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Archiv für Juni, 2011

W-E-R-B-U-N-G

30. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Was ist kaputt in der deutschen Presselandschaft?

30. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal reibt man sich ja schon verwundert die Augen und fragt sich, was eigentlich los ist.

Der Spiegel-Online feiert:

“Historischer Beschluss: Bundestag besiegelt Aus für Atomkraft”

und auch die Zeit jubelt:

Was bislang nur Gerede war, ist seit diesem Donnerstag entschieden: Deutschland steigt aus der Kernenergie aus. Der Bundestag hat es so beschlossen, mit breiter Mehrheit aus Koalition und Opposition.

Dieser Tag markiert eine historische Zäsur.

Ähm… wie bitte?

Nachdem Schwarz-Geld den schon beschlossenen Atom-Ausstieg gekippt hat und sich unter dem Druck der Eindrücke aus Japan zum Umlenken gezwungen war, wird das jetzt als historisch gefeiert?

Es sollte als beschämend gelten, wie wendehalsig sich CDU und FDP hier generierten und statt Loblieder zu singen, sollten man immer und immer wieder darauf hinweisen, dass es eines weiteren tragischen Unglücks bedurfte, unsere Regierung zum Einlenken zu bewegen. Und das ohne die Tragödie von Japan auch Deutschland weiter auf Atomkurs bleiben würde.

Aber hey, wer will schon Kritik hören?

Von Ölkatastrophen und dem Eurovision Song Contest

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Von Wirkungsgraden und Fehlleistungen

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Im Duisburger Norden wird ein Kraftwerk gebaut. Und alle freuen sich.

Na gut, nicht alle. Aber die Betreiber. Die Stakeholder. Die Österreicher.

Die Österreicher? Mehr…

Deutschland: Quo Vadis?

30. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Es ist schon erstaunlich:

Geht es um Machterhalt und Repression, ist Deutschland immer in der Lage schnell zu handeln. Kaum drohen z. B. die Anti-Terrorgesetze auszulaufen, findet man schnell einvernehmlich eine Lösung:

Die umstrittenen Anti-Terror-Gesetze werden um vier Jahre verlängert. Das gaben Innenminister Hans-Peter Friedrich und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Berlin bekannt.

An anderer Stelle dagegen ist man eher… gemächlich. Obwohl, wenn man böse Absichten unterstellen mag, man auch von Absicht ausgehen könnte. So hat im Jahr 2008(!) das Bundesverfassungsgericht einen Teil des deutschen Wahlrechts für unvereinbar mit der Verfassung erklärt:

Das Bundesverfassungsgericht hat die Berechnung der Sitzverteilung bei Bundestagswahlen in einem wesentlichen Teil für verfassungswidrig erklärt. Die Verteilung der Überhangmandate muss nach der in Karlsruhe verkündeten Entscheidung neu geregelt werden.

Die Richter räumten der Bundesregierung eine überaus lange Frist ein, das Wahlrecht entsprechend anzupassen. Nämlich bis genau heute:

30.06.2011

Zu meinem Entsetzen und ohne großen Aufschrei der vierten Gewalt ist damit Deutschland ab sofort ein Land ohne gültiges Wahlrecht. Schlimmer noch, ein Land mit erklärt verfassungsfeindlichem Wahlrecht und einer Bundesregierung, die sich offenbar nicht darum schert, den Missstand zu beheben.

Deutschland – auf dem Weg in die Bananenrepublik? Mit einer Kanzlerin auf Lebenszeit Merkel per Akklamation?

P|o|t|D

30. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet
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Krebs durch Bodyscanner? Oder: als man DDT noch gegessen hat

30. Juni 2011 1 Kommentar
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Epic.org berichtet, dass durch vom Department of Homeland Security herausgegebene Dokumente der Eindruck entsteht, dass es bei Sicherheitspersonal der TSA an Flughäfen auffällige Krebs-Cluster gibt, so diese an den “Bodyscannern” arbeiten. Natürlich ist das kein Grund für Dosimeter:

In a FOIA lawsuit against the Department of Homeland Security, EPIC has just obtained documents concerning the radiation risks of TSA’s airport body scanner program. The documents include agency emails, radiation studies, memoranda of agreement concerning radiation testing programs, and results of some radiation tests. One document set reveals that even after TSA employees identified cancer clusters possibly linked to radiation exposure, the agency failed to issue employees dosimeters – safety devices that could assess the level of radiation exposure.

Das erinnert irgendwie daran, dass die menschliche Lernkurve manchmal ohnehin einen fragwürdigen Verlauf nimmt. Hier zum Beispiel, 1947, als man noch der Meinung war das DDT so ungefährlich ist, dass man es sogar essen kann:

Heute liest man deswegen in dem verlinkten Wikipedia-Artikel:

DDT geriet unter Verdacht, beim Menschen Krebs auslösen zu können. Aus diesen Gründen wurde die Verwendung von DDT von den meisten westlichen Industrieländern in den 1970er-Jahren verboten.

Über Körperscanner lesen wir dann morgen was?

Aber hey, wo Geld, viel Geld, im Spiel ist, da kann man ja so ein bisschen Krebs bei Mitarbeitern, so wie die Gefahren für die Flugreisenden,  auch gerne mal wegignorieren. Oder einfach sagen, der kausale Zusammenhang sei derzeit nicht eindeutig bewiesen. Macht man bei Leukämieclustern rund um Atomkraftwerken ja schließlich auch erfolgreich.

Finde den Fehler ;-)

29. Juni 2011 3 Kommentare
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Der Bund, die Bahn, die Überraschung. Nicht.

29. Juni 2011 1 Kommentar
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Erinnert Ihr Euch noch an das ausbleibende Gefühl von Überraschung, als das Bundeskartellamt vor einigen Tagen mitteilte, dass die Mineralöl-Konzerne zwar die Preise nicht “absprechen”, aber sich “beobachten” und auf einander reagieren? Mein Gott, was war das für eine Neuigkeit. Nicht.

Und heute haut derWesten die nächste geile Nummer raus, die man kaum glauben mag:

Der Verdacht: Für die Bahn könne „es betriebswirtschaftlich sinnvoll sein, ihre Instandhaltungsleistungen so weit zu reduzieren, bis diese Anlagen zu Lasten des Bundes erneuert werden müssen“.

Nein, echt?

Demnach hat der Bundesrechnungshof die oben genannte Feststellung gemacht. Und ich denke mir: Hallo, was geht?

Seit Jahren kritisiere ich, dass die Bahn zwar mittlerweile ein “privatwirtschaftliches Unternehmen” ist, aber unfassbare Vorteile aus ihrer Zeit als Staatsunternehmen behalten durfte. Dazu gehört unter anderem seit ewigen Zeiten folgender “Deal”:

Sind Bahnstrecken zu reparieren, ist dies in der (finanziellen Verantwortung) der Bahn. Sind Gleisstrecken jedoch in einem Zustand der eine komplette Erneuerung erfordert, ist dies plötzliche in der finanziellen Verantwortung des Bundes.

Wenn ich jetzt Chef im Haus der Bahn wäre und ich wäre meinen Steakholdern verpflichtet, würde ich mir doch auch denken: warum soll ich die Reparatur bezahlen, wenn der Bund letztlich zahlt – es muss nur kaputt genug sein? Der Treppenwitz an der Sache ist ja, dass die Bahn zwar formal eine AG ist, aber nicht an der Börse gehandelt wird. Vielmehr ist der Steakholder hier… der Bund. Und der beißt sich damit natürlich doppelt in den Hintern, weil er als Eigentümer der Bahn zulässt, dass sein Unternehmen so lange Reparaturen schlampt, bis es für ihn erst so richtig teuer wird.

Wobei das halt auch wieder so eine Sache ist: Der Bund. Denn bei näherer Betrachtung lebt der Bund ja gut von den abgeführten Gewinnen der Bahn. Und Mehrausgaben? Die kann man ja direkt über die Fahrpreise und indirekt über Steuern decken. Es ist also in letzter Instanz wieder der Bürger, der im besten Fall einfach, im schlimmsten Fall zweifach abgezockt wird.

Die Management-Gehälter allerdings sind natürlich von der Ertragslage des Unternehmens mit abhängig … ;-)

 

P|o|t|D

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