Das Kino-Jahr 2017

Das Kino-Jahr ist rum und es ist Zeit, sich mal wieder der Statistik zu widmen. Das Gesamtergebnis vorweg: ich war weniger im Kino als 2016. Statt 43 habe ich nur 38 individuelle Filme auf der großen Leinwand gesehen. Die OV-Versionen eingerechnet komme ich allerdings auf 41.

Zu den Kosten:

UCI-Unlimited-Card: 270€
Summe aller Filme: 492,90

Das macht eine Ersparnis von 222,90€ auf das Jahr gesehen. Dabei kostete eine Karte im Mittel 12,97€, die günstigste Karte  hätte 8,80€ („SPLIT“) gekostet. Die teuerste Karte war 17,10€ Star Wars 8.

Die Filme:

  1. Passengers
  2. XXX
  3. Fantastische Tierwesen
  4. Why Him
  5. Resident Evil
  6. La La Land
  7. Split
  8. John Wick 2
  9. Lego The Movie
  10. Hidden Figures
  11. A Cure For Wellness
  12. Ghost In The Shell
  13. Fast & Furious 8
  14. Guardians of the Galaxy Volume II
  15. Boss Baby
  16. Kong
  17. King Arthur
  18. Pirates Of The Caribbean 5
  19. Alien Covenant
  20. Baywatch
  21. Ich Einfach Unverbesserlich 3
  22. Valeryan
  23. Baby Driver
  24. Dunkirk
  25. Dark Tower (OV)
  26. A Killers Bodyguard
  27. The Circle
  28. The Kingsmen II
  29. IT
  30. Barry Seal
  31. Blade Runner 2049
  32. American Assasin
  33. What Happend With Monday
  34. Maleika
  35. Mord im Orientexpress
  36. Star Wars 8
  37. Jumanji 2
  38. Dr. Who Christmas Special

Vom Wesen der Demokratie. Oder: Das Übel Facebook

Facebook ist ja ein steter Quell der Freude. Vor allem wenn es um Flüchtlinge gibt, scheinen überwiegend die Lautsprecher die Oberhand zu haben  – vermutlich weil die andere Seite längst die Lust verloren hat. Aber auch sonst ist ja auffällig, auf welchem Niveau dort oft diskutiert wird.

Aktuell gibt es ein Beispiel aus Voerde:

In meiner unmittelbaren Nachbarschaft werden zwei (!) Einrichtungen für Flüchtlinge mit weit über 100 Personen geschlossen. Dafür soll eine (1!) neue eröffnet werden, um 64 Menschen Obdach zu gewähren. Zwar haben Politik und Verwaltung sich schon im Vorfeld grob über das Wo verständigt, die Diskussion darüber steht aber noch aus.

Was passiert ist genau das, was man erwartet. Die Besorgten schlagen auf Facebook auf:

Dabei hat es schon einen sehr eigenen Humor, eine Diskussion zu einem Thema damit zu beginnen, dass man über dieses Thema gar nicht diskutieren wollen würde. Genau mein Humor. Auch das der Thread-Ersteller nicht versteht, dass die Entscheidung gar nicht getroffen ist, sondern getroffen werden soll. Aber gut, es kommt, was man erwartet:

Ja, da steht wirklich die Frage im Raum, ob die Stadt sich daran bereichern will. Und der Threadersteller sagt nicht: „Hey, was für ein Bullshit“, er zeigt sich betroffen ob dieses ihm bisher verborgen gebliebenen Gedankenganges.

Und natürlich, unmittelbar nach dem Auftritt der FDP und der Erwiederung durch  Vertreter der SPD, wieder der Ruf nach mehr Beteiligung:

Vielleicht könnte den Besorgten mal kurz jemand erklären, dass wir in einer Parlamentarischen Demokratie, gerne auch Repräsentative Demokratie genannt, leben. Deren Wesen es eben nicht ist, wie z. B. in der Direkten Demokratie, dass die Bürger über alles abstimmen. Sondern das die Bürger Vertreter wählen, die dann dann in ihrem Auftrag entscheiden. Irgendwie scheint das Wissen um diese fundamentale Grundordnung verloren gegangen zu sein.

Was aber, neben diesem theoretischen Aspekt interessant ist: All die Menschen die auf Facebook jammern „uns hat niemand gefragt!!!!“ könnten sich in den Fraktionen, Parteien, Gremiensitzungen und im Rat einbringen. Denn die Presse hat Informationen von der Website der Stadt: Das ist alles öffentlich. Jede(r) mit Bedenken könnte die zum Ausdruck bringen – dafür ist aber halt ein bisschen mehr Notwendig, als nur im Internet zu jammern, und damit scheinen viele überfordert.

Wobei, wundern darf das nicht, wenn Teile der FDP die AFD kopieren und auf Facebook fleissig Öl ins Feuer gießen. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass die politischen Vertreter in den Gremien sich komplett anders verhalten, äußern und abstimmen, als es die FDP hinterher im Internet als „Partei-Konsens“ zu verkaufen versucht.

Das sind bedenkliche Entwiklungen. Es ist bedenklich, wenn eine demokratisch legitimierte Partei wie die FDP zwei Schienen fährt, in denen sie ihre politischen Vertreter sinnvolle Entscheidungen und gute Äußerungen treffen lässt – und dann ihre eigenen Leute im Internet in die Pfanne haut (der hat nicht gesagt auf was wir uns verständigt haben!!!!) und Angst schürt, wo es keinen Grund zu Angst gibt.

Die ganze Nummer ist übrigens ein schönes Beispiel dafür, warum politische Partizipation auf Facebook nicht funktioniert. Es ist schon besonders begrüßenswert, dass heute zwei Vertretrer aus dem Rat sich die Mühe gemacht haben, die Aussagen der FDP zu entkernen. In der Praxis aber dürfte es den Meisten so gehen, dass sie einfach keine Lust mehr haben, immer wieder gegen die immer gleiche heisse Luft der Besorgten argumentativ vorzugehen. Denn wenn wir ehrlich sind: Weder die FDP-Lautsprecher auf Facebook, noch die Besorgten, interessieren Argumente und die Realität. Dort interessiert man sich nur für Stimmungmache.

 

Die FDP Voerde mag die FDP Voerde

Heute morgen habe ich hier, ja ich sage es offen, durchaus mit Bedauern festgestellt, dass die FDP es lange nicht mehr in den Blog geschafft hat. Das hat jemand gelesen und sich gedacht: Hey, dem Mann kann geholfen werden.

Und zack, erreicht mich folgender Screenshot von Facebook. Den ich jetzt mal nicht kommentieren möchte. Ich meine selbst wenn ich wollte, ich wüßte gar nicht wie. Ich meine ist das nur ein Fail, weil der Kommentator vergessen hat den Account zu wechseln, bevor er die FDP lobt? Oder ist das echt ernst gemeint, dass die FDP Voerde die FDP Voerde lobt? Ich bin so nachhaltig irritiert, wie das oft nur die FDP (Voerde) schafft. Danke dafür 🙂

fdp_160518_1505

Schatz, zieh was hübsches an, wir kriegen Besuch ;-)

Interessante Ereignisse am frühen Abend:

Ich wollte gerade in der Fritz-Box etwas einstellen, da fällt mir die Liste der Geräte im Netz auf. Und die ist…. äh spannend, denn da ist ein WLAN-Device, dass nicht hier in den Haushalt gehört:

wlan

Und wer oder was hier mitsurft, hat sich die Mühe gemacht, einen sehr langen Schlüssel zu knacken. Klar, ich weiß das es Programme dafür gibt, die das automatisieren. Aber trotzdem – da gehört schon was zu  🙂

Hallo Du, wer auch immer Du bist: Wenn Du gefragt hättest, hätte ich Dich auch so mitspielen lassen. Du musst nicht gleich in fremde WLAN einbrechen. Und überhaupt: War Dir unser Freifunk zu langsam?

Quo Vadis, Facebook?

Im Januar 2014 konnte man auf Golem lesen, dass Facebook in weniger als 5 Jahren das Schicksal diverser sozialer Netze teilen würde. Das ist in sofern interessant, als das heute, also 2 Jahre später, die SZ eine interessante Entwicklung dokumentiert:

Besonders dramatisch wirkt sich der Rückgang beim sogenannten „original broadcasting sharing“ aus.

Es geht also nicht um die üblichen viralen Videos, die schon Dutzende Male wiedergekäut wurden, sondern vor allem um die von den Nutzern selbst produzierten Inhalte. All die Babybilder, Hochzeitsfotos und anderweitige Erfolgsbeweise, bei denen man schon fast automatisch auf „Gefällt mir“ klickt – 21 Prozent weniger wurden im vergangenen Jahr auf Facebook verbreitet.

Das ist natürlich spannend zu beobachten. Die Frage ist ja, ob Facebook Neulinge nicht schlichtweg überfrachtet, während sich Twitter und Snapchat auf das Wesentliche konzentieren. Möglicherweise wird Facebook ja ein Opfer der eigenen Strategie, die einzige Seite im Netz zu sein, auf der man sich aufhalten will und muss.

Dem „Internet“ wäre es zu wünschen 🙂

Leser honorieren Arbeit ;-)

Anfang des Jahres habe ich mir „vorgenommen“ (im Sinne von überlegt), dass ich dieses Jahr wieder mehr bloggen sollte. Das klappt auf meinen 3 eigenen Blogs schon ganz gut. Und ein Blick in die Statistik verrät, dass das auch angenommen wird:

Besucher

Ich finde das ein gutes Zeichen, weil es zeigt, dass Leser durchaus kommen, wenn Inhalte da sind. Dass ich 2015 blog-technische eher eine faule Sau war, lag ja an mir, nicht an Euch. In sofern freut es mich natürlich zu sehen, dass Ihr zurück kommt, wenn ich was tippe.

Interessanter Weise kommt im Moment übrigens der meiste Traffic über andere Blogs (die Aggregatoren im Geocaching-Bereich), auf Platz Zwei liegt Twitter und erst auf Platz 3 Facebook. Das liegt aber vermutlich daran, dass ich selbst ja keine Inhalte auf FB einstelle und meine Leser wohl eher selten meine Artikel dort verlinken.

 

Verschlüsselungstrojaner vermeiden – leicht gemacht!

Heise berichtet heute morgen noch mal über Locky. Der Verschlüsselungstrojaner verbreitet sich sehr konventionell als E-Mail-Anhang.

Um die Gefahr für den eigenen PC so gering wie möglich zu halten, gibt es zwei einfache Tips:

  1. Setzt digitale Signaturen (PGP/GnuPG) ein. Eine Verbreitung in signierten Mails ist bisher noch nicht beobachtet worden. Und selbst wenn Ihr selber NICHT mit PGP arbeitet, aber jemanden kennt der seine Mails normalerweise immer signiert (so wie mich): wenn von so jemandem eine Mail mit Anhang ohne Signatur kommt: FINGER WEG!
  2. Wenn Ihr Mails mit Anhang und ohne Signatur bekommt, auch wenn Ihr sicher seid die Absenderadresse zu kennen: Fragt einmal kurz nach. Am Besten auf einem alternativen Kommunikationsweg (SMS, Threema…) oder zur Not auch per Mail. ÖFFNET den Anhang NICHT bevor Ihr nicht sicher seid, dass der Absender wissentlich und absichtlich Euch den geschickt hat.

Lieber derWesten, bitte erklärt mir das mal bitte…

Gestern schon kurz getwittert:

Heute noch mal mit „Stoff“:

DerWesten, 14.02.2016

Die Polizei ist in NRW im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften des Landes zu insgesamt 78.000 Einsätzen ausgerückt. Meist habe es sich um Präventionseinsätze gehandelt, berichtet die „Welt“ unter Bezug auf das Innenministerium.

DerWesten, 08.10.2015

Die Polizei in NRW gibt für die 246 Flüchtlingsunterkünfte Entwarnung: Massenschlägereien wie in Hamburg und Braunschweig hat es in NRW trotz der in 2015 aufgenommenen Rekordzahl von 160 000 Flüchtlingen nicht gegeben. Bis Ende August wurde die NRW-Polizei aber zu knapp 3000 Einsätzen in Flüchtlingseinrichtungen gerufen – allein im August waren es 990 Einsätze.

Ich sag da mal nix zu… aber vielleicht erklärt mir das jemand?

Update:

Die Blogroll ist tot – es lebe die Blogroll ?!

Im Moment beobachte ich etwas interessantes:

„Früher“ war es völlig normal, dass Blogs sich untereinander stark vernetzten. Vor allem über Trackback-Links und eben die Blogroll kam man schnell von A nach B.

Im Zuge der Ausbreitung von Facebook ließ das drastisch nach. Nicht nur die Anzahl der Kommentare ging zurück, sondern insbesondere auch die der direkten Links – weil offensichtlich die Mehrheit der Schreibenden glaubte, Reichweite nur im Gesichtsbuch erzeugen zu können. Das war höchst bedauerlich und hat zu einem enormen Einbruch in den Besucherzahlen geführt.

Aktuell erlebe ich aber die Rückkehr der Vernunft. Zum Einen bei den Sport-Blogs, wo unter anderem Coffee & Chainrings sogar sehr deutlich nicht nur zu mehr direkten Kommentaren, sondern auch zu mehr Links in Blogrolls aufrief. Auf Just-MTB pflege ich natürlich, genau wie auch hier, eine entsprechende.

Noch ein Stückchen weiter ist die Geocaching-Szene, wie es mir scheint. Dort tauchen nicht nur immer mehr gute Blogrolls auf (meine hier), sondern in letzter Zeit auch Aggregatoren, die die RSS-Feeds nutzem um dynamische Linklisten zu erzeugen. Wie zum Beispiel beim Saarfuchs oder Dosendetektiv. Und so findet man dann auch Perlen, die man gar nicht vermutet hätte. Wie zum Beispiel das Interview mit Raul Krauthausen. Den ich zwar kenne, von dem ich aber nicht wußte, dass er ein Dosensucher ist.

Ich finde das sehr schön. Weil es zum Einen wieder das fördert was das Internet eigentlich ausmacht: Das verlinken individueller Seiten. Zum anderen aber auch, weil es ein Zeichen dafür ist das die Leute verstehen das es eben nicht reicht, einen Link nach Facebook zu schmeißen und zu hoffen, dass Leute drauf klicken. Facebook ist zu groß und unspezifisch für solche Dinge und kann keine Interaktion oder Kommunikation fördern. Blogs, Kommentare, Links und Backlinks dagegen können das sehr wohl und sehr schön.

In dem Sinne: Macht bitte weiter so: Verlinkt wieder mehr direkt, setzt Backlinks, nutzt Aggregatoren und Suchmaschinen. Und ja, kommentiert auch mal wieder – auch wenn historisch gewachsen in meinen Blogs eh wenig kommentiert wird. Wieso eigentlich? 😉

Von Terroristen und Selbstmördern

Im Intercept gibt es einen sehr interessanten Artikel, warum eine IT-gestützte Suche nach Terroristen wenig erfolgversprechend ist. Allerdings lernte ich gerade aus dem Artikel auch noch etwas komplett anderes:

The briefing suggested that the algorithm Facebook uses to spot and prevent possible suicides might be a helpful model for a technology to locate terrorists, asking: “Are there other areas where online providers have used technology to identify harmful content and remove it? … Something like Facebook’s suicide process flow?”

Also Facebook leitet aus dem Verhalten seiner Nutzer ab ob sie selbstmordgefährdet sind?

Diese Technik kann also mit 65% Wahrscheinlichkeit ermitteln, ob jemand sich das Leben nehmen möchte. Und natürlich kann man sagen, dass das helfen könnte Menschen davor zu bewahren sich umzubringen. Man kann allerdings auch die Frage stellen ob Facebook in irgendeiner Form das moralische Recht hat, eine Analyse der psychischen Verfassung seiner Kunden vorzunehmen. Oder anders ausgedrückt: bei einer so niedrigen Wahrscheinlichkeit kommt es zwangsläufig zu False-Positive-Meldungen – was das für Folgen haben kann, kann man sich vorstellen.

Ebenso kann man sich vorstellen, welche Gruppen Interesse an solchen Daten hätten: Versicherungen, Arbeitgeber, …

Und ich stelle mal die Vermutung an das den wenigsten Facebook-Nutzern klar ist, dass im Hintergrund Software darüber entscheidet in welcher mentalen Verfassung sie sich möglicher Weise gerade befinden.

Wow. Krass.

Der Krampf um „Mein Kampf“

Ich bin… irritiert.

Seit vielen Jahren glaube ich ja schon, dass die Diskussion um Hitlers Buch „Mein Kampf“ am ehesten von dem Mythos lebt den ein Buch umgibt, das nicht verkauft werden darf. Vermutlich ist es inhaltlich eher… strange. Nach allem was man so hört ist Hitler ja nicht unbedingt der begnadete Autor.

Trotzdem würde ich es gern lesen. Weil mich immer schon interessiert, was unsere Geschichte ausmacht und ich glaube in all den historischen Fakten und interpretierten Wahrnehmungen ist eine solche Quelle historisch höchst interessant.

Jetzt gibt es also „Hitler, Mein Kampf: Eine kritische Edition„. Naja, geben ist auch eher so eine Sache: Bei Amazon z. B. ist das 59€(!) teure Buch derzeit gar nicht verfügbar.

Was mich aber so irritiert ist folgendes:

Zunächst scheint man der Meinung,  dass man uns nur eine kommentierte Fassung zumuten kann. Warum? Weil Nazis sich dafür interessieren, was Historiker kommentieren? Weil der Normalbürger sonst Gehirngewaschen wird? Weil geschichtsinteressierte Menschen wie ich nicht kritisch lesen können? Ich finde das sehr befremdlich.

Noch befremdlicher finde ich aber, was ich heute auf „derWesten“ lesen durfte:

In Duisburg hingegen hat Buchhändlerin Elisabeth Everts „unerwartet viele Nachfragen“ erhalten, „von Menschen, die wir bis dato nicht kannten und bei denen wir ahnen, aus welcher politischen Ecke sie kommen“. Wer das Buch bei ihr verlange, „muss uns nachweisen, dass man es tatsächlich für wissenschaftliche Zwecke nutzen will“. Dann würde Everts es auf Verlangen bestellen.

Wie jetzt? Ich soll einer Buchhändlerin nachweisen, dass ich ein Buch für wissenschaftliche Zwecke nutzen will? Das ist ja schon in sich unschlüssig: einen Beweis für eine Absicht zu erbringen ist ja schon mal per se nicht möglich. Aber ist das ernsthaft eine Gesinnungsprüfung? Aber geht noch besser:
„Nein, wir bieten das Buch nicht an“, sagt zum Beispiel Elisabeth Evertz, Chefin der alt eingesessenen Duisburger Buchhandlung Scheuermann. Auch wenn das renommierte Münchner „Institut für Zeitgeschichte“ (IfZ) hinter der Neu-Veröffentlichung steht, ist dessen umfangreich kommentierte „kritische Edition“ für Everts „noch immer eine Neu-Ausgabe von Hitlers Text. Den zu vertreiben verstößt gegen meine Auffassung von meinem Beruf als Buchhändlerin“.

Manche Buchhändler gehen gar so weit zu entscheiden, welche Bücher sie für lesenswert halten und welche nicht?

Ernsthaft? Der Beruf einer Buchhändlerin definiert sich darüber zu entscheiden wer welches Buch lesen darf? Legale Bücher, wohlgemerkt?

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute eigentlich wissen, was sie da machen und sagen. Und dann hoffe ich immer, dass es nicht so ist.

Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht

Manchmal…

… ist es so kurios.

Also…

Nachdem raus kam, dass Merkel von den Amerikanern bespitzelt wurde, hat Obama sie und andere unter einen besonderen Schutz gestellt. Spionage gegen andere Menschen ist okay, gegen Merkel nicht. Alles klar.

Certain allies, including German Chancellor Angela Merkel and French President François Hollande, were added to a so-called protected list, making their communications off-limits to the NSA.

Dann aber hat Obama erlaubt, die engsten Vertrauten von Merkel abzuhören. Also wenn Merkel mit ihren Beratern sprach war das kein Abhören von Merkel, sondern nur Zufall.

As a workaround, however, the White House authorized the NSA to target the communications of a select group of those leaders‘ top advisers.

Warum?
Weil man gerne wissen wollte, was Mama Angela mit Herrn Putin so spricht.
In the case of Ms. Merkel, U.S. intelligence veterans feared losing access to her private communications with Russian President Vladimir Putin.
Jetzt muss man wissen, dass das quasi Notwehr gewesen ist, weil man sich sicher war, dass der BND die Amerikaner ausforscht.
(…)especially given their belief that the intelligence agencies of many close U.S. allies, including Germany’s BND federal intelligence service, spy on the White House.
Okay…
Allerdings muss man Obama zu Gute halten, dass das Ausspionieren schon früher begann, nämlich wohl 2002.
The NSA started eavesdropping on the communications of friendly heads of state long before Mr. Obama came to office in 2009.
Da war allerdings Merkel auch noch nicht so richtig das Ziel. Sondern Schröder. Und es ging auch gar nicht um Putin, sondern um die deutsche Position zur „Einführung westlicher Werte und Demokratie“ im Irak.
The spy agency zeroed in on Ms. Merkel’s predecessor, Gerhard Schröder, when he was chancellor around 2002 in response to his government’s opposition to then-President George W. Bush’s plans to invade Iraq, former U.S. officials say.
Gut, bei Merkel war es auch nicht nur Putin.
The Bush administration wanted to better understand Ms. Merkel’s position on international negotiations designed to curtail Iran’s nuclear program, former officials said.
Und letztlich muss man den Amerikanern auch irgendwie ökonomisches Handeln unterstellen, denn schließlich nutzten sie ja beim Wechsel von Schröder auf Merkel einfach bestehende Technologie weiter, statt sie verkommen zu lassen.
When Ms. Merkel took over in Germany, there was little hand-wringing about whether to target her. „The machinery was in place. The machinery never stops,“ a former Bush administration official said.
Ich glaube man muss wirklich den ganzen Artikel auf Nsadaq.com 1 bis 20 mal gelesen haben um die verquere Logik zu verstehen, die hinter den „Sicherheitsbehörden“ steht. Und dann bliebt eigentlich nur eine einzige Analogie: