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Archiv für Juni, 2008

Politik vs. wirtschaftliches Handeln

24. Juni 2008 3 Kommentare
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Ich könnte einen Prozess, der jeden Monat bis zu 12 Tage Mitarbeiter und Technik bindet, so verkürzen, dass nur noch ein einziger Mausklick übrig bleibt. Unter Verwendung vorhandener Technik und ohne einen Cent Kosten zu verursachen.

Das es diesen Monsterprozess gibt, ist historisch bedingt. Und man sagte mir, mein Vorschlag zur Optimierung würde an politischen Interessen scheitern.

Mal gucken, ob es mir nicht vielleicht doch gelingt…

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Ziele?

24. Juni 2008 2 Kommentare
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“Wenn es nach meinem Vater gegangen wäre, wären wir immer noch Einzeller in der Ursuppe: ‘Zweite Zelle? Brauch ich nicht…'”

Frei nach D. Nuhr.

So ähnlich kam ich mir gestern in einer politischen Diskussion unter Beteiligung von 2 Oppositionsparteien und einer Bürgerinitiative vor. Der Grundgedanke war ein vorbereitendes Treffen zu einer nicht unwichtigen Veranstaltung heute und man war sich einig, dass man ein gemeinsames Ziel verfolgt.

Was genau dieses Ziel war, konnte ich der Diskussion aber nicht entnehmen. Und irgendwann hab ich nachgefragt. “Öffentlichkeit erzeugen” war die Antwort.

Jetzt hab ich ja keine Ahnung von sowas, aber nach dem Willen der Diskutierenden war es wohl so, dass man mit gezielten Fragen die heute auch anwesenden “normalen” Bürger auf die Unlogik und die offensichtliche “für Dumm verkaufen”-Aktion der Verwaltung hinweisen wollte.

Ich habe dann irgendwann den Einwand gebracht, dass das zwar alles nette Überlegungen sind, aber die ganzen vorgeschlagenen Fragen irgendwie es nicht weiter bringen. Was nutzt es zu fragen, warum aus 370qm in der Darstellung 420qm werden, wenn man davon ausgeht, dass das die eingerechneten Wände sind. Hallo, wer will denn sowas wissen?

Ich hab dann den Vorschlag gemacht, doch einfache Fragen zu stellen, die eine emotionale Reaktion hervorrufen, Fragen in denen Geld eine Rolle spielt, die Absurdität des Vorhabens klar wird. Wie der Frage, ob es richtig ist, dass man bis zu 150.000 Euro für die Vorplanung eines 7,2 Millionen Euro-Projektes bereitstellt, dass man sich angesichts 60 Millionen Euro Schulden eigentlich gar nicht leisten kann.

Wurde etwas anstrengend – und ich war aus anderen Gründen auch in mieser Verfassung – aber irgendwann hatte ich die ersten überzeugt und die Bürgerinitiative wird vermutlich heute Fragen stellen, die weitestgehend von mir sind.

Die Frage, die sich mir dafür am Ende stellte war, warum das eigentlich so lief. Die beiden beteiligten Parteifraktionen schienen daran interessiert, “Oppositionsarbeit” zu machen, aber das ohne sich mal die elementare Frage nach den Zielen zu stellen.

Dabei wäre es doch so einfach:

– Was will ich?
– Wie kann ich es erreichen?
– Was kostet es mich?
– Welche Risiken erwarte ich?
– Welchen Nutzen bringt es?

Nur diese 5 Fragen im Vorfeld zu so einer Besprechung abzukaspern würde den Zeitansatz drastisch verringern und überflüssige Diskussionen nahezu gegen Null reduzieren. Allerdings ist es genau diese Art von systematischem Arbeiten, die ich schmerzlich in der Politik vermisse.

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Telekommtnichtgut

23. Juni 2008 4 Kommentare
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Uah….. ich will schreien.

Als hätte ich nicht genug um die Ohren, kommt gerade ein weiteres Highlight des Tages aus meinem ePostfach:

Nachdem T-Mobile sich nachhaltig geweigert hat, meine Telefonnummer frei zu geben für einen Anbieterwechsel, habe ich einen Anwalt damit beauftragt, dass für mich durchzufechten.

Und was schreibt T-Mobile – bekanntlich ein Teil der Telekom, also DER TELEKOM (die mit den Protokollauswertungen bei den eigenen Mitarbeitern, Telefonmitschnitten “aus Notwehr” und so) – meinem Anwalt?

Da die Daten unserer Kunden dem Datenschutz unterliegen, dürfen wir nur unseren Vertragspartner selbst über den Vertrag informieren[...]

*buhuhuhu*

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Rot-Schwarz-Gelb?

22. Juni 2008 1 Kommentar
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Time To Panic

21. Juni 2008 9 Kommentare
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Es gibt Momente, in denen möchte man den Reiseführer per Anhalter ins All packen, sein Handtuch auf korrekten Sitz prüfen und dann den Daumen nach oben richten, damit einen bitte, bitte, bitte irgendeine Alienrasse aufliest und auf irgendeinem fernen (gerne Sub- bis Tropisch bewetterten) Planeten (mit vielen Stränden und Palmen) absetzet.

So Momente habe ich, wenn Menschen in der Nation mit dem mit Abstand größtem Rüstungshaushalt nicht nur sagen, Star Wars basiere auf einer wahren Story, der Standort der Berliner Mauer sei nicht bestimmbar, Al Quaida wäre eine Selbstmordgruppe aus Israel, geführt von Arrafat, wie jeder wisse.

Das ganze Grauen hinter dem folgenden Link. Für Schäden am Hirn oder für Erbrochenes auf der Tastatur bin ich nicht verantwortlich. Ihr solltet eh die Tastenkiste bei Seite legen und das Hirn abshalten – safety first. Und dann klicken:

Klick!

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Warum sich Leute dauernd verfahren, wenn sie zu mir wollen

20. Juni 2008 3 Kommentare
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Einmal im Jahr präsentiert sich das Herz des Stadtteil Neudorfs, die Oststraße, mit all den Angeboten den interessierten Bürgern. (Über den “Tag der Oststraße” habe ich ja im persönlichem Blog schon des Öfteren berichtet.) Die durchaus auch von anderen Stadtteilen extra zu diesem Event herangefahren kommen. Also die Bürger. Wer jetzt meint, dass die Oststraße an sich leicht zu finden sei, der nehme jetzt mal einen GPRS-Empfänger zur Hand und tippe mal den Namen ein…

Na? Wenn ich jetzt nicht ausdrücklich den Stadtteil Neudorf erwähnt hätte, stündet ihr jetzt ganz schön auf den Schlauch, gelle? Es gibt nämlich mehrere Oststraßen in Duisburg. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, gebt jetzt mal einfach die Klöcknerstraße in Duisburg ein und – überlegen wir mal – eine Nummer ab der 100.

Ah, ihr habt ein Ergebnis? Schön. Habt ihr allerdings mal einen aktuellen Stadtplan von Duisburg in der Hand gehabt? Da findet ihr auch die Klöcknerstraße. Richtig. Aber laut Plan dürfte die eigentlich keine hohen Häusernummern haben, denn die ist recht kurz.

Der Bürgerverein Duisburg-Neudorf kann zumindest einen Teil des Rätsels lüften:

Wer selbst heute – nach zwei Jahrzehnten – von der„Klöcknerstraße“ spricht, die lt. Ratsbeschluss vom 20. Februar 1969 ihren Namen erhielt, handelt sich bei alteingesessenen Anwohnern noch Ärger ein. Denn diese hängen an dem bis dahin offiziell gültigen und derzeit noch inoffiziell verwendeten Namen „Oststraße“.

Dass der Bürgerverein dann mit keiner Silbe erwähnt, dass die Anwohner sich recht heftig gegen die Umbenamsung – pardon – die Umbenennung ihrer Straße gewehrt haben und es dann tatsächlich geschafft haben den alten Straßennamen wieder zu erstreiten – das ist dann mehr als arm. Nämlich armselig. Schließlich haben wir ja nicht den “Tag der Klöcknerstraße” gefeiert und ich wohne auch offiziell in der Oststraße…

Aber so erklärt sich zumindest warum ich den Leuten immer sagen muss, dass sie beim GPRS-Empfänger immer die Klöcknerstraße eingeben sollen. Falls ihr also mal angekündigt bei mir vorbeischauen möchtet, wißt ihr Bescheid, nech?

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T-Mobile und das Internet

20. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet
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Ich war auf der Suche nach einem Treiber für eine Web’n’Walk Card Compact, das ist eine UMTS-PCMCIA-Karte die eigentlich “GTmax EMEA” heisst und von Qualcomm hergestellt ist. Aber hier halt unter T-Mobile-Logo vertrieben wird.

Erste Anlaufstelle ist das Web: Hersterllerseite? Fehlanzeige. Website T-Mobile? Oh… da wird es spannend!

Zunächst findet man “Service” und dort den Menüpunkt “Downloads” nur auf der Seite für Geschäftskunden, nicht auf der Seite für Privatkunden. Wenn man das raus hat, kann man aus 2 Listen den Hersterller (T-Mobile statt Qualcomm) und den Kartentyp wählen. Dummerweise ist erstens die Seite komplett in Flash gehalten und zweitens ist das Anzeigefeld für den Kartentyp zu schmal, so das man auf gut Glück durchprobiert und das nach der jeweiligen Auswahl erscheinende Minibild mit der eigenen Karte vergleicht. Die einzige Chance, die richtige Karte zu finden.

So man das geschafft hat erfährt man, dass es keine neue Software gibt. Ist mir egal, ich nehm auch Alte und denke die steckt hinter dem Link “weitere Software”. Tja, das Denken muss ich üben, denn der Link ist… tot.

Da guckt man dann erstmal sparsam.

Und für alle unter Euch denen es mal genauso geht, sei hier ohne weitere Umschweife die Lösung präsentiert:

T-Mobile bietet alle Treiber auf einem öffentlichen(!) aber auch den Hotlinemitarbeitern i. d. R. nicht bekannten FTP-Server gut sortiert zum Download:

ftp://tmcc.t-mobile.de

:-D

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Wenn ich mir…

20. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet
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… die aktuelle Diskussion um das BKA-Gesetz anschaue, dann wird mir Angst und Bange, denn was da unter dem Deckmantel der “Terrorbekämpfung” verkauft wird, ist ein riesen Schritt in Richtung eines Staatssystemes, dass doch niemand von uns ernsthaft haben wollen wird.

Und wenn ich mir die Diskussionen rund um Irlands Nein zum Vertrag ansehe, wird mir einmal mehr deutlich, wie wichtig dieses Nein war.

Erschreckend ist nur die geistige Abwesenheit der meisten Menschen um mich herum. Wie die drei Affen und so lange wir im Halbfinale sind…

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aua. Aua. Aua! AUA!

19. Juni 2008 1 Kommentar
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Mir tut der Popo weh :-(

Komische Info, oder?

Um das zu verstehen sollte ich ausführen, dass ich heute zum ersten Mal seit langem wieder “richtig” mit dem Rennrad unterwegs war. Erst heute morgen mit ein paar Kollegen (KML (kml, 165 KB)) und dann von der Arbeit nach Hause.

Schon als ich mich auf den Heimweg gemacht habe, durfte ich spüren, dass auch das Sitzpolster regelmäßig trainiert sein will ;-)

War eigentlich nur ebene Strecke, aber wer schon mal durch Duisburg und Umgebung (wir waren bis Orsoy) gedüst ist weiss, warum das nicht unbedingt die besten Wege und Straßen für Rennräder sind – 8bar Reifendruck. Das bedeutet auf Deutsch: Da federt NICHTS. Jeder Schlag geht bis ins Heiligste…

Nächste Woche steht dann der Hülser Berg auf dem Programm :-)

Naja. Wen es interessiert:
Gesamtdauer: 02h 26m 40s (Nicht um Ampelstops u. ä. bereinigt)
Gesamtstrecke: 66,51 km
Durchschnitt: 27,21 km/h
Höchsttempo: 46,00 km/h
Durchschnitt je km: 02m 12s
Verbrauch: 2904 kcal
Eigengewicht: 84,1 kg (18,2% Fett, 59,7% Wasser, 41,7% Muskel)
Durchschnittspuls: 171 je Min
Höchstpuls: 198 je Min
3 Minuten nach Ende: 152 je Min

… und jetzt freu ich mich auf die Massage. Weil mein Nacken nach über 60km nicht mehr gewohnter Bückhaltung plus Rucksack förmlich nach den Händen der Massagefee schreit :-) Gleich….

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Na, da hört der Spass aber auf!

18. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet
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Dokumentation des Grauens

16. Juni 2008 2 Kommentare
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Ich bin persönlich ein Fan des europäischen Gedankens. Die Vorstellung, einer offenen und fairen Welt ist bestechend. Allerdings bin ich auch ein Gegener des aktuellen Systems der EU.

Und wenn man sich mal anschaut, wie es um die Rechte der Menschen in der EU bestellt ist, kann einem ja nur Angst und Bange werden.

Erstes Beispiel Deutschland: Hier hält der Staat ja bekanntlich mal so gar nix mehr von der Privatssphäre der Bürger. Und welch bizarre Auswüchse das bekommt zeigt Fefe. Er verlinkt auf einen Beitrag in dem beschrieben wird, wie eine staatliche Einrichtung(!) das Unternehmen eines Bürgers ausforschen läßt. Natürlich macht man sich nicht selbst die Hände schmutzig: Klick!

Nächstes Highlight des Tages sind dann die Franzosen: Ohnehin keine Freunde von Verschlüsselung (ist die in Frankreich nicht ohnehin rechtlich in einer Grauzone?), taucht jetzt das Gerücht auf, dass die aktuellen Windows-Versionen den internen Verschlüsselungsmechanismus zwar nicht deaktivieren, aber so einstellen, dass de facto keine Sicherheit mehr gewährleistet wird. Das Perfide dabei ist, dass dem Bürger der Eindruck vermittelt wird, seine Daten lägen verschlüsselt auf der eigenen Festplatte – was ja insbesondere bei Notebooks wichtig sein kann – in Wirklichkeit aber ist es nur eine Mogelpackung: Klick! Für die Nichttechniker kurz zur Erklärung: um eine “sichere” Verschlüsselung zu erreichen, ist unter anderem die Erzeugung möglichst zufälliger Zufallszahlen notwendig. Das ist für Computer ohnehin sehr schwierig, wenn man aber statt der Zufallszahlen Konstanten verwendet, ist alles zu spät.

Und jetzt kommen wir zu meinem persönlichen Highlight, der Angie vermutlich interessante Träume mit biologischer Reaktion beschert: Das (nach meinem Wissen) erste Europäische Land läßt im eigenen Land das Militär(!) die Straßen kontrollieren. Und wir reden hier von Soldaten, die im Kriegseinsatz waren. Dagegen muten die Aktionen der Bundeswehr in Heiligendamm (was wurde eigentlich daraus?) schon fast lächerlich an: Klick!

Die EU ist die Summe ihrer Staaten und die Staaten der EU sind im Moment in den meisten Fällen einfach nur übel drauf. Alle Macht der Wirtschaft, keine Macht dem Volk und im Zweifel: einfach draufhauen und erklären, das diene alles nur der Sicherheit. Und im Zweifelsfall sind eh alles Terroristen.

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Danke Irland!

13. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet
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Ihr habt der Demokratie in der EU einen unschätzbaren Dienst erwiesen!

Klick!

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Politik in Klein

11. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet
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Ich war gerade auf einer Veranstaltung, in der sich der Bürgermeister meines schönes Ortes und sein Chief of Planning auf Wunsch einer Bürgerinitiative zu einem Thema gestellt hat, über das ich schon geschrieben habe: Klick!

Abgesehen davon, dass es stilistische Mängel gab, über die ich hinweg sehen kann, war es wie so oft: Erst habe ich im sitzen gesprochen, dann im stehen, dann stand ich vorne und habe meinen Standpunkt vertreten. Danke für den Applaus :-)

Was sich mir absolut nicht erschlossen hat war, warum Teile der Vereinsleitung auf die Umlegung drängen, während Teile der Mitglieder(!) mal so gar nicht begeistert zu sein schienen.

Interessant waren auch die Leute die mir hinterher gesagt hätten, ich hätte ihnen aus der Seele gesprochen oder die wissen wollten, ob sie mich für ihre Sache gewinnen könnten.

Es entwickelt sich also und möglicherweise ist diese Geschichte der Hebel den ich gesucht und gebraucht habe. Zumindest vergrößert sich rapide die Menge derer, die hören wollen, was ich zu sagen habe und mein Herr Bürgermeister scheint zunehmend irritiert von meiner Präsenz zu sein. Und wenn seine Mitarbeiter(!) dann noch meine Gesprächsführung loben(!), ist wohl vollends Chaos angesagt. Es gab Leute, die mich nach meinem Namen gefragt haben… es gab aber ungleich mehr Leute, die vermutlich jetzt noch rätseln, was da heute abend passiert ist.

Ich muss zugeben, das macht Spass. Schade, dass das Gespräch so schnell zu Ende war. Kann an meiner “Drohung” gelegen haben, dann “richtig” einzusteigen, wenn es an das Eingemachte geht.

So, genug der Selbstlobhudelei. Eigentlich wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich erstens sehr viel Spass habe an solchen Veranstaltungen und das ich zweitens das Gefühl habe, in Sachen Sportplatzverlagerung ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen – zu meinen Gunsten.

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Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir!

11. Juni 2008 1 Kommentar
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Gestern Abend, im Rahmen eines guten Essens, habe ich mich sehr intensiv über das Thema Schule unterhalten. Meine Gesprächspartnerin hat natürlich nicht unrecht wenn sie sagt, gerade das sei ein Thema, bei dem jeder glaubt, er habe eine klügere Vorstellung, als unsere Bildungsminister / -innen.

Dem kann ich mich nicht verschließen, ich frage mich aber, warum wir von unseren Schülern verlangen, immer mehr Wissen in sich zu pumpen und immer länger in der Schule zu sein, am besten von spätestens 8 bis frühestens 16 Uhr.

Ich persönlich glaube ja, dass die Wissensvermittlung in der Schule schon lange nicht mehr dazu dient, Schülern zu zeigen, wo sie Neigungen haben. Wäre das so, könnte eine fehlende Mathe- oder Kunst-/Musik-Neigung nicht den Abschluss gefährden. Auch glaube ich, dass nichtmal mehr die Vermittlung der “Basics” im Vordergrund steht. Siehe die immer schwächer werdende Fähigkeit, Briefe, Bewerbung oder ähnliches zu schreiben oder auch nur Prozente & Dreisätze zu berechnen.

Nein, vermutlich soll Schule heute eher zwei Prägungen vornehmen. Da ist zum einen die Gewöhnung daran, den ganzen Tag über eingeschlossen da zu sitzen und zu machen, was von einem verlangt wird. Wie im Arbeitsleben. Und zum Zweiten ist da vermutlich die Prägung, dass man ohnehin nie den Anforderungen genügen wird, weil wohl nur die aller wenigsten Schüler in allen Fächern gut sein dürften und wirklich alles lernen.

Vielmehr steht vorne einer der sagt: Du bist doof, Du schaffst das nicht, aber ich bin für Dich da, ich kümmere mich um Dich. Das finden wir dann genau so in der Ausbildung, zu der wir eigentlich zu doof sind, die wir aber schaffen, weil unser Ausbilder sich sooooo um uns kümmert und dann finden wir das im Job beim Vorarbeiter oder Manager, die uns klar machen, dass wir ohne sie keine Chance hätten.

Wieso ist eigentlich nicht Ziel der Schule, dass Schüler lernen, kritisch mit Wirtschaft, Politik und Leben umzugehen, sondern vielmehr den Schülern von Anfang an klar gemacht wird, dass es imemr einen geben wird, der mit einem Handstreich (Note) über ihre Zukunft entscheiden kann, wenn sie sich nicht seiner Interpretation von Regeln beugen?

Was heute in den Schulen gezüchtet wird, sind keine mündigen Bürger. Es ist Stimmvieh und es sind Drohnen, die dazu bestimmt sind, lebenslang fremdbestimmt für ein System zu arbeiten, dass sie nicht verstehen.

Wird Zeit, das zu ändern.

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RWE? Da geht man nicht dran…

9. Juni 2008 5 Kommentare
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Ich habe mich vorige Tage mit einer guten Freundin, die in politischen Dingen nicht unbedarft ist, unterhalten. Dabei kam auch eines meiner derzeitigen Lieblingsthemen wieder auf: Warum um Himmels Willen erlaubt man Unternehmen wie RWE eigentlich den Neubau von Kraftwerken ohne erstens die Menge der verbrennenden Kohle zu regulieren und zweitens zu verlangen (per Gesetz!), dass die alten Dreckschleudern abgeschaltet werden. Konkret sagt man mir aus der Landespolitik ja, die Energieunternehmen würden sich ihrer Verantwortung bewußt werden… ha ha.

Sie lieferte dann das ultimative Argument: An RWE geht die Politik nicht heran. Das macht man nicht, das wäre politischer Selbstmord.

Hallo, ja wo leben wir denn? Die Politik hat das Interesse des Volkes zu vertreten, denn das Volk ist die Macht. Nicht irgendwelche Industrie-Konglomerate oder Investmentunternehmen.

Wir brauchen dringend eine Politik, die den Menschen wieder in den Vordergrund stellt und sich mit der Macht und Kraft des Volkes gegen diesen Unsinn stemmt. Damit sich die Politik auch mal wieder ernsthaft um unseren Fortbestand kümmern kann – ohne überlegen zu müssen, ob es klug sei, sich mit Firmen anzulegen.

Ist schon interessant, dass Politiker scheinbar vor Unternehmen mehr Schiss (aka Respekt) haben, als vor den Menschen, die sie mit ihrer Stimme legitimiert haben!

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