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Archiv für die Kategorie ‘technik’

Nachhilfe für Frau Hendricks?

28. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Liebe Frau Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks,

Sie leiten ein Ministerium, dass “Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit”. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass Umwelt und Naturschutz die Kernaufgaben Ihres Hauses sind. Ihr Parteigenosse in der SPD, Sigmar Gabriel, leitet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Während man Ihnen nun noch das Thema Reaktorsicherheit mit ans Bein gebunden hat, darf sich Ihr Genosse Gabriel über den Themenbereich Technologie freuen.

Warum ich das Schreibe?

Nun, heute morgen in der Rheinischen Post ist (leider hinter Paywall) ein Artikel über Fracking. Eine  Hochrisikotechnologie, der sie auf Ihrer Seite eine ganze Unterseite widmen. Soweit so gut.

Was mich jetzt aber irritiert ist, dass ich schon in der Überschrift lese, dass Sie wohl lieber auf der Spielwiese von Onkel Gabriel toben möchten:

Unkonventionelle Förderung von Erdgas lehnt die Bundesumweltministerin weiter strikt ab. Doch in einem Brief an die Genossen der Region macht sie deutlich, dass man innovativen Techniken eine Chance geben müsse.

Im weiteren wird dann sogar die “strikte Ablehnung” relativiert:

Durch die 3000-Meter-Grenze werde das nutzbare Grundwasser umfassend geschützt. Im Schiefer- und Kohleflözgestein seien in diesem Bereich allerdings wissenschaftlich begleitete Erprobungsmaßnahmen erlaubt.

Liebe Frau Hendricks,

ich verstehe ja unter “strikte Ablehnung” sowas wie “Nein meint Nein” und nicht “Nein meint Vielleicht oder ein bisschen”. Davon abgesehen aber denke ich doch, dass es ihrem Amt gut stehen würde, einfach mal aus Prinzip beim Nein zu bleiben. Lassen Sie Sigmar Gabriel davon fabulieren, dass man neuen Techniken ja eine Chance geben sollte – das ist seine Aufgabe und dann kann man sich an ihm abarbeiten.

Für Sie als BUNDESUMWELTMINISTERIN kann es nur eine Antwort auf Fracking geben: Nein.

P.S. für meine Leser (männlich): Bitte beachtet beim Weitere-Informationen-Googeln, dass Ihr nicht Barbara mit Christina verwechselt. Auch wenn man gerne würde. ;-)

Freifunk in Voerde – Freifunk zu Hause

16. November 2014 4 Kommentare
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Die Idee von Freifunk ist ziemlich cool. Und erfüllt einen Kindheitstraum:

Ich habe mich damals, so mit 12 oder so, gefragt ob es nicht möglich ist, dass sich einfach alle Häuser in der Nachbarschaft untereinander vernetzen und das dann irgendwann so groß wird, dass keiner mehr Dienste wie Compuserve (da war ich damals noch: 16 DM im Monat + 8 DM die Stunde!) braucht, um ins Internet zu gehen. Von den Herausforderungen hatte ich natürlich keine Ahnung und das Internet war nicht annähernd so weit verbreitet: Meine Nachbarn hätten gar nicht verstanden was ich will.

Jetzt kommt Freifunk und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. Es vernetzt Nachbarschaften über WLAN und umgeht damit die Herausforderung bei kabelgebundenen Netzwerken über mehrere Häuser. Das ist schon cool.
  2. Es löst das Problem der Störerhaftung durch Ausleistung der Daten per VPN ins Ausland. Ein Problem das die Bundesregierung sich seit Jahren weigert anzugehen.

Nachdem wir dann als Grüne im Rat jetzt einen Antrag laufen haben, dass die Stadt als Vorreiter auf Freifunk setzen soll, wollte ich mich natürlich mal intensiver damit beschäftigen. Denn am Besten redet man bekanntlich über Dinge, die man kennt. Also war für dieses Wochenende das Projekt “Freifunk Voerde” auf meiner Tagesordnung. Gesagt, getan:

Als Erstes habe ich mir einen Router bestellt. Ein kleiner TP-Link reicht mir, Kosten knapp 20€. Der muss dann die passende Freifunk-Firmeware bekommen, was komplizierter klingt als es ist. Man muss nur das Image suchen, dass zum Router passt und das über die Bedienoberfläche des Routers als Update einspielen. Hier gibt es von Freifunk-Ruhrgebiet auch eine Anleitung für Anfänger.

Also Gerät ausgepackt, an den Strom, ans Notebook, angemeldet, Image installiert, neu gestartet.

Dann den Router einfach mal an die Fritz-Box gehängt, weil ich ja auch Internet ausprobieren wollte. Ein paar Minuten warten und schon taucht auf der Karte mein Hotspot auf:

Zeitaufwand? 20 Minuten vom Auspacken bis zum ersten Aufruf einer Website über den FF-Knoten.

Fazit:

Ich frage mich warum ich so lange gewartet habe, bis ich hier mal einen Vorstoß unternommen habe. Die Einrichtung ist wirklich kinderleicht, die Kosten sind absolut überschaubar. Derzeit liefert mein Knoten 2 MBit/s Downstream und 0.6 Mbit/s Upstream, also nur einen Teil der verfügbaren Bandbreite meines Anschlusses (10/2). Also sollten selbst Intensivnutzer keine spürbare Verlangsamung für mein eigenes Surfen mit sich bringen. Die Kosten bei 20€ für das Gerät und ca 5 Watt Stromverbrauch sind vernachlässigbar.

Jetzt gilt es, in der Nachbarschaft und Voerde insgesamt für Interesse zu sorgen. Erste “Multiplikatoren” wie die Werbegemeinschaften habe ich schon angemailt. Mal sehen ob da was kommt. Und dann mal in der Nachbarschaft auf Tour gehen….

 

(Danke an Andreas für’s vormachen und motivieren)

Liebe Firma Polar, was war das denn?

6. November 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Polar kennt Ihr, oder?

Großer Anbieter von Sportselektronikgedöns. Bekannt für seine Weigerung Standards einzusetzen und maximale Inkompabilität zu fördern. Naja, trotzdem haben die ab und an Gadgets mit großem “Haben-Will”-Faktor – ich trag ja auch ein Polar Loop am Handgelenk.

Jetzt habe ich mich an Polar gewendet und nach einem Feature eines Produktes gefragt. Denn glaubt mal nicht, dass die Daten auf der Polar-Website Fragen beantworten, die über das Niveau von… naja, jedenfalls Tiefe ist anders. Anyway, man kann ja den Support anmailen.

Nach der üblichen Lüge, die Antwort würde wegen hohen Mailaufkommens länger brauchen, passierte erst mal gar nix.

8 Tage später dann die Antwort und ich bin, reichlich irritiert. Denn sie lautet, dass mit einem anderen Produkt über einen Webservice die von mir gesuchte Funktion angeboten würde und man annimmt(!), dass das angefragte Teil das auch könnte. Garantieren wolle man das aber nicht.

Hallo, McFly, jemand zu Hause?

Es ging um die Frage, ob ein GPS-Gerät in der Lage ist, aufgezeichnete Tracks als GPX auslesen zu lassen.

Da erwarte ich ein Ja.

Da erwarte ich kein Nein und auch kein “Vielleicht, der Vorgänger konnte das auf Umwegen über unsere eigene grottigen Webservices”.

Und das 2014. Da biste sprachlos.

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It’s a bug, not a feature

20. Oktober 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Das darf ja wohl nicht wahr sein: 

Mit iOS8 kam eine Funktion, die so Banane ist, dass man Bananen damit beleidigt. 
Habe ich nämlich mehrere Geräte mit der selben Cloud-ID, kantisch mit diesen an anderen Geräten den Hotspot aktivieren. Und zwar selbst dann, wenn dieser explizit deaktiviert ist.
Also zur Klarstellung:
Am iPhone ist der HotSpot deaktiviert.
In der WLAN-Liste des iPad taucht aber das Handy als Hotspot auf. Tippe ich es an, wird ohne jede Passwortabfrage eine Verbindung hergestellt und mein Handy dient als Modem/Proxy für das iPad.
Apple, was soll denn die Scheisse?
Wenn ich etwas ausmache, dann hat es aus zu sein. AUS. Und nicht “Standby mit der Option extern aktiviert zu werden”.
Was für ein clusterfuck. 
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VORSICHT: Enigmail “vergisst” zu verschlüsseln

9. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen,

ich bin bei SourceForge auf eine Bug-Meldung gestoßen, die ich leider reproduzieren konnte. Im Einsatz dabei Thunderbird als Mailclient (V24.6.0) und Enigmail (V1.7.2):

Wenn ich Nachrichten signiere, ist alles in bester Ordnung. Wenn ich aber Nachrichten verschlüssele, passiert folgendes: Ich werde zunächst nach der Passphrase gefragt. Dann scheint es so, als wenn die Mail verschlüsselt und versendet wird. Um dann beim Empfänger im Klartext anzukommen! Witziger Weise scheint die Signatur aber in Ordnung zu sein. Merkwürdiger geht kaum, weil das bedeutet, dass Enigmail die unverschlüsselte Mail erst signiert und dann vergisst sie zu verschlüsseln.

Fehler in Enigmail: Es wurde kein Schlüssel zum Entschlüsseln angegeben. Dort dürfte auf keinen Fall Klartext zu lesen sein...

Fehler in Enigmail: Es wurde kein Schlüssel zum Entschlüsseln angegeben. Dort dürfte auf keinen Fall Klartext zu lesen sein…

Bis der Bug behoben ist, darf auf keinen Fall angenommen werden, dass Mails tatsächlich verschlüsselt übermittelt werden. Solltet Ihr Enigmail nutzen, wartet bitte auf ein hoffentlich bald kommendes Update!

 

 

Signaturen in Emails von 1&1 – nur nicht für alle.

26. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe in den letzten Tagen mal ein paar Unternehmen angeschrieben, mit denen ich in Geschäftsbeziehungen stehe. Darunter auch 1&1, bei denen ich meinen privaten DSL-Anschluß habe.

Und für diesen Anschluss bekomme ich jeden Monat eine Email, in deren Anhang sich eine Rechnung im PDF-Format befindet. Natürlich ist weder die Email, noch der Anhang signiert. Und von daher weiß ich nie, ob der Absender ist, wer er behauptet. Ob das PDF ist, was es behauptet. Und ob auch nichts schief gegangen ist auf dem Weg von der Rechnungserstellung bis zu meinem Posteingang.

Also war meine Frage an 1&1, warum man Mails nicht mit Signaturen versieht. Und hier die überraschende Antwort:

Beachten Sie bitte, das bei Geschäftskunden die Vertragsrechnung mit elektronischer Signatur erstellt und per E-Mail an die in den Benutzerdaten eingetragene E-Mail-Anschrift geschickt wird. Diese Rechnungsstellung ist voreingestellt.

Nur Firmenkunden sind vorsteuerabzugsberechtigt. Daher erhalten Privatkunden keine Rechnungen mit elektronischer Signatur.

Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen aus den oben genannten Gründen keine Alternativlösung anbieten können.

Also… eine Signatur bekomme ich nicht, weil ich ein Privatkunde bin und (vor allem) weil ich nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin. Was ist das denn bitte für eine Logik?

Abgesehen davon, dass ich sehr wohl auch ohne die Berechtigung zum Vorsteuerabzug meine Rechnungen dem Finanzamt mitteile, erschließt sich mir absolut nicht, wieso damit begründet wird, dass ich keine signierten Mails erhalte.

Mir ist klar, dass 1&1 bestimmten Kunden eines Signatur bieten muss (Signaturgesetz). Daraus ergibt sich aber doch gerade, dass die technische Infrastruktur doch bei dem Unternehmen vorhanden sein muss und ausweislich der Mail auch genutzt wird. Wieso es dann überhaupt keine Möglichkeit gibt, sie auch als Privatkunde nutzen zu können ist das wohlgehütete Geheimnis von 1&1

 

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Wie Avira es schaffte, blitzschnell von meinen Rechnern zu fliegen

12. August 2014 1 Kommentar
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Ich nutze Avira schon recht lange. Auf dem Notebook in der Free-Version und bisher ohne jede Klage. Bis heute.

Bei der letzten Installation packte mir Avira ungefragt “Browser Safety” mit auf den Rechner. Das kann ich ja schon nicht leiden. Aber was dann kommt, ist echt so zum kotzen, dass ich Avira vom Rechner geworfen habe.

Step 1: Avira verändert anzeigte Websites:

avira1Sicherlich ist das gut gemeint.

Aber gut gemeint ist bekanntlich nicht gut gemacht. Andere Programme haben schlicht und ergreifend nicht in den Quellcode der Websites einzugreifen, die ich mir ansehen will. Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber damit zusammenfassen, dass ich Manipulationen ja nicht erkenne. Setzen die nur grüne Haken vor Websites die sie für sicher halten? Nach welchen Kritierien ist sicher sicher?

Verändert Avira auch die angezeigten Suchergebnisse oder deren Reihenfolge?

 

Völlig verloren hat Avira aber, als ich auf einen Amazon-Link geklickt habe den ich geschickt bekam. Ich dachte fast mich trifft der Schlag:

avira2

Ernsthaft Avira?

Ich meine, das kann doch wohl nicht wahr sein.

Erstens bedeutet das, dass Avira mein Surf- und Einkaufsverhalten überwacht und mit eigenen Diensten abgleicht. Schon das ist, vor allem ungefragt, zum Kotzen. Zweitens suche ich mir meine Händler aus und treffe meine Entscheidungen gerne selber.

Als Avira mir in der Free-Version die Werbefenster beim Update einblendete, habe ich das als notwendiges Übel hingenommen. In der Bezahlversion ist das ja nicht der Fall. Hier aber “Sponsored Links” einzubinden (vermutlich mit Provision für Avira) geht ja mal gar nicht.

Das hier ist aber eine ganz andere Nummer. In deren Folge ich sofort und Rückstandslos Avira vom Rechner geworfen habe. Und nicht neu installieren werde, bis mir @askavira schreibt, dass der Quatsch beendet wurde, man einsieht, dass man hier wohl doch _etwas_ über das Ziel hinausgeschossen ist und man sich dafür entschuldigt. Kommt das nicht, ist die Firma für mich bis in alle Ewigkeit unten durch.

 

 

P.S. Glaubt nicht, dass die Deinstallation von Avira auch “Browser Safety” mit entfernt hätte. Im Firefox möchte das entsprechende Plug-in manuell gelöscht werden. Danke für Nichts, liebe Firma Avira. ich bin tief enttäuscht von Euch.

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Es gibt so Tage….

29. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen. Kaffee getrunken? Na, dann kann ja ein Blick in die Zeitung, bzw. das Internet folgen.

Der Justizminister Maas (SPD) schafft defacto mal eben das politische Asyl ab. Ausgerechnet die Form von Asyl, die dringend gebraucht wird, wenn Regierungen gleich wo Amok laufen. Im Fall Maas geht es natürlich um Snowden:

Ich sag mal so, dass was Herr Mass für “schwierig” hält ist letztlich eine Frage des Wollens. Ich konnte noch nicht zur Kenntnis nehmen, dass mal ergebnisoffen oder unter der Prämisse es zu ermöglichen überhaupt ernsthaft geprüft wird. Wenn aber Snowden kein Präzedenzfall ist, was oder wer wäre dann eines? Und sind transnationale Beziehungen so offensichtlich wertvoller als Artikel 1 des Grundgesetzes?

Währenddessen wird in Australien eine riesige Kohlemine genehmigt. Mit “kleinen” Auswirkungen auf die eigentlichen Schätze des Landes:

Wirtschaft geht vor Umweltschutz: Die indische Firma Adani darf in Australien ein gigantisches Bergbau-Projekt umsetzen. Naturschützer sind entsetzt, denn nicht nur ein riesiges Reservoir ist in Gefahr, auch das Great Barrier Reef könnte großen Schaden nehmen.

Aber ich bin sicher, wir brauchen dringed mehr Kohle, die noch mehr CO2 in die Atmosphäre pustet. Und alle die was vom Klimawandel schreien, sind ja eh nur technikfeindliche Idioten. Und so Unwetter, wie sie im Moment fast regelmäßig über uns hereinbrechen, also das hat damit gar nix zu tun:

Wieder starke Gewitter in Nordrhein-Westfalen: Heftiger Regen hat am Montagabend und in der Nacht die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders betroffen war die Region Münster. Dort ist ein Mann in einem überfluteten Keller ertrunken. Aber auch das Ruhrgebiet und Teile des Niederrheins waren betroffen. Für Dienstag gibt es neue Unwetter-Warnungen.

Tja, auf der anderen Seite reiht sich Australien nur in die Linie derer ein, die tun, was getan werden muss. Ganz vorne mit dabei, nicht nur bei der Verfolgung unliebsamer Personen wie Snowden oder Assange ist natürlich auch immer England. Die mal eben fast das ganze Land für Fracking frei geben:

Die Regierung in London hat am Montag die Hälfte der Fläche Großbritanniens für Fracking freigegeben. Dazu gehören „unter bestimmten Umständen“ auch Nationalparks, Naturschutzgebiete und Stätten des Weltkulturerbes. Dafür müssen die Unternehmen allerdings eine „besonders umfassende und detaillierte“ Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass sie die Bedenken der lokalen Bevölkerung ernst nehmen.

Ich bin sicher, die Unternehmen werden die Schranken ganz doll ernst nehmen. Ne Spaß, werden sie natürlich nicht. Denn dafür hat man ja durch “Freihandelsabkommen” und geheime Schiedsgerichte längst eine Schattenjustiz erfunden. Deren Auswüchse, als Vorwarnung für das was TTIP uns tolles bringen wird, kann man gerade in Kanada sehen:

Ein US-Konzern verklagt Kanada wegen eines Fracking-Verbots – auf Basis eines Freihandelsabkommens. Jetzt könnte auch das Abkommen zwischen EU und Kanada scheitern. (…)

Aber nicht nur in den USA, auch in Deutschland dürften die Vorbehalte Gabriels auf Widerstand stoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die deutsche Industrie werben für TTIP, das den Handel vereinfachen und der deutschen Wirtschaft zahlreiche neue Arbeitsplätze bringen soll.

So, ich glaub ich mach das Internet wieder zu und steige von Kaffee um auf Vodka.

Mini DVR gesucht – gibt’s das was ich will wieder nicht?

22. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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For Fun ;-) habe ich heute mal nach Mini-DVR und Dashcams geschaut. Und ich bin ehrlich gesagt überrascht.

Die Geräte, die man in allen möglichen Preisklassen kaufen kann, sind in meinen Augen alle total ungeeignet und doof. Ich meine, wer will sich denn so klobige Dinger ins Fenster hängen? TFT-Display mit 4″? Wozu?

In meiner Vorstellung hätten die Geräte aus einer Optik bestanden, die mit einem DVR im Handschuhfach verbuden sind, also in etwa so wie das hier. Nur halt mit externer Stromversorgung und den üblichen Funktionen. Ggf. noch mit GPS und Beschleunigungssensor.

Wieso gibt es die nicht?

Kann mir doch keiner erzählen, es gäbe keinen Markt dafür…

Also, liebe Leserinnen und Leser: helft mir mal suchen!

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Ebay möchte ein unsicheres Netz?!

17. Mai 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ebay ist ja immer wieder für Überraschungen gut – und wenn ich dann alle Jubeljahre mal wieder dort bin, staune ich oft nicht schlecht. Aktuell sorgt Ebays Verständnis von Sicherheit im Internet bei mir für akutes Kopfschütteln:

Gerade Ebay schreibt sich ja immer auf die Fahne, für Kundensicherheit sorgen zu wollen. Um mich dann im nächsten Moment völlig perplex dastehen zu lassen.

Was ist passiert?

Ich habe auf Ebay einen Gegenstand verkauft und der Käufer hat mir über das Mail-System eine Mail geschickt. Die kann man auf Ebay beantworten, oder einfach via “Reply to” aus dem EMail-Programm heraus. Letzteres habe ich gemacht und dabei ist die Mail, wie alle anderen, standardmäßig mit einer PGP-Signatur(!) versehen worden. Sekunden später:

Betreff: Ihre Nachricht an xxxxx war verschlüsselt und wurde nicht gesendet

Hallo XXXXX,

Um unsere Mitglieder vor Identitätsdiebstahl und unerwünschten E-Mails zu schützen, lassen wir die Verschlüsselung von E-Mails nicht zu. Da Ihre letzte E-Mail an thorsten9023 verschlüsselt war, haben wir sie nicht gesendet.

Bitte entfernen Sie die Verschlüsselung und senden Sie die Nachricht erneut.

Mehr zum Thema verschlüsselte E-Mails erfahren Sie unter http://pages.ebay.de/help/account/email-undelivered.html#encryption

Ganz großes WTF?
Abgesehen davon, dass die EMail nicht verschlüsselt, sondern nur signiert war, möchte Ebay sie nicht versenden? Das ist schon kurios. Aber total merkwürdig ist doch die Begründung, mit dem Verbot verschlüsselter Mails die Empfänger vor Identitätsdiebstahl und Spam schützen zu wollen?

Denn PGP / GnuPG macht bekanntlich ja genau das Gegenteil. Und setzt ja voraus, dass der Empfänger, im Falle der Verschlüsselung, mir seinen Public Key überhaupt erst einmal zur Verfügung stellt.

Tatsächlich dürfte der Grund sein, dass Ebay in die Nachrichten reinschauen können will, die über sein Mailsystem laufen. Über das warum kann man dabei herzlich spekulieren. Aber letztlich ist das nicht wichtig. Wichtig ist die Auswirkung, die ein solches Vorgehen hat. Denn damit mache ich es erstens unnötig schwer, die Integrität von EMails sicher zu stellen. Und zweitens möchte ich nicht wissen, wie viele Menschen die Begründung von Ebay einfach mit einem Kopfnicken hinnehmen, weil sie leider nicht verstehen, was für ein Schwachsinn das ist.

Ganz, ganz böses Foul von Ebay.

ARGH… ich HASSE das!

2. Mai 2014 5 Kommentare
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Ehrlich.

Es gibt Dinge, die sind zum Kotzen. Zum aus der Haut fahren. Zum Ausrasten. Und dabei total vermeidbar.

Liebe Internet-Firmen, glaubt Ihr wirklich, dass das IRGENDWANN auf Wohlwollen oder gar Gefallen bei den Nutzer stoßen wird? Dieses ständige rumexperimentieren, wie Ihr uns Malware auf den Rechner schaufeln könnt?

Ach, das ist keine Malware? Doch das ist sie:

Immer dann, wenn ich ein “Update” oder ein Programm installieren möchte und der Installer versucht, mir ein anderes Programm unter zu jubeln, besonders gerne “Toolbars” oder McAffee oder sonst unnötigen Kram, ist das Malware.

Und als wäre das noch nicht genug, versucht Ihr es jetzt anders: Weil kein Schwein so doof ist, die “Kostenlosen Zusatzprogramm” zu installieren, erwartet Ihr jetzt ernsthaft das ich für das Downloaden von Programmen einen Installer runter lade?

Adobe Flash kommt fast ein Mal pro Woche mit einem Update. Aber nein, ich kann nicht das Update runterladen, sondern muss den beschissenen Installer laden, der dann seinerseits erst das Update laden will? Mit Dreingabe, versteht sich? Und natürlich möchte der Installer auf meinem PC installiert werden, dort machen können was er will und dann soll ich noch die Firewall öffnen?

Und heute will ich von CHIP.de was runterladen. Und was sehe ich? Statt des erwarteten Installers einen beschissenen Downloader, der sich nicht nur installieren will, sondern der auch noch natürlich diverse “Zusatzprogramme” installieren will. Also kotze ich im Strahl und surfe zu Sourceforge, nur um da genau den gleichen Scheiß zu erleben?

Ihr bekloppten Markteing-Manager, die Ihr auf Werbeinnahmen und Klicks hofft: DAS WIRD NICHT  PASSIEREN.

Statt dessen macht Ihr das Netz kaputt und vergrault User wie mich. User die genau ein Programm oder Update haben wollen. Und zwar direkt. Ohne vorher noch ein anderes Programm runterladen zu müssen, dass dann welche Daten auch immer von meinem Rechner ins Netz bläst, eigene Ausnahmen in der Firewall braucht und dann noch  nicht mal nur macht was es soll, sondern auch noch irgendwelchen Dreck auf meinem Rechner abladen will.

So nicht.

 

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Magnetschwebebahnen? Ja bitte – und nicht nur in Japan!

9. April 2014 4 Kommentare
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Um die Magnetschwebebahnen, hier vor allem als Transrapid bekannt, ist es in letzter Zeit still geworden. Und auch hier im Blog muss man bis 2007 zurück gehen, um was zu dem Thema zu finden. Und das ist aus mehreren Gründen sehr bedauerlich.

Ich persönlich bin ein großer Fan der Magnetschwebebahnen. Weil sie rein elektrisch arbeiten, können sie zu 100% mit Ökostrom betrieben werden. Durch Tunnel und Stelzenstrecken wäre der Eingriff in die Landschaft viel geringer als bei normalen Zügen dann natürlich die extremen Geschwindigkeiten, die mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz erreicht werden können.

Das sich in Deutschland niemand traute, eine wirklich geile Trasse anzubieten, z. B. als Y von Hamburg / Berlin über das Ruhrgebiet, den FraPort und dann runter nach München, finde ich extrem schade. Denn gerade auf langen Strecken kann ja ein solcher Zug sein Potential ausspielen. Und stellt Euch mal vor, von Düsseldorf nach Berlin in unter 2h? Und das dann erweitern auf ein Netz für Europa? Nach Madrid, Paris oder Genf in wenigen Stunden?

Deswegen finde ich es auch Geil, dass die Japaner jetzt ernsthaft dabei sind, ihr ohnehin schon geiles Schnellzugnetz um eine Magnetschwebebahn zu ergänzen. Die Technik ist etwas anders als beim Transrapid – das Ergebnis aber das Gleiche:

Der Chūō-Shinkansen soll die Großstädte mit einer 505 km/h schnellen Hochgeschwindigkeitsverbindung miteinander verbinden. Die Fahrtzeit zwischen Tokio und Nagoya (~ 290 Kilometer) soll auf 40 Minuten sowie zwischen Tokio und Osaka (~ 440 Kilometer) auf 67 Minuten verkürzt werden.

Absolut geil! Schon alleine dafür würde ich mal nach Japan reisen!

Wer ein paar Minuten Zeit hat, sollte sich mal den ganzen Artikel durchlesen: Klick!

Sony Vaio SVF1521A7EB

5. April 2014 1 Kommentar
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Falls Ihr mal auf die, in meinen Augen, wenig kluge Idee kommt das o. g. Notebook beim Satan oder so zu erwerben: Selber schuld ;-) Aber um Euch ein wenig Suche zu ersparen, hier ein paar Hinweise, falls Ihr Windows 7 installieren wollt (wird ggf. ergänzt):

  • Ihr könnt, auch bei nur 4 GB RAM ausschließlich die 64Bit-Versionen installieren
  • Ihr müsst im BIOS Secure-Boot deaktivieren und den Boot-Modus von UEFI auf LEGACY umstellen
  • Ihr müsst alle vorhandenen Partitionen löschen, sonst könnt Ihr Win7 nicht aufspielen. Also macht vorher ein Backup aller Partitionen. Achtung: Selbst der USB3.0-Anschluss ist schnarchlahm, mit einer schnellen Platte am USB 3.0 brauchte Acronis für ein komplettes Backup etwas über eine Stunde – ohne Verify. Die Zeit könnt Ihr zum Treiber-Download nutzen:
  • Aktuell liegen die Windows 7, 8 und 8.1-Treiber hier: Klick! (Stand 05.04.2014)
  • Auf der Homepage gibt es nur ein Sony Vaio SVF1521A7E. Das scheint identisch zu sein mit dem dem SVF1521A7EB
  • Die Treiber-Pakete starten ohne jede Info, arbeiten ohne jede Info, beenden sich ohne Info. Erst nach einem Reboot könnt Ihr sehen ob der jeweilige Treiber auch installiert wurde. Die Pakete beenden sich bei den 32Bit-Versionen ebenfalls kommentarlos, installieren dann jedoch keinen Treiber.
  • Der Ethernet-Chip ist nicht von Intel, sondern der Realtek PCI GBE
  • Der WLAN-Chip ist nicht von Intel, sondern der Broadcom 802.11N
  • Die Downloads von der Sony-Seite sind extrem langsam. Daher solltet Ihr einfach alle Treiber auf einmal laden und dann per USB-Stick auf das Notebook bringen. Rechnet eine gute Stunde nur für die Treiber.
  • Das unbekannte Gerät mit dem Namen BCM4342A0 ist das Bluetooth-Modul. Das wird mit dem Paket EP0000307026 installiert. Aber Achtung: Nach dem Start durch Anklicken passiert fast eine halbe Stunde lang nichts, was der User mitbekäme. Nur der Task-Manager verrät, wenn das Update vorbei ist…
  • Die Grafikkarte ist ein Intel-Chip. Installation mit EP0000321488 – das einzige Installer-Paket, bei dem man sieht, was es tut… ;-)
  • Aus mir unbekannten Gründen installiert der Bluetooth-Installer auch gleich DotNet4…
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Sony Vaio + Windows 8 = was für eine Scheisse

5. April 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Was Computer angeht, bin ich ja die Ruhe selbst. Kein Problem, dass sie nicht lösen läßt und oft ist ein Problem auch gar kein Problem. Manchmal aber möchte man die Geräte dann ja doch einfach aus dem Fenster werfen.

Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch. Eigentlich (sic!) wollte ich heute das alte Notebook aus dem Geschäft von Freunden neu aufsetzen – es ist im Laufe der Zeit etwas langsam geworden. Uneigentlich wollten eben jene Freunde  ihren Mitarbeitern was Gutes tun und haben ein neues Sony Vaio gekauft. Leider, leider mit Windows8.

Nachdem ich also schon am Anfang über die Modern-UI erbrochen habe, habe ich ein Backup der Systemplatte gemacht, weil eigentlich Windows 7 auf der Kiste laufen soll. Kann ja nicht so wild sein. Also Boot-CD rein und… “Kann nicht von dem Medium booten”. Hä?

Stellt sich raus, dass im BIOS gut verborgen hinter x Warnungen, dass man auf keinen Fall dahin und was ändern soll, mindestens 3 Einstellungen dafür sorgen, dass man NICHT ein anderes OS installieren kann.

Hat man dann die Probleme so gelöst und die CD gebootet, erfreut einen Windows7 mit der erfrischenden Meldung, dass auf Grund von GPT-Problemen leider auf dieser Festplatte keine Installation möglich sein. What the fuck?

Die Lösung, die Mama Google präsentiert ist, dass man zunächst alle(!) vorhandenen Partitionen löschen muss. Da das natürlich auch die Recovery-Partitionen trifft, musste ich also ein Komplett-Backup machen. Die mitgelieferte USB2.0-Notebook-Festplatte wollte dafür 4h veranschlagen.

Nun gut, ich wollte eh noch eine neue externe USB3.0 haben, also schnell eine gekauft. Tja… und dann stelle ich fest, dass USB3.0 zwar schneller an dem Vaio ist, aber weit weg von dem, was theoretisch möglich ist.

Nur 3 Stunden später schaue ich dann jetzt tatsächlich auf den Installations-Screen von Windows7 Professional. Und ich bin mal gespannt, was für eine Kackscheisse da noch kommt. Microsoft macht es einem verdammt schwer, überhaupt noch ein Argument für Windows zu finden. Abgesehen davon, dass Windows8 Dreck ist, ist es ja wohl eine unglaubliche Unverschämtheit, mittels “Sicherheitseinstellungen” verhindern zu wollen, dass Alternativen installiert werden. Wohl gemerkt auch Alternativen aus dem eigenen Haus.

Fazit?

Eine Teilschuld liegt auch bei Sony, weil die zulassen, dass ihre Hardware so verrammelt wird. Und in Kombination mit dem schwammigen Druckpunkt der Tastatur und dem beschissenen Trackpad kann ich nur eines sagen:

Wer sich ein Sony Vaio mit Windows8 kauft ist selber schuld!

 

Teil 2:

Natürlich funktionieren die XP-Treiber nicht. Natürlich gibt es genau das Notebook nicht auf der Sony-Website. Natürlich ist dann auf der Support-Seite für ein kompatibles ausgerechnet der Treiber für die Netzwerk-Interfaces nicht vorhanden, sondern versteckt sich ganz wo anders. Und dann gibt es alle Treiber nur in 64bit – kein 32bit weit und breit. Mal ganz was anderes: wo ist meine Axt?

 

Teil 3:

Natürlich gibt es KEINE Dokumentation, welche Hardware tatsächlich verbaut ist – damit bloß keiner auf die Idee kommt, andere Treiber zu installieren? Ich brech gleich ins Essen. Gut, dass es bei Intel ein Download-Paket für Sysadmins gibt – das probiere ich jetzt mal, weil das eigentlich 32bit-Treiber für alle Netzwerkinterfaces hat. Falls das nicht klappt, muss ich gleich noch eine 64bit-Lizenz besorgen :-(

Geiler Scheiss: FireChat

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Das könnte das nächste große Ding werden – und es war so naheliegend:

Schon lange frage ich mich, warum eigentlich niemand eine App raus schmeißt, mit der man einfach mal gucken kann, wer im gleichen Bus / Zug oder sonst was ist – um dann mit ihm zu chatten. Oder ihr. Und jetzt ist es soweit:

FireChat für iOS macht genau das.

Im Grunde ein ganz simpler Chatclient, nutzt FireChat die neuen Multipeer-Funktionen von iOS 7. Das bedeutet, dass es im Nahbereich via WLAN oder Bluetooth Verbindungen zu anderen iOS-Geräten aufbauen kann. So in etwa wie die neue Nahübertragungsfunktionen. Und so kann man nicht nur via Internet mit irgendwem chatten – sondern eben ganz gezielt schauen, wer in der Nähe und online ist. Die Funktionen sind derzeit noch rudimentär, die Idee aber so einfach wie gut…

Das birgt natürlich ein paar Risiken, bei denen man hoffen muss, dass die Entwickler sie im Auge behalten. Im Grunde aber ist es einfach geiler Scheiss. Braucht kein Mensch, macht aber Spaß und wird bestimmt ein ziemlich großes Ding werden.

Oh und btw: die Software ist Kostenlos im Moment.

 

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