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Das vergessene Rennen und die Sache mit den Bremsen
Liebe Coca Cola, mach doch mal die Duracell!
Eine Überschrift die ziemlich krank klingt, aber einen ernsten Hintergrund hat.
Denn wer kennt das nicht: Mehr…
Folgt Vodafone der Telekom?
Die Telekom schreit danach, verlassen zu werden…
1&1 fing damit an, “Flatrate-Internet” zu bieten wie am Handy: Mit Drosselung bei einem gewissen Volumen. Man konnte 5€ im Monat sparen, wenn man dafür bereit war, ab 100GB Datenvolumen nur noch mit 1MBit zu surfen. Die Telekom macht es nach und wie immer schlimmer:
Die Stromlüge
Gut im Gedächtnis sind noch die Warnungen der Energiewirtschaft, dass die Energiewende und der Ausstieg aus der Atomenergie die Versorgungssicherheit in Deutschland gefährden könnte.
Von Ausfällen der Stromversorgung bis zum Untergang der Zivilisation schien kein Szenario zu absurd, den Menschen Angst zu machen. Doch wie sieht die Realität aus?
Die Realität sieht so aus, dass wir in 2012 fast vier Mal (!) so viel Strom noch exportieren konnten, wie in 2011 – also nicht selbst verwenden mussten und mit Gewinn ans Ausland abgaben:
Deutschland hat trotz der Stilllegung von acht Atomkraftwerken im vergangenen Jahr so viel Strom ins Ausland exportiert wie zuletzt vor fünf Jahren. Der Überschuss war mit 22,8 Terawattstunden (TWh) fast viermal so hoch wie noch im Jahr 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.
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Störerhaftung: Wie Schwarz-Gelb tickt
Nachdem etliche Gesetze und Verodnungen der Schwarz-Gelben Bundesregierung immer wieder höchstrichterlich gekippt werden, scheint die Bundesregierung eine Lektion gelernt zu haben.
Wenn auch die Falsche.
Denn wie man heute dem Spiegel entnehmen kann, sieht die Bundesregierung zwar rechtliche Unsicherheiten bei der Störerhaftung. Beheben will man die aber nicht, hier soll sich gefälligst jemand bis zum Bundesverfassungsgericht durchklagen.
Das muss man sich mal vorstellen: Eine Regierung die weiß, dass sie ihre Bürger in eine Zwickmühle bringt und dann erwartet, dass ein Gericht ihr die Arbeit abnimmt.
Kann man sich gar nicht ausdenken…
Gut für die Telekom. Schlecht für uns.
Die Telekom steigt bei FON ein.
Was erstmal gut klingt, ist in Wahrheit eine Hiobsbotschaft für uns. Und zwar weil:
FON stellt Geräte zur Verfügung, mit denen man zwei WLAN aufbaut: Ein Privates mit Verschlüsselung und ein Öffentliches ohne. Mitsurfen konnte jeder, der bei FON angemeldet war, also entweder Zahlende oder halt FONeros.
Das stieß natürlich in Deutschland auf wenig Gegenliebe, drohte es doch die Flatrate-Modelle zu unterminieren, deren Kalkulation darauf basiert, das kaum ein DSL-Anschluss wirklich 24/7 in Betrieb ist. 1&1 klagte schließlich sogar erfolgreich gegen FON.
Jetzt, viel später als von mir erwartet, steigt die Telekom bei FON ein. Das geht sogar so weit, dass die neuen Telekom-Router mit FON daher kommen.
Aus Sicht der Telekom ist das klug: Um die Nutzer kümmert sich FON und die Telekom entlastet damit einerseits das Mobilfunknetz erheblich und breitet andererseits ihren Versorgungsbereich weiter aus. Zudem wird viel Netzlast aus dem Mobilfunk auf die Kabelgebundenen verlagert. Das reduziert die Ausbaunotwendigkeit und spart bares Geld.
Problematisch ist, dass die Telekom die weite Verbreitung ihrer DSL-Anschlüsse und die Kooperation mit FON nutzt, um ein de facto Monopol zu errichten. An Banhöfen, in Zügen und bald schon in vielen Straßenzügen ist WLAN damit fest in der Hand eines Telekommunikationsanbieters – der auch nach eigenem gut dünken die Regeln bestimmt.
Aus Sicht von FON ist die Kooperation ebenfalls gut, denn so schafft man Rechtssicherheit und eine höhere Verbreitung. Es ist meiner Meinung nach dann allerdings nur eine Frage der Zeit, bis FON in die Telekom integriert wird, denn warum sollte die Telekom hier die Kontrolle nicht vollständig in der Hand haben?
Für Deutschland ist das ein denkbar schlechtes Zeichen, wenn wir neben den Big Playern mit ihren unverschämten “Flat-Rate”-UMTS und 4G-Angeboten jetzt auch die Telekom den WLAN-Bereich dominiert.
Monopole sind nie gut und alturistische Motive kann man bei der Telekom wohl getrost verneinen. Also geht es wie immer ums Geld verdienen. Und hier kommen neben den Einsparungen in der eigenen Infrastruktur natürlich auch noch die Erarbeitung neuer Geschäftsmodell in Betracht. Zum Beispiel LBS-Dienste, weil ich den Standpunkt eines Handys im Bereich von WLAN auf Grund der niedrigen Reichweite besser bestimmen kann, als in einer Funkzelle – ganz ohne App, die den Nutzer fragt. Stellt Euch vor, Ihr geht bei Karstadt durch die Tür, Euer Handy bucht Euch ins Karstadt-WLAN (das frei erfunden ist und nur als Beispiel dienst) und die Telekom beamt Euch per SMS oder Joyn die neusten Angebote auf Euer Handy.
Zudem gehört das Internet nicht in eine zentrale Hand. Um so weniger Player die Zugänge kontrollieren, um so schwerer wird es werden, das Internet neutral zu halten. Und um so weniger wird es möglich sein, auch mal unbeobachtet zu kommunizieren – denn bei FON müsst Ihr ja angemeldet sein und die Daten sind der Telekom dann auch bekannt.
Mir graust vor der Kooperation mit FON und ich werde meine FON-Hotspots abmelden.
Erstaunt bin ich aber, dass das so lange gedauert hat…
Wirklich schlimm ist aber…
dass die Telekom hier die Störerhaftung nutzt, die es normalen WLAN-Router-Besitzern nahezu unmöglich macht, von sich aus und ohne kommerzielle Interessen ihr WLAN zu teilen. Oder anders gesagt: Die Bundesregierung mit ihrem Unwillen die Störerhaftung zu beseitigen, schafft der Telekom hier einen Markt.
Die krude Logik des BKA
Man kann diskutieren, ob “Das Internet” öffentlicher oder privater Raum ist. Dabei ist die Diskussion müßig. Denn selbst im “echten Leben” verschwindet die Grenze zwischen öffentlich und privat zunehmend:
Früher hätte man gesagt: Was in den eigenen 4 Wänden geschiet ist privat, was draussen passiert ist öffentlich. Durch den massiven Einsatz von Handys wird aber zum Beispiel aus der privaten Veranstaltung Telefonieren eine semi-öffentliche: Einstmals als 1:1-Kommunikation gedacht, ist es heute 1:n, wenn die Leute in der Bahn mithören. Ich telefoniere öffentlich und doch privat.
Und wenn ich Freunden draußen was erzähle? Dann bekommen andere das möglicher Weise mit, aber es ist dennoch eher privat und ich würde nicht annehmen, dass jemand sich notiert, wann ich mit wem über was gesprochen habe.
Im Internet ist das angeblich ganz anders, obwohl es doch fast gleich ist:
Schreibe ich etwas hier im Blog ist es öffentlich, jeder kann es lesen, tatsächlich tun das aber nur Freunde, Bekannte und Suchmaschinen-Opfer. Das ist für mich öffentlich. Verschließe ich Artikel mit Kenntworten, die nur die Zielgruppe kennt, dann ist das schon eher privat. Und wenn ich eine eMail schreibe, ist es komplett privat. An anderer Stelle müßte man sehr fein unterscheiden: Wann z. B. ist ein IRC-Chat privat und wann öffentlich?
Ich hab mal gelernt, öffentlich ist wenn etwas einer nicht bestimmbaren Menge Menschen zugägng gemacht wird. Gilt das in einem Chatraum mit einer bekannten Anzahl Teilnehmer? Und wie gilt das bei einem Handytelefonat, dem alle möglichen Leute zu hören?
Es ist also nicht mehr so leicht zu sagen, was öffentlich und was privat ist. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass die Leute halt nur zu Hause telefonieren sollen und eMail ausreicht. Aber das ist ewig gestrig und verschließt die Augen vor dem technisch-kulturellem Wandel, dem wir immer während ausgesetzt sind.
Es braucht also andere Ansätze. Einer davon ist Anonymität: Ich kann ungezwungen im “öffentlichen Raum” telefonieren. Weil die umstehenden Passanten zwar Wort- und Gesprächsfetzen mitbekommen, diese aber nicht bekannten Personen zuordnen können, sind die Inhalte dennoch “verschlüsselt” und ergeben nur für die Gesprächspartner einen Sinn.
Weiterhin braucht es ein unbeobachtetes Environment: Ebenso wie ich mich zu Hause unbeobachtet fühlen können sollte, muss es möglich sein im öffentlichen Raum Menschen zu treffen und mit ihnen zu interagieren, ohne das davon Notiz genommen wird.
Stellt Euch mal vor, Ihr trefft Freunde in einer Bar und der Wirt notiert, wer sich da mit wem wann wie lange getroffen hat. Das käme ich Euch mehr als spanisch vor, oder? Und die Schwelle zum Mikro, dass Eure Gespräche aufzeichnet ist gar keine wirkliche Schwelle mehr.
Was im “echten Leben” abstrus wirkt, ist für das BKA im immer noch nicht verstandenen Internet normal. Aus Sicht des BKA rührt das wohl daher, dass jeder irgendwie verdächtig ist. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man dort den Menschen die sich online bewegen, jede Privatsphäre abspricht:
“Wer im Internet ist, hat den Privatraum verlassen und befindet sich quasi im öffentlichen Raum.”
Die Äußerung des BKA-Vizechefs ist radikal, er stellt die Gültigkeit von Grundrechten im Netz in Frage. Das BKA bestätigt auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE den Wortlaut. Wie viele sogenannte Post-Privacy-Aktivisten ist Maurer der Ansicht, man solle grundsätzlich jede Aktivität im Netz als öffentlich betrachten.
…
Ermittler könnten viel leichter Beweise sichern, Verdächtige belauschen und ihre Rechner ausspähen, sollten Onlineaktivitäten tatsächlich einmal grundsätzlich als öffentliches Handeln gelten.
Man muss mal versuchen, dass auf das wirkliche Leben zu übertragen: Weil Ihr im öffentlichen Raum telefoniert, darf man Euer Telefon abhören. Weil Ihr in einer Kneipe redet, darf man Euch belauschen und Eure Gläser zur Sicherung der Fingerabdrücke nutzen.
Das was dahinter steht ist das Modell, in dem jeder Mensch verdächtig ist und es keine unschuldigen Menschen mehr gibt. Und das wiederum ist ein Zeichen dafür, wie schnell sich die Spirale dreht in der sich Deutschland von einer freiheitlichen Grundordnung in Richtung eines Systems bewegt, dass Anleihen aus totalitären Polizeistaaten zeigt.
Und was mir hier am meisten fehlt sind Politiker die sich hin stellen und sagen: so nicht!
Denn auch das Internet ist ein normaler Kommunikationsraum wie die Straße. Und wer dort jede Privatheit abschafft, schafft sie auch auf der Straße ab. Wer gegen Anonymität im Internet ist, ist auch gegen Anonymität bei Demonstrationen. Und all das sind Bestrebungen, die Deutschland nicht würdig sind.
Dynamos, der ADFC und das Kopfschütteln
In den vergangenen Tagen habe ich ab und an daran gedacht, mir mal den ADFC näher anzusehen – für Touren ist eine professionelle Unterstützung bestimmt nicht verkehrt und mal schauen, was die sonst noch bieten.
Das ist jetzt irgendwie… nicht mehr so aktuell. Grund dafür sind die Ausführungen von Herr Rommelspacher eben auf WDR 2 zum Thema: Dynamopflicht bei Rädern soll abgeschafft werden.
Dort erklärte er sinngemäß folgendes in umgekehrter Reihenfolge:
- Akkuleuchten taugen nichts, weil man die Akkus regelmäßig laden muss und er bei seinen Kindern (oder seinem Kind?) sieht, dass das nicht gut geht.
- Die Akkulaufzeit beträgt nur wenige Stunden.
- Als Standlicht reicht ein Kondensator, der das Licht beim Stillstand des Dynamo für 1 bis 2 Minuten am Laufen hält.
- Akkuleuchten kommen nicht an die Leuchtkraft von Dynamolampen heran.
Srsly, Herr Rommelspacher? In welchem Jahrhundert leben denn Sie?
- Schon als Kind hatte ich am Rennrad nur Akkuleuchten, die ich Abends ans Ladegerät gehängt habe und morgens wieder in die Schultasche geschmissen habe. In der übrigens auch ein Satz Ersatzakkus nicht weiter aufgefallen ist. Das ist eine Frage der Erziehung und der Vermittlung, wenn das bei Ihrem Kind nicht klappt, liegt das an ihnen.
- Die Akkulaufzeit von Lampen liegt zwischen 90 Minuten und etlichen Stunden. Wer genau ist denn bitte in der Dunkelheit länger als 2 oder 3 Stunden unterwegs? Davon abgesehen gibt es erstens Ersatzbatterien und zweitens geniale Lösungen wie die ICS-Lampen, von denen ich eine als “Notfalllampe” im Sattel habe, falls mir wirklich mal die Akkus leer laufen.
- Ein Standlicht das 60 bis 120 Sekunden leuchtet ist nett. Ein Licht, dass auch weiterleuchtet, wenn man mit seinem Bike schon mehrere Minuten neben der Straße (oder schlimmer auf ihr!) liegt ist besser. Und warum soll ich mich mit 2 Minuten zufrieden geben, wenn ich meine Batterielampe einfach durchlaufen lassen kann?
- Das letzte Argument ist das schärfste: Etliche Batterielampen sind zu hell(!) für den Straßenverkehr und auch mehrere Modi (nennen wir sie mal Abblendliche und Fernlicht) sind heute usus. Wenn mir der Herr vom ADFC wirklich weiß machen will, seine Dynamo-Funzel sei heller als die Lampen mit denen z. B. Mountainbiker Wälder ausleuchten, dann hat er keine Ahnung wovon er redet.
Im Fazit bin ich enttäuscht vom ADFC angesichts solcher überholter Weltbiler. Und von WDR2, unwiedersprochen nur diesen “Experten” zu Wort kommen zu lassen.
In welchem Web wollt Ihr leben?
Im Moment entspannt sich im Internet eine Diskussion, die ich für längst überfällig halte: Es geht dabei um die Frage, wie das Internet eigentlich geschaffen ist und wie es geschaffen sein sollte.
Weniger technisch als organisatorisch betrachtet ist es so, dass sich im Internet ein Trend entwickelt hat, der die eigentliche Idee kontakariert. Die Rede ist natürlich (unter anderem) von Facebook, also Informationsgebilden die in sich geschlossen sind und zweierlei Probleme erzeugen. Das erste Problem ist, dass Inhalte nur noch schlecht kontextuell vernetzt werden und suchbar sind, weil die einzig relevante Dimension die Zeit ist. Das zweite Problem ist, dass außen stehenden Dritten der Zugang zu Informationen oft nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich ist.
Mitte Dezember hat sich Anil Dash in einem sehr interessanten Blogbeitrag kurz damit beschäftigt und die Frage aufgeworfen “What Did I Miss?”. Einen Antwortansatz findet man im gleichen Blog einige Tage später, besser ist meiner Meinung nach aber dann von Ende Dezember die Betrachtung von Spreeblick.
Dort schreibt Johnny Häusler in “2013: Das Web zurückerobern“, dass das Problem auch in den geänderten Verhaltensmutern der Informationsanbietern, vulgo Blogger, zu suchen ist. Schrieben viele früher einen Blogbeitrag um einen Link, wird dieser Link jetzt mit wenigen Zeichen Zusatz auf Twitter hingerülpst. Diskussionen finden dann auf G+ oder Facebook statt und geraten schnell in Vergessenheit.
Wie recht er damit den Nerv der Zeit trifft, zeigt sich zum einen in den Kommentaren zu dem Artikel, aber auch in den Artikeln die in der Folge entstanden sind, wie zum Beispiel “Vernetzung ist Arbeit” von HerrLarbig. Diese, ich nenne sie mal Replik auf den Beitrag von Haeusler beschäftigt sich mit dem Aspekt, dass eben Facebook und G+ eine unmittelbare Rückmeldung zu Artikeln geben, eine “instant gratification”. Und außerdem das Leben sehr viel einfacher machen, weil die Pflege von tatsächlichen Netzwerken quasi entfällt.
Der Blog Caipi zeigt dann sehr anschaulich wie sich das auswirkt: In dem Beitrag “Facebook, Twitter und das verwaiste Blog” ist beschrieben, wie immer weniger Text im eigenen Blog steht und immer mehr statt dessen in Richtung geschlossener “sozialer” Netze abwandert. Die Folgen davon beschreibt dann “Die Freiheit, die wir verschenken“, im Blog von kbojens. Dort wird dann auch ein interessanter Vergleich zu früher gezogen, zur Zeit von Usenet und Co.
Denn damals – und früher war manches wirklich besser – war Information eben tatsächlich in sozialen Netzen allen zugängig. Das trifft vor allem das Usenet, dass ich nach wie vor für die absolute Königsklasse der sozialen Netze halte. Und auch heute sind dort noch die Dinge von vor x Jahren problemlos zu suchen und zu finden. Auch ohne bei Facebook angemeldet zu sein.
Dieses bei Facebook angemeldet zu sein ist übrigens eine Seuche, die auch in den verlinkten Artikeln mehrfach erwähnt wird. Wie mit vermeintlichem “Single Sign On” mehr und mehr Systeme an Facebook angedockt werden.
Und das bringt mich zum Ende dieses Blogbeitrags, nämlich einem Zitat aus einem Beitrag den ich hier im Mai 2012 geschrieben habe:
Das Internet braucht wieder mehr Websites, Blogs, Newsgroups, Foren und Chats. Und weniger zentral Strukturen.
Und Ihr müsst langsam mal anfangen, an die Post-Facebook-Ära zu denken…
Dieser Punkt ist mir in der bisherigen Diskussion zu kurz gekommen:
Wenn ich meinen Blog dicht mache, sind ein paar tausend Beiträge eines einzelnen Bloggers weg. Macht mein Hoster zu, sind die Inhalte von ein paar tausend Kunden weg, was schon viel schlimmer wäre. Aber was passiert, wenn Facebook dereinst das MySpace macht? Google G+ wie schon andere “Innovationen” wegen Erfolglosigkeit abschaltet? Die URL-Shortener nicht mehr finanziert werden? Dann hat das Netz etwas, was eigentlich gar nicht möglich sein dürfte: Einen Gedächtnisverlust erheblichen Ausmaßes.
Von daher schließe ich mich gerne dem an, was all die verlinkten Artikel im Grunde gemeinsam fordern: Publiziert wieder mehr auf eigenen Plattformen, diversifiziert die Plattformen und vor allem: Macht Informationen durch aktives Verlinken (und ja, das ist aufwändiger als “Like” zu klicken) maschinensuchbar und redundant.
Oder anders: Überlegt Euch einfach, in welchem Web Ihr leben wollt. Im umzäunten Facebook mit eingeschränkten Möglichkeiten, oder in der grenzenlosen Freiheit der Information und Kommunikation, die uns das Internet eigentlich geschenkt hat…
Neues Spielzeug :-)
Wenn man viel im Winter mit dem Rad unterwegs ist, sucht man sich Möglichkeiten aufzufallen. Rucksack in Neonfarben ist schon gut. Gute Fahrradlampen sind noch besser.
Und deswegen habe ich jetzt mal was neues ans Rad geschraubt:
Das Rücklicht hat 4 helle LED, die man in Dauerlicht und verschiedenen Blinkmodi schalten kann. Die Besonderheit aber sind die zwei “Lanemarker” Laser-LED, die diesen schönen Rahmen um das Rad zaubern. Ich bin überrascht, wie gut die auf dem Handyfoto trotz Blitz zu sehen sind und bin mal gespannt, wie die sich in der Praxis schlagen – so von wegen Haltbarkeit, Betriebsausdauer der Batterien und so.
Aber erster Eindruck: Perfekt für den Nerd in mir
DeepPacketInspection bei der Telekom / T-Mobil?
Folgende Mail habe ich soeben an den Geschäftskundenservice der Telekom geschickt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Nachfrage mit einer damit verbundenen Theorie und bitte Sie um Beantwortung:
Seit einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass bestimmte Applikationen wie WhatzApp ein interessantes Verhalten aufweisen: Während ich mich in meinem “Freikontingent” bewege, kann ich neben Texten auch Bilddateien über den Internet-Dienst WhatzApp übertragen.
Sobald jedoch die SMS kam, dass meine Volumengrenze erreicht sei und ich auf Edge/GPRS herunter gesetzt werde, können jedoch keine Bilddateien, nur noch Text übertragen werden. Mit dem nächsten Monats Ersten ist das “Problem” verschwunden.
Nach der Herabsetzung der Internetgeschwindigkeit kann ich allerdings weiter per WLAN oder über ein externes UMTS-Modem Bilddateien versenden.
Auch spielt es für die Applikation keine Rolle, wenn ich (noch während ich in meinem UMTS-Volumen bin) die Geschwindigkeit händisch auf EDGE reduziere, indem ich UMTS ausschalte.
Dieses “Problem” ist mir erstmalig Ende des ersten Quartals 2012 aufgefallen, als ich neben einem dienstlichen einen weiteren privaten Vertrag abgeschlossen habe. Das Verhalten tritt auf
- bei einem Privatkunden-Complete-Vertrag und
- bei meinem Geschäftskunden-Complete-Vertrag.Es scheint für mich sehr wahrscheinlich, dass hier ein Eingriff seitens des Telekomnetzes erfolgt. Es wäre auch logisch, da Sie seit Ende Februar / Anfang März versuchen einen eigenen Dienst einzuführen:
http://www.stern.de/digital/telefon/vodafone-und-telekom-starten-sms-nachfolger-joyn-der-kampf-gegen-whatsapp-1887338.html
Ich bitte Sie mir ehrliche Antwort auf zwei Fragen zu geben:
- ist es von Ihrer Seite (netzseitig) so gesteuert, dass bestimmte Datenübertragungen nach dem Erreichen der UMTS-Volumengrenze unterbunden werden?- wenn ja, welche Technik verwenden Sie dafür, da nach meiner Meinung nach lediglich DeepPacketspection geeignet wäre, die entsprechenden Datenpakete zu erkennen und zu filtern.
Ich weise Sie darauf hin, dass ich diese Anfrage, als auch Ihre Antwort ganz oder in Teilen auf meinem Weblog veröffentliche.
Mit freundlichen Grüssen,
Hat einer von Euch die gleichen oder ähnliche Erfahrungen?
Fotografieren kann man lernen
Was der eine oder die andere weiß: Ich gebe ja gelegentlich auch mal Fotokurse. Unter anderem für das Katholische Bildungsforum Wesel.
Und da sind für den Einsteigerkurs “Gelungene Fotos mit der Spiegelreflexkamera“ noch einige weniger Plätze für den Januar-Termin frei! Wer also für sich Bedarf hat die Grundlagen im Umgang mit digitalen Spiegelreflexkameras zu lernen oder wer jemanden in der näheren Umgebung damit beschenken möchte: Ich würd mich beeilen
Weitere Infos: Klick!

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