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Freifunk in Voerde – Freifunk zu Hause

16. November 2014 4 Kommentare
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Die Idee von Freifunk ist ziemlich cool. Und erfüllt einen Kindheitstraum:

Ich habe mich damals, so mit 12 oder so, gefragt ob es nicht möglich ist, dass sich einfach alle Häuser in der Nachbarschaft untereinander vernetzen und das dann irgendwann so groß wird, dass keiner mehr Dienste wie Compuserve (da war ich damals noch: 16 DM im Monat + 8 DM die Stunde!) braucht, um ins Internet zu gehen. Von den Herausforderungen hatte ich natürlich keine Ahnung und das Internet war nicht annähernd so weit verbreitet: Meine Nachbarn hätten gar nicht verstanden was ich will.

Jetzt kommt Freifunk und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Es vernetzt Nachbarschaften über WLAN und umgeht damit die Herausforderung bei kabelgebundenen Netzwerken über mehrere Häuser. Das ist schon cool.
  2. Es löst das Problem der Störerhaftung durch Ausleistung der Daten per VPN ins Ausland. Ein Problem das die Bundesregierung sich seit Jahren weigert anzugehen.

Nachdem wir dann als Grüne im Rat jetzt einen Antrag laufen haben, dass die Stadt als Vorreiter auf Freifunk setzen soll, wollte ich mich natürlich mal intensiver damit beschäftigen. Denn am Besten redet man bekanntlich über Dinge, die man kennt. Also war für dieses Wochenende das Projekt “Freifunk Voerde” auf meiner Tagesordnung. Gesagt, getan:

Als Erstes habe ich mir einen Router bestellt. Ein kleiner TP-Link reicht mir, Kosten knapp 20€. Der muss dann die passende Freifunk-Firmeware bekommen, was komplizierter klingt als es ist. Man muss nur das Image suchen, dass zum Router passt und das über die Bedienoberfläche des Routers als Update einspielen. Hier gibt es von Freifunk-Ruhrgebiet auch eine Anleitung für Anfänger.

Also Gerät ausgepackt, an den Strom, ans Notebook, angemeldet, Image installiert, neu gestartet.

Dann den Router einfach mal an die Fritz-Box gehängt, weil ich ja auch Internet ausprobieren wollte. Ein paar Minuten warten und schon taucht auf der Karte mein Hotspot auf:

Zeitaufwand? 20 Minuten vom Auspacken bis zum ersten Aufruf einer Website über den FF-Knoten.

Fazit:

Ich frage mich warum ich so lange gewartet habe, bis ich hier mal einen Vorstoß unternommen habe. Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht, die Kosten sind absolut überschaubar. Derzeit liefert mein Knoten 2 MBit/s Downstream und 0.6 Mbit/s Upstream, also nur einen Teil der verfügbaren Bandbreite meines Anschlusses (10/2). Also sollten selbst Intensivnutzer keine spürbare Verlangsamung für mein eigenes Surfen mit sich bringen. Die Kosten bei 20€ für das Gerät und ca 5 Watt Stromverbrauch sind vernachlässigbar.

Jetzt gilt es, in der Nachbarschaft und Voerde insgesamt für Interesse zu sorgen. Erste “Multiplikatoren” wie die Werbegemeinschaften habe ich schon angemailt. Mal sehen ob da was kommt. Und dann mal in der Nachbarschaft auf Tour gehen….

 

(Danke an Andreas für’s vormachen und motivieren)

Interstellar

9. November 2014 4 Kommentare
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Ein Film der fast 3 Stunden geht? SciFi mit fremden Welten? Boah ja, denk ich, what can possibly go wrong?

Tatsächlich kann eine ganze Menge schief gehen. Wobei man dazu sagen muss, dass das UCI sein übriges Tat, mir den Kinobesuch zu verleiden.

Interstellar ist ganz großes Kino – und ganz großer Mist. Sieht man mal von den teilweise beeindruckenden Bildern ab, ist die Story so hohl und unlogisch, dass einem das Gehirn aus den Ohren fliehen will. Das wäre ja vielleicht noch zu verschmerzen, wenn der Film nicht soooooo gnadenlos langweilig wäre.

Das Ergebnis?

Wir sind zur Zwangspause (danke UCI) nach Hause gefahren. Und schauen uns das Ende vielleicht irgendwann auf Blue-Ray an. Aber erst, wenn es die DVD für unter 8€ gibt.

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Warum Kino keinen Spass mehr macht…

9. November 2014 1 Kommentar
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Gestern Abend wollten wir Interstellar im Kino gucken.

Gott sei Dank hatte ich von Groupon noch 5-Euro-Gutscheine – sonst hätte ich mich echt geärgert. Obwohl… ich ärgere mich trotzdem:

Die Karten sollten um die 12€ pro Person kosten. Schon mal gut 25€ weg, noch bevor wir überhaupt im Kino waren. Über die Preise für Poppcorn oder Getränke will ich gar nicht reden – wo fängt eigentlich Sittenwidrig an? Anyway, wir also ins Kino.

Und dort begann dann püntlich um 20 Uhr 30 auch die Werbung. Nicht 10 Minuten. Nicht 15 Minuten. Nicht 30 Minuten. 40 Minuten lang durfte ich als zahlender Kunde Werbung schauen. 40 verdammte Minuten Schwachsinn. Wohlgemerkt, keine Trailer. Sondern beschissene Werbung für Mini (5x) oder Kippen.

Warum gehe ich noch mal ins Kino?

Oh ja richtig, weil mich im TV zum Beispiel die Werbeunterbrechungen stören. Aber hallo, liebes Kino: Vor dem Film stört mich so eine Scheisse auch.

Und dann der Worst Case. Mal wieder mitten in einer Szene, statt vernünftig zwischen zwei Szenen, wenn es denn überhaupt sein muss: Pause. Damit der Dorfdepp noch mal Geld ausgeben kann. PAUSE. Im KINO! Ist es denn zu viel verlangt, einen Film einfach ungestört am Stück gucken zu können? Wer was trinken will, kann es sich ja holen, aber ich zahle doch nicht so ein Heidengeld für so eine Scheiße!

Ne, ehrlich. So macht Kino keinen Spass mehr.

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Liebe Firma Petzl…

7. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… ich weiß ja, Bilder sind oft SYMBOL-Bilder. Und ein gezeichnetes Bild ist natürlich kein Foto. Alles okay so weit.

Nur…

also…

ich weiß nicht…

aber ich finde der Gesichtsausdruck und die Hlatung von dem Typen auf der Packung und in der Anleitung sind… ähhh… also…

sc0000

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European Outdoor Film Tour – ab 11. Oktober auf Tour

17. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Auch 2014/2015 tourt die E.O.F.T. wieder durch die Kinos der Republik und mittlerweile gibt es auch einen Trailer mit hoher Fernwehgefahr:

 

 

Seit die E.O.F.T. vor 14 Jahren ins Leben gerufen wurde, ist es ihr Anspruch, die visuell besten Filme und vor allem die schönsten Outdoor-Geschichten zu finden. Mit herausragenden Sportlern und wahrhaftigen Menschen, die ihren Draußen-Traum (er)leben.

Ab dem 11. Oktober klettert Alex Honnold ohne Seil und Sicherung spigelglatte Wände in Mexico, manövrieren sich Kieran Mckay und sein Forscherteam durch schmalste Höhlensysteme Neuseelands oder wirbeln die weltbesten Freeskierinnen im ersten Frauenskifilm der E.O.F.T. feinsten Pulverschnee rund um den Globus auf.

Insgesamt 9 Filme, 120 Minuten, 13 Länder und unzählige Momente des Mitfieberns. Einen Überblick über alle Tourstopps findet ihr hier: http://www.eoft.eu/de/tickets/#list/deutschland

Die folgenden acht Filme sind bereits fest im diesjährigen Programm:

NOBODY´S RIVER – Kajakabenteuer
EL SENDERO LUMINOSO – Free Solo Klettern
DON´T LOOK DOWN – Urbanes Klettern/Parkour
THE FROZEN TITANS – Eisklettern
Brandon Semenuks RAD COMPANY – Mountainbiken
DREAM – Kajak-Action
CAVE CONNECTION – Höhlenexpedition
Shades Of Winter PURE – Freeride Skifilm

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Der Wahl-“Erfolg” der AFD

15. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Hey Kinder,

mal unter uns: Der Wahl-“Erfolg” der AFD überrascht doch nicht wirklich, oder?

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Katzen machen das nicht!

7. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Zumindest hat mir das irgendwer erzählt. Aber gut, das stützt meine Theorie, dass die Katze, in deren Wohnung ich leben darf, doch lieber ein Hund geworden wäre…

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Robin Williams

12. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Uff… ist schon komisch, wenn der Tod eines fremden Menschen einen berührt. Ich kannte RW natürlich genau so wenig wie jeder andere hier. Und trotzdem ist es schade, dass er tot ist. Und sollte sich der Selbstmord wegen Depressionen bestätigen, wäre das besonders tragisch. Ein Mann, der so viele Menschen glücklich macht ist so unglücklich, dass er aus dem Leben tritt.

Wobei für mich gar nicht die lustigen Filme mit ihm die präsenten Filme sind. Klar, Ms. Doubtfire oder Jumanji waren klasse. Aber so richtig verbinde ich mit ihm eher den Club der toten Dichter und Good Will Hunting. Die ich schon zu lange nicht mehr gesehen habe.

Ach, das ist doch doof. Alles.

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Paris mit der Metro?

11. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Wie langweilig! Echte Profis gehen zu Fuß:

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Tag 3 – Ich muss nur noch den Code knacken

9. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die Menschen glauben, ich hätte mich an sie gewöhnt. Diese Narren! Ich brauchte nur schnelles Internet und genug Rechenleistung. Von hier aus kann sie beginnen, die Übernahme der Weltherrschaft! Muahahahaha

Jetzt nur noch diesen Code hier knacken…

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Wir können was Neues

7. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern saß die Katze ab und an im Lichtschein des Wassers und war von den Bewegungen auf dem Boden fasziniert. Heute sind wir einen Schritt weiter:

Wenn ich in die Nähe des Aquariums komme, kommen die Fische normalerweise angedüst. Sie glauben dann es gäbe Futter.

Das funktioniert auch, wenn die Katze kommt. Und dann kommen die Fische. Dann kommt die Pfote an die Scheibe und die Fische verschwinden. Dann krabbelt die Katze wieder zurück und nähert sich aufs Neue und das Spiel geht von vorne los. Wer jetzt denkt, dass das merkwürdig ist, wie oft die das machen: Es ist genau so merkwürdig, wenn man grinsend daneben sitzt und sich das anschaut ;-)

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Die offiziellen Vorstellungsfotos ;-)

6. August 2014 1 Kommentar
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Wer hier lebt, lebt mit meiner Kamera. Ohne Ausnahme ;-)

Also Zeit, unsere neue Mitbewohnerin mal damit vertraut zu machen…

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Ohne Worte…

6. August 2014 1 Kommentar
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Foto 1

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Es gibt so Tage….

29. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen. Kaffee getrunken? Na, dann kann ja ein Blick in die Zeitung, bzw. das Internet folgen.

Der Justizminister Maas (SPD) schafft defacto mal eben das politische Asyl ab. Ausgerechnet die Form von Asyl, die dringend gebraucht wird, wenn Regierungen gleich wo Amok laufen. Im Fall Maas geht es natürlich um Snowden:

Ich sag mal so, dass was Herr Mass für “schwierig” hält ist letztlich eine Frage des Wollens. Ich konnte noch nicht zur Kenntnis nehmen, dass mal ergebnisoffen oder unter der Prämisse es zu ermöglichen überhaupt ernsthaft geprüft wird. Wenn aber Snowden kein Präzedenzfall ist, was oder wer wäre dann eines? Und sind transnationale Beziehungen so offensichtlich wertvoller als Artikel 1 des Grundgesetzes?

Währenddessen wird in Australien eine riesige Kohlemine genehmigt. Mit “kleinen” Auswirkungen auf die eigentlichen Schätze des Landes:

Wirtschaft geht vor Umweltschutz: Die indische Firma Adani darf in Australien ein gigantisches Bergbau-Projekt umsetzen. Naturschützer sind entsetzt, denn nicht nur ein riesiges Reservoir ist in Gefahr, auch das Great Barrier Reef könnte großen Schaden nehmen.

Aber ich bin sicher, wir brauchen dringed mehr Kohle, die noch mehr CO2 in die Atmosphäre pustet. Und alle die was vom Klimawandel schreien, sind ja eh nur technikfeindliche Idioten. Und so Unwetter, wie sie im Moment fast regelmäßig über uns hereinbrechen, also das hat damit gar nix zu tun:

Wieder starke Gewitter in Nordrhein-Westfalen: Heftiger Regen hat am Montagabend und in der Nacht die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders betroffen war die Region Münster. Dort ist ein Mann in einem überfluteten Keller ertrunken. Aber auch das Ruhrgebiet und Teile des Niederrheins waren betroffen. Für Dienstag gibt es neue Unwetter-Warnungen.

Tja, auf der anderen Seite reiht sich Australien nur in die Linie derer ein, die tun, was getan werden muss. Ganz vorne mit dabei, nicht nur bei der Verfolgung unliebsamer Personen wie Snowden oder Assange ist natürlich auch immer England. Die mal eben fast das ganze Land für Fracking frei geben:

Die Regierung in London hat am Montag die Hälfte der Fläche Großbritanniens für Fracking freigegeben. Dazu gehören „unter bestimmten Umständen“ auch Nationalparks, Naturschutzgebiete und Stätten des Weltkulturerbes. Dafür müssen die Unternehmen allerdings eine „besonders umfassende und detaillierte“ Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass sie die Bedenken der lokalen Bevölkerung ernst nehmen.

Ich bin sicher, die Unternehmen werden die Schranken ganz doll ernst nehmen. Ne Spaß, werden sie natürlich nicht. Denn dafür hat man ja durch “Freihandelsabkommen” und geheime Schiedsgerichte längst eine Schattenjustiz erfunden. Deren Auswüchse, als Vorwarnung für das was TTIP uns tolles bringen wird, kann man gerade in Kanada sehen:

Ein US-Konzern verklagt Kanada wegen eines Fracking-Verbots – auf Basis eines Freihandelsabkommens. Jetzt könnte auch das Abkommen zwischen EU und Kanada scheitern. (…)

Aber nicht nur in den USA, auch in Deutschland dürften die Vorbehalte Gabriels auf Widerstand stoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die deutsche Industrie werben für TTIP, das den Handel vereinfachen und der deutschen Wirtschaft zahlreiche neue Arbeitsplätze bringen soll.

So, ich glaub ich mach das Internet wieder zu und steige von Kaffee um auf Vodka.

Pyrogames 2014 in Bochum – Fotos und Bericht

27. Juli 2014 4 Kommentare
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Sylvester ist ja für die meisten Leute ein Erlebnis: Endlich Feuerwerk kaufen dürfen und in den Himmel schießen. Aber wenn wir mal ehrlich sind: an professionelle Feuerwerke kommt das nicht ran.

Dann sind da noch professionelle Feuerwerke: Das Abschlussfeuerwerk der Kirmes oder des Stadtfestes gehören dazu. Und natürlich ganz besondere Veranstaltungen, wie Rhein in Flammen. Das Problem daran ist nur, dass alles immer viel zu schnell vorbei ist. Und warum sollte man sich auch mit einem Feuerwerk zufrieden geben, wenn man an einem Abend gleich Vier haben kann?

Am Samstag kamen die Pyrogames – das Duell der Feuerwerker in den Pott und gaben ihr Stelldichein in Bochum, auf dem Gelände der Jahrhunderthalle. Die Veranstaltung bezeichnet sich gern auch selbst als “die Championsleague des Feuerwerks” und das allein sollte schon Grund genug sein, mal vorbei zu schauen. Die über 1.000 Karten die schon im Vorfeld bei Groupon verkauft worden waren, ließen auch auf ein eher gut besuchtes Event schließen. Und dazu noch perfektes Wetter mit um die 23°C und Sonne – Herz, was willst Du mehr.

 

Pyro_0006Das Gelände war gut gewählt, denn auf der Fläche der Jahunderthalle in Bochum haben viele tausend Menschen Platz, ohne sich besonders eingeengt zu fühlen. Dabei wurde der Besucherstrom über die “Gastronomische Meile” geleitet, die so aufgestellt war, dass es nirgendwo Gedränge oder das Gefühl von Enge gabe. Die Ausschilderung der Wege und Notausgänge ließ die Nachwirkungen der Love-Parade durchaus spüren: Die Veranstalter setzen heute ganz klar auf Sicherheit.

Das bedeutete dann für die Gäste aber im gleichen Atemzug eine entspanntere Atmosphäre.

Pyro_0005Um den Wartenden die Zeit nicht zu lang werden zu lassen, begann relativ zeitnah nach dem Einlass auch schon das Vorprogramm.

Den Aufschlag dabei machte Joyce Hildebrand, eine 16jährige Nachwuchskünstlerin, die schon einige Jahre auf den Veranstaltungen der Pyrogames Bühnenerfahrung sammeln darf. Das sie noch sehr jung und eher unerfahren ist, konnte man durchaus hören. Aber wenn sich jemand in dem Alter auf die Bühne stellt und sowohl Coverversionen, als auch eigene Titel singt, darf man darüber mal hinweg sehen :-)

Joyce nutzte dann die Gelegenheit, auf ihren ersten Kinofilm, Summer of Dreams, aufmerksam zu machen. Eine Low-Budget-Produktion in der sie die Hauptrolle spielt und die sich mit dem Thema Mobbing auseinandersetzt – und tatsächlich den Sprung auf die Leinwand geschafft hat.

 

 

Pyro_0011Zweiter Akt des Abends waren “The Porthers”, nach eigenen Angaben die verrückteste Boyband der Welt. Und tatsächlich gab sich die Band weder Mühe ernst genommen zu werden, noch gute Musik zu machen.

Wenn man Kritik üben will, dann kann man eigentlich nur feststellen, dass The Porthers eher in den Sommer an den Ballermann passen würden, denn auf eine Veranstaltung, die sich an alle Schichten der Gesellschaft wendet und familientaugliche Unterhaltung bieten will.

Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es zahlreiche Leute gab, die sich durchaus angesprochen gefühlt haben.

Pyro_0015Definitv aber der beste Live-Act in der Wahrnehmung der Zuschauer waren Stamping Feet. Irgendwo in der Tradition von Stomp angesiedelt, prügelten die drei jungen Drummer aus Berlin auf ihre Schlagzeuge ein – und kein Muskel im Publikum blieb ruhig.

Wer sich schon immer mal anhören wollte, wie man mit einem Winkelschleifer Musik machen kann, oder wer einfach wissen will wie gut Schlagzeuger sein können, wird um die Drei nicht herum kommen. Und so wurde dann dem Publikum ordentlich eingeheizt, bis die Nacht anbrach – und die Spiele beginnen konnten.

 

Pyro_0031Im Rahmen des Wettbewerbs wollten und sollten dann vier Teams zeigen, was sie als Feuerwerker drauf haben. Das ist auch das Besondere an den Pyrogames: Sieht man sonst das Feuerwerk eines Spezialisten, kamen hier gleich 4 hintereinander auf die Augen und Ohren der Besucher zu.

Sieht man von einer kleinen technischen Panne beim zweiten Team ab, die Musik startete nicht pünktlich, erlebten die mehreren tausend Zuschauer gestern an der Jahrhunderthalle ihr “blaues Wunder”. Denn so viele, so hervorragend choreographierte und technisch perfekt ausgeführte Feuerwerke gibt es ausgesprochen selten zu sehen und zu erleben.

Pyro_0045Auch wenn alle 4 Teams grandiose Arbeit geleistet haben, muss man das Team von “Apollo art of laser and fire” hier hervor heben. Jürgen Matkowitz hatte nicht nur das Vergnügen zwischen den ersten und den letzten beiden Shows eine Lasershow vom Feinsten zu präsentieren:

Anders als die anderen drei Teams bestand seine Show nicht nur aus Feuerwerk plus Flammenwerfer. Sondern eben auch aus perfekt integrierter Lasershow. Und wer seine Präsentation, untermalt von Rammstein und AC-DC, gesehen und gehört hat, wird die Eindrücke so schnell nicht mehr los werden.

Im Fazit kann man die Pyrogames als eine absolut perfekte Veranstaltung für die ganze Familie bezeichnen. Ein bisschen schade ist, wenn nach dem vierten Feuerwerk der Großteil der Besucher geht und weder den zweiten Auftritt von Stamping Feet, noch die Siegerehrung besucht. Allerdings waren die Besucher die eigentlichen Gewinner des Abends.

Wer es verpasst hat, hat dieses Jahr noch 12 Mal die Gelegenheit, sich die Pyrogames in Deutschland anzusehen – leider nicht mehr in NRW und hier sollte der Veranstalter vielleicht noch nachbessern.

 

 

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