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Archiv für die Kategorie ‘mobile’

The Past Rewritten

26. August 2012 1 Kommentar
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In Georg Orwells 1984 wird die Vergangenheit kontinuierlich umgeschrieben und an die Gegenwart angepasst. Erinnerungen gilt es zu tilgen. Auszulöschen. Zu vernichten. Was für ein sinnfreies Unterfangen.

Gerade hatte ich einen interessanten Dialog mit meiner Freundin. Ursache war ein akuter Fall von Aufräumwut und damit verbunden das Wiederfinden einiger Schätze. Und in Zeiten von MicroSIM-Karten konnte ich mir dann nicht verkneifen, ihr meine erste SIM zu zeigen (bzw. Zweite, weil Ersatzkarte)…

Und was soll ich sagen? Sie wollte mir einfach nicht glauben, dass man das mal in Telefone gepackt hat. Nach einer Weile Überzeugungsarbeit wollte sie dann wissen, in was für Telefone solche Monster kamen (sie glaubte immer noch nur an Telefonzellen).

Ich habe ihr dann leider nur ein Foto von meinem damaligen Handy zeigen können, dem Siemens S3. Das ich damals übrigens für ein Schweinegeld gekauft habe, weil es eines der ersten Handys war, mit denen man SMS… schreiben konnte. Technisch waren die S3 Schrott: Ohne extra Akkupack keine 24h Standby und ständig kaputt. Nach dem 3. Austauschgerät habe ich mich mit Schaudern von Siemens abgewendet und auch als die 1997 das erste “Farbdisplay” auf den Markt brachten: Ich habe seit dem S3 nie wieder ein Siemens-Handy gehabt.

Die Vorstellung, dass man damals eigentlich einen Operator anrief, die Nummer durch gab, den Text diktierte und das dann auch noch kostenlos war… damit wollte ich sie nicht auch noch konfrontieren.

Mein aller erstes Handy war übrigens von Motorola ;-)

Was ich ihr aber zeigen konnte, war mein absolutes all Time Lieblingshandy von Nokia: das Nokia 2110i, dass ich 1995 für (ich glaube) 800 DM mit Vertragsverlängerung erworben habe. So als würde Euer IPhone heute bei Verlängerung 800€ kosten. Das Handy habe ich übrigens erst außer Dienst genommen, als ich mir einen Communicator 9000 leisten konnte :-)

Kleine Fun-Facts am Rande: damals war die Grundgebühr bei ungefähr 80 DM im Monat, Freiminuten gab es nicht und jede angefangene(!) Gesprächsminute im Inland kostete 2 DM. Das dürft Ihr für heute jetzt 1:1 umrechen. Und ja, das Handy funktioniert noch immer :-D

Zweiter Fun-Fact: ich habe seit 1993 die gleiche Handynummer. Wer bietet mehr?

Wie ich auszog, (mal wieder) ein Macbook Air zu kaufen

14. Juni 2012 1 Kommentar
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Ja, ich gestehe: Ich finde Apple-Produkte geil. Und das Macbook Air ist meiner Meinung nach das schönste Ultrabook, das es gibt. Also bin ich gestern zum wiederholten Mal los um mir eines zu kaufen. Und kam mit einem Samsung heim.

Die “Problemstellung” ist folgende:

Ich mag Notebooks, die aktuellen Geräte sind mir aber zu groß und zu schwer, vor allem um unterwegs damit Fotos zu sichten und zu bearbeiten. Eine Alternative wären Netbooks, doch diese haben einen Haken:

Sie kommen mit einer absolut minimalistischen Hardware, oft sogar nur 1GB Ram, 1,6Ghz-CPU der untersten Klasse und eher kleineren Festplatten. Dafür sind sie klein, leicht und preiswert. Für mich aber nicht zu gebrauchen, denn schon die Qualität der Displays ist oft ein No-Go, davon abgesehen das die Hardware einfach nicht in der Lage ist, z. B. mit Lightroom akzeptabel meine Fotos zu sichten, grob zu bearbeiten und zu konvertieren.

Ein “großes” Notebook kann das und wäre nur “unwesentlich” teurer. Das Problem dabei ist, dass die Geräte oft zu groß und schwer sind, um im Rucksack immer dabei zu sein, die Akku-Leistung oft nix ist und so weiter.

Die Lösung sind dann die sogenannten “Ultrabooks”, also sehr kleine und extrem kompakte Notebooks mit guter Rechenleistung, besseren Displays und so weiter. Der Nachteil ggü. einem normalen Notebook ist z. B. die kleinere Bildschirmfläche von 11 bis 13 Zoll statt 15 bis 17 Zoll und das fehlende optische Laufwerk. Wobei mir das eigentlich nicht fehlt.

Das Macbook Air ist so ein Ultrabook und über die Befähigung von Apple-Notebooks zur Bildbearbeitung brauche ich nix mehr zu sagen, denke ich. Die Tastatur ist gut, das Gerät sieht einfach geil aus und irgendwie hat das einen extremen “Habenwollen”-Faktor.

Dummerweise bin ich aber ein vernünftiges Wesen (naja, manchmal) und so vergleiche und überlege ich. Dabei gehe ich davon aus, dass ein solches Subnotebook, bzw. Ultrabook zwar teurer ist, als normale Notebooks, ich aber trotzdem nicht mehr als 1000 Euro ausgeben wollte.

Dafür bekommt man ein sehr kleines und sehr spartanisches Macbook Air:

  • Intel Core i5 (2 “echte” Kerne + 2 “Hyperthread-Kerne”) mit 3 MB Cache, 1,6 (2,3) GHz
  • 350 /1150 MHz Takt
  • Intel HD 3000 integrierte Grafikkarte
  • 4 GB Ram
  • Solid State Disk mit 64GB
  • Glänzendes LED-Display 11″

Und an der Stelle kann ich eigentlich aufhören zu lesen: Ich mag keine glänzenden Displays, wenn ich unterwegs bin. Aber eine SSD mit 64 GB ist dann das absolute Ausschluß-Kriterium: Meine kleinste(!) Speicherkarte in der Kamera hat 64GB. Wie soll ich dann das MBA ernsthaft unterwegs einsetzen?

Also habe ich mich umgesehen und eine interessante Alternative gefunden: Das Samsung Serie 5 Ultra

Und schon auf den ersten Blick kann es überzeugen, bei etwa gleichem Preis wohlgemerkt:

  • Intel Core i7 (2 “echte” Kerne + 2 “Hyperthread-Kerne”) mit 4 MB Cache, 1,7 (2,4) GHz
  • 350 /1200 MHz Takt
  • Intel HD 3000 integrierte Grafikkarte
  • 8 GB Ram
  • Solid State Disk mit 16GB + HDD mit 500 GB
  • Mattes LED-Display 13″

Und auch bei fast allen anderen Punkten punktet das Samsung, lediglich das Gewicht ist mit 300 Gramm etwas höher. Die Maße sind, natürlich auch wegen des größeren Displays, geringfügig anders, aber hier bewegen wir uns im Millimeterbereich (Breite +15mm, Höhe an dickster Stelle +1mm). Dafür punktet es dann weiter mit längerer Akkulaufzeit, Speicherkartenleser, höher auflösender Webcam (wer’s braucht) und so weiter.

Mir ist nicht mehr klar, wie Apple diese Preisunterschiede rechtfertigen kann – geschweige denn überhaupt Produkte in den Massen verkaufen kann. Ich kann doch gar nicht so verpeilt sein, so viel Geld für den Namen auszugeben, oder?

Also bin ich gestern los gezogen, mir ein Macbook Air zu kaufen.

Und kam mit einem Samsung heim.

(Und spätestens wenn die Retina-Books auf dem Markt sind, stehe ich wieder vor einem ähnlichen Dilemma…  *lol*)

 

Die Hard @ Die Haard

6. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Man entschuldige mir dieses Wortspiel – aber irgendwie passt es doch.

Gerade warten wir auf das Pizza-Taxi, weil sich hier niemand mehr aufraffen kann, zu kochen. Der Grund dafür?

Knapp 50km “Cross Country” durch “die Haard”, ein Waldgebiet bei Marl. Mit 782 Höhenmetern hoch  und 782 Höhenmetern runter. Gefühlt allerdings 7820 Meter hoch und 782 runter.

Foto: Enju

Das Wetter war trocken, ein großes Plus. Ein großes Minus aber war, dass die vergangenen 2 Regentage den Boden stellenweise sehr schlammig haben werden lassen. Und wer schon mal erlebt hat, wie Schlamm an Reifen und Schuhen zerrt um das Vorankommen so sehr wie möglich zu erschweren, der kann sich gerade genau das Richtige vorstellen.

Aber das Gelände…

Oh mein Gott, in der Haard zu fahren, macht so einen riesen Spaß. Abfahrten, bei denen man nur noch hofft, dass unten der Weg weiter geht und keiner steht. Wer (wie ich eben) schon mal mit über 40 km/h einen richtig heftigen Single-Trail mit Wurzeln, Sprüngen und allem PiPaPo runtergerast ist, wird das Adrenalin spüren können, dass mir durch den Körper geschossen ist.

Die Hard war aber an den Steigungen angesagt. Die waren Stellenweise nicht nur unfassbar steil. Sondern eben und vor allem auch sehr, sehr lang. Und das mir, wo ich bekanntermaßen auf der Gerade gut, am Berg aber eher nicht so gut bin. Ein paar Mal musste ich dann auch in der Folge meinen Drahtesel schieben. Und an Erholung war nicht zu denken, denn jede folgende Abfahrt führte wieder an eine Steigung…

Die Strecke selbst war hervorragend ausgeschildert, ein Verfahren fast unmöglich. Der Service an Start/Ziel, den Diakonischen Werkstätten Recklinghausen war ebenfalls hervorragend. Und ganz besonderer Dank gebührt unserem Fahrer Markus, der uns von/bis nach Hause gefahren hat.

Fazit: Die CTF Haard war richtig gut. Hat mich an mein Limit (und ein Stück darüber) gebracht und wahnsinnig Spaß gemacht.

Achja, für die Nörgler: Streckenposten an der Straßenquerung wären toll gewesen ;-)

Elevation Profile
Speed Profile
runtastic_20120506_1328_Mountainbiking

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Ein Radweg, sie alle zu (ver-)binden

25. April 2012 1 Kommentar
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Ich freue mich gerade über die Planungen, einen Radweg von Duisburg bis Hamm zu bauen.  Schade, dass man schon wieder anfängt, das Thema zu zerreden, bevor es überhaupt richtig in Fahrt gekommen ist.

Für die strategische Infrastruktur wäre das, nicht nur wegen der steigenden Benzinpreise, eine tolle Sache. Zumal mein subjektiver Eindruck ist, dass man derzeit mehr und mehr Menschen wieder auf dem Rad sieht. Teilweise wohl auch dank der neuen Räder mit Elektrischem (Hilfs-)Antrieb.

Was ich jetzt noch toll fänd wäre, wenn die Gemeinden nördlich von Duisburg sich an die Planung anschließen.

Denn mit den schon vorhandenen Radwegen und alten Bahntrassen ließe sich die Strecke nach Norden über Dinslaken, Voerde, Wesel bis nach Holland fortsetzen – und ich denke mal mit einem finanziellen Aufwand weit unter dem, was neue Straßen oder die Betuwe kosten.

Dafür aber mit deutlichem Gewinn für Natur und Gesellschaft.

Internetentwicklungsland Deutschland?

23. April 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Realität in Prag, undenkbar in einer deutschen Großstadt:

Ich war in den vergangenen Tagen ein paar Mal in Prag. Mein Mobilfunkvertrag erlaubt keine Datenübertragung im Ausland – das wäre mir auch zu teuer. Trotzdem hat mir nix gefehlt, weil jedes Restaurant, jedes Cafe und viele Wohnhäuser in Prag offenes WLAN bieten.

Ohne Angst vor dem “Störer”, der Urheberrechte verletztend Kinderpornos raubmörderkpopiert.

Das muss man sich mal vorstellen: Prag, eine Stadt in der auf jeden Einwohner vermutlich mindestens 1000 Touristen am Tag kommen, bietet mir freies Internet an jeder Ecke. Offensichtlich hat man da kein “Problembewußtsein”, was die im allgemeinen bösen Menschen so alles mit dem eigenen Internetzugang anstellen würden. Und eine davon lebende Abmahnindustrie scheint es auch nicht zu geben. Erstaunlich: Trotzdem war das Internet dort nicht krimineller als hier ;-)

Ich lebe in Deutschland also in einem Entwicklungsland. Denn bei uns gibt es “Internet Everywhere” nur für den, der sich einen Mobiltarif erlauben kann. Internet ist hier also eine Geldfrage und den “Wohlhabenden” vorbehalten.

Zum Kotzen. Wird Zeit, dass sich was ändert…

IP V6 – das Ende des Privaten?

23. Januar 2011 1 Kommentar
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Christian hat mich mit einem Blogbeitrag bei sich daran erinnert, dass ich noch eine Frage beantworten wollte, die man mir in letzter Zeit häufig stellt: Ist IP V6 das Ende der Anonymität im Internet?

Mehr…

Vernunftentscheidungen in Deutschland?

21. Oktober 2010 15 Kommentare
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Huch?

Manchmal kann man es gar nicht glauben. Aktueller Fall: Das Wuppertaler Gericht entscheidet sich, sich falsch entschieden zu haben und entscheidet unter Anwendung des “gesunden Menschenverstands” neu. Und besser: Mehr…

Cebit 2010 – Bericht eines Nachrichtenreisenden

5. März 2010 5 Kommentare
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Wenn es März wird, ist CeBIT-Zeit. Kaum ein zweiter Termin ist so übergreifend wichtig für alle Menschen die in einer von IT geprägten Welt leben, wie der Termin in Niedersachsens Hauptstadt. Mehr…

das kleine Licht…

10. November 2009 Kommentare ausgeschaltet
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…für unterwegs.
Pocket Light

schöne Idee, wo doch Weihnachten vor der Tür steht.

I could tell you… but do I want to?

17. Oktober 2009 Kommentare ausgeschaltet
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Hier ist WDR 2 mit den Stefanpositionsnachrichten

8. Oktober 2009 4 Kommentare
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… auf der A43 kurz hinter dem Kreuz Recklinghausen befindet sich eine ungesicherte Unfallstelle auf dem linken Fahrstreifen. Zu erkennen an dem Völvchen, dass dahinter steht.

Verkehrsnachrichten? Mache ich selber :-(

Gestern von Essen nach Münster. Strömender Regen, Aquaplaning und ich denke noch so vor mich hin: Gut, dass das Völvchen sich davon so wenige annimmt. Entspanntes Dahinrollen auf der rechten Spur, schöne Musik.

Bei manch einem, der mich überholt denke ich noch, dass ich bestimmte Limits gar nicht austesten will. So man Nachts ohnehin nicht sieht, wenn die Linke Spur heftig überflutet ist. Das in Kombination mit Tempo, vielleicht Reifen und eigener Fähigkeit endet dann nicht immer positiv.

Und so wurde ich dann gestern zum ich weiss nicht wie vielten Mal dieses Jahr Zeuge eines Verkehrsunfalls. Nachts. Auf der linken Spur einer unbeleuchteten Autobahn. Ich war ehrlich froh – trotz meiner Leuchten, Weste, Warnblinker, etc., als das grünweisse Auto mit den hellen blauen Lampen da war.

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Dem Golf-Fahrer ist übrigens nichts schlimmes passiert. Gott sei Dank. Das Auto sieht von vorne besser aus als von hinten, weil es mit dem Heck in die Leitplanke (nach der 180°-Drehung) eingeschlagen ist.

Wenn Ihr also mal wieder auf WDR 2 von einem Verkehrsunfall in NRW hört…

Der Wolf ist tot

25. September 2009 4 Kommentare
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Ich gebe zu, in den letzten Tagen hat es mich in den Fingern gejuckt, diese Überschrift zu schreiben.

Eigentlich wegen des ungenannten Bloggers, dessen Blog gerade verwest. Aber dann habe ich es doch nicht getan. Es wäre nicht schicklich gewesen. Heute aber, ja heute habe ich endlich die Gelegenheit.

Geht jetzt allerdings nicht um einen Wolf, der keiner war.  Sondern um ein Völvchen, dass ich heute klinisch tot vorfand :-( Mehr…

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