Ich bin im Moment nicht fit. Überhaupt nicht. Zu lange nicht gelaufen, zu viel Fast Food, zu viele Medikamente. Ich ähnle weniger einem durchtrainierten Mitt-Dreißiger als einem gut aufgegangenen Hefe-Teig. Dazu kommt, dass ich latent unzufrieden bin, weil ich für die Uni unglaublich viel lernen muss und gar nicht der Lern-Typ bin. Nie gewesen bin. Die anstehenden Klausuren nerven mich schon jetzt extrem und ich frage mich ob ich das nicht einfach hinwerfe. Wozu mache ich das eigentlich?
Trotzdem laufe ich wieder. Am Wochenende habe ich angefangen zu trainieren und lief Samstag die 10km-Runde in Intervallen von 2-2. Also 2 Minuten Laufen, 2 Minuten gehen. Das war so gut, dass ich es Sonntag gleich noch mal gemacht habe, in 3-2-Intervallen. Was vermutlich ein Fehler war, denn Montag hatte ich grauenvollen Muskelkater. Mehr…
Ich halte die Abwrackprämie aus einer Reihe von Gründen für den totalen Schwachsinn – der uns noch teuer zu stehen kommen wird. Und trotzdem könnte Deutschland eine wichtige Lehre ziehen:
Der “Erfolg” der Abwrackprämie steht ausser Frage, verschiedene Quellen berichten, der Autoabsatz sei um bis zu 40% gegenüber dem Vergleichszeitraum angestiegen. Der Vergleichszeitraum ist der Vorjahresmonat, also letztes Jahr, als die Krise doch noch gar nicht so deutlich war
Und die Lehre, die wir aus der Dummheit mit Namen “Abwrackprämie” ziehen könnten? Natürlich die, dass eine Stärkung des Binnenmarkts über eine Stärkung der Kaufkraft herbeigeführt werden kann: Haben die Leute mehr in der Tasche, geben sie mehr aus. Eine Win-Win-Situation.
Genau die verhindert Deutschland aber mit beständig sinkenden Netto-Einkommen und einer unfairen und sehr hohen (Steuer-)Belastung seiner eigenen Bürger – während man noch immer auf den Export hofft. Oder wahlweise Banken, selbst in den Ruin steuernde Unternehmen oder Unternehmen die auf Papierkataloge im Zeitalter des Internets setzen rettet.
Wer also traut sich aufzustehen, die richtigen Fragen zu stellen und eine Korrektur des Kurses zu fordern?
August Hanning, 63, ist Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Der Parteilose gilt als starker Mann hinter Minister Wolfgang Schäuble und liegt mit diesem sicherheitspolitisch auf einer Linie. Hanning arbeitet seit 1976 im Staatsdienst, anfangs in der Finanz- und Umweltverwaltung. Ab 1990 war er im Kanzleramt in der Geheimdienstkoordination tätig. Von 1998 bis 2005 leitete er den Bundesnachrichtendienst.
Jetzt ist klar, warum unsere Rampensau IM Schäuble überall Terrorischten sieht.
Soll es zum Schutz der Privatsphäre Bereiche geben, in die der Staat verlässlich nicht hineinschauen darf?
Natürlich nicht. Wenn man ein Vakuum lässt, ist klar, dass dies zur Verabredung von Verbrechen genutzt wird. Kein Rechtsstaat der Welt wird sich Bereiche leisten, die jeglicher staatlicher Überwachung entzogen sind.
Danke für die Klarstellung. Da war ich wohl 40 Jahre auf dem falschen Dampfer und wovor unsere Lehrer damals warnten blanker Unsinn.
Übrigens, CDU und SPD wundern sich ja über schwindende Umfragewerte. Man mutmasst es läge an mangelndem Profil. Der Meinung bin ich nicht.
Investmentbanker, BWL-Schnösel mit Pickeln im Gesicht, Eunuchen, die wissen, wie man’s macht. Berater, die Mitesser der Gesellschaft. Früher hat dieses degenerierte Parasitenpack auf der Kirmes im Zelt gesessen mit ner Glaskugel.
Volker Pispers über Berufsgruppen, die die Welt nicht braucht
.. beschäftigte die Bush-Junta offenbar in der Kosmetikabteilung. Kostenpunkt: 4,7 Mrd $. Steuergelder, klar. Aber gut angelegt. Dafür wurde die freie Presse dermassen unter Druck gesetzt, dass der Chef von AP jetzt an die Öffentlichkeit geht.
Ein Chefredakteur beklagt den immensen Einfluss des amerikanischen Verteidigungsminsteriums auf seine Journalisten. Jetzt ist ihm der Kragen geplatzt: Er enthüllt schier unglaubliche Fakten über die PR-Arbeit des Pentagons.
Während die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung in Deutschland seit dem 1.1.09 eingeführt ist, steht Österreich noch ganz am Anfang.
Der kleine Bruder im Süden wollte das nicht, stellte sich bis zum Schluss vor seine Bürger, speichert bis heute nicht. Jetzt müssen sie, und zwar pronto, sonst setzt es was.
Wem also könnte man die unliebsame Pflichtaufgabe am besten anvertrauen?
Nach dem Spruch des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 10. Februar muss die EG-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung auch in Österreich umgesetzt werden. Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) hat das Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte (BIM) der Universität Wien damit beauftragt, einen entsprechenden Gesetzesvorschlag zu erstellen. ORF.at sprach mit BIM-Chef Hannes Tretter über das Projekt.
Ist eine wunderschöne Stadt. Kaum einer aber weiss, was im Kleingedruckten des gleichnamigen EU-Vertrags für Fallstricke lauern, den Irlands Bürger, dank umfassener Aufklärung gegen ebenso massive Propaganda, ablehnten.
Die Einwohner der übrigen Länder wurden nicht gefragt, auch wir nicht. Warum nicht?
(via und mit immerwährendem Dank an den grossartigen Klaus Stuttmann)
Blogger Trottelbot meint
Gunter Krichbaum im Focus lobt den Vertrag von Lissabon als ein Machwerk, daß Europa nicht nur mehr Gerechtigkeit beschert, sondern im allgemeinen auch mehr Demokratie bringt. Anscheinend hat der gute eindeutig nicht die Vertragspassagen gelesen, die jeden normal denkenden Menschen mißtrauisch machen würden.
“Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg […] Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. […] Das ist ganz einfach.
Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.”
Wer hätte das gedacht. Wovor die Nachdenkseiten ihre Leser seit geraumer Zeit warnen, scheint nun auch bei den “Leitmedien” anzukommen – wenn auch mit erheblicher Verzögerung.
Vor Abzocke zu warnen (bzw. dies über Jahre zu unterlassen) ist eine Sache, als Journalist selbst abgezockt zu werden dann aber doch zu viel des Guten Schlechten
Nach knapp zwei Jahren Riestersparen sieht die traurige Bilanz so aus. Gezahlte Beiträge: 3.407,04 Euro. Damit erreichtes Kapital: 2.902,64 Euro.
Manchmal hab ich Internet richtig lieb. Schäuble kann selbst keinen Computer einschalten, die Mehrzahl der Politiker lässt sich Emails ausdrucken und antwortet dann per von Word eingescanntem PDF, Zypries wills zensieren. Findet Schäuble wohl auch ‘ne prima Idee.
Wir haben denen was voraus. Wofür die ganze Behörden brauchen, das findet unsereins mit ein paar Klicks und den richtigen Suchbegriffen vom Wohnzimmer aus. Dann offenbart sich unter Umständen die ganze Pracht, der wahre Sinn des Internets. Direkt vor unseren Augen.
Wieviel Sand benötigt wohl das Getriebe unserer Politik, um zum Stillstand zu kommen? Lassen Sie uns jeder ein Sandkörnchen sein, um gemeinsam unser Fahrzeug noch rechtzeitig zu stoppen, was unsere Lenker in der Regierung mit Höchstgeschwindigkeit gegen die nächste Mauer setzen werden.
Gleich hier gehts weiter. Kostenlos und in Farbe. Ist Internet nicht wunderbar?
Unter Umständen. Muss es aber immer erst zur Katastrophe kommen, bevor man Gemeinsamkeiten entdeckt?
In Island haben sich zwei Linksparteien nach mehrtägigen Verhandlungen auf die Bildung einer Minderheitsregierung geeinigt. Seine Partei werde mit den Sozialdemokraten eine Koalition bilden, kündigte der Chef der Linksgrünen, Steingrimur Sigfusson, vor Journalisten in Reykjavik an. “Ich glaube, wir haben Klarheit und Offenheit erreicht. Morgen um diese Zeit sollten wir eine neue Regierung haben.
Klarheit und Offenheit. Oh graus. Ob das beim Wähler ankommt?
Update:Sozialdemokratin wird Islands Regierungschefin
Islands neue Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir hat die Koalitionsverhandlungen ihrer sozialdemokratischen Partei mit den Linksgrünen abgeschlossen. Das teilte Sie Präsident Olafur Grimsson in Reykjavik mit. “Die neue Regierung wird auf sozialen Werten basieren”, kündigte sie in Reykjavik an.
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