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Archiv für die Kategorie ‘ökonomisch’

Die FDP ist schon eine komische Truppe

18. Dezember 2014 Keine Kommentare
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In Voerde ist Herr B. ja auch der Meinung, Klagen ist immer gut. Selbst dann, wenn alle Beteiligte abraten – einschließlich derer, die daran eine Stange Geld verdienen könnten. Hier sieht er das mit den städtischen Ausgaben wohl nicht so eng.

Aber sein Gegenüber in Dinslaken ist genau so merkwürdig drauf. Dort hat der Rat beschlossen, die Bezüge für Aufsichtsräte zu erhöhen. Sicherlich in der aktuellen Finanzlage ein sehr kontrovers zu diskutierender Beschluss, für den es Argumente gibt. Und mindestens genau so viele dagegen. Die auch in der politischen Diskussion ausgetauscht wurden, bis dann demokratisch(!) abgestimmt das Ergebnis stand.

Und was möchte Herr M. von der FDP jetzt?

Richtig, klagen. Demokratie ist vielleicht in seinem Verständnis etwas anderes, als die Entscheidungsgewalt der Mehrheit. Aber was auch immer ihn bewegt, so besteht der doch darauf, dass die beschlossene Erhöhung in der aktuellen Zeit der Haushaltslage nicht angemessen scheint.

Um dann zu fordern, dass die Stadt, die er beklagen will(!), doch bitteschön die Kosten zu übernehmen habe. Klingt es nur in meinen Augen schizophren?

Ihr glaubt mir nicht, dass einer von der FDP wirklich fordern könnte, Staatskohle auszugeben für eine Klage gegen die Ausgabe von Staatskohle? Aber ja doch, so steht es geschrieben:

RP-Bericht vom 18.12.2014

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Stellt Euch mal vor…

15. Dezember 2014 Keine Kommentare
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… die Presse wäre nicht so strukturiert wie heute, sondern… anders.

Stellt Euch mal vor, wir würden Terror umdefinieren und mit Angst so umgehen, dass wir sie nutzen um Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Stellt Euch zum Beispiel mal vor, der Aufmacher heute morgen in der Presse wäre nicht die “Terrorgeiselnahme” aus Australien sein.

Sondern zum Beispiel dieser zutiefst beunruhigende Bericht aus der Arktis: “What we know about the future of the Arctic is scary—what we don’t, scarier“. Und stellt Euch vor im Anschluss würde man nicht PEGIDA und der AFD Plattformen bieten, sondern mal kritisch hinterfragen, was eigentlich die ganzen völlig nutzlosen Klimakonferenzen sollen.

Das Erste schreibt ernsthaft: “Doch noch ein Minimalkonsens für das Klima” Schon bei dem Begriff “Minimalkonsens” sollte einem einen kalten Schauer dem Rücken runter laufen lassen. Viel schlimmer ist aber, dass der Minimalkonsens offensichtlich daraus besteht, sich geeinigt zu haben, sich bei der nächsten Konferenz einigen zu wollen:

Die UN-Klimakonferenz hat sich in einem Minimalkonsens auf erste Grundlagen für einen Weltklimavertrag verständigt. Die 195 Staaten verabschiedeten in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in Lima einen Beschlusstext, der aber nur sehr vage Kriterien für die nationalen Klimaschutzzusagen definiert, die im Frühjahr 2015 vorgelegt werden sollen.

Ich meine, wie erbärmlich ist das denn bitte?

Der Klimawandel wird uns vor gewaltige ökoligische, ökonomische und soziale Herausforderungen stellen und die Mächtigsten der Mächtigsten einigen sich darauf, sich einigen zu wollen?

DAS sollte Nachrichten verursachen, in denen die Buzzwords vorkommen. Und nicht ein verwirrter Idiot, den man verurteile und einsperren muss.

Nachhilfe für Frau Hendricks?

28. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Liebe Frau Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks,

Sie leiten ein Ministerium, dass “Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit”. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass Umwelt und Naturschutz die Kernaufgaben Ihres Hauses sind. Ihr Parteigenosse in der SPD, Sigmar Gabriel, leitet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Während man Ihnen nun noch das Thema Reaktorsicherheit mit ans Bein gebunden hat, darf sich Ihr Genosse Gabriel über den Themenbereich Technologie freuen.

Warum ich das Schreibe?

Nun, heute morgen in der Rheinischen Post ist (leider hinter Paywall) ein Artikel über Fracking. Eine  Hochrisikotechnologie, der sie auf Ihrer Seite eine ganze Unterseite widmen. Soweit so gut.

Was mich jetzt aber irritiert ist, dass ich schon in der Überschrift lese, dass Sie wohl lieber auf der Spielwiese von Onkel Gabriel toben möchten:

Unkonventionelle Förderung von Erdgas lehnt die Bundesumweltministerin weiter strikt ab. Doch in einem Brief an die Genossen der Region macht sie deutlich, dass man innovativen Techniken eine Chance geben müsse.

Im weiteren wird dann sogar die “strikte Ablehnung” relativiert:

Durch die 3000-Meter-Grenze werde das nutzbare Grundwasser umfassend geschützt. Im Schiefer- und Kohleflözgestein seien in diesem Bereich allerdings wissenschaftlich begleitete Erprobungsmaßnahmen erlaubt.

Liebe Frau Hendricks,

ich verstehe ja unter “strikte Ablehnung” sowas wie “Nein meint Nein” und nicht “Nein meint Vielleicht oder ein bisschen”. Davon abgesehen aber denke ich doch, dass es ihrem Amt gut stehen würde, einfach mal aus Prinzip beim Nein zu bleiben. Lassen Sie Sigmar Gabriel davon fabulieren, dass man neuen Techniken ja eine Chance geben sollte – das ist seine Aufgabe und dann kann man sich an ihm abarbeiten.

Für Sie als BUNDESUMWELTMINISTERIN kann es nur eine Antwort auf Fracking geben: Nein.

P.S. für meine Leser (männlich): Bitte beachtet beim Weitere-Informationen-Googeln, dass Ihr nicht Barbara mit Christina verwechselt. Auch wenn man gerne würde. ;-)

Gestatten: Mensch. Besonderes Merkmal: Flache Lernkurve

21. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich stelle jetzt mal die Vermutung in den Raum, dass wir Menschen alle wie Homer Simpson sind: Wir legen unsere Hand immer wieder auf die heiße Herdplatte und hoffen, dass es beim nächsten Mal einfach nicht weh tut.

Anders ist das nicht zu erklären. Wirklich nicht.

Achso, ich sollte Euch kurz sagen, um was es geht. Also: Vor gar  nicht soooo langer Zeit kamen wir auf die Idee, dass es gut wäre, Löcher und Stollen in die Erde zu graben, um Kohle hervor zu holen. Das hat unwidersprochen dem Wohlstand einen großen Schub verpasst, aber oh welche Überraschung: Es bleibt nicht ohne Folgen:

Tagesbrüche und kleinere Beben sind Alltag im Ruhrgebiet – und werden es auch bleiben. Die Senkung der Erdoberfläche müsste dagegen Mitte der 2020er-Jahre aufhören. Und dann sind da noch Wasserhaltung und Pumpsysteme bis in alle Ewigkeit, damit nicht ein Drittel des Ruhrgebiets absäuft.

DerWesten, 17.11.2014

Kurz darauf kam man auf die Idee, Strom mittels Atomkraft zu produzieren. Man ignorierte alle Mahner und Warner, versenkte unsummen von Geld in Fördermittel, machte ein paar Unternehmen steinreich und steht heute vor einem Scherbenhaufen, der da lautet: Wir wissen erstens nicht wohin mit den strahlenden Abfällen (Überraschung) und wer das bezahlen soll – die Verursacher wollen nicht (Überraschung):

Deutschlands größter Energiekonzern legt sich mit der Politik an – und droht mit einer Klage: Eon will sich finanziell nicht an der Suche nach einer Alternative zum Atommüll-Endlager Gorleben beteiligen. Dem Bund drohen damit neue Milliardenkosten.

SZ, 20.11.2014

Und dann ist da natürlich noch das Risikopotential. Natürlich versicherte man uns immer wieder, dass Atomanlagen sicher und Atomenergie beherrschbar sind. Nur das die Realtitä die Beschwichtiger natürlich der Lüge überführt.

Und jetzt kommt unsere Umweltminister. Ausgerechnet die! Ausgerechnet die Ministerin, die mit einer Maximalforderung in jede Verhandlung gehen sollte und kündigt schon mal an, den Widerstand gegen die nächste Problemtechnolgie auf Sparflamme fahren zu wollen:

Die Hürden, Fracking in Deutschland zu erlauben, sollen hoch bleiben. Doch ein Totalverbot der umstrittenen Methode zur Gasgewinnung hält Bundesumweltministerin Barbara Hendricks für rechtlich unmöglich. Bei Unbedenklichkeit könne die Methode auch in Deutschland angewandt werden.

ZDF, 21.11.2014

Die Hürden bla bla bla werden natürlöich fallen. Bei Unbedenklichkeit? Jeder Mensch mit dem IQ von Raumtemperatur oder darüber kann z. B. in den USA sehen, dass Fracking auf keinen Fall unbedenklich ist.

Die umstrittene Fracking-Gasförderung soll in Deutschland nicht verboten, aber auf ein Minimum begrenzt werden. “Oberste Priorität haben der Schutz von Umwelt und Trinkwasser”, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Donnerstag in Berlin.

RP, 21.11.2014

Hätten Trinkwasser und Umwelt wirklich die Priorität, würde der Gesetzgeber einfach die Rahmenbedingugen schaffen, die ein Totalverbot von Fracking erlauben. Denn genau das kann und darf er. Sich statt dessen aber hinstellen und behaupten, man könne nicht, ist ein Armutszeugnis.

Bei einer SPD-Politikerin darf das allerdings nicht wundern. Zu fest ist die SPD mit der Schwerindustrie verwachsen und u. a. durch die Kumpel erst zu der Partei geworden, die sie ist. Wir sehen also: Aus der Vergangenheit nichts gelernt.

 

Deutschlands strahlende Zukunft

18. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Eines der größten Lügenthemen aller Zeiten ist ja die Mär der kostengünstigen und sicheren Atomenergie. Und immer deutlicher wird, wie wir belogen und betrogen wurden – zu Gunsten weniger, zu Lasten vieler.

Und da freut es mich ja, wenn ich morgens gleich zwei Nachrichten (leider in getrennten Medien, die keinen Bezug herstellen) lesen darf. Beginnen wir mit der Süddeutschen Zeitung, die uns darauf vorbereiten will, dass da irgendwie, wieso weiß niemand, doch “etwas” mehr Atommüll existiert als bisher angenommen:

Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich mehr Atommüll entsorgen müssen als bislang angenommen. Allein die Menge des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls, für den bei Salzgitter derzeit das Endlager Schacht Konrad errichtet wird, könnte sich verdoppeln. Das geht aus einem Entwurf des “nationalen Entsorgungsplans” hervor, den die Bundesregierung mit den Ländern abstimmt.

SZ, 18.11.2014

Ja damit konnte aber auch niemand rechnen ;-) Nur gut, dass es diesen nationalen Endplan, entschuldigung Entsorgungsplan, gibt. Wenn man schon nicht um den Müll drumherum kommt, dessen Entsorgungskosten man so schön elegant der Allgemeinheit aufbürdet und nicht denen, die Jahrelang fette Gewinne eingefahren haben, dann sollte man diesen Müll schon gut wegpacken. (Oh, entschuldigt diesen Monstersatz). Und wegstecken können wir bekanntlich gut. Auch verstecken. Auch einstecken. Nur hier… da funktioniert das irgendwie nicht:

Die lange Reihe an Hiobsbotschaften aus deutschen Atommülllagern bekommt eine Fortsetzung: Im größten oberirdischen Zwischenlager in Karlsruhe fanden Prüfer bei Kontrollen mehr als 1700 beschädigte Fässer mit radioaktivem Müll, wie das NDR-Politikmagazin “Panorama 3″ berichtet.

Der Sender hatte eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden aller 16 Bundesländer durchgeführt. Laut den Antworten befänden sich an mindestens 17 Standorten leicht oder schwer beschädigte Fässer, darunter in der hessischen Landessammelstelle in Ebsdorfergrund und am Kernkraftwerk Biblis. Experten gehen davon aus, dass die Anzahl der beschädigten Fässer und Container mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen noch weitaus höher ist.

Spiegel, 18.11.2014

Ach, da geht einem doch das Herz auf, oder?

Und witzig: In der Zeit vor dem Internet hätte ich, wenn überhaupt, nur eine der beiden Meldungen zur Kenntnis bekommen. Deprimierend aber nicht so vernichtend, wie in der Kombination. Kann man sich noch für das One-Way-Ticket zum Mars bewerben?

 

Freifunk in Voerde – Freifunk zu Hause

16. November 2014 4 Kommentare
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Die Idee von Freifunk ist ziemlich cool. Und erfüllt einen Kindheitstraum:

Ich habe mich damals, so mit 12 oder so, gefragt ob es nicht möglich ist, dass sich einfach alle Häuser in der Nachbarschaft untereinander vernetzen und das dann irgendwann so groß wird, dass keiner mehr Dienste wie Compuserve (da war ich damals noch: 16 DM im Monat + 8 DM die Stunde!) braucht, um ins Internet zu gehen. Von den Herausforderungen hatte ich natürlich keine Ahnung und das Internet war nicht annähernd so weit verbreitet: Meine Nachbarn hätten gar nicht verstanden was ich will.

Jetzt kommt Freifunk und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Es vernetzt Nachbarschaften über WLAN und umgeht damit die Herausforderung bei kabelgebundenen Netzwerken über mehrere Häuser. Das ist schon cool.
  2. Es löst das Problem der Störerhaftung durch Ausleistung der Daten per VPN ins Ausland. Ein Problem das die Bundesregierung sich seit Jahren weigert anzugehen.

Nachdem wir dann als Grüne im Rat jetzt einen Antrag laufen haben, dass die Stadt als Vorreiter auf Freifunk setzen soll, wollte ich mich natürlich mal intensiver damit beschäftigen. Denn am Besten redet man bekanntlich über Dinge, die man kennt. Also war für dieses Wochenende das Projekt “Freifunk Voerde” auf meiner Tagesordnung. Gesagt, getan:

Als Erstes habe ich mir einen Router bestellt. Ein kleiner TP-Link reicht mir, Kosten knapp 20€. Der muss dann die passende Freifunk-Firmeware bekommen, was komplizierter klingt als es ist. Man muss nur das Image suchen, dass zum Router passt und das über die Bedienoberfläche des Routers als Update einspielen. Hier gibt es von Freifunk-Ruhrgebiet auch eine Anleitung für Anfänger.

Also Gerät ausgepackt, an den Strom, ans Notebook, angemeldet, Image installiert, neu gestartet.

Dann den Router einfach mal an die Fritz-Box gehängt, weil ich ja auch Internet ausprobieren wollte. Ein paar Minuten warten und schon taucht auf der Karte mein Hotspot auf:

Zeitaufwand? 20 Minuten vom Auspacken bis zum ersten Aufruf einer Website über den FF-Knoten.

Fazit:

Ich frage mich warum ich so lange gewartet habe, bis ich hier mal einen Vorstoß unternommen habe. Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht, die Kosten sind absolut überschaubar. Derzeit liefert mein Knoten 2 MBit/s Downstream und 0.6 Mbit/s Upstream, also nur einen Teil der verfügbaren Bandbreite meines Anschlusses (10/2). Also sollten selbst Intensivnutzer keine spürbare Verlangsamung für mein eigenes Surfen mit sich bringen. Die Kosten bei 20€ für das Gerät und ca 5 Watt Stromverbrauch sind vernachlässigbar.

Jetzt gilt es, in der Nachbarschaft und Voerde insgesamt für Interesse zu sorgen. Erste “Multiplikatoren” wie die Werbegemeinschaften habe ich schon angemailt. Mal sehen ob da was kommt. Und dann mal in der Nachbarschaft auf Tour gehen….

 

(Danke an Andreas für’s vormachen und motivieren)

Schäuble so: ach kommt, lügen wir uns was in die Tasche…

14. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… merkt eh kein Schwein.

So kommt mir das vor, wenn Schäuble sich und die verfehlte Politik der Bundesregierung über den Klee lobt und behauptet, dank ihm hätten wir zukünftig im Bund die schwarze Null:

Der erste ausgeglichene Haushalt seit 1969: Die Koalition habe “Geschichte geschrieben”, lobt sich die Union, die SPD spricht von einem “historischen Moment”: Der Verzicht auf neue Schulden erstmals seit mehr als 40 Jahren ist geschafft.

DerWesten, 14.11.2014

Ja wollen die uns verarschen?

Ja. Sie wollen.

Unter anderem deswegen, weil der Bund einen Teil seiner sehr kostenintensiven Aufgaben einfach mal auf die Länder verteilt hat. Die wiederum auch keine Kohle haben, von der schwarzen Null (wen meinen die damit eigentlich?) träumen und die Aufgaben an die Kommunen durchreichen. Ohne ausreichende finanzielle Kompensation.

Die Kommunen stöhnen dann, weil ihnen die Infrastruktur unterm Arsch verrottet (Straßen) oder als “freiwillige Leistungen” im Rahmen des Spardiktats von Land und Bund geschlossen werden müssen (Bühereien, Schwimmnbäder). Während man zugleich gezwungen ist, die Grundsteuer B zu erhöhen und die Gewerbesteuer gleich mit. Weil das die einzigen Schrauben sind, auf die die Kommunen Einfluß haben.

Na herzlichen Glückwunsch. Und während sich die Damen und Herren “Spitzenpolitiker” in die Tasche lügen, fällt selbst den US-Amerikanern(!) auf, dass hier was grundsätzlich schief läuft:

Specifically, it has a Germany-not-spending-enough-money problem. But German workers can’t afford to spend more money themselves, because, after inflation, they haven’t gotten much of a raise the past decade. It’s the German government that chooses not to, even though it needs new infrastructure — and investors, as crazy as it sounds, have been paying it to borrow over two years. You can see just how starved Germany has been for public investment—things like roads, bridges, and schools—in the chart above from Centre for European Reform chief economist Christian Odendahl. After accounting for wear and tear, the government’s investment in the economy has actually been negative for 12 years now.

Washington Post, 11.11.2014

Kategoriengedanken, ökonomisch, politik Tags:

What please?

18. Oktober 2014 4 Kommentare
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Da machste die Zeitung auf und liest, dass der neue Betreiber des Voerder Weihnachtsmarktes eine gaaanz tolle Idee hat:

Zudem werde über einen „kleinen Eintrittsobolus von 2 bis 3 Euro“ nachgedacht, lassen die neuen Veranstalter weiter verlauten.

WTF?

Der Weihnachtsmarkt findet auf dem Gelände des Wasserschlosses Voerde statt – das die Stadt mit viel Geld der Bürgerinnen un Bürger aufgehypscht hat. Dazu kommt, dass gerade Weihnachtsmärkte eine hohe soziale Bedeutung haben, weil sie gerade auch den Einkommensschwachen einen Ausbruch aus dem Alltag erlauben. Wenn jetzt eine Familie mit 3 Kindern schon zwischen 10 und 15€ nur an Eintritt löhnen darf, wird die es sich doppelt überlegen.

Zumal mir nicht bekannt ist, dass Duisburg, Dinslaken oder Wesel ähnliche  Pläne hegen.

Für mich klingt das nach einer Schnappsidee. Die, wenn sie realisiert wird, das Ende des Weihnachtsmarktes in Voerde bedeutet.

“Verlust erfahrener Mitarbeiter, die sie auf die Schnelle nicht ersetzen könnten”

13. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Schreibe ich über ein Thema, habe ich oft mehrere mögliche Perspektiven. Einige davon bieten sich an und andere haben das Problem, eine Tendezn zu zeigen. Die man vielleicht vermeiden sollte.

Die Überschrift dieses Blogbeitrags ist ein Zitat aus der Westen, dass in Gänze so lautet:

Ansturm auf die Rente mit 63: Bis Ende Juli haben bereits 85. 000 Menschen in Deutschland die abschlagsfreie Rente mit 63 beantragt. Aus den Unternehmen mehren sich bereits die Klagen über den Verlust erfahrener Mitarbeiter, die sie auf die Schnelle nicht ersetzen könnten.

Es dürfte wenig überraschend sein, dass die Menschen so schnell wie möglich aus dem Arbeitsleben ausbrechen wollen. Das ohnehin nur mit Mühen heute noch als “notwendig” verkauft werden kann. Zudem spricht ja niemand über den offensichtlichen Logikbruch, dass länger arbeien lassen auch bedeutet, dass immer ältere Menschen arbeiten.

Womit wir voll im Thema sind: Es ist doch nicht das Problem der Menschen die mit 63(!!!) endlich LEBEN wollen, wenn die Unternehmen es nicht schaffen, Nachwuchs heran zu züchten? Weil Unternehmen ja hoffen, die Arbeitskräfte möglichst lang (65? 70?) verschleissen zu können. Man kann sowas schlicht eine verfehlte Personalpolitik nennen.

Man könnte also auch schreiben: “Unternehmen verpassen Chance zur Verjüngung des Personalstamms”. Oder “Unternehmen erkennen, dass sie sich zu wenig um Nachwuchs kümmern”. Oder oder oder. Man kann aber natürlich auch so tun, als käme das alles völlig überraschend auf die armen, armen Unternehmen zu, die gleichsam am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs stehend erleben müssen, wie ihre Besten der Besten einfach keinen Bock mehr haben.

Wie gesagt, es gibt immer mehr als eine Perspektive…

Es gibt so Tage….

29. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen. Kaffee getrunken? Na, dann kann ja ein Blick in die Zeitung, bzw. das Internet folgen.

Der Justizminister Maas (SPD) schafft defacto mal eben das politische Asyl ab. Ausgerechnet die Form von Asyl, die dringend gebraucht wird, wenn Regierungen gleich wo Amok laufen. Im Fall Maas geht es natürlich um Snowden:

Ich sag mal so, dass was Herr Mass für “schwierig” hält ist letztlich eine Frage des Wollens. Ich konnte noch nicht zur Kenntnis nehmen, dass mal ergebnisoffen oder unter der Prämisse es zu ermöglichen überhaupt ernsthaft geprüft wird. Wenn aber Snowden kein Präzedenzfall ist, was oder wer wäre dann eines? Und sind transnationale Beziehungen so offensichtlich wertvoller als Artikel 1 des Grundgesetzes?

Währenddessen wird in Australien eine riesige Kohlemine genehmigt. Mit “kleinen” Auswirkungen auf die eigentlichen Schätze des Landes:

Wirtschaft geht vor Umweltschutz: Die indische Firma Adani darf in Australien ein gigantisches Bergbau-Projekt umsetzen. Naturschützer sind entsetzt, denn nicht nur ein riesiges Reservoir ist in Gefahr, auch das Great Barrier Reef könnte großen Schaden nehmen.

Aber ich bin sicher, wir brauchen dringed mehr Kohle, die noch mehr CO2 in die Atmosphäre pustet. Und alle die was vom Klimawandel schreien, sind ja eh nur technikfeindliche Idioten. Und so Unwetter, wie sie im Moment fast regelmäßig über uns hereinbrechen, also das hat damit gar nix zu tun:

Wieder starke Gewitter in Nordrhein-Westfalen: Heftiger Regen hat am Montagabend und in der Nacht die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders betroffen war die Region Münster. Dort ist ein Mann in einem überfluteten Keller ertrunken. Aber auch das Ruhrgebiet und Teile des Niederrheins waren betroffen. Für Dienstag gibt es neue Unwetter-Warnungen.

Tja, auf der anderen Seite reiht sich Australien nur in die Linie derer ein, die tun, was getan werden muss. Ganz vorne mit dabei, nicht nur bei der Verfolgung unliebsamer Personen wie Snowden oder Assange ist natürlich auch immer England. Die mal eben fast das ganze Land für Fracking frei geben:

Die Regierung in London hat am Montag die Hälfte der Fläche Großbritanniens für Fracking freigegeben. Dazu gehören „unter bestimmten Umständen“ auch Nationalparks, Naturschutzgebiete und Stätten des Weltkulturerbes. Dafür müssen die Unternehmen allerdings eine „besonders umfassende und detaillierte“ Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass sie die Bedenken der lokalen Bevölkerung ernst nehmen.

Ich bin sicher, die Unternehmen werden die Schranken ganz doll ernst nehmen. Ne Spaß, werden sie natürlich nicht. Denn dafür hat man ja durch “Freihandelsabkommen” und geheime Schiedsgerichte längst eine Schattenjustiz erfunden. Deren Auswüchse, als Vorwarnung für das was TTIP uns tolles bringen wird, kann man gerade in Kanada sehen:

Ein US-Konzern verklagt Kanada wegen eines Fracking-Verbots – auf Basis eines Freihandelsabkommens. Jetzt könnte auch das Abkommen zwischen EU und Kanada scheitern. (…)

Aber nicht nur in den USA, auch in Deutschland dürften die Vorbehalte Gabriels auf Widerstand stoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die deutsche Industrie werben für TTIP, das den Handel vereinfachen und der deutschen Wirtschaft zahlreiche neue Arbeitsplätze bringen soll.

So, ich glaub ich mach das Internet wieder zu und steige von Kaffee um auf Vodka.

Klimawandel? Das ist doch eine Lüge der Ökospinner

7. Juli 2014 1 Kommentar
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Die Diskussion ob sich das Klima wandelt oder nicht ist sehr emotionsgeladen. Das liegt zum einen daran, dass nicht-glauben viel einfacher ist und glauben durch nur wenige wirkliche Fakten erschwert wird.

Wenn ich aber wissen will, ob sich das Klima wandelt, gucke ich aus dem Fenster. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich in einer – wettertechnisch gesehen – sehr stabilen Gegend wohne. Wohnte. Denn in den letzten Jahren häufen sich die Wetterereignisse, die angeblich ja nur alle x Jahre mal vor kommen.

Foto 3Tatsächlich aber scheinen die Abstände immer kürzer zu werden – und das Wetter immer extremer. Gestern war wieder ein schönes Beispiel dafür, als binnen Minuten ein richtiges Unwetter erst entstand und dann über Voerde hinwegzog.

Foto 4Wenn man sich dann mal damit auseinander setzt, findet man durchaus Ansätze für Erklärungen, die plausibel klingen. Und die auf der einen Seite eine natürliche Verschiebung des Klimas berücksichtigen, auf der anderen Seite aber auch den Einfluss des Menschen:

Jahrzehntelang erhobene Messdaten vieler tausend Wetterstationen, Satelliten, Schiffe, Bojen, Tiefseesonden und Ballons lassen inzwischen keinen seriösen Zweifel mehr daran, dass die von Menschen erzeugten Treibhausgase einen größeren Anteil der von der Sonne eingestrahlten Wärme in der Atmosphäre festhalten

Was es für mich nur schwer macht ist, dass ich nicht verstehe das immer noch viele Menschen das einfach ignorieren. Und sich in ihrem Verhalten kein bisschen anpassen – und das fängt bei der Vermeidung überflüssiger Autofahrten an, geht über die Auswahl von Stromanbietern mit regenerativer Energie bis hin zuunzähligen anderen Maßnahmen die wir treffen können – und die im Long Run auch dafür sorgen müssen, dass wir nicht einfach nur die Erzeugung von Klimagasen in andere Teile der Welt (China, Afrika…) verlagern.

Und wenn ich dann Fefe lese…

Aktueller Trend aus den USA: Umweltzerstörungsbewegung. “Konservative” (wer sonst) bauen ihre Diesel-Trucks um, damit da aus dem Auspuff möglichst tiefschwarze Wolken an Abgas rauskommen. Damit versuchen sie dann, Hybrid-Fahrer einzuhüllen.

… geht mir manchmal der Glaube an unsere Intelligenz verloren. Und das Teufelchen auf meiner Schulter flüstert mir ins Ohr, dass wir es dann wohl nicht anders verdienen…

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Danke T-Mobile – für nichts

15. Mai 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich hatte gerade ein nicht erfreuliches Telefonat mit der Telekom, Geschäftskundenservice. Und ich frag mich ja echt, ob die mich auf den Arm nehmen wollen. Oder ob die mich einfach nur los werden möchten:

Ich bin seit den 90er Jahren mit der gleichen Nummer bei der Telekom und im Laufe der Zeit hat sich mein Vertrag ein paar Mal verändert. Manchmal wurde er etwas teurer, manchmal etwas preiswerter aber immer eigentlich ok was Preis und Leistung angeht. Das die Telekom teurer ist als andere nehme ich gerne in Kauf: Die Leistungen sprechen an der Stelle für sich und das gilt insbesondere für die Netzqualität und die Dichte an HotSpots.

Heute rief mich dann die Telekom an und fragte ob ich nicht ein Feature zu meinem Tarif dazu buchen möchte. Auf meinen Einwand, dass ich gerne sowieso mal ein neues Telefon haben wollen würde, bekam ich gesagt ich möge mich an die Geschäftskundenhotline wenden.

Dort erklärte man mir zuerst, dass ich kein neues Handy haben könnte, sondern erst im Juli. Erst auf mehrfaches Nachfragen kam dann raus: geht doch. Dann wollte man gerne, dass ich in einen der neuen Tarife wechsel. Und ich fasse mal eben zusammen, was das bedeutet hätte, wenn ich bei gleicher Tarifstufe in einen Neuen gewechselt wäre:

  • Ca. 15€ im Monat mehr, dafür aber:
  • Nur noch 750 MB statt 1024 MB Inklusiv-Volumen für UMTS
  • Nur noch 120 statt 180 Minuten Gesprächsguthaben in andere Mobilfunknetze
  • Das Gesprächsguthaben gilt nur noch für Deutschland, nicht wie bisher in ganz Europa
  • Die Hotspot-Flat kommt erst bei einem höheren Tarif wieder hinzu
  • Meine Zweitkarte (im Auto) kostet plötzlich 4,95 im Monat, statt 0€ wie bisher
  • Meine SMS-Flat entfällt
  • Mein monatlicher Rabatt von 20% verringert sich auf 5%

Zu allem Überfluss sollte ich dann für ein iPhone 5S 16GB allen ernstes 300€ bezahlen.

Ich hab dann mal gefragt, ob die mich los werden wollen. Auf Rückfrage wieso habe ich dann erklärt, dass Julia für 1/6 des mir vorgeschlagenen Preises das Telefon bekam. Antwort war, dass sie ja in einem Traif für Studenten und Wenigverdiener ist, die man auch in den Genuss eines iPhone kommen lassen will. Da wollte ich fast auflegen: Weil ich kein Student bin, verdiene ich nach der Telekom-Logik so viel mehr Geld, dass ich das Sechsfache bezahlen soll?

Ich hab dann gesagt das ich den Vertrag kündigen möchte.

Und plötzlich konnte ich doch in dem alten Tarif bleiben, meine Boni (wie 20%, SMS-Flat, europaweite Telefonate, etc.) darf ich auch behalten. Und siehe da, plötzlich gibt es auch das Telefon zu einem akzeptablen Preis – immer noch deutlich über denm was Julia bezahlt hat – aber weit unter dem ersten Angebot.

Das ich jetzt bei der Telekom bleibe hat in erster Linie technische Gründe. Aber insgesamt fühle ich mich doch sehr abgezockt. Um nicht zu sagen, ich habe das Gefühl als Bestandskunde ist man so gar nix mehr wert. Unternehmerisch völlig Banane. Und geht in meinem Fall nur deshalb, weil ich eine chronische Abneigung gegen D2 habe….

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Ein toller Tag!

29. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Gut, nicht für CDU und FDP.

Aber für Dich, mich, Deutschland und die Welt:

  1. E.ON will bereits im Mai 2015 das nächste AKW stilllegen. Das belegt ein Mal die Mär vom zwingend notwendigen Atomstrom von wegen Versorgungslücken und so. Kleiner Hinweis auf die Stromlüge, nach der ja eigentlich schon das totale Chaos herrschen müsste ;-)
  2. Der Braunkohletagebau Garzweiler II wird deutlich verkleinert. Viele Millionen Tonnen Braunkohle werden nicht ausgebaggert und das Klima belasten. Die Anwohner müssen nicht umgesiedelt werden. Das muss vor allem CDU und FDP richtig weh tun, die ja immer noch von neuen Kohlekraftwerken träumen.

Insgesamt also für alle Menschen deren Aufgabe nicht die Förderung der Big Four auf dem Energiemarkt ist, ein perfekter Tag. Und deswegen gehe ich jetzt Rad fahren und die Natur genießen. In dem guten Wissen, dass es vielleicht doch möglich ist, die Kurve zu einer besseren Zukunft zu bekommen.

Werbung die au(f)(s)fällt

27. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Werbung muss auffallen.

Werbung bedient Sterotypen.

Gute Werbung ist rar geworden. Das mag sicherlich daran liegen, dass Werbung omnipräsent ist. Fernseh ohne Werbung? Radio ohne Werbung? Zeitschriften und Zeitungen ohne Werbungs? ÖPNV ohne Werbung? Es gibt keinen Raum ihr zu entrinnen.

Das schafft zugleich ein großes Problem: Der Mensch neigt dazu, Reizüberflutung durch Ausblenden zu reduzieren. Das bekämpft man am einfachsten mit noch lauterer Werbung, noch bunterer Werbung und, vor allem im Internet, noch nervenderer Werbung. Wer kennt sie nicht die Banner, die sich über eine Website legen und eine Aktion zwingend machen. Doch damit verprellt man noch mehr Zielgruppe.

Einen anderen Weg gehen Unternehmen, die Werbung mit Köpfchen machen. In Deutschland ja gerne die Autovermietung Sixt. Und in der Welt gerne der Mars-Konzern, unter anderem für Snickers. Wir erinnern uns an die Auszähl-Werbung, wenn es mal wieder etwas länger dauert ;-)

Jetzt gibt es für Snickers eine neue und sehr gewagte Werbung, die mit Sicherheit ein Erfolg ist. Schon deswegen, weil man sie sehr kontrovers diskutieren wird. Ist sie jetzt Frauenfeindlich? Oder läßt sie Männer dumm dastehen? Ist sie jetzt eigentlich Werbung für das Produkt oder doch eher dagegen? Auf jeden Fall wird man darüber reden und nachdenken. Und Menschen wie ich werden an der Verbreitung mitwirken.

Und damit ist das Ziel erfüllt. Ich geh mir jetzt zwar kein Snickers kaufen, aber das Produkt hat sich nach geraumer Abwesenheitszeit doch jetzt wieder einen Platz in meinem Kopf erobert. Mission accomplished.

 

Die CDU fordert mal wieder… Fracking

26. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich weiß nicht ob die einfach nicht Klug werden wollen oder können oder einfach so tief mit den großen Energieversorgern verwachsen sind, dass man von totaler Merkbefreitheit sprechen darf. Denn heute morgen in der RP lese ich:

Der Vorstoß von EU-Kommissar Günther Oettinger für ein Fracking-Pilotprojekt in Deutschland löst eine neue Debatte über die umstrittene Fördertechnik aus. „Ich bin unbedingt der Meinung, dass NRW von einer solchen Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab profitieren würde“, sagte der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke (CDU), der auch Sprecher der Arbeitsgruppe Ruhrgebiet in seiner Berliner Fraktion ist. Absoluten Trinkwasserschutz vorausgesetzt, könne „gerade die NRW-Industrie bei einem solchen Referenzprojekt ihre Leistungsfähigkeit beweisen“, so der ehemalige Bauminister: „Deutsche Ingenieure sind führend in der Entwicklung umweltfreundlicher Hochtechnologie.“

Die RP hätte vielleicht dazu schreiben sollen, welcher Partei der Oettinger angehört: CDU. So macht man Politik: Man parkt jemanden in der EU, der dort scheinbar neutral Dinge fordert, die man dann lokal begrüßt.

Dabei werden dann wie immer die Nachteile des Fracking aussen vor gelassen. Abgesehen davon, dass man inzwischen selbst in den USA die Frage diskutiert, ob Fracking nicht einer der teuersten Fehlschüsse überhaupt wird, geht man sogar noch einen Schritt weiter:

Deutsche Ingenieure sind führend in der Entwicklung umweltfreundlicher Hochtechnologie.

WTF? Wie kann man sich denn heute noch hinstellen und behaupten, Fracking sei Teil einer umweltfreundlichen Hochtechnologie? Es werden tiefe Löcher gebohrt, die mit einem giftigen Chemikalien-Cocktail vollgepumpt werden um dann etwas Gas zu fördern. Damit risikiert man dann halt Grundwassersauberkeit, Erdbeben und unzählige Folgewirkungen.

Ich bin ehrlich gesagt fassungslos.