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Ein Radweg ist ein Radweg ist ein…e Landstraße?

25. Januar 2017 1 Kommentar
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Manchmal macht man morgens das Internet an, liest Nachrichten und will wieder ins Bett. So wie heute morgen, also lesen musste, dass wegen Umweltgesetzen der RS 1 in Essen erst 2020 weiter gebaut wird – eigentlich sollte er da fertig sein.

Gut, jetzt bin ich als Grüner ja eher Verfechter der Umweltgesetze. Aber der Artikel in der WAZ mutet trotzdem mehr als merkwürdig an:

Schuld daran ist das „Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz“, das erst Ende 2016 verschärft wurde. Es besagt, dass bei der Planung einer Straße, die an einem Betrieb entlangführt, in dem es zu einer Umweltstörung kommen kann, vorher auf jeden Fall eine „Umweltverträglichkeitsprüfung“ durchgeführt werden muss. (…) Der RS1 ist kein normaler Radweg, sondern wird rechtlich seit dem vergangenen Jahr wie eine Landesstraße behandelt.

Dafuq? Ehrlich gesagt war mir dieses „Detail“ bisher nicht bekannt. Und es scheint mir auch ein bisschen surreal:

„So gesehen, macht es in der Planung keinen Unterschied, ob wir eine vierspurige Straße an Goldschmidt entlangführen oder den Radweg“, sagt ein Abteilungsleiter bei „Straßen NRW“, der zuständigen Behörde.

Aber, kommt noch besser:

Für eine Umweltverträglichkeitsprüfung muss zunächst ein Planfeststellungsverfahren her – eine aufwändige Prozedur, bei der viele Akteure zu beteiligen sind.

Wenn das so ist, dass der RS 1 eine Landstraße ist, wieso fällt denen _jetzt_ erst auf, dass es eines Planfeststellungsverfahrens bedarf? Wer hat denn da in den letzten Jahren seelenruhig geschlummert und ist jetzt vom (Büro-)Stuhl gekippt?

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Heute vor 3 Jahren…

23. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Vor drei Jahren stand an dieser Stelle eine Nachricht von Golem, dass bis heute Facebook 80% seiner Nutzer verlieren würde.

Und ich wollte das auf Wiedervorlage packen. Was ich hiermit gemacht habe. Und? Wie sieht es aus?

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XXX – Die Rückkehr des Xander Cage

20. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Einen Tripple-X-Film kann man nicht versauen. Heiße Frauen, heiße Autos und Vin Diesel in ununterbrochener Action.

Dachte ich.

Offensichtlich kann man XXX nämlich tatsächlich versauen. Nämlich so, wie man es hier gemacht hat: Der neue Tripple-X versucht zu sehr, eine Mischung aus Mission Impossible und sich selbst zu sein, dass er seine Wurzeln verrät. Dazu noch das völlig banane „Team“ rund um Xander und seine „Girls“, die teilweise deutlich u18 wirken.

Das Schlimme ist, dass der Film gut anfängt. Wirklich, die ersten Minuten sind eine prima Einstimmung auf den Film. Was allerdings dann ab dem ersten Moment in der DomRep passiert, ist einfach nur peinlich. Versteht mich nicht falsch, ich erwarte von Tripple X keinen Tiefgang. Ich erwarte aber eben auch nicht einen Film, der einfach ununterbrochen lächerlich ist.

Funfact: hätten wir nicht in der Mitte der Reihe gesessen,wären wir zur Hälfte des Films gegangen. So blieb die Hoffnung, dass er zum Ende noch mal besser würde. Und die Hoffnung wurde nicht belohnt.

Mein. Gott. Ist. Der. Schlecht.

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Why him?

16. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Das Wochenende ist zum Kino-gehen da. Und deswegen waren wir im Kino und haben in der OV-Version „Why him“ gesehen.

Und ich muss sagen, ich bin angenehm überrascht:
Natürlich ist der Film vorhersehbar. Natürlich ist er voller pubertärem Humor und so vielen Fucks, dass ich mich ernsthaft frage wie die deutsche Version wohl sein wird. Auf der anderen Seite will der Film ja auch gar nicht ernst sein, sondern auf sehr unterhaltsame Art den Generationen-Konflikt beleuchten.

Und das gelingt ihm auch. Wir haben, im wahrsten Sinne, Tränen gelacht. Aber eben nicht an den Stellen mit DoubleDick und Bukkake. Sondern da, wo es um die Absurdität von Eltern-Kind-Beziehungen ging.

Ich kann  mir nicht vorstellen, dass der Film auf Deutsch funktioniert. Wer aber der englischen Sprache mächtig ist und die Gelegenheit hat, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

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Ekel am Morgen – Danke SpOn.

12. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Wenn Frauen sexuell belästigt werden, ist das schlimm. Keine Frage. Es ist einfach unserer Zivilisation nicht angemessen, wenn Männer „sich nehmen was sie wollen, weil sie können“. Schlimm ist aber auch, wenn Frauen den Vorwurf, belästigt worden zu sein, nutzen um gegen Männer vorzugehen.

Heute morgen im Spiegel lese ich dazu einen Beitrag von Frau Stokowski, bei dem mir schlecht wird. Der Grund ist einfach: Jeder aufgeklärten Frau muss klar sein, dass der falsche Vorwurf der sexuellen Belästigung erhebliche Probleme mit sich bringt. Denn wenn es mal raus kommt, führt es zwangsläufig zu einem Glaubwürdigkeitsverlust für tatsächliche Opfer.

Für Frau Stokowski allerdings ist in erster Linie bedauerlich, das die „Geheimwaffe“ nicht funktioniert wie gewünscht:

Jedes Mal, wenn ein prominenter Mann mit Vorwürfen der Belästigung oder Vergewaltigung konfrontiert ist, hört man von irgendwo, dass Frauen in dieser Hinsicht die absolute Macht über Männer hätten. Mit einem Wisch könnten wir damit Karrieren, Firmen, Familien und ganze Existenzen zerstören. Eine Art Geheimwaffe, die aber gar nicht so geheim ist. (…)

Es gibt für Leute, die mit Missbrauchs- oder Belästigungsvorwürfen konfrontiert wurden, Schlupflöcher von der Größe des Weißen Hauses. Auch kann man danach weiterhin noch ein gefeierter Regisseur sein, (…)

(Hervorhebung von mir)

Nur zum Verständnis: Frau Stochowski beklagt, dass es für Männer die mit Vorwürfen (nicht: Beweisen, Urteilen oder irgend etwas anderem handfesten) „Schlupflöcher“ gäbe, die die Wirksamkeit der „Waffe“ reduzieren. Das sie das auch so meint, erschließt sich aus dem Rest des Beitrags:

Wenn es so einfach wäre, jemanden wegen Belästigung, Missbrauch oder Vergewaltigung verurteilen zu lassen oder zumindest im großen Stil unbeliebt und machtlos zu machen, dann müssten Frauen mit einem Mindestmaß an krimineller Energie das doch tun. Dann hätten linksextreme Feministinnen längst die AfD zerstört. Ich schwöre: längst. (…)

Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht.

Nur zum Verständnis: Es geht wegen der „Schlupflöcher“ nicht. Sonst jätte man mit einem Mindestmaß an krimineller Energie der Gesellschaft doch einen großen Dienst erweisen können. Und der Karriere, weil der Vorgesetzte gehen musste. Und der Nachbarin, weil man deren Mann endlich los wurde, den man noch nie leiden konnte.

Dieser Beitrag von Frau Stochowski ist so ziemlich das Schlimmste, was ich seit langem gelesen habe. Weil er den falschen(!) Vorwurf der sexuellen Belästigung unter Berücksichtigung aller möglicher Folgen…

Mit einem Wisch könnten wir damit Karrieren, Firmen, Familien und ganze Existenzen zerstören.

… zu einem quasi legitimen Mittel im Kampf um die Vorherrschaft macht und nur zu bedauern sei, dass es immer noch Möglichkeiten gäbe, sich dagegen erfolgreich zu wehren. Was an sich schon schwer ist, denn wie zum Teufel soll man als Mann beweisen etwas nicht getan zu haben, dessen bloße Behauptung Empörungswellen auslöst?

Wenn Frau Stochowski schreibt:

Wer das glaubt, muss aber irgendwie auch erklären können, warum auf diese Art nicht reihenweise unliebsame Männer aus dem Weg geschafft werden.

Dann muss ich dagegen halten: Niemand weiß, wie viele ihre Unschuld beteuernden Menschen, die tatsächlich niemals etwas falsches gemacht haben, nur auf Grund einer glaubhaften, aber gelogenen Aussage einer vermeintlich betroffenen Frau ruiniert wurden.

 

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Passengers

9. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Lange ersehnt, konnten wir gestern endlich Passengers sehen. Ein paar Tage nach der Premiere, dafür in OV.

Ich hatte mich auf den Film seit dem ersten Trailer sehr gefreut. Nicht nur weil ich Chris Pratt in SciFi-Filmen mag, sondern auch weil ich Jennifer Lawrence gerne sehe. Zudem sahen die ersten Bilder wirklich gut aus und die Vorfreude wuchs.

Die Bilder, die der Film zeigt, sind auch tatsächlich phänomenal gut. Überhaupt keine Frage,  das ist echt super gemacht. Da spielen auch die kleinen Gaps keine Rolle, wenn  man soeben noch durch den leeren Raum glitt und im nächsten Moment einen Slingshot um einen Stern macht.

Etwas irritierend ist, dass der Film genau gar nicht von 3D profitiert. Das wissend hat man sogar Szenen gedreht, in denen 3D-Elemente so dargestellt werden, dass sie in einem 2D-Film wie 3D wirken. Verwirrt? War ich auch.

An der Stelle würde ich jetzt gerne auch Pratt und Lawrence weiter loben. Das Problem ist nur, dass ich das nicht kann. Nicht weil die beiden nicht gute Schauspieler wären. Sondern weil sie für diesen Film völlig verschwendet wurden.

Denn Passengers ist bis zur ersten bis zur letzten Minute ein 100% vorhersehbarer und gnadenlos langweiliger Streifen. Der, insbesondere was die Beziehung der Protagonisten angeht, so gnadenlos unlogisch ist, dass einem das Hirn zu den Ohren herausbluten will.

Das Einzige, der Einzige lobenswerte an dem Film ist der Barkeeper-Android Arthur. Ohne den wären wir vermutlich nach 10 Minuten eingeschlafen gewesen und hätten relativ schnell das Weite suchen müssen.

Fazit: Spart Euch das Geld für das Kino. Und spart Euch das Geld für die DVD. Und spart Euch selbst den Strom, den Film im Internet anzusehen. Er lohnt einfach nicht.

Was für eine bittere Enttäuschung.

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Aus der Rubrik: Werbung done right

8. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Werbung kann richtig geil sein…

6. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Kino 2016

31. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Das Kinojahr 2016 ist nunmehr zu Ende. Das Jahr 2017 wird mit Filmen wie „“Passenger“ und „Guardians of the Galaxy 2“ sehnsüchtig erwartet 🙂 Aber wenn ich so in meine Liste schaue, war 2016 kein schlechtes Kino-Jahr. Angefangen mit der für mich größten Überraschung: „Ich bin dan mal weg“ und beendet mit dem 43. Besuch im UCI: Allied.

  1. Ich bin dann mal weg (+)
  2. The Revenant (-)
  3. Point Break (-)
  4. 5. Welle (+)
  5. Hateful 8 (+)
  6. Hateful 8 (+) (OV)
  7. Deadpool (+)
  8. Zoomania (+)
  9. 13 Hours (+)
  10. Zoomania 3D (+)
  11. Allegiant (-)
  12. London has fallen(+)
  13. 10 Cloverfield Lane (+)
  14. 10 Cloverfield  (+) (OV)
  15. Hardcore (-)
  16. Dschungelbuch (-)
  17. Alice im Wunderland (-)
  18. Money Monster (+)
  19. Nice Guys (+)
  20. Bastille Day (+)
  21. CIA (-)
  22. Independence Day(-)
  23. Verräter wie wir (-)
  24. StarTrek Beyond (+)
  25. Suicude Squad (+)
  26. Pets (+)
  27. Jason Bourne (+)
  28. Now you see me 2 (-)
  29. Shallow Waters (o)
  30. Purge (+)
  31. Glorreichen Sieben (+)
  32. Nerve (+)
  33. War Dogs (+)
  34. Insel der besonderen Kinder (+)
  35. Inferno (-)
  36. The Accountant (+)
  37. The Girl on the Train (+)
  38. Dr. Strange (-)
  39. Jack Reacher 2 (-)
  40. Arrival (OV) (+)
  41. Sing (+)
  42. Rouge One (+)
  43. Allied (+)

Wenn ich durschnittlich 12€ für eine Karte anlege, dann wären das gut 504€ gewesen, die ich für Tickets alleine ausgegeben hätte. Der Kauf der „UCI Unlimited Card (Jahrespreis 270€) war also mehr als gerechtfertigt 😉

Der Beste in 2016 war für mich „The Accountant“, gefolgtr von „The Girl on the Train“ und „Ich bin dann mal weg“.

Der Schlechteste war eindeutig „The Revenant“, gefolgt von „Point Break“ und „Verräter wie wir“.

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Oh: Gute Nachrichten vom EuGH?

21. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Kurz vor Weihnachten kann es ja auch mal gute Nachrichten geben:

Der EuGH kippt die Vorratsdatenspeicherung. Und wenn man der FAZ glauben will, mit der einzig richtigen Begründung:

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die anlasslose Vorratsdatenspeicherung in der Europäischen Union gekippt. Sie lasse „sehr genaue Schlüsse auf das Privatleben“ der Menschen zu, urteilte der EuGH in einem Mittwoch in Luxemburg verkündeten Urteil.

Der Grundrechtseingriff, der mit einer nationalen Regelung einhergehe, die die Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten vorsehen, sei somit als besonders schwerwiegend anzusehen.

Juhu.

Obwohl: Wieso zum Teufel muss eigentlich ständig der BGH oder der EuGH uns vor den Allmachtsphantasien der Politik-Hardliner schützen?

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War ja auch zu schön – und deswegen hält man die Fresse

20. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Nach dem verheerenden Anschlag in Berlin schossen sofort die üblichen Spekulationen ins Internet. All die rechten Vollhonks fühlten sich sofort berufen, heraus zu schreien, dass nun Blut an Merkels Händen klebe. Und das es doch bestimmt und mit Sicherheit ein „Flüchtling“ gewesen sei.

Die Presse machte, wie so oft, nicht die beste Figur. Und das ist ein schönes Zeichen dafür, warum man eben nicht sofort mit Sondersendungen und Live-Tickern agieren sollte. Vielmehr sollte man den Spezialisten der Polizei Zeit geben, ihre Arbeit zu machen.

Aber was rede ich. Das ist am Ende 2016 ebenso passe, wie die Konzentration auf tatsächliche Fakten. Und wenn die dann auch noch ins Begehr des rechten Mobs passen, hat man eine Ahnung, was passieren wird. Und spätestens mit diesem Post von DasErste war der Damm gebrochen und der Hass ließ sich freien Lauf in den Sozialen Medien:

Nicht ein einziger Fakt, dafür 4 Annahmen, die sich auf Gerüchte stützen. Und der Hinweis, dass das nicht bestätigt ist. Die Frage warum man es trotzdem herausposaunt, ist wohl Nebensache.

Heute hört sich das ganz anders an, z. B. auf der Wesbeite der Welt ab 2m 48s.:

Die Angaben des mutmaßlichen Täters seien überprüft und als korrekt erachtet worden. „Wir haben den falschen Mann“, heißt es in der Berliner Polizei. „Und damit eine neue Lage.

So was interessiert den Mob natürlich nicht. Der ist entfesselt.

Als mir klar war, was da passiert, habe ich mir eine Social-Media-Pause gegönnt. Und nach all dem, was ich so aus dem Freundeskreis höre, war das auch gut. Wohin das noch führen soll und wird, vermag ich mir heute gar nicht vorstellen.

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Wie Apple die Kunden am Arsch vorbeigehen

15. Dezember 2016 1 Kommentar
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Ich bin ja schon angesäuert, weil die kommenden iPhones kein 3,5er Klinkenstecker mehr haben. Das ist für mich ein No-Go. Und die verklebten Bauteile ohne Austauschmöglichkeit in den Notebooks werden langfristig verhindern, dass ich mir eines vom Apfel kaufe.

Aber auch bei meinem iPhone schafft Apple es immer wieder, mich mit Verschlimmbesserungen zu entsetzen. Nehmen wir z. B. eine der Funktionen überhaupt: Das Abspielen von mp3.

Seit einiger Zeit versucht Apple ja schon, die eigenen Online- und Streamingdienste zu forcieren. Das ging und geht massiv auf die Funktionalität und die Übersichtlichkeit der iPod-App. Und nervt.

Früher gab es aber eine Funktion, die für mich wichtig war: Mit Klick auf den Titel im Wiedergabemodus konnte ich die Bewertung (1-5 Sterne) ändern. Das ist interessant, weil ich automatische Playlists habe, die sich aus den Bewertungen erzeugen.

Vor einigen Versionen fiel diese Funktion auf ein Mal weg.

Mit dem Update auf iOS 10.2 kündigte Apple an, dass diese Funktion wieder da sei. Ich war also wohl nicht der Einzige, der sich beschwert hat. Nur, nach dem Update stellt sich die Frage: Wo zur Hölle ist die Funktion abgeblieben?

Nach längerer Suche stellt sich raus: Man muss sie erst in den Einstellungen aktivieren (nicht in der App, in den Systemeinstellungen(!) und dann verbirgt sie sich im Untermenü eines Untermenüs. Nix mehr mit Klick auf den Titel, sondern Klick auf Menü, Klick auf Bewerten und dann kann man mit Glück Sterne vergeben. Wer denkt sich so einen Scheiss aus?

Mit dem Update auf 10.2 hat Apple aber eine weitere Sauerei veranstaltet:

Obwohl bei mir ausgeschaltet, hat das Update die „Live“-Funktion für Fotos wieder aktiviert. Das hat mich heute  morgen ein paar Fotos gekostet, weil:

Die Fotos werden in einem speziellen Video-Format gespeichert, dass mein Lightroom nicht kennt. Bzw. Lightroom erkennt die Bilder als Defekt (Keine Bilddateien im Stream). Bei dem Versuch die Bilder vom Handy auf den Rechner zu bringen und in LR zu verarbeiten, kam es jetzt zu einem doppelten Problem:

Dadurch, dass LR die Bilder als defekt erkannte, wollte ich sie wieder auf das Handy schieben, um sie über die Mailfunktion aus iOS heraus dann als JPG an meinen Rechner zu schicken. Nur dummerweise ist das Handy ein Read-Only-Device. Man kann einmal aus dem Speicher auf das Notebook verschobene Bilder gar nicht mehr auf das Handy schieben. Super Idee, Apple.

Nicht nur, dass ich keine Dateien auf den Apfel schieben kann, dieses bekloppte „Live“-Format führte durch eine Verkettung unglücklicher Zustände jetzt dazu, dass die Dateien leider nicht mehr nutzbar vorliegen.

Warum genau schalte ich eigentlich etwas ab, damit Apple es wieder ein schaltet? Das ist so ähnlich wie mit dem Batteriesparmodus, den ich gerne nutze – den das iPhone aber selbsttätig abschaltet, wenn es der Meinung ist, dass der Akku voll genug sei. Das ich die Funktion vielleicht nutze um die Akku-Laufzeit generell zu verlängern, scheint noch keinem aufgefallen zu sein.

Inzwischen ist iOS einfach nur noch ein aufgeblähter Misthaufen, der seine User ohne Ende gängelt und glaubt, immer besser zu wissen was man eigentlich will. Zusammen mit dem fehlenden Kopfhöreranschluss stellt sich also die Frage:

Was wird mein nächstes Smartphone?

Das es ein Apfel wird, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

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Welches Jahr haben wir eigentlich?

13. Dezember 2016 4 Kommentare
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Ich bin echt geschockt:

Als vor einigen Monaten der SPD-Parteitag in Bocholt wegen Drohungen abgesagt wurde, war ich schon echt entsetzt. Heute aber gibt es leider eine weitere Eskalation:

Der Bocholter SPD-Chef Thomas Purwin ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten – weil jetzt nicht nur er, sondern auch seine Familie so massiv bedroht werden.

Die Strafverfolgungsbehörden sind offensichtlich nicht in der Lage gewesen, dem Treiben ein rechtzeitiges Ende zu setzen. Das ist fast genauso schlimm wie die Vorstellung, dass es rechtsextreme Kräfte jetzt schaffen, demokratische Prozesse zu beenden.

Das ist auf so vielen Ebenen so übel, dass ich geneigt bin etwas zu tun, was ich selten  mache: Ich fordere härtere Strafen. Angriffe und auch Drohungen, Beleidigungen und Schmähungen gegen Politiker, eben auch gegen ehrenamtliche, müssen ernst genommen, verfolgt und abschreckend sanktioniert werden. Sonst brauchen wir den ganzen Demokratiescheiss bald nicht mehr, wenn eh nur noch das Recht des vermeintlich Stärkeren gilt.

 

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Warum eigentlich Lügenpresse? Vielleicht darum?

12. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Heute wehrt sich die Presse ja mit allen Mitteln gegen den Vorwurf der Lügenpresse. Man möchte den Status der 4. Gewalt behalten und als Korrektiv wahrgenommen werden.

Und vielleicht sollten dann alle Organe der Presse bei sich selbst mal anfangen und überlegen, ob sie nicht lieber Recherchieren und neutrales Berichten als Priorität betrachten, denn Klicks.

Ein schönes Beispiel dafür gibt es gerade im Umfeld des Flughafen Weeze. Hier wurden die Anteile des Kreises Wesel und des Kreises Rees in eine stille Gesellschaft überführt. Ich bin dagegen, aber aus anderen Gründen als die meisten. Von denen viele ihr Wissen wohl aus der Presse ziehen.

Zum Beispiel aus dem „Kurier am Sonntag„, nach eigener Beschreibung satirisch, kritisch, kontrovers. Und man kann nur hoffen, dass der verlinkte Artikel Satire ist.

Es beginnt bei der reißerischen Überschrift:

„Kreistag stimmt Entmachtung zu: 24 Millionen für stille Gesellschaft“

Der Autor will uns damit zwei Dinge sagen: erstens hat der Kreis offensichtlich in der stillen Gesellschaft nichts zu sagen und zweitens zahlt er dafür 24 Millionen. Mal angenommen, dass ist keine Satire: Hätte er doch wenigstes mal in die Wikipedia geschaut!

Die Einführung ist dann diese:

„Kurz vor Weihnachten macht der Kreistag dem Flughafen Weeze wie erwartet ein 24 Millionen Euro Geschenk: Mit großer Mehrheit beschloss der Kreistag in nicht-öffentlicher Sitzung am Donnerstag, seine dem Flughafen einst gewährten Kredite in  Höhe von 24 Millionen Euro in eine so genannte „stille Gesellschaft“ zu überführen. Die Gemeinde Weeze wird es dem Kreis gleich tun und dem Flughafen gewährten Kredite in Höhe von 2,8 Millionen Euro in diese Gesellschaft überführen.“

Jetzt könnte man sich natürlich mit dem Wesen einer stillen Gesellschaft und dem Unterschied zwischen Eigenkapital (durch die Gesellschafter) und Fremdkapital (Kredite) beschäftigen. Und so Kleinigkeiten wie Zinsen beim Kredit und Anspruch auf den Gewinn beim Eigenkapital. Aber das wäre vermutlich zu komplex.

Auch das ein Gesellschafter immer Rechte hat, ein Kreditgeber aber nur das auf Rückzahlung und Zinsen ist wohl eher zu hoch.

„Eine stille Gesellschaft entspricht nicht einem Gesellschaftsverhältnis, sondern ist eher eine Form des Schuldverhältnisses.“

Dieser Satz steht übrigens 1:1 in der Wikipedia 😉

Die genauen Vereinbarung zwischen Kreis, Weeze und Flughafen bleiben geheim. In der Regel ist es so, dass eine stille Gesellschaft an Verlusten oder am Gewinn beteiligt ist, nicht aber am Vermögen.

Dieser Satz ist so geil, weil er einen so falschen Eindruck erweckt, wie nur eben möglich. Denn natürlich ist das Wesentliche die Gewinnbeteiligung. Und das mit den Verlusten kann vertraglich ausgeschlossen werden. Wikipedia beschreibt das so:

Die Rechte und Pflichten des stillen Gesellschafters beschränken sich ausschließlich auf das Innenverhältnis. Der stille Gesellschafter nimmt am Verlust bis zur Höhe seiner Einlage teil (§ 232 Abs. 2 HGB). Oft wird die Verlustbeteiligung im Gesellschaftsvertrag aber ausgeschlossen (§ 231 HGB). Die Einlage kann gemäß § 706 Abs. 3 BGB entweder in Geld oder auch in Sach- oder Dienstleistungen bestehen. Für die Überlassung der Einlage erhält er üblicherweise eine Beteiligung am Gewinn.

Der wesentliche Unterschied ist folgender:

Bin ich Kreditgeber, habe ich das Ausfallrisiko, dass ich in die Zinsen einpreise. Wenn es dem Unternehmen aber gut geht und es Gewinne schreibt, habe ich da gar nix von. Wenn ich aber (stiller) Gesellschafter bin, nehme ich am Erfolg des Unternehmens teil. Vereinfacht kann man sagen, dass man Kreditgeber ist, wenn man eine sichere Rückzahlung im Auge hat und stiller Gesellschafter wird man, wenn man vom unternehmerischen Erfolg ausgeht und mehr Gewinnanteile bekommen würde, als Zinsen.

Die stille Gesellschaft ist nicht im Handelsregister eingetragen und auch nicht zu Veröffentlichungen verpflichtet. Das bedeutet, dass der Steuerzahler, um dessen Geld es hier geht, nun völlig von der Information abgeschnitten ist.

Das Eine hat mit dem anderen mal  wieder gar nix zu tun. Denn das ein stiller Gesellschafter nicht zur Veröffentlichung nach Handelsrecht verpflichtet ist, bedeutet nicht, dass die Kreise als Gesellschafter nicht sehr tiefe und sehr genaue Einblicke haben, wie es dem Unternehmen geht. In Wahrheit hat man hier sogar mehr Kontrolle, als bei einem Darlehen, bei dem man letztlich nur die „Kredittragfähigkeit“ auf Grund der Jahresabschlüsse (und einiger Papiere mehr) bewertet. Der Artikel verdreht also die Tatsachen exakt.

Der ganze Artikel hat nur einen einzigen Zweck: Die Menschen aufzuwiegeln, dass „die da oben“ mit ihren Steuergeldern wieder mal machen, was sie wollen. Dabei wird auch nicht davor zurück geschreckt, die Realität einfach mal ins Gegenteil zu verkehren. Vielleicht unter dem Motto: Satire darf alles.

Die Kommentare, schon der Erste, lassen aber nicht vermuten, dass der Artikel als „Satire“ wahrgenommen wird.

#1 Jens-Uwe Habedank 09.12.2016 19:23
Was, und wieviel bekommen a) Kreisverwaltungsführung b) Fraktionen/ Kreistagsmitglieder und c) evtl. Sonstige Personen/ Gesellschaften für diesen Raub am Volk..?

Den „Raub am Volk“ politisch zu bewerten überlasse ich jetzt Euch.

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Wie…

8. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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…arschgeil ist das denn bitte???

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