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Archiv für November, 2012

Wie war das noch mal mit der CO2-Reduktion?

30. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Neues Spielzeug :-)

30. November 2012 7 Kommentare
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Wenn man viel im Winter mit dem Rad unterwegs ist, sucht man sich Möglichkeiten aufzufallen. Rucksack in Neonfarben ist schon gut. Gute Fahrradlampen sind noch besser.

Und deswegen habe ich jetzt mal was neues ans Rad geschraubt:

Das Rücklicht hat 4 helle LED, die man in Dauerlicht und verschiedenen Blinkmodi schalten kann. Die Besonderheit aber sind die zwei “Lanemarker” Laser-LED, die diesen schönen Rahmen um das Rad zaubern. Ich bin überrascht, wie gut die auf dem Handyfoto trotz Blitz zu sehen sind und bin mal gespannt, wie die sich in der Praxis schlagen – so von wegen Haltbarkeit, Betriebsausdauer der Batterien und so.

Aber erster Eindruck: Perfekt für den Nerd in mir :-D

Cars Fat Bikes Fit ;-)

30. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Offshore-Windparks: Der Kunde ist der Dumme

28. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Einer der Vorteile eines Blogs ist es, dass man es als externes Gedächtnis verwenden kann. So zum Beispiel beim Thema Offshore-Windparks. Zu denen schrieb ich am 22. Mai 2012:

Aberdie Großen wären nicht Groß, wenn sie nicht wüßten auch aus Ökostrom eine Cash-Cow zu machen. Und das geht so: Wir bauen riesige Windparks, die so teuer sind, dass sie sich nur für Großkonzerne lohnen und nebenbei die Netzbetreiber belohnen. Dann gehen wir hin und legen die Kosten nicht allein dem Betreiber auf. Sondern frech dreist dem Kunden.

Stellt sich raus, das ist natürlich so. Und noch viel schlimmer, wenn man dem SpOn glauben mag:

Für die Erzeugung von Windenergie auf hoher See werden die deutschen Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als bislang geplant. Nach wochenlangem Geschacher haben sich Union und FDP auf ein Gesetz geeinigt, mit dem der stockende Ausbau von Offshore-Projekten wieder angekurbelt werden soll.

Und wir reden hier natürlich ausschließlich von Nicht-industriellen Endverbrauchern:

Im Wirtschaftsministerium kalkuliert man daher bereits, dass die Verbraucher bis 2015 weit mehr als zwei Milliarden Euro zahlen könnten.”Alle Industriebetriebe sind wieder einmal fast vollständig befreit”, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Oliver Krischer.

Das sollte man in guter Erinnerung behalten, wenn es das nächste Mal heißt: Die Energiewende macht den Strom teurer.

Denn dann kann man Energiewende streichen und gr0ße Koalition setzen. Das ist auch ein interessantes Stichwort, denn in Sachen Energiewende und Schwarz-Gelb kann man eigentlich nur noch sagen:

Setzen, Sechs!

Wahrheit ist Lüge ist Wahrheit. In Schwarz-Gelb.

28. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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So ein wenig habe ich ja immer die Hoffnung, dass Regierungen irgendwann mal mit der Wahrheit anfangen. Entweder freiwillig, weil sie verstehen das sie Vertreter des Volks und nicht Vormund unmündiger Kinder sind. Oder auf Druck des Volks weil die Bevölkerung einfach keinen Bock mehr hat, sich die wirklichen Fakten und die echten Wahrheiten vorenthalten zu lassen.

Wie wenig die schwarz-gelbe Bundesregierung allerdings von Wahrheit hält, sieht man am aktuellen Armutsbericht. Um den Menschen nicht zu deutlich zu zeigen, wie beschissen es um sie steht und wie man sie verarscht, schreibt man den Bericht einfach um. So berichtet N-TV unter Berufung auf die SZ heute:

Die Bundesregierung hat ihren Armuts- und Reichtumsbericht in einigen entscheidenden Passagen deutlich geschönt. Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. So ist die klare Aussage “Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt” in der Einleitung des Regierungsdokuments nicht mehr zu finden. Dies geht aus einem Vergleich des Entwurfs mit der überarbeiteten Fassung vom 21.November hervor, die der “Süddeutschen Zeitung” vorliegt.

(…)

Die erste Fassung der amtlichen Analyse, die das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre erstellt, war Mitte September an die anderen Ressorts gegangen. Zwei Monate später fehlen nun bestimmte Sätze, mit denen die Beamten des Ministeriums von Ursula von der Leyen (CDU) einen durchaus kritischen Blick auf die Republik warfen.

Besonders schön finde ich auch:

In der ersten Variante stand: “Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen.” Diese verletze “das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung” und könne “den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden”. Stattdessen wird nun angeführt, dass sinkende Reallöhne “Ausdruck struktureller Verbesserungen” am Arbeitsmarkt seien. Denn zwischen 2007 und 2011 seien im unteren Lohnbereich viele neue Vollzeitjobs entstanden und hätten Erwerbslose so eine Arbeit bekommen.

Wenn der DGB dann so zitiert wird, die Bundesregierung würde verschleiern, so ist das ein Euphemismus erster Güte. Das ist kein Verschleiern mehr. In meinen Augen wird hier bewusst die Bevölkerung von der Regierungskoalition belogen und betrogen.

Was allerdings nicht überrascht.

Oh wie gemein…

27. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Die wahre Wahrheit über Strom und Strompreise ;-)

27. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Derzeit wird versucht, die verfehlte Energiepolitik der Schwarz-Gelben Bundesregierung damit zu überdecken, dass Strom verteuert wird. Falsch begründet mit der Energiewende werden die industriellen Großverbraucher entlastet und die Bürger belastet.

Gleichwohl kann auch Dr. Merkel nicht verhindern, dass die Macht der Zahlen eine ganz andere Sprache spricht. So berichtet heute die Rheinische Post:

Die Energiewende belastet die Kraftwerksbetreiber in NRW stärker als bislang bekannt. Das geht aus einem streng vertraulichen Gutachten des schweizerischen Prognos-Instituts für das NRW-Umweltministerium hervor, das unserer Zeitung vorliegt. 29 der 71 konventionell betriebenen Kraftwerksblöcke (Steinkohle, Braunkohle, Erdöl oder Erdgas) in NRW haben demnach innerhalb der nächsten zwei Jahre mit wirtschaftlichen Problemen zu rechnen.

Und es stimmt: Die Energiewende belastet. Allerdings nur solche Energieversorger, die an alten Geschäftsmodellen und fossilen Energieträgern fest halten – und damit auch an oliopolen Strukturen auf dem Energiemarkt, der immer noch von den Big4 regiert wird: E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW.

Eigentlich traurig ist, dass hier der Markt die Führungsrolle übernehmen muss, die eigentlich von der Politik ausgefüllt werden muss:

Grund für die zu erwartenden Verluste sind die sinkenden Großhandelspreise für Strom durch die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien etwa aus subventionierten Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Darunter haben in NRW vor allem alte Steinkohle- und Gaskraftwerke zu leiden. Einige von ihnen könnten rein technisch betrachtet zwar noch über 30 Jahre lang laufen. Wegen ihrer veralteten Technik holen sie jedoch zu wenig Strom aus den Rohstoffen, um auch unter den Marktbedingungen der Energiewende noch profitabel arbeiten zu können.

(Und ebenso schade ist die durchgängig negativ konnotierte Wortwahl der RP)

Es mag sein, dass die Kraftwerke noch 30 Jahre laufen können. Aber es ist doch gut, wenn sie es nicht müssen, oder? Und die Subventionen der Stromerzeugung aus regenerativer Energie sollte man vielleicht mal den Subventionen der Kohle- und Atomstromindustrie gegenüber stellen.

Und noch besser ist, wenn der Strompreis so stark sinkt. Am Besten wäre jetzt, wenn das auch noch beim Endkunden ankommt und der an seiner Brieftasche auch merkt, dass ersten Strom sparen lohnt. Und zweitens, dass Strom aus erneuerbaren Quellen nicht nur gut sondern besser ist.

Das Kraftwerk Voerde gehört übrigens wie das Kraftwerk Walsum zu den eindeutigen Verlierern der Energiewende und wird, so prognostiziert der Artikel der RP, bereits in 2014 in wirschaftliche Schieflage kommen. Allerdings ist eine mögliche Abschaltung der STEAG Voerde kein neues Diskussionsthema…

Der Hindenburg der FDP?

26. November 2012 2 Kommentare
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In Voerde läuft gerade eine politische Aktion zur Umbenennung der Hindenburgstraße. Dazu muss man wissen, dass Paul von Hindenburg, um den es hier geht, historisch recht umstritten ist. Ich selbst kann und werde mir kein Urteil darüber erlauben und verlasse mich hier auf Kollegen mit mehr Sachkenntnis.

Erstaunlich ist aber, wie die FDP Voerde, hier vor allem der Fraktionsvorsitzende Benninghoff, sich mit Haut und Haaren gegen die Umbenennung wehrt. Und dabei den Boden der sachlichen Diskussion schon lange verlassen hat. Zitat gefällig? So stand’s heute morgen in der Rheinischen Post:

Die Voerder FDP-Fraktion empfiehlt, das historische Gewachsensein von Kommunen mitsamt ihren Straßennamen zu akzeptieren, anstatt Teile der deutschen Vergangenheit zu löschen. Benninghoff bemerkt giftig: „Symbolpolitik scheint hier fest in linken Händen zu sein. Denen sei gesagt, dass für die Benennung mit linksgrünen Helden doch hinreichend viele Windparks, Gesamtschulen und Krötentunnel zur Verfügung stehen.“

Natürlich könnte ich jetzt in Frage stellen ob es gut ist an Dingen fest zu halten, nur weil sie historisch gewachsen sind. Wie Beschneidungen oder die Verbrennung Rothaariger. Aber das erscheint mir angesichts der Polemik des Herrn B. zu aufwändig.

Statt dessen verweise ich noch einmal auf seine Parteizugehörigkeit. FDP. Man erinnert sich ja an Mövenpicksteuer und Möllemann. Aber ich persönlich denke auch FDP, wenn ich im Wikipedia-Artikel zu Hindenburg folgendes lese:

Hindenburg sollte 1927 zu seinem 80. Geburtstag den alten Familienbesitz Gut Neudeck von einem Freundeskreis um Elard von Oldenburg-Januschau geschenkt bekommen, nachdem Hindenburgs Familie es aus finanziellen Gründen nicht mehr hatte halten können. Die gesammelten Mittel reichten jedoch bei weitem nicht aus und wurden durch Sammlungen in Vereinen, vor allem aber durch Spenden der Wirtschaft so aufgestockt, dass schließlich der Betrag von 1 Million Reichsmark erreicht wurde. Um Erbschaftssteuern zu sparen, wurde es gleich auf seinen Sohn Oskar überschrieben. Dieses im Prinzip legale, aber für einen Mann in seiner Position anrüchige Verhalten schädigte sein Ansehen. Außerdem gab es Korruptionsvorwürfe gegen Hindenburg im Zusammenhang mit dem zwei Jahre darauf verabschiedeten „Ostpreußengesetz“, das den Kreis der Schenker und anderer Junker wirtschaftlich begünstigte. Diese Vorgänge und die anschließenden Auseinandersetzungen und Untersuchungen gingen als Osthilfeskandal in die Geschichte ein. Historiker vermuten, dass diese Verwicklungen Hindenburgs Entscheidung für Hitler beeinflusst haben könnten.

Da muss ich dann doch schmunzeln und denke mir… die FDP ist die FDP ist die FDP.

 

Willkommen im Herbst…

25. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Und ohne, dass sie es wussten, hatten die Herbststürme von Mittwelt begonnen.

Stephen King, “Drei”

So und jetzt ratet mal, nach wie viel KM wir uns heute gegen den Wind gedreht haben…

Elevation Profile
Speed Profile
runtastic_20121125_1226_Mountainbiking

The Athlete Machine – oder: Warum ich Red Bull geil finde

25. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Ich glaube einfach, dass kein anderes Unternehmen so viel für Sport macht, wie Red Bull. Und das das RedBullMediaHouse die Zukunft des Sportfernsehens ist. Aber jetzt erst mal Vorhang auf für The Incredible Machine:

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I am the One Percent ;-)

23. November 2012 2 Kommentare
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Ich sitze im Büro und stelle fest:

Draußen ist scheiß Wetter. Dunkle Wolken, Wind und Regen. Vermutlich kalter Regen.

49,5% der Pendler, die heute die Stadt ins Wochenende verlassen werden, werden sich bei dem Wetter in die unvermeidlichen Staus auf der A3, A40, A59 und Co einreihen und das Wetter verfluchen und schlechte Laune haben.

49,5% der Pendler, die heute die Stadt ins Wochenende verlassen werden, werden sich erst am Bahnhof den Hintern ab-frieren und dann mit nassen Mitreisenden im Zug vor sich hinmüffeln. Dicht an Dicht mit einer  Luft die man mit “Tierstall” unzutreffend umschreibt.

1% der Pendler allerdings macht weder das eine, noch das andere. Und ich bin ausnahmsweise mal froh, anders zu sein. Auch, wenn das meine Kollegen manchmal amüsiert, weil sie (noch?) nicht verstehen, dass ich die bessere Wahl treffe:

Denn gegenüber von meinem Fenster sieht es so aus:

Und das bedeutet, ich werde gleich meine Fahrradsachen anziehen, die Regensachen aus dem Rucksack und die Regenhülle über den Rucksack ziehen. Handschuhe an, Helm an, Musik an und ab dafür nach Hause. Vorbei am Stau, in relativ frischer Luft und mit viel guter Laune.

99%+1 der Pendler heute tun mir Leid.

(+1 ich tu mir ein bisschen selbst Leid, weil ich meine Radbrille nicht mit habe, die bei dem Wetter echt nützlich ist :-) )

Update:

Und so sieht der kleine Dreckspatz dann aus, wenn er zu Hause angekommen ist…

Was für die FDP zählt ist… die FDP

23. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern im Stadtrat konnte man wieder live erleben, was dieser Tage die FDP ausmacht. Da geht es nicht um das Wohl der Bürger, der Stadt oder gar um die Vernunft. Es geht einzig und allein um… die FDP.

Der gute Herr Benninghoff sprach gestern im Rat an, dass die FDP bei drei von drei Drucksachen zum Thema BETUWE nicht dafür, sondern dagegen stimmen würde. Nicht etwa, weil man wirklich etwas dagegen hätte, gemeinsam mit allen(!) anderen Parteien ein geschlossenes Zeichen an den Verhandlungspartner Deutsche Bahn zu senden.

Nein, wie Herr Benninghoff betonte ging es einzig und allein darum die Position der FDP zu demonstrieren. Seine Begründung war, dass alle drei Drucksachen irgendwie mit der Offenhaltung des Bahnübergangs Schwanenstraße zusammen hängen würden – und die FDP dagegen sei. Und weil sie sich an dem Detail stört, hat sie gestern plakativ einfach mal gegen alles gestimmt. Und mehr als ein Detail ist es nicht, denn bei den Beschlüssen gestern wurden in Sachen Schwanenstraße überhaupt keine Fakten geschaffen, sondern lediglich die Absicht erklärt, den Übergang offen zu halten, sofern die Kosten den städtischen Haushalt nicht überfordern. Also hätte das durchaus im Sinne der FDP sein können. Aber nein, lieber ist man mal pauschal gegen alles.

FDP eine Protestpartei?

Das ist um so unverständlicher, als das die FDP ja damit argumentiert, es gäbe an der Bahnhofstraße eine Unterführung und eine Überführung für den Verkehr an der Rahmstraße. Dabei wird aus geklammert, dass an der Bahnhofstraße ein dicht besiedelter Teil von Voerde sich durch das Nadelöhr zwingt.

Während ein weiterer dicht besiedelter Teil eben über die Schwanenstraße ausweichen kann. Noch und zukünftig nur, wenn der Übergang offen bleibt. Dort würde man eine gewachsene Nachbarschaft zerschneiden und, wie der Seniorenbeirat betonte, vor allem ältere Menschen teilweise von sozialen Kontakten und Nahversorgung abschneiden.

Der Übergang Rahmstraße ist dagegen ein Witz: Mit Irrsinnsgeld wurde hier eine Brücke gebaut (nur für PKW und LKW, an dem Fußgängertunnel wird natürlich nicht gearbeitet), die so gut wie gar nicht befahren ist. Und ja, ich kann das beurteilen, weil ich oft genug mit dem Rad da lang fahre.

Das dort so wenig Verkehr fließt liegt unter anderem daran, dass dort schlicht niemand wohnt, bzw. die Anwohner des weiter weg gelegenen Teils der Rahmstraße entweder über die Frankfurter Straße oder durch den Wohnungswald fahren. LKW-Verkehr zum Kraftwerk und zurück freut sich über die Brücke. Aber Bürgerinnen und Bürger? Eher nicht.

Image via Google Earth

Image via Google Earth

Die alte Prinzenstraße ist nur eine Fuß- und Radfahrunterführung, also nicht für den Berufsverkehr geeignet. Ein Ausweichen auf die B8 würde bedeuten, mehrere km Umweg zu fahren und mehrere Ampeln zu passieren.

Tja.

Aber um hier die eigene Position nicht zu gefährden, war die FDP weder bereit für einen Kompromiss, noch fest zu stellen, dass diese gesamte Diskussion hier nur ein winziges Partikel in der BETUWE-Verhandlung ist und wie wichtig es wäre, das alle Parteien geschlossen der Bahn gegenüberstehen.

Hätten die Piraten so abgestimmt, kann man sich ausmalen, was heute in der Presse stünde. Leider ist in der RP die Verweigerung der FDP nur ein Nebensatz ohne jede Begründung.

Andersherum… wird genau das vielleicht der FDP noch am ehesten gerecht.

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Innenstadtaktivierung?

22. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Da ich im Moment ja wieder sehr viel mit dem Rad unterwegs bin, denke ich naturgemäß auch viel darüber nach. So auch gestern morgen, als ich mit dem Zug aus Duisburg in Richtung Münster gefahren bin.

Hinter dem Bahnhof Duisburg, versteckt unter dem UCI-Bahnhof gibt es eine Radstation. In Münster direkt vor dem Bahnhof gibt es eine. In Voerde gibt es keine.

Warum versteckt man in Duisburg die Radstation so? Ich hätte sie nie gefunden, wenn ich als Besucher nach Duisburg geradelt wäre. Zumal der Bahnhof ja etwas außerhalb der Einkaufszone liegt. Und warum gibt es in Voerde keine?

Oder anders gefragt:

Die Mobilität der Menschen verändert sich. Ich möchte mal behaupten, dass (u. a.) wegen der steigenden Energiekosten das Fahrrad innerstädtisch wieder mehr eingesetzt wird und auch im Zug, also zwischen den Städten trifft man immer mehr Räder an.

Die logische Konsequenz müsste also sein, dass ich als Stadt mich darauf einrichte. So wie ich früher versucht habe,   meine Stadt Auto-freundlich zu planen und genug Parkplätze zu haben, sollte eine Stadt heute auch mal den Fokus auf Radfahrer richten.

Am Beispiel von Voerde könnte das eine klassische Geschichte sein, bei der beide Seiten gewinnen: Am Niederrhein gibt es sehr viele Radfahrer. Wenn ich denen jetzt in Voerde eine Möglichkeit gebe, die Innenstadt möglichst unproblematisch zu erreichen und dort mein Rad sicher abzustellen, wäre schon viel gewonnen.

Wenn man dann als Kommune noch hingehen würde und neben sicheren Stellplätzen auch Schließfächer anbieten würde, die von der Größe her für Rucksack/Tasche und Helm reichen, würde ich den Komfort gleich noch mehr steigern.

Der Gipfel des Luxus wäre dann sicherlich, wenn die Benutzung z. B. für Ticket2000-Inhaber inklusive wäre. Und vielleicht noch Werkzeug verfügbar wäre – solche “Tool Stations” wachsen z. B. gerade in den USA wie Pilze aus dem Boden.

Stellt Euch mal vor, Ihr radelt den Rhein runter nach Voerde. Dort in die Stadt. Stellt Euer Rad unter, legt Eure Sachen ab und geht in Ruhe ein Eis oder eine Pizza essen. Dann holt Ihr Euer Rad wieder ab, seid müde, radelt zum Bahnhof und fahrt nach Hause mit dem Zug.

Oder ihr werft Euer Rad in den Zug, fahrt in die Stadt X. Dort radelt Ihr auf die Einkaufsmsmeile Y und stellt Euer Fahrrad gut und sicher ab. Geht in Ruhe einkaufen und radelt dann zum Bahnhof zurück.

Und jetzt wird es ganz verrückt: Was haltet Ihr von Fahrradplätzen im Parkhaus? Schön trocken, mit Videokamera und so weiter? Nehmen wir z. B. das Parkhaus in Essen auf der Maxstraße: Autos ganztägig 3 Euro. Warum dann nicht Fahrrad ganztägig 1 Euro? Mit dem Rad aus OB, DU oder MH dahin geradelt, Rad eingeparkt, Einkaufen gegangen, heim geradelt?

Natürlich kommt jetzt wieder “wer soll das bezahlen” von allen Seiten. Die Bahn will nicht, die Stadt kann nicht, private Investoren gibt es nicht und so weiter. Aber ist das wirklich das Hemmnis?

Ich möchte mal behaupten, dass Maßnahmen zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur immer billiger sind als für MIV (Motorisierter Individual Verkehr).

Und Lösungen gibt es natürlich schon – es müsste sich nur mal wer trauen:

Disclaimer: Dieser Post stellt nur einen Gedanken, eine Diskussionsgrundlage dar. Keine Lösung.

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Wenn einer eine Reise tut…

21. November 2012 2 Kommentare
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… gibt es Bahnhöfe bei denen man am liebsten durchfahren würde.

Heute im Angebot: Ruhrpottcharme in Wanne Eickel Hauptbahnhof :-)

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Cloud Atlas – Alles ist Verbunden

21. November 2012 Kommentare ausgeschaltet
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Ein Buch, das als unverfilmbar gilt?

Ein Film von den Wachowski-Brüdern?

Der Film Cloud Atlas versucht sich, eine Geschichte zu erzählen, die aus mehreren Episoden in verschiedenen Zeitaltern besteht. Von Anfang an macht der Film dabei klar, dass die Zeitachse hier keine einfache Linie ist – vielmehr finden alle Epochen gleichzeitg statt. Multiversum und String-Theorie lassen grüßen.

Die Schauspieler, allen voran Tom Hanks passen perfekt in den Film und die Handschrift der Wachowski-Brüder ist unverkennbar. Das noch kombiniert mit ein paar Anspielungen auf Meisterwerke wie Soylent Green ergeben einen überdurchschnittlich guten Film.

Hatte ich zunächst die Befürchtung, dass die ständigen Wechsel durch die Epochen und Episoden den Film zu sehr verkomplizieren würden, muss ich jetzt meinen Hut vor Regie und Drehbuch ziehen: Zu keinem Moment verliert man den Faden und auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den Wechseln führen nicht zu Brüchen.

Insgesamt liefern die Wachowski-Brüder ein überaus stimmiges Gesamtwerk ab, dass weniger den Titel Film, als mehr die Bezeichnung Kunst verdient. Und darüber hinaus für jeden Zuschauer die richtige Mischung aus Erzählung, Action und Philosophie liefert.

Der Film wirkt nach.

Insgesamt würde ich Cloud Atlas als solide 10/10 einstufen. Einfach gut gemacht.

Was saugt ist, dass das UCI gestern eine Pause eingefügt hat. Das hat den Filmfluss unnötig unterbrochen. Unnötig deswegen, weil der Film trotz seiner Länge von knapp 3h extrem kurzweilig ist.

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