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Archiv für die Kategorie ‘1984’

Unbeobachtete Mails?

8. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Nein.

Doch.

Ohhhh!

Google (und MSN und so weiter) scannen also Mails. Nach Kinderpornographie. Jemand überrascht? Wirklich? Wie doof seid Ihr denn!

Mal im Ernst, Google hat schon mal geäußert, man könne doch Mails scannen, um passgenau Werbung zu platzieren. Ihr erinnert Euch? Und darf ich Euch auch daran erinnern, dass eMails wie Postkarten sind, wenn Ihr sie nicht verschlüsselt?

Natürlich werden Mails durchsucht. Und wenn schon nach Pornos, dann bestimmt auch nach Terrorismus. Vielleicht nach Drogen. Oder Verkehrssündern. Macht Euch nix vor, die Büchse der Pandorra ist längst offen und nur Kleinkinder und Idioten dürfen glauben, es wäre nicht so.

Im konkreten Fall hält sich mein Bedauern in Grenzen: Wer illegales per Mail verteilt und zu doof ist, PGP zu nutzen, der hat es verdient erwischt zu werden – völlig losgelöst vom Vorwurf und Delikt. Aber es freut mich, dass jetzt langsam auch die Presse wach wird. Zwar stellt man nur zaghaft die Frage nach dem Datenschutz – denn wer würde schon mit dem Datenschutz den Missbrauch von Kindern verdecken wollen. Aber die Fragen kommen. Und vielleicht kommen irgendwann auch die richtigen Fragen, nämlich danach wie leicht man sich schützen kann.

Und das kann man. Zum Beispiel über den Einsatz von TrueCrypt + Thunderbird + Enigmail.

Und natürlich habt Ihr recht: in einer perfekten Welt sollte es nicht notwendig sein, Rechner und Mails zu verschlüsseln – vor allem dann nicht, wenn man sich nichts zu schulden kommen läßt. Wir leben aber nicht in einer perfekten, sondern ziemlich kaputten Welt, die einer Orwellschen Dystopie schon fast  zum Verwechseln ähnlich ist. Und in dieser seid Ihr gezwungen, die letzten privaten Freiräume zu verteidigen. Also macht das!

(Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mit dem Terrorismus-Kinderporno-Argument auch Festplattenverschlüsselung und Mailverschlüsselung unter Strafe gestellt werden. Oder andere Länder dem Beispiel Englands folgen und Knast ermöglichen, wenn man sich weigert seine Kennwörter heraus zu geben. NOCH aber ist es nicht so weit. Also kriegt den Arsch hoch!)

Es gibt so Tage….

29. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen. Kaffee getrunken? Na, dann kann ja ein Blick in die Zeitung, bzw. das Internet folgen.

Der Justizminister Maas (SPD) schafft defacto mal eben das politische Asyl ab. Ausgerechnet die Form von Asyl, die dringend gebraucht wird, wenn Regierungen gleich wo Amok laufen. Im Fall Maas geht es natürlich um Snowden:

Ich sag mal so, dass was Herr Mass für “schwierig” hält ist letztlich eine Frage des Wollens. Ich konnte noch nicht zur Kenntnis nehmen, dass mal ergebnisoffen oder unter der Prämisse es zu ermöglichen überhaupt ernsthaft geprüft wird. Wenn aber Snowden kein Präzedenzfall ist, was oder wer wäre dann eines? Und sind transnationale Beziehungen so offensichtlich wertvoller als Artikel 1 des Grundgesetzes?

Währenddessen wird in Australien eine riesige Kohlemine genehmigt. Mit “kleinen” Auswirkungen auf die eigentlichen Schätze des Landes:

Wirtschaft geht vor Umweltschutz: Die indische Firma Adani darf in Australien ein gigantisches Bergbau-Projekt umsetzen. Naturschützer sind entsetzt, denn nicht nur ein riesiges Reservoir ist in Gefahr, auch das Great Barrier Reef könnte großen Schaden nehmen.

Aber ich bin sicher, wir brauchen dringed mehr Kohle, die noch mehr CO2 in die Atmosphäre pustet. Und alle die was vom Klimawandel schreien, sind ja eh nur technikfeindliche Idioten. Und so Unwetter, wie sie im Moment fast regelmäßig über uns hereinbrechen, also das hat damit gar nix zu tun:

Wieder starke Gewitter in Nordrhein-Westfalen: Heftiger Regen hat am Montagabend und in der Nacht die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders betroffen war die Region Münster. Dort ist ein Mann in einem überfluteten Keller ertrunken. Aber auch das Ruhrgebiet und Teile des Niederrheins waren betroffen. Für Dienstag gibt es neue Unwetter-Warnungen.

Tja, auf der anderen Seite reiht sich Australien nur in die Linie derer ein, die tun, was getan werden muss. Ganz vorne mit dabei, nicht nur bei der Verfolgung unliebsamer Personen wie Snowden oder Assange ist natürlich auch immer England. Die mal eben fast das ganze Land für Fracking frei geben:

Die Regierung in London hat am Montag die Hälfte der Fläche Großbritanniens für Fracking freigegeben. Dazu gehören „unter bestimmten Umständen“ auch Nationalparks, Naturschutzgebiete und Stätten des Weltkulturerbes. Dafür müssen die Unternehmen allerdings eine „besonders umfassende und detaillierte“ Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass sie die Bedenken der lokalen Bevölkerung ernst nehmen.

Ich bin sicher, die Unternehmen werden die Schranken ganz doll ernst nehmen. Ne Spaß, werden sie natürlich nicht. Denn dafür hat man ja durch “Freihandelsabkommen” und geheime Schiedsgerichte längst eine Schattenjustiz erfunden. Deren Auswüchse, als Vorwarnung für das was TTIP uns tolles bringen wird, kann man gerade in Kanada sehen:

Ein US-Konzern verklagt Kanada wegen eines Fracking-Verbots – auf Basis eines Freihandelsabkommens. Jetzt könnte auch das Abkommen zwischen EU und Kanada scheitern. (…)

Aber nicht nur in den USA, auch in Deutschland dürften die Vorbehalte Gabriels auf Widerstand stoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die deutsche Industrie werben für TTIP, das den Handel vereinfachen und der deutschen Wirtschaft zahlreiche neue Arbeitsplätze bringen soll.

So, ich glaub ich mach das Internet wieder zu und steige von Kaffee um auf Vodka.

Ist unsere Regierung noch regierungsfähig?

15. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die Frage muss man stellen.

Denn die Geschichte der NSA und verbündeter Dienste macht immer deutlicher, dass unsere Regierung längst nicht mehr die Fäden in der Hand hält. Das sieht man nicht nur daran, dass die jetzt enttarnten zwei(!) Agenten nur die Spitze des Eisbergs sein dürften.

Auch der Fall Snowden macht klar, dass unsere Regierung völlig hilflos ist. Wenig überraschend versucht man alles, um Snowden nicht nach Deutschland zu holen und bloß nicht mehr zu erfahren, als unbedingt nötig. Dabei ist völlig klar, dass bei Veröffentlichungen im Ausland in aller Regel ein “auch in Deutschland” folgt.

Das dürfte auch für die jüngsten Enthüllungen gelten.

Und im Falle der  beiden Spione?

Da sah wohl selbst die Bundesregierung die Notwendigkeit, wenigstens symbolisch zu handeln und einen Geheimdienstkoordinator des Landes zu verweisen. Aber offensichtlich ist der Einfluss der amerikanischen Regierung aud die Deutsche so groß, dass man uns mit ausgestrecktem Mittelfinger ein lautes F U zuruft. Und gar nicht daran denkt, sich an irgendwelche Regeln zu halten.

Es wird m. M. n. immer deutlicher, dass die Regierung nicht nur kein Interesse an der Aufklärung des NSA- (und GHCQ/BND-)Skandals hat. Sondern schlicht Angst davor, dass mit einer Aufklärung auch sichtbar wird, dass man sich dem gar nicht verwehren kann.

Was soll man über eine Regierung denken, die äußerlich demokratisch legitimiert zu sein scheint, nach innen aber wohl komplett fremdgesteuert durch eine andere Regierung zu sein scheint?

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(M)(K)ein Trip in die USA

3. Juli 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Eigentlich würde ich ja gerne in die USA reisen. Vor allem mal zum Grand Canyon. Aber auch andere Ecken des Landes haben es mir angetan.

Allerdings habe ich schon seit Jahren das Gefühl, dass man mich nicht oder nur nach besonders gründlicher Überprüfung überhaupt ins Land lassen würde.
Im Zuge der NSA-Affäre wuchs dieses Gefühl immer weiter an. Seit heute ist es aber wohl als Fakt anzusehen. Denn sowohl Heise, als auch di berichten heute darüber, wie schnell man für die USA zu einem Terroristen wird.
Demnach genügt es, im Internet zum Beispiel nach der Verschlüsselungssoftware TOR zu suchen.
Hurra.
Das Problem ist jetzt, dass mein Rechner sich erst mal per VPN ins Internet einwählt. Damit bin ich wohl schon Extremist Light. Denn nur wer was zu verbergen hat, verschlüsselt. Allerdings rennt auf meinem Router auch ein TOR-Node. Und damit bin ich wohl von Extremist Light zu Extremist aufgestiegen.
Denn selbstverständlich betreibe ich den Node nicht um den Menschen zu helfen privates privat zu halten. Und auch nicht um den Menschen in Regiemen mit einer starken Kontrolle des Internets die Möglichkeit zu geben, ohne Gefahr für Leib und Leben zu kommunizieren.
Nein. Wer einen TOR-Node betreibt und nicht nur nach TOR sucht, der muss ein ganz schlimmer sein und nur extremes im Sinn haben. Ein echter Extremist halt.
Oh man. Was für eine kranke Welt.
P.S.  Wo auf der nach Oben offenen Extremistenskala lande ich eigentlich wenn raus kommt, dass meine Rechner mit TrueCrypt verschlüsselt sind?
P.P.S oh und PGP nützlich ja auch noch. Das Äquivalent zur schmutzigen Bombe?
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So so, der Verfassungsschutz liest also Briefe? Na, da bin ich aber erstaunt. Nicht.

5. Juni 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Manche Nachrichten sind irgendwie nur auf den ersten Blick Nachrichten oder gar Überraschend. So berichtet Heise heute, dass auf Anfrage der Linkspartei herausgekommen ist, dass der Thüringer Verfassungsschutz die Post mitliest:

 Eine Landtagsabgeordnete in Thüringen hat durch eine Kleine Anfrage erfahren, dass der Verfassungsschutz des Landes heimlich Briefe öffnet, offenbar auch in Poststellen. Wozu das geschehe, könne man aber nicht preisgeben.

Der eigentliche Skandal ist natürlich, dass man sein eigenes Handeln nicht rechtfertigen will. *geheimnisvolles Geräusch einfügen* Das ist Geheim und das darf man aus Sicherheitsgründen niemandem sagen. Und natürlich braucht das kein Mensch zu glauben. Der einzige wahre Grund für die Geheimniskrämerei ist vermutlich, dass sonst aufkippen würde, dass man die Post durchschnüffelt, weil man es kann. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber ist irgendwer überrascht davon?

Ich meine, es kann doch niemand der bei Verstand ist, glauben das nur in der ehemaligen DDR die Post mitgelesen wurde. Und das die Geheimdienste und Sicherheitsbehörden unserer Republik sich ernsthaft nur auf elektronische Kommunikation beschränken? Denn die ist ja noch gar nicht so alt und das Mitlesen von Briefen wird früher das Standardinstrument zur Informationsbesorgung gewesen sein.

Interessant ist aber die Frage, warum bei all den aufgedeckten Ereignissen noch immer keine Konsequenzen folgen. Offensichtlich macht sich Regierung unter Merkel nicht einmal Sorgen, dass es Konsequenzen geben müsste. Man hält in Berlin die Füße still und hat Erfolg damit.

Und das ist unser eigentliches Problem.

Wenn eine transparente Telekom Angst macht

5. Mai 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die Telekom hat jetzt eine Transparenz-Offenive gestartet und veröffentlicht erstmals die Zahlen zu Anfragen der Sicherheitsbehörden. Und man muss sich vergegenwärtigen, dass die Telekom ja nur ein Provider für Telefonie und Internet ist:

Für 2013 bedeutet das:

Die nachfolgende Übersicht weist für den Betrachtungszeitraum 2013 die von staatlichen Stellen gegenüber der Telekom angeordneten Anschlussüberwachungen sowie die beauskunfteten Verkehrsdatensätze, Teilnehmerbestandsdaten und IP-Adressen aus:

  • Anschlussüberwachungen 49.796
  • Verkehrsdatensätze 436.331
  • Teilnehmerbestandsdaten 28.162
  • IP-Adressinhaberdaten 946.641

Alleine, dass nur die Telekom schon fast 50.000 Anschlüsse überwacht hat ist unglaublich. Aber auch die Zahl der IP-Adressinhaberdaten ist absolut Schwindel erreigend. Die Telekom definiert diesen Wert so:

Im Rahmen der zivilgerichtlichen Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen wurden in insgesamt 946.641 Fällen die Inhaber von IP-Adressen auf Basis von § 101 UrhG beauskunftet. Die Beantwortung dieser Anfragen nimmt die bei Telekom zuständigen Bereiche in besonderem Maße in Anspruch. Mangels gesetzlicher Verpflichtung findet eine weitergehende Speicherung der beauskunfteten Teilnehmerdaten nicht statt.

Das bedeutet, dass in fast einer Million Fälle ohne jeden Beweis einer Schuld Daten ermittelt wurden – ohne das der Betroffene es jemals erfährt. Wegen… Urheberrecht.

Ich finde die Zahlen der Telekom sprechen für sich und ich will gar nicht versuchen die hoch zu rechnen auf die anderen Service-Anbieter. Mir reichen allein die Zahlen um zu sehen, dass nicht nur die NSA ein Problem ist. Sondern auch die Regelungs- und Überwachungswut unserer eigenen Regierung. Und in deren Windschatten der “Rechteverwerter”.

[Sponsored] Erdogan sperrt Twitter – CyberGhost hilft aus mit weiteren 10.000 Gratis-Premium-Lizenzen

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich benutze ja seit geraumer Zeit Cyberghost als VPN-Anbieter. Und das scheint auch eine moralisch richtige Entscheidung gewesen zu sein:

Nur drei Tage nach Bekanntgabe der Unternehmensspende von 10.000 1-Jahres-Premiumabonements für türkische Bürger stockt CyberGhost auf 20.000 Lizenzen auf

Bukarest, 21. März 2014

Mit der Sperrung des sozialen Netzwerks Twitter eskaliert der türkische Regierungschef Erdogan weiter die angespannte Lage in der Türkei. Als Reaktion auf die nicht enden wollenden Proteste im Land gegen die jüngsten Websperren und Zensurbestrebungen zog der wegen Korruptionsverdacht in Misskredit geratene Ministerpräsident kurzerhand den Stecker und vollzog damit den letzten Schritt zu einem national begrenzten ‚Internet Light‘.

Um den türkischen Bürgern in dieser Zeit beizustehen, startete der VPN-Provider CyberGhost VPN vor wenigen Tagen eine direkte Unterstützerkampagne. Unter dem Motto ‚Internet ist Freiheit‘ spendete das Unternehmen 10.000 Lizenzen im Wert von knapp 150.000 Euro für individuelle einjährige VPN-Zugänge, mit denen sich die staatliche Zensur sowie die jetzige Twitter-Sperren als auch gewollt herbeigeführte technische Einschränkungen umgehen lassen. Wegen der gewaltigen Nachfrage und als Antwort auf den jüngsten Coup des türkischen Ministerpräsidenten, legt das Unternehmen jetzt nach und erweitert die Spende um weitere 10.000 Lizenzen, gefolgt von einer geplanten Solidaritätskampagne im Verlauf der nächsten Woche.

Interessierte türkische Bürger können eine Mailadresse auf der Website http://internetisfreedom.com/tr hinterlassen und erhalten anschließend eine kostenfreie Aktivierungsnummer für ein einjähriges VPN-Abonnement.

Über CyberGhost S.R.L.

Gegründet 2011 in Bukarest, Rumänien, ist CyberGhost S.R.L. einer der bekanntesten VPN-Anbieter in Deutschland und West-Europa.

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 20 Mitarbeiter und besteht aus einem deutsch/rumänischen Entwicklerteam sowie einer Gruppe hochmotivierter junger IT-Experten im Hauptquartier in Bukarest. Außerordentlich erfahren im Bereich Internet-Anonymität und bestrebt, mit Gleichgesinnten zusammen zu arbeiten, leistet das Unternehmen ferner einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Bürgerrechten, einer freien Gesellschaft und einer unzensierten Internetkultur.

Über CyberGhost VPN

CyberGhost VPN stellt eine mit 256 Bit AES verschlüsselte Verbindung zum CyberGhost-Netzwerk her. Dort wird die online sichtbare und eindeutig identifizierbare IP-Adresse des Internetnutzers maskiert und durch eine unverfängliche ersetzt. Der Windows-Client ist sehr einfach und schnell einzurichten und verfügt über eine intuitiv bedienbare Oberfläche. Ebenfalls erhältlich sind eine iOS-App und die Unterstützung der nativen Protokolle PPTP, L2TP/IPSec und OpenVPN. In Kürze erscheinen außerdem ein Mac- und ein Android-Client.

Mir ist klar, dass das Werbung für das Unternehmen ist. Aber in dem Fall stelle ich mal den Zweck über die Wahl der Mittel.

In dem Zusammenhang bitte ich Euch übrigens auch dringend, TOR-Nodes aufzumachen, um die Bandbreite im TOR-Netzwerk zu erhöhen!

Warum eMails eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung brauchen

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Natürlich habt Ihr nix zu verbergen. Warum solltet Ihr Eure Mails verschlüsseln!

Oder habt Ihr doch was zu verbergen? Ich mein, wenn Ihr echt nix zu verbergen habt, dann schreibt doch mal Eure Zugangsdaten, ich schau dann mal nach. Ach doch nicht? Dachte ich mir.

Das es aber noch andere Gründe geben kann, seine Mails zu verschlüsseln, zeigt Microsoft. Ja, richtig gelesen, es geht ausnahmsweise mal nicht um die NSA. Denn auf Heise kann man lesen:

Microsoft hat auf der Suche nach einem Informationsleck die E-Mails eines Bloggers im hauseigenen Dienst Hotmail durchsucht.

Und machen wir uns nix vor: Jedes Unternehmen, auf dessen Servern unsere Mails liegen, kann das tun. Und jeder Admin der Server kann das machen, wenn er Lust darauf hat. Dagegen hilft auch nicht die aktuell von T-Online und United Internet beworbene “Verschlüsselung” des Transportweges. Ist ja nett, wenn die Mails auf dem Weg zum Server verschlüsselt werden, prinzipbedingt liegen sie dort dann allerdings unverschlüsselt rum.

Um daher den Inhalt von Mails vor neugierigen Augen zu schützen, gibt es nur eine Möglichkeit: Verschlüsseln

Natürlich geht das mit minimalem Aufwand einher. Aber das ist nicht mehr Aufwand als die bewußte Entscheidung, einen Brief in einen Umschlag zu stecken und keine Postkarte zu versenden.

Also Leute, kriegt bitte ENDLICH Eure Ärsche hoch und fangt an, Mails mit PGP/GnuPG zu verschlüsseln! Ich helfe Euch auch gerne dabei!

 

Wenn die Zeitung den Puls und Hals anschwellen lässt…

11. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Heute ist wieder einer dieser Tage.

Da schlage ich die Zeitung auf lese in einem einzigen Artikel gleich zwei Punkte, die mich echt wütend machen können. Die Rheinische Post schreibt, leider nur hinter Paywall:

Düsseldorf In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der über 60-jährigen Tatverdächtigen in NRW um 8,9 Prozent angestiegen – im vergangenen Jahr wurden 31 196 kriminelle Senioren ermittelt. Das geht aus der Kriminalstatistik für 2013 hervor, die NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gestern vorgestellt hat. Die Zahl der Senioren, die Opfer von Straftaten wurden, stieg seit 2004 sogar um 31 Prozent an. Ursache für den Trend ist offenbar der demografische Wandel.

Ursache ist der demografische Wandel? So als wären mehr alte Menschen mit mehr kriminellen alten Menschen gleich zu setzen? Reden wir hier nicht über die Generation, die noch versucht hat uns Werte zu vermitteln? Wäre es, auch im Sinne einer Berichterstattung, mal nicht sinnvoll, nicht einfach nur die PR aus dem Ministerium zu drucken? Sondern mal Fragen zu stellen wie: “Hat das vielleicht was mit um sich greifender Altersarmut zu tun?”

Und dann im gleichen Artikel:

Sorge bereitet den Ermittlern auch der Anstieg der Computer-Kriminalität. Bei der Kinderpornografie stieg die Fallzahl um fast 15 Prozent auf 1578 an. Wegen der fehlenden Vorratsdatenspeicherung sei Deutschland möglicherweise zu einem Rückzugsraum für die Täter geworden, hieß es. Dem Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamts gelang 2013 ein spektakulärer Schlag. Dabei wurde ein Junge in den USA aus den Händen eines Peinigers befreit.

Also…

der einzige(?) Erfolg eines ganzen Kompetenzzentrums soll die Befreiung eines Jungen in den USA sein? Und deswegen ist Deutschland Rückzugsraum und das wegen der fehlenden Vorratsdatenspeicherung? Ich hab ja schon viel Unsinn gelesen, aber hier gilt ja nur noch: Hallo, Mc Fly, jemand zu Hause?

Liebe Rheinische Post, was Ihr hier macht, kann man nur noch mit Kopfschütteln quittieren. Ihr lasst Euch vor den politischen Karren spannen, mit dem unsere Freiheit im Namen einer nicht echten “Sicherheit” abgebaut wird und hinterfragt das nicht einmal im Ansatz?

Ich bin ich?

25. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die heutige Aufregung rund um die Veröffentlichung von Snowden bezieht sich auf die “psychologische Kriegsführung”. Dabei geht es vor allem um die Schädigung der Online-Reputation von Menschen:

Um seine These zu untermauern, führt Greenwald Informationen aus neuen und bereits veröffentlichten Dokumenten zusammen. So gehe aus einer Folie hervor, dass der britische Geheimdienst GCHQ gezielt “Honey traps” einsetzt, um jemanden zu bestimmten Seiten zu lotsen. Um eine “Person zu diskreditieren” (so der Titel der Folie), könnte außerdem deren Foto bei einem sozialen Netzwerk geändert oder ein Blogeintrag veröffentlicht werden, der von einem angeblichen Opfer stammt. Falsche beziehungsweise rufschädigende Informationen könnten auch direkt an “Kollegen, Nachbarn, Freunde etc.” gemailt werden. Solche und ähnliche Taktiken werden in internen Informationsdokumenten des Geheimdiensts aufgelistet.

Das ist an sich keine neue Erkenntnis. Gerne werden ja schon mal Twitter-Accounts gekapert oder jemand “hackt” eines anderen Facebook-Account, um in dessen Namen zu schreien “I am gay!!!”

Aber auch in ernsteren Situationen ist das nicht so fern liegend, wie man vielleicht denken möchte. So kann man bei der aktuellen Diskussion über Erdogan auch durchaus die Frage stellen, welchen Wert  neutrale Anreden haben:

“Bist du zu Hause, Sohn?”, fragt die Stimme eines älteren Mannes auf Türkisch.

“Ja, Vater”, antwortet die jünger klingende Stimme.

Das Problem ist, dass unser gesamtes Kommunikationsnetz solchen Attacken fast schutzlos ausgeliefert ist. Es ist denkbar leicht, ein solches Telefonat zu fingieren und dann zu veröffentlichen. Noch leichter ist es Mails unter einem fremden Namen zu versenden und mit den richtigen Mitteln kann ich quasi alle Formen der Online-Kommunikation stören.

Gegenwehrmaßnahmen gibt es wenige und deren Effektivität ist nur durch den Aufwand begrenzt, den man zum Brechen braucht. So kann ich z. B. E-Mails mit PGP/GnuPG signieren. Das schützt aber nicht davor, dass jemand sich dann des private key bemächtigt und über einen Keylogger der Passphrase.

Allerdings ist offensichtlich, dass es schon ein ganz anderes Kaliber ist, ob ich nur den Absender einer Mail fälsche, oder dafür auch noch Dateien “klauen” und Software-Trojaner oder fingierte Hardware brauche.

Bei anderen Medien sieht es noch düsterer aus: Wenn ich die Möglichkeit habe, mich in die Kommunikation mit Facebook und Co einzuklinken,  habe ich nahezu keine Hindernisse zu überwinden, um nicht nur authentisch aussehende Posts abzusetzen – sondern auch gleich den eigentlichen Nutzer wirksam auszusperren. Bin ich eine Behörde, ist mir das sogar noch leichter.

Und auch Blogs: Ich könnte hier unter jeden Beitrag beliebige Namen setzen. Dummerweise kann aber jemand der Zugriff auf meine WordPress-Datenbank bekommen kann – und das sind eben nicht nur böse Hacker – im Grunde hier alles machen, was er will. Von der Bild- über die Textmanipulation. Ein wirksamer Schutz dagegen ist nicht bekannt – klar, ich könnte alle Beiträge digital signieren, aber stellt Euch mal den Aufwand bei mir vor und dann bei Euch um die Signatur zu prüfen.

Wobei doch gerade das mal eine pfiffige Idee wäre: PGP/GnuPG-Integration in den WordPress, die dem Leser ermöglicht mit dem Public-Key gegenzuprüfen…

Aber ich schweife ab.

Mein Fazit aus den aktuellen Snwoden-Geschehnissen ist eine Umkehr meines Lebensmottos. Eigentlich fordere ich immer, Menschen offen gegenüber zu treten und nicht alle gleich finsterer Absichten zu verdächtigen. Denn, so meine Behauptung: Die Menschen sind im Grunde gut.

Leider scheinen aber die Systeme die wir geschaffen haben, von Grund auf böse. Auch wenn ihre Intention vielleicht mal gut war. Von daher kann man eigentlich nur sagen:

Seid wachsam. Seid kritisch.

Und vor allem: hinterfragt!

Hinterfragen kann man übrigens persönlich immer noch am Besten.

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Die EU macht mich sprachlos. Vor Entsetzen.

13. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Die Idee einer freien, demokratischen und rechtstaatlichen EU ist eine Idee, die ich liebe. Ich finde die Vorstellung einfach toll. Zumindest in der Theorie.

Denn im Moment kommen so viele Einschläge, dass ich gar nicht weiß, was ich dazu sagen soll:

  • Die EU erdreistet sich, über die Schweiz zu urteilen? Ausgerechnet die EU, die mit Frontex, Satelitten und bewaffneten Einheiten versucht, jeden “Eindringling” in die Festung Europa abzuwehren? Ausgerechnet die EU?  Oh und nur damit da kein Missverständnis aufkommt: Ratet mal welches Land deutlich weniger Einwanderer hat, dafür aber mehr Probleme mit Fremdenfeindlichkeit? Und sich durch ziemlich gleiche Regeln versuch abzuschotten? Genau, Deutschland.
  • Deutschland bringt uns zu Merkel und das bringt zu zu Gen-Mais: Obwohl der absolute Großteil der Europäer Gentech in der Nahrung ablehnt, öffnet die EU den amerikanischen Gen-Tech-Konzernen Tür und Tor. Ein Vorgeschmack auf das, was mit den “Freihandelsabkommen” noch kommt?

Schon die beiden Beispiele finde ich persönlich schlimm. Vollends entsetzt bin ich aber, wenn ich lesen muss, dass die EU sich nicht im Stande sieht, Snowden zu schützen:

Und nun? Nichts. Kein Asyl für Snowden, keine Schutzgarantien, wahrscheinlich auch keine Anhörung im Europaparlament oder im Bundestag. Im Abschlussbericht des Europaparlaments zur NSA-Affäre wird Snowden nicht einmal mehr erwähnt.

Nach der EU-Kommission ist auch das Europaparlament eingeknickt. Statt der Unabhängigkeitserklärung lieferte die EU eine Ergebenheitsadresse.

Das verursacht eine so tiefe und nachhaltige Übelkeit, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich Europa gegenüber Europa-Kritikern überhaupt noch vertreten soll. Und im Schatten dessen wird immer klarer, wie intensiv die europäischen Geheimdienste verwickelt sind und wie mit Lügen und Taschenspielertricks die Freiheitsrechte eines jeden Menschen in der EU immer weiter kastriert werden.

Helft mir mal: Was soll ich sagen, wenn jemand sagt, dass die EU nicht mehr das ist, was wir uns mal vorgestellt haben? Soll ich sagen “ja stimmt”? Ist die EU wirklich nicht mehr mehr, als der verlängerte Arm der amerikanischen Allmachtsphantasie und ein von Lobbyisten durchtränktes Wirtschaftsförderungssystem, in dem Menschen, Menschenrechte und Menschenleben nur noch Dispositionsmasse sind?

WhatzApp: Jetzt warnt auch die WAZ

13. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Erst hier, dann im Mainstream:

Ich finde es ja immer erfreulich, wenn sich andere meiner Meinung anschließen. Heute ist es derWesten, der eindringlich vor WhatzApp warnt:

Eigentlich ist sie doch bequem, gut und günstig – die „WhatsApp!“. Eine kostenlose Kurznachricht über ein internetfähiges Handy wird an eine Einzelperson oder in eine Gruppe geschickt. Klingt verlockend! Aber was viele nicht wissen: Man könnte meinen, dass man mit dieser App eine „Super-Wanze“ mit sich herumtrage. „WhatsApp“ habe extreme Sicherheitsmängel.

Wenig überraschend kommt der befragte Experte zum gleichen Ergebnis wie ich. Das kann am Vornamen liegen ;-)

Es gibt eine App einer Schweizer Firma, die „Threema“ heißt. Man kauft die App für eine geringe Einmalzahlung. „Threema“ ist eine Kurznachrichten-App, bei der alle Nachrichten von Gerät zu Gerät verschlüsselt übertragen werden. Mit einer Verschlüsselung hat niemand anderes außer Absender und Empfänger die Möglichkeit, den Inhalt der Nachrichten zu lesen. Selbst der Serverbetreiber hat keine Möglichkeit, die Nachrichten zu entschlüsseln.

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Warum kann keiner diese Irren stoppen?

10. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Gerade erregt ein Tweet von Stefan Körner, aka Sekor, meine Aufmerksamkeit:

Meine Spontane Antwort war:

Und das möchte ich gerne erklären: Es ist nämlich so, dass wir uns nur deshalb überwachen und gängeln lassen, weil wir es zulassen. Ja ehrlich, wir sind aktiv daran beteiligt, dass sich die Gesellschaft so entwickelt, wie sie es tut. Und zwar in dem wir die Macht in den Händen derer lassen, die sie missbrauchen.

Denn machen wir uns nix vor, zahlenmäßig wären wir in der Lage was zu verändern. Das verlangt allerdings mehr als auf eine Demo zu gehen oder sich kurz aufzuregen und dann wieder RTL einzuschalten. Es würde verlangen, in die Politik zu gehen. Und die fängt in der Kommune an.

Und nur, wenn wir genügend Menschen in die Politik bekommen, die sich nicht einlullen lassen und die für unsere Freiheit nicht nur hart arbeiten, sondern auch Rückschläge in Kauf nehmen, wird sich was ändern.

Schaut Euch doch mal an, wer heute über uns entscheidet. Das sind die Politiker, die wir ständig kritisieren. Und die machen es, weil sie können. Weil wir einfach nur dasitzen und jammern.

Die Alternative ist, selber eine bessere Politik zu machen. Sich nicht von dem ständigen “There is no Alternative” einlullen und mit Ausreden abspeisen lassen. Wenn sich etwas änder soll, müssen wir die richtigen Menschen an die richtigen Schaltstellen bringen.

Damit sich etwas ändert, müssen wir uns ändern. Und uns politisieren.

 

Hier, benutzen sie DIESES Kabel

7. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Hihi, ein Schelm wer böses denkt:

@cathalkelly twittert, dass in dem Willkommen-Paket in Sochi unter anderem ein Netzwerkkabel ist. Und das der Grund ist,  warum er das Paket überhaupt mitgenommen hat, denn das WLAN sei grottig:

Also, ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber ich muss dabei irgendwie an die NSA denken, die ja auch spezielle Kabel zum Abhören verwendet. Jetzt macht es auf den ersten Blick wenig Sinn, ausgerechnet das Kabel zu einer Wanze  umzubauen, dass sowieso alle Daten an einen Switch/Router schickt, wo ich sie lesen kann. Auf der anderen Seite muss man sich fragen, ob sich nicht doch eine Möglichkeit findet, z. B. VPN damit zu umgehen und die Daten vor der Verschlüsselung abzugreifen. Und warum sollte der FSB der NSA da in irgendetwas nachstehen? Haben nicht gerade erst die USA (oh Gott, ich muss schon wieder lachen) vor Spionage in Russland gewarnt? Und müssen DIE es nicht wissen? ;-)

Im Grunde ist die Taktik ja klug: Ein WLAN ankündigen, dass unbenutzbar machen und dann den Leuten ein Kabel anbieten, dass die meisten heute vermutlich gar nicht mehr mit sich rum schleppen – weil sie ja ein funktionierendes WLAN erwarten…

Und ja, inzwischen halte ich selbst das für möglich – wenn ich vor einem halben Jahr auch noch gesagt hätte, dass ich das für Unsinn halte. Aber man lernt ja.

Sperrt die Telekom VPN ausgerechnet im WLAN?

7. Februar 2014 Kommentare ausgeschaltet
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[Nachtrag vom 07.02 am Ende]

 

Ich nutze regelmäßig die Hotspots der Deutschen Telekom: Sei es im Zug, am Bahnhof oder einfach unterwegs. Ich genieße die Möglichkeit, schnell größere Datenmengen runterladen zu können und der Dienst ist in meinem Mobilfunkvertrag eingepreist.

Seit ein paar Tagen nun ist es mir nicht mehr möglich, den Dienst zu verwenden:

Jeder Versuch, mich mittels L2TP mit meinem VPN-Anbieter zu verbinden scheitert. Wohlgemerkt geht es in anderen WLAN und via UMTS problemlos auch zur gleichen Zeit – nur nicht im WLAN der Telekom.

Das ist beunruhigend und so habe ich mal bei @telekom_hilft nachgefragt.

Erste Antwort:

Hi, ja die VPN-Verbindungen sind gesperrt. Ist also leider nicht möglich. ^ke

Zweite Antwort:

Sorry, da hat ^ke etwas falsch verstanden. VPN über den HotSpot geht natürlich. Infos gibt es hier: https://feedback.telekom-hilft.de/questions/vpn-verbindung-am-hotspot  ^sl

Wenn man dem Link folgt, entsteht der Eindruck, dass es nur eine Telekom eigene VPN-Lösung gibt. Eine Nachfrage diesbezüglich brachte dann Antwort Drei:

Uns ist kein anderer Weg bekannt. Sie können aber gern bei unseren HotSpot Kollegen http://bit.ly/1ewyIYy  nachfragen. ^co

Das ist extrem beunruhigend: Davon ausgehend, dass es ja vor ein paar Tagen noch ging, stellt sich die Frage ob die Telekom jetzt ihre eigene Lösung pushen will.

Auf VPN zu verzichten ist keine Option: Das WLAN ist ja nicht nur unverschlüsselt, ich bewege mich ja in der Regel mit zahlreichen anderen nicht vertrauenswürdigen Endgeräten im gleichen Netz. Eine VPN-Lösung der Telekom ist auch keine Lösung – mir fehlt das Vertrauen, dass hier notwendig ist.

Ich habe jetzt mal die Telekom angemailt und gebeten mir mitzuteilen, ob es sich da um einen technischen Defekt handelt oder nicht. Wenn nicht, wäre das ein absolut unhaltbares Vorgehen der Telekom, dass mich bewegen würde meinen Geschäftskundenvertrag (und ich bin schon verdammt lange Kunde bei der Telekom) zu überdenken: Bei D2 bekäme ich für weniger Geld sogar mehr Inklusivvolumen.

Allerdings hatte ich ja schon mal ein “Netz-Problem” mit der Telekom – auf meine damalige Mail habe ich nie eine Antwort erhalten, das Problem verschwand aber dann so plötzlich, wie es aufgetaucht war…

 

P.S: Das ist übrigens ein prima Beispiel, warum wir Netzneutralität als Gesetz brauchen. Denn ist es wie ich vermute, nutzt die Telekom hier ja ihre fast marktbeherrschende Stellung aus, um eigene Dienste zu bevorzugen. Das darf so eigentlich nicht sein: Natürlich kann die Telekom eigene VPN-Lösungen anbieten, es darf aber nicht sein, dass ein Telekom-Internetzugang dann nur noch mit der Telekom-Lösung funktioniert…

 

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07.02.2014

Das ist so  typisch: da warte ich eine Woche in der nix geht, dann schreibe ich erbost darüber und was ist? Heute Nachmittag, so gegen 17 Uhr oder 17:30 ging alles wieder. VPN im WLAN der Telekom wieder möglich, getestet an diversen Hotspots in Duisburg und Essen…