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Archiv für die Kategorie ‘ökologisch’

Fracking… was kann da schon schief gehen?

24. April 2016 Keine Kommentare
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Dinge aus dem All betrachtet

20. April 2016 Keine Kommentare
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Es gibt Tweets die leitet man gerne weiter.

Und es gibt Tweets, die einem vor Augen halten, was man weiß. Und trotzdem immer wieder verdrängt.

Aktulles Beispiel ist dieser Tweet von Alexander Gerst:

Das machen wir. Die Krone der Schöpfung, wie wir uns gerne nennen.

Danke, RWE

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Deutschland. Autoland.

20. April 2016 3 Kommentare
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Irgendwie hält sich ja die Mär vom Autoland Deutschland.

Der freien Fahrt für freie Bürger.

Das wir mittlerweile mehr Fahrräder als Autos besitzen, ist da sicherlich nur eine Randnotiz. Mehr im Mittelpunkt sollte aber schon stehen, dass der MIV (Motorisierte Individual-Verkehr) auch beim Klimaschutz eine Rolle spielt.

Während der Energie-Bereich dank der Eneuerbaren hiere zu einem europaweiten Vorzeigeprojekt wird, ist erfreulich. Ein bisschen Schade ist, dass im Verkehrsbereich noch keine wesentliche Änderung in Sicht ist.

Um genau zu sein ist eigentlich das Gegenteil der Fall:

Was Deutschland braucht ist eine moderne Infrastruktur, die aus der Kombination ÖPNV + Fahrrad + Auto das Maximum heraus holt. Wir brauchen Anreize mit dem Rad zu fahren und wir brauchen einen guten ÖPNV. Das Auto muss das „Letzte Mittel“ sein für alles, was nicht mit dem Rad, Bus und Bahn zu erledigen ist.

Wir brauchen Anreize für Arbeitgeber, Fahrradreundlich zu planen. Das schließt Stellplätze, Duschen und Umkleinen mit ein. Wir brauchen Steueranreize für Menschen die das Rad zur Arbeit nutzen. Ebenso brauchen wir genug Kapazitäten um z. B. bei schlechtem Wetter auch mit dem Rad auf Bus und Bahn ausweichen zu können.

Wir brauchen einen Bund der sich bemüht, den MIV zu reduzieren. Zum Beispiel in dem als Vorreiter (Öffentlicher Dienst) und durch Steueranreize Dinge fördert die Verkehr vermeiden, wie zum Beispiel Telearbeit.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die sich mit wenig bis gar keinem Aufwand umsetzen ließen. Das Ziel wäre mannigfaltig: Die Luft wäre besser, die Menschen würden entspannter sein, der MIV würde abnehmen und alle hätten was davon.

Statt dessen aber plant der Bund munter neue Monster-Straßen für noch mehr Autos. Und damit die Autos auch irgendwo her kommen, werden gleich wieder Subventionen für die Autoindustrie geschaffen – auf Kosten aller Steuerzahler.

Das ist dermaßen wenig zukunftsweisend, dass man es schon getrost als modernen Rückschritt bezeichnen kann. Es ist Ausdruck einer Bundespolitik, die das Wohl von VW, BMW, Mercedes; so wie RWE, E-On und Vattenfall im Auge hat.

Das ist keine zukunftsweisende Politik, von der Menschen, Umwelt und Gesellschaft profitieren würden.

Das ist, zusammengefasst, dumm.

 

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Verkehrsplanung wie im letzten Jahrtausend

17. März 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Eigentlich, so sollte man meinen, hat sich 2016 herumgesprochen das eine Ausweitung des MIV (Motorisierter Individual-Verkehr) eine Sackgasse ist. Dass es intelligente Lösungen braucht, die verschiedene Verkehrsarten kombiniert. Und vor allem die Nutzung des PKW deutlich reduziert.

In Berlin scheint sich das noch nicht durchgesetzt zu haben. Denn heute kann man lesen, dass der Bund bis 2030 die unglaubliche Summe von 13 Milliarden Euro für…. den Ausbau von Straßen zur Verfügung stellt. Dazu gehört laut derWesten:

  • Sechsspuriger Ausbau der A40 zwischen dem Kreuz Kaiserberg und Essen-Frohnhausen sowie zwischen Bochum-Stahlhausen und dem Kreuz Dortmund-West und zwischen Dortmund-Ost und dem Kreuz Dortmund/Unna.
  • Sechspuriger Ausbau der A52 zwischen Breitscheid und Essen-Rüttenscheid.
  • Ausbau der A3 auf acht Spuren zwischen dem Kreuz Leverkusen und Oberhausen sowie zwischen Königsforst und Dreieck Heumar.

Zwischen Dinslaken und Wesel soll zudem die B8 erneuert und Vierspurig werden.

Warum investiert man so elend viel Geld in den Ausbau des Straßennetzes, statt durch intelligente Investitionen den Nahverkehr zu fördern und die Vernetzung von PKW, Zug und Fahrrad zu fördern? Warum höre ich nicht, dass man auch einen Radschnellweg zwischen Wesel und Duisburg baut, der sich mit einem zwischen Oberhausen und Essen kreuzt? Warum lese ich nicht, dass man durch gezielte steuerliche Entlastung oder andere Anreize die Menschen dazu bewegt mit dem Auto nur noch Teilstrecken (oder gar keine) mehr zu fahren und dafür den Zug, Bus, die Tram oder sonstwas zu nutzen?

Noch mehr Fläche versiegeln? Und wofür? Ich meine, der unfassbare Platzbedarf des MIV ist doch kein Geheimnis. Hierzu gibt es ein sehr eindrucksvolles Bild aus Münster:

fahrradtage-bus-autos-raede

Ehrlich,

diese Art der Verkehrspolitik geht doch so gegen ziemlich alles, was man als Politiker im Fokus haben sollte. Außer vielleicht der Förderung der Automobilindustrie und der Tatsache, dass man in Berlin wohl immer noch glaubt, Alternativen wären in der Autofahrer-Nation Deutschland nicht tragfähig.

Was für ein Irrsinn.

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Wirtschaft vs. Umwelt

22. Februar 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Man könnte glauben, sie lernen es nicht.

Müssen wir 2016, nach dem wärmsten Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wirklich noch darüber sprechen wie wichtig Umweltschutz ist? Müssen wir wirklich darüber sprechen, dass es neben „Industrie“ im klassischen Sinne längst Alternativen gibt? Und ist ernsthaft immer noch nicht Thema, dass ewiges Wachstum nicht möglich ist?

Und ich muss hier gar keine Bilder auch China zeigen, um mich über die Wirtschaftsverbände in NRW zu wundern. Denn die, so schreibt derWesten heute, laufen Sturm gegen das neue Umweltschutzgesetz NRW.

Unter anderem:

Maier-Hunke kritisierte dagegen einen „wiederholten umweltpolitischen Alleingang“: So würden die Chancen auf neue Investitionen und Arbeitsplätze massiv gefährdet. Konkret macht die Wirtschaft ihre heftige Kritik an neuen Vorgaben bei Ausgleichsflächen für Neubaumaßnahmen, der Ausweitung von ökologischen Schutzzonen und einem zusätzlichen Prüfaufwand für Unternehmen fest.

Ausgleichsflächen?  Überlegen wir doch mal die hätte man schon vor ein paar Jahren gefordert. Zum Beispiel für Thyssen in Duisburg:

Das Areal der Fa. Thyssen, Screenshot aus Google Earth

Das Areal der Fa. Thyssen, Screenshot aus Google Earth

Natürlich war das damals kein Thema. Und genau deswegen muss es heute mehr denn je Thema sein!

Und auch das Theme „Prüfungen“ und Ökologische Schutzzonen“ ist interessant. Denn was passiert, wenn stark im Sinne der Industrie Politik betrieben wird, kann man wunderbar bei Jüchen sehen:

braunkohle

Und das sind ja nur zwei mehr oder weniger willkürliche Beispiele dafür, dass wir einen modernen Umweltschutz brauchen. Der eben nicht nur das eine oder andere verlangt. Sondern einen fairen Ausgleich schafft: Wenn schon an einer Stelle geaast werden soll, muss dafür an anderer Stelle eben etwas neues entstehen.

Und bevor überhaupt ist die Frage zu stellen: Brauchen wir das? Wollen wir das? Und WIR darf dabei nicht nur die Stimme der Wirtschaftsförderer und der Nutznießer sein. Sondern eben auch die Stimme der Umwelt, die eben ein Umweltminister wir Johannes Remmel zu sein hat.

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Georg Schramm trifft den Punkt

21. Februar 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Hach…

wenn ich ein Vorbild hätte, er wäre es:

#EfuerAlle

10. Februar 2016 3 Kommentare
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Als ich gestern bei „It started with a fight“ den Artikel #EfuerAlle gelesen habe, dachte ich: coole Idee.

Und um so mehr ich darüber nachdenke, um so mehr ärgere ich mich, dass ich nicht selbst die Idee hatte. Denn als ich das erste Mal von den 5000€ für Käufer von E-Autos gehört habe, war mir klar wer Nutznießer ist: Besserverdiener und vor allem die Automobilindustrie.

Das ist weder nachhaltig, noch sinnvoll. Geschweige denn klug.

Statt mehr (E-)Autos auf die Straße zu bringen, müsste die Politik endlich anfangen den PKW-Verkehr (und auch die LKW) drastisch zu reduzieren. Auto fahren muss zu etwas werden, dass man nach reiflicher Überlegung macht. Das muss nicht unbedingt durch einen hohen (finanziellen) Druck passieren, sondern es kann eben auch durch Anreize passieren.

Wenn man sich überlegt, was man für 5000€ für ein (E-)Bike bekommt. Selbst für 2500 oder 1000€ könnte man ein gutes Rad, manchmal sogar ein gutes E-Bike bekommen. Und wenn man dann die Arbeitgeber noch motiviert, Umkleideräume und Duschen zur Verfügung zu stellen (z. B. durch Steueranreize) und man Druck auf die Arbeitgeber ausüben würde Heimarbeit zu fördern. Und wenn dann noch die Bahn mitspielt?

Stellt Euch mal vor, viele Büromenschen müssten nicht mehr 5 Tage die Woche zur Arbeit pendeln. Und könnten bei schönem Wetter mit dem Rad fahren und bei schlechtem mit der Bahn. Oder eine Strecke so, eine so. Ich fahre zum Beispiel oft mit dem Zug und Rad zur Arbeit und radel dann zurück.

Wie wäre es also, wenn der Staat nicht Millionen an die Automobilindustrie verschenkt. Sondern über die Kombination Heimarbeit, Steueranreize für Arbeitgeber, Zuschuss für Radkäufer und Ausbau des ÖPNV den PKW-Verkehr dramatisch reduziert?

Würden wir nicht alle am Ende davon profitieren?

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Feinstaub-Schizophrenie :-)

18. Januar 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Irgendwie ist das schon kurios.

Stuttgart, da wo man alte und wirkungsvolle Bäume fällt für einen Bahnhof den niemand will, muss bereits heute Feinstaubalarm ausrufen.

Natürlich wird als aller erstes wieder über irgendwelche Verbote diskutiert. Denn wenn wir was gut können, dann verbieten. Wir könnten statt dessen natürlich auch den ÖPNV stärken: Zwar sind Busse deutlich stärkere Verschmutzer, aber auf die Menge der Fahrgäste gerechnet könnte es Sinn machen. Aber ÖPNV… ach ich sag mal:

… schwierig 😉

Wobei es in der Theorie halt auch wieder einfach wäre: An Tagen wie heute kostenloser ÖPNV. Wenn man dann allerdings schon am Limit ist, ist das natürlich auch keine Hilfe. Pendler auf nach 9 Uhr verschieben ist ja auch eher semi.

Gut Arbeitgeber könnten endlich mal ernsthaft überlegen ob Heim- / Telearbeit nicht eine Win-Win-Lösung wäre. Mehr Zufriedenheit bei den Arbeitnehmern, höhere Produktivität für die Firma und weniger Umweltbelastung durch wegfallende Pendlerfahrten.

Auch die Politik könnte was machen, in dem sie zum Beispiel mal schaut wieso in den Niederlanden und Dänemark eigentlich so viele Menschen mit dem Rad fahren. Oder mal nach Österreich schauen, wo es bis zu 25% Zuschuss für den Kauf eines Lastenrades gibt.

In dem Kontext könnte man dann auch gleich über Städteplanung nachdenken und die Frage stellen, ob immer noch der PKW-Verkehr das Leitmotiv für Verkehrsplaner sein sollte.

Aber das wäre wenig Deutsch. Statt dessen lamentieren wir und klagen andere. Dann hat man am Ende vielleicht ein Urteil und vielleicht macht man wieder Symbolpolitik zu Gunsten der Autobauer.

Aber eine nachhaltige Lösung sieht doch irgendwie anders aus.

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Wenn die Wahrheit nur die halbe Wahrheit ist

5. Januar 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Besonders in der Politik muss man oft nicht auf das achten was man lesen kann – sondern vor allem auf das was man nicht liest. Das kann man gerade wieder besonders schön sehen.

Gestern berichtete (auch) derWesten über Quecksilber in den Abgasen der Kohlekraftwerke und der Forderung der Grünen nach strengeren Grenzwerten:

Stein- und Braunkohlekraftwerke schädigen nicht nur das Klima, sie stoßen auch gesundheitsschädliche Gifte wie Quecksilber aus. Nach einer Studie, die die Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hat und die dieser Zeitung vorliegt, bliesen die 53 deutschen Kohlemeiler im Jahr 2013 rund sieben Tonnen Quecksilber aus. „Es ist technisch möglich, den Quecksilberausstoß von Kohlekraftwerken zu reduzieren, das muss endlich passieren“, fordert der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. (…)

Moderne Filtertechnik könne helfen, rund 85 Prozent der Giftwerte großer Braun- und Steinkohlekraftwerke zu vermeiden, meinen die Hamburger Forscher. „Alles andere ist gesundheits- und umweltpolitisch grob fahrlässig“, sagte der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. „Deutschland ist mit Griechenland und Polen der traurige Spitzenreiter bei der Quecksilberfreisetzung in Europa.“ Der Politiker forderte die Bundesregierung auf, ähnlich strenge Emissionswerte wie in den USA einzuführen.

Und heute geht die Steag Voerde direkt in Verteidigungshaltung in auf derWesten liest man:

Zu der Forderung, die strengeren amerikanischen Grenzwerte sollten eingeführt werden, erklärt ein Pressesprecher der Steag, die die Kohlekraftwerke in Voerde betreibt: „Steag-Kraftwerke halten sowohl die derzeitigen als auch die ab 2019 verschärften Grenzwertvorgaben bereits heute ein.“ Der derzeit in Deutschland geltende Grenzwert von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter werde eingehalten. Ab 2019 soll ein Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gelten. Für das Kraftwerk West wurde im Jahresmittel 2015 ein Quecksilber-Emissionswert von 1,68 bzw. 2,18 Mikrogramm/Kubikmeter erreicht und für das Kraftwerk Voerde ein Wert von 1,71 bzw. 1,92.

Das ist natürlich Augenwischerei. Denn es ging nicht darum das die aktuell geltenden Grenzwerte nicht eingehalten werden – sondern das die erlaubten Grenzen viel zu hoch sind.

Denn über das Jahr setzt die Steag Voerde derzeit fast 120 kg Quecksilber frei. (Selbe Quelle wie zuvor)

Natürlich kann man sich hinstellen und sich gut fühlen wenn man sagt: 30 Mikrogramm sind erlaubt, bei uns sind es keine 3. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn man nicht ernst genommen wird.

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Atomausstieg – tja, was soll man sagen?

29. Juli 2015 Kommentare ausgeschaltet
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In der Süddeutschen war gestern ein interessanter Artikel zu den „Rückstellungen“ der Big4 für den Rückbau der Atomkraftwerke. Grobes Fazit des Artikels: Ätsch, Pech gehabt.

Im Klartext: Wenn das Geld gebraucht wird, könnte es zum Teil futsch sein.

Sind die Konzerne nicht mehr in der Lage zu zahlen, müssten die Steuerzahler ran.

Tja. Wer überrascht ist, hebe die Hand. Ach, niemand? Dachte ich mir.  Warum auch, es war doch zu erwarten: Nachdem der Steuerzahler Jahre lang über den Strompreis, offene und verdeckte Subventionen den großen Energieversorgern und deren Aktionären eine goldene Zeit verschafft hat – da ist es doch nur logisch, dass der gleiche Zahlmeister jetzt für eine gute Exit-Strategie sorgt.

Allerdings wäre es falsch, hier allein RWE und Co anzugehen. Denn die Regierungen der letzten Jahrzehnte haben das Spiel ja nicht nur mitgespielt, sie haben in wesentlichen Teilen auch die Regeln bestimmt. Unter anderem eben die, die dafür sorgten das die „Rücklagen“ gar nicht zurück gelegt werden mussten.

Und demnächst in diesem Theater: Überraschte Politiker, die wenn sie das doch nur gewußt hätten, jetzt aber dafür sorgen, dass sich soetwas nicht wiederholt. Finde den Fehler.

Georg Schramm sagt mal kurz an, was ist…

8. Juli 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Eigentlich geht es um Strom. Aber dann auch um Umweltschutz, Krieg und Griechenland. Ein schönes Beispiel dafür, warum es Schade ist, dass nicht er Bundespräsident wurde….

 

 

Wirklich schade, dass er auch kein Kabarett mehr macht…

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Klima, Städte, Autos, Fahrräder

7. Juni 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Atomausstieg: Ich hab es Euch gesagt…

29. Mai 2015 Kommentare ausgeschaltet
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In den letzten Jahren habe ich immer wieder darauf hingewiesen das es Zeichen gibt, dass die Atomkonzerne ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wollen. So habe ich z. B. schon 2011 am Beispiel E.ON dessen Exit-Strategie beschrieben.

Und heute sind wieder alle völlig überrascht, ich betone: ÜBERRASCHT, dass ein Atomkonzern sich um seine Verpflichtungen drücken will.

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, heute Aufsichtsratschef des Essener Konzerns Evonik, warnt vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit der Kraftwerksbetreiber und bringt eine Teil-Verstaatlichung der Unternehmen ins Gespräch.
Quelle: derWesten<

Wenn man mich fragen würde, wie wütend mich das macht, würde ich sagen: Auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr 12. Denn man muss sich das mal vorstellen: Über Jahre und Jahrzehnte wurde mit Hilfe von offenen und verdeckten Atomstromsubventionen Milliarden verdient.

Und die versprochenen Rücklagen? Da musste ja RWE schon einräumen, dass es dir gar nicht gibt. Warum auch? Der Bund war ja so dämlich das den Konzernen zu überlassen. Wider besseren Wissens hat man nicht verlangt, dass das Geld von Anfang an in eine Stiftung oder ähnliches gelegt wird und dort dem direkten Zugriff der Konzerne entzogen ist.

Man hat sich in Berlin ohne Zögern belügen und täuschen lassen. Aber warum auch nicht, denn wenn es so weit kommt sind andere am Ruder und werden sagen: „Ja was soll ich denn jetzt noch machen???“

Und die Situation für die Konzerne ist ja auch herrlich entspannt: zur Not macht man den Laden einfach zu. Oder droht nur damit. Und schon kommen all die um die Arbeitsplätze besorgten Politiker nach vorne und rufen: „Aber das geht doch nicht“. Und dann halten RWE und Co entspannt die Hand auf. Wie schon immer.

Machen wir uns nix vor:

Die Zeche zahlten schon immer wir (in Form der Subventionen) und werden wir auch weiter zahlen (für den Rückbau). Wir sind – mal wieder – zum Wohl von Konzernen verraten und verkauft worden.

Danke CDU.

Danke SPD.

Schockbilder auf der Packung?

29. April 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Von Zigaretten kennen wir das: Deren Packungen werden zu einem immere größeren Teil von Warnungen und teilweise schon von Schockbildern bedeckt. Damit sollen die „mündigen Konsumenten“ noch einmal gewarnt werden.

Vielleicht wäre es eine gute Idee, sowas auch bei Kleidung einzuführen? Denn es scheint ja zu funktioneren:

Das Problem ist ja, dass beim Kauf bei Kik oder Primark diese Warnungen fehlen. Und wie sagt Vince Ebert so schön?

Die Aussicht auf ein Schnäppchen lähmt die Großhirnrinde. Geiz macht also nicht geil, sondern blöd.

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Dicke Krokodilstränen und unerträgliche Halbwahrheiten

21. März 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Oh mein Gott. Wir werden zwar nicht alle sterben, aber so ähnlich:

Der RWE-Konzern schlägt Alarm. (…) Zusammen mit Stellen bei Zulieferern und mittelständischen Firmen in der Region sowie bei stromintensiven Betrieben gehe es sogar um „weit über 100. 000 Arbeitsplätze“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

So steht hes heute auf DerWesten und wie immer wird hier völlig unkritisch übernommen, was einer der Big Four sagt. Statt dessen sollte man mal hinterfragen, ob die Branchen der Erneuerbaren nicht viel mehr Jobs schaffen, als hier abgebaut werden. Falls sie überhaupt abgebaut werden, denn ich habe gelernt, RWE, E.OFF und Co so weit zu glauben, wie ich ein Klavier werfen kann.

Das die Big Four mit dem Rücken an der Wand stehen, haben sie nicht der Politik zu verdanken. Denn die hat lang genug die Füßte zu Gunsten der Oligopolisten still gehalten und zugesehen, wie nicht nur die Umwelt dran glauben musste – sondern wir Kunden auch immer mehr zahlen durften, obwohl der Strom selbst immer billiger wurde.

Jetzt, wo sich die öffentliche Meinung dahingehend verschiebt, dass Gabriel und Co klar ist, dass sie den Kurs wechseln müssen, da haben sich RWE und Co noch immer nicht darauf eingestellt. Hätten sie das, hätten sie vor Jahren, vielleicht vor Jahrzehnten, damit begonnen statt immer aberwitzigerer Gewinne in neue Geschäftsfelder zu investieren. Ist ja nicht so, als käme der Wandel hin  zu regnerativer Energie plötzlich und unerwartet.

Was jetzt passiert ist das typische Muster des „wir haben keine Argumente, aber wir können Euch Angst machen“, dass so beliebt ist. Hier wird die Panik vor Massenarbeitslosigkeit geschürt. Hier wird wieder mit den Ängsten der Menschen gespielt.

Und das ist soooo zum Kotzen!

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