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Archiv für die Kategorie ‘ökonomisch’

Banff Mountain Film Festival World Tour

2. März 2015 Keine Kommentare
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Gestern konnten wir in Essen die BMFFWT 2015 sehen – und noch immer verstehe  ich nicht wie man auf den Namen kommen konnte:

Die Filme und deren Auswahl war ähnlich genaial wie letztes Jahr oder auch bei der EOFT. Und trotzdem war dieses Jahr alles anders als sonst. Und Schuld daran war ein Film.

DamNation

Schon die Länge von 52 Minuten stand aus der Menge der 5 bis 10 minütigen Filme heraus. Aber noch stärker als der Film über die Entwicklungen in Patagonien letztes Jahr, machte DamNation die Zuschauer tief betroffen und sprachlos.

Zwischen sentimental-süßen Filmen über 88 Jahre alte Ski-Fahrer und halsbrecherische Einlagen von Dany McAskill war DamNation wirklich herausragend. Zeigt er doch schonungslos, welcher Irrsinn oft dem menschlichen “Trieb” innewohnt, die Umwelt beherrschen und die Natur gestalten, ja sogar “verbessern” zu wollen.

Wer keine Gelegenheit mehr hat die Film-Tour zu sehen, sollte sich zumindest DamNation von der Website kaufen (wahlweise auch z. B. über iTunes). Absolut sehenswert. Und absolut erschütternd.

Bedingungsloses Grundeinkommen – eine Frage des Standpunktes

10. Februar 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern Abend war ich auf der Veranstaltung “Grundeinkommen für alle – eine gute Idee ?” (plenkendes ? wie im Original) und dem Untertitel: “Verschiedene Konzepte werden vorgestellt und auf ihre Tauglichkeit hin kritisch untersucht.”

Das ganze fand in Voerde statt, war vom Frauenzentrum Voerde e.V. organisiert und die Referentin war Frau L.. Das ich überhaupt auf den Termin noch aufmerksam wurde, verdanke ich einem Tweet von @Voerde_De:

Ich hatte noch versucht ein paar Leute zum Mitkommen  zu überreden, auf Grund der Kürze der Zeit war mir das leider nicht möglich. Rückblickend sicherlich besser so.

Neben einer Dame, die ich von der SPD und aus dem Rat kenne, war noch ein älterer Herr anwesend und zusammen mit Frau L. vervollständigte ich dann die Runde.

Die Referentin hielt dann einen gut 90 minütigen Vortrag, der nicht zur Diskussion frei gegeben war. Dabei wurde schnell klar, dass sie sich über BGE informiert hatte.

Allerdings:

  • Scheinbar nur oberflächig.
  • Scheinbar nur dort, wo ihre Einstellung bestätigt wurde.

Denn von Anfang an war klar, dass sie wohl folgende Meinung vertritt:

  • BGE kann nicht funktionieren
  • BGE schadet der Gesellschaft
  • BGE fördert die Faulheit
  • BGE nutzt nur dem Kapital
  • BGE schafft Schule und Ausbildung ab
  • BGE verstärkt die Ungleichbehandlung der Frau

Ihre Quellen waren vor allem Götz Wener, der Chef von DM. Diesem sprach sie mehrfach(!) die Qualifikation ab, denn er sei nur Drogerist und kein Ökonom. Danaben war Professor Roth ihre bevorzugte Quelle, so wie Professor Straubhaar. Allerdings jeweils nur einzelne Aspekte ihrer Darstellungen, sofern diese in das Muster passten.

Dabei sollte klar herausgestellt werden, dass BGE böse ist. Die Begründung läuft in etwa so:

Professor Roth sagt, Kinder sind nur die Reproduktion der Ware Arbeitskraft. Daher sollten die Kosten dafür die Nutzer, die Arbeitgeber übernehmen.

Das Konzept BGE leitet sich von der Fiktion der Gleichen unter Ungleichen ab, denn schließlich sind nicht alle Menschen gleich und deswegen kann auch nicht jeder gleich viel Geld bekommen.

Das Geld im BGE reicht sowieso nicht, um uneingeschränkt zu leben und führt nur zu Billiglöhnen und Ausbeutung.

Schule wird überflüssig, weil man ja keine Ausbildung mehr braucht, wenn man eh BGE bekommt.

 

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, habe ich an aktuter Schnappatmung gelitten – Frau L. aber trotzdem zu Ende reden lassen. Widerspruch tolerierte sie eh nicht und Hinweise auf Denkfehler nahm sie nicht zur Kenntnis.  So stellte sie z. B. die angedachte Erhöhung der Mehrwertsteuer als K.O.-Kriterium dar – verstand aber nicht, dass eine Erhöhung von Konusmsteuern und Vermögenssteuern eine Verringerung der Steuern auf Arbeitskraft und Produktion ermöglichen müssen, damit es funktioniert.

Aber gut, sie war auch der Meinung, dass Vollbeschäftigung auch heute noch jederzeit möglich sei.

Zudem versteifte sie sich letztlich darauf, dass in einer globalen Wirtschaft BGE nicht möglich sei, weil es Exporte zwar erheblich verbilligen würde, Importe aber drastisch verteuern würde. Mein Einwand war, dass das durchaus gewollt sein kann, weil es dann erstens die Anreize für lokale Produktion erhöhen würde und zweitens ein Ansatz sein könnte, auch indirekte Kosten wie Umweltkosten in (z. B.) KIK-Shirts einzurechnen und mal wirkliche Preistransparenz zu schaffen. Ihr K.O.-Argument zur Beendigung meines Einwands war, dass es trotzdem teurer würde. Ja, teurer als bei KIK wird es wohl. Aber das muss nicht automatisch schlecht sein… na gut, ich ergebe  mich und lausche wieder.

Nachdem ich mich dann so brav beherrscht habe, wollte ich dann in eine Diskussion einsteigen und nur an Hand meiner Notizen über ihre Äusserungen mal eine Gegenposition beziehen. Die Referentin honorierte das mit dem Packen ihrer Sachen und dem Beenden der Veranstaltung.

 

W-T-F???

 

Mit anderen Worten: Frau L. war nur mit der Erwartungshaltung in die Veranstaltung gegangen, dass man bitteschön ihre BGE-ablehnende Haltung ungefragt übernehme und das man bitte schön ihre aus dem Kontext gerissenen Informationshappen als Wahrheit akzeptiere.

Auch wenn das harsch klingt: Mich erinnerte das verdammt an die Impfgegner-Argumentationen, mit denen ich im Moment mehr zu tun habe, als ich gerne hätte. Denn für jeden Versuch einer argumentativen Auseinandersetzung war die Referentin nicht zu haben.

Ich musste dann den beiden Gästen versrprechen, selber mal eine Veranstaltung zum BGE zu organisieren und ich glaube ich spreche hier mal die Politik-Schüler des GV an – das könnte ein interessanter Abend werden.

Der Abend gestern zeigt nämlich, dass offensichtlich große Teile einer ablehnenden Haltung aus Fehlinformationen abgeleitet werden können – denen gestern leider Vorschub geleistet wurde.

Wie gesagt, ich war froh das keiner meiner Freunde und Bekannten gestern Zeit hatte. Ich hätte mich geschämt, sie zu dieser Veranstaltung eingeladen zu haben.

Von Griechenland lernen…

2. Februar 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Wenn man sich überlegt, welche Anstrengungen (kreative Wahrheiten) die EU unternommen hat, Griechenland aufzunehmen… da ist es schon amüsant. Ich meine klar, Griechenland dürfte als Erstes wegen seiner geopolitischen Position in die EU gekommen sein und wird sich auch deswegen dort behaupten.

Gleichwohl ist es interessant die aktuelle Diskussion rund um die Politik in Griechenland zu  beobachten. Um es vorweg zu nehmen, ich finde es sehr spannend. Die offenkundigen Drohungen und die nicht so offenkundige Angst der anderen EU-Länder.

Und es ist doch klar, dass Griechenland in der EU bleibt. Denn würde es raus fliegen, würde sofort die Frage nach den anderen Staaten in der PIIGS Gruppe aufkommen. Warum sollte man die halten.

Auf der anderen Seite stelle man sich vor, die neue Regierung sei erfolgreich und strafe damit in aller Offensichtlichkeit die Regierung Merkel, ja die EU selbst der Lüge?

Die nächsten Jahre werden sehr, sehr spannend werden.

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Arbeit muss Urlaub werden!

26. Januar 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Ich gebe zu, die Überschrift klingt erst einmal Banane. Aber was ich damit meine hoffentlich nicht:

Warum genau reden wir immer noch über Arbeitslose, als wäre das ein Mangel? Es ist doch einfach so: Vollbeschäftigung wird es nie wieder geben. Statt das aber einzusehen und endlich das zu machen, was wir sollten, verweigern wir uns der Realität.

Wir besteuern weiter überwiegend Arbeit und nicht Kapital. Und erlauben uns die Illusion, Erwerbsleben wäre untrennbar aus “einem Erwerb nachgehen” und “um zu Leben” geformt.

Statt dessen sollten wir nicht länger die knappen Ressourcen besteuern, sondern die in scheinbar limitloser Ausprägung. Eine Billion pumpt allein die EZB an “frischem Geld”, dass niemand ernstlich erwirtschaftet. Das einfach da ist. Das nutzen wir natürlich nicht um die Gesellschaft voran zu bringen.

Dabei wäre das so dringend notwendig. Wir müssen einen Gesellschaftszustand anstreben, in dem die arbeiten gehen, die arbeiten gehen wollen. In dem es einen wahren “War on Talents” gibt, der die Arbeitgeber zwingt, sozial verantwortliche Arbeit (Krankenpfleger, Pädagogen etc) um ein Vielfaches besser zu bezahlen als heute. Und Jobs ohne gesamgesellschaftlichen Benefit deutlich schlechter. Eine Gesellschaftsform, in der man nicht arbeitet weil man muss, sondern weil man will. Und vielleicht nur ein paar Wochen im Jahr, um sich ein paar $ extra zu verdienen, z. B. für eine Reise.

Modelle und Modellrechnungen wie das BGE gibt es genug. Allein es fehlt der Mut und der Wille der Regierenden. Und damit meine ich nicht die Politiker. Denn ich glaube, die  haben zwar viel zu reden, aber wenig zu sagen. Daran könnten wir dann übrigens auch arbeiten. Das Politiker wieder für das Volk und den Staat (Polis, Ihr wisst schon) und nicht für Partikularinteressen da sind.

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Die Wahl in Griechenland

26. Januar 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Ich freue mich über die Wahlergebnisse – und staune wie schnell das Gejammer vom “verunsicherten Markt” und den üblich verdächtigen Politikern zu hören ist. Noch bevor die erste politische Entscheidung gefallen ist, ist das Geheule groß.

Dabei trifft es der Spiegel heute morgen sehr genau:

Erstens: Hauptschuld an der Krise trägt die verkommene Wirtschafts- und Politikelite des Landes. Griechische Oligarchen begriffen den Staat als Beute. Korrupte Politiker waren ihnen zu Diensten.

Zweitens: Um die Krise zu überwinden, sollten die Griechen bloß keine Experimente wagen, sondern bitte die Koalition aus konservativer Nea Dimokratia und sozialistischer Pasok im Amt bestätigen. Alles andere gefährde die wirtschaftliche Erholung des Landes.

Ganz schön paradox, schließlich haben diese beiden Parteien Griechenland über drei Jahrzehnte in den Abgrund regiert. Und denen hätten die Griechen jetzt erneut ihre Zukunft anvertrauen sollen?

Und mal ehrlich:

Als wenn der Euro davon stirbt. Oder das Wahlergebnis automatisch bedeutet, dass Griechenland aus dem Euro ausschert. Ich glaube, die meisten Klagen hören wir jetzt von denen, die um die eigene Macht fürchten. Von denen die Angst haben,  dass eine alternative Politik in Zeiten der Alternativlosigkeit erfolgreich sein könnte – und sie sich am Ende rechtfertigen müssen.

Im Deutschlandfunk lese ich:

Nach dem Wahlsieg der Syriza-Partei fordern Union wie SPD von der künftigen griechischen Regierung, die mit den internationalen Geldgebern geschlossenen Vereinbarungen einzuhalten. Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Friedrich, warnte Athen vor einer Aufgabe des Sparkurses. Die Griechen müssten jetzt die Konsequenzen selber tragen und können sie nicht dem deutschen Steuerzahler aufbürden, sagte der CSU-Politiker der “Bild”-Zeitung.

CSU und Bild. Da haben sich ja die richtigen für solche Parolen gefunden. Dabei war es unter anderem die deutsche Regierung, die Griechenland dahin gebracht hat, wo es heute steht. Und man darf annehmen, dass die Politik der letzten Jahre nicht dafür gedacht war, den Menschen zu helfen. Sondern dem Kapital, den Banken, den Großunternehmen, den oberen wenigen.

Wie gesagt, ich bin sehr gespannt. Und ich glaube, wir werden alle viel von Griechenland lernen können in den nächsten Jahren.

 

Und danke an alle Griechen, die gewählt haben, was SIE für richtig gehalten haben. Und nicht was MERKEL für Richtig vorgegeben hat.

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Mal eben ein Auto kaufen

5. Januar 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Am Wochenende haben wir intensiv die Autohändler der Umgebung abgeklappert. Ziel war ein Auto für ganz spezielle Vorstellungen zu kaufen, wobei Marke und in einem großem Bereich auch der Preis absolut flexibel waren.

Getroffen haben wir schlechte und gute Verkäufer/-innen, interessierte und uninteressierte. Gefunden haben wir preiswerte Autos und vollkommen überteuerter. Und solche die in Frage kämen und solche die halt nicht.

Aber eigentlich kann ich mein “Einkaufserlebnis” mit einem kurzen Dialog bei Alfa-Romeo ganz gut zusammen fassen:

“Möchten Sie einen zweiten vollwertigen Autoschlüssel?”

“Äh ja, wieso?”

“Ja weil der Zweite ja ein Ersatzschlüssel ist?”

“Ja aber einen hat doch sie, einen hab ich?”

“Ja gut, also zweiten Schlüssel für 40€, ist  notiert?”

“häää???”

“Ja nachkaufen wird noch teurer!”

Stellt sich raus, das man bei dem teuersten Kleinwagen den wir uns angesehen haben (dem Mito) ernsthaft  40€ verlangt, wenn man einen zweiten richtigen Schlüssel (mit Fernbedienung und halt nicht nur einen Notschlüssel) haben will.

Ich meine, ich fühle mich bei manchen “Extras” ja eh schon verarscht, aber DA hört es dann völlig mit meinem Verständnis auf. Wobei das eh schon stark strapaziert war, als mir ein Motir mit 0,9 Liter Hubraum, 2 Zylindern, aber 100 PS dank Turbolader angeboten wurde…

Man fasst es ja nicht. Ein zweiter Schlüssel. Für 40€.

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Es ist… nicht schön

22. Dezember 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich lebe in einer Zeit, in der vieles besser sein könnte, als es ist. Und wie schizo das manchmal ist, macht mir echt zu schaffen.

Im Radio höre ich von dem Nicaragua-Kanal und denke mir, es ist eigentlich mal an der Zeit sich darüber zu informieren. Das geht, dank Wikipedia super. Für mich ist Wikipedia so unverzichtbar geworden, dass ich jedes Jahr, wenn gegen Weihnachten die Aufforderung kommt, gerne dafür Spende.

Allerdings spende ich in der Weihnachtszeit bei fast jedem Einkauf auch für etwas anderes. Für ein Projekt mit dem Namen “Für jeden Braten einen Paten”. B5E94FoIcAAdSn5

Und jedes Mal wenn ich die Gutscheine in meinen Einkaufskorb fallen lasse (ich nehme bei fast jedem Einkauf welche mit), möchte ich eigentlich laut schreiend aus dem Laden rennen.

Wieso kann 2014 die Welt nicht so weit sein, dass ich mein Geld für gemeinnützige Projekte wie Wikipedia allein ausgebe. Die sinnvoll sind, aber keine extenzielle Auswirkung habe?

Warum lebe ich in einem Land, das zu den reichsten Nationen der Erde gehört und kaufe Gutscheine, weil es Menschen gibt die zu arm sind, sich auch nur zu Weihnachten “etwas Gutes” gönnen zu können – wobei wir bei 5€ ja weniger von Qualitätsfleisch reden können, besonders wenn es um Familien geht.

Und genau um die geht es:

Jedes sechste Kind in Deutschland ist von Hartz-IV-Leistungen abhängig. Darauf machte die Arbeitsmarkt-Expertin der Linke-Fraktion, Sabine
Zimmermann, unter Bezug auf eine offizielle Statistik der Bundesagentur für Arbeit in Berlin aufmerksam.

„Besonders zu Weihnachten spüren viele Kinder, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen müssen“, sagte Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. „Für
Hartz-IV-Beziehende ist es ungleich schwerer, ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren.“ Nach den jüngsten offiziellen Zahlen waren im Juli mehr
als 1,64 Millionen Unter-15-Jährige auf Hartz IV angewiesen oder lebten in einer Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaft.

Das waren 15,5 Prozent. Binnen eines Jahres war
die Zahl um gut 7000 gestiegen.

Tagesspiegel vom 22.12.2014

Das wirklich Schlimmste ist, dass ich nichts dagegen machen kann.

Und während Familien in Deutschland nicht wissen, wo sie was zu beißen her kriegen, gehen 15.000 Menschen gegen eine imaginäre Überfremdung auf die Straße.

Das schließt dann auch den Kreis. Denn Asylbewerber, Menschen die alles zurück lassen mussten, kriegen ja nicht mal H-IV. Sie wissen also auch nix von dem Programm. Und werden damit Weihnachten sogar noch eine Stufe weiter unten stehen. Und dabei ist es mir scheiss egal, ob Weihnachten Teil ihrer Religion es.

Mir wäre wichtig, dass in diesen Tagen im Dezember ALLE Menschen in Deutschland, ja sogar auf der Welt einfach mal durchatmen können. Und vielleicht wirklich mal 3 Tage haben, in denen sie von ihren Sorgen Abstand nehmen können. Ach man, das ist einfach eine ungerechte Scheisswelt. Wohlgemerkt nicht von Natur aus. Sondern als Produkt menschlichen Handelns. Der “Krönung der Schöpfung”.

 

Wäre es in dem Kontext nicht unangebracht, ich würd den Spruch mit dem Fressen und Kotzen anbringen.

 

Die FDP ist schon eine komische Truppe

18. Dezember 2014 2 Kommentare
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In Voerde ist Herr B. ja auch der Meinung, Klagen ist immer gut. Selbst dann, wenn alle Beteiligte abraten – einschließlich derer, die daran eine Stange Geld verdienen könnten. Hier sieht er das mit den städtischen Ausgaben wohl nicht so eng.

Aber sein Gegenüber in Dinslaken ist genau so merkwürdig drauf. Dort hat der Rat beschlossen, die Bezüge für Aufsichtsräte zu erhöhen. Sicherlich in der aktuellen Finanzlage ein sehr kontrovers zu diskutierender Beschluss, für den es Argumente gibt. Und mindestens genau so viele dagegen. Die auch in der politischen Diskussion ausgetauscht wurden, bis dann demokratisch(!) abgestimmt das Ergebnis stand.

Und was möchte Herr M. von der FDP jetzt?

Richtig, klagen. Demokratie ist vielleicht in seinem Verständnis etwas anderes, als die Entscheidungsgewalt der Mehrheit. Aber was auch immer ihn bewegt, so besteht der doch darauf, dass die beschlossene Erhöhung in der aktuellen Zeit der Haushaltslage nicht angemessen scheint.

Um dann zu fordern, dass die Stadt, die er beklagen will(!), doch bitteschön die Kosten zu übernehmen habe. Klingt es nur in meinen Augen schizophren?

Ihr glaubt mir nicht, dass einer von der FDP wirklich fordern könnte, Staatskohle auszugeben für eine Klage gegen die Ausgabe von Staatskohle? Aber ja doch, so steht es geschrieben:

RP-Bericht vom 18.12.2014

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Stellt Euch mal vor…

15. Dezember 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… die Presse wäre nicht so strukturiert wie heute, sondern… anders.

Stellt Euch mal vor, wir würden Terror umdefinieren und mit Angst so umgehen, dass wir sie nutzen um Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Stellt Euch zum Beispiel mal vor, der Aufmacher heute morgen in der Presse wäre nicht die “Terrorgeiselnahme” aus Australien sein.

Sondern zum Beispiel dieser zutiefst beunruhigende Bericht aus der Arktis: “What we know about the future of the Arctic is scary—what we don’t, scarier“. Und stellt Euch vor im Anschluss würde man nicht PEGIDA und der AFD Plattformen bieten, sondern mal kritisch hinterfragen, was eigentlich die ganzen völlig nutzlosen Klimakonferenzen sollen.

Das Erste schreibt ernsthaft: “Doch noch ein Minimalkonsens für das Klima” Schon bei dem Begriff “Minimalkonsens” sollte einem einen kalten Schauer dem Rücken runter laufen lassen. Viel schlimmer ist aber, dass der Minimalkonsens offensichtlich daraus besteht, sich geeinigt zu haben, sich bei der nächsten Konferenz einigen zu wollen:

Die UN-Klimakonferenz hat sich in einem Minimalkonsens auf erste Grundlagen für einen Weltklimavertrag verständigt. Die 195 Staaten verabschiedeten in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in Lima einen Beschlusstext, der aber nur sehr vage Kriterien für die nationalen Klimaschutzzusagen definiert, die im Frühjahr 2015 vorgelegt werden sollen.

Ich meine, wie erbärmlich ist das denn bitte?

Der Klimawandel wird uns vor gewaltige ökoligische, ökonomische und soziale Herausforderungen stellen und die Mächtigsten der Mächtigsten einigen sich darauf, sich einigen zu wollen?

DAS sollte Nachrichten verursachen, in denen die Buzzwords vorkommen. Und nicht ein verwirrter Idiot, den man verurteile und einsperren muss.

Nachhilfe für Frau Hendricks?

28. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Liebe Frau Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks,

Sie leiten ein Ministerium, dass “Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit”. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass Umwelt und Naturschutz die Kernaufgaben Ihres Hauses sind. Ihr Parteigenosse in der SPD, Sigmar Gabriel, leitet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Während man Ihnen nun noch das Thema Reaktorsicherheit mit ans Bein gebunden hat, darf sich Ihr Genosse Gabriel über den Themenbereich Technologie freuen.

Warum ich das Schreibe?

Nun, heute morgen in der Rheinischen Post ist (leider hinter Paywall) ein Artikel über Fracking. Eine  Hochrisikotechnologie, der sie auf Ihrer Seite eine ganze Unterseite widmen. Soweit so gut.

Was mich jetzt aber irritiert ist, dass ich schon in der Überschrift lese, dass Sie wohl lieber auf der Spielwiese von Onkel Gabriel toben möchten:

Unkonventionelle Förderung von Erdgas lehnt die Bundesumweltministerin weiter strikt ab. Doch in einem Brief an die Genossen der Region macht sie deutlich, dass man innovativen Techniken eine Chance geben müsse.

Im weiteren wird dann sogar die “strikte Ablehnung” relativiert:

Durch die 3000-Meter-Grenze werde das nutzbare Grundwasser umfassend geschützt. Im Schiefer- und Kohleflözgestein seien in diesem Bereich allerdings wissenschaftlich begleitete Erprobungsmaßnahmen erlaubt.

Liebe Frau Hendricks,

ich verstehe ja unter “strikte Ablehnung” sowas wie “Nein meint Nein” und nicht “Nein meint Vielleicht oder ein bisschen”. Davon abgesehen aber denke ich doch, dass es ihrem Amt gut stehen würde, einfach mal aus Prinzip beim Nein zu bleiben. Lassen Sie Sigmar Gabriel davon fabulieren, dass man neuen Techniken ja eine Chance geben sollte – das ist seine Aufgabe und dann kann man sich an ihm abarbeiten.

Für Sie als BUNDESUMWELTMINISTERIN kann es nur eine Antwort auf Fracking geben: Nein.

P.S. für meine Leser (männlich): Bitte beachtet beim Weitere-Informationen-Googeln, dass Ihr nicht Barbara mit Christina verwechselt. Auch wenn man gerne würde. ;-)

Gestatten: Mensch. Besonderes Merkmal: Flache Lernkurve

21. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich stelle jetzt mal die Vermutung in den Raum, dass wir Menschen alle wie Homer Simpson sind: Wir legen unsere Hand immer wieder auf die heiße Herdplatte und hoffen, dass es beim nächsten Mal einfach nicht weh tut.

Anders ist das nicht zu erklären. Wirklich nicht.

Achso, ich sollte Euch kurz sagen, um was es geht. Also: Vor gar  nicht soooo langer Zeit kamen wir auf die Idee, dass es gut wäre, Löcher und Stollen in die Erde zu graben, um Kohle hervor zu holen. Das hat unwidersprochen dem Wohlstand einen großen Schub verpasst, aber oh welche Überraschung: Es bleibt nicht ohne Folgen:

Tagesbrüche und kleinere Beben sind Alltag im Ruhrgebiet – und werden es auch bleiben. Die Senkung der Erdoberfläche müsste dagegen Mitte der 2020er-Jahre aufhören. Und dann sind da noch Wasserhaltung und Pumpsysteme bis in alle Ewigkeit, damit nicht ein Drittel des Ruhrgebiets absäuft.

DerWesten, 17.11.2014

Kurz darauf kam man auf die Idee, Strom mittels Atomkraft zu produzieren. Man ignorierte alle Mahner und Warner, versenkte unsummen von Geld in Fördermittel, machte ein paar Unternehmen steinreich und steht heute vor einem Scherbenhaufen, der da lautet: Wir wissen erstens nicht wohin mit den strahlenden Abfällen (Überraschung) und wer das bezahlen soll – die Verursacher wollen nicht (Überraschung):

Deutschlands größter Energiekonzern legt sich mit der Politik an – und droht mit einer Klage: Eon will sich finanziell nicht an der Suche nach einer Alternative zum Atommüll-Endlager Gorleben beteiligen. Dem Bund drohen damit neue Milliardenkosten.

SZ, 20.11.2014

Und dann ist da natürlich noch das Risikopotential. Natürlich versicherte man uns immer wieder, dass Atomanlagen sicher und Atomenergie beherrschbar sind. Nur das die Realtitä die Beschwichtiger natürlich der Lüge überführt.

Und jetzt kommt unsere Umweltminister. Ausgerechnet die! Ausgerechnet die Ministerin, die mit einer Maximalforderung in jede Verhandlung gehen sollte und kündigt schon mal an, den Widerstand gegen die nächste Problemtechnolgie auf Sparflamme fahren zu wollen:

Die Hürden, Fracking in Deutschland zu erlauben, sollen hoch bleiben. Doch ein Totalverbot der umstrittenen Methode zur Gasgewinnung hält Bundesumweltministerin Barbara Hendricks für rechtlich unmöglich. Bei Unbedenklichkeit könne die Methode auch in Deutschland angewandt werden.

ZDF, 21.11.2014

Die Hürden bla bla bla werden natürlöich fallen. Bei Unbedenklichkeit? Jeder Mensch mit dem IQ von Raumtemperatur oder darüber kann z. B. in den USA sehen, dass Fracking auf keinen Fall unbedenklich ist.

Die umstrittene Fracking-Gasförderung soll in Deutschland nicht verboten, aber auf ein Minimum begrenzt werden. “Oberste Priorität haben der Schutz von Umwelt und Trinkwasser”, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Donnerstag in Berlin.

RP, 21.11.2014

Hätten Trinkwasser und Umwelt wirklich die Priorität, würde der Gesetzgeber einfach die Rahmenbedingugen schaffen, die ein Totalverbot von Fracking erlauben. Denn genau das kann und darf er. Sich statt dessen aber hinstellen und behaupten, man könne nicht, ist ein Armutszeugnis.

Bei einer SPD-Politikerin darf das allerdings nicht wundern. Zu fest ist die SPD mit der Schwerindustrie verwachsen und u. a. durch die Kumpel erst zu der Partei geworden, die sie ist. Wir sehen also: Aus der Vergangenheit nichts gelernt.

 

Deutschlands strahlende Zukunft

18. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Eines der größten Lügenthemen aller Zeiten ist ja die Mär der kostengünstigen und sicheren Atomenergie. Und immer deutlicher wird, wie wir belogen und betrogen wurden – zu Gunsten weniger, zu Lasten vieler.

Und da freut es mich ja, wenn ich morgens gleich zwei Nachrichten (leider in getrennten Medien, die keinen Bezug herstellen) lesen darf. Beginnen wir mit der Süddeutschen Zeitung, die uns darauf vorbereiten will, dass da irgendwie, wieso weiß niemand, doch “etwas” mehr Atommüll existiert als bisher angenommen:

Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich mehr Atommüll entsorgen müssen als bislang angenommen. Allein die Menge des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls, für den bei Salzgitter derzeit das Endlager Schacht Konrad errichtet wird, könnte sich verdoppeln. Das geht aus einem Entwurf des “nationalen Entsorgungsplans” hervor, den die Bundesregierung mit den Ländern abstimmt.

SZ, 18.11.2014

Ja damit konnte aber auch niemand rechnen ;-) Nur gut, dass es diesen nationalen Endplan, entschuldigung Entsorgungsplan, gibt. Wenn man schon nicht um den Müll drumherum kommt, dessen Entsorgungskosten man so schön elegant der Allgemeinheit aufbürdet und nicht denen, die Jahrelang fette Gewinne eingefahren haben, dann sollte man diesen Müll schon gut wegpacken. (Oh, entschuldigt diesen Monstersatz). Und wegstecken können wir bekanntlich gut. Auch verstecken. Auch einstecken. Nur hier… da funktioniert das irgendwie nicht:

Die lange Reihe an Hiobsbotschaften aus deutschen Atommülllagern bekommt eine Fortsetzung: Im größten oberirdischen Zwischenlager in Karlsruhe fanden Prüfer bei Kontrollen mehr als 1700 beschädigte Fässer mit radioaktivem Müll, wie das NDR-Politikmagazin “Panorama 3″ berichtet.

Der Sender hatte eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden aller 16 Bundesländer durchgeführt. Laut den Antworten befänden sich an mindestens 17 Standorten leicht oder schwer beschädigte Fässer, darunter in der hessischen Landessammelstelle in Ebsdorfergrund und am Kernkraftwerk Biblis. Experten gehen davon aus, dass die Anzahl der beschädigten Fässer und Container mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen noch weitaus höher ist.

Spiegel, 18.11.2014

Ach, da geht einem doch das Herz auf, oder?

Und witzig: In der Zeit vor dem Internet hätte ich, wenn überhaupt, nur eine der beiden Meldungen zur Kenntnis bekommen. Deprimierend aber nicht so vernichtend, wie in der Kombination. Kann man sich noch für das One-Way-Ticket zum Mars bewerben?

 

Freifunk in Voerde – Freifunk zu Hause

16. November 2014 4 Kommentare
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Die Idee von Freifunk ist ziemlich cool. Und erfüllt einen Kindheitstraum:

Ich habe mich damals, so mit 12 oder so, gefragt ob es nicht möglich ist, dass sich einfach alle Häuser in der Nachbarschaft untereinander vernetzen und das dann irgendwann so groß wird, dass keiner mehr Dienste wie Compuserve (da war ich damals noch: 16 DM im Monat + 8 DM die Stunde!) braucht, um ins Internet zu gehen. Von den Herausforderungen hatte ich natürlich keine Ahnung und das Internet war nicht annähernd so weit verbreitet: Meine Nachbarn hätten gar nicht verstanden was ich will.

Jetzt kommt Freifunk und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Es vernetzt Nachbarschaften über WLAN und umgeht damit die Herausforderung bei kabelgebundenen Netzwerken über mehrere Häuser. Das ist schon cool.
  2. Es löst das Problem der Störerhaftung durch Ausleistung der Daten per VPN ins Ausland. Ein Problem das die Bundesregierung sich seit Jahren weigert anzugehen.

Nachdem wir dann als Grüne im Rat jetzt einen Antrag laufen haben, dass die Stadt als Vorreiter auf Freifunk setzen soll, wollte ich mich natürlich mal intensiver damit beschäftigen. Denn am Besten redet man bekanntlich über Dinge, die man kennt. Also war für dieses Wochenende das Projekt “Freifunk Voerde” auf meiner Tagesordnung. Gesagt, getan:

Als Erstes habe ich mir einen Router bestellt. Ein kleiner TP-Link reicht mir, Kosten knapp 20€. Der muss dann die passende Freifunk-Firmeware bekommen, was komplizierter klingt als es ist. Man muss nur das Image suchen, dass zum Router passt und das über die Bedienoberfläche des Routers als Update einspielen. Hier gibt es von Freifunk-Ruhrgebiet auch eine Anleitung für Anfänger.

Also Gerät ausgepackt, an den Strom, ans Notebook, angemeldet, Image installiert, neu gestartet.

Dann den Router einfach mal an die Fritz-Box gehängt, weil ich ja auch Internet ausprobieren wollte. Ein paar Minuten warten und schon taucht auf der Karte mein Hotspot auf:

Zeitaufwand? 20 Minuten vom Auspacken bis zum ersten Aufruf einer Website über den FF-Knoten.

Fazit:

Ich frage mich warum ich so lange gewartet habe, bis ich hier mal einen Vorstoß unternommen habe. Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht, die Kosten sind absolut überschaubar. Derzeit liefert mein Knoten 2 MBit/s Downstream und 0.6 Mbit/s Upstream, also nur einen Teil der verfügbaren Bandbreite meines Anschlusses (10/2). Also sollten selbst Intensivnutzer keine spürbare Verlangsamung für mein eigenes Surfen mit sich bringen. Die Kosten bei 20€ für das Gerät und ca 5 Watt Stromverbrauch sind vernachlässigbar.

Jetzt gilt es, in der Nachbarschaft und Voerde insgesamt für Interesse zu sorgen. Erste “Multiplikatoren” wie die Werbegemeinschaften habe ich schon angemailt. Mal sehen ob da was kommt. Und dann mal in der Nachbarschaft auf Tour gehen….

 

(Danke an Andreas für’s vormachen und motivieren)

Schäuble so: ach kommt, lügen wir uns was in die Tasche…

14. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… merkt eh kein Schwein.

So kommt mir das vor, wenn Schäuble sich und die verfehlte Politik der Bundesregierung über den Klee lobt und behauptet, dank ihm hätten wir zukünftig im Bund die schwarze Null:

Der erste ausgeglichene Haushalt seit 1969: Die Koalition habe “Geschichte geschrieben”, lobt sich die Union, die SPD spricht von einem “historischen Moment”: Der Verzicht auf neue Schulden erstmals seit mehr als 40 Jahren ist geschafft.

DerWesten, 14.11.2014

Ja wollen die uns verarschen?

Ja. Sie wollen.

Unter anderem deswegen, weil der Bund einen Teil seiner sehr kostenintensiven Aufgaben einfach mal auf die Länder verteilt hat. Die wiederum auch keine Kohle haben, von der schwarzen Null (wen meinen die damit eigentlich?) träumen und die Aufgaben an die Kommunen durchreichen. Ohne ausreichende finanzielle Kompensation.

Die Kommunen stöhnen dann, weil ihnen die Infrastruktur unterm Arsch verrottet (Straßen) oder als “freiwillige Leistungen” im Rahmen des Spardiktats von Land und Bund geschlossen werden müssen (Bühereien, Schwimmnbäder). Während man zugleich gezwungen ist, die Grundsteuer B zu erhöhen und die Gewerbesteuer gleich mit. Weil das die einzigen Schrauben sind, auf die die Kommunen Einfluß haben.

Na herzlichen Glückwunsch. Und während sich die Damen und Herren “Spitzenpolitiker” in die Tasche lügen, fällt selbst den US-Amerikanern(!) auf, dass hier was grundsätzlich schief läuft:

Specifically, it has a Germany-not-spending-enough-money problem. But German workers can’t afford to spend more money themselves, because, after inflation, they haven’t gotten much of a raise the past decade. It’s the German government that chooses not to, even though it needs new infrastructure — and investors, as crazy as it sounds, have been paying it to borrow over two years. You can see just how starved Germany has been for public investment—things like roads, bridges, and schools—in the chart above from Centre for European Reform chief economist Christian Odendahl. After accounting for wear and tear, the government’s investment in the economy has actually been negative for 12 years now.

Washington Post, 11.11.2014

Kategoriengedanken, ökonomisch, politik Tags:

What please?

18. Oktober 2014 4 Kommentare
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Da machste die Zeitung auf und liest, dass der neue Betreiber des Voerder Weihnachtsmarktes eine gaaanz tolle Idee hat:

Zudem werde über einen „kleinen Eintrittsobolus von 2 bis 3 Euro“ nachgedacht, lassen die neuen Veranstalter weiter verlauten.

WTF?

Der Weihnachtsmarkt findet auf dem Gelände des Wasserschlosses Voerde statt – das die Stadt mit viel Geld der Bürgerinnen un Bürger aufgehypscht hat. Dazu kommt, dass gerade Weihnachtsmärkte eine hohe soziale Bedeutung haben, weil sie gerade auch den Einkommensschwachen einen Ausbruch aus dem Alltag erlauben. Wenn jetzt eine Familie mit 3 Kindern schon zwischen 10 und 15€ nur an Eintritt löhnen darf, wird die es sich doppelt überlegen.

Zumal mir nicht bekannt ist, dass Duisburg, Dinslaken oder Wesel ähnliche  Pläne hegen.

Für mich klingt das nach einer Schnappsidee. Die, wenn sie realisiert wird, das Ende des Weihnachtsmarktes in Voerde bedeutet.