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Archiv für die Kategorie ‘gelesen’

Ich weiß ja nicht…

18. Dezember 2014 Keine Kommentare
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Im Stern ist ein recht interessanter Artikel über eine “Selbsterfahrung” einer Journalisten zum Thema PEGIDA. Mir persönlich viel zu öberflächig wird hier so getan, als wären die meisten Leute dort Spinner. Ich meine, das sind sie vermutlich auch  – aber daraus wächst ja erst recht eine erhebliche Bedrohung.

Was mich allerdings zugegebenermaßen irritiert hat war der kurze Dialog der wiedergegeben wird zu der Frage, ob die Journalistin im Stern lügt oder nicht. Natürlich nicht, sagt sie. Wenn aber der Anspruch des Sterns Integrität und Ehrlichkeit ist, dann sollte man vielleicht im Rahmen der eigenen Corporate Governance die Info auch das Marketing weitergeben.

Denn sonst passiert so etwas: Eine Journalistin bemüht sich um Glaubwürdigkeit. Und die geschalteten Banner strafen ihr Bemühen Lüge:

Screenshot Stern am 18.12.2014 gegen 12: 15 Uhr, Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/pegida-demo-in-dresden-was-eine-reporterin-erlebte-2160572.html

Screenshot Stern am 18.12.2014 gegen 12: 15 Uhr, Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/pegida-demo-in-dresden-was-eine-reporterin-erlebte-2160572.html

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Weihnachtsbuchempfehlung: Stanislav Lemm – Sterntagebücher

17. Dezember 2014 1 Kommentar
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Falls jemand von Euch noch einen Geschenktipp sucht – oder für sich selbst spannendes Lesefutter:

Ich habe gerade die Lemmschen “Sterntagebücher” durch und ärgere mich, nicht viel früher meine Nase darein gesteckt zu haben. Sci-Fi und Gesellschaftskritik auf höchstem Niveau und echt sein Geld wert! :-) Auf Amazon derzeit für 10€ zu haben, einfach das Bild anklicken :-)

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Und ja, das ist ein Affiliate-Link. Ich bekomme also von Amazon ca. 1 Cent, falls Ihr das Buch kauft ;-)

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The Martian

5. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich lese (höre) recht viele Bücher und genieße lange Geschichten, die mich in meine Phantasie entführen. Ab und an lese ich Bücher schneller, ab und an langsamer. Manche Bücher lese ich in einem Rutsch und manche Bücher würde ich gerne in einem Rutsch lesen.

The Martian ist definitiv eines der Bücher die ich verschlungen habe – und immer wenn ich die Geschichte unterbrechen musste, hab ich mich unwohl gefühlt und wollte wissen, wie es weiter geht. Dabei ist es doch eigentlich nur eine Robinson Cruso meets Mars – Story, die Andy Weir da zu Papier gebracht hat.

Eine, die eigentlich auf dem Weg zum Ende nicht mal wirkliche Überraschungen gebracht hat.

Was den Reiz ausmacht ist, dass Weir es schafft die Geschichte realistisch wirken zu lassen. Alles was er beschreibt, kann man sich als in wenigen Jahren möglich vorstellen. Dazu schafft er es herrlich die psychische Ausnahmesituation, in der sich sein Protagonist befindet, heraus zu arbeten.

Alles in allem ist das Buch wenig aufregend – dafür aber erstaunlich fesselnd. Und wer für die kommenden langen Abende Lesefutter zusammensucht: Unbedingt mit auf die Liste!

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Weihnachten 1984

25. Dezember 2013 Kommentare ausgeschaltet
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In seiner viel beachteten Weihnachtsansprache, spricht Edward Snowden davon, dass die Kinder von heute keinen unbeobachteten Moment mehr haben werden:

Aber ist es wirklich so schlimm? Mehr…

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Enders Game als Sehbuch

18. Dezember 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Als ich heute mal meine Kinoliste 2013 erstellt habe, ist mir was aufgefallen: Meine Enttäuschung über den Film “Enders Game”.

Und wo ich Euch gerade im Stapel Bücher empfehle: Warum nicht auch das? Genau, es gibt keinen Grund.

Denn das Buch “Enders Spiel” (so auf Deutsch) ist richtig lesenswert und kurzweilig. Vor allem aber hat die Geschichte eine sehr tiefe und ausgeprägte Komplexität über Verantwortung, Schuld, Kindheit und das Erwachsen werden. Also eigentlich alles, was im Film zu kurz gekommen ist – gleichwohl die Bilder fantastisch waren.

Übrigens ist Enders Game auch wieder Teil einer Serie, von der ich persönlich aber sagen würde, dass die folgenden Bücher einfach nicht an Enders Game heran reichen. Muss man aber auch nicht lesen, Enders Game allein ist schon eine schöne Geschichte mit befriedigendem Ende.

(Ach und falls jemand nicht weiß, was ein Sehbuch ist: Das ist das hier.)

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“Divergent” oder auch: “Die Bestimmung”

18. Dezember 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Vorige Tage im Kino war ich doch sehr erfreut, als ich einen unerwarteten Trailer sah:

Der Film basiert auf dem ersten Buch, Divergent,  der Triologie von Veronica Roth, die ich ruck zuck verschlungen habe. Naja, eigentlich bin ich noch dabei, weil das dritte Buch gibt es noch nicht so lange.

Wer es nicht auf Englisch lesen möchte, kann natürlich auch auf Deutsch zuschlagen.  Und auf jeden Fall sollten das all die machen, denen “Hunger Games” gefallen hat. Euch wird mit Sicherheit auch diese Triologie gefallen. Und dann können wir ja zusammen auf den Film warten :-)

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Tribute von Panem – The Hunger Games

18. Dezember 2013 1 Kommentar
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Dieses Jahr läuft im Kino der zweite Teil von “Die Tribute von Panem“, einer auf den drei Büchern basierenden Reihe von 4 Filmen. Wieso genau muss im Moment eigentlich das letzte Buch immer in zwei Filme… ach egal ;-)

Die Filme sind toll gemacht – sie haben nur einen Haken:

Auch wenn sich die Geschichte nah an den Büchern hält, setzt sie den Fokus falsch. Das fällt vor allem in der Arena in “Catching Fire” auf. Denn die nimmt – zu recht – einen wesentlich wichtigeren Teil der Geschichte im Buch ein, als das im Film der Fall ist.

Wer auch immer die Filme schaute und mochte – oder einfach nur guten Lesestoff sucht, dem empfehle ich daher dringend die Bücher zu lesen. Ich habe sie damals auf Englisch gelesen, aber inzwischen sind auch alle auf Deutsch erhältlich – und genau das richtige für lange Winterabende.

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Je mehr Wald wir vernichten…

22. Oktober 2013 Kommentare ausgeschaltet
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In der NRZ und der Rheinischen Post ist heute morgen ein sehr bissiger, aber treffender Kommentar zur Politik in Voerde:

Aus dieser Entwicklung können nun die Vertreter der CDU, FDP und auch Teile der SPD messerscharf schließen: „Je mehr Wald wir vernichten, umso besser geht es den Menschen???“

Diesen Zusammenhang haben mindestens die Ratsherren Hülser (CDU) und Benninghoff (FDP) erkannt, wenn sie sagen: „Zu viel Wald ist schädlich !!!!“

Den ganzen Artikel gibt es hier: Klick!

Pines/Psychose und The Eleventh Plague: Lesen für Spaß

31. März 2013 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bin ja schon seit ich ein Kind bin eine Leseratte.

Dabei begegnen mir immer wieder Bücher, die mich so in ihren Bann ziehen, dass mir das Weglegen schwer fällt. In der letzten Woche hatte ich gleich zwei Bücher davon in der Hand:

Psychose (Pines) (Amazon, 9,99€):

Das Buch Psychose handelt von Ethan Burke, einem Agenten des Secret Service. Ethan wird nach Pines geschickt um das Verschwinden von zwei Kollegen zu klären. Das Buch beginnt damit, dass er nach einem Unfall zunächst ohne Gedächtnis in  den Wäldern von Pines aufwacht.

Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch, dass Blake Crouch, der Autor, es ziemlich lange schafft, mich an der Nase herum zu führen. Sein Erzählstil macht schnell deutlich, dass etwas nicht stimmt und was nicht stimmt. Die Zeitlinie. Aber warum und was es damit sich auf hat,  bleibt ziemlich lange verborgen. Das Ende ist dann relativ überraschend, auch wenn man im letzten Viertel des Buches mit der Nase drauf gestoßen wird, was kommt. Und dann steht da noch die alles entscheidende Frage, die Ethan sich selbst beantworten muss.

Das Buch ist garantiert in naher Zukunft Vorlage für einen Film.

Und es ist richtig, richtig gut!

The Eleventh Plague (Amazon, 13,99€):

Ich mag Endzeit, ich mag Zombies, ich mag überhaupt wenn die Welt nur noch aus Ruinen besteht und wenige Menschen entweder darum kämpfen zu überleben oder die Zivilisation aufzubauen. The Eleventh Plague hat außer Zombies eine Menge davon.

Wobei… das was mich das Buch an einem Tag hat durchlesen lassen ist, dass es eigentlich komplett anders ist. Natürlich steht der Protagonist und sein (Über-)-Leben im Vordergrund, aber tatsächlich handelt das Buch von den ureigensten menschlichen Eigenschaften.

Man kann dem Autor Jeff Hirsch vorwerfen an manchen Stellen nicht so tief in die Geschichte um Stephen einzudringen, wie man sich wünschen würde. Auf der anderen Seite macht es das Buch aber schnell lesbar. Und am Ende hat man ein gutes Gefühl – auch wenn das Ende vielleicht weniger Happy End ist, als es zunächst scheinen mag.

 

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Die Boulevarisierung der WAZ?

15. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Ich hatte mich ja erst kürzlich hier über die Art der Berichterstattung auf derWesten aufgeregt – dem Onlineportal der WAZ-Gruppe.

Heute wieder so ein toller Artikel. Fett und rot steht dort in der Headline:

71-Jährige lag fünf Jahre tot in ihrer Messie-Wohnung in Hagen

An der Stelle möchte man den Redakteur schütteln möchte. Wohl weislich steht der Autor deswegen vermutlich auch nicht dabei ;-)

Aber mal im Ernst, lieber derWesten:

Ist es nicht schlimm genug, dass ein Mensch einsam in seiner Wohnung sterben muss, offensichtlich überfordert vom Leben und von niemandem in 5 Jahren vermisst? Muss man dann noch einen drauf legen und von einem “versuchten Einbruch” schwadronieren, der vielleicht wegen der Messie-Eigenschaften nicht vollzogen wurde?

Ich muss an “Das Bo” denken mit ihrem Hit ” ‘türlich, ‘türlich (sicher, Digger)” von Anno Tobak. Wir tauschen dann mal Bass gegen Blut, dann passt es wieder…

Lieber derWesten, wie wäre es mit mitfühlendem Journalismus, kritischer Betrachtung der Gesellschaft und Politik, mit investigativem Journalismus wie im Trinkwasserskandal? Statt solcher “Bild”-Typischer Artikel voller Vermutungen und Blut triefender Headlines?

Und in einem tragischen Fall wie dem in Hagen könnte man sich ja mal auf das gesellschaftliche Problem stürzen, dass immer mehr Menschen verarmen und vereinsamen läßt. Statt einer toten Omi noch eine Messi-Wohnung mit Ekelfaktor anzuhängen. Google “Schamgefühl”.

Ich mein ja nur…

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11/22/63

18. Dezember 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Der Winter ist traditionell die Zeit der Bücher und Weihnachten werden gerne und viel Bücher verschenkt. Von daher möchte ich Euch 11/22/63 von Stephen King ans Herz legen:

Es ist ein typisches King-Buch und nur wer mehr als ES gelesen hat wird wissen, dass King-Bücher nicht aus Monstern per se zu bestehen haben. Vielmehr bettet Stephen King eine wirklich schöne Geschichte um zeitlose Liebe in den Kontext des JFK-Attentats – und erzählt parallel eine Geschichte über die Möglichkeiten die Zeit zu beeinflußen.

Natürlich ist 11/22/63 keine Dokumentation der tatsächlichen Ereignisse. Wenn man aber dem Nachwort glauben darf, ist King hier eine fast perfekte Symbiose aus Fakt und Fantasy gelungen, die wahre Orte und Personen in seine erfundene Geschichte einbettet.

Die deutsche Version “der Anschlag” ist leider noch nicht draußen, kann aber beim großen Fluss vorbestellt werden. Ist dann allerdings, dank Buchpreisbindung, auch gleich erheblich teurer…

Persönlich fand ich 11/22/63 übrigens extrem gut, quasi 10 von 10 Punkten. Was man daran merkt, dass es mir im Verlauf des Lesens immer schwerer gefallen ist, das Buch bei Seite zu legen. Und ich es bei jeder Gelegenheit die sich bot wieder zur Hand genommen habe…

Der letzte Weltkrieg

9. November 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Kann man ein gutes Zombie-Buch schreiben?

Ich meine, ein richtig gutes Buch? Und wenn ja, wie macht man das? Leben Zombiegeschichten nicht auch von den Bildern? Max Brooks beweist: Man kann. Ziemlich gut sogar.

Vor einigen Tagen habe ich bei Amazon World War Z: An Oral History of the Zombie War gekauft.

Brooks lässt das Buch als Sammlung von Interviews mit Augenzeugen aus dem zivilen und militärischem Umfeld daher kommen. Diese Zeugen beschreiben, wie sie Ausbruch, Pandemie und Zurückdrängung einer “Zombie-Seuche” erlebt haben. Dabei gelingt es ihm, den Schreibstil genug zu variieren um die verschiedenen Personen zu erfahren – aber konsequent seinen Stil beizubahelten.

Die einzelnen Erzählepisoden sind kurz genug für Bahnfahrten und andere “Überbrückungszeiträume”, der Lesefluss ist aber auch gut genug, um am Stück zu lesen…

Wer also ein preiswertes Buch für zwischendurch sucht, das auch noch spannend geschrieben ist, der ist hier richtig.  Und wer nicht lesen will, der wartet einfach auf den Film mit Brad Pitt ;-)

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Unschuldsvermutung? Wer will die schon…

31. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Wir leben in einem Staat, in dem man mittlerweile schon vor sich selbst geschützt werden muss. Anders kann ich mir die Aufdrucke auf Zigaretten-Schachteln “Rauchen kann tödlich sein” nicht erklären. Der Nanny-Staat.

Und wir leben in einem Staat, in dem wir auch gar nichts anderes sein sollen, als gut behütet und auf keinen Fall mündig. Wo kämen wir denn auch da hin.

Und langsam gewöhnen wir uns auch daran. Wie wir uns daran gewöhnen, dass wir nicht mehr warten, bis man uns was konkretes vorwirft und beweist. Vielmehr gehen wir schon proaktiv dazu über, immer und überall unsere Systemkonformität zu beweisen. Damit niemand auf die Idee kommt, wir würden aufmucken…

Armes Deutschland…

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@derwesten: tut das nicht weh?

11. Dezember 2010 1 Kommentar
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Eigentlich wollte ich noch einen zweiten Teil der Fahrkarten-Nummer bloggen. Das kam nämlich noch irrer, als es eh schon war ;-)

Aber das mache ich wohl erst später am Abend. Bis dahin bitte ich Euch über einen kleinen “Schnitzer” nachzudenken, den sich das Portal “der Westen” gestern geleistet hat:

Wie allgemein bekannt wird gerade von Anonymous ein DDoS-Angriff gegen Dienste von Amazon, Mastercard, Visa, PayPal und andere gefahren. Also gegen all jene, die sich gegen Wikileaks gestellt haben.

DDoS ist die Abkürzung für Distributed Denial of Service. Distributed meint verteilt.

Hier will man durch den Einsatz massenhafter Computer die Bandbreite und die Ressourcen der Angegriffenen lahm legen. Verteilt ist dabei das Zauberwort, denn um die Infrastruktur so großer Unternehmen überhaupt anzukratzen, sind auch die schnellsten heute verfügbaren Breitbandanbindungen nicht ausreichend – es sei denn, man bündelt sie.

Und was schreibt derWesten über eine Festnahme in Holland in dem Zusammenhang?

Der junge Mann sei vermutlich Mitglied einer größeren Gruppe von Hackern, die über das Internet Unternehmen angegriffen haben, die sich von Wikileaks distanziert haben.

Und ich frag mal so:

Tut das nicht weh?

Krieg im Datenland

8. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet
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Udo Vetter hat im Lawblog unter der Überschrift “Kriegsgerät Serverplatz” einen der meiner Meinung nach besten Beiträge zu der Wikileaks-Diskussion veröffentlicht:

Das ist kein Aufruf, in den Krieg zu ziehen. Aber auch keine Warnung davor.