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Archiv für die Kategorie ‘ökonomisch’

Krise? Welche Krise?

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Jetzt ist passiert, was von zahlreichen Beobachtern erwartet wurde: Die EZB ha die Zinsen um weitere 0.25 auf nunmehr lächerliche 0,5% gesenkt. Um gegen die Krise anzusteuern. Nur: Welche Krise?  Mehr…

Das Ende der Landwirtschaft?

26. April 2013 2 Kommentare
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Was genau stimmt eigentlich nicht in unsere Gesellschaft, wenn Politiker der EU sehens die Bevölkerung ins Unheil schicken? Und nicht sofort Zehn- und Hundertausende auf der Straße sind, um sich dagegen Gehör zu verschaffen?

So wie mit der Planung, dass demnächst nur noch zertifiziertes Saatgut verwendet werden darf? Mehr…

Folgt Vodafone der Telekom?

23. April 2013 Keine Kommentare
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Bei Netzpolitik.org überlegt man, ob Vodafone dem Beispiel der Telekom folgen wird und die echte Flatrate beerdigt.

Natürlich werden sie. Wenn es sich lohnt: Mehr…

Die Telekom schreit danach, verlassen zu werden…

22. April 2013 2 Kommentare
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1&1 fing damit an, “Flatrate-Internet” zu bieten wie am Handy: Mit Drosselung bei einem gewissen Volumen. Man konnte 5€ im Monat sparen, wenn man dafür bereit war, ab 100GB Datenvolumen nur noch mit 1MBit zu surfen. Die Telekom macht es nach und wie immer schlimmer:

 

Mehr…

Good Guy Sigma

15. April 2013 2 Kommentare
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Seit vielen Jahren schon habe ich Tachos und Pulsuhren von Sigma im Einsatz. Ab und zu geht mal was kaputt, aber das ist normal.

Nicht normal ist, dass zwei meiner Tachos gleichzeitig das gleiche Problem aufwiesen: ein BC1909 und ein BC2209 sind gleichzeitig durch eine Unachtsamkeit kaputt gegangen. Der 1909 ist schon älter, der 2209 noch recht jung.

Ich habe dann der Firma geschildert, was ich gemacht habe, um zwei Tachos auf ein Mal sterben zu lassen und gebeten, mir für den 1909 (der kaputtere unter den kaputten) ein Replacement anzubieten, wohlgemerkt gegen Bezahlung.

Denn das Problem bei Sigma ist, dass ich alle Sensoren und Halterungen einzeln nachkaufen kann. Nur eben den Tacho selbst nicht. Geschwindigkeits-, Pedal- und Pulssensoren habe ich aber ausreichend.

Die Mail an Sigma ging Sonntag raus. Antwort heute, Montag, ich möchte bitte beide Tachos einschicken, sie würden kostenfrei gegen neue Geräte getauscht. Und ich muss sagen, ich bin beeindruckt und fühle mich bestätigt, Produkte dort zu kaufen.

Und da sich gute Geschäftsbeziehungen meiner Meinung nach vor allem im Problemfall zeigen, möchte ich an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Sigma los werden und Euch die Firma empfehlen.

Ein Mal – nie wieder: Bowltreff Recklinghausen

15. April 2013 3 Kommentare
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Es gibt so Erfahrungen, auf die möchte man gerne verzichten. Der Besuch im Bowltreff Recklinghausen gestern Abend gehört leider dazu – auch wenn das nur an wenigen handelnden Personen liegt…

Wir hatten bei Groupon einen Gutschein gekauft, um mit 4 Leuten 2h Bowling & Schnitzel zu genießen. Der Termin war relativ schnell gemacht und damit fingen die Unannehmlichkeiten an. Angeblich nämlich sei es z. B. nicht möglich, vor dem Bowling zu essen, sondern nur während dessen oder danach. Äh wie bitte?

Einer der Gründe war angeblich, dass an dem Abend 11 Gruppen von Groupon da wären. Okay, aber ist das mein Problem? Eher nicht. Und es stand auch nicht in den Bedingungen oder im Gutschein. Schließlich erklärte sich die sichtlich gereizte, sehr unfreundliche junge Frau am Tresen bereit, uns “dazwischen” zu schieben. Das war schon erstaunlich, weil wir dann feststellten, dass für uns sogar schon eingedeckt war. Und, trotz der angeblichen langen Schlange vor der Küche, kam unser Essen auch recht schnell.

Das Essen war auch wirklich okay und für Ort und Preis in Umfang und Qualität angemessen. Wenn man dann allerdings den Kellner fragt ob es Desserts gibt und der einen verdutzt anguckt und sagt: “Danach fragt hier nie einer” und dabei vergisst zu erwähnen, dass es diverse Eis gibt, das ist schon amüsant. Trotzdem war unsere Bedienung sehr nett und ein angenehmer Kontrast zu der in meinen Augen arrogant wirkenden “Empfangsdame”.

Während der Eingang zur Bowlinghalle etwas merkwürdige Tunnelgänge sind und die ganze Anlage leicht herunter gewirtschaftet wirkt, sind die Bahnen und Kugeln selbst total in Ordnung. Das Spielen hätte auch fast richtig Spaß gemacht, wenn nicht die Teams rechts und links von uns ihr Essen an der Bowlingbahn(!) serviert bekommen hätten. Bowling zwischen Schnitzelmampfern war schon interessant…

Hier habe ich auch eine eigene Theorie: Die meisten Teams wußten nämlich nicht, wie man die Bahn auf Pause schaltet und ob das den Timer anhält. Man musste also immer wieder vom Essen aufstehen und eine Kugel rollen (wie entspannt!) oder zusehen, wie der Timer von 2h Richtung Null unfaufhörlich herabzählte.

Bis hier alles noch irgendwie okay.

Dann nicht mehr:

Um 21:30 fing ein Mitarbeiter an, mit einer relativ unangenhm klingenden Maschine die Bahnen neben unseren zu wachsen. Dabei schaltete er auch schon mal versehentlich unsere Bahn mit ab. Man fühlt sich extrem unwillkommen, wenn schon der Feierabend ausgerufen wird, wenn an zahlreichen Bahnen noch gespielt wird.

Der Gipfel war dann aber, dass mit Ausnahme des Facility Managers, der die Bahnen gemacht hat, plötzlich das gesamte(!) Personal verschwunden war. Wohlgemerkt nicht nur für ein oder zwei Minuten. Weg. Einfach alle Weg. Und so standen verdutzte Kunden im Laden, die gerne gezahlt hätten – nur bei wem?

Der Mann mit dem Gerät erbarmte sich dann irgendwann und holte die Mitarbeiter aus einem “Aufenthaltsraum”, wo scheinbar alle hin waren. Wir haben dann auch bezahlt und uns aus dem Staub gemacht. Mit dem Fazit: Nie wieder.

Wenn ich mich als Unternehmen bei Groupon enbringen, will ich damit neue Kundenkreise erschließen. Das mache ich nicht mit unfreundlichem Personal und auch nicht, wenn ich 30 Minuten vor Spielende anfange die Bahnen zu putzen. Ich mache das auch nicht, in dem ich mich darüber beschwere, dass “so viele” tatsächlich das Angebot annehmen. Und auf jeden Fall erfülle ich mögliche und keinesfalls überzogene Wünsche. Und ich gebe den Kunden auch nicht das Gefühl, sie möglicherweise über den Tisch zu ziehen, weil während des Essens der Countdown für die Spiele weiter läuft…

Wo ein oder zwei Funktionäre in meinem Namen zusammenkommen…

10. April 2013 1 Kommentar
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okay, ich gebe zu: Das ist eine böse Zweitverwendung eines Kirchenliedes.

Im Grunde trifft es das aber: denn dort wo Funktionäre beisammen kommen, geht es meist um Geld. Macht. Einfluss. Das ist beim internationalen Radsportbund UCI nicht anders.

Das “Kapital” des UCI sind seine Fahrer. Vor allem die Erfolgreichen. Wer für den UCI fahren möchte, der braucht eine Linzenz, gegen Bares. Und wenn man dann gut ist, dann kommen irgendwann Sponsoren, man gewinnt Gelder und hat ein tolles Leben. Jenseits dessen hat das mit der Lizenz aber ein Problem:

Wie die Musik- und Filmindustrie versuchen auch die Sportverbände immer stärker, ihre “Assets” zu kontrollieren. Beim Radsportverband ist das schon länger auch in den Statuten zu sehen, doch im Moment kocht es ziemlich hoch. Grund ist eine unscheinbare Zahl:

1.2.019

Das ist die Nummer der Regel die besagt, dass Lizenzfahrer nur noch Rennen fahren dürfen, die dem nationalen oder internationalen Radsportverband, dessen Lizenz sie haben,  gemeldet und von diesem “unterstützt” werden. Der Haken ist, dass es zahlreiche Rennen und Rennserien gibt, die das eben nicht machen: Sich dem UCI unterwerfen. Die Website aCrossTheCountry listet davon einige.

Will jetzt ein Lizenzfahrer dort starten, so darf er das nicht. Es drohen Strafen wie Startverbote und Sperren – besonders für jemanden der sein Geld im / mit Radsport verdient (z. B. durch Sponsoring) ist das natürlich ein absolutes Problem. Aus Sicht des UCI ist es einfach so, dass man die “eigenen” Markennamen schützen will: Es sollen sich nicht andere Veranstaltungen damit “schmücken”, wer bei ihnen angemeldet ist.

Auf der Strecke bleiben natürlich die Radfahrer. Zum einen aus dem offensichtlichen Grund, dass es saucoole Mountainbike-Veranstaltungen wie Enduro-Rennen gibt, die es für den UCI im Moment noch gar nicht gibt. Auf der anderen Seite weil man nicht mehr selbst entscheiden kann, welches Rennen man gerne fahren möchte. Man müsste erst prüfen, ob es ein im Sinne des UCI legales Rennen ist.

Völlig klar ist so ein Quatsch auf Funktionärsdenken zurück zu führen und verabschiedet sich komplett vom Geist des Sports an sich. Plötzlich ist man kein Rennfahrer mehr, der sich mit anderen misst, sondern man ist ein Asset, über das verfügt wird. Und genau das ist das Problem, sei es im Verein, im nationalen oder internationalen “Verbund”: Immer dann, wenn es um Funktionäre geht die zusammen kommen, geht es schief. Weil der Fokus plötzlich die Rentabilität und der Schutz der “Investition” ist. Und nicht mehr der Sport an sich.

Im Ergebnis kann man eigentlich allen Radfahrern nur davon abraten, mit Lizenz zu fahren. Das Problem ist, dass damit aber oft auch die Teilnahme an Platzierungen und damit dem Erhalt von Preisgeldern abhanden kommt – was wiederum natürlich ein NoGo ist. Und man hat es natürlich viel schwerer Sponsoren zu finden, wenn man nicht (nur) die Rennen des einen universellen Weltverbands fährt.

Lösungen sind keine in Sicht, sie können nicht von außen kommen: Ein neuer Verband macht keinen Sinn, eine “Revolte” auch nicht. Lösungen müssen von innen kommen, in dem man die Leute, die sich solche Regeln erst ausdenken und sie dann forcieren, von ihren Ämtern abwählt und durch solche ersetzt, bei denen der Sport im Vordergund steht. Dummerweise kommen diese “neuen Gesichter” dann allerdings oft erstaunlich schnell zu der Ansicht, man müsse seine Investitionen schützen…

Ihr versteht das Problem?

Noch ein paar Infos und eine eigene Sicht hat Jule: Klick!

Dein Content ist uns egal

9. April 2013 Keine Kommentare
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Tja, so kann das gehen. Und der Name des Service ist austauschbar:

SchülerVZ schließt am 30. April – und die Daten werden gelöscht.

Wie man heute mehreren Medien entnehmen kann, ist das SchülerVZ vor dem Ende und die Begründung ist so trivial, dass es einen belustigen könnte. Der Laden wird dicht gemacht, die Daten werden gelöscht, die User sollen sich bei StudiVZ oder MeinVZ tummeln. Die genau so wenig vor dem Ende geschützt sind.

Aus unternehmerischer Sicht ein logischer und einfacher Schritt: die gerade mal 200.000 Nutzer lassen sich nicht ausreichend kapitalisieren, der Return on Invest stimmt nicht, der Laden muss zugemacht werden. Unwirtschaftlich.

Das interessante daran ist, dass hier eine unternehmereische Entscheidung nicht “eigenen Content” trifft, wie das z. B. der Fall ist wenn eine Online-Zeitung zu macht. Sondern quasi ausschließlich den Content der Nutzer. Eine Datensicherung stelle ich mir schwierig vor und wo sollte man sie auch wiederherstellen? Ein Übertrag der Beziehungen und Inhalte in andere VZ oder gar nach Facebook?

Hier zeigt sich eines der größten Probleme, die ich immer bei den sozialen Netzen ankreide: Der Verlust der Kontrolle. So lange alles läuft ist alles super und wenn dann das Unternehmen beschließt nicht mehr genug Geld aus meinen Daten und Aktivitäten ziehen zu können, werden meine Inhalte und damit meine Arbeit einfach weg geworfen.

Und SchülerVZ ist bekanntlich nicht das erste “Soziale” Netz, dass es trifft. Und es wird nicht das Letzte sein.

Und ja, mit Beiträgen und Fotos in einem eigenen, am Besten noch gut vernetzten Blog, passiert das wesentlich seltener… und außerdem kann man praktisch schreiben, was man will, ohne Moderatoren oder amerikanische Moralvorstellungen ;-)

Warum ich so gerne im Internet einkaufe

3. April 2013 Keine Kommentare
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Neulich noch habe ich in einer Sitzung des Stadtmarketings mit einer Buchhändlerin darüber gesprochen, warum Bücher kaufen in Voerde für mich unmöglich ist, und was es bräuchte, damit ich wieder bei ihr und nicht online einkaufe. Es lag nicht am Service, denn der ist großartig im kleinen Laden um die Ecke. Es lag daran, dass die zu haben wenn ich da bin und ich da bin, wenn die zu haben.

Service, das muss man zugeben, den gibt es beim Buchkauf im Internet maximal in automatisierter Form von “andere Kunden kauften auch…”. Also ist man manchmal froh, wenn man einen Laden hat.

Heute wollte ich in Duisburg “mal eben” ein Hörbuch kaufen. Mal eben. Ist ja schon ein Witz.

Nun gut, dachte ich, gehste zu einem lokalen  großen Geschäft einer Buchhandelskette. Nicht, weil ich den Laden mag, sondern weil er groß ist und hoffentlich ein breites Sortiment hat und man mir helfen kann. Und was muss ich lernen? Ich sollte doch besser im Internet einkaufen:

1) Die Aufmachung

Der Laden in Duisburg ist ganz großes Kino. Chaotisches Kino. Würde ein Kind so sein Zimmer aufräumen, es bekäme einen Satz heiße Ohren. Ich hasse es, wenn mich schon am Eingang Wühltisch-Atmosphäre empfängt und ich hunderte Mal das gleiche Cover lieblos gestapelt sehe. Bücher sind Hochkultur, sie gehören gewürdigt und geehrt und nicht verramscht. Der ganze Laden macht den Eindruck, Bücher nicht ernst zu nehmen.

2) Das Personal

Welches Personal? An den Kassen waren Mitarbeiter aber in den Fachabteilungen durch die ich streifte war… niemand. Als ich dann in der Hörbuchabteilung jemanden mit einem Stapel CDs in der Hand fand, dachte ich ich wäre am Ziel und mir würde geholfen. Doch alles was der Mann konnte, war den hauseigenen Computer zu bedienen. Was er nicht konnte, war in drei Anläufen den Namen des Autors richtig zu tippen.

Ein deutsches Hörbuch gab es dann auch nicht in seinem System. Also habe ich ihm den englischen Titel genannt und gefragt ob die Mayersche auch englische Hörbücher anböte. Nein, war seine Antwort, der Markt für englische Hörbücher sei vollkommen zusammen gebrochen.

WTF??

Als er sich dann doch bequemte mal nachzusehen, stellte er fest, dass es x Versionen des Hörbuchs in seinem Computer zu bestellen gibt. Und als wäre ich blind und könnte nicht lesen, dass dort “Lieferzeit 10 bis 14 Tage” steht, erzählt er mir allen ernstes, die Lieferung würde 4-5 Wochen dauern.

Ehrlich, will der mich verarschen oder ist der wirklich so?

Ich habe den Laden dann verlassen.

Die Bestellung beim Onlinehändler dauerte geschätzte 60 Sekunden inklusive Ladezeit der Website. Wareneingang morgen, spätestens übermorgen.

S2 bis Wesel?

3. April 2013 Keine Kommentare
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Aus dem Bereich Kreis Wesel pendeln viele Menschen morgens in die großen Städte zur Arbeit.

Gut angebunden ist dabei die Schiene Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf – Köln/Mönchengladbach. Das ist auch für mich schön, fahre ich doch oft morgens mit dem Zug von Voerde nach Duisburg, um dann von dort mit dem Rad wieder nach Voerde zu pendeln.

Jetzt gibt es aber vermutlich fast genau so viele Menschen, die aus unserer Region nach Essen oder Mülheim a. d. R. pendeln.

Dazu fährt man Morgens von uns bis Oberhausen Hauptbahnhof und wenn alles klappt, fällt man am selben Gleis gegenüber in die S2,die zwischen Solingen und Oberhausen pendelt und dabei über Mülheim und Essen fährt. Das ist schon recht praktisch.

Abends sieht das leider anders aus, weil da die Anschlüsse nicht unbedingt passen. Erst eilt man durch den wenig gastlichen Bahnhof Oberhausen um dann am zugigen Gleis auf den Anschluß zu warten.

Wenn man jetzt mal betrachtet, wie viele Menschen morgens von uns kommend in die S2 steigen und Abends umgekehrt wieder in den Kreis wollen, ist da nicht die logische Folgerung zu fragen, ob der VRR die S2 nicht einfach bis Wesel verlängern kann?

Die Bahn macht gerade eine Fahrgastzählung in unserem Bereich und mein Bürgermeister hat mir versprochen, die Zahlen zu besorgen. Denn die Städte entlang der Bahnstrecke könnten politisch sehr wohl auch auf den VRR einwirken, sich das mal zu überlegen und ich habe mit “meinen Grünen” vor, hier einen Vorstoß zu wagen. Bei der SPD gibt es dafür durchaus ebenfalls Sympathien und ich glaube, die anderen Parteien dürften auch nicht abgeneigt sein.

Zudem will die Bahn ja eh mittels Blockverdichtung die Menge an Zügen erhöhen, die durch Voerde brausen. Da kann man dann eigentlich auch mal was für die Pendler machen. Ich meine, außer jedes Jahr die Preise zu erhöhen ;-) Und vielleicht kriegt man so ja noch den einen oder anderen neuen Fahrgast dazu, sein Auto mal stehen zu lassen…

Die Stromlüge

3. April 2013 2 Kommentare
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Gut im Gedächtnis sind noch die Warnungen der Energiewirtschaft, dass die Energiewende und der Ausstieg aus der Atomenergie die Versorgungssicherheit in Deutschland gefährden könnte.

Von Ausfällen der Stromversorgung bis zum Untergang der Zivilisation schien kein Szenario zu absurd, den Menschen Angst zu machen. Doch wie sieht die Realität aus?

Die Realität sieht so aus, dass wir in 2012 fast vier Mal (!) so viel Strom noch exportieren konnten, wie in 2011 – also nicht selbst verwenden mussten und  mit Gewinn ans Ausland abgaben:

Deutschland hat trotz der Stilllegung von acht Atomkraftwerken im vergangenen Jahr so viel Strom ins Ausland exportiert wie zuletzt vor fünf Jahren. Der Überschuss war mit 22,8 Terawattstunden (TWh) fast viermal so hoch wie noch im Jahr 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Den ganzen Artikel auf Heise.de lesen: Klick!

Gut für die Telekom. Schlecht für uns.

6. März 2013 Keine Kommentare
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Die Telekom steigt bei FON ein.

Was erstmal gut klingt, ist in Wahrheit eine Hiobsbotschaft für uns. Und zwar weil:

FON stellt Geräte zur Verfügung, mit denen man zwei WLAN aufbaut: Ein Privates mit Verschlüsselung und ein Öffentliches ohne. Mitsurfen konnte jeder, der bei FON angemeldet war, also entweder Zahlende oder halt FONeros.

Das stieß natürlich in Deutschland auf wenig Gegenliebe, drohte es doch die Flatrate-Modelle zu unterminieren, deren Kalkulation darauf basiert, das kaum ein DSL-Anschluss wirklich 24/7 in Betrieb ist. 1&1 klagte schließlich sogar erfolgreich gegen FON.

Jetzt, viel später als von mir erwartet, steigt die Telekom bei FON ein. Das geht sogar so weit, dass die neuen Telekom-Router mit FON daher kommen.

Aus Sicht der Telekom ist das klug: Um die Nutzer kümmert sich FON und die Telekom entlastet damit einerseits das Mobilfunknetz erheblich und breitet andererseits ihren Versorgungsbereich weiter aus. Zudem wird viel Netzlast aus dem Mobilfunk auf die Kabelgebundenen verlagert. Das reduziert die Ausbaunotwendigkeit und spart bares Geld.

Problematisch ist, dass die Telekom die weite Verbreitung ihrer DSL-Anschlüsse und die Kooperation mit FON nutzt, um ein de facto Monopol zu errichten. An Banhöfen, in Zügen und bald schon in vielen Straßenzügen ist WLAN damit fest in der Hand eines Telekommunikationsanbieters – der auch nach eigenem gut dünken die Regeln bestimmt.

Aus Sicht von FON ist die Kooperation ebenfalls gut, denn so schafft man Rechtssicherheit und eine höhere Verbreitung. Es ist meiner Meinung nach dann allerdings nur eine Frage der Zeit, bis FON in die Telekom integriert wird, denn warum sollte die Telekom hier die Kontrolle nicht vollständig in der Hand haben?

Für Deutschland ist das ein denkbar schlechtes Zeichen, wenn wir neben den Big Playern mit ihren unverschämten “Flat-Rate”-UMTS und 4G-Angeboten jetzt auch die Telekom den WLAN-Bereich dominiert.

Monopole sind nie gut und alturistische Motive kann man bei der Telekom wohl getrost verneinen. Also geht es wie immer ums Geld verdienen. Und hier kommen neben den Einsparungen in der eigenen Infrastruktur natürlich auch noch die Erarbeitung neuer Geschäftsmodell in Betracht. Zum Beispiel LBS-Dienste, weil ich den Standpunkt eines Handys im Bereich von WLAN auf Grund der niedrigen Reichweite besser bestimmen kann, als in einer Funkzelle – ganz ohne App, die den Nutzer fragt. Stellt Euch vor, Ihr geht bei Karstadt durch die Tür, Euer Handy bucht Euch ins Karstadt-WLAN (das frei erfunden ist und nur als Beispiel dienst) und die Telekom beamt Euch per SMS oder Joyn die neusten Angebote auf Euer Handy.

Zudem gehört das Internet nicht in eine zentrale Hand. Um so weniger Player die Zugänge kontrollieren, um so schwerer wird es werden, das Internet neutral zu halten. Und um so weniger wird es möglich sein, auch mal unbeobachtet zu kommunizieren – denn bei FON müsst Ihr ja angemeldet sein und die Daten sind der Telekom dann auch bekannt.

Mir graust vor der Kooperation mit FON und ich werde meine FON-Hotspots abmelden.

Erstaunt bin ich aber, dass das so lange gedauert hat…

Wirklich schlimm ist aber…

dass die Telekom hier die Störerhaftung nutzt, die es normalen WLAN-Router-Besitzern nahezu unmöglich macht, von sich aus und ohne kommerzielle Interessen ihr WLAN zu teilen. Oder anders gesagt: Die Bundesregierung mit ihrem Unwillen die Störerhaftung zu beseitigen, schafft der Telekom hier einen Markt.

Carolus Therme Aachen

11. Februar 2013 8 Kommentare
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Ich war heute eingeladen, die Carolus-Therme in Aachen zu besuchen.

Das Bad ist kleiner, als ich es mir vorgestellt habe. Und auch, wenn ich die Wasserlandschaft zum Entspannen ganz nett fand, bin ich doch enttäuscht. Zwei Personen ein paar Stunden da, Basiseintritt ohne Sauna und Orientalischer Badelandschaft, 2 Massagen a 30 Minuten, 2x Currywurst-Pommes und was zu trinken und schwupp war die Kleinigkeit von 130€ weg.

Hallo?

Mal ganz ehrlich, ich wundere mich, dass es da so voll war heute. Ich meine ja, es war nett. Aber im Grunde kann man da nichts machen, außer im warmen Wasser abzuhängen, auf Liegestühlen abzuhängen, im Sand liegend abzuhängen (3€ Aufpreis), in den Saunen abhängen (100% Aufschlag auf den Eintrittspreis), bei Massagen abhängen (~35€ für 30 Minuten). Mit anderen Worten:

Man bezahlt ein höllisches Geld dafür, nichts zu tun.

Abgesehen davon war das Bad aber sauber (inkl. Sanitärbereichen), das Personal super nett und Hilfsbereit und die Massagen waren echt gut. Trotzdem: Nochmal würde ich da nicht hin wollen. Auch nicht eingeladen, da hätte ich ein zu schlechtes Gewissen.

P.S. Was ich gut fand war das “Animationsprogramm”: Man hatte Statisten engagiert, die Badegäste gespielt haben, die sich von 2 Animateuren zu “Sport”, aka “Wassergymnastik” haben anheizen lassen. Woher ich weiß, dass das bezahlte Statisten waren? Na ist doch klar: So benimmt sich doch niemand im echten Leben. Oder? ;-)

 

Selbst die schlechteste Werbung von Sixt…

10. Februar 2013 Keine Kommentare
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… ist besser als so viel andere Werbung. Und ja, die ist grausam. Trotzdem habe ich sie zu Edne geschaut. Wetten, Ihr auch?

Kategorienfilm, ökonomisch Tags: , ,

Hast Du einen an der Waffel?

4. Februar 2013 Keine Kommentare
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Wie bekloppt die Welt ist, kann man sehr schön an einem Nebenaspekt des Superbowl sehen. Und ich rede nicht von 30 Sekunden Werbung für 2 Millionen Dollar.

Der Strom fiel aus und während die herkömmlichen Medien etwas überfordert waren, haben die Werbetreibenden im Internet sofort reagiert. Teilweise mit guten Ideen. Aber trotzdem finde ich, dass man daran auch sehen kann, wie bekloppt unsere Welt ist.

Oreo haut eine Werbung raus.

Für Keks.

Wir sprechen von Keksen.

Und so geht es während einer Sportveranstaltung bei einem Kekshersteller zu:

Some quick-thinking brands, however, jumped into the disarray. Bud Light and Speed Stick bid on promoted tweets pegged to the term “power outage,” so people who searched for that phrase saw their tweets.

“Power out?” Oreo posted to Twitter. “No problem. You can still dunk in the dark.” The tweet was retweeted 10,000 times within one hour.

The Oreo graphic was “designed, captioned and approved within minutes,” according to Sarah Hofstetter, president of the cookie brand’s digital agency of record, Dentsu-owned 360i. All the decisions were made in real time quickly because marketers and agency members were sitting together at a “mission control” center, or a social-media war room of sorts, at the agency’s headquarters in the TriBeCa neighborhood of Manhattan. Among those who were there were two brand team members from Oreo, and nearly a dozen creatives, strategists, community managers and social-media listeners.

Wie bitte? Das ist doch nicht ernst gemeint, oder? Die haben einen War Room und halten Entscheider, Marketingkreative und Community Manager bereit? irre. Total irre.

Das und noch ein bisschen mehr – inklusive der Werbungen auf AdAge: Klick!