51 „Tatort“-Autoren – One Letter

Kennt Ihr „Two Girls – One Cup“?

Also ich nur vom Hörensagen.

Vom Lesen kenne ich jetzt aber einen offenen Brief, den 51 Tatort-Autoren geschrieben haben. Und alles was mir dazu einfällt ist meine Freunde und mein Stolz, seit Anfang der 2000er-Jahre keinen Fernseher mehr zu besitzen und in der Folge dafür auch keine GEZ-Gebühren zu bezahlen. Denn für die Autoren wäre mir jeder Cent meiner Kohle zu schade.

Hat denen nie einer gesagt, was man machen sollte, wenn man keine Ahnung hat?

Georg Schramm anläßlich des Erich-Fromm-Preises

Ich gebe zu, die Antrittsrede von Gauck hat mich nicht interessiert und was ich gehört habe fand ich inhaltsleer.

Ganz anders die Rede von Georg Schramm, als ihm der Erich-Fromm-Preis verliehen wurde. Diese Rede sollte zum Pflichtprogramm für alle werden, die sich selbst „mündige Bürger“ nennen möchten:

Erich Fromm Preis 2012 für Georg Schramm from fluegel.tv on Vimeo.

Etwas stimmt nicht in unserer Gesellschaft…

Wir alle waren mal Kinder. Die Schule mochten viele von uns nicht und Nachmittags hingen wir gerne mal ab. Lungernten rum. Spielten Fußball auf Wiesen, kletterten im Wald und tobten mit den Nachbarskindern durch den Garten von Oma Erna.

Leistungsdruck?

Den gab es. Unsere Eltern sorgten dafür, dass wir regelmäßig zur Schule gingen und im Optimalfall war zumindest ein Elternteil daheim, wenn wir wieder kamen. Es gab Essen, die Hausaufgaben wurden gemacht und der Rest des Tages? Den hatten wir frei.

Dann kam die „Ganztagsschule“ und plötzlich war der Nachmittag auch Schule. Dann veränderte sich die Gesellschaft grundlegend und plötzlich kommt kaum eine Familie aus, wenn nur ein Elternteil arbeitet. Und dann verändert sich die Gesellschaft weiter und am Ende…

Am Ende geht es bei Kindern nicht mehr ums Kind sein. Es geht darum, schnell und effektiv ein Leistungsträger zu werden:

Die 14- bis 17-Jährigen in Deutschland stehen unter Druck. Das ist ein Ergebnis der Sinus-Studie. Junge Menschen glauben, dass sie in der Gesellschaft nur dann angesehen werden, wenn sie einen guten Schulabschluss erreichen und auch im Beruf viel leisten. Den meisten ist klar: Sie dürfen keine Zeit vertrödeln und müssen schon früh einen Weg einschlagen, der zu einem guten Job und Erfolg führt.

Teilweise werden auch Tatsachen offenbar, die niemanden überraschen dürften, über die wir trotzdem nicht sprechen. Zum Beispiel Reich vs. Arm:

Die prekären Lebenswelten machen den Autoren der Studie Sorgen. Sie berichten von 14- und 15-jährigen sozial benachteiligten Jugendlichen, die ihre Zukunftschancen bei Null sehen und sich damit abgefunden haben, nach der Schule keine Lehrstelle zu finden und letztendlich in Hartz IV zu landen.

So gebe es beispielsweise Jugendliche, die sagten: „Ich würde die Hartz-IV-Leute, die zu Hause sitzen und keine Lust zum Arbeiten haben, dazu verdonnern, Arbeiten zu müssen. Leute aus niedrigem Stand, unterem Stand, die sich verhalten, als wären sie sonst wer. Das sind zum größten Teil Ausländer, die sich so verhalten, als könnten sie alles und die Welt beherrschen.“

Ich kann nur empfehlen, den Bericht der ARD zu lesen: Klick!

Und vielleicht setzen wir uns dann mal in Ruhe hin und überlegen, ob das denn so richtig sein kann. Ob es das ist, was wir wollen. Und wenn wir feststellen, dass es das nicht ist, sollten wir wohl endlich mal anfangen, das Ruder herum zu reißen.

Mathematik in der SPD…

Politik hat ja immer wieder auch humorige Seiten.

So zitiert die WAZ-Gruppe heute morgen den Bürgermeister von Gladbeck, Ulrich Rolands (SPD), so:

Angesichts der hohen Wahlbeteiligung von fast 40 Prozent sei das Ergebnis eindeutig. „Die meisten Gladbecker wollen den Ausbau nicht.“

Tatsächlich haben von den 40% abstimmenden Stimmberechtigten dann 55,9% (also 12.991 Bürgerinnen und Bürger) gegen den Ausbau gestimmt. Also knapp über die Hälfte der deutlich unter der Hälfte abstimmender Gladbecker.

Wie man da sagen kann, die meisten Gladbecker würden etwas wollen oder nicht, das schaffen dann nur Politiker, denke ich. Klar ist, dass es hier um den artikulierten Wählerwillen geht. Bei 60% schweigender Mehrheit allerdings fällt es mir schwer, eine echte Mehrheit zu sehen. Zudem ist es ein beunruhigendes Zeichen, wenn nicht einmal jeder zweite Wahlberechtigte sein Recht wahr nimmt – und trotzdem von einer „hohen Wahlbeteiligung“ schwadroniert wird.

Oder anders gesagt: Aus Sicht von Rolands sind 12.991 Menschen die Mehrheit in einer Stadt mit 75322 Einwohnern.

#CTF „Rund um die Ruhr“ in #Essen

Heute fand in Essen die 4. Auflage des CTF „Rund um die Ruhr“ statt. Und auch, wenn ich mir wirklich vorgenommen hatte, diesmal weniger kritisch zu sein:

Das Problem ist:

Die Strecke fing nett an, ein richtiges Cross-Rad war aber nicht nötig. Und dann der Schock: die „letzten“ 20 Kilometer waren auf Untergrund zu fahren, der Rennrad-tauglich gewesen ist. Oh mein Gott 🙁

Von der kurzen Strecke (35km) kam auch leider nix positiveres bei mir an und die Kollegen auf der langen Strecke (60km) hatten die selben letzten 20km. Ne, sorry. Aber dieses CTF ist keinen zweiten Besuch wert, es sei denn die Strecke wird komplett überarbeitet…

Leider hatte ich keine Kamera dabei… würd Euch gern ein paar Fotos davon zeigen, damit Ihr meine Enttäuschung verstehen könnt…