trained a computer to find them by letting a machine-learning algorithm sift for planes with flight patterns that resembled those operated by the FBI and the Department of Homeland Security.

Der Artikel liest sich, für Buzzfeed, bemerkenswert unaufgeregt und ist sehr spannend. Vor allem die Fragen die sich daraus ergeben und die wir uns auch für Deutschland stellen sollten. Für Deutschland, vielleicht für Europa ist da die Frage ob „unsere“ Dienste auch Überwachungsflüge durchführen.

Wichtiger ist aber die Frage: Was passiert mit all den Daten und wer überwacht die Überwacher?

Denn die Flugzeuge sind ja offensichtlich in der Lage, neben optischer Aufklärung auch Mobiltelefone, Satellitentelelfon und WiFi zu scannen und vermutlich auch relativ problemlos abzuhören.

Für mich, als Teilzeit-Aluhut ist das natürlich eine Bestätigung, zu Hause auf WLAN zu verzichten. Aber das löst natürlich nicht das dahinter liegende Problem, dass die Bevölkerung heute kaum noch mitbekommt, was um sie herum passiert – und die Menschen die Angst vor solchen Entwicklungen haben, schnell in die Spinner-Ecke abschieben. Einen Mittelweg zu finden, dürfte auch sehr, sehr schwierig sein.

Eine Lösung kann nur mehr staatliche Transparenz sein. Transparenz und Geheimdienste allerdings…. nun ja, Ihr versteht das Problem?

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Dunkirk

2. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern Abend war ich im Kino, den mit Spannung erwarteten Film von Christopher Nolan schauen.

Und die ersten Minuten, die ersten Szenen haben schon das Potential einen denken zu lassen: Wow, der Nolan weiß wie man Filme macht! Atmosphärisch dicht, gut gefilmt, perfekt vertont verfolgt man das Schicksal eines jungen Mannes in den Straßen von Dünkirchen.

Leider baut der Film ab da spontan und nachhaltig ab. Was folgt ist ein (Gott sei dank recht kurzer) Film, bei dem weder die Story zu Fesseln vermag, noch die Protagonisten. Die Antagonisten lernt man gar nicht erst kennen, die Deutschen sind nie zu sehen, nur ihre Bomber und Kugeln sind Element des Films.

Dummerweise sind sich die Charaktere auch teils so ähnlich, optisch wie flach, dass man schon mal durcheinander kommen kann, wer denn jetzt eigentlich wer ist. Irgendwie…

Erzählt wird der Film in 3 Episoden, die nahtlos in einander übergehen sollen. Das führt dann allerdings zu völliger Konfusion, wenn es mal Nacht, mal Tag ist, die Schiffe mal schwimmen und mal versenkt sind und man am Ende gar nicht mehr weiß wer ist denn jetzt eigentlich wo und warum?

Das heroische Ende des Films hat dann endgültig was vom Herrn der Ringe. Sam und Frodo kehren heim und das ganze Auenland freut sich über den Sieg gegen Sauron.

Man, man, man. Ich bin bitter enttäuscht. Das war ja so ein herber Griff in die leere Schüssel wie Valerian. Wobei man sich da wenigstens noch Mühe mit den Bildern gegeben hat. Was man Nolan, vor allem bei der Flugzeug-über-Strand und 400.000-Menschen-am-Strand – Szene nicht vorwerfen kann. Greenscreen wie in den Achtzigern. *schauder*

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Der selbstverursachte Untergang der dt. Autoindustrie

28. Juli 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Im Moment wird ja, vor allem im Schatten des Diesel-Gate, über den Untergang der deutschen Autobauer philosophiert. Und was das alles an Arbeitsplätzen kosten würde!

Tatsächlich muss man sich die Frage stellen, ob ein solcher Untergang nicht nur selbstverschuldet, sondern gesamtgesellschaftlich überfällig ist:

Schönes Beispiel dafür, dass es vielleicht wirklich Zeit für was Neues ist, ist natürlich Tesla. Aber man muss gar nicht über den großen Teich gucken – auch in Deutschland bilden sich neue Unternehmen und manchmal ist das extrem witzig zu beobachten. Denn was denkt Ihr, wer in unserem Land Vorreiter z. B. bei den E-Transportern ist?

Genau. Die Post.

Heute in der Rheinischen Post ist ein Artikel über das Bakery Vehicle One, dass jetzt in Düsseldorf fahrt auf nimmt. Das Fahrzeug an sich kommt von Streetscooter, die heute ein Tochterunternehmen der deutschen Post sind. Und der Bedarf so explodiert, dass die Post im April erst den Bau des zweiten Werks und schon im Juni ein Joint Venture mit Ford bekannt gab.

Was passiert war?

Die deutschen Hersteller waren sich ihrer Marktmacht zu sicher und haben den Bedarf der Logistiker (Paketdienste, Deutsche See, Bäckereiketten etc) einfach ignoriert. Bzw. mit Dieseln beantwortet. Die waren aber nicht gefragt: Zum einen drohen Fahrverbote in Großstädten. Zum anderen aber steigen die Kraftstoffpreise und sinkt das Verständnis der Kunden.

Und was macht man, wenn aus der Entscheidung „To Buy or To Build“ faktisch nur ein „To Build“ wird? Man schaut sich um, findet Unternehmen die sich mit disruptiver Technologie auf den Markt wagen und man macht einfach.

Das gerade VW mit dem sehr beliebten „Bus“ und auch Mercedes hier nach wie vor nix anbietet zeigt, wie wenig marktbezogen hier gehandelt wird. Die jetzt herauskommenden Absprachen und die Betrügereien bei den Dieseln sind da das berühmte Tröpfchen im Fass.

In sofern… kein Mitleid.

Und was die Arbeitsplätze angeht: Überlegt mal wie viele Arbeitsplätze durch Automation zu Grunde gegangen sind. Und das wird so weiter gehen. Statt also am alten Status Quo fest zu halten, sollte man vielleicht neue Jobs in neuen Branchen und Betrieben schaffen. Dafür braucht man keine Dinosaurier.

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Kanada 2017 – Montreal

25. Juli 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Nachdem wir mit Air Transat in Montreal angekommen sind, haben wir den Bus zum Hotel genommen. Die 3-Tages-Karte für den ÖPNV (Bus, Bahn, Metro) kostet keine 20€ und ist die beste Alternative zum Auto. Zudem gibt es einen Bus vom Flughafen nach Downtown und zurück. Alles prima 🙂

Vielleicht abgesehen davon, dass unsere Bushaltestelle (direkt beim Hotel) wegen Bauarbeiten dann doch nicht direkt am Hotel gelegen war. Und wir 1 km laufen durften. Bergauf. Aber so lernt man die Stadt halt kennen 🙂

Wir waren im Chateau Versailles und um es vorweg zu nehmen: Es war das teuerste und schlechteste Hotel unserer Reise. Zwei alte Stadtvillen, direkt in Downtown – die Voraussetzungen waren toll. Die U-Bahn 3 Minuten entfernt und die zentrale Einkaufstraße 5 Minuten.

Stutzig hätte uns schon die kaputte Eingangstreppe und der (aus der Ferne nicht sichtbar) dreckige rote Teppich machen sollen. Aber hey, gerade angekommen rechnet man ja mit nix bösem 🙂

Architektonisch fühlte ich mit direkt wie im Overlook Hotel aus Shining. Vor allem die Szene mit dem Dreirad sollte Euch in Erinnerung sein:

Denn von Innen bestand das Hotel aus einem Wirrwarr von Treppen, Durchgängen und Türen, die eine Orientierung echt schwer machten. Und das Gefühl dafür, wie groß oder klein das Hotel wirklich sein mochte, völlig zunichte machte.

 

Leider war unser Zimmer dann… um es mal vorsichtig zu sagen… eine Herausforderung:

Die Klimaanlage blies in Orkanstärke arktische Luft – direkt auf das Bett. Der im Raum befindliche Regler war allerdings nur Staffage. Als ich beim Personal nachfragte, teilte man mir mit, dass die AC nur per Schieber für Räume Ein- und Ausgeschaltet werden kann. Zwischenstufen, andere Temperaturen oder so? Fehlanzeige.

Da es nicht sonderlich heiß war, wäre das eine echte Option gewesen. Wäre, wenn nicht der Kompressor direkt über(!) unserem Zimmer gewesen wäre. Und kaputt. Denn er vibrierte so stark, dass ungelogen das ganze Zimmer wackelte.

Auf erneute Nachfrage wurde uns ein Ersatzzimmer angeboten. Das leider so groß wie ein Schuhkarton war. Als ich damit nicht einverstanden war, wurde dankenswerter Weise die Klimaanlage einfach abschaltet. Allerdings für das ganze Hotel 😉

Um den Teil der Geschichte zu Ende zu erzählen: Am nächsten Tag wurde sie wieder eingeschaltet und sollte wegen anderer Beschwerden auch nicht abgeschaltet werden. Auf meine Frage warum man sie denn nicht hat reparieren lassen im Laufe des Tages, bekam ich die Antwort, das sei schon die reparierte Version. Wir bekamen dann doch  noch mal ein anderes Zimmer, dass diesmal aber direkt neben der Rezeption und am Eingang lag. Und ich sag mal „Schalldämmung“ scheint ein Fremdwort zu sein.

Aber gut, wir waren ja für die Stadt da und haben die beiden Tage, die wir zur Verfügung hatten, auch gut genutzt. Mein Schrittzähler behauptet, dass wir beide Tage etwa 35.000 Schritte hinter uns gebracht haben…

Montreal ist in sofern witzig, als das die Menschen dort den Eindruck machen, sie würden lieber in Frankreich sein. So ist z. B. die Metro ein 1:1 Nachbau der Metro in Paris:

Und auch eine eigene Notre-Dame gönnt man sich. Zwar kleiner als das Original, aber nicht weniger beachtenswert:

Wenn man sich die Bauwerke in der Stadt ansieht, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass jeder Baustil in Montreal gerne gesehen ist. 🙂

 

Zu den beiden mit Sicherheit bemerkenswertesten Örtlichkeiten gehören dann natürlich der Olympia-Park und das Biodome.

Montreal war mal Ausrichter der Olympischen Spiele und hat danach versucht, die Anlagen einer weiteren Nutzung zuzuführen. Das Fußballstadion wird heute nicht nur für Fußball genutzt, sondern auch für Konzerte und andere Großveranstaltungen.

Der 165m hohe Turm des Stadions, der früher das Dach des Stadions abheben konnte, ist heute ein Aussichtspunkt über die Stadt. Und was für einer!

Das ehemalige Velodrome ist heute übrigens ein Indoor-Zoo, das Biodome Montreal:

Namentlich ähnlich ist die Biosphere, ein sehr aufwändig gestaltetes Wasser- und Umweltmuseum, dass sich aktuell sehr intensiv mit Klima und Klimawandel befasst.

Die Biosphere liegt dabei auf einer kleinen Insel, mitten im St. Lorenz Strom:

Screenshot Google Maps

Screenshot Google Maps

 

Allerdings hat man, dank des wirklich genialen ÖPNV-Netzes kein Problem dahin zu kommen. Und die Geocacher unter uns finden natürlich auch einen schönen Earth-Cache vor Ort 😀

Montreal gilt übrigens auch als eines der kulinarischen Zentren von (Ost-)Kanada und wird dem „Foodie“ dringend empfohlen. Allerdings ist es gar nicht so leicht, einen guten Ort zum Essen zu finden, denn wie viele kanadischen Städte ist auch Montreal mittlerweile Dominiert von Fastfood- und Fastdrink-Ketten. Mc Donalds und Starbucks? Kein Problem. Lokale Küche? Viel Spaß beim Suchen.

Wer sich davon aber nicht abhalten lässt, der findet das eine oder andere Kleinod. Und lernt dabei erstaunliches. Nämlich z. B. das die Kanadier „das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ wohl sehr ernst nehmen:

Und ja, das ist das Frühstück 🙂

Auf der St. Hubert Street, einer im Internet gehypten „Shopping Mile“ haben wir dann das „Montreal Plaza“ gefunden. Und wer ausgefallenes Essen mag, ist hier genau richtig 😀

 

Die St. Hubert Street dagegen besteht aus einer Reihe von kleinen Cafes und Shops sehr unterschiedlicher Qualität und Zielrichtung.

Nice, aber kein Must-See 😉

Auf dem Weg dahin ist uns aber aufgefallen, wie extrem gut in Montreal die Infrastruktur für Radfahrer ist.

Große, mehrspurige Radwege die baulich von der Straße getrennt sind, sind häufig anzutreffen. Die Anzahl der Radfahrer ist echt enorm und steht anderen großen Bike-Citys in wenig nach. Schönes Beispiel für die Überlegung, dass entsprechende Infrastruktur auch genutzt wird, wenn sie denn vorhanden ist.

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist aber der Alte und der Neue Hafen der Stadt.

Yachthafen, Frachthafen, künstlicher Strand, Cafes und Büdchen haben in einer ziemlich wilden Mischung (wie schon bei der Architektur) durchaus ihren eigenen Charme. Einziges Problem am Hafen:

Wenn man dort ist und gerade ein Zug mit Containern beladen die Stadt verlässt, ist man für gut 30-45 Minuten im Hafen gefangen – die Züge sind ungelogen so lang, dass sie alle Zugänge gleichzeitig blockieren :-O

Noch mal zurück zum Thema Fastfood: Was mir in den letzten ~10 Jahren in Kanada auffällt ist, dass mit dem um sich greifenden Angebot von billigstem Fastfood leider auch die Menschen mehr und mehr das Aussehen der Nachbarn im Süden annehmen.

Montreal scheint was dagegen machen zu wollen und motiviert mehr oder weniger subtil die Menschen aller Orten sich zu bewegen: Laufen und Treppen zu steigen wird massiv beworben: 100m-Sprints in den Tunneln oder die Anzahl der Stufen findet man fast über all im Metro-Netz:

Zudem wurde Montreal während unseres Besuchs gerade 375 Jahre alt – entsprechend herausgeputzt hatte sich die Stadt 🙂

Und zusammenfassend kann man sagen, dass wir durchaus unseren Spaß hatten.

Nachdem ich ja schon unzählige Male in Kanada war, war das auf Julias Wunsch mein erster Stop im Osten – ich bin da vorgeprägt. Und tatsächlich fällt es mir schwer mit den Menschen dort warm zu werden – ich verstehe diesen Drang französisch sein zu wollen einfach nicht.

Als Stadt ist Montreal aber spannend und auch ohne uns von Caches durch die Stadt führen zu lassen, hätten wir viel entdecken können. Wenn man sich erst mal an das scheinbare Durcheinander verschiedenster Stile gewöhnt hat, macht die Stadt durchaus Spaß 🙂

 

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Verschwöungstheorien

22. Juli 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Wie geil ist das denn bitte:

Ruthe @ it’s best!

 

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Valiu… äh Valerian

22. Juli 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe mich seit der Ankündigung sehr auf den Film „Valerian“ gefreut… und hey, es ist ein Film von Luc Besson: Was kann da schon schief gehen?

 

Immerhin ist das der Mann hinter „5th Element“ und auch sonst hat der ziemlich coole Filme gemacht. Die Hauptdarstellerin sieht schnuckelig aus und der Hauptdarsteller… naja vielleicht wird das ja ein wenig wie Enders Game. Ach, der Junge ist „Major“? Oh? Naja, aber es ist Luc Besson!

Gut, dass das UCI Duisburg dann schlappe 16,50€ (iSense, 3D) für den Film nimmt, schockiert vermutlich nur Leute ohne Unlimited-Card. Also was soll es, rein in den Film, Popcorn auf und Bühne frei.

Tja…

Ich sag mal so: Das Intro ist echt geil. Der alte David bedingt den Major Tom, die Entwicklung von Alpha ist geil und das nur die Chinesische Raumkapsel eine chinesische Flagge zeigt, könnte mit den chinesichen Produzenten… aber egal, ich will Bilder. Ich will Geschichte. Ich will träumen. Ah der Planet Müll, entschuldigt Mül. Ah eine gigantische Raumschlacht! Oh Freude!

Und da sind die Protagonisten endlich. Und machen den Mund auf.

Und ich will sterben.

Wieder mal ein Film, der von Anfang durch absolut grotten schlechte Dialoge auffällt. Nicht dumm, dümmer! So fies, dass einem nach wenigen Augenblicken die Ohren bluten. Und das ganze wird noch verschlimmert durch eine Story, die so absolut dämlich und seicht ist, dass man die meiste Zeit einfach nur aus dem Kino rennen will.

Versteht mich nicht falsch: Der Film HAT Luc-Besson-5th-Element-Momente. Zum Beispiel „der Große Markt“. Und er hat auch ein oder zwei humorige Stellen. Das täuscht aber halt nicht darüber hinweig, dass er gähnend langweilig ist und die beiden Hauptdarsteller ungefähr so so spannend sind wie ein Paar Grashalme.

Ganz ehrlich? Selbst MIT der Unlimited Card habe ich mich geärgert, den Film gesehen zu haben. Und Ihr solltet es nicht machen. Auch nicht auf DVD oder im Stream. Er würde Euch nur die Erinnerung an das 5th Element versauen.

Das übrigens wieder ins Kino kommt.

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Kanada 2017 – An- und Abreise mit Air Transat

18. Juli 2017 1 Kommentar
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Seit ich nach Kanada fliege – und das ist schon sehr lange – nutze ich Air Canada. Dummerweise ist Air Canada reichlich preisintensiv und mit Air Transat gibt es eine Luftfahrtgesellschaft, die deutlich günstiger ist.

Günstig oder Billig?

Bekanntlich sagt der eine so, der andere so. Zeit also, es mal auszuprobieren.

Erster Eindruck: Die Flüge sind wirklich extrem günstig. Selbst mit der gewählten „Option Plus“ ist der Preis noch weit unter dem von AC.

Sowas macht mich natürlich skeptisch…. und ich sag mal, so ganz unbegründet war meine Skepsis nicht.

Auf dem Hinflug hatten wir einen Airbus A330-200, der schon etwas älter wirkte. Die Kopfstützen leicht speckig und die allgemeine Pflege… ließ zu wünschen übrig:

Nicht schön, vor allem angesichts der Tatsache das wir morgens der erste Flug waren.

Nun gut, als Option-Plus-VIPs hatten wir immerhin lustige Schonbezüge auf den Kopftstützen, das war besser als nix (und sollte noch wichtig werden)

Das Flugzeug war leider sehr laut und extrem heruntergekühlt. So sehr, dass ich es als kühl empfand. Wer mich kennt: das ist üblicherweise kurz vor Arktis.

Von Air Transat gab es gegen die Kälte eine Decke.

Für schlappe 9€. Zu zahlen mit Kreditkarte, es sei denn man war „Option Plus“. Gleiches galt für die (überraschend gut dämmenden) Kopfhörer: 9€, außer für Plus.

Kurz nach dem Start gab es „Snacks“. Also eine Tüte Brezel und einen kleinen (0,1l?) Becher eines Softdrinks. Außer natürlich, ihr ahnt es, für die Plus-Gäste:

Wir bekamen zudem Schokolade, hätten ein Bier haben dürfen und bekamen die ganze Dose. Die Nicht-Plus-Gäste herum fingen an das gar nicht lustig zu finden.

Bei der regulären Mahlzeit dann gab es solche Unterschiede für die Plus-Kunden nicht. Hier gab es ein Essen und ein „Chefs Menü“, dass man für schlappe 25€ vorbuchen oder für 25can$ an Bord buchen konnte.

Das sich der eine oder andere spontan für das „Chefs Menü“ entschied, könnte an der optisch herausragenden Qualität des Standard-Essens gelegen haben:

So sah das Foto für das Menü aus:

Und so die Realität:

Nicht schön, aber von Hundefutter deutlich weiter entfernt. Und mit echtem Besteck. Ja wirklich, nach der üblichen Sicherheitshysterie kann der geneigte Irre für 25can$ ein echtes Messer erwerben 😉

Für die Unterhaltungselektronik gibt es ein WLAN, über das man verschiedene Angebote nutzen kann. Dessen Default-Einstellungen sind so, wie man es erwarten würde: Billig und damit extrem unsicher: Alle WLAN-Clients waren in dem unverschlüsselten Netz sichtbar und konnten untereinander kommunizieren.

Der einzige Vorteil des älteren Flugzeugs war, dass die Sitze breiter und weiter von einander weg waren: 345 Plätze standen den  375 Plätzen auf dem Rückweg gegenüber.

Da hatten wir einen A330-300, der deutlich moderner und leiser war. Wärmer war es auch. Problematisch war, dass bei 375 Plätzen die Sitze viel enger waren und dichter beieinander standen.

Für „normal gebaute“ wie mich schon eine echte Herausforderung, die man nur gut überstehen konnte, weil der Flug nicht ausgebucht gewesen ist und meistens 2 Leute 3 Sitze hatten.

Im Fazit ist Air Transat also „you get what you pay for“ und wer wenig zahlt, darf auch wenig erwarten.

Der Buchungsprozess ist allerdings angenehm einfach, das Checkin für Option Plus sehr gut und das Personal überall nett. Für 350€ kann man zudem noch auf „Club“ (sowas wie Business Light) upgraden und wäre immer noch günstiger als bei AC unterwegs.

Das man dann an Board für alles löhnen soll, ist verständlich. Wer das nicht möchte überlebt den Flug, halt nur frei von jedem Komfort. Zumindest Option Plus sollte man also dazu buchen.

Auf der Pro-Seite kann man bei Air Transat auch mehr als 1 Jahr im Voraus buchen  – was es noch mal günstiger macht.

Ob ich noch mal mit Air Transat fliegen würde? Vermutlich ja, dann aber Club. Ich bin relativ leidensfähig auf Flügen und die gesparten 1000-2000€ kann ich gut anderweitig vor Ort verbraten.

Leute die aber unter so widrigen Umständen nicht gut abschalten oder gar schlafen können, sollten vielleicht doch den Aufpreis für AC zahlen. Dort ist alles deutlich besser. Aber es gilt halt: You get what you pay for.

 

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Vom Wesen der Demokratie. Oder: Das Übel Facebook

17. Juni 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Facebook ist ja ein steter Quell der Freude. Vor allem wenn es um Flüchtlinge gibt, scheinen überwiegend die Lautsprecher die Oberhand zu haben  – vermutlich weil die andere Seite längst die Lust verloren hat. Aber auch sonst ist ja auffällig, auf welchem Niveau dort oft diskutiert wird.

Aktuell gibt es ein Beispiel aus Voerde:

In meiner unmittelbaren Nachbarschaft werden zwei (!) Einrichtungen für Flüchtlinge mit weit über 100 Personen geschlossen. Dafür soll eine (1!) neue eröffnet werden, um 64 Menschen Obdach zu gewähren. Zwar haben Politik und Verwaltung sich schon im Vorfeld grob über das Wo verständigt, die Diskussion darüber steht aber noch aus.

Was passiert ist genau das, was man erwartet. Die Besorgten schlagen auf Facebook auf:

Dabei hat es schon einen sehr eigenen Humor, eine Diskussion zu einem Thema damit zu beginnen, dass man über dieses Thema gar nicht diskutieren wollen würde. Genau mein Humor. Auch das der Thread-Ersteller nicht versteht, dass die Entscheidung gar nicht getroffen ist, sondern getroffen werden soll. Aber gut, es kommt, was man erwartet:

Ja, da steht wirklich die Frage im Raum, ob die Stadt sich daran bereichern will. Und der Threadersteller sagt nicht: „Hey, was für ein Bullshit“, er zeigt sich betroffen ob dieses ihm bisher verborgen gebliebenen Gedankenganges.

Und natürlich, unmittelbar nach dem Auftritt der FDP und der Erwiederung durch  Vertreter der SPD, wieder der Ruf nach mehr Beteiligung:

Vielleicht könnte den Besorgten mal kurz jemand erklären, dass wir in einer Parlamentarischen Demokratie, gerne auch Repräsentative Demokratie genannt, leben. Deren Wesen es eben nicht ist, wie z. B. in der Direkten Demokratie, dass die Bürger über alles abstimmen. Sondern das die Bürger Vertreter wählen, die dann dann in ihrem Auftrag entscheiden. Irgendwie scheint das Wissen um diese fundamentale Grundordnung verloren gegangen zu sein.

Was aber, neben diesem theoretischen Aspekt interessant ist: All die Menschen die auf Facebook jammern „uns hat niemand gefragt!!!!“ könnten sich in den Fraktionen, Parteien, Gremiensitzungen und im Rat einbringen. Denn die Presse hat Informationen von der Website der Stadt: Das ist alles öffentlich. Jede(r) mit Bedenken könnte die zum Ausdruck bringen – dafür ist aber halt ein bisschen mehr Notwendig, als nur im Internet zu jammern, und damit scheinen viele überfordert.

Wobei, wundern darf das nicht, wenn Teile der FDP die AFD kopieren und auf Facebook fleissig Öl ins Feuer gießen. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass die politischen Vertreter in den Gremien sich komplett anders verhalten, äußern und abstimmen, als es die FDP hinterher im Internet als „Partei-Konsens“ zu verkaufen versucht.

Das sind bedenkliche Entwiklungen. Es ist bedenklich, wenn eine demokratisch legitimierte Partei wie die FDP zwei Schienen fährt, in denen sie ihre politischen Vertreter sinnvolle Entscheidungen und gute Äußerungen treffen lässt – und dann ihre eigenen Leute im Internet in die Pfanne haut (der hat nicht gesagt auf was wir uns verständigt haben!!!!) und Angst schürt, wo es keinen Grund zu Angst gibt.

Die ganze Nummer ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, warum politische Partizipation auf Facebook nicht funktioniert. Es ist schon besonders begrüßenswert, dass heute zwei Vertretrer aus dem Rat sich die Mühe gemacht haben, die Aussagen der FDP zu entkernen. In der Praxis aber dürfte es den Meisten so gehen, dass sie einfach keine Lust mehr haben, immer wieder gegen die immer gleiche heisse Luft der Besorgten argumentativ vorzugehen. Denn wenn wir ehrlich sind: Weder die FDP-Lautsprecher auf Facebook, noch die Besorgten, interessieren Argumente und die Realität. Dort interessiert man sich nur für Stimmungmache.

 

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Verkehr und so

9. Juni 2017 1 Kommentar
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Zwei aktuelle Beobachtungen aus dem Straßenverkehr:

1) Wieso eigentlich…

… ist geblitzt werden so billig? Ich glaube, so lange zu hohe Geschwindigkeit nicht ernsthaft sanktioniert wird, lösen wir das Problem nicht. Wenn aber die Geldbuße nicht 10 oder 20€ wäre, sondern 100 oder 200€ – ich bin sicher das würde zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führen. Wetten?

2) Wieso eigentlich…

… muss man Euch an die Grundregeln des Verkehrs erinnern? Aufgefallen ist mir das im Stau: ich fahre schön an den Rand um die Rettungsgasse frei zu machen.  Und der PKW hinter mir fährt genau in die andere Richtung. In der Hoffnung an. Ihr vorbei schauen zu können. Oder vielleicht vorbei zu kommen.

Also habe ich mir mal testweise einen dezenten Aufkleber auf das Auto geklebt:

Und tatsächlich stellt sich sofort eine Verhaltensänderung ein: die Fahrzeuge unmittelbar hinter mir machen es mir jetzt nach.

Das ist gut und traurig zugleich. Denn muss man echt die Leute daran erinnern? Soll jetzt noch ein „Bitte Abstand!“-Aufkleber und einer mit „Radfahrer mit mindestens 1,5 Meter Abstand überholen“ auf mein Auto? Oder ein Zitat des §1 Abs. 1 der StVO auf mein Auto? Leute, das geht doch auch ohne, oder?

Naja, im Fazit sehe ich aber wieder bestäuwie viel entspannter es ist mit dem Zug zu fahren. Und Ihr? Ihr passt bitte auf Euch auf und überlegt auf der nächsten Tour einfach mal, ob vieles von de sein muss, dass sich eingeschlichen hat. Zum Beispiel das 10-20km/h zu schnelle fahren, weil es ja nix kostet. Oder das dichte Auffahren. Oder halt die Sache mit der Rettungsgasse.

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Alien: Covenant

26. Mai 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern war zwar kein Wochenende, aber trotzdem Kino-Zeit. Denn „Aliens“ war damals der erste Kino-Film der mich richtig beeindruckt hat. Und seit dem bin ich Fan der Filme 🙂

 

Die Kritiken zu dem Film, der ja der direkte Nachfolger von Prometheus ist, waren nicht sehr gut. Und wie so oft ist meine Meinung genau das Gegenteil. Denn Covenant gönnt sich die Luxus, Geheimnisse lösen zu dürfen und wir erfahren sehr sehr viel über die Aliens und ihre Entstehung. Fast schon zu viel, denn am Ende fragt man sich warum in jedem einzelnen Film ein menschliches Raumschiff auf sie trifft, ohne je von ihnen gehört zu haben.

Tricktechnisch natürlich höchstem Niveau, interessante – wenn auch vor allem am Ende vorhersehbare – Story und eigentlich gut besetzt.

Für Leute die die Aliens-Filme mögen und die auch Prometheus gesehen haben: Guck-Empfehlung.

Für alle anderen… guckt erst Prometheus 🙂

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PACE

20. Mai 2017 1 Kommentar
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Vor einiger Zeit lief auf Kickstarter eine Kampagne, für PACE, die sehr erfolgreich war. Nun folgt das Produkt und ich hatte die Gelegenheit, es ausführlich zu testen.

PACE ist eine Bluetooth-Device, dass die „On Board“-Schnittstelle Eures Autos mit dem Handy verbindet. Der Hersteller wirbt damit, Pace „spricht“ und macht mein Auto zum Smart-Car:

Außerdem macht es meine Fahrten sicherer, einfacher und es hilft, Problemen auf die Spur zu kommen.

In dem nett aufgemachten Pappkarton verbirgt sich dann das eigentliche Interface, dass sehr unauffällig daher kommt. Und in einem zweiten Karton bekam ich einen sehr stabil wirkenden Handy-Halter mitgeschickt.

Und da ich ein Nerd bin, musste ich natürlich testen, was und ob Pace was taugt. Also ab an den Großen und das Interface eingesteckt. Soviel sei vorweg verraten: Die Technik an sich funktioniert. Einstecken, Taste drücken, in der App verbinden, fertig.

Das ist aber auch leider das Ende der positiven Auflistung. Denn PACE  ist ja 50% Hardware und 50% App. Und genau die letzten 50% sind es, die PACE zum jetzigen Zeitpunkt zu einem Spielzeug ohne nutzen machen:

Die Diagnose-Funktionen können bisher nur Fehler im Motormanagement feststellen. Provozierte Probleme wie fehlendes Wischwasser oder eine defekte Leuchte ignorierte die App – obwohl mein Fahrzeug sie eindeutig signalisiert.

Darüber hinaus behauptete die App auch beharrlich diverse Informationen wären nicht verfügbar, wie z. B. die Rest-Reichweite. Obwohl ich die natürlich abrufen kann. Aber okay, das allein ist noch kein K.O.-Kriterium.

Natürlich wollte PACE nach dem Einstecken erst mal ein Update runterladen. Das Laden des Updates klappte hervorragend. Die Installation auch, aber die App bekam leider nicht mit, dass die Installation abgeschlossen war. Und hing. Dabei kommunizierte sie konstant mit dem Interface und man konnte dem Akku beim Entladen zu sehen.

Das mit dem Akku war übrigens eine Dauererscheinung: Der Batterieverbrauch im Handy ist immens.

Dieses Problem durch Neustart der App gelöst, stand ich vor dem Nächsten:

Für den automatischen Notruf möchte die App, dass ich meine Daten vervollständige. Welche Daten fehlen, verriet sie mir leider nicht. Dafür konnte ich abwechselnd mal nicht mein Geburtsdatum eingeben oder meine Adresse. Meine Handynummer konnte ich schlicht gar nicht eingeben.

Und egal was ich eingegeben habe und was ich versucht habe, der automatische Notruf ließ sich nicht einrichten.

Aber gut, das ist ja nicht alles. Also mal mit Begleitung auf die Autobahn und mal testen:

Dabei sind mir verschiedene Dinge aufgefallen: Das erste ist, wie gut die Konfiguration des Datenbildschirms in den User-Einstellungen versteckt ist. Das Zweite war, dass die einzelnen Kästchen und Schriften so klein sind, dass sie bei fahrendem Auto eigentlich nicht zu lesen sind. Einige Funktionen wie „Karte während der Fahrt anzeigen“ konnte ich zwar finden – die Karte dann aber nicht.

Was ich dafür finden konnte waren falsche Angaben (z. B. Motorleistung, Verbrauch, Turbo-Druck), ständige Abbrüche der Aufzeichnung und spontane Neustarts. Und leider war ich absolut nicht in der Lage, mehr als einen Screen anzulegen, durch die man durch einfaches Wischen hätte scrollen können.

Im Fazit ist PACE sicherlich ein interessantes Produkt. Für den Hobbyschrauber mehr als für den Normal-Fahrer, wenn man die Motordiagnose nutzt, die ich leider nicht testen konnte.

Die App aber macht einen absolut unausgereiften, komplizierten und wenig durchdachten Eindruck. Es erschließt sich einfach absolut kein Sinn, sie während der Fahrt laufen zu lassen. Außer man will den Akku mal zu Höchstleistungen treiben.

Und wenn ich ständig einen „Öko-Score“ von 99 habe, frage ich mich eh ob mein Auto überhaupt noch Sprit verbraucht oder schon welchen produziert 😉

Eigentlich wollte ich PACE für xtranews testen. Das lasse ich aber lieber vorläufig erst einmal sein. Und schaue einfach in einigen Wochen oder Monaten noch mal in den App-Store. Denn ich glaube wirklich, dass PACE ein faszinierendes Tool ist. Aber man hätte vielleicht die Markteinführung noch etwas warten lassen und die App vernünftig entwickeln sollen.

 


Disclaimer: Ich habe das PACE-Paket kostenlos zum Test überlassen bekommen. Vorgaben, was ich zu testen hätte oder zu schreiben, wurden nicht gemacht.

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Garmin Fenix 5X

20. Mai 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Im Nachbarblog habe ich mal die neue Fenix 5x getestet. Und meiner Begeisterung freien Lauf gelassen…

Hier geht es lang…

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Der Wert persönlicher Daten: Was müsste man Euch bieten, damit Ihr sie preisgebt?

9. Mai 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Erstaunlich wenig, wie es scheint.

Just a cup of coffee…

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GoodReader unter iOS 10.3 oder: Kann Apple eigentlich gar nichts?

28. April 2017 1 Kommentar
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Manchmal bin ich schon stocksauer.

Als jemand der viel mit IT-Sicherheit zu tun hat, installiere ich Security-Updates immer so schnell wie möglich und halte meine Software überall so aktuell wie es geht. Das geht manchmal gewaltig nach hinten los.

Vorige Tage fiel mir auf, dass die am meisten auf meinen Apple Geräten genutzte Software, der GoodReader nicht mehr läuft. Also er läuft schon, aber beim Synchronisieren meiner Dokumente bekomme ich wirre Fehlermeldungen. Software neu installieren, iPad neu installieren, Dokumente auf Integrität prüfen, nichts half.

Irgendwann habe ich mich verzweifelt an den Hersteller gewendet. Der wußte wo das Problem lag und das hat mir die Schuhe ausgezogen – denn ich wäre im Leben nicht drauf gekommen:

We’re aware of a problem introduced by iOS 10.3 which causes errors when downloading or syncing files to GoodReader when a file or folder name includes characters with accents, umlauts or other special characters like these: ü, ø, å, é, à, ç, and certain special Asian language characters. In some cases it may also interfere with your ability to open, move or delete a file from GoodReader which includes these characters.

This is not a problem if you’re running GoodReader on iOS 10.2.1 or older, but unfortunately it appears that Apple is no longer allowing users to revert back to iOS 10.2.1 at this point. If you have any devices which have not been updated to iOS 10.3, we advise not to update iOS until a GoodReader update is available to fix the issue.

Wie bekloppt ist das denn bitte, dass nach einem Update des Betriebssystems Dateien mit Umlauten nicht mehr im internen Speicher abgelegt werden können? Ich meine, wir haben nicht 1985, wo Dateinamen nur aus 8 Zeichen und den ASCII-Codes 33 bis 127 bestehen durften. Wir leben in Zeiten von UniCode und UTF-8 und Apple zerschießt Umlaute?

Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan, das darf doch wohl nicht wahr sein.

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