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Archiv für die Kategorie ‘gedanken’

Paris, Paris, wir fahren nach Paris ;-)

28. August 2014 Keine Kommentare
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Ich bin ja nicht so der Typ für große Städte. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und Paris hatte bei meinem letzten Besuch (da stand noch die 1 vorn an der Jahreszahl) einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Inzwischen hat sich viel geändert und so habe ich mich gefreut, als ich ein langes Wochenende mit dem Thalys in Paris geschenkt bekommen habe.

Die Anfahrt ist so problemlos, wie man sie sich vorstellt: In Duisburg in den Thalys und mit zwischendurch 300 km/h über Belgien in die Stadt der Diebe, pardon Liebe. Von da aus mit der Metro ins Hotel und erst mal auspacken und dann ab in die Stadt. Hier wäre es schon hilfreich gewesen, wenn wir nicht erst nach dem ersten Spaziergang gemerkt hätten, dass wir im falschen Hotel eingecheckt waren ;-) Ist dem Personal auch nicht aufgefallen.

parisNach dem dann folgenden Umzug in das richtige Hotel, 2 Türen weiter die Straße runter, haben wir uns erst mal ein wenig orientiert. Ist ja schon ziemlich groß die Stadt :-) Gut hilfreich war, dass ich das GPS eingepackt hatte und mir vorher einfach mal ein paar Caches runtergeladen hatte. Das war im Verlauf der nächsten Tage extrem praktisch, weil wir uns an einem Ort immer entschieden haben, welchen wir als nächstes aufsuchen – und das führte und letztlich kreuz und quer durch die Stadt.

Über das Cachen habe ich drüben auf Cacheback schon was geschrieben, das will ich jetzt nicht alles hier wiederholen. Sagen wir, Paris hinterläßt einen gespaltenen Eindruck ;-)

Das trifft übrigens auch auf einen anderen Aspekt zu, nämlich das Radfahren in der Stadt. Auch dem habe ich einen eigenen Artikel gewidmet, drüben bei Just-MTB.

DSC_5807Insgesamt war Paris einen Besuch wert. Ich mag zwar immer noch keine großen Städte und ich hätte die Stadt natürlich auch viel lieber ganz für mich alleine gehabt – na gut, für uns alleine. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben.

Was mir dieses Mal besonders gefallen hat war, dass wir oft Sehenswürdigkeiten angelaufen haben, wie den Eifelturm oder die Oper. Um uns dann vom GPS einfach ein paar Querstraßen weiter leiten zu lassen und ein völlig anderes Paris zu erleben.

DSC_5813Was ich schon krass finde ist, dass man im Stadtzentrum mal locker 4€ 50 für eine Cola, 6€ für einen Kaffee und auch schon mal 24€ für einen Burger bezahlen soll. Das Wahnsinnige daran ist, dass es offensichtlich funktioniert. Uns aber erspart blieb, weil wir auf unserer Tour immer wieder wirklich schöne kleine Cafes und Restaurants gefunden haben, die zwar gemessen an den Preisen hier nicht billig, aber schon eher Preiswert gewesen sind.

DSC_5889Ziemlich irre waren auch die teilweise endlosen Schlangen vorn Touristen vor den Sehenswürdigkeiten. Klar, am Eifelturm erwartetman das irgendwie. Aber als wir morgens um 10 (Öffnungszeit: 9:30) in die Katakomben wollten, stand die Schlange ernsthaft und ohne jeden Witz schon ein mal um den ganze Häuserblock.  Ganz ehrlich: hätten wir uns nicht direkt “reinschummeln” können, wir wären draußen geblieben. Das galt übrigens auch für die meisten anderen “Must See”, die wir uns von außen angesehen haben – nicht aber von innen, weil wir einfach keine Lust auf stundenlanges Warten hatten.

DSC_5873Trotzdem ist es natürlich spannend, die Katakomben zu besuchen. Zwischen den Gebeinen von schätzungsweise 6.000.000 Verstorbenen herumzulaufen ist schon eigenartig.

Und es macht natürlich Lust auf mehr, denn ganz Paris scheint untertunnelt zu sein. Bisher sind erst 250km der Tunnel unter der Stadt kartographiert und es gibt eine aktive Gruppe von Parisern, die sich (wohl geduldet?) darum kümmert, auch den Rest zu erforschen. Angesichts der zusätzlichen Tunnel für die Metro scheint es erstaunlich, dass Paris noch auf der Oberfläche steht.

DSC_5839Metro ist ein gutes Stichwort, denn der Nahverkehr in Paris ist natürlich 1a. Wenn wir mal 5 Minuten auf einen Zug warten mussten, war das schon echt lange. Und eigentlich braucht man auch von einem Ende der Stadt zum anderen selten mehr als 20 Minuten. Das ist besonders hiflreich, wenn man zur Alten Oper will und an der neuen Oper aussteigt ;-)

Insgesamt war es ein tolles Wochenende, das uns mit ziemlich vielen Eindrücken am Sonntag in den Zug nach Hause gesetzt hat. Und auch, wenn das aus meinem Mund komisch klingt: Ich würde empfehlen da mal wieder hin zu fahren, wenn ihr länger nicht da gewesen seid ;-)

 

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Die Voerder Diskussion um Asylbewerber-Unterkünfte

27. August 2014 Keine Kommentare
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Im Oktober letzten Jahres habe ich hier ziemlich Dampf abgelassen. Damals ging es um die ersten Planungen zur Unterbringung von Asylbewerbern in Voerde und was ich da erlebt habe, hat mich zu ziemlich drastischen Worten hier im Blog veranlasst.

Entsprechend angespannt war ich, als ich auf Einladung der Verwaltung heute Abend zur Friedhofstraße gefahren bin: Die evangelische Kirchengemeinde hat das dortige, unbewohnte Pfarrhaus der Stadt angeboten, um dort Asylbewerber unterzubringen. Und im Rahmen der vorbereitenden Überlegungen hatte man die Anwohner der anliegenden Straßen heute zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

Und was soll ich sagen: Ich bin absolut sprachlos.

Und als ich was sagen wollte, wurde aus sprechen auch eher hilfloses Gestammel.

Denn die anwesenden Bürgerinnen und Bürger hatten vor allem Sorge,

  • ob das Haus in einem wirklich bewohnbaren Zustand ist,
  • auch im Winter vernünftig beheizt werden kann und
  • es keine Feuchtigkeit gibt,
  • ob für Einrichtung gesorgt wird und
  • was man als Anwohner tun kann.

Ehrlich gesagt, ich habe nach den Erfahrungen der vergangenen Diskussionen mit einem anderen Gesprächsverlauf gerechnet. Statt dessen haben die Einwohnerinnen und Einwohner meiner schönen Stadt heute eindrucksvoll bewiesen, warum Voerde eigentlich doch eine wirklich schöne Stadt zum Leben sein kann. Denn so viele Gedanken darüber, ob die aufzunehmenden Asylbewerber auch wirklich angemessen untergebracht werden, das ist schon außergewöhnlich. Dazu die Fragen die darauf schließen ließen, dass man sich persönlich einbringen will – einfach klasse.

Klasse ist auch, dass die evang. Kirchengemeinde keine Miete von der Stadt nimmt. Das mag auch teilweise Kalkül sein, weil man als “Vermieter” sicherlich andere Rechtsfolgen zu tragen hat, als so. Aber es ist immer auch ein Zeichen von gutem Willen, wenn man sagt: Hey Kommune, wir haben hier ein Haus das leer steht und Ihr braucht Wohnraum, lasst uns reden.

Super. Wirklich toll. Ich habe mich echt wohl gefühlt und das zum ersten Mal, seit wir über die Wohnraumsituation der nach Voerde kommenden Asylbewerber sprechen!

——-

P.S. Kleine peinliche Nummer am Rande: Ich bin heute mit dem Rad von der Arbeit nach Hause, unter die Dusche und dann mit dem Auto zur Diskussion gefahren. Um dann zu sehen, dass unser Bürgermeister mit dem Rad kam. Da hab ich mich ja doch ein bisschen geschämt. Ich rede mich damit raus, dass ich noch einen Grünen Mitstreiter abgeholt und heim gebracht habe ;-)

Zwei Fragen…

26. August 2014 2 Kommentare
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Guten Morgen!

Ich hätte da gerne mal zwei Fragen, die meine eigenen bescheidenen kognitiven Fähigkeiten übersteigen:

  1. Angesichts des demographischen Wandels jammern alle über Probleme mit der Finanzierung der Renten. Schulen müssen Dicht gemacht werden und die richtigen Arbeitnehmer findet die Wirtschaft ja schon gar nicht mehr.
    Ausländern erlauben sich in Deutschland nieder zu lassen – und dabei zumindest am Anfang natürlich auch Sozialsysteme in Anspruch nehmen zu können, das geht aber nicht. Ihr wißt schon, das Boot ist voll und die sollen sich lieber daheim abschlachten lassen.
    Bin ich der Einzige der sich wundert, dass wir gleichzeitig über Bevölkerungsrückgang und Überalterung jammern, die Grenzen aber immer mehr dicht machen und die Einwanderung immer weiter erschweren?
  2. Oh und wo wir gerade von Terrorgruppen reden: Üblicherweise stellt sich ja immer wieder raus, dass bei allen Konflikten Dritte die Hände im Spiel haben und Terrorgruppen gern auch nur deswegen so “erfolgreich” sind, weil sie von anderen Ländern mit Waffen, Geld usw. ausgerüstet werden.
    Angesichts der ständig neuen Konflikte, Konfliktherde und Konfliktparteien: Bin ich der Einzige, der immer wieder an Ozeanien vs. Eurasien vs. Ostasien denken muss?

Ach ja… die Nachrichten.

18. August 2014 Keine Kommentare
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Heute morgen kam mein Zug nicht. Bzw. viel zu spät. Und was macht man dann? Man liest mal durch seinen Twitter-Feed. Oder man versucht es. So lange, bis es einem so die Laune versaut, dass man am Liebsten den Planeten verlassen möchte.

Wenn nämlich schon die Öffentlich-Rechtlichen Medien, in dem Fall die Tagesschau plötzlich Geheimverträge “leaken”, dann weißt Du, das was im Argen ist. So auch im Fall von TTIP/CETA, bei denen es unter anderem darum geht, dass Unternehmen vor geheimen und nicht öffentlichen “Schiedsstellen” gegen Staaten klagen können, wenn sie ihre Gewinne in Gefahr sehen:

Auch in Deutschland laufen bereits ähnliche Klagen. Der schwedische Konzern Vattenfall verklagt die Bundesrepublik wegen des Atomausstiegs. Beim Thema Energie gibt es nämlich bereits ein vergleichbares Abkommen, das Deutschland unterschrieben hat. Die Gewinnaussichten seien erheblich beeinträchtigt, argumentiert der Konzern, somit sei der Investorenschutz betroffen. Neben dem Klageweg über Gerichte hat Vattenfall auch die Investor-Staat-Schiedsstelle angerufen. Das Verfahren läuft noch.

Das wird ein Recht neben dem Recht geschaffen. Bei dem es allerdings nicht um Recht, sondern Profit geht. Und darum, nicht nach außen zu tragen, mit was perfiden Mitteln um jeden Dollar gekämpft wird. Politiker, die solche Abkommen unterstützen und vor allem beschließen, gehören raus geworfen. In hohem Bogen.

Selbiges gilt natürlich auch für Politiker, die durch besondere Bigotterie auffallen. Wie Angela “Spionieren unter Freunden geht gar nicht” Merkel, die auf der einen Seite so tut, als würde sie tooootal empört sein, dass sie (wohlgemerkt nur sie, das Volk war ihr bekanntlich egal) abgehört wird. Und dann liest man in der Welt, Deutschland habe “aus Versehen” Hillary Clinton abgehört. Wie genau hört man jemanden aus Versehen ab?

Jetzt stellt sich heraus, dass der deutsche Auslandsnachrichtendienst offenbar Telefonate von gleich zwei Außenministern – erst von Hillary Clinton und dann von John Kerry – mitgeschnitten hat. Auch die Darstellung, dass die beiden Politiker zufällig ins Visier der BND-Horcher geraten seien, es sich also um einen sogenannten Beifang gehandelt habe und die Mitschriften der abgehörten Gespräche vernichtet werden sollten, wirkt da nicht wirklich entlastend.

Ganz nebenbei wird in dem Zusammenhang auch bekannt, dass Deutschland (unter anderem? Natürlich!) auch die Türkei überwacht. Jeder überwacht jeden und als wäre das nicht schlimm genug, stellt sich eine der Gallionsfiguren der Partei, der ich auch angehört hin und sagt: Naja, im Fall der Türkei ist das ja auch berechtigt! So kann man in der Zeit lesen:

Der Grünen-Außenpolitiker und frühere Fraktionschef Jürgen Trittin hält das Ausspähen des Nato-Partners Türkei durch den Bundesnachrichtendienst (BND) für gerechtfertigt. “Die Sicherheit Deutschlands ist durch die Vorgänge im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien und dem Irak unmittelbar betroffen. Und es stehen Bundeswehrsoldaten an der Grenze zu Syrien”, sagte Trittin der Berliner Zeitung. “Dass ein geheimer Nachrichtendienst dort Erkenntnisse sammelt, kann man ihm nicht vorwerfen. Das ist seine Aufgabe.”

Ähm also ich bin da anderer Meinung. Vielleicht kann man einfach mal in Frage stellen, ob wir nicht bei jedem Land einen ach so triftigen Grund finden. Wir erinnern uns, dass die Freiheit Deutschlands bekanntlich am Hindukusch verteidigt wird. Meine Oma hat immer gesagt, der Klügere gibt nach: hier wäre der Klügere der, der mal nicht mit einer höheren Ebene in einer Spirale antwortet. Derjenige der nicht sagt, Spionage erfordert mehr Spionage. Und das ein führender Grüner so einen Unsinn von sich gibt, läßt wieder die alte Frage aufkommen: Wird man, wenn man im Bundestag sitzt, automatisch so?

Aber hey, im Grunde ist man sich ja wenigstens in Berlin auch einig. Bestimmt auch darin, dass man unser Datenschutzrecht, eines der letzten Rechte das wir Bürger gegen den in allmachtsphantasien schwelgenden Staat in Stellung bringen können, ja im Grunde nicht braucht. Wir brauchen kein starkes deutsches Datenschutzrecht. Ein mittelmäßiges Europäisches tut es auch. Steht zumindest in der FAZ als feuchter Traum unseres Innenministers und Ministerst für Bürgerüberwachung und -Ausspähung:

Der Bundesminister verkündet außerdem, dass „unser liebevoll gestricktes deutsches Datenschutzrecht“ ausgedient habe. Die bisher geltenden Regelungen würden der technischen Entwicklung nicht mehr gerecht. Die Verabschiedung einer EU-Datenschutzverordnung habe deshalb für ihn „überragende Bedeutung“. Die Verordnung werde das deutsche Recht „komplett“ ersetzen.

Genau. Dabei kennen wir das doch zur Genüge: kann man unliebsame Rechtsveränderungen in Deutschland nicht verkaufen, verkauft man sie an die EU um dann sagen zu können: Ja also wir hätten das ja anders gemacht, aber die EU zwingt uns ja…

Vielleicht sollte sich genau dieser Minister übrigens mal darum kümmern, unter den eigenen Teppich zu schauen. Denn wenn man der Berliner Zeitung glauben darf, stellt sich gerade heraus, dass ein weiterer Fall von “Homegrown Terrorism” dann doch wieder nur durch die aktive Mitwirkung von “Sicherheitsbehörden” überhaupt erst möglich wurde:

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages schließt nicht aus, dass Sicherheitsbehörden des Freistaats die Flucht und das Untertauchen des Zwickauer Terrortrios bewusst begünstigt haben. Im Abschlussbericht des Gremiums, der kommenden Woche im Erfurter Landtag diskutiert werden soll, heißt es: „Die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen aber auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen zu.“

ja ja ja.

Und an der Stelle hab ich dann die ernsthaften Kanäle wieder zugemacht und nur noch Katzenbilder geguckt. Besser für meinen Kreislauf.

 

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Das Geschäft mit der Angst

7. August 2014 1 Kommentar
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Das “Schöne” an Angst ist, dass man mit ihr so herrlich bestimmte Verhaltensweisen triggern kann. Vernunft weicht dann oft Unvernunft und selbst Menschen die besonnen sind, lassen sich verleiten Dinge zu akzeptieren, die nicht akzeptabel sind.

Nebenbei kann man mit Angst auch hervorragend von echten Problemen ablenken. Ukraine. Syrien. Afrika. NSA und BND. All die echten Probleme treten in den Hintergrund, wenn man Angst hat. Und von daher ist man als Lenker eines Staates froh, wenn man sein Volk in Angst und Schrecken halten kann. Wer widerspräche schon irren Forderungen nach “Sicherheit durch Überwachung” oder wer diskutiere noch ernsthaft die Sinnhaftigkeit von Freiheitsbeschränkungen, wenn der Terror droht.

http://www.derwesten.de/politik/silvio-k-droht-mit-anschlag-auf-deutsches-atombombenlager-id9673562.html

Screenshot von derwesten http://www.derwesten.de/politik/silvio-k-droht-mit-anschlag-auf-deutsches-atombombenlager-id9673562.html

Wer diskutiert denn noch über Fracking oder Ecclestone, wenn er diese fette rote Überschrift liest. Bildzeitung? Würde man gerne annehmen, ist aber der Westen. Aber auch nur als Beispiel für ganz viele andere “Medien“, die sich an vermeintlicher Terrorgefahr ergötzen. Damit Auflage machen wollen und damit einer Struktur in die Hände spielen, die davon lebt und dadurch wächst, dass die Menschen Angst haben.

Diese Angst soll möglichst Abstrakt sein: US-Atombombenlager, öffentliche, private, kirchliche Einrichtungen etc. Aber doch so konkret, dass sie ein Gesicht hat, dass man mit ihr verbinden kann. Und das ist das Perfide an der Sache: Kaum jemand kann sich dem verschließen. Und wer es schafft, gilt als Außenseiter. Als jemand, der die Realität nicht erkennen will.

Aber was genau ist eigentlich die Realität? Welchen Einfluß hätten “Terroristen”, wenn die Medien ihnen nicht den Nährboden bieten würden, auf denen ihre Angst wächst? Welche Chance hätten Terroristen einem freiheitlichen und toleranten Staat gegenüber, der seine Bürger nicht immer weiter einengt und in ihren Rechten beschneidet, bis diese irgendwann beginnen, sich dagegen aufzulehnen?

Hier stimmt was nicht.

Keine Frage. Es gibt Verwirrte. Es gibt Knallköppe. Und es gibt gefährliche Menschen. Nur unser Umgang mit diesen ist alles andere als Souverän. Wir bauen sie auf, wir bieten ihnen die Plattform und dann nutzen wir sie – ohne ihr Wissen – um eine Umgebung der Angst und Willfährigkeit zu schaffen. Und es gibt sicherlich auch den einen oder die andere Politiker/-in, die gar nicht so böse darüber wäre, wenn es endlich mal wieder knallen würde. Denn die nächste Runde schärferer Gesetze liegt schon in den Schubladen. Es muss nur noch ein wenig köcheln…

Zutiefst beunruhigt

30. Juli 2014 4 Kommentare
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Neben dem ganzen alltäglichen Wahnsinn beunruhigen mich derzeit zwei Dinge…

  • Nah-Ost: Ich verstehe zu wenig von dem Konflikt Israel, Gaza, Hamas und Co. um mitreden zu können. Ich bin nicht mal sicher, was man sagen / denken darf, um nicht Israelfeindlichkeit oder gar Antisemitismus unterstellt zu bekommen. Ich durchschaue das alles nicht und verstehe nicht was da vor sicht geht. Ich sehe nur Leid und Tot und frage mich, was da eigentlich abgeht.
  • Im Moment flammt der kalte Krieg ja wieder voll auf. Sei es in der Unterhaltung (z. B. in der neuen Serie “The Last Ship”) oder im echten Leben ist Russland wieder ein echter Feind. Aber alle Informationen die ich bekomme sind höchst widersprüchlich und machen mir fast den Eindruck, als wolle man von anderen Problemen (z. B. NSA-Affäre) ablenken. Und auch hier: Wer Fragen stellt wie Fefe sieht sich ja auch gleich in eine Ecke gestellt. Wohin genau soll denn ein neuer kalter Krieg führen? Droht am Ende das Ende der kriegsfreien Zeit in Europa? Ist Russland echter “Problembär” oder nur ein künstlich gehyptes Feindbild? Ich verstehe es schlicht nicht.

Ich dachte immer, ich bin in der Lage solche Konflikte soweit zu durchschauen, dass ich mir eine eigene Meinung bilden kann.  Aber bei zahlreichen Konfliktherden kann ich das im Moment nicht. Nicht nur, weil mir die Berichterstattung oft den Eindruck vermittelt, nicht objektiv zu sein. Sondern auch weil kritische Stimmen und Fragen ganz schnell mit Denk- und Äußerungsverboten belegt werden.

Das ist doch Scheiße.

Und wenn mir mal jemand bitte erklären könnte, was wirklich Sache ist? Ich wäre sehr dankbar…

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Es gibt so Tage….

29. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen. Kaffee getrunken? Na, dann kann ja ein Blick in die Zeitung, bzw. das Internet folgen.

Der Justizminister Maas (SPD) schafft defacto mal eben das politische Asyl ab. Ausgerechnet die Form von Asyl, die dringend gebraucht wird, wenn Regierungen gleich wo Amok laufen. Im Fall Maas geht es natürlich um Snowden:

Ich sag mal so, dass was Herr Mass für “schwierig” hält ist letztlich eine Frage des Wollens. Ich konnte noch nicht zur Kenntnis nehmen, dass mal ergebnisoffen oder unter der Prämisse es zu ermöglichen überhaupt ernsthaft geprüft wird. Wenn aber Snowden kein Präzedenzfall ist, was oder wer wäre dann eines? Und sind transnationale Beziehungen so offensichtlich wertvoller als Artikel 1 des Grundgesetzes?

Währenddessen wird in Australien eine riesige Kohlemine genehmigt. Mit “kleinen” Auswirkungen auf die eigentlichen Schätze des Landes:

Wirtschaft geht vor Umweltschutz: Die indische Firma Adani darf in Australien ein gigantisches Bergbau-Projekt umsetzen. Naturschützer sind entsetzt, denn nicht nur ein riesiges Reservoir ist in Gefahr, auch das Great Barrier Reef könnte großen Schaden nehmen.

Aber ich bin sicher, wir brauchen dringed mehr Kohle, die noch mehr CO2 in die Atmosphäre pustet. Und alle die was vom Klimawandel schreien, sind ja eh nur technikfeindliche Idioten. Und so Unwetter, wie sie im Moment fast regelmäßig über uns hereinbrechen, also das hat damit gar nix zu tun:

Wieder starke Gewitter in Nordrhein-Westfalen: Heftiger Regen hat am Montagabend und in der Nacht die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders betroffen war die Region Münster. Dort ist ein Mann in einem überfluteten Keller ertrunken. Aber auch das Ruhrgebiet und Teile des Niederrheins waren betroffen. Für Dienstag gibt es neue Unwetter-Warnungen.

Tja, auf der anderen Seite reiht sich Australien nur in die Linie derer ein, die tun, was getan werden muss. Ganz vorne mit dabei, nicht nur bei der Verfolgung unliebsamer Personen wie Snowden oder Assange ist natürlich auch immer England. Die mal eben fast das ganze Land für Fracking frei geben:

Die Regierung in London hat am Montag die Hälfte der Fläche Großbritanniens für Fracking freigegeben. Dazu gehören „unter bestimmten Umständen“ auch Nationalparks, Naturschutzgebiete und Stätten des Weltkulturerbes. Dafür müssen die Unternehmen allerdings eine „besonders umfassende und detaillierte“ Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass sie die Bedenken der lokalen Bevölkerung ernst nehmen.

Ich bin sicher, die Unternehmen werden die Schranken ganz doll ernst nehmen. Ne Spaß, werden sie natürlich nicht. Denn dafür hat man ja durch “Freihandelsabkommen” und geheime Schiedsgerichte längst eine Schattenjustiz erfunden. Deren Auswüchse, als Vorwarnung für das was TTIP uns tolles bringen wird, kann man gerade in Kanada sehen:

Ein US-Konzern verklagt Kanada wegen eines Fracking-Verbots – auf Basis eines Freihandelsabkommens. Jetzt könnte auch das Abkommen zwischen EU und Kanada scheitern. (…)

Aber nicht nur in den USA, auch in Deutschland dürften die Vorbehalte Gabriels auf Widerstand stoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die deutsche Industrie werben für TTIP, das den Handel vereinfachen und der deutschen Wirtschaft zahlreiche neue Arbeitsplätze bringen soll.

So, ich glaub ich mach das Internet wieder zu und steige von Kaffee um auf Vodka.

Serien Serien

22. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bin ein Serienjunkie.

So. Nachdem das raus ist, geht es mir gleich viel besser. Zeit, sich mal mit meiner Sucht auseinander zu setzen:

Als ich groß wurde (nicht erwachsen), kamen im Vorabendprogramm Serien wie A-Team, ein Colt für alle Fälle. Battlestar Galactica und Trio mit vier Fäusten. Das alles und alle anderen waren Serien, die jeweils ein sehr eigenes Thema besetzt haben und eigentlich in jeder Folge das gleiche Muster hatten. K.I.T.T. hat immer zwei mal den Turbo Boost gezündet und das A-Team hat sich immer in einer auswegslosen Situation einen Panzer gebaut. Ganz selten wurde mal eine Story über zwei Folgen gespannt.

Für mich als Kind / Teenager waren die Serien trotzdem spannend. Für die Erwachsenen waren sie seichte Unterhaltung.

Der Absturz kam  meiner Meinung nach mit den Telenovelas aus dt. Produktion wie GZSZ und den Shows am Nachmittag, seien es die Richtershows oder Talkshows gewesen. Wusste man, dass die alten Vorabendserien nicht ernst zu nehmen waren, forderten die neuen Formate, man solle sie gefälligst respektieren. Damals habe ich meinen Fernseh abgegeben.

Mittlerweile erleben wir bei Serien aber etwas anderes: Den Mut, lange und komplexe Geschichten zu erzählen. Und als Fan möglichst langer Bücher und Buchreihen sprechen solche Serien mich an. Ich liebe es, als “Binge Viewer” ganze DVDs am Stück zu gucken. Ich war mit den Jack Lost und habe mit Walter Drogen gekocht. Ich habe mit Dexter gemordet und mit den True Detectice den gelben König gejagt. Dabei werden Serien mutiger, was die Komplexität angeht und verlangen von ihren Zuschauern mehr, als es bei Lindenstraße und Co je der Fall war: der Geschichte zu folgen. Das Ende von Serien ist heute verstörend (Lost), unbefriedigend (Dexter) oder gar voll und ganz befriedigend (Breaking Bad) und immer wie das Ende eines Buches: Eigentlich will man noch mehr erfahren.

Dabei sind Serien langsam aber sicher dabei, dem Kino ernsthafte Konkurenz zu machen: Kinofilme laufen oft auch wie Serien früher nach Schema F oder sind selbst mit Überlänge zu kurz. Die Versuche, Filme auf epische Länge zu ziehen hat beim Herrn der Ringe funktioniert – aber nur auf DVD. Dabei werden Kinoproduktionen immer teurer und es gibt immer weniger wirklich gute Filme. Klar, der Markt muss sich konzentrieren.

Allerdings ist es schön zu sehen, dass AMC, HBO und wie sie alle heißen sich trauen, gegen das Kino anzutreten. Und auch Serien wie Houes of Cards oder der neue Sherlock sind ja der beste Beweis dafür, dass sich auch “Experimente” lohnen. Ein solches Experiment könnte in Zukunft sein, Filme und Serien enger zu verweben. So etwas könnte sich z. B. für den dunklen Turm anbieten.

Und vielleicht wird es bald so sein, dass die meisten spannenden Produktionen gar nicht mehr im Kino laufen. Sondern eben nur noch als Serien im Stream oder TV. Um sich den Nutzern anzupassen. Vermutlich einhergehend damit wird es dann im Kino nur noch extremes High-Quality zu sehen geben: Ultra-HD und in 3D für deutlich mehr Geld als heute?

Ich bin mal gespannt wie es weiter geht. Auf jeden Fall freut es mich, dass der Tiefpunkt durchschritten zu sein scheint und Serien heute besser denn je sind.

 

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Wenn die Kleinen erwachsen werden

6. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Mein drittes eigenes Auto nach dem Hyundai Coupe FX und dem Volvo V40 1,8i war ein Volvo V70 2.5TDI mit Vollausstattung:

DSCF0137Und ich habe das Auto geliebt. Spurtstark, relativ hohe Vmax – und im Gegenzug bei meinem Fahrstil (120 km/h, Tempomat an) mit 6 Liter Diesel sehr sparsam. Einfach ein praktisches Auto – vom Umzug bis zur Non-Stop-Tour nach Kroatien (ja wohl, eine Tankfüllung!) Bei gerade mal 450.000km gab es aber ein Problem.

Nicht mit dem Auto. Mit unserer Regierung. Die führte nämlich “Umweltzonen” ein und während ein Hummer H2 eine grüne Plakette bekam, bekam mein Völvchen eine Rote. Nachrüst-Kat? Leider nicht erwerbbar. Und da ich mehrmals die Woche nach Essen zur Uni musste, hatte ich ein Problem.

Also habe ich sehr schweren Herzens das Auto verkauft und mir ein Mini-Völvchen gekauft. Der ist zwar formal nur ungefähr 50cm kürzer, aber ein ganz anderes Auto. Kein Kofferraum inklusive:

01Dank LPG auch super preiswert im Unterhalt und mit nur zwei Haken. Das eine waren 125 PS beo 1,4 Tonnen Lebendgewicht – ohne Turbolader. Sportliches Autofahren war damit ein eher selten genutzter Begriff im Zusammenhang mit dem Auto. Trotzdem verrichtete er bis KM 150.000 völlig klaglos seinen Dienst – sieht man mal von dem Materialproblem am Vordersitz ab, von dem sich Volvo nix annehmen wollte.

Das zweite Problem war aber nicht so trivial: Durch den wirklich winzigen Kofferraum war die Zulademöglichkeit arg beschränkt. Und wenn man für einen mehrtägigen Urlaub nicht nur normale Klamotten, sondern auch Räder, Radklamotten und Ersatzteile packte, musste man schon Tetris-Meister Level 12 sein.

Tja…

und so reifte der Plan, mal wieder ein größeres Auto anzuschaffen. Nachdem Österreich ausgefallen war, war das eigentlich eine gute Gelegenheit. Und schwupps wurde ein neuer Volvo gekauft – und heute das erste Mal mit Rädern hinten druff beladen:

Foto 2Klitzekleiner Unterschied ;-)

Von dem Unterschied im Ladevolumen muss ich nix erzählen. Außerdem habe ich jetzt wieder 5 statt 4 Zylinder und einen Turbolader :-D Das hilft dann, was die meisten Menschen ja nicht glauben wollen, wirklich auch beim Sprit sparen. Wenn man sich zurück halten kann und dem Tempomat die Regie überläßt. Und so sah das aus, als ich Freitag nach Holland gefahren bin:

Foto 1Als kleines Gimick habe ich jetzt – für die harten niederrheinischen Winter, übrigens auch Allrad. Aber mal wieder kein Automatik. Aber irgendwann… irgendwann kauf auch ich mal ein Auto mit Automatik. Zum Beispiel den neuen V60 D6 Hybrid. Fast 300 PS und nur 1,5 Liter Diesel auf 100 km ;-)

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Wie gut, dass wir nicht paranoid sind

5. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal wundere und frage mich, wohin das alles noch führen soll.

Reicht es nicht, wenn Politiker auf Bundes- und Landesebene versuchen, uns mit Angst gefügig zu machen? Müssen wir echt aus allem eine potentielle Bedrohung epischen Ausmaßes machen?

Ich lese gerade im Lawblog:

“Der Rektor der betroffenen Schule hatte den Schülern empfohlen, sofort die 110 zu wählen, wenn sie den Mann sehen. Der Herausgeber der Neuen Rottweiler Zeitung schrieb sogar einen offenen Brief an den Unbekannten und warf ihm vor, auf inakzeptable Art und Weise Angst und Schrecken zu verbreiten. “

Na? Um was ging es wohl?

“Es handelt sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil. Dieser sagte, er sei Cosplayer. Der Mann lief nach Angaben der Polizei ganz ruhig über eine Wiese.”

Unfassbar. UN FASS BAR. Wie bekloppt soll das eigentlich noch werden?

Geht mal rüber und dann schüttelt mit mir gemeinsam den Kopf. Das ist ja in sich schlicht unerträglich, oder?

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Kann mal jemand kurz die Welt anhalten…

2. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… ich würde gerne aussteigen.

In Berlin kloppen sich Demonstranten und Polizei vor einer Schule, weil es die Politik nicht schafft, für Flüchtlinge menschliche Bedingungen zu schaffen. 
Die FAZ erwähnt in einem Nebensatz, dass die CIA mal eben flächendeckend in mehreren Bundesländern Kameramaterial ausgewertet hat, um einen Whistleblower zu finden.
Dirk Niebel, einst mit der Aufsicht über Waffenexporte politisch betraut, wechselt als Lobbyist zu einem der größten Waffenhersteller. Zugleich träumen die Bundesmutti und Truppenursel von (bewaffneten) Drohnen. Quasi als “Friedenswaffen”, you know what I talk about.
Einige Bundesländer finden die Idee reizvoll, dass man aus 1€ ja auch 0€-Jobber machen könnte. Und warum auch nicht, ob man für Sklaven jetzt wenig zahlt oder gar nix zahlt, ist ja ein Unterschied.
Ehrlich, über jedes dieser Themen müsste man eine eigene Abhandlung schreiben. Das Ergebnis wäre so klar wie wenig überraschend: Unsere Gesellschaft scheint echt einen heftigen Knick im sozialen Interface zu haben.  
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Geht mal wieder in den Zoo!

25. Juni 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Wir waren heute in der Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen – und das war beeindruckend.

Nicht nur wegen des Zoos an sich. Sondern vor allem wegen der nach wie vor überall sicht- und spürbaren Folgen, die das letzte große Unwetter mit sich brachte. Und gerade Zoos leiden ja nicht an übervollen Kassen.

Das Gute ist aber: daran kann man was ändern. Nämlich in dem man einfach in den Zoo geht. Und in Gelsenkirchen zur Zeit sogar zu ermäßigten Preisen. Also rafft Euch mal auf, genießt mal das schöne Wetter und geht mal wieder in den Zoo :-)

 

 

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Äh, wie meinen?

13. Juni 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bin ja durchaus der Meinung, dass die Polizei auch in Social Networks nicht nur überwachend tätig sein darf. Sondern auch z. B. in Sachen Personalwerbung. Warum auch nicht, man muss ja die potentiellen Kommissare der Zukunft dort abholen, wo sie sind.

Aber die Polizei Sachsen… ich weiß ja nicht. Bin ich der Einzige, der die aktuelle Facebook-Kampagne einen #epicfail findet? Das fängt schon dabei an, zu einer “Runde Wasserwerfer” (aka 40 Liter Diesel auf 100km) einzuladen. Aber selbst wenn man sagt, okay, das lockt vielleicht die falsche Klientel, aber es erregt Aufmerksamkeit:

Wer hat sich denn bitte DIE Headline einfallen lassen, dass die Karriere der Polizei Sachsen bei Facebook sei?

Ich gebe zu: Das läßt mich alles ziemlich verstört zurück…

Foto

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Hut ab, liebe Volkswagen AG

10. Juni 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… mit der Werbung habt Ihr echt einen Treffer versenkt:

 

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Gewinnspiele im #betterweb

19. Mai 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe heute morgen beschlossen, unter dem Hashtag #betterweb ungefragt gute Ratschläge für das Internet zu geben. Mein erster Ratschlag ging an die Deutsche Telekom, stellvertretend für gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viele Firmen, die im Internet Werbung machen:

Wie Ihr seht, geht es mir um Folgendes:

Im Jahr 2014 ist es ausgesprochen dämlich, wenn man Gewinnspiele so veranstaltet, wie hier. In den Antworten auf den Tweet sind dann auch mehrere Meldungen, die sich darüber beschweren, dass man Mitglied bei Facebook sein müsste.  Die Telekom “tröstet” dann damit, dass es demnächst auch wieder was auf Twitter gäbe. Oder für Twitterer.

Das ist in mehrfacher Hinsicht ungünstig. Auf Twitter kann man ein Gewinnspiel ja nur in der altbekannten Form des “like and retweet” oder “follow us” durchführen. Bei Facebook ist das ja ähnlich.

In beiden Fällen beschränkt man sich aber auf nur eine Teilmenge der möglichen Adressaten. Zusätzlich fördert man exklusiv den einen Anbieter. Und wie man es macht, macht man es bekanntlich falsch.

Dabei wäre die Lösung doch so einfach: Man veranstaltet ein Gewinnspiel oder was auch immer und verlinkt(!) das auf eine eigene Website / Unterseite in der eigenen Webpräsenz. Das hat den Vorteil, dass es für alle offen ist. Das es nicht mehr in gleichem Maß z. B. dem Regelwerk der Facebooker unterliegt. Das man auch Menschen die keinen Bock auf das eine oder andere Netzwerk eine Chance gibt.

Aber was das aller wichtigste ist: man behält selbst die Kontrolle. Nicht nur über die Präsentation an sich, sondern eben auch über die Daten und deren Verwendung. Und man kann als Unternehmen z. B. sehr datenschutz-freundliche Varianten anbieten. Es sei denn, man ist nur auf Kundendatenfang.

Ich denke, 2014 ist es endlich Zeit, dass sich die Firmen wieder ihrer eigenen Websites erinnern. Und die zur Kommunikation nutzen und Social Media nur als Multiplikator. Kann doch nicht so schwer sein.

Oder sind die ganzen Webmaster inzwischen gefeuert und durch “Community Manager” ersetzt worden?