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Archiv für die Kategorie ‘gedanken’

Fatale Entwicklung

27. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Der EuGH hat ein Urteil gefällt, dass mir Angst macht:

Internetanbieter können nach einem EU-Urteil verpflichtet werden, Webseiten zu sperren, die illegal urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten.

Das bedeutet, dass demnächst in Masse Provider augefordert werden dürften, Websites wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen abzuschalten. Da fehlt eigentlich nur noch, dass man demnächst Websites vor dem online stellen genehmigen lassen muss :-( Glaubt mir, wir werden hier wie in anderen Bereichen (z. B. Abmahungen) auch wieder Exzesse erleben, die wir uns heute nicht erträumen.

Es ist ganz wichtig, hier Einhalt mit Gesetzesänderungen zu bieten. Und somit ist es enorm wichtig, dass Ihr Euch genau überlegt, wen Ihr am 25. Mai für Europa wählt. Und ob Ihr wählen geht ist hoffentlich keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit!

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Werbung die au(f)(s)fällt

27. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Werbung muss auffallen.

Werbung bedient Sterotypen.

Gute Werbung ist rar geworden. Das mag sicherlich daran liegen, dass Werbung omnipräsent ist. Fernseh ohne Werbung? Radio ohne Werbung? Zeitschriften und Zeitungen ohne Werbungs? ÖPNV ohne Werbung? Es gibt keinen Raum ihr zu entrinnen.

Das schafft zugleich ein großes Problem: Der Mensch neigt dazu, Reizüberflutung durch Ausblenden zu reduzieren. Das bekämpft man am einfachsten mit noch lauterer Werbung, noch bunterer Werbung und, vor allem im Internet, noch nervenderer Werbung. Wer kennt sie nicht die Banner, die sich über eine Website legen und eine Aktion zwingend machen. Doch damit verprellt man noch mehr Zielgruppe.

Einen anderen Weg gehen Unternehmen, die Werbung mit Köpfchen machen. In Deutschland ja gerne die Autovermietung Sixt. Und in der Welt gerne der Mars-Konzern, unter anderem für Snickers. Wir erinnern uns an die Auszähl-Werbung, wenn es mal wieder etwas länger dauert ;-)

Jetzt gibt es für Snickers eine neue und sehr gewagte Werbung, die mit Sicherheit ein Erfolg ist. Schon deswegen, weil man sie sehr kontrovers diskutieren wird. Ist sie jetzt Frauenfeindlich? Oder läßt sie Männer dumm dastehen? Ist sie jetzt eigentlich Werbung für das Produkt oder doch eher dagegen? Auf jeden Fall wird man darüber reden und nachdenken. Und Menschen wie ich werden an der Verbreitung mitwirken.

Und damit ist das Ziel erfüllt. Ich geh mir jetzt zwar kein Snickers kaufen, aber das Produkt hat sich nach geraumer Abwesenheitszeit doch jetzt wieder einen Platz in meinem Kopf erobert. Mission accomplished.

 

Mehr Streik bitte ;)

26. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die neuen Warnstreiks heute und morgen stellen NRW vor große Herausforderungen – und sind für viele Menschen eine echte Belastungsprobe. Insofern erzielen sie was geplant ist: Der Druck auf die Arbeitgeber wird erhöht. Und das zu Recht, denn die Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst der letzten Jahre ist ein Witz.

Durch den Ausfall von Bussen und Bahnen entstehen aber auch zwei Nebeneffekte, von denen mir einer gefällt.

Nicht gefallen will mir, wie viele Menschen auf das Auto umsteigen. Schon beim ersten Warnstreik war ich in Düsseldorf erstaunt, wie viele Leute sich freiwillig in den Stadtstau gestellt haben. In meinen Augen ist das wenig klug, zumal die Züge ja fahren.

Das bringt uns aber zum positiven Nebeneffekt: Während an einem normalen Morgen bei mir ungefähr 5 Leute mit Bikes im Zug sind, waren es heute ungefähr drei mal so viele: 14. Mit mir dann 15. Und in Oberhausen und Duisburg stiegen geschätzt einige mehr zu als aus, allerdings habe ich dann den Überblick verloren.

Vielleicht stellt ja heute und morgen der eine oder die andere fest, dass es eigentlich ganz angenehm ist, mit dem Zug zu fahren und dann die letzten Meter zu Fuß (wie ich in Düsseldorf) oder mit dem Rad (wie jeden Tag in Duisburg) zurück  zu legen. Es wäre für viele Menschen gut, wenn sie sich etwas bewegen würden – und die Umwelt würde es uns auch danken.

Insofern wäre ich dafür öfter mal den Verkehr einzuschränken. Oder z. B. die Innenstädte nach britischem Vorbild umzugestalten. Ich würde mich freuen, mehr Radfahrer regelmäßig im Zug zu treffen.

 

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Nachrichten über den Klimawandel sind selten gute Nachrichten

17. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Immer wenn das Thema “Klimawandel” auf das Tablett kommt ist klar, dass es keine guten Nachrichten sein können. Wobei “gut” sich ja ohnehin nur daran bemisst, dass es bitte nicht noch schlimmer kommt, als eh schon.

Der Spiegel macht da wenig Hoffnung, denn wenn man einem Artikel von heute glauben kann und will, droht eine weitere Verschärfung der Situation:

Als größtes Risiko des Klimawandels gilt der Eispanzer Grönlands. Wie stark wird die erwartete Erwärmung ihn tauen lassen? Das Schmelzwasser Grönlands entscheidet wesentlich darüber, wie hoch die Meere steigen werden. Neue Daten zeigen, dass der Eisverlust des Nordkontinents unterschätzt worden sein könnte.

Dabei ist es ja durchaus möglich, Maßnahmen zu treffen, die den Klimawandel unter Umständen verlangsamen oder vielleicht sogar aufhalten können. Dazu gehört aber nationaler und internationaler Gestaltungswille, der Politikern auch mal abverlangt, weiter als bis morgen oder zur nächsten Wahl zu denken.

In dem Kontext ist es vielleicht interessant mal kurz nach Paris zu schauen. Dort leidet man derzeit unter Smog wie schon lange nicht mehr. Und eine der Maßnahmen der Verwaltung ist so naheligend wie offensichtlich. Wieder der Spiegel:

Touristen dürfen in Frankreichs Hauptstadt am Wochenende guten Gewissens schwarzfahren: Der öffentliche Nahverkehr ist von Freitag bis Sonntag kostenlos nutzbar. Neben der Metro mit ihren mehr als 300 Stationen und den 59 Buslinien in der Stadt stehen Besuchern und Einheimischen aber auch städtische Fahrräder und Elektroautos bis auf Weiteres teils umsonst zur Verfügung, wie die Stadtverwaltung ankündigte.

Laut der zuständigen Behörde dienen die Maßnahmen dazu, die derzeit “bedeutenden Risiken für die Gesundheit” in der Stadt durch die hohe Luftverschmutzung zu mindern. Im Großraum Paris werden die zulässigen Höchstwerte für die zum Teil krebserregenden Feinstaubpartikel seit Tagen überschritten.

Das das nichts ist, was auf Smog-Lagen beschränkt sein muss, zeigt ja seit geraumer Zeit schon Tallinn. Die FAZ:

Feie Fahrt in Tallinn: Im Kampf gegen tägliche Staus und für die Umwelt hat Estlands Hauptstadt mit Jahresbeginn Gratis-Nahverkehr in der ganzen Stadt eingeführt. Seither können die 420.000 Einwohner der Großstadt an der Ostsee die Busse und Bahnen umsonst nutzen.

Und in London kann man seit einiger Zeit sehen, wie es sich auswirkt den Autoverkehr aus der Stadt zu drängen. Zukunft-Mobilität schreibt:

Durch die Innenstadtmaut hat sich das Verkehrsaufkommen in der Londoner Innenstadt um 10-15 Prozent verringert. Im ersten Jahr fuhren 18 Prozent weniger Fahrzeuge in das mautpflichtige Gebiet, innerhalb der Zone sank das Verkehrsaufkommen des MIV um 15 Prozent. Zwischen 2002 und 2005 verringerte sich die Anzahl von Staus und Verkehrsstockungen um 22 Prozent. (…)

Dahingegen wuchs die Zahl der Radfahrer um 43 Prozent, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden soll sich um bis zu 70 Prozent verringert haben. Zwischen dem Jahren 2000 und 2010 ist der Radverkehr in London um 117 Prozent gewachsen 2. Das Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2026 um über 400 Prozent (Basis: 2001) auf einen 5%-Anteil am Modal Split  zu steigern.

Das zeigt, dass es 2014 nicht nur eine Sackgasse ist, sondern ein Anachronismus, wenn man bei der Stadtplanung weiter den PKW-Verkehr in den Vordergrund stellt. Und sich um Parkplätze und “Umweltzonen” Gedanken macht, statt den ÖPNV zu attraktivieren und das Rad als primäres Nahverkehrsmittel zu fördern. Es zeigt zugleich auch, dass eben solche Ansätze durchaus Erfolgversprechend sind.

Es funktioniert dabei nicht, immer nur auf andere zu warten. Oder gar auf “den großen Durchbruch” bei einer Klimakonferenz. Jede Gemeinde, Kommune, jedes Land und jeder Staat, ja jeder Mensch hat es in der Hand, hier voran zu gehen.

Ich mach mal einen ganz verrückten Vorschlag: Wer bei meinem Brötchengeber einen Parkplatz möchte (ja, für sein Auto), der muss ein Job-Ticket des VRR (ja, für Bus und Bahn) vorweisen. Der Anreiz ist klar: bezahle ich eh das VRR-Ticket, warum sollte ich das nicht nutzen? Die Taktik geht natürlich nicht bei allen auf, aber bei vielen.

Was wäre denn jetzt, wenn mit der KFZ-Steuer-Zahlung zugleich der Anspruch entstünde, selbst und ggf. Familienangehörige mit dem ÖPNV zur Arbeit und Schule bringen zu lassen?

In Voerde werden wir in den nächsten Jahren auch sehr viel an der Infrastruktur schrauben. Und auch hier wird man die Frage in den Vordergrund stellen müssen, welche Art von Mobilität dabei bevorzugt bedient werden soll. Ich persönlich hätte da schon eine Idee ;-)

Und vielleicht schaffen wir es gemeinsam ja, dass irgendwann die schlechten Nachrichten über den Klimawandel und das sterbende Ökosystem unserer Welt erst langsamer werden und dann zum erliegen kommen?

FDP-Voerde goes woanders hin ;-)

5. März 2014 4 Kommentare
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Ach wie süss: Die FDP Voerde ist wieder online.

Offensichtlich hat man aber ein kleines “Problem”, weil die fdp-voerde.de Domain wohl wem anders gehört und man jetzt auf eine weniger schöne TLD ausweichen musste. Das zeigt ein Mal mehr, wie tief die Gräben in der Partei, bzw. zwischen den Akteuren und Ehemaligen inzwischen ist.

Aber es ehrt mich, dass der erste Beitrag sich direkt mit mir befasst. Ja fast schon: mir gewidmet ist.

Und man muss nicht zwischen den Zeilen lesen, um zu wissen, wie es um die FDP Voerde bestellt ist. Nein, das springt einem direkt ins Gesicht.

Allerdings muss man, die Medienkompetenz der Leser nicht unterschätzen wollend, warnend darauf hinweisen, dass die gesamte neue Website ein Fake sein könnte. Satire in Reinform quasi. Darauf deutet unter anderem hin, dass alle Texte von einem oder einer omninösen x667 verfasst worden sind. Und wir erinnern uns ja, die FDP Voerde ist ja massiver Gegner der anonymen Internetschreiberei ;-)

Ach herrlich…

Oh und gleich mal ne “Abmahnung” schreiben ;-)

Liebe FDP, falls Ihr das doch Eure neue Internetheimat ist: Natürlich dürft Ihr Euch an mir abarbeiten. Aber bitte glaubt und hofft bitte nicht, dass Ihr damit von dem desolaten Zustand Eurer Partei ablenken könnt.

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Die CDU Voerde hätte es gerne wie im frühen 18. Jahrhundert

4. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal kann man ja nur den Kopf schütteln.

Es ist ja schon länger bekannt, dass CDU und FDP in Voerde wohl glauben, zu viel Wald schade nur. Das wir eh schon eine der Waldärmsten Kommunen sind, ist da ja schon fast eine gute Nachricht – in deren Augen.

Auch eine gute Nachricht muss es sein, wass die Verwaltung jetzt auf Antrag der CDU herausgefunden hat. Die CDU wollte den Beweis führen, dass in Voerde eh noch nie viel Wald zu finden war. Und so kann man in der RP heute lesen (leider hinter Paywall):

Mit der intensiven Ausnutzung und Verarbeitung von Raseneisenerz, bei dem Holz für die Metallverhüttung verfeuert wurde, setzte eine weitgehende Entwaldung des Unteren Niederrheins in der älteren Eisenzeit (800 bis 450 vor Christi) ein, wie einem Fachbeitrag zu entnehmen ist, der von den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen Lippe im Jahre 2007 herausgegeben wurde. Die Eisenverhüttung stieg in den nachfolgenden Jahrhunderten weiter an. Auf historischen Karten von 1738 sind nur wenige Waldflecken im Bereich des heutigen Voerder Stadtgebietes zu sehen. Der Wohnungswald muss um 1810 wesentlich kleiner als heute gewesen sein.

Ein Traum von Argumentationslinie! Denn wenn man mal von dem kleinen Detail absieht, dass hier mal alles nur Wald war:

Erste menschliche Siedlungen in Voerde sind in der Bronzezeit (2200 bis 800 vor Christi) nachweisbar. Zu Beginn dieser Besiedlung ist im Voerder Raum eine weitgehend vollständige Bewaldung wahrscheinlich, wie es in den Ausführungen der Verwaltung zur Größe der Waldflächen heißt. In den Talauebereichen des Rheins ist Silberweidenwald beziehungsweise Hartholzauenwald vorhanden gewesen. Flattergras-Buchenwald wird für die Niederterrasse angegeben.

Das hier erst der Wald war, muss man ausblenden. Das der Mensch den Wald abgeholzt hat, muss man ausblenden. Und dann kann man sich  hinstellen und laut rufen:

Voerde war kulturhistorisch noch nie eine an Wald reiche Gegend! Und dann ganz leise flüstern: “seit wir dafür gesorgt haben!”

Aber mit genau den Argument, dass hier ja eigentlich nie wirklich Wald war, äh also in einem “vernünftigen Zeitraum”, wird man weiter versuchen Politik zu machen. Da kann man den Damen und Herren der CDU und FDP doch nur wünschen, dass jemand die Zeitmaschine erfindet und sie ins 18. Jahrhundert reisen müssen.

Denn dann müssen sie sich auch nicht mit Umweltschutz-Fragen beschäftigen. Und sich auch nicht fragen lassen, warum das eigentlich wichtig ist, wie es vor mehr als 100 Jahren hier aussah.

Ob es nicht vielleicht wichtiger wäre, mal die Augen auf vorne zu richten, und sich mal um den Klimawandel Gedanken zu machen. Und statt nach hinten zu blicken, mal die Augen nach vorne zu richten.

Ewiggestrig, nennt man sowas?

Warum ich Karneval nicht mag…

3. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Jedes Jahr das Gleiche:

Die Welt, na gut Deutschland, na gut das Rheinland zerfällt in zwei Lager. Die einen die Karneval herbeisehnen und die, die hoffen das es schnell vorüber geht. Was mich angeht ist das Letztere der Fall.

Das ist doof, denn eigentlich mag ich Karneval. Zum einen, weil ich es eine sehr schöne Form des politischen Aktionismus finde, wenn man auf den Wagen die Politik und aktuellen Geschehnisse auf die Schüppe nimmt. Leider ist das meist nur auf den ganz großen Zügen der Fall.

Aber auch für Kinder finde ich Karneval toll: Sich verkleiden, auf die Jagd nach Süßigkeiten gehen und einfach mal über nichts nachdenken zu müssen. In einer durchgeplanten Welt haben Kinder heute eh viel zu wenig Freiraum, um einfach Kinder zu sein.

Was mich massiv stört ist aber die dunkle Seite des Karnevals: Die Erwachsenen und Heranwachsenden, die schon auf dem Weg zum Zug die Pulle am Hals haben. All die, für die Karneval nur ein Saufgelage ist und eine Gelegenheit, hormongesteurter Aggression freien Lauf zu lassen. Und ja, ich war zum Knipsen auf genug Zügen, um zu wissen wovon ich rede.

RP 03.03.2014

RP 03.03.2014

Aber als wäre es noch nicht das schlimmste, sich die Birne wegzuballern, wird auch noch die ganze Stadt in einen gigantischen Müllhaufen verwandelt. Es wird alles einfach weggeworfen, an Häuserwände gepisst und selbst nachdem die Reinigungskolonnen schon direkt nach dem Zug und am Folgetag ihr Bestes geben, werden uns solche Bilder noch einige Tage präsent sein:

Foto

Von der durch Scherben verursachten Unbefahrbarkeit mancher Straßen, vor allem mit dem Rad, mal gar nicht zu reden.

Und das ist der Grund, warum ich Karneval nicht mag. Nicht wegen des Karnevals. Sondern wegen der Suffköppe und Menschen die temporär jede Form sozialer Kontrolle verlieren. Und mir Karneval damit verleiden. Und die letztlich Schuld daran sind, dass die Züge einen immer schlechteren Ruf haben, immer mehr Menschen lieber weit weg sind und das dann in einer Spirale zu immer weniger Qualität des Karnevals führt.

Aber ich weiß auch, dass Apelle an die Moral und Vernunft vergebens sind. Brot und Spiele ist selten so präsent, wie Karneval.

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Wenn Träume wahr werden: Voerde ohne FDP?

27. Februar 2014 8 Kommentare
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[heiteres Update am Ende]

Vor ein paar Tagen spöttelte ich noch “Good Bye FDP Voerde”.

Und was sehen meine entzündeten Augen heute abend? Wenn man auf fdp-voerde.de geht, wird man nach wie vor auf voerde.wordpress.com weitergelitten. Um dann dort zu lesen:

fdp voerde offline

Nachdem bei der überhaupt nicht zerstrittenen Partei erst alle Beiträge gelöscht wurden, die auf das Vorhanden sein eines inzwischen geschassten OV-Vorstands oder auf die gewählten Kandidaten für die Kommunalwahl deuteten: Jetzt ist also die ganze Website gelöscht.

Hut ab, liebe FDP Voerde, Ihr macht keine halben Sachen. Und ich steh drauf, dass Ihr Voerde lieber ein Ende mit Schrecken gönnt, als einen Schrecken ohne Ende. ;-)

(Es sei erwähnt, dass Unterseiten auf fdp-voerde.de noch vorhanden sind…)

__________

[Update 28.02.14 gegen 12:15 Uhr]

Die Geschichte der FDP Voerde ist nunmehr um einen Aspekt reicher geworden: Nachdem ja Dirk Benninghoff stellvertretend für seinen Vater, Bernhard Benninghoff hier im Blog klar gestellt hat, dass nichts an dem Gerücht sei, die Familie Benninghoff sichere die Macht des Faktionsvorsitzenden, steht in der NRZ vom 27.02.2014:

Die FDP hat während einer außerordentlichen Wahlversammlung die nach parteiinternen Querelen vakant gewordenen Wahlbezirke neu besetzt. Mit Torsten Larek, Jörg Spelleken, Manfred Gockel, Michael Nühlen, Gustav Blumenroth, Werner Ellenberger und Heinz Schulze standen laut Fraktionschef Bernhard Benninghoff sieben Kandidaten nicht mehr zur Verfügung. An deren Stelle treten Johann Benninghoff (Wahlbezirk 40 Möllen Rahmstraße), Heinrich Tenter (Wahlbezirk 50 Am Sportplatz), Prof. Dr. Günter Jacobi, Vorsitzender des Fördervereins Freibad (Wahlbezirk 120 Buschacker), Victoria Maria Berger (Wahlbezirk 140 Am Birkenhain), Käthe Benninghoff (Wahlbezirk 150 Alte Hünxer Straße), Martina Niewerth (Wahlbezirk 160 Am Tannenbusch) und Sigrid Dowideit (Wahlbezirk 210 Elisabethstraße) an.

Also: für die Partei, die auf keinen Fall mehr oder weniger durch die Familie Benninghoff auf Kurs gehalten bleibt – das sind ja nur böswillige Gerüchte, treten dieses Jahr zur Kommunalwahl an:

Außerdem tritt jetzt Martina Niewerth an, die ja Torsten Larek “beerbt”.

Wie gut, dass mit den Nachnominierungen endlich klar ist, dass die FDP Voerde nicht fest in den Händen der Familie Benninghoff ist. Und das niemand folglich die Frage stellen muss, ob sie nicht doch nur ein Vehikel für das Durchsetzen der Interessen der Familie sein soll. Oh schaut mal, da hinten: Ein Dreiköpfiger Affe!

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Ich bin ich?

25. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die heutige Aufregung rund um die Veröffentlichung von Snowden bezieht sich auf die “psychologische Kriegsführung”. Dabei geht es vor allem um die Schädigung der Online-Reputation von Menschen:

Um seine These zu untermauern, führt Greenwald Informationen aus neuen und bereits veröffentlichten Dokumenten zusammen. So gehe aus einer Folie hervor, dass der britische Geheimdienst GCHQ gezielt “Honey traps” einsetzt, um jemanden zu bestimmten Seiten zu lotsen. Um eine “Person zu diskreditieren” (so der Titel der Folie), könnte außerdem deren Foto bei einem sozialen Netzwerk geändert oder ein Blogeintrag veröffentlicht werden, der von einem angeblichen Opfer stammt. Falsche beziehungsweise rufschädigende Informationen könnten auch direkt an “Kollegen, Nachbarn, Freunde etc.” gemailt werden. Solche und ähnliche Taktiken werden in internen Informationsdokumenten des Geheimdiensts aufgelistet.

Das ist an sich keine neue Erkenntnis. Gerne werden ja schon mal Twitter-Accounts gekapert oder jemand “hackt” eines anderen Facebook-Account, um in dessen Namen zu schreien “I am gay!!!”

Aber auch in ernsteren Situationen ist das nicht so fern liegend, wie man vielleicht denken möchte. So kann man bei der aktuellen Diskussion über Erdogan auch durchaus die Frage stellen, welchen Wert  neutrale Anreden haben:

“Bist du zu Hause, Sohn?”, fragt die Stimme eines älteren Mannes auf Türkisch.

“Ja, Vater”, antwortet die jünger klingende Stimme.

Das Problem ist, dass unser gesamtes Kommunikationsnetz solchen Attacken fast schutzlos ausgeliefert ist. Es ist denkbar leicht, ein solches Telefonat zu fingieren und dann zu veröffentlichen. Noch leichter ist es Mails unter einem fremden Namen zu versenden und mit den richtigen Mitteln kann ich quasi alle Formen der Online-Kommunikation stören.

Gegenwehrmaßnahmen gibt es wenige und deren Effektivität ist nur durch den Aufwand begrenzt, den man zum Brechen braucht. So kann ich z. B. E-Mails mit PGP/GnuPG signieren. Das schützt aber nicht davor, dass jemand sich dann des private key bemächtigt und über einen Keylogger der Passphrase.

Allerdings ist offensichtlich, dass es schon ein ganz anderes Kaliber ist, ob ich nur den Absender einer Mail fälsche, oder dafür auch noch Dateien “klauen” und Software-Trojaner oder fingierte Hardware brauche.

Bei anderen Medien sieht es noch düsterer aus: Wenn ich die Möglichkeit habe, mich in die Kommunikation mit Facebook und Co einzuklinken,  habe ich nahezu keine Hindernisse zu überwinden, um nicht nur authentisch aussehende Posts abzusetzen – sondern auch gleich den eigentlichen Nutzer wirksam auszusperren. Bin ich eine Behörde, ist mir das sogar noch leichter.

Und auch Blogs: Ich könnte hier unter jeden Beitrag beliebige Namen setzen. Dummerweise kann aber jemand der Zugriff auf meine WordPress-Datenbank bekommen kann – und das sind eben nicht nur böse Hacker – im Grunde hier alles machen, was er will. Von der Bild- über die Textmanipulation. Ein wirksamer Schutz dagegen ist nicht bekannt – klar, ich könnte alle Beiträge digital signieren, aber stellt Euch mal den Aufwand bei mir vor und dann bei Euch um die Signatur zu prüfen.

Wobei doch gerade das mal eine pfiffige Idee wäre: PGP/GnuPG-Integration in den WordPress, die dem Leser ermöglicht mit dem Public-Key gegenzuprüfen…

Aber ich schweife ab.

Mein Fazit aus den aktuellen Snwoden-Geschehnissen ist eine Umkehr meines Lebensmottos. Eigentlich fordere ich immer, Menschen offen gegenüber zu treten und nicht alle gleich finsterer Absichten zu verdächtigen. Denn, so meine Behauptung: Die Menschen sind im Grunde gut.

Leider scheinen aber die Systeme die wir geschaffen haben, von Grund auf böse. Auch wenn ihre Intention vielleicht mal gut war. Von daher kann man eigentlich nur sagen:

Seid wachsam. Seid kritisch.

Und vor allem: hinterfragt!

Hinterfragen kann man übrigens persönlich immer noch am Besten.

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Good Bye FDP Voerde

25. Februar 2014 1 Kommentar
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Die FDP in Voerde macht weiter mit der Selbstzerfleischung:

Nachdem man ja schon erhebliche Probleme mit dem Vorstand hatte und das Vater-Sohn-Glanzststück der Kommunikation zu bewundern war, gibt es jetzt zwei neue Entwicklungen:

Nachdem die FDP ja schon mit merkwürdigen Durchhalteparolen auffällig wurde, hat man einen weiteren Schritt zur “Geschichtsbereinigung” getan: Auf der eigenen Website sind alle Artikel bis Oktober 2013(!) rückwirkend entfernt worden. Mal abgesehen davon, warum man sich eines kostenlosen WordPress-Blogs bedient und die Frechheit besitzt, den ausschließlich nach unserer Stadt zu benennen: Es ist schon auffällig, wie hier versucht wird, Geschichte neu zu schreiben. OV- und Listenwahlen? Torsten Larek als OV-Vorsitzender? Das soll niemand sehen können.

Kleiner Tip an die Kollegen in Gelb: Ihr solltet auch die Fotos bearbeiten. Am Besten retuschiert ihr unliebsame Personen einfach raus, dafür gibt es ja gute Vorbilder ;-)

Dafür kann man dann heute in der Rheinischen Post  lesen, dass jetzt auch Werner Ellenberger die FDP verlassen hat. Ellenberger hatte seine “15 minutes of fame” mit der Umbenennung der Hindenburgstraße und galt als ein möglicher “Stimmenbeschaffer” im kommenden Wahlkampf der FDP. Daraus wird jetzt wohl nix werden, denn er ist nicht mehr FDP.

Vielleicht sollte man jetzt noch mal mit ganz besonderer Aufmerksamkeit die Durchhalteparolen der FDP-Altvorderen zu Gemüte führen:

  • Nein, die FDP Voerde ist nicht zerstritten.
  • Der geschasste Ortsverbandvorsitzende, der ausgetretene Ellenberger, die scheinbaren Bemühungen der Benninghoffs, die Machtstrukturen zu erhalten, das ist alles ganz anders als man meint ;-)

Und  die Ähnlichkeit mit anderen untergegangenen Systemen ist rein zufällig.

 

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DHL vs. UPS (vs. andere)

21. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich mag DHL.

Vor allem seit ich die Paketstation um die Ecke habe. DHL liefert schnell und präzise wie ein Uhrwerk. Und wenn ich nicht zu Hause bin, kann ich eben mein Paket aus der Paketstation holen. Bzw. inwischen eigentlich fast alle von da. Und geht das mal nicht, kann ich am nächsten Tag bei der Postfiliale vorbei laufen.

Mit anderen Diensten ist das anders… Mit DPD hatte ich erhebliche Probleme und wenn die keinen Antreffen, muss man dafür schon mal an das eine Ende des Industriegebiets vor der Stadt. Und GLS? Wenn die einen nicht antreffen, schon mal an das andere Ende. Wobei es auch deutlich näher liegende Stationen geben würde. Ein Albtraum. Und Hermes? Von Hermes will ich gar nicht anfangen.

Insofern trifft DHL bei mir sehr fruchtbaren Boden an mit einer Saat, die man als ausgesprochen fiese Werbung bezeichnen kann. Fies – aber gut:

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WhatzApp goes Facebook

20. Februar 2014 6 Kommentare
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Seit heute ist es also offiziell: Facebook kauft WhatzApp.

Aus Sicht von Facebook ein logischer Schritt:

  •  Seit einer Zeit schon kehren mehr und mehr Leute dem sozialen Netz den Rücken. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von klassischem keinen Bock mehr über Werbungsfrust bis hin zu ernsthaften datenschutzrechtlichen  Bedenken.
  • Mit WhatzApp bekommt Facebook nicht nur auch Mitglieder, die nicht oder nicht mehr bei dem Netzwerk selbst sind. Es erfährt auch sehr viel über stärkere soziale Bindungen, als es die Freundschaften auf Facebook sind.
  • Die Inhaltsdaten vonWhatzApp sind nach wie vor so, dass sie gelesen und damit ausgewertet werden können. Eine Goldgrube für Dataminer.

in der Folge sind heute morgen weitere ehemalige WhatzApp–Kontakte in meiner Threema-Liste auf. Und betonen teils, dass es genau dieser Aufkauf von WhatzApp durch Facebook war, der jetzt auch sie wechseln ließ.

Man kann nur hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht. Denn WhatzApp wechselt durch die Übernahme vom Status Defekt zum Status Gefährlich.

Moral ist auch nur eine Frage der Perspektive

18. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Das ist schon witzig: Wie ich gestern vermutet habe, kommt im Rahmen der Edathy-Affäre reflexhaft der Schrei nach härteren Gesetzen. Fehlen eigentlich nur noch Stephanie zu Guttenberg und Alice Schwarzer. Wobei ein baldiges Auftauchen der letzgenannten “Persönlichkeit” Gott-sei-Dank eher unwahrscheinlich ist.

Wie auch immer:

Das Problem an der ganzen Sache ist doch, dass unsere Politik unglaublich flexibel ist, wenn es um die Frage geht, was Moral ist. Unabhängig von der tatsächlichen Entwicklung werden willkürliche Grenzen gezogen, die schon heute dazu führen können, dass junge Pärchen die sich gegenseitig Fotos mailen, mit einem Bein im Knast stehen.

Und zur gleichen Zeit?

Zur gleichen Zeit geht eine europäische Regierung hin und bietet Strip-Clubs ordentlich Cash, wenn sie junge Frauen zwischen 18 und 24 einstellen:

The Department for Work and Pensions (DWP) has paid cash incentives of over £2,000 to lap-dancing bars and similar establishments to hire young unemployed people aged 18-24 as part of its Youth Contract scheme.

Aber nicht, dass Ihr jetzt denkt: Die spinnen die Briten. Denn auch bei uns gab es ja schon Testballons:

Als Christine Hirmer (Name geändert) am vergangenen Samstag einen Brief des Arbeitsamtes öffnete, freute sich die 19-jährige Augsburgerin noch: Die Agentur für Arbeit hatte ihr einen Vermittlungsvorschlag für eine neue Arbeitsstelle geschickt. Seit November sucht die gelernte Hauswirtschafterin einen Job, bisher erfolglos. Doch als sie den Brief dann genauer las, war sie fassungslos: Die Arbeitsagentur schlug ihr eine Stelle als Servicekraft im Colosseum vor – einem Augsburger Großbordell.

Versteht mich nicht falsch: Ich will damit nicht über Bordelle und “Massagesalons” urteilen. Mir geht es darum, dass auf der einen Seite immer mehr Gesetze die Prüderie fördern wollen und bei jedem Skandal – losgelöst von Sachfragen – nach härteren Strafen geschrien wird. Auf der anderen Seite aber solche Dinge passieren.
Damit will ich auch nicht darüber urteilen, was Edathy gemacht hat oder nicht. Mir liegen zu wenig Kenntnisse vor, um mich in dem Thema sicher zu bewegen. Mir geht es darum, dass solche Skandale reflexhafte Reaktionen hervorrufen, die immer genutzt werden um strengere Gesetze zu postulieren. Die dann aber oftmals gar nicht gegen das eigentliche Problem gerichtet sind, sondern nur dessen sichtbare Symptome bekämpfen wollen.
Und nicht selten erhebliche Kollateralschäden anrichten…

Als der Doctor und ich im House of Cards Breaking Bad sahen…

17. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bin, das gestehe ich, ein Geschichten-Junkie. Wenn die Geschichte gut ist, kann sie nicht in genug Büchern daher kommen. Und auch nicht in genug Filmen. Und natürlich auch nicht in genug Folgen einer Fernseh-Serie.

Das widerspricht auf den ersten Blick der Tatsache, dass ich seit vielen Jahren keinen Fernseher mehr besitze. Erklärt aber auf den zweiten Blick, warum an meinem Rechner zwei große Monitore hängen.

Denn ich hasse Fernseh. Die Werbung. Die Programmgestaltung. Das Drumherum und die GEZ-Abzocke für angeblichen Bildungsauftrag.

Und ich habe ein Problem: Will ich Doctor Who gucken, muss ich dafür ein spezielles Pay-TV-Programm abonnieren. Auch wenn ich aus dem ganzen Programm nur diese eine Serie gucken will. Stelle ich fest, dass die da erstens mit erheblichem Verzug zur Ausstrahlung in UK läuft und dann auch noch grottig synchronisiert, ist die Alternative keine mehr.

Will ich House of Cards schauen, wo am Valentinstag die komplette(!) 2. Staffel in den USA verfügbar ist, hab ich Pech. Von den drohenden Kürzungen bei Breaking Bad oder The Walking Dead mal ganz zu schweigen. Und selbst, wenn ich nur Sheldon und Penny sehen will, verleidet es mir die Synchronisation.

Das hier was im Argen liegt, wissen wir nicht erst seit gestern. Und doch versucht man immer noch, mit untauglichen Methoden den Eindruck zu erwecken, alles wäre gut:

Es ist also mehr als bloß ein Verdacht, dass die Einschaltquote nicht etwa misst, wie viele Menschen welche Sendungen sehen. Sie misst vielmehr, wann, was und wie lange jene Leute sehen, die Zeit und Nerven genug haben, an der Quotenmessung teilzunehmen. Die Differenz, der systematische Messfehler ist evident – die tatsächliche Quote kann nur niedriger sein als das, was die GfK veröffentlicht. Verständlicherweise hat aber niemand ein Interesse, diesen Messfehler genauer bestimmen zu wollen.

Im Gutjahr-Blog bin ich jetzt auf eine fast schon brilliante Analyse gestoßen, die mir zu 100% aus der Seele spricht:

Fernsehen erlebt aktuell eine Renaissance, wie man das vor Jahren kaum für möglich gehalten hätte. Ausgelöst wurde dieser Imagewandel nicht etwa durch neue Technologien, sondern durch die Inhalte. TV-Serien, monumental wie Wagner-Opern (Game of Thrones), episch wie Shakespeare (Breaking Bad), packend wie Hitchcock (Homeland) und journalistischer als CNN (The Daily Show with Jon Stewart).

Wer von Minuten Zeit hat, sollte den gesamten Text dort lesen: Klick!

Aus dem Kalten Krieg nichts gelernt?

17. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal frage ich mich ja, ob wir aus der Geschichte nichts lernen können.

Oder nichts lernen wollen:

Die Bundesregierung erwägt als Reaktion auf den NSA-Überwachungsskandal, die Geheimdienst-Aktivitäten der USA und anderer Verbündeter auf deutschem Boden ins Visier zu nehmen. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet über Pläne, die Abteilung Spionageabwehr des Verfassungsschutzes auszubauen.

Quelle: Heise

Obwohl sich die deutschen Geheimdienste im In- und Ausland als Macht- und Nutzlos präsntiert haben, will man jetzt die gleichen massiv ausbauen um dann “zurückzuschlagen”. Das erinnert mich fatal an den Kalten Krieg, auch wenn es hier nicht um Bomben und Raketen geht. Und es ist ein interessantes Bild, dass unsere Politik auf die Spionageaffäre offensichtlich keine andere Antwort weiß, als Spion vs. Spion.

Und das, meine Damen und Herren, in 2014. Vergleicht das mal damit, wie Ihr Euch damals vorstellt habt, wie die Welt im Jahr 2000 ist…