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Archiv für die Kategorie ‘technik’

Social Bots der AFD

31. August 2017 1 Kommentar
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Wenig überraschend setzt die AFD im Wahlkampf auf das Internet und hier auf „Social Bots“. Ich habe mir erlaubt, mal ein paar Honeypots zu basteln, mit denen ich meine Theorie, dass es diese AFD-Bots gibt, zu belegen versuche.

Und siehe da, man muss nicht lange warten. Was allerdings erstaunt ist, dass die AFD sich dümmer anstellt, als ich vermutet habe. Denn die Social Bots suchen natürlich nach Beiträgen anderer Parteien und bevorzugen gut kommentierbare Blogs, wie solche mit WordPress und ohne Captcha.

In solchen Blogs und unter solchen Beiträgen tauchen dann Kommentare auf, die formal „richtig“ scheinen.

Gemeinsamkeiten sind:

  • Es wird immer ein Vorname genannt,
  • die Mail-Adresse ist immer VornameNachname@bekannterFreemailer.de und
  • die Stimme wird immer der AFD gegeben.

Sieht man mal von dem leicht durchschaubaren Muster ab, gibt es aber noch was viel amüsanteres.

Was?

Na guckt Euch nur mal 3 der Kommentare an und sagt mir, was Euch auffällt 😉

Viel auffälliger geht es doch wirklich nicht, oder?

 

(Ich habe übrigens den Eindruck, dass wir hier von menschlichen Bots sprechen. Nicht von Software.)

 

Kategorientechnik, wahlkampf Tags:

PACE

20. Mai 2017 1 Kommentar
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Vor einiger Zeit lief auf Kickstarter eine Kampagne, für PACE, die sehr erfolgreich war. Nun folgt das Produkt und ich hatte die Gelegenheit, es ausführlich zu testen.

PACE ist eine Bluetooth-Device, dass die „On Board“-Schnittstelle Eures Autos mit dem Handy verbindet. Der Hersteller wirbt damit, Pace „spricht“ und macht mein Auto zum Smart-Car:

Außerdem macht es meine Fahrten sicherer, einfacher und es hilft, Problemen auf die Spur zu kommen.

In dem nett aufgemachten Pappkarton verbirgt sich dann das eigentliche Interface, dass sehr unauffällig daher kommt. Und in einem zweiten Karton bekam ich einen sehr stabil wirkenden Handy-Halter mitgeschickt.

Und da ich ein Nerd bin, musste ich natürlich testen, was und ob Pace was taugt. Also ab an den Großen und das Interface eingesteckt. Soviel sei vorweg verraten: Die Technik an sich funktioniert. Einstecken, Taste drücken, in der App verbinden, fertig.

Das ist aber auch leider das Ende der positiven Auflistung. Denn PACE  ist ja 50% Hardware und 50% App. Und genau die letzten 50% sind es, die PACE zum jetzigen Zeitpunkt zu einem Spielzeug ohne nutzen machen:

Die Diagnose-Funktionen können bisher nur Fehler im Motormanagement feststellen. Provozierte Probleme wie fehlendes Wischwasser oder eine defekte Leuchte ignorierte die App – obwohl mein Fahrzeug sie eindeutig signalisiert.

Darüber hinaus behauptete die App auch beharrlich diverse Informationen wären nicht verfügbar, wie z. B. die Rest-Reichweite. Obwohl ich die natürlich abrufen kann. Aber okay, das allein ist noch kein K.O.-Kriterium.

Natürlich wollte PACE nach dem Einstecken erst mal ein Update runterladen. Das Laden des Updates klappte hervorragend. Die Installation auch, aber die App bekam leider nicht mit, dass die Installation abgeschlossen war. Und hing. Dabei kommunizierte sie konstant mit dem Interface und man konnte dem Akku beim Entladen zu sehen.

Das mit dem Akku war übrigens eine Dauererscheinung: Der Batterieverbrauch im Handy ist immens.

Dieses Problem durch Neustart der App gelöst, stand ich vor dem Nächsten:

Für den automatischen Notruf möchte die App, dass ich meine Daten vervollständige. Welche Daten fehlen, verriet sie mir leider nicht. Dafür konnte ich abwechselnd mal nicht mein Geburtsdatum eingeben oder meine Adresse. Meine Handynummer konnte ich schlicht gar nicht eingeben.

Und egal was ich eingegeben habe und was ich versucht habe, der automatische Notruf ließ sich nicht einrichten.

Aber gut, das ist ja nicht alles. Also mal mit Begleitung auf die Autobahn und mal testen:

Dabei sind mir verschiedene Dinge aufgefallen: Das erste ist, wie gut die Konfiguration des Datenbildschirms in den User-Einstellungen versteckt ist. Das Zweite war, dass die einzelnen Kästchen und Schriften so klein sind, dass sie bei fahrendem Auto eigentlich nicht zu lesen sind. Einige Funktionen wie „Karte während der Fahrt anzeigen“ konnte ich zwar finden – die Karte dann aber nicht.

Was ich dafür finden konnte waren falsche Angaben (z. B. Motorleistung, Verbrauch, Turbo-Druck), ständige Abbrüche der Aufzeichnung und spontane Neustarts. Und leider war ich absolut nicht in der Lage, mehr als einen Screen anzulegen, durch die man durch einfaches Wischen hätte scrollen können.

Im Fazit ist PACE sicherlich ein interessantes Produkt. Für den Hobbyschrauber mehr als für den Normal-Fahrer, wenn man die Motordiagnose nutzt, die ich leider nicht testen konnte.

Die App aber macht einen absolut unausgereiften, komplizierten und wenig durchdachten Eindruck. Es erschließt sich einfach absolut kein Sinn, sie während der Fahrt laufen zu lassen. Außer man will den Akku mal zu Höchstleistungen treiben.

Und wenn ich ständig einen „Öko-Score“ von 99 habe, frage ich mich eh ob mein Auto überhaupt noch Sprit verbraucht oder schon welchen produziert 😉

Eigentlich wollte ich PACE für xtranews testen. Das lasse ich aber lieber vorläufig erst einmal sein. Und schaue einfach in einigen Wochen oder Monaten noch mal in den App-Store. Denn ich glaube wirklich, dass PACE ein faszinierendes Tool ist. Aber man hätte vielleicht die Markteinführung noch etwas warten lassen und die App vernünftig entwickeln sollen.

 


Disclaimer: Ich habe das PACE-Paket kostenlos zum Test überlassen bekommen. Vorgaben, was ich zu testen hätte oder zu schreiben, wurden nicht gemacht.

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Garmin Fenix 5X

20. Mai 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Im Nachbarblog habe ich mal die neue Fenix 5x getestet. Und meiner Begeisterung freien Lauf gelassen…

Hier geht es lang…

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GoodReader unter iOS 10.3 oder: Kann Apple eigentlich gar nichts?

28. April 2017 1 Kommentar
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Manchmal bin ich schon stocksauer.

Als jemand der viel mit IT-Sicherheit zu tun hat, installiere ich Security-Updates immer so schnell wie möglich und halte meine Software überall so aktuell wie es geht. Das geht manchmal gewaltig nach hinten los.

Vorige Tage fiel mir auf, dass die am meisten auf meinen Apple Geräten genutzte Software, der GoodReader nicht mehr läuft. Also er läuft schon, aber beim Synchronisieren meiner Dokumente bekomme ich wirre Fehlermeldungen. Software neu installieren, iPad neu installieren, Dokumente auf Integrität prüfen, nichts half.

Irgendwann habe ich mich verzweifelt an den Hersteller gewendet. Der wußte wo das Problem lag und das hat mir die Schuhe ausgezogen – denn ich wäre im Leben nicht drauf gekommen:

We’re aware of a problem introduced by iOS 10.3 which causes errors when downloading or syncing files to GoodReader when a file or folder name includes characters with accents, umlauts or other special characters like these: ü, ø, å, é, à, ç, and certain special Asian language characters. In some cases it may also interfere with your ability to open, move or delete a file from GoodReader which includes these characters.

This is not a problem if you’re running GoodReader on iOS 10.2.1 or older, but unfortunately it appears that Apple is no longer allowing users to revert back to iOS 10.2.1 at this point. If you have any devices which have not been updated to iOS 10.3, we advise not to update iOS until a GoodReader update is available to fix the issue.

Wie bekloppt ist das denn bitte, dass nach einem Update des Betriebssystems Dateien mit Umlauten nicht mehr im internen Speicher abgelegt werden können? Ich meine, wir haben nicht 1985, wo Dateinamen nur aus 8 Zeichen und den ASCII-Codes 33 bis 127 bestehen durften. Wir leben in Zeiten von UniCode und UTF-8 und Apple zerschießt Umlaute?

Maaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan, das darf doch wohl nicht wahr sein.

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Ich sag es ja. Aber auf mich hört ja keiner.

27. März 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Was sag ich immer?

Ich sag immer, wenn ich wen los werden will, schiebe ich ihm oder ihr einfach ein paar fatale Dateien auf den Rechner. Denn „das habe ich nicht runtergeladen“ glaubt einem ja niemand.

Leider steh ich damit ja schon fast in der Verschwörungs-Ecke. Denn wer würde sowas schon machen. Und solche Fälle dürften nur selten in die Öffentlichkeit gelangen. Da bin ich ja mal froh, dass es jetzt einen genau solchen Fall gibt. Heise berichtet:

Unbekannte Hacker haben Kinderporno-Fotos auf dem Computer des tschechischen Präsidenten Milos Zeman installiert. „Ich habe den Computer eingeschaltet und knapp zehn Sekunden ungläubig geschaut, was da geschieht, bevor mir aufgegangen ist, dass es ein Hackerangriff ist“, sagte der Präsident in einem Interview.

Und glaubt bl0ß nicht, dass könnte Euch nicht treffen. Eiferüschtige/r Ex vielleicht? Ärger mit dem Arbeitskollegen?

Um so bedauerlicher, dass unser gesamtes System der „Beweissicherung“ genau darauf eigentlich keine Rücksicht nimmt. Oder wie Fefe es ausdrückt:

Ich habe ja hier schon ein paar Mal das Argument gebracht, dass wenn man schon den Besitz von etwas für strafbar erklärt (beispielsweise Hackertools oder Kinderpornographie), dass es dann zu einem validen Angriff gegen jemanden wird, auf dessen Rechner solche Materialien zu hinterlassen.  (…)

Digitale Spurensicherung ist Schlangenöl-Bullshit, genau so wenig wie man Malware attribuieren kann. Jede „Spur“, die ein „Forensiker“ findet, kann auch ein fieser Hacker da extra hingelegt haben. Wenn ein Gerät einmal kompromittiert ist, kann man „Spuren“ von diesem Gerät nicht mehr ernst nehmen.

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Windows Update vs. Festplattenverschlüsselung

3. März 2017 2 Kommentare
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Vor ein paar Tagen fiel mir was komisches auf:

Mein Desktop mit Windows 10 wollte beim Herunterfahren ein Update installieren. Brav hoch gezählt bis 100%, aus.

Beim wiederanfahren kam dann ein Screen mit der Aufforderung, ein Tastaturlayout zu wählen und danch entweder Windows 10 zu starten, Windows zu reparieren oder ein anderes OS zu nutzen. Nach dem Start von Windows 10 schien alles normal – bis zum Runterfahren, wenn ein Update installiert werden sollte.

Das konnte man reproduzieren: Offensichtlich wollte das Update nicht richtig.

In der Update-Einstellung konnte ich sehen, dass es das Funktionsupdate für die Version 1607 war, das eigentlich schon vor geraumer Zeit installiert hätte sein sollen. Komisch.

Die Suche nach Updates brachte keine neueren, obwohl es laut Google welche geben müsste. Das Suchen nach Fehlern  bei der Isntallation des Funktionsupdate für Windows 10 – Version 1607 brachte auch nix. Dummerweise kann man ja in Windows 10 Updates nicht verhindern, nicht ausblenden, nix. Das war also ein Problem, weil offensichtlich auch aktuelle Updates nicht mehr kamen.

Einer Eingebung folgend habe ich heute mal die Systempartition entschlüsselt. Und siehe da: Plötzlich geht es.

Das Fazit ist also, dass das „Funktionsupdate“ zu doof war mir zu sagen, dass es nicht auf verschlüsselten Datenträgern installiert werden kann. Es war sogar zu doof mir zu sagen, dass es überhaupt nicht installiert werden konnte. Und kaum war es da, kamen schon die nächsten Updates und gerade bei Flash-Updates bin ein bisschen kribbelig.

Diese Zwangs-Updaterei mag für die meisten Leute ja eine Verbesserung sein. Sie nicht abschalten zu können ist aber nach wie vor die Pest. Bei meinem mobilen Arbeitsplatz geht gerne schon mal ein guter Teil des UMTS-Volumens dafür drauf und hier kann man auch wieder schön sehen, dass Microsoft zu wenig an die Menschen denkt, die wissen was sie machen.

Ich bin mal gespannt ob das ein einmaliger Faux-pas war. Oder ob Microsoft jetzt ernsthaft bei jedem großen Update erwartet, dass ich meine Systemplatte erst ent- und danach wieder verschlüssele. Denn, abgesehen von der Zeit die das kostet: Das produziert extrem viele Schreib-/Lese-Zugriffe auf der SSD und wir wissen ja: Üppig vorhanden sind die nicht….

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Wie Apple die Kunden am Arsch vorbeigehen

15. Dezember 2016 1 Kommentar
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Ich bin ja schon angesäuert, weil die kommenden iPhones kein 3,5er Klinkenstecker mehr haben. Das ist für mich ein No-Go. Und die verklebten Bauteile ohne Austauschmöglichkeit in den Notebooks werden langfristig verhindern, dass ich mir eines vom Apfel kaufe.

Aber auch bei meinem iPhone schafft Apple es immer wieder, mich mit Verschlimmbesserungen zu entsetzen. Nehmen wir z. B. eine der Funktionen überhaupt: Das Abspielen von mp3.

Seit einiger Zeit versucht Apple ja schon, die eigenen Online- und Streamingdienste zu forcieren. Das ging und geht massiv auf die Funktionalität und die Übersichtlichkeit der iPod-App. Und nervt.

Früher gab es aber eine Funktion, die für mich wichtig war: Mit Klick auf den Titel im Wiedergabemodus konnte ich die Bewertung (1-5 Sterne) ändern. Das ist interessant, weil ich automatische Playlists habe, die sich aus den Bewertungen erzeugen.

Vor einigen Versionen fiel diese Funktion auf ein Mal weg.

Mit dem Update auf iOS 10.2 kündigte Apple an, dass diese Funktion wieder da sei. Ich war also wohl nicht der Einzige, der sich beschwert hat. Nur, nach dem Update stellt sich die Frage: Wo zur Hölle ist die Funktion abgeblieben?

Nach längerer Suche stellt sich raus: Man muss sie erst in den Einstellungen aktivieren (nicht in der App, in den Systemeinstellungen(!) und dann verbirgt sie sich im Untermenü eines Untermenüs. Nix mehr mit Klick auf den Titel, sondern Klick auf Menü, Klick auf Bewerten und dann kann man mit Glück Sterne vergeben. Wer denkt sich so einen Scheiss aus?

Mit dem Update auf 10.2 hat Apple aber eine weitere Sauerei veranstaltet:

Obwohl bei mir ausgeschaltet, hat das Update die „Live“-Funktion für Fotos wieder aktiviert. Das hat mich heute  morgen ein paar Fotos gekostet, weil:

Die Fotos werden in einem speziellen Video-Format gespeichert, dass mein Lightroom nicht kennt. Bzw. Lightroom erkennt die Bilder als Defekt (Keine Bilddateien im Stream). Bei dem Versuch die Bilder vom Handy auf den Rechner zu bringen und in LR zu verarbeiten, kam es jetzt zu einem doppelten Problem:

Dadurch, dass LR die Bilder als defekt erkannte, wollte ich sie wieder auf das Handy schieben, um sie über die Mailfunktion aus iOS heraus dann als JPG an meinen Rechner zu schicken. Nur dummerweise ist das Handy ein Read-Only-Device. Man kann einmal aus dem Speicher auf das Notebook verschobene Bilder gar nicht mehr auf das Handy schieben. Super Idee, Apple.

Nicht nur, dass ich keine Dateien auf den Apfel schieben kann, dieses bekloppte „Live“-Format führte durch eine Verkettung unglücklicher Zustände jetzt dazu, dass die Dateien leider nicht mehr nutzbar vorliegen.

Warum genau schalte ich eigentlich etwas ab, damit Apple es wieder ein schaltet? Das ist so ähnlich wie mit dem Batteriesparmodus, den ich gerne nutze – den das iPhone aber selbsttätig abschaltet, wenn es der Meinung ist, dass der Akku voll genug sei. Das ich die Funktion vielleicht nutze um die Akku-Laufzeit generell zu verlängern, scheint noch keinem aufgefallen zu sein.

Inzwischen ist iOS einfach nur noch ein aufgeblähter Misthaufen, der seine User ohne Ende gängelt und glaubt, immer besser zu wissen was man eigentlich will. Zusammen mit dem fehlenden Kopfhöreranschluss stellt sich also die Frage:

Was wird mein nächstes Smartphone?

Das es ein Apfel wird, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

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Geh raus, haben sie gesagt. Wird dir gefallen, haben sie gesagt.

20. November 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Ein beliebter Scherz unter Nerds ist ja, dass die Grafik im echten Leben zwar gut sein, Storyline und Handling aber für die Tonne. Und wenn man dann mal die Sci-Fi-Literatur betrachtet, kommt noch ein wesentliches Element hinzu:

Immer wenn es um virtuelle Realitäten geht, wie in Neuromancer, Otherworld und anderen, wird auch die Grafik bemängelt. Viele der Geschichten drehen sich darum, dass Menschen süchtig nach VR werden, weil ihnen dort eine Welt vorgespielt wird, die so viel schöner, bunter und Actionreicher ist als die triste Wirklichkeit.

Das ist ein interessantes literarisches Motiv, dessen Anfänge aus einer Zeit stammen, als es noch keine richtige VR gab. Deswegen kann man sich leicht vorstellen, wie verlockend es gewesen sein muss, aus diesen Gefühlen eine Sucht zu entwickeln, die Protatgonisten immer wieder in die virtuelle Welt treibt.

Heute ist VR ein kleines bisschen weiter, aber so wirklich „die Sinne betörend“ ist es ja eigentlich noch nicht.

Oder?

Beim Surfen im Netz bin ich auf einen absolut faszinierenden Blogbeitrag von Tobias van Schneider gestoßen:

In the first couple minutes after any VR experience you feel strange, almost like you’re detached from reality. (…)

But what stays is a strange feeling of sadness & disappointment when participating in the real world, usually on the same day. The sky seems less colorful and it just feels like I’m missing the „magic“ (for the lack of a better word).

Das ist unglaublich faszinierend zu lesen. Denn man kennt ja gewissen Sucht-Erscheinungen von verschiedenen Medien. Beziehungsweise postulierte Suchterscheinungen: Vom Online sein, vom mit dem Handy spielen, von Nachrichten schreiben und Surfen auf Facebook.

Aber wie viel stärker muss es sein, wenn diese Technologie direkt und unmitebar auf die Sinne einwirkt? Mindestens auf Augen und Ohren, aber halt auch auf Tastsinn und zukünftig auf den Gleichgewichtssinn?

Ich hätte nicht gedacht, dass die „Onlinesucht“, wie ich sie aus meinen Büchern kenne, schon heute ein Faktor ist. Und ich bin gespannt, wie unsere Gesellschaft auf diese Entwicklung reagiert. Ein mögliches Szenario, ebenfalls aus den Büchern, ist ja, dass wir die Wirklichkeit verfallen lassen – mit zunehmendem Eintauchen in digitale Wirklichkeiten.

Und mein persönlicher Eindruck ist, dass wir natürlich auch auf diese Art der revolutionären Technik genau gar nicht vorbereitet sind. Und das Erste was viele Leute davon erleben werden, der Ruf nach Verboten sein wird. Wetten?

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Digitaler Leichtsinn – Nachdenken ist nur was für andere

5. November 2016 Kommentare ausgeschaltet
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In 2015 hatte ich hier im Blog mal den Begriff „Digitaler Leichtsinn“ ins Gespräch gebracht.  Wie zu erwarten war, vermutlich weil eben nicht jeder Mensch diesen Beitrag gelesen hat, wurde die Situation nicht besser – sondern eher schlimmer.

In den letzten Tagen bin ich zwei mal Zug gefahren. Mit dem Thalys nach Brüssel und mit dem ICE nach Berlin. Beide Zugfahrten waren IT-technisch bemerkenswert.

img_8973Im Thalys saß ich neben einem jungen Mann, der in Paris gejobbt hatte (auf einer Food-Messe). Und dieser junge Mann hat die meiste Zeit mit / an seinem Notebook und Handy gespielt.

Auf dem Notebook waren offen: der Mailclient, Facebook und ein paar andere Websites. Darüber lief ein Video. Gelegentlich schob  er Fotos vom Handy auf den Rechner.

Irgendwann stand er auf und ging weg. Das Notebook ließ er ungesperrt neben mir stehen. Herzlichen Glückwunsch, ich bin jetzt Besitzer seiner Mail- und Social-Media-Credentials. Bzw. ich wäre es, wenn ich ein Bösewicht wäre.

img_9037Paar Tage später, der „Geschäftsleute-ICE“ von Berlin nach Duisburg. Neben mir ein Typ der für eine englischsprachige NGO arbeitet.

Ein paar Powerpoint-Präsentationen hier, ein paar Mails dort. Online natürlich über das unverschlüsselte WLAN des Zuges (siehe hier). Und wenn man viel arbeitet, bekommt man schon mal Hunger. Und so steht er auf, und geht Richtung Board-Bistro. Ich bin jetzt im Besitz seiner geschäftlichen Daten und habe ein Rootkit auf seinem Rechner. Bzw. hätte ich, wenn ich ein Bösewicht wäre.

Während die den jungen Typen im Thalys fast noch verstehen kann, bin ich bei dem NGO-Typen total ratlos. Klar hätte Mr. Thalys auch ein Bewußtsein dafür haben müssen, dass ich mich grundsätzlich in einer „feindlichen“ Umgebung aufhalte, wenn mein Rechner nicht im trauten Heim und eigenen LAN steht (und eigentlich selbst dort).

Aber spätestens Mr. NGO hätte doch eine Folie gegen Mitleser auf dem Display haben müssen und nicht nur sein Notebook sperren, sondern bitte MITNEHMEN müssen, als er ins Bistro ging.

Ist sich eigentlich wirklich niemand bewußt, dass es an einem nicht gesichterten Rechner nur einen griffbereiten USB und wenige Sekunden braucht, um wahlweise (alle/wichtige) Daten und die Kontrolle zu verlieren? Bzw. sein eigenes Geschäft, vielleicht auf Geschäftsparner in Gefahr zu bringen?

Hallo Leute, aufwachen!

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Kostenloser USB-Stick? What can possibly go wrong?

2. Oktober 2016 Kommentare ausgeschaltet
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In der Regel ist „hacken“ ja „Social Engeneering“: Ich bekomme mein Opfer dazu, etwas zu machen was es mir erlaubt, auf seine Daten zuzugreifen. Oder in sein Netz einzudringen. Das ist in der Regel viel trivialer als man denkt, denn wer ahnt schon was böses, wenn er z. B. einen USB-Stick „findet“?

Jetzt bin ich ja jemand, der IT-Sicherheit nicht nur als Hobby begreift. Um so erstaunter war ich, als ich gestern ein „Einschreiben“ bei der Post abholen durfte. Komplett mit richtiger Anschrift und richtiger(!) Mobilfunknummer auf dem Etikett.

Inhalt:

img_8793

Ein nagelneuer USB-Stick. USB 3.0 und gigantische 2 TB. Moment, schrieb ich TB? Richtig, das ist kein Schreibfehler. Angeblich hat der Stick 2 TB Kapazität:

img_8794

Jetzt bin ich ja relativ IT-Affin. Deswegen ist mir auch ziemlich klar, dass es derzeit schlichtweg keine No-Name USB 3.0-Sticks mit 2 Terrabyte gibt.

Die Frage ist jetzt, was hat es mit dem Stick auf sich? In der einfachsten Erklärung handelt es sich um einen Fake-Stick. Optisch übrigens absolut identisch zu einem, über den vor einiger Zeit erst c’t berichtet hat. Nur, wer sollte mir so einen Stick schicken und warum?

Eine etwas andere Erklärung wäre, dass der Stick beim Einstecken ein Eigenleben entwickelt und dank mitgelieferter Schadsoftware Unheil anrichten mag. Das klingt zunächst unwahrscheinlich, denn wer sollte mir aus China so ein Ding schicken und wenn warum? Auf der anderen Seite, siehe oben, wer sollte mir überhaupt so ein Ding schicken?

Ich äußere mal die Theorie, dass ich nicht der Einzige bin, der ein solches Geschenk bekommen hat. Auch wenn Google im Moment dazu nix findet. Mal sehen, was die Forensiker bei uns auf der Arbeit zu den Stick sagen 🙂

Eins ist jedenfalls klar, und das sollte auch für Euch gelten: Wenn Ihr einen USB-Stick findet, geschenkt oder einfach geschickt bekommt, steckt ihn auf keinen(!) Fall in Euren Computer. Im besten Fall werft ihn einfach weg!

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Telekommuniktionsbullshitbingo: Gigabit-Gesellschaft

22. September 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Gigabitgesellschaft.

Gigabit-Level.

Internet as a Service.

Walter Haas, Mitglied der Geschäftsleitung von Huawei Deutschland, pflichtete dem Telekom-Vertreter in vielen Punkten bei. Er plädierte für eine „nahtlose Konnektivität ohne Einbuchungsprozesse“, für die unterschiedliche Qualitätsklassen für Spezialdienste erforderlich seien. Um einen „Gigabit-Level“ zu erreichen, werde es aber ohne einen deutlich höheren Glasfaseranteil kaum gehen. Dafür müssten die Nutzer und die Kommunen stärker in den Infrastrukturaufbau mit eingebunden werden.

„Ich will Netzkonnektivität als Service haben“, verwies Manfred Hauswirth vom Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (Fokus) in eine ähnliche Richtung wie Haas. Für den Forschungsmanager bedeutet die Gigabitgesellschaft im Kern eine „Virtualisierung der Netzwerke in gleicher Weise wie von Rechenleistung in der Cloud“. Der Nutzer müsse sich dann nicht mehr um einen speziellen Internetanschluss kümmern, sondern könne sich „Bandbreite, Dienste und Netzwerke zusammenklicken“.

(Quelle: Heise)

Ja ne, ist klar. Sonst geht es aber?

(Wer es nicht vershtet: Da steht erstens Ihr sollt mehr löhnen, zweitens steht da das Netzneutralität lästig ist und drittens das ihr bitte noch weniger Kontrolle über die Infrastruktur haben sollt.)

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All your biometrischen Daten belong zu Apple!

26. August 2016 1 Kommentar
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Auf Heise konnte ich lesen, dass Apple einen neuen „Geniestreich“ plant:

Apple erwägt ein Sicherheitssystem, das biometrische Daten von Gerätedieben sammelt und an den Besitzer übermittelt. Entdecke etwa ein iPhone oder iPad die Benutzung durch eine unautorisierte Person, könne das Gerät verschiedene biometrische Merkmale heimlich erfassen und versteckt speichern, wie das Unternehmen in einem am Donnerstag veröffentlichten Patentantrag ausführt.

Zu den gesammelten Daten zählen laut Apple zum Beispiel Fingerabdrücke, Fotos und Videos des nicht autorisierten Nutzers, Audioaufnahmen der Umgebungsgeräusche sowie Informationen über die Aktionen, die auf dem Gerät ausgeführt werden.

Quizfrage:

Bin ich der einzige, dem dabei Angst und Bange wird? Das bedeutet nicht nur, dass heimlich Fotos gemacht und Fingerabdrücke aufgezeichnet werden. Sondern das die auch an einen Server (bei Apple) übertragen und von dort abrufbar sind. Und das bietet so viel Potential für Missbrauch, dass ich mich ernsthaft frage, was das soll.

Denn wenn es diese Daten gibt, sind sie wertvoll. Nicht nur für Hacker, sondern auch Regierungsorganisationen, die sich legal, halblegal oder illegal daran bedienen wollen. Denn wenn wir eines Wissen, dann ist das ja, dass es keine 100% sichere IT gibt. Auch nicht bei Apple.

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Willkommen im IoT: Der vernetzte Sportler

22. August 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Viele Menschen reden ja vom Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und kaum einer kann sich darunter was vorstellen. Dabei gibt es eine Gruppe von Menschen, die schon heute wie selbstverständlich IoT nutzen – und sich vermutlich darüber gar nicht im Klaren sind.

Anders als man das bei Computern und compurisierter Technik erwarten würde, sind es aber nicht die Nerds. Es sind die Sportler. Na gut, vielleicht nerdige Sportler, zu denen ich mich auch zählen würde.

Denn ich lebe in einer Cloud von IoT-Devices, die mich durch den Tag begleiten. Bei dem folgenden Text bewege ich mich in der Welt von Garmin, aber ähnliche Produkte gibt es auch von zahlreichen anderen Herstellern. Ich nutze allerdings Garmin:

An meinem Rad ist ein „allmächtiger“ Radcomputer (Garmin Edge) das Herz des Ganzen: Er miss nicht nur Tempo und zahlreiche andere Daten. Er kann mich über ein Radar im Rücklicht auch informieren, wenn hinter mir Autos sind und wo sie sind. Natürlich kann er auch gleich das Frontlicht abhängig von meinem Tempo regeln und die Digitalkamera am Helm fernsteuern. Meine Strecken überträgt er, wenn ich es möchte, live ins Internet und wenn ich stürze, werden automatisch Angehörige informiert. Und wenn ich in Gruppen fahre, kann ich jederzeit sehen, wo meine Mitfahrer sind.

Das setzt voraus, dass mein Garmin Edge mit meinem Smartphone verbunden ist. Auf dem läuft Garmin Connect, die zentrale Anwendung für alle Technik drumherum. Connect empfängt die Daten vom Radcomputer und kommuniziert mit diesem. Aber nicht nur mit dem.

IMG_8413Sondern zum Beispiel auch mit meinem Fittness-Tracker, der auch aufzeichnet, wie viele Schritte ich gehe und wie viele Stockwerke ich erklimme.

Dort werden Daten noch angereichert um eine Schlafanalyse und Informationen, wie viel ich Esse. Dafür nutze ich MyFittnessPal (MFP), eine sehr populäre App zum Eintragen dessen, was man so über den Tag futtert.  Dazu kommen dann noch die Informationen aus der Waage, die ebenfalls ihre Daten in die zentrale Cloud übermittelt.

Garmin weiß wie groß und schwer ich bin, MFP wie schwer ich sein möchte. Unter Berücksichtigung meiner Aktivitäten legt dann eine Software fest, wie viel ich essen darf, um mein Gewichtsziel zu erreichen. Der Wert erhöht sich entsprechend bei körperlicher Aktivität.

Gleichzeitig wird gelegentlich geprüft, ob ich denn genug Sport treibe: Über den Tag verteilt verdonnert mich der Tracker immer wieder mal durch zartes Vibrieren dazu, den Schreibtisch zu verlassen und ein paar Schritte zu gehen. Laufe ich zu wenig, wird mein Ziel reduziert und ich bekomme motivierende Nachrichten. Laufe ich „zu viel“ wird mein Ziel für die Zukunft nach oben angepasst.

Nebenbei misst mein Armband auch den Tag über meinen Puls, etwas wozu man früher extra einen Brustgurt anglegen musste. Das Einzige, worauf ich willentlich verzichte – was aber natürlich möglich ist – ist eine GPS-Funktion um auch zurückgelegte Strecken am Tag und beim Sport direkt mit dem Armband zu tracken.

Viele der Daten kann z. B. unsere Trainerin direkt nutzen um zu schauen ob und wie wir uns an ihre Pläne halten. Und wo Optimierungsbedarf ist. Alle Daten bleiben schließlich nicht auf meinem Handy: Das dient nur zur Darstellung. Tatsächlich liegen sie natürlich im Buzzword von vor wenigen Jahren: Der Cloud, also auf Servern des Anbieters.

Jetzt kann man natürlich die Frage stellen: Warum und wozu? Geht es mir damit irgendwie besser? Bringen mir all die Daten was? Ja und nein.

Tatsächlich helfen all die kleinen Gadgets, die einen wie eine IoT-Cloud umgeben, dabei, sich bewußter zu ernähren (wenn man es nötig hat) und sich bewußter zu bewegen (wenn man es nötig hat). Da das alleine natürlich nicht unbedingt ausreicht, gibt es immer auch direkt Social Media-Komponenten: Auf MFP unterstützt man sich gegenseitig mit Lob und Rezepten.

IMG_8448Auf Garmin Connect tritt man gegeneinander an. Dabei geht es natürlich auch wieder nur um „Fake-Internetpoints“, aber das Belohnungszentrum im Hirn wird natürlich bei beidem angesprochen und meldet sich durch die Abgabe von Glückshormonen. Erster zu sein ist immer schön, letzter will niemand sein.

Damit schafft die Technik es, Sportler zu Nerds zu machen und weniger aktive Menschen zu mehr Aktivitäten zu animieren.

Natürlich hat die ganze Datensammelwut auch eine Kehrseite. Denn wo Daten sind, sind Begehrlichkeiten. Man erinnere sich nur daran, wie 2011 bekannt wurde, dass der Navi-Hersteller die Bewegungsdaten an die Polizei verkauft hat.

Was wäre jetzt, wenn die Krankenkassen gerne wüßten, was so mit ihren Kunden ist? Natürlich nicht repressiv, sondern in Form von Boni: „Senden Sie uns ihre Daten und wenn Sie sich genug bewegen, bekommen Sie Fakte-Internetpoints!“ Nennen wir die Punkte mal „Sportis“.

Wenn ich dann einkaufen gehe und für gesundes Obst noch ein paar Sportis bekomme. Für die bei MFP eingebuchte Pizza aber welche abgezogen werden? Aus den gewonnen Daten läßt sich eine Vielzahl vom Möglichkeiten ableiten, diese zu monetarisieren. Denn wer glaubt, dass Garmin die „kostenlosen“ Dienste rund um Connect „umsonst“ anbietet, der hat nicht verstanden wie Unternehmen funktionieren.

Aber in allem Negativen wartet auch was Positives. Ein Bekannter von mir hatte bei einem Fahrradwettkampf folgende Pulskurve:

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Man muss kein Arzt sein um zu wissen, dass die Spikes bis 240 nicht normal sind und ein Anzeichen für ein sehr, sehr seriöses Problem mit dem Herzen. Wenn ich jetzt schon mit meinem Armband eh einen Pulssensor 24/7 trage oder mit dem Brustgurt beim Sport mit dem Edge verbunden bin, könnten diese Sensoren eine sehr wichtige Hilfe leisten: Sie könnten mich auf eine mögliche ernsthafte gesundheitliche Gefahr hinweisen und bei Nicht-Reagieren ähnlich wie der Crash-Sensor automatisch Hilfe anfordern. Oder zumindest ans Telefon holen. Und wenn ein GPS-Empfänger verbaut ist, könnte auch eine genaue Ortung erfolgen.

Wie fast alle Technologie, die in unser Leben vordringt gibt es also Entwicklungen auf die wir achten müssen. Und solche die eine spannende Zukunft versprechen, in der z. B. schwere Folgen nach Herzproblemen deutlich verringert werden können, wenn die Nutzer der Technik gewarnt werden.

Im Moment sind die meisten Gerätehersteller nur grob untereinander (ANT+ / BT le) miteinander kompatibel. Die Brücke schlagen hier wieder andere Dienste wie z. B. Strava, die Systemübergreifend zum Wettkampf auffordern – und wieder Daten produzieren, die auch anderweitig einen Nutzen haben können.

Und jetzte stellen wir uns mal vor, in einer zukünftigen Welt können Städteplaner aus den Daten Unfallschwerpunkte ermitteln. Und so wie ich durch Radar weiß was hinter mir ist, bekommen PKW-Fahrer eine Warnung wenn sie sich einem Radfahrer nähern. Bei neu anzulegenden Trassen wird dagegen darauf abgestellt, wo welche Verkehrsart am stärksten zu fördern ist oder wo man bauliche Trennungen vornehmen sollte. Das IoT und die Cloud machen das möglich.

Gehen wir jetzt mal davon aus, dass der Mensch durchaus zu Gutem in der Lage ist, sehe ich einige sehr interessante Dinge auf uns zukommen. Und vielleicht leben wir alle ja wirklich ein bisschen bewußter, wenn uns Software und Hardware hilft, uns ein wenig genauer mit uns selbst auseinander zu setzen?

 

Der Artikel bezieht sich auf Garmin, weil wir überwiegend Garmin-Geräte einsetzen. Ich will nicht verhehlen, dass wir drüben im Radsport-Blog eine Partnerschaft mit Garmin haben. Es gab allerdings keine Aufforderung diesen Blogbeitrag zu schreiben.

Die Links gehen, sofern es sich um Links zu kaufbaren Produkten handelt, zu Amazon, da wir dort Teilnehmer am AmazonPartnerNet sind.

Kategorieninternettes, technik Tags:

Internetsecurity done wrong

19. August 2016 2 Kommentare
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Edith sagt: Ja, HE hat die Zertifikate getauscht:

Dieses ist korrekt und wurde im Zuge des Update des Betriebssystems auf unseren Plattformen durchgeführt. Wenn Sie die Zertifikate gegen prüfen möchten, finden Sie dazu unter 

https://www.hosteurope.de/faq/webhosting/sicherheit-ssl/ssl-zertifikate-webhosting-bereich/

eine Anleitung.

 


Die meisten Leute ignorieren ja „Fehlermeldungen“ gerne. Das gilt natürlich auch für falsche oder abgelaufene Zertifikate im Browser. Bei Mail verzichten witziger Weise immer noch sehr viele Leute darauf, überhaupt verschlüsselte Verbindungen zu wählen.

Ich verrate kein Geheimnis wenn ich sage, dass ich das natürlich anders sehe. Um so irritierter war ich heute morgen, dass sowhol mein Desktop, als auch mein Handy mich pflichtbewußt darauf hinwiesen, dass das Zertifikat für „meinen“ Mailserver ungültig ist:

UnbenanntIch kann mich absolut nicht erinnern, dass HostEurope mich über einen Zertifikatswechsel informiert hätte und habe mal eine entsprechende Anfrage an den Helpdesk gestellt. Bis zu einer Antwort von dort nutze ich temporär einen anderen Server. Weil dummerweise ein solcher Hinweis eben auch auf eine Manipulation an der technischen Infratruktur hinweisn kann. Und leider sind zwar alle meine Mails digital signiert, aber nur sehr wenige auch verschlüsselt.

Da möchte ich schon sicher gehen, dass der Transportweg, zumindest der Teil den ich kontrollieren kann, so sicher wie möglich ist. Sollte HE „vergessen“ haben, auf einen Zertifikatswechsel hinzuweisen (ich wüsste auch nicht wie mir die Überprüfung ohne Fingerprint gelingen sollte), wäre das natürlich ein klassischer Fall von: Das darf ja wohl nicht wahr sein.

Es ist allerdings auch möglich, dass ich die Info einfach übersehen habe….

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Das UCI verschlimmbessert das Kino

15. Juli 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Mit großem TamTam führt UCI in seinen Kinos „iSens“ ein, so auch in Duisburg. Hervorstehendes Merkmal ist:

Beim Bild ist 3D heute schon fast Standard – selbstverständlich können auch im iSens-Saal 3D-Filme gezeigt werden. Die eigentliche Neuheit ist das Tonsystem. Heute ist 5.1-Ton der übliche Standard für die Vorführung von Kinofilmen. iSens geht hier einen großen Schritt weiter: Dolby Atmos ist eine Soundrevolution, die die Ansprüche an Kinoton für immer verändern wird. Dolby Atmos ist die neueste Innovation des Kinosounds und bietet ein besonders kraftvolles und intensives Hörerlebnis.

Äjm ja. Zumindest in Duisburg ist das allerdings ganz großer Mist. Aber nicht wegen der Klangqualität, denn die ist wirklich gut. Nein, Das Problem liegt woanders:

In jedem(!) der zahlreichen Lautsprecher sind in Richtung Besucher blinkende LEDs verbaut. Die für mich aussehen wie die LED an Netzwerkinterfaces bei einem Broadcast-Sturm. Dazu passt auch, dass alle synchron und ohne Bezug zum Bild blinken.

Unabhängig davon was das letztlich für Leuchten sind: So lange das Bild hell ist, ist das kein Problem. Doch in düsteren Szenen mit wenig Licht hat man in beiden Augenwinkeln blinkende Lämpchen.

Wie kann man denn  bitte auf so eine bekloppte Idee kommen, vom Zuschauerraum aus sichtbare LED in Lautsprecher einzubauen?

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