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Archiv für die Kategorie ‘internettes’

PEGIDA: Ralph Ruthe triffts…

22. Dezember 2014 Keine Kommentare
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Die Sorgen und Nöte der FDP Voerde

17. Dezember 2014 Keine Kommentare
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Ich bin mir nicht so sicher, was die FDP in Voerde umtreibt. Aber sie hat keinen Fraktionsstatus und bekommt daher die entsprechenden Zuwendungen auch nicht.

Außerdem hat man ja nach der letzten internen Wahl immer wieder gehört, dass angeblich sehr viele Mitglieder die Partei verlassen hätten. Deren Beiträge dürften auch futsch sein.

Wie schlimm es aber um die FDP in Voerde gestellt sein muss, erfährt man erst, wenn man mal seinen Adblocker abschaltet. Dann offenbart sich, mit welche verzweifelten Mitteln die FDP in Voerde mittlerweile wohl versucht Geld zu verdienen. Und ich meine Werbung auf einer Website ist ja nicht per se böse. Und auch wenn ich keine Ahnung habe ob man als Partei überhaupt kommerzielle Werbung schalten darf und wie das steuerrechtlich ist… ich meine, man sollte zumindest Anstand und Würde bewahren.

Vor allem, wenn man Herr B. aus V. ist. Der ja gerne anderen mal vorwirft, sie würden der Verrohung der Sitten Vorschub leisten oder sich nicht in seinem Sinne angemessen verhalten. ;-)

Screenshot der FDP-Voerde-Website, erstellt mit meinem iPad am 16.12.2014

Screenshot der FDP-Voerde-Website, erstellt mit meinem iPad am 16.12.2014

WLAN: Schwarz-Rote Heuchler

17. November 2014 1 Kommentar
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Nun ist es also ofiziell: Die schwarz-rote Bundesregierung lehnt den Vorschlag ab, den die Grünen gemeinsam mit der Linken eingebracht haben, um die “Störerhaftung” bei WLAN endlich zu beerdigen. Die Begründung finde ich schon fast makaber:

Das für Netzbetreiber geltende Haftungsprivileg bei zivilrechtlichen Verstößen einfach auf WLAN-Anbieter auszudehnen sei aber “zu simpel”, sagte Hansjörg Durz (CSU). Einen “Schnellschuss” zu Lasten der Rechteinhaber und IT-Sicherheit dürfe es nicht geben, pflichtet Axel Knoerig (CDU) dem bei. “Es darf keinen Freifahrtschein für Urheberrechtsverletzer geben.”

Erinnert sich noch jemand, dass ich im Januar 2011, also vor fast 4(!) Jahren eine Petition zu dem Thema eingereicht habe?  Die bis heute nicht bearbeitet worden ist?

Ist ja nicht so, als wäre das Thema neu. Und auch nicht so, als wäre die CDU nicht schon vor 4 Jahren an der Macht gewesen. Jetzt den Grünen und Roten einen Schnellschuß vorzuwerfen und auf eine eigenen Entwurf warten zu wollen, den man in den letzten x Jahren schon nicht zustande brachte oder zustande bringen wollte, ist typisch deutsche Volksverdummung.

Der Grüne Vorschlag ist der einzig akzeptabel und umsetzbare Vorschlag, mit diesem unleidigen Thema umzugehen. Und er wird nicht abgelehnt, weil er nicht funktionieren würde, sondern nur aus einem Grund: Er kommt von der Opposition. Denen man nichts gönnen will.

Das ist keine Politik für das Volk. Das ich Machtpolitik. Das ist erbärmlich von Merkel und Gabriel

Freifunk in Voerde – Freifunk zu Hause

16. November 2014 4 Kommentare
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Die Idee von Freifunk ist ziemlich cool. Und erfüllt einen Kindheitstraum:

Ich habe mich damals, so mit 12 oder so, gefragt ob es nicht möglich ist, dass sich einfach alle Häuser in der Nachbarschaft untereinander vernetzen und das dann irgendwann so groß wird, dass keiner mehr Dienste wie Compuserve (da war ich damals noch: 16 DM im Monat + 8 DM die Stunde!) braucht, um ins Internet zu gehen. Von den Herausforderungen hatte ich natürlich keine Ahnung und das Internet war nicht annähernd so weit verbreitet: Meine Nachbarn hätten gar nicht verstanden was ich will.

Jetzt kommt Freifunk und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Es vernetzt Nachbarschaften über WLAN und umgeht damit die Herausforderung bei kabelgebundenen Netzwerken über mehrere Häuser. Das ist schon cool.
  2. Es löst das Problem der Störerhaftung durch Ausleistung der Daten per VPN ins Ausland. Ein Problem das die Bundesregierung sich seit Jahren weigert anzugehen.

Nachdem wir dann als Grüne im Rat jetzt einen Antrag laufen haben, dass die Stadt als Vorreiter auf Freifunk setzen soll, wollte ich mich natürlich mal intensiver damit beschäftigen. Denn am Besten redet man bekanntlich über Dinge, die man kennt. Also war für dieses Wochenende das Projekt “Freifunk Voerde” auf meiner Tagesordnung. Gesagt, getan:

Als Erstes habe ich mir einen Router bestellt. Ein kleiner TP-Link reicht mir, Kosten knapp 20€. Der muss dann die passende Freifunk-Firmeware bekommen, was komplizierter klingt als es ist. Man muss nur das Image suchen, dass zum Router passt und das über die Bedienoberfläche des Routers als Update einspielen. Hier gibt es von Freifunk-Ruhrgebiet auch eine Anleitung für Anfänger.

Also Gerät ausgepackt, an den Strom, ans Notebook, angemeldet, Image installiert, neu gestartet.

Dann den Router einfach mal an die Fritz-Box gehängt, weil ich ja auch Internet ausprobieren wollte. Ein paar Minuten warten und schon taucht auf der Karte mein Hotspot auf:

Zeitaufwand? 20 Minuten vom Auspacken bis zum ersten Aufruf einer Website über den FF-Knoten.

Fazit:

Ich frage mich warum ich so lange gewartet habe, bis ich hier mal einen Vorstoß unternommen habe. Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht, die Kosten sind absolut überschaubar. Derzeit liefert mein Knoten 2 MBit/s Downstream und 0.6 Mbit/s Upstream, also nur einen Teil der verfügbaren Bandbreite meines Anschlusses (10/2). Also sollten selbst Intensivnutzer keine spürbare Verlangsamung für mein eigenes Surfen mit sich bringen. Die Kosten bei 20€ für das Gerät und ca 5 Watt Stromverbrauch sind vernachlässigbar.

Jetzt gilt es, in der Nachbarschaft und Voerde insgesamt für Interesse zu sorgen. Erste “Multiplikatoren” wie die Werbegemeinschaften habe ich schon angemailt. Mal sehen ob da was kommt. Und dann mal in der Nachbarschaft auf Tour gehen….

 

(Danke an Andreas für’s vormachen und motivieren)

Netflix, so wird das nix mit uns

22. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Netflix könnte das Angebot sein, auf das ich lange gewartet habe. Zu einem vernünftigen Preis Serien gucken, die ich gerne gucken möchte. Und jetzt gibt sich Netflix große Mühe den Eindruck zu erwecken, ein Nepper-Laden zu sein. Und mich nicht als Kunden zu wollen.

Ich wollte heute mal gucken, was Netflix für meine monatlichen Euronen bietet. Die Startseite begrüßt mich dabei so:

Netzlix Startseite

Sagen wir mal, die Informationen sind eher… spärlich. Und ich will mich nicht für einen Testmonat anmelden und (vermutlich umfangreich) persönliche Daten hinterlegen. Ich will erst mal Infos. Also klicke ich nicht auf den kostenlosen Monat, sondern so ins Bild. Macht aber nix, weil der blaue Button und das Bild sin ein einziges Klick-Element:

startseite

Äh ja. Genau das will ich nicht.

Aber auf der Startseite gibt es ja unter dem Bild versteckt noch sowas wie eine FAQ. Da wird bestimmt stehen, was es bei Netflix zu sehen gibt:

netflix
Oder eben auch nicht.

Herzlichen Glückwunsch Netflix: So schnell hat es nur selten ein Unternehmen geschafft, von mir als total unseriös eingestuft zu werden. Und ich bin mal gespannt, wann die erste Verbraucherzentrale Euch abmahnt, weil Ihr hier schnell Daten und Geld wollt – Euch mit Angaben zur Gegenleistung aber mehr als bedeckt haltet.

Schade eigentlich, denn in den USA kenne ich viele Leute die Netflix echt geil finden. So aber wird nix aus uns.

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IKEA trollt APPLE

9. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Lust, Euch mal alt zu fühlen? ;-)

9. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Schräge Logik in E-Mails

2. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bekomme regelmäßig (gewollt) elektronische Post von einem “Unternehmen”, die mir irgendwie spanische vorkommt. Denn:

Als Absender ist “noreply@Absenderdomain” eingetragen. So weit, so normal.

Und dann steht unter jeder E-Mail:

“P.S.: Dies ist eine automatisch erstellte E-Mail. Antworten können nicht bearbeitet werden.
Bei Fragen und sonstigen Mitteilungen schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@absenderdomain”

Ich meine wtf? Wenn ich mich doch eh nicht an den Absender persönlich wenden soll, sondern an ein generisches Postfach: Wieso tragen die das nicht einfach als Reply-To ein und nutzen E-Mail einfach mal so, wie gedacht?

Ich hab mal nachgefragt…. vielleicht kommt ja eine Antwort ;-)

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Signaturen in Emails von 1&1 – nur nicht für alle.

26. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe in den letzten Tagen mal ein paar Unternehmen angeschrieben, mit denen ich in Geschäftsbeziehungen stehe. Darunter auch 1&1, bei denen ich meinen privaten DSL-Anschluß habe.

Und für diesen Anschluss bekomme ich jeden Monat eine Email, in deren Anhang sich eine Rechnung im PDF-Format befindet. Natürlich ist weder die Email, noch der Anhang signiert. Und von daher weiß ich nie, ob der Absender ist, wer er behauptet. Ob das PDF ist, was es behauptet. Und ob auch nichts schief gegangen ist auf dem Weg von der Rechnungserstellung bis zu meinem Posteingang.

Also war meine Frage an 1&1, warum man Mails nicht mit Signaturen versieht. Und hier die überraschende Antwort:

Beachten Sie bitte, das bei Geschäftskunden die Vertragsrechnung mit elektronischer Signatur erstellt und per E-Mail an die in den Benutzerdaten eingetragene E-Mail-Anschrift geschickt wird. Diese Rechnungsstellung ist voreingestellt.

Nur Firmenkunden sind vorsteuerabzugsberechtigt. Daher erhalten Privatkunden keine Rechnungen mit elektronischer Signatur.

Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen aus den oben genannten Gründen keine Alternativlösung anbieten können.

Also… eine Signatur bekomme ich nicht, weil ich ein Privatkunde bin und (vor allem) weil ich nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin. Was ist das denn bitte für eine Logik?

Abgesehen davon, dass ich sehr wohl auch ohne die Berechtigung zum Vorsteuerabzug meine Rechnungen dem Finanzamt mitteile, erschließt sich mir absolut nicht, wieso damit begründet wird, dass ich keine signierten Mails erhalte.

Mir ist klar, dass 1&1 bestimmten Kunden eines Signatur bieten muss (Signaturgesetz). Daraus ergibt sich aber doch gerade, dass die technische Infrastruktur doch bei dem Unternehmen vorhanden sein muss und ausweislich der Mail auch genutzt wird. Wieso es dann überhaupt keine Möglichkeit gibt, sie auch als Privatkunde nutzen zu können ist das wohlgehütete Geheimnis von 1&1

 

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Wie Avira es schaffte, blitzschnell von meinen Rechnern zu fliegen

12. August 2014 1 Kommentar
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Ich nutze Avira schon recht lange. Auf dem Notebook in der Free-Version und bisher ohne jede Klage. Bis heute.

Bei der letzten Installation packte mir Avira ungefragt “Browser Safety” mit auf den Rechner. Das kann ich ja schon nicht leiden. Aber was dann kommt, ist echt so zum kotzen, dass ich Avira vom Rechner geworfen habe.

Step 1: Avira verändert anzeigte Websites:

avira1Sicherlich ist das gut gemeint.

Aber gut gemeint ist bekanntlich nicht gut gemacht. Andere Programme haben schlicht und ergreifend nicht in den Quellcode der Websites einzugreifen, die ich mir ansehen will. Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber damit zusammenfassen, dass ich Manipulationen ja nicht erkenne. Setzen die nur grüne Haken vor Websites die sie für sicher halten? Nach welchen Kritierien ist sicher sicher?

Verändert Avira auch die angezeigten Suchergebnisse oder deren Reihenfolge?

 

Völlig verloren hat Avira aber, als ich auf einen Amazon-Link geklickt habe den ich geschickt bekam. Ich dachte fast mich trifft der Schlag:

avira2

Ernsthaft Avira?

Ich meine, das kann doch wohl nicht wahr sein.

Erstens bedeutet das, dass Avira mein Surf- und Einkaufsverhalten überwacht und mit eigenen Diensten abgleicht. Schon das ist, vor allem ungefragt, zum Kotzen. Zweitens suche ich mir meine Händler aus und treffe meine Entscheidungen gerne selber.

Als Avira mir in der Free-Version die Werbefenster beim Update einblendete, habe ich das als notwendiges Übel hingenommen. In der Bezahlversion ist das ja nicht der Fall. Hier aber “Sponsored Links” einzubinden (vermutlich mit Provision für Avira) geht ja mal gar nicht.

Das hier ist aber eine ganz andere Nummer. In deren Folge ich sofort und Rückstandslos Avira vom Rechner geworfen habe. Und nicht neu installieren werde, bis mir @askavira schreibt, dass der Quatsch beendet wurde, man einsieht, dass man hier wohl doch _etwas_ über das Ziel hinausgeschossen ist und man sich dafür entschuldigt. Kommt das nicht, ist die Firma für mich bis in alle Ewigkeit unten durch.

 

 

P.S. Glaubt nicht, dass die Deinstallation von Avira auch “Browser Safety” mit entfernt hätte. Im Firefox möchte das entsprechende Plug-in manuell gelöscht werden. Danke für Nichts, liebe Firma Avira. ich bin tief enttäuscht von Euch.

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Alles Böse

16. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Erinnert Ihr Euch noch?

Zeitung lese mach einsam, weil alle im Bus nur noch in die Zeitung starren. Fernsehen macht einsam, dumm und man vereinsamt. Rechteckige Augen inklusive. Computer machen uns zu Einzelgängern, die nicht mehr sozial interagieren können. Computerspiele machen süchtig. Und das Internet läßt die Gesellschaft zwischen Drogen und Porno verrohen.

Da ist es nur konsequent, wenn man das fortsetzt. Aktuell: Smartphones

Immer mehr Jugendliche nutzen ihr Smartphone so häufig, dass Ärzte Alarm schlagen. Die Jugendlichen verlernten analoges Lernen. Inzwischen gibt es Sprechstunden, die sich um Jungen und Mädchen kümmern, die spielsüchtig und handysüchtig sind.

Intensives Kopfschütteln gibt es hier: Ärzte warnen vor Smartphone-Sucht bei Jugendlichen

Das lässt mich immer an die drei Phasen der Technologieadaption im Leben denken. In der ersten Phase erleben wir das Entstehen neuer und faszinierender Technologien, die in unser Leben kommen. In einer zweiten Phase ist die Technik und der Fortschritt normaler Teil unseres Lebens. Und im dritten Abschnitt behaupten wir immer, dass es früher auch ging und alles besser war. In welchem Abschnitt der Autor wohl gerade steckt? ;-)

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The Fish Prince of Bielefeld

9. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Emanzipiert sich das Netz endlich von Facebook?

9. Juni 2014 3 Kommentare
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Mir ist das “Login mit Facebook” ja schon länger ein Dorn im Auge – aus verschiendenen Gründen. Und natürlich auch, weil mir Facebook ein Dorn im Auge ist ;-)

Um so größer ist immer meine Freude, wenn ich Anzeichen dafür sehe, dass sich das Netz endlich von Facebook distanziert. Sei es durch eigene, wieder mehr gepflegte und genutzte Websites ist – oder auch nur durch das Abschaffen des unsäglichen “Login mit Facebook”.

Als ein relativ großer Player geht Yahoo diesen Weg jetzt mit dem populären Bilderdienst Flickr. Heise schreibt:

 Wie bereits bei anderen Diensten wird Yahoo bei seiner Fotocommunity Flickr ab Juli nur noch die Anmeldung mit einer Yahoo-ID erlauben. Die Google- und Facebook-Logins entfallen.

Ein, in meinen Augen, richtiger und wichtiger Schritt.

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Gewinnspiele im #betterweb

19. Mai 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe heute morgen beschlossen, unter dem Hashtag #betterweb ungefragt gute Ratschläge für das Internet zu geben. Mein erster Ratschlag ging an die Deutsche Telekom, stellvertretend für gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viele Firmen, die im Internet Werbung machen:

Wie Ihr seht, geht es mir um Folgendes:

Im Jahr 2014 ist es ausgesprochen dämlich, wenn man Gewinnspiele so veranstaltet, wie hier. In den Antworten auf den Tweet sind dann auch mehrere Meldungen, die sich darüber beschweren, dass man Mitglied bei Facebook sein müsste.  Die Telekom “tröstet” dann damit, dass es demnächst auch wieder was auf Twitter gäbe. Oder für Twitterer.

Das ist in mehrfacher Hinsicht ungünstig. Auf Twitter kann man ein Gewinnspiel ja nur in der altbekannten Form des “like and retweet” oder “follow us” durchführen. Bei Facebook ist das ja ähnlich.

In beiden Fällen beschränkt man sich aber auf nur eine Teilmenge der möglichen Adressaten. Zusätzlich fördert man exklusiv den einen Anbieter. Und wie man es macht, macht man es bekanntlich falsch.

Dabei wäre die Lösung doch so einfach: Man veranstaltet ein Gewinnspiel oder was auch immer und verlinkt(!) das auf eine eigene Website / Unterseite in der eigenen Webpräsenz. Das hat den Vorteil, dass es für alle offen ist. Das es nicht mehr in gleichem Maß z. B. dem Regelwerk der Facebooker unterliegt. Das man auch Menschen die keinen Bock auf das eine oder andere Netzwerk eine Chance gibt.

Aber was das aller wichtigste ist: man behält selbst die Kontrolle. Nicht nur über die Präsentation an sich, sondern eben auch über die Daten und deren Verwendung. Und man kann als Unternehmen z. B. sehr datenschutz-freundliche Varianten anbieten. Es sei denn, man ist nur auf Kundendatenfang.

Ich denke, 2014 ist es endlich Zeit, dass sich die Firmen wieder ihrer eigenen Websites erinnern. Und die zur Kommunikation nutzen und Social Media nur als Multiplikator. Kann doch nicht so schwer sein.

Oder sind die ganzen Webmaster inzwischen gefeuert und durch “Community Manager” ersetzt worden?

Ebay möchte ein unsicheres Netz?!

17. Mai 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ebay ist ja immer wieder für Überraschungen gut – und wenn ich dann alle Jubeljahre mal wieder dort bin, staune ich oft nicht schlecht. Aktuell sorgt Ebays Verständnis von Sicherheit im Internet bei mir für akutes Kopfschütteln:

Gerade Ebay schreibt sich ja immer auf die Fahne, für Kundensicherheit sorgen zu wollen. Um mich dann im nächsten Moment völlig perplex dastehen zu lassen.

Was ist passiert?

Ich habe auf Ebay einen Gegenstand verkauft und der Käufer hat mir über das Mail-System eine Mail geschickt. Die kann man auf Ebay beantworten, oder einfach via “Reply to” aus dem EMail-Programm heraus. Letzteres habe ich gemacht und dabei ist die Mail, wie alle anderen, standardmäßig mit einer PGP-Signatur(!) versehen worden. Sekunden später:

Betreff: Ihre Nachricht an xxxxx war verschlüsselt und wurde nicht gesendet

Hallo XXXXX,

Um unsere Mitglieder vor Identitätsdiebstahl und unerwünschten E-Mails zu schützen, lassen wir die Verschlüsselung von E-Mails nicht zu. Da Ihre letzte E-Mail an thorsten9023 verschlüsselt war, haben wir sie nicht gesendet.

Bitte entfernen Sie die Verschlüsselung und senden Sie die Nachricht erneut.

Mehr zum Thema verschlüsselte E-Mails erfahren Sie unter http://pages.ebay.de/help/account/email-undelivered.html#encryption

Ganz großes WTF?
Abgesehen davon, dass die EMail nicht verschlüsselt, sondern nur signiert war, möchte Ebay sie nicht versenden? Das ist schon kurios. Aber total merkwürdig ist doch die Begründung, mit dem Verbot verschlüsselter Mails die Empfänger vor Identitätsdiebstahl und Spam schützen zu wollen?

Denn PGP / GnuPG macht bekanntlich ja genau das Gegenteil. Und setzt ja voraus, dass der Empfänger, im Falle der Verschlüsselung, mir seinen Public Key überhaupt erst einmal zur Verfügung stellt.

Tatsächlich dürfte der Grund sein, dass Ebay in die Nachrichten reinschauen können will, die über sein Mailsystem laufen. Über das warum kann man dabei herzlich spekulieren. Aber letztlich ist das nicht wichtig. Wichtig ist die Auswirkung, die ein solches Vorgehen hat. Denn damit mache ich es erstens unnötig schwer, die Integrität von EMails sicher zu stellen. Und zweitens möchte ich nicht wissen, wie viele Menschen die Begründung von Ebay einfach mit einem Kopfnicken hinnehmen, weil sie leider nicht verstehen, was für ein Schwachsinn das ist.

Ganz, ganz böses Foul von Ebay.