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Archiv für die Kategorie ‘arbeiten’

2015: Der neue (digitale) Leichtsinn

16. August 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Ich werd ja gerne für einen Spinner gehalten, wenn ich versuche Menschen für mehr Selbstdatenschutz zu sensibilisieren. Wer sollte mich beobachten, wer sollte mich ausforschen und überhaupt: Ich habe doch gar nichts zu verbergen.

Lasst mich kurz am Beispiel von X. erklären, warum das ein Problem ist.

X. und ich, wir kennen uns nicht. Was X. nicht weiß ist, dass er am Freitag im Zug gut 2h neben mir gesessen hat. X. ist in Essen zugestiegen und war bis Bielefeld mein Nachbar. In Essen war er bei einem Kunden, denn X. ist nicht nur in der Kirche aktiv, sondern macht auch irgendwas mit Web und einer größeren Gewerkschaft. In Essen hat er eine Website die er betreut. Oder – wäre ich ein Bösewicht – betreute. Denn die Zugangsdaten für die Website hab jetzt ich. Oder hätte ich jetzt, denn natürlich ist das hier rein fiktiv und ich habe nichts ernsthaft mitgeschrieben. Hätte ich das gemacht, hätte ich seinen Kunden erst über die Schlampigkeit informiert und dann natürlich hervorragend eine eigene Beratungsleistung verkaufen können.

Wieso ich die Zugangsdaten gehabt hätte? X. ist als erstes online gegangen. Mit seinem schicken MacBook, aber leider ohne VPN. Das ist in einem geteilten und noch dazu fremden Netz dumm. Das ist noch dümmer in einem öffentlichen Netz, dass die Kommunikation von WLAN-Devices untereinander erlaubt. Mit meinem Notebook statt Handy hätte ich seinen gesamten Datenverkehr mitschreiben können. Ein professioneller IT-Dienstleister darf sich sowas nicht erlauben!

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Das ist schon nicht so prickelnd. Vor allem, da die Website die er betreut kein HTTPS verwendet, also alle Daten im Klartext über das Netz schickt. Die Administration erfolgt über ein sehr beliebtes „CMS“.

Daneben hat X. dann natürlich auch noch Mails bearbeitet. Zum Beispiel die korrigierte Rechnung von Z., dem ich natürlich jetzt ein Angebot machen könnte, das deutlich unter den Preisen von X. liegt. Aber man muss X. zu Gute halten, dass er die Rechnung sofort an einen Kollegen zur Zahlung weitergeleitet hat.

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X. hat übrigens auch eine junge Tochter, die „Youtube-Stars“ mag. Ich weiß das, weil er sie in ein Fortbildungskonzept für die Jugendarbeit eines kirchlichen Trägers einarbeiten möchte. In Berlin, vermutlich war er gerade auf dem Weg dorthin. Woher ich das alles weiß?

Logischer Weise, weil X das alles in gut lesbarer Größe in sein MacBook tippt. Das sich dank hervorragend blickwinkelstabilem Display auch super aus extremen Winkeln angucken läßt. Was bei Videos ein Traum ist, mag bei Arbeiten im Zug schnell zum Albtraum werden. Ich muss ja nicht mal lange auf das Display schauen, hier und da ein Blick reicht ja.

Übrigens verschlüsselt X. Mails natürlich auch nicht und er signiert sie genau so wenig. Mit den Informationen die ich über ihn hätte sammeln können, hätte ich in seinem Namen auch ganz schön viel Unsinn anrichten können. Ich könnte unter seinem Namen jetzt beliebig Mails versenden – weil er seinen Kunden keinerlei Möglichkeit gibt, die Authenzität des Absenders zu prüfen… Und ich weiß sogar mit welcher Floskel er sich verabschiedet.

Ihr seht also: Selbst wenn man sich nicht einmal bemüht, man kann ganz schön viel aus zufälligen Beziehungen saugen. Und so stellt sich natürlich die Frage, was X. hätte besser machen können.

1. Er hätte vielleicht kluger Weise im Zug gar nicht gearbeitet. Sondern entspannt. Aber wenn er schon arbeiten muss oder will:

2. Es gibt Blickschutzsysteme für Notebooks (z. B. von 3M) die ich zwingend verwenden sollte, wenn ich vertrauliche Informationen bearbeite. Und meine Kunden sind vertraulich.

3. VPN, VPN und VPN: Wann immer ich kabellos in einem Netz bin, dass ich mir mit anderen Teile, gilt es besonders vorsichtig zu sein. Bei LTE/UMTS geben sich die Netzbetreiber schon Mühe, ein Ausspähen von Daten möglichst schwer zu machen. Aber im WLAN? Egal ob verschlüsseltes oder unverschlüsseltes WLAN, grundsätzlich haben alle Teilnehmer im gleichen Netz Zugriff auf meine Daten! Das bedeutet, dass egal was ich tue, meine erste Handlung ist das aktivieren von VPN. Zwar bieten heute viele Websites mit HTTPS und auch Maildienste mit Transportwegsicherung einen gewissen Schutz. Aber dieser Schutz ist nicht überall gegeben und selbst wenn, bietet VPN einen weiteren Sicherheitslayer (den man übrigens auch bei LTE/UMTS nutzen sollte….)

Der Punkt 3 gilt übrigens nicht nur für Daten-Nomaden die unterwegs arbeiten. Sondern für jeden von Euch!

Natürlich hätte X. auch einfach ein bisschen aufmerksamer sein können. Statt im Hintergrund das Staffelfinale von Battlestar Galactica zu gucken, hätte er einfach mal seine Umgebung beobachten können. Dann wäre ihm sicherlich auch aufgefallen, wenn ich auf seinen Bildschirm schaue und wenn ich sogar mein Handy in der Hand direkt neben sein Notebook halte.

Das Problem ist: X. ist kein Einzelfall. Auf jeder Zugfahrt finde ich einen oder mehrere wie X. und das Alphabet hat nicht genug Buchstaben. Und auch außerhalb des Zugs:

Im Cafe, im Bahnhof, schlicht überall sind Menschen unterwegs die unfassbar sorglos mit ihren Daten umgehen. Das kann daran liegen, dass man in Zeiten des NSA-Skandals ziemlich abgestumpft ist. Und sicherlich auch daran, dass man gar nicht vermutet, dass jemand anderes Interesse an den eigenen Daten haben könnte.

Nur leider… die Welt ist schlecht.

Das was ich hätte machen können und nicht gemacht habe: Seid ihr sicher, dass der nächst der kommt ebenfalls darauf verzichtet? Oder sich vielleicht doch den „Spaß“ gönnt mal zu sehen obs ich nicht ein paar € aus Euren Daten gewinnen lassen?

 

Disclaimer: Einen Teil der Dinge die ich weiß, weiß ich gar nicht. Ich habe mich bemüht so wenig wie möglich mitzubekommen und ich betone noch mal: mein iPhone ist nicht in der Lage Daten mitzuschreiben. Ein Notebook dagegen ist nicht abhängig von der Software im AppStore und wer möchte kann ja mal gucken, was z. B. Cain&Abel zu tun vermögen. Ich wollte Euch aber eindringlich klar machen, wie viel man auf einer Bahnfahrt u. U. von sich preis gibt.

Nachtrag: sehr schöner Artikel „Welcome to The Internet of Compromised Things“

Kategorien1984, arbeiten, internettes, technik Tags:

Frühstüxkinder

22. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Ich war die letzten Tage nicht im Büro. Heute schon. Und im Grunde war alles wie immer. Bis auf die Neue 😉

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When things just go perfect

18. Dezember 2009 3 Kommentare
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Na, wo war ich heute?

Richtig…

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(mit bestem Dank an den genialen Ralph Ruthe!)

Und eigentlich hätte es nicht besser werden können. Zumindest fast nicht. Mehr…

Himmel, ich werd alt…

2. Dezember 2009 3 Kommentare
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich noch an alles von gestern erinnern kann. Auch wenn es, zugegeben, etwas viel Bier war. Ich trinke sonst ja eigentlich eher weniger. Und Bier ja schon mal gar nicht. Und erst recht nicht so viel. Aber irgendwie… ich konnte ja nicht nur Ouzo trinken, ist klar, ne?

Meine Erinnerung an gestern lässt sich relativ gut an einem Foto festmachen: Verschwommen, grobkörnig, aber offensichtlich amüsant:

[singlepic id=1383 w=320 h=240 float=center] Mehr…

Wo Fuchs & Hase sich gute Nacht sagen

1. Dezember 2009 1 Kommentar
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Denken. Planen. Umstellen. Nochmal denken. Nochmal Planen. Erneut umstellen. Was ist richtig, was ich falsch, womit überfordern wir, was machen wir so, wie es den Leuten am Besten hilft?

Nächtliches Werkeln der Besten der Besten. Oder einfach der einzigen, die es für diesen Job gibt.

Und während wir noch hier drinnen sind, wo es angenehm warm ist – wenn man Frau sein darf. Oder wo es einfach drückend ist, für Männer. Wo die Kantine zu ist und damit der stete Strom an Kaffee zu erliegen kam… da stehen wir nun und entscheiden über das Wohl und Wehe, ich möchte sagen das Schicksal der Welt…. also vielleicht nicht der Welt. Eher Deutschlands. Obwohl, wenn man ehrlich ist NRWs. Vielleicht auch nur der Leute, die in unserem „Unternehmen“ arbeiten. Naja, auch nicht über deren Wohl. Mehr über deren Arbeitsweise. Aber hey, wir sind die Besten der Besten 😉

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Wie dem auch sei, draußen jedenfalls fällt die Welt in einen Kälteschlaf. Die Aufregung der letzten Tage legt sich hier spürbar, der 2. Ausbrecher ist gefasst. Da dürfen sich unsere Autos mal eine ausgedehnte Nachtruhe gönnen. Und guckt mal, die frieren schon ein:

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Hier ist übrigens das malerische „Schloß Holte Stuckenbrock“. Zwischen Paderborn und Bielefeld und ohne UMTS von D2. Aber immerhin noch GPRS 😉 Und auch nur 10km von der nächsten Pizzeria entfernt.

Aber immerhin: WIR frieren nicht.

Die Frage ist jetzt nur: Lohnt es sich ein Bier zu trinken oder fahre ich gleich nach Hause? Wobei gleich alles zwischen jetzt und dem Morgengrauen sein kann… Und wenn ich mich für das Bier entscheide: Wieso kommt hier eigentlich kein Kellner vorbei???

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Führerschein zu verschenken…

18. November 2009 6 Kommentare
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Nicht für Nationen (Sorry, dummer Witz), sondern der alte Klasse 3 für PKW. In dezentem Rosa. Mit hässlichem Foto von Stefan mit langem Haar.

Ich will nämlich nicht mehr Auto fahren. Mir ist das einfach zu gefährlich… für meine Umwelt.

A3 bei Solingen, Stefan auf dem Rückweg aus Wuppertal. Soweit der Plan.

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Reicht für dieses Jahr. Statistisch ist es eh bereits mehr als einer je Monat!

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Wenn die Tram über Dir hinwegschwebt…

18. November 2009 Kommentare ausgeschaltet
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Double-U-Upper-Valley sollte mir suspekt sein. Schon, weil bei denen Elefanten aus der Straßenbahn fallen. Aus der Straßenbahn, die zudem eine Schwebebahn ist.

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In sofern hätte ich skeptisch sein sollen: Heute morgen ankommend war kein Besucherparkplatz frei, weswegen ich mein Auto auf einem Parkplatz „Nur für Einsatzfahrzeuge“ abgestellt hab. Was das Völvchen ja heute per Definition :-)

Der junge Mann in der Polizeiwache fand das dann auch gleich in Ordnung, als ich ihm sagte wer ich bin und was ich will. Prima. Und doch zu einfach. Als er nämlich dann nach Hause gegangen ist, hat er der nächsten Schicht natürlich nicht gesagt, was es mit dem Völvchen auf sich hat. Mit dem Ergebnis, dass ich natürlich ein Knöllchen am Auto hatte. 15 Euro für Parken auf Sonderflächen.

In der Besprechung hatte ich noch erzählt, dass sich bisher nur eine Behörde sowas erlaubt hat. Und man hat mir versichert, das sei in Wuppertal natürlich total ausgeschlossen. Nun ja, bis heute.

Auf der Haben-Seite verbuche ich, dass ich mit einer überaus süssen jungen Dame darüber verhandeln durfte, warum ich das Knöllchen nicht haben mag. Und irgendwann hat sie es dann auch gleich eingesehen. Als hätte sie mir auch widerstehen können 😉

In der Tat war es übrigens ein Fehler mit dem Auto zu fahren. Doch dazu später mehr…

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Eine ARGE Odyssee

27. August 2009 21 Kommentare
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„Weiter so“, tönte es aus dem Mund des OBs beim Börsentalk. „Weiter so“ auch von Seiten der Grünen. Kein Kein „Weiter so“ von meiner Stelle, denn was ich als ARGE-Kunde erlebt habe spottet mal wieder jeder Beschreibung.

Mehr…

Was schreibt man denn so?

8. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet
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Hey,

sind Personaler hier anwesend? Ich habe da mal wieder so eine Anfrage und zumeist ignoriere ich die ja. Aber vielleicht wäre Antworten mal nicht verkehrt 😉 Nur… was packt man in so ein Profil rein?

Sehr geehrter Herr Meiners,

bei der Durchsicht unserer Unterlagen habe ich festgestellt, dass wir kein aktuelles Qualifikationsprofil von Ihnen haben. Könnten Sie mir bitte, unabhängig von Ihrer derzeitigen Projektsituation, ein Update zusenden, damit wir zu gegebener Zeit wieder mit passenden Projektangeboten auf Sie zukommen können?

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Eines muss man der CDU ja lassen…

8. Juli 2009 1 Kommentar
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… wenn sie nämlich beschließt zu versagen, dann wenigstens mit Konsequenz in allen Bereichen des politischen Wirkens: Von der Justiz bis zur Arbeitsmarktpolitik, von der Großen bis zur kleinen Politik. Mehr…

Über den selbstgemachten Untergang…

21. Mai 2009 Kommentare ausgeschaltet
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… eines deutschen Unternehmens. Typisch Deutsch?

Ich hoffe nicht…

Er sagte mir, daß wir dem Betriebsrat immer einen Spielraum für gewisse „Verbesserungen“ lassen müßten, sonst könne der Betriebsrat und die Gewerkschaft nicht mehr garantieren, daß die Arbeiter im Betrieb still hielten, die sowieso schon eine ziemliche Wut im Bauch hätten. Konkret hieß das, ich kündigte die Entlassungsaktion an, die in diesem Fall 10% der Belegschaft betreffen sollte – und der Betriebsrat würde dann in „zähen Verhandlungen“ mit mir das Schlimmste abwenden und die Aktion in eine Frühverrentung umwandeln können. So geschah es.

Komplette Story  bei Karl Weiss: Klick!

***wuuuuuuuuuusch***

20. April 2009 3 Kommentare
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Im Moment ist das Leben echt busy. Ich eile von einer Veranstaltung zur nächsten, von einem Termin zum nächsten.

War ich gerade noch in Münster, bin ich gleich schon in Berlin.

War ich gestern in Duisburg, steht bald wieder Essen auf dem Plan… Brüssel kommt mir ewig her, war aber erst vor ein paar Tagen.

Irgendwann werde ich morgens in irgendeinem Hotel aufwachen und nicht mehr wissen, wo ich bin. Wer ich bin.  Und ob sich das alles lohnt? Wer kann das schon sagen?

Fester Vorsatz

13. April 2009 2 Kommentare
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Heute: Nicht den ganzen Abend lernend und arbeitend am Schreibtisch sitzen. Gut, fast geschafft, jetzt sitze ich am Wohnzimmertisch :-/

Lernend (rechts) und arbeitend (links)…

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how to… fuck up a saturday

4. April 2009 2 Kommentare
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Formel Herleitung effektiver Jahreszins

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Kurzes Update in Sachen Arbeitsleben

4. April 2009 8 Kommentare
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Ich hatte ja letzte Woche überlegt, mich beruflich zu verändern.

Von den Angeboten die ich bekommen habe, schien mir Essen das Beste. Die Leute dort sind klasse, die Arbeitsbedingungen sind sehr gut und vor allem quasi neben der Uni und in meiner liebsten Shopping-Stadt. Mehr…

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