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Archiv für die Kategorie ‘infos’

Sony Vaio + Windows 8 = was für eine Scheisse

5. April 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Was Computer angeht, bin ich ja die Ruhe selbst. Kein Problem, dass sie nicht lösen läßt und oft ist ein Problem auch gar kein Problem. Manchmal aber möchte man die Geräte dann ja doch einfach aus dem Fenster werfen.

Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch. Eigentlich (sic!) wollte ich heute das alte Notebook aus dem Geschäft von Freunden neu aufsetzen – es ist im Laufe der Zeit etwas langsam geworden. Uneigentlich wollten eben jene Freunde  ihren Mitarbeitern was Gutes tun und haben ein neues Sony Vaio gekauft. Leider, leider mit Windows8.

Nachdem ich also schon am Anfang über die Modern-UI erbrochen habe, habe ich ein Backup der Systemplatte gemacht, weil eigentlich Windows 7 auf der Kiste laufen soll. Kann ja nicht so wild sein. Also Boot-CD rein und… “Kann nicht von dem Medium booten”. Hä?

Stellt sich raus, dass im BIOS gut verborgen hinter x Warnungen, dass man auf keinen Fall dahin und was ändern soll, mindestens 3 Einstellungen dafür sorgen, dass man NICHT ein anderes OS installieren kann.

Hat man dann die Probleme so gelöst und die CD gebootet, erfreut einen Windows7 mit der erfrischenden Meldung, dass auf Grund von GPT-Problemen leider auf dieser Festplatte keine Installation möglich sein. What the fuck?

Die Lösung, die Mama Google präsentiert ist, dass man zunächst alle(!) vorhandenen Partitionen löschen muss. Da das natürlich auch die Recovery-Partitionen trifft, musste ich also ein Komplett-Backup machen. Die mitgelieferte USB2.0-Notebook-Festplatte wollte dafür 4h veranschlagen.

Nun gut, ich wollte eh noch eine neue externe USB3.0 haben, also schnell eine gekauft. Tja… und dann stelle ich fest, dass USB3.0 zwar schneller an dem Vaio ist, aber weit weg von dem, was theoretisch möglich ist.

Nur 3 Stunden später schaue ich dann jetzt tatsächlich auf den Installations-Screen von Windows7 Professional. Und ich bin mal gespannt, was für eine Kackscheisse da noch kommt. Microsoft macht es einem verdammt schwer, überhaupt noch ein Argument für Windows zu finden. Abgesehen davon, dass Windows8 Dreck ist, ist es ja wohl eine unglaubliche Unverschämtheit, mittels “Sicherheitseinstellungen” verhindern zu wollen, dass Alternativen installiert werden. Wohl gemerkt auch Alternativen aus dem eigenen Haus.

Fazit?

Eine Teilschuld liegt auch bei Sony, weil die zulassen, dass ihre Hardware so verrammelt wird. Und in Kombination mit dem schwammigen Druckpunkt der Tastatur und dem beschissenen Trackpad kann ich nur eines sagen:

Wer sich ein Sony Vaio mit Windows8 kauft ist selber schuld!

 

Teil 2:

Natürlich funktionieren die XP-Treiber nicht. Natürlich gibt es genau das Notebook nicht auf der Sony-Website. Natürlich ist dann auf der Support-Seite für ein kompatibles ausgerechnet der Treiber für die Netzwerk-Interfaces nicht vorhanden, sondern versteckt sich ganz wo anders. Und dann gibt es alle Treiber nur in 64bit – kein 32bit weit und breit. Mal ganz was anderes: wo ist meine Axt?

 

Teil 3:

Natürlich gibt es KEINE Dokumentation, welche Hardware tatsächlich verbaut ist – damit bloß keiner auf die Idee kommt, andere Treiber zu installieren? Ich brech gleich ins Essen. Gut, dass es bei Intel ein Download-Paket für Sysadmins gibt – das probiere ich jetzt mal, weil das eigentlich 32bit-Treiber für alle Netzwerkinterfaces hat. Falls das nicht klappt, muss ich gleich noch eine 64bit-Lizenz besorgen :-(

PIWIK – Opt Out

11. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe hier PIWIK im Einsatz, um die Besucher auf meiner Website und auf den Unterseiten zu zählen. Um meine Website dabei an die aktuelle Rechtsprechung anzupassen, biete ich bis auf weiteres die Möglichkeit eines Opt Out.

Diese findet Ihr oben im Menü oder hier: Klick!

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Sportpark Voerde: Führt die Verwaltung die Politik am Nasenring herum?

1. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Kennt Ihr das Gefühl, wenn man sich so richtig verarscht fühlt?

Eines der Argumente für den Babcockwald war immer die Nähe zu den Sportlern als Nutzergruppe. Alle Hinweise auf kleiner werdende Vereine, demographische Entwicklung und Alternativstandorte wurden unter anderem damit gerne verworfen.

Und kaum dass der Stadtrat einen weiteren Stein aus dem Weg räumt und der Bau im Babcockwald näher rückt, lese ich in der RP:

Die Planungen für den neuen Sportpark Friedrichsfeld, der auf dem Areal des Babcock-Wäldchens entsteht, gehen weiter. Dort soll, so die bisherigen Überlegungen der Voerder Verwaltung, ein Leistungsstützpunkt für Leichtathletik eingerichtet werden. Die Anlagen (Kampfbahn Typ C, Kunststofflaufbahn, Werferfeld) sollen nicht nur der Sportvereinigung 08/29 Friedrichsfeld, die den Sportpark übernehmen wird, zur Verfügung stehen, sondern neben den Schulen auch von den übrigen Voerder
Sportvereinen genutzt werden können.
Im Zuge der immer noch andauernden Diskussion um die Verlagerung der Friedrichsfelder Sportanlagen ist klar geworden, dass es unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und der Kosten nicht möglich ist, ein vergleichbares Sportanlagenangebot an weiteren Standorten in Voerde zu schaffen.

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Die Verfechter aus CDU und SPD wussten das und haben es akzeptiert. Oder die Verwaltung führt die Politik am Nasenring durch die Manege. Denn es ist natürlich streckentechnisch absolut absurd, die anderen Vereine jetzt zu dem neuen “Leistungsstützpunkt” pilgern zu lassen.

Oh und nicht nur Vereine:

Auch sollen künftig Sportwettkämpfe der Schulen auf den Leichtathletikanlage des Sportparks Friedrichsfeld ausgetragen werden.

Wie das logistisch bewerkstelligt wird, ist klar: Busse hin und her. Denn Fußläufig oder mit dem Rad kommt da so gut wie keine Klasse hin.

Sehr schön auch die unverhohlene Nachricht an alle anderen Vereine, dass für sie leider kein Geld mehr da ist. Und das man demnächst bei 08/29 um Trainingszeiten betteln müssen wird. 

Denn machen wir uns nix vor:

Damit dies möglich ist, muss eine entsprechende vertragliche Regelung mit der SV 08/29 abgeschlossen werden. Denn dieser Verein soll den Sportpark, dessen Fertigstellung für Sommer 2016 vorgesehen ist, später übernehmen.

Hat 08/29 erst mal den Sportpark “übernommen”, wird es eine klare Priorität geben. Und die wird heißen: 08/29 – das ist nicht als Vorwurf zu verstehen, sondern einfach der logische Schluss der sich aufzwingt.

Liebe Voerder,

CDU, SPD und FDP haben uns hier eine Suppe eingebrockt, die wir nicht nur gemeinsam auslöffeln dürfen. Sondern eine, die schon heute nicht schmeckt und von der wir morgen erst erfahren werden, wie giftig sie wirklich gewesen ist!

WhatzApp goes Facebook

20. Februar 2014 6 Kommentare
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Seit heute ist es also offiziell: Facebook kauft WhatzApp.

Aus Sicht von Facebook ein logischer Schritt:

  •  Seit einer Zeit schon kehren mehr und mehr Leute dem sozialen Netz den Rücken. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von klassischem keinen Bock mehr über Werbungsfrust bis hin zu ernsthaften datenschutzrechtlichen  Bedenken.
  • Mit WhatzApp bekommt Facebook nicht nur auch Mitglieder, die nicht oder nicht mehr bei dem Netzwerk selbst sind. Es erfährt auch sehr viel über stärkere soziale Bindungen, als es die Freundschaften auf Facebook sind.
  • Die Inhaltsdaten vonWhatzApp sind nach wie vor so, dass sie gelesen und damit ausgewertet werden können. Eine Goldgrube für Dataminer.

in der Folge sind heute morgen weitere ehemalige WhatzApp–Kontakte in meiner Threema-Liste auf. Und betonen teils, dass es genau dieser Aufkauf von WhatzApp durch Facebook war, der jetzt auch sie wechseln ließ.

Man kann nur hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht. Denn WhatzApp wechselt durch die Übernahme vom Status Defekt zum Status Gefährlich.

Ohne Worte ;)

19. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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counterUnd das hier wollten sie alle lesen: Klick!

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Futter für die Augen und Ohren

13. Februar 2014 1 Kommentar
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Vor einiger Zeit habe ich mal mit der Geschichte Life As We Knew It (Deutsche Version) von Susan Beth Pfeffer angefangen. Dabei geht es um ein Teenager-Mädchen in den USA, dessen Leben aus den Fugen gerät, als der Mond durch einen Kometeneinschlag seine Bahn zur Erde leicht verändert.

Was sich auf die ersten Worte wie eine typische Endzeitgeschichte anhört, ist tatsächlich etwas anderes. Mit viel Fingerspitztengefühl und unter Verzicht auf physische Gewalt und unangebrachte Spannungsmache, wird hier in Tagebuchform geschildert, wie sich das Leben einer “typischen” Familie plötzlich ändert – wenn die Welt wie wir sie kannten, einfach aufhört.

Wer Endzeit mag und auf Gewalt und Zombies verzichten kann, sollte mal einen Blick wagen – nachdem ich mich an den Erzählstil gewöhnt hatte, hab ich dann doch ziemlich schnell das Ende des Buches erreicht. Leider. Inzwischen gibt es aber Fortsetzungen – doch keine Angst: Buch 1 ist eine abgeschlossene Erzählung, die man auch genießen kann, wenn man nicht vor hat, die ganze Serie zu lesen.

Gerade angefangen habe ich mit “Das infernalische Zombie-Spinnen-Massaker” von David Wong. Und ich steh ja auf absurde Geschichten und muss zugeben, schon im Epilog war mir klar, dass ist ein Buch für mich. Die Geschichte ist so krank, wie der Titel vermuten läßt, aber wer wie ich gerne mal was total anderes genießt: Kaufbefehl!

 

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Thumbs Up, AVM

10. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich benutze schon sehr lange Router der Firma AVM. Das hat verschiedene Gründe, die sich aber darin zusammen fassen lassen, dass die Geräte einfach gut sind.

Wie gut jedoch das Unternehmen hinter einem Produkt ist, merkt man ja erst in der Krise. Und auch, wenn es bei mir zu leichten Schwierigkeiten kam, muss ich jetzt mal eine Lanze für AVM brechen!

Vor ein paar Tagen begannen Meldungen zu kursieren, dass über FritzBoxen hohe Telefonkosten verursacht wurden. Wie die Firma AVM darauf reagierte, kann als Beispiel für andere Unternehmen gelten:

  • Noch bevor klar war, ob es an der Firmware liegt oder ein Angriff z. B. über Social Engeneering war, warnte AVM über die Presse breit gestreut.
  • Als klar war, dass es mehr betroffene Geräte und Kunden geben könnte, als anfangs angenommen, wurden die Nutzer der verwundbaren Funktionen per Security-Bulletin angemailt. Auf einer gut gemachten Website gab es Hilfestellungen, die kompromittierten Funktionen zu deaktivieren.
  • Unmittelbar nach Bekanntwerden der Ursache hat AVM für unzählige Geräte Updates bereit gestellt. Wer sich ein bisschen mit Softwareentwicklung auskennt kann erahnen, was für ein Kraftakt das war.

Um das ein wenig zu konkretsieren muss man vielleicht mal in Betracht ziehen, dass sich bei AVM nicht nur ein paar Leute die letzten Tage und Nächte um die Ohren geschlagen haben dürften. Sondern über den Telefonsupport, das PR-Team, die Softwareentwickler zu den Testern, Debuggern und Sicherheitsexperten dürfte ein unglaubliches Personalaufgebot das Wochenende über durchgearbeitet haben.

An der offenen Kommunikationsstrategie und an dem schnellen Reagiern kann sich so manche Firma mehr als eine Scheibe abschneiden.

Und für mich ist AVM damit heißer Kandidat für die Lieferung auch zukünftiger Geräte…

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Update der FritzBox 7230 auf Version 06.03

10. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Seit dem 08.02. gibt es ein Sicherheitsupdate für die FritzBox 7230, dass den unerlaubten Fernzugriff verhindern soll.

Updates sind und waren nie ein Problem, also gestern Abend mutig mal eben auf den Update-Button in der Weboberfläche geklickt. Die Prozedur startet, die Lämpchen blinken, die Box startet neu, alles scheint okay und… nix geht.

Tatsächlich hat mein Rechner nicht mehr mit der Fritz-Box geredet. Meine erste Idee war, dass die Netzwerkeinstellungen zurückgesetzt worden waren (ich nutze eigene Adressbereiche und an den Kabelgeräten kein DHCP). Dummerweise war auch das WLAN weg (Key verloren?). “Did you try to turn it off and on again?” – Keine Veränderung.

Nachdem ich ziemlich ratlos war, habe ich mal einen Reset-Knopf gesucht – ein aktuelles Backup hatte ich vor dem Update gemacht. Nur scheint die 7230 keinen Reset-Knopf zu haben.

Als einzige Idee habe ich dann mal meinen PC von LAN 2 auf LAN 1 umgesteckt und siehe da: Lokales Netz war wieder da, die Einstellungen der FritzBox fast normal – sieht man davon ab, dass ich beim ersten Verbinden DHCP brauchte – beim zweiten Mal aber “mein” Adressbereich wieder da war.

Die Verbindung ins Internet brauchte aber dann ca. 30 Minuten und damit extrem lange. In der Zeit reagierte auch die Weboberfläche sehr träge. Seit die Verbindung aber steht ist alles wieder total in Ordnung…

Alles in allem sehr merkwürdig und nicht nachzuvollziehen. Und ich blogge das hier auch nur, falls einer von Euch mal ein ähnliches Problem hat: Versucht mal, den PC auf dem Ihr die Weboberfläche aufruft, an LAN 1 zu hängen ;-)

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Sperrt die Telekom VPN ausgerechnet im WLAN?

7. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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[Nachtrag vom 07.02 am Ende]

 

Ich nutze regelmäßig die Hotspots der Deutschen Telekom: Sei es im Zug, am Bahnhof oder einfach unterwegs. Ich genieße die Möglichkeit, schnell größere Datenmengen runterladen zu können und der Dienst ist in meinem Mobilfunkvertrag eingepreist.

Seit ein paar Tagen nun ist es mir nicht mehr möglich, den Dienst zu verwenden:

Jeder Versuch, mich mittels L2TP mit meinem VPN-Anbieter zu verbinden scheitert. Wohlgemerkt geht es in anderen WLAN und via UMTS problemlos auch zur gleichen Zeit – nur nicht im WLAN der Telekom.

Das ist beunruhigend und so habe ich mal bei @telekom_hilft nachgefragt.

Erste Antwort:

Hi, ja die VPN-Verbindungen sind gesperrt. Ist also leider nicht möglich. ^ke

Zweite Antwort:

Sorry, da hat ^ke etwas falsch verstanden. VPN über den HotSpot geht natürlich. Infos gibt es hier: https://feedback.telekom-hilft.de/questions/vpn-verbindung-am-hotspot  ^sl

Wenn man dem Link folgt, entsteht der Eindruck, dass es nur eine Telekom eigene VPN-Lösung gibt. Eine Nachfrage diesbezüglich brachte dann Antwort Drei:

Uns ist kein anderer Weg bekannt. Sie können aber gern bei unseren HotSpot Kollegen http://bit.ly/1ewyIYy  nachfragen. ^co

Das ist extrem beunruhigend: Davon ausgehend, dass es ja vor ein paar Tagen noch ging, stellt sich die Frage ob die Telekom jetzt ihre eigene Lösung pushen will.

Auf VPN zu verzichten ist keine Option: Das WLAN ist ja nicht nur unverschlüsselt, ich bewege mich ja in der Regel mit zahlreichen anderen nicht vertrauenswürdigen Endgeräten im gleichen Netz. Eine VPN-Lösung der Telekom ist auch keine Lösung – mir fehlt das Vertrauen, dass hier notwendig ist.

Ich habe jetzt mal die Telekom angemailt und gebeten mir mitzuteilen, ob es sich da um einen technischen Defekt handelt oder nicht. Wenn nicht, wäre das ein absolut unhaltbares Vorgehen der Telekom, dass mich bewegen würde meinen Geschäftskundenvertrag (und ich bin schon verdammt lange Kunde bei der Telekom) zu überdenken: Bei D2 bekäme ich für weniger Geld sogar mehr Inklusivvolumen.

Allerdings hatte ich ja schon mal ein “Netz-Problem” mit der Telekom – auf meine damalige Mail habe ich nie eine Antwort erhalten, das Problem verschwand aber dann so plötzlich, wie es aufgetaucht war…

 

P.S: Das ist übrigens ein prima Beispiel, warum wir Netzneutralität als Gesetz brauchen. Denn ist es wie ich vermute, nutzt die Telekom hier ja ihre fast marktbeherrschende Stellung aus, um eigene Dienste zu bevorzugen. Das darf so eigentlich nicht sein: Natürlich kann die Telekom eigene VPN-Lösungen anbieten, es darf aber nicht sein, dass ein Telekom-Internetzugang dann nur noch mit der Telekom-Lösung funktioniert…

 

_____

07.02.2014

Das ist so  typisch: da warte ich eine Woche in der nix geht, dann schreibe ich erbost darüber und was ist? Heute Nachmittag, so gegen 17 Uhr oder 17:30 ging alles wieder. VPN im WLAN der Telekom wieder möglich, getestet an diversen Hotspots in Duisburg und Essen…

 

Ich könnte, müsste, sollte. Ich will nicht.

7. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich könnte über Sochi bloggen. Über den Wahnsinn, der sich Olympische Spiele nennt.

Ich sollte über die USA bloggen, wie sie mit dem Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck wieder mal versuchen, mit Angst zu spielen und Sicherheit vorzutäuschen. Zahnpastabomben, my ass.

Ich müsste über die EU-Beauftragte der USA, Nuland und ihr FUCK EU bloggen und darüber, wie sich ausgerechnet die USA über ein abgehörtes Telefonat aufregen, ja sogar so dreist sind, vor Überwachung in anderen Ländern zu warnen.

Aber ich will nicht. Ich habe einfach keine Lust – auch weil ich das Gefühl habe, dass es jenseits der kurzen Aufmerksamkeitsspanne durch die Presseveröffentlichungen, niemanden interessiert. Alle so “Oh mein Gott, dass ist ja… oh ein dreiköpfiger Affe!” und keiner so “Wird Zeit die USA mel einzunorden und ihnen zu zeigen, was wir von ihnen und ihrem Weltbild halten” oder auch nur “Wird Zeit, dass wir unsere Politik zurückerobern und uns nicht länger belügen lassen von Politikern, die uns dienen sollten”.

Deswegen kommentiere ich jetzt nicht einmal den Rücktritt von Linssen oder das Google heute mit der Regenbogenflagge Politik macht.

Ich hab einfach keinen Bock :(

Wird Zeit, dass Wochenende wird…

Deutsche Justiz, I don’t get it?

23. Januar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Da haben wir

einen Drogen nehmenden, mit Drogenkriminalität verbundenen Rocker, der “seinen” Club aufrüstet und diverser Gewaltverbrechen beschuldigt wird. Aber ein Geständnis und die Drogensucht ergeben mildernde Umstände.

Strafe: 6 Jahre, 6 Monate.

Außerdem haben wir

einen zur Tatzeit 22-jährigen, der einen Drohanruf(!) macht, der scheinbar politisch gerade recht kam. Dem man außerdem zur Last legt, Mitglied in einer ausländischen Terror-Organisation zu sein.

Damit habe E. sich der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten schuldig gemacht, befand das Gericht.

Strafe: 7 Jahre.

Ehrlich? Ich krieg es nicht auf die Kette. Für mich stehen die Urteile im Vergleich in einem absoluten Missverhältnis.

Und mit das Geilste:

Als strafverschärfend werteten die Richter allerdings unter anderem, dass E. eine Waffenausbildung absolviert und an Kampfhandlungen teilgenommen habe.

Äh wie meinen? Das gilt aber vermutlich natürlich nur wieder für die per Definition Bösen. Mit Sicherheit nicht für die Soldaten, die in den Krieg ziehen, um anderen Ländern Frieden, Freiheit und Demokratie zu bringen ;-)

 

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Facebook – Das Ende einer Krankheit?

23. Januar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Golem hat einen interessanten Artikel im Angebot:

Demnach würde Facebook schon in den nächsten 3 Jahren ca. 80% seiner Nutzer verlieren. Errechnet haben wollen das US-Forscher, die die Entwicklung von Sozialen Netzwerken mit Krankheitsepedemien verglichen haben. Als Referenz-Modell diente dabei MySpace:

Das Netzwerk wurde 2003 gegründet und erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 2008 mit 75,9 Millionen monatlich aktiven Nutzern, bevor es 2011 kaum noch genutzt wurde.

Im Vergleich dazu ist Facebook mit seinen knappen 10 Jahren schon ein Oldie, was den Lebenszyklus angeht. Was mich allerdings irritiert ist, dass einer der Faktoren zur Bestimmung der Popularität ausgerchnet Google ist:

Einer der Werte für die Berechnung ist der Anteil an “infizierten” Nutzern. Dafür haben die Forscher ermittelt, wie oft der Begriff Facebook bei Google gesucht wurde. “Die Anzahl der Suchanfragen deutet darauf hin, dass Facebook bereits den Höhepunkt seiner Popularität erreicht hat”, schreiben die Wissenschaftler in ihrer Studie.

Das ist in sofern verwunderlich, als das Google ja ein großes Problem hat mit Facebook. Eines, dass es so oder so ausgeprägt nicht bei MySpace gab:

Nämlich das Facebook Google den Rang der meistbesuchten Website und vermutlich auch der “Startseite” ja nachhaltig streitig macht. Dazu die doch sehr erfolgreiche Strategie, auf allen Systemen präsent zu sein.

Und während es “früher” durchaus viele Leute gab, die als Startseite Google hatten und dann einfach Facebook ins Suchfeld eingegeben haben um dann auf der Ergebnisseite auf den ersten Link zu klicken, hat sich das Nutzungsverhalten doch drastisch gewandelt.

Von daher bin ich mal gespannt und lege mir das mal auf Wiedervorlage ;-)

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Der Terror, der aus dem Kino kam…

22. Januar 2014 1 Kommentar
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Das Department of Homeland Security – oder auch liebevoll DHS genannt, verbinde ich mit Anti-Terror-Maßnahmen. Ihr vermutlich auch.

Was in letzter Zeit alles unter den Begriff Terror fällt, erstaunt mich dabei immer wieder. So berichtet die Zeit von einem DHS-Einsatz in einem Kino in den USA. Dabei wurde ein Mann aus dem Saal entfernt, der der Inbegriff des Terroristen zu sein scheint.

Nein, nein. Er hatte keine Schusswaffen. Auch keinen Sprengstoff. Er hatte… eine Brille:

Einer von ihnen wurde am vergangenen Wochenende während des Films von Beamten der Heimatschutzbehörde unsanft aus dem Kinosaal geholt. Er wurde verdächtigt, den Film heimlich aufzunehmen.

Ich frage  mich ja ernsthaft, was mehr den Reflex zum ausgiebigen Facialpalmieren auslöst: Die nach wie vor irre Angst vor Videokameras in Kinos oder das hier gleich das Ministerium für Staatssicherheit Innere Sicherheit gerufen wurde. Andersherum, wenn man das mal mit dem Verhalten der TSA-Agenten an den Flughäfen kombiniert…

Dann komme ich übrigens auch zu dem Ergebnis, dass ich besser auf absehbare Zeit nicht in die USA reise. Ist mir zu heiß.

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BSI, was geht?

21. Januar 2014 3 Kommentare
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Bisher war das BSI in meinen Augen eher unaufällig. Doch heute änderte sich das schlagartig:

Auf allen Kanälen dröhnt, dass das BSI eine riesige Identitätsklauwelle bemerkt habe und man möge ganz schnell prüfen, ob auch die eigene eMail-Adresse sammt Passwort von einem ominösen Bot-Netz geklaut wurden.

Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurden von Forschern und Strafverfolgern Daten übergeben, die auf millionenfachen Identitätsdiebstahl hinweisen. Insgesamt sollen 16 Millionen digitale Identitäten betroffen sein. Nutzer können auf einer vom BSI eingerichteten Webseite überprüfen, ob sie betroffen sind.

Ich kann den Wert von gültigen Postfächern einschätzen. Und dabei geht es keineswegs um Spam, denn wer Zugriff auf Mails hat, hat mehr Möglichkeiten als eine SPAM-Schleuder zu bauen. Und trotzdem stinkt hier irgendwas:

  • Wenn es ein solches Botnetz gibt, müsste man den Menschen mitteilen, welche Betriebssysteme und Geräte betroffen sind: mein Windows-PC, Linux, MacOS oder doch Android / iOS auf meinem Smartphone? Weiß ich das nicht, weiß ich nicht wo ich Gegenmaßnahmen ansetzen soll.
  • Woher kommt die Datenbank im Klartext? In der Presse liest man von “Sicherheitsbehörden und Forschern”. Aber haben die ernsthaft einen Klartext-Dump gefunden? Ist das Botnetz noch aktiv?

Die Aufforderung, seine Mailadresse zu prüfen greift viel zu kurz. Denn nur das Ändern des Mailpassworts hilft kaum weiter. Es müssen mehr Infos her. Zum Beispiel auch, welche Virenscanner-Signaturdateien den Schädling schon finden können. Oder ob die Kommunikation über bestimmte (blockbare) Ports läuft. Oder oder oder.

Mit den spärlichen Infos durch das BSI wird eine große Unsicherheit geschürt und einer Panik Vorschub geleistet wie sie entsteht, wenn Menschen Angst vor abstrakter Bedrohung haben.

Damit erweist das BSI sich und uns einen Bärendienst.

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Pofalla (-lalalala)

3. Januar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Das ist schon witzig:

Kaum ist der Kanzleramtsminister nicht mehr Kanzleramtsminister, hört man mehr von ihm als je zuvor. Das nahm gestern ja so richtig Fahrt auf mit der Meldung-Nichtmeldung-Dochmeldung, dass er zur Deutschen Bahn wechselt.  Da besteht jetzt die Möglichkeit, dass das so ist. Oder auch nicht. Auf jeden Fall hat der Postillon ganze Arbeit geleistet und für gehört Verwirrung gesorgt:

  • War der Postillon nun Urheber einer Ente?
  • Oder ist die Ente, der Postillon sei der Urheber?

Wie auch  immer, es ist unglaublich amüsant zu beobachten. Vor allem, wie sich jetzt “etablierte Medien” aufrichten und ganz empört fragen, wie man denn annehmen könnte, die deutsche Presse würde auf einen Hoax reinfallen. Der Tagesspiegel versucht sich an der Frage – und scheitert. Richard Gutjahr dagegen sagt, es ist letztlich egal:

Darüber vergisst man beinahe die Auswirkungen, die es hätte, wenn Pofalla wirklich in die Chefetage der Bahn wechselt. Vor allem in seinem Wahlbezirk, Kleve, ist man sichtlich irritiert. Denn wie auch mein Ort hat Kleve erhebliche Probleme mit der Deutschen Bahn in Sachen Betuwe. Der WDR dazu:

Kommunalpolitiker und Bürger in Pofallas Heimat am Niederrhein liegen seit Jahren im Clinch mit der Bahn. Es geht um die Lärmbelastung durch den Güterverkehr, um von der Schienenstrecke zertrennte Ortsteile und um Gefahren-Transporte, die Anwohnern Angst machen. Im August 2013 plädierte Pofalla, der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Kleve, in einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube gegen “eine Teilung” Rees-Millingens. Die Rolle als Vorkämpfer seiner Heimat gegen die Bahn dürfte Pofalla künftig schwer fallen, wenn er tatsächlich als Manager in den Vorstand der Deutschen Bahn wechselt.

Gerade angesichts dessen mutet die (übliche) Kommunikationsstrategie der Bundesregierung geradezu absurd an:

Natürlich ist er kein Mitglied der Regierung mehr – bis vor wenigen Tagen war er es aber. Diese “was interessiert mich heut das Geschwätz von gestern”-Haltung der Merkel-Regierung zeugt von einer unglaublichen Verachtung gegenüber dem Souverän. Dem Volk.

Wie weit das geht sieht man daran, wenn schon die Tagesschau zu deutlichen Worten greift:

Glaubwürdige Politik sieht anders aus. Gerade erst haben Union und SPD einen Koalitionsvertrag unterzeichnet, in dem sie mehr Transparenz versprechen. Unter anderem: neue Regeln für den Wechsel von Politikern in die Wirtschaft. Und zwar ausdrücklich für ausscheidende Kabinettsmitglieder. Jeder Anschein von Interessenkonflikten soll vermieden werden, steht in dem Vertrag, den Pofalla an führender Stelle mit ausgehandelt hat.

Und jetzt sieht es so aus, dass derselbe Ronald Pofalla, noch bevor es diese neuen Regeln gibt, beim Staatskonzern Deutsche Bahn ein warmes Nest findet. Das heißt Wasser predigen und Wein trinken.

Und gerade hier kann man kaum von “linkem Gewäsch” reden, davon spreche ich die Öffentlich Rechtlichen mal frei.

In der Summe ist “ein fader Beigeschmack” die Untertreibung des Jahrhunderts. Und schon deswegen sollte die Diskussion um den Postillon gerade richtig: Um mal das Licht darauf zu werfen, was man wirklich besprechen müsste. Und dazu gehört auch die (Un-)Kultur des Verschweigens der Regierung Merkel.