Archiv

Archiv für November, 2013

Was macht den Strom teuer?

26. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

In einem Beitrag von 2011 und in einem Beitrag von 2012 habe ich schon mal was zu der Frage geschrieben, warum unser Strom eigentlich so teuer ist.

Heute kann ich noch mal nachlegen – allerdings nicht „erfreulicher Weise“. Der Spiegel berichtet in einem Artikel über die Ökostromrabatte, dass alleine der Braunkohletagebau mit fast 70 Millionen Euro gefördert wird:

Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger, doch ausgerechnet der Tagebau profitiert nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen immer stärker von den Industrierabatten bei der Ökostrom-Umlage. Laut internen Dokumenten der Bundesregierung steigen sie 2013 auf 67,7 Millionen Euro.

Da weiß man eigentlich gar nicht mehr, was man dazu schreiben soll: Wir verteuern ökologisch sinnvollen Strom, damit wir den ökologisch und ökonomisch schlechtesten Energieträger am Leben halten können? WTF?

Wer sich jetzt fragt, wer solche Gesetze verfasst und veranlasst, der kann ja mal auf die Nutznießer schauen: Vattenfall, RWE und E.ON

Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

What The Fuck?

24. November 2013 1 Kommentar
No Gravatar

Sagt mal, ich hab mal eine kurze Frage, auf die ich am liebsten eine kurze Antwort hätte: Ist unsere Gesellschaft echt so im Arsch?

WTF 1: Jugendliche überfallen 85 jährige Rollator-Nutzerin

WTF 2: Wütender Mann verletzt 4 Kinder mit dem Auto

2013 und wir entwickeln uns scheinbar zurück ins Primitive.

Kategoriengedanken, soziologie Tags:

50 Jahre Doctor Who: The Day of The Doctor

24. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Ich war mal wieder im Kino.

Auf dem Programm: The Day of The Doctor

 

Mehr…

Die Tribute von Panem: Catching Fire

21. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Ich hatte gestern Abend das Vergnügen, schon den zweiten Film aus der Panem-Reihe im UCI Duisburg zu schauen. Und zwar als Double-Feature mit dem ersten Film gemeinsam 🙂

Mehr…

Kategorienfilm, gedanken, Kino Tags: , ,

Schade um Deutschland

20. November 2013 2 Kommentare
No Gravatar

Sein wir ehrlich: Deutschland ist eigentlich ein wirklich netter Fleck auf der Landkarte.

Wir haben Meer und Berge, Städte und Land. Wir haben High-Tech und Bildung. Ein meistens funktionierendes Rechtssystem und eine paralamentarische Demokratie.

Doch halt. Denn was ich als Schüler für eine der größten Errungenschaften hielt, wofür ich den Menschen die Ihr Leben im Kampf dafür gaben, unendlich dankbar bin, gerade das wird gerade zu einem absurden Theater. Der Titel der Aufführung: „Die Große Koalition“.

Die Zeit, sicherlich nicht das Hausblatt der Grünen oder Linken zeigt an einem längeren Artikel zur Bundestags-Sondersitzung zur NSA-Affäre sehr schön, wohin der Kurs geht:

Oppermanns Auftritt war deshalb natürlich doch eine große Sache. Einer der wichtigsten SPD-Politiker (Oppermann würde gerne Innenminister werden) verabschiedet sich von einer eigenen Forderung und verteidigt stattdessen eine Bundesregierung, der er noch gar nicht angehört. So unspektakulär die heutige Bundestagssitzung insgesamt war, so aufschlussreich war sie darüber, wie die kommenden Jahre laufen könnten: Eine übermächtige Große Koalition, die nach Belieben jede Debatte dominieren kann und sich um Einwände auch von außen kaum schert. (…)

Die Kanzlerin selbst hielt es gar nicht erst für nötig, selbst in die Debatte einzugreifen. (…)

Sie war ohnehin ziemlich unbeteiligt, starrte vor sich hin und ließ es über sich ergehen oder verließ gleich ganz denn Saal.

Wenn ich sowas lese, wird mir Angst und Bange. Denn es zeigt sehr schön, wohin wir uns bewegen und was uns die nächsten Jahre erwartet. Und leider ist es diesmal auch recht einfach, die Schuld zu verteilen: Von der CDU war nichts anderes zu erwarten, aber die SPD schadet Deutschland aktiv.

Sie schadet Deutschland, wenn sie sich auf eine Große Koalition einläßt. Um ein paar Minister zu bekommen und um ein bisschen an der Macht zu sein. Oder zu glauben es zu sein, denn machen wir uns nix vor: Gabriel wird der Mutti nicht die Butter vom Brot nehmen.

Das die SPD auch sich selbst schadet, ist keinen gesonderten Hinweis oder gar eine Erklärung wert. Wofür brauchen wir eine Partei, deren Haltung nicht von der Position des Koalitionspartners zu unterscheiden ist? Die Menschen, die die SPD gewählt haben um eine bitter nötige Veränderung herbei zu führen, sind getäuscht worden und vermutlich die längste Zeit Wähler der SPD gewesen. Es bräuchte eine starke SPD, die sich nicht anbiedert. Die Alternativen (Grün-Rot-Rot) in Betracht zieht. Die sich durchsetzt. Keine Duckmäuse.

Zudem ist eine Politik ohne korrigierendes Gegengewicht einer richtigen Opposition immer eine Politik ohne Balance. Denn wenn man tun und lassen kann, was man will: Welchen Grund hat man dann noch, über den Tellerrand zu schauen?

Ich glaube, die große Koalition ist zum jetztigen Zeitpunkt und in der aktuellen Form der Super-GAU für unser Land.

Kategoriengedanken, politik Tags: , , ,

Ich weiß, wo Du letzten Sommer (Bus) gefahren bist…

20. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Wir sind mittlerweile so abgestumpft, dass neue Überwachungsträume uns kaum noch emotional erreichen. Aktuelles Beispiel: Die Pläne des VRR.

Anders als heute zum Beispiel bei Ticket 1000 oder 2000 sollen die Karten-Inhaber dann bei jeder einzelnen Fahrt an elektronischen Erfassungsgeräten ein- und auschecken. Die VRR-Verantwortlichen wollen auf dieser Basis Fahrgästen zunächst gezielter Informationen übermitteln können, so im Fall von Verspätungen.

Langfristig sei an einen neues „gerechteres“ Preissystem gedacht – zum Beispiel mit kilometergenauen oder zeitabhängigen Abrechnungen, sagte VRR-Sprecher Johannes Bachteler unserer Mediengruppe.

Quelle: DerWesten

Das ist natürlich ausgemachter Schwachsinn: Es wird kein „gerechteres Preissystem“ geben und die „gezielten Informationen“ werden schöne Werbung sein. Tatsächlich geht es darum, betriebswirtschaftlich optimieren zu können: Minimaler Einsatz für maximalen Profit. Das ist an sich auch nicht verkehrt (aus Unternehmenssicht), aber es kann und darf ja wohl nicht mit einer Totalüberwachung einhergehen.

Denn die Geheimdienste freuen sich: Ich kann zwar demnächst mein Handy zu Hause lassen, wenn ich mich unbeobachtet bewegen will, aber die KFZ-Scanner auf der Straße und die totale Überwachung des ÖPNV werden schon dazu führen, dass man jederzeit genau weiß, wann ich wo gewesen bin. Dazu passend hat die Deutsche Bahn ja schon vor langem die Vorlage einer Kreditkarte und seit neustem auch des Personalausweises bei den Fahrkarten eingeführt.

Es gibt, abgesehen von ökonomischen Träumen, keinen Grund für den VRR, seine Fahrgäste komplett zu überwachen. Ich gehe noch weiter: Mit Abgeltung eines Pauschalpreises hat der VRR gar nicht das Recht zu kontrollieren wie oft ich von wo nach wo fahre.

Wer übrigens glaubt, dass das alles Zukunftsmusik vom VRR ist: Kennt Ihr Spyday?

Spyday ist eine App, die als Spiel daher kommt: bewegt man sich in der Nähe von Haltestellen, kann man „Aufgaben“ (kleine Kobel-Spiele) sammeln und die für Punkte lösen. Das geht natürlich auch während der Bus oder die Bahn fährt und die Reihenfolge plus Timestamp der aufgesammelten Aufgaben liefert wunderbare Bewegungsprofile, die zumindest an die eMail-Adresse des Spielers gebunden sind. Perfekt, um zum Beispiel die Pendlerbewegungen von Schülern und Arbeitnehmern aufzuzeichnen.

Und wißt Ihr was mich richtig sauer macht? Wie die Bundesregierung wartet der VRR mit seinen Plänen nicht, bis die NSA-Welle vorbei ist, sondern hofft scheinbar, zwischen all den Snowden-Veröffentlichungen nicht ernst genommen zu werden. Dabei sind es gerade auch die privaten Datentöpfe, von denen eine große Gefahr ausgeht.

Aber was schreib ich das? Regt sich außer mir doch eh keiner auf…

Wie man Leute erschreckt: Social Media

19. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Ohne Worte:

Wenn Du für die Realität nicht paranoid genug bist…

18. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Ich hinterfrage gerne vieles und neige dazu wenig zu glauben. Banker, Versicherungen und Politiker stehen auf meiner Skepsis-Liste meist ganz oben und es braucht viel, damit ich sie von den Spitzenplätzen herunter hole. Manchmal aber ist man überrascht, dass es oft noch viel schlimmer ist, als man dachte.

Nehmen wir mal de-mail. Das Vorzeigeprojekt „sichere Email“, mit der wir, geht es nach unserer Regierung und einigen wenigen gut daran verdiendenen, zukünftig unseren Schriftverkehr elektronicht abbilden.

Eines der Probleme ist, dass die Mails nicht wie z. B. bei PGP Ende-zu-Ende verschlüsselt sind. Sondern beim Dienstleister entschlüsselt und dann wieder verschlüsselt wird. Was für Menschen mit bestimmten Kenntnissen komisch bis alarmierend anmutet, bekommt nun eine völlig neue Dimension.

Denn nach den Veröffentlichungen von Snowden war das amerikanische Unternehmen CSC, welches „Geheimdienstnah“ ist, bei De-Mail genau so im Boot wie beim neuen Personalausweis. Und plötzlich bekommt die Entschlüsselung auf den Servern der Dienstleister eine völlig neue Dimension. Die nämlich, dass damit die gesamte Kommunkation lesbar ist. Und plötzlich wird klar, warum man sich nicht auf Public-Key-Verfahren wie PGP eingelassen hat.

Und wenn man dann noch betrachtet, dass die Firma und damit vermutlich die US-Geheimdienste mit dem nPA gleich auch noch unsere biometrischen Merkmale zugängig gemacht bekommen, dann kann es einem nur noch eiskalt den Rücken herunter laufen.

Es zeigt wieder ein Mal, dass immer dann wenn es um geheim gehaltene Absprachen und Verfahren geht sich lohnt, doppelt hin zu schauen.

Und es zeigt sich, dass man gar nicht paranoid genug sein kann, um der Wahrheit auch nur nahe zu kommen…

Kategorien1984, politik Tags: , , ,

Wir wollten nur Essen: Escape Plan

17. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Eigentlich wollten wir gestern nur Essen gehen. Mal wieder richtig Essen, statt wie gewohnt vor dem Kino hektisch was runterschlingen. Also war der Plan, wir treffen uns zum Essen. Haben wir auch gemacht. Und nachdem wir 4h gegessen haben, sind wir dann doch noch ins Kino gefahren.

Escape Plan in der Spätvorstellung.

Mehr…

Prisoners

15. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Gestern Abend auf dem Programm: Prisoners. Und eine große Überraschung.

 

Mehr…

Kategorienfilm Tags: , ,

Jörg Zierke schlägt wieder zu – und hat (u. a.) mich im Visier…

14. November 2013 1 Kommentar
No Gravatar

In den letzten Tagen kamen zahllose Meldungen, auf die ich schon allein aus Zeitgründen nicht reagieren konnte. Viele davon aus den Reihen der Verhandler um die Große Koalition. Jetzt aber berichtet Heise von einer BKA-Herbsttagung, bei der der BKA Chef Zierke was gesagt hat, das mich betrifft. Und beunruhigt:

Aktuell beschrieb Ziercke die Nutzung von Bitcoins und die in TOR-Netzwerken versteckte Silk Road 2.0 als größte Herausforderungen für die Kriminalistik. Während das Auswärtige Amt den TOR-Entwickler Roger Dingledine einlädt und seine Arbeit mitfinanziert, möchte Ziercke die freie Nutzung von TOR-Software am liebsten unter staatliche Melde-Auflagen stellen.

Als Beispiel für die angebliche Gefährlichkeit von TOR muss Silk Road hinhalten. Der zu vermittelnde Eindruck: Wer TOR nutzt, hat schlechtes im Sinn.

Nun, neben VPN nutze ich auch TOR. Ich betreibe keinen Exit-Node, das heißt ich leite nur Daten für das TOR-Netzwerk weiter. Warum? Weil ich eine Schere im Kopf habe und weiß, dass in diesem ach so freien Land ich dafür verantwortlich gemacht werden kann, wenn jemand anderes Unfug treibt – und dieser Unfug über meinen Anschluss aus dem TOR-Netz in das „normale“ Internet entweicht. Störerhaftung. Ihr kennt das.

Ich weiß aber auch, dass TOR ein wichtiges Werkzeug ist, für all jene die sich verstecken müssen. Dabei rede ich nicht einmal von Dissidenten im fernen China. Sondern auch von Whistleblowern in diesem ach so freien Land, die Informationen weiterleiten wollen, ohne sich selbst zu enttarnen.

Die Beispiele für die schlimmen Dinge, die mit TOR gemacht werden, sind genau so mannigfaltig wie die guten Dinge, die aus einem anonymen Netz entstehen.

Ein Verbot zu fordern, das traut Zierke sich noch nicht. Aber amtliche Meldeauflagen? Ja bitte. Wer denen nicht nach kommt, ist verdächtig und vor allem, wer denen nachkommt ist verdächtig. Denn er könnte ja alle möglichen Übeltäter unterstützen. Außerdem, wenn wir mal ehrlich sind: Die Hemmschwelle eine Software einzusetzen, die man offizielle anmelden muss, ist über alle Maße hoch.

Was genau Zierke damit bezweckt ist auch klar: Die Menschen sollen abgeschreckt werden, TOR zu nutzen und das Netz durch wegbrechende Knoten langsam und unattraktiv gemacht werden. Denn rein fachlich betrachtet nutzt es Herrn Zierke gar nichts, wenn ich mich bei meiner örtlichen Polizei als Knoten registrieren lasse: Die Daten kommen verschlüsselt bei mir an und fließen verschlüsselt weiter. Weder ich noch sonst irgend jemand könnte sie bei mir mitlesen. Auf der anderen Seite könnte man sich natürlich als EXIT-Node registrieren lassen, wenn dafür versichert wird, dass man um die Störerhaftung drumherum kommt. Dann kann man aber im gleichen Moment davon ausgehen, dass ab sofort dank Lawful Interception die eigene Internetverbindung 24/7 kontrolliert wird.

Nach wie vor versucht Zierke, den gemeinen Internetnutzer zu kriminalisieren und jede Technologie, die die staatlichen Allmachtsphantasien behindert (dazu gehört auch Bitcoin) zu verdammen. Und das Schlimme ist ja, dass es an vielen Stellen sogar funktioniert. Dafür brauche ich mir nur die geringe Anzahl an TOR-Nodes und besonders an EXIT-Nodes in Deutschland anschauen.

Es wird dringend Zeit für einen kompletten Politikwechsel. Mit Rot-Schwarz wird das nicht möglich sein, deswegen müssen alle SPDler, die ein freies Deutschland wollen, in dem scharfe Beller wie Zierke an kurzen Leinen gehalten werden, die Große Koalition verhindern. Denn diese wird ein Umfeld schaffen, in denen die Saat des BKA auf einen fruchtbaren Boden fällt. Den Dünger bringt dann IM Friedrich vorbei…

 

Aktuell beschrieb Ziercke die Nutzung von Bitcoins und die in TOR-Netzwerken versteckte Silk Road 2.0 als größte Herausforderungen für die Kriminalistik. Während das Auswärtige Amt den TOR-Entwickler Roger Dingledine einlädt und seine Arbeit mitfinanziert, möchte Ziercke die freie Nutzung von TOR-Software am liebsten unter staatliche Melde-Auflagen stellen.

Rheinische Post in neuem Gewand

11. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Ohne viel Aufsehen ist seit heute das neue Layout der RP-Online im Internet zu bewundern. Und nachdem ich in der Beta-Testphase ja dabei sein durfte, gibt es heute zwei Dinge, die mich ziemlich ärgern.

Das eine ist, dass es jetzt super kompliziert ist, das ePaper-Abo zu finden (das übrigens noch im alten Layout daher kommt): Ganz oben links auf Abo & Service klicken und sich dann von da zum ePaper weiterhangeln. Besser wäre gewesen, wenn nach der Anmeldung auf der Startseite die Möglichkeit geböten würde, zum ePaper zu wechseln. Solange eben noch nicht alle Artikel aus dem Print für Abonnenten auch online verfügbar sind.

rp2

Was mich aber mehr stört ist folgendes: Neben meiner Kritik an der übermäßigen Werbung im neuen Design (kann ich aktuell nicht beurteilen – AdBlocker grüßt) habe ich unter anderem kritisiert, dass die Karte für die Lokalausgaben nicht wirklich gut ist. Die Idee, den Verbreitungsraum darzustellen ist ja löblich.

Dummerweise kommt die Karte, wenn man auf NRW klickt und dann auf Städte. Und auf der Karte ist Duisburg das östliche Ende von NRW. Also natürlich nicht von NRW, sondern des Verbreitungsraums der Lokalteile. Trotzdem finde ich das ganz schön doof – zumal wichtige geographische Merkmale wie der Rhein fehlen.

In der Folge hatte ich schon beim Beta-Test eine Suchphase, um Voerde zu finden. Und die Hoffnung, dass man eine „normale“ NRW-Karte nimmt und die nicht vorhandenen Teile ausgraut. Oder einen Ausscshnitt wählt, in dem man sich besser orientieren kann – z. B. am Rhein. Aber mal ehrlich, sowas geht doch gar nicht:

RP

Denn natürlich erwarte ich Voerde schön weit im Westen(!) einer Karte und direkt am Rhein gelegen. Also will mein Auge Voerde links(!) in Eurer Karte finden. Warum zum Teufel ist es Rechts? Obwohl…. 😉

Liebe RP, können wir noch mal darüber reden?

Kategoriengedanken Tags:

Enders Game

8. November 2013 2 Kommentare
No Gravatar

Gestern war mal wieder Kino angesagt. Auf dem Programm: Enders Game.

Das ich mir den Film anschaue, war mir schon klar seit ich das erste Plakat gesehen habe. Denn das Buch, anders als seinen Nachfolger „Speaker of the Dead“, habe ich ruck zuck verschlungen gehabt. Orson Scott, der Autor hat es geschafft, ein gesellschaftskritisches Drama in eine spannende Sci-Fi-Geschichte zu packen. Und das macht Lust auf mehr.

Die gute Nachricht ist, dass nach dem Film meine Mitschauer nicht so entäuscht waren, wie ich befürchtet habe. Denn der Film hat ein Problem und das ist, dass er sehr nah an der Romanvorlage bleibt.

Weil man aber mal eben keinen Roman in 90 Minuten gepackt bekommt, muss die Geschichte gestrafft werden. Der Ansatz, der im Film gewählt ist missfällt mir: Zunächst wird man mitten in die Geschichte hinein geworfen und viele Fragen werden einfach nicht beantwortet: Was ist mit dem Drittgeborenen? Welche Rolle spielen die Geschwister und so weiter.

Zudem wirken die Szenen aneinander gestückelt: Eben noch hier, jetzt schon da, im nächsten Moment ganz wo anders. Und immer wieder der Wunsch, der Film möge sich mehr Zeit zum erklären nehmen, weil die Leute rechts und links von mir das Buch ja vermutlich eben nicht kennen. So aber wurde es eine visuelle Herausarbeit besonderer Stellen im Buch.

Klar, das muss man dem Film einfach zu Gute halten: Er ist nicht nur handwerklich sehr gut gemacht. Sondern eben auch sehr nah am Roman. Das Stückwerk, dass aber im Kino gezeigt wird, legt doch einen anderen Eindruck nahe: Wir werden einen wesentlich(!) längeren Directors-Cut erwarten können. Der sich dann vielleicht auch mehr Zeit zum Erklären nimmt.  Verdient hätte es die Geschichte!

Kategorienfilm, Kino Tags: , ,

EMails und eCommerce: So geht das nicht

7. November 2013 Kommentare ausgeschaltet
No Gravatar

Ich habe im Internet was bestellt.

Und während des Prozesses bemerkt, dass eines meiner liebsten Werkzeuge, EMail, nicht mehr geeignet ist für bestimmte Aufgaben. Dazu gehört: Der Versand von Rechnungen, wie ihn einige Firmen praktizieren.

Um das mal an einem praktischen Beispiel fest zu machen:

Ich bestelle im Internet bei einer Firma, nennen wir sie X eine Ware. X liefert die Ware schnell und propmt, es ist nur keine Rechnung dabei. Naja, ich kenn das, dass Rechnungen manchmal per Post getrennt von der Ware eintreffen. Vor allem große Logistiker verschicken ja oft aus dezentralen Lagern. Also warten.

Es kam aber keine Rechnung. Auch keine Mahnung.

Irgendwann fällt mir im Spamfilter eine Mail ins Auge „Letzte Mahnung“, Absender die Firma X. Der Inhalt der Mail im wesentlichen nur:

„Sie haben bisher nicht bezahlt. Bitte überweisen Sie bis am besten gestern. Für Details schauen Sie in das angehängte PDF.“

Nur und nur weil ich auf eine Rechnung von X gewartet habe, habe ich X angeschrieben (über die EMail-Adresse auf der Website, nicht via „Antworten an Absender“) ob die Mail authentisch ist. War sie wohl.

Es stellte sich raus, dass X alle Rechnungen und Mahnungen als unsignierte PDF-Anhänge von nicht personalisierten Mails versendet.

Wie soll jetzt jemand erkennen, ob es sich um eine Phishing-Mail oder eine echte Mail handelt? Bei Phishing-Mails bekomme ich inzwischen sogar welche die meinen Namen richtig in der Anrede haben. Und nur die Verknüpfung mehrerer Merkmale wie Kundennummer, Adresse, Name erhöhen überhaupt noch die Sicherheit – aber keineswegs auf ein erträgliches Maß.

Wirklich gute Anbieter schreiben mir nur, dass eine Online-Rechnung vorliegt und ich die in meinem Online-Account finde. Aber selbst das läßt sich fälschen und die Fälle der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass es selbst erfahrenen Internettern schwer fällt, zu erkenne ob eine Mail authentisch ist oder nicht. Wer ist schon so paranoid wie ich und geht „per Hand“ auf die Website des Unternehmens, statt den personalisierten Link in der Mail anzuklicken? Eben…

Die Folge:

Für mich sind Firmen wie X keine möglichen Geschäftspartner, so lange sie ihre Rechnungen nur so verschicken. EMail ist an dieser Stelle kein Ersatz für Papierpost – egal wie ausgestaltet. Mit einer Ausnahme:

Es wäre problemlos möglich, Verfahren zur Authentifizierung einzubauen. Zum Beispiel ein beim Kauf angegebenes Kennwort, mit dem ich Mails „entschlüssel“. Einige privatärztliche Verrechnungsstellen machen so etwas ähnliches: Man muss mit ihnen eine Passphrase vereinbaren und kann seine Dokumente dann online nach Eingabe der selbigen einsehen.

Oder noch besser, digitale Signaturen, wie ich sie mit PGP schon vor huntert Jahren verwendet habe. Damit weiß ich dann ob der Absender echt, das Dokument unverändert und die EMail authentisch ist.

Der Aufwand für Unternehmen wäre geringfügig höher, aber in meinen Augen ist nur eine gute Signatur in einem Public-Key-Verfahren  überhaupt noch „Garant“ dafür, dass eine Mail von X echt ist. Und genau hier verstehe ich nicht, warum sich da nix tut. Und nein, de-Mail ist hier keine Alternative, weil es mich in ein technisches Korsett zwängt, in das ich nicht will.

Auf der anderen Seite gibt es mit PGP nur einen defacto, aber keinen Industrie-Standard.

Dumme Sache das. In der Folge wird mein Spamfilter vor unsignierten Anhängen von bekannten Absendern weiter warnen und Mails mit unsignierten Anhängen von unbekannten Absendern kommentarlos verwerfen. Und ich mit X keine Geschäfte mehr machen.

Hallo! Ich bin ein Milchmädchen und mein Name ist CDU Voerde!

7. November 2013 2 Kommentare
No Gravatar

So oder so ähnlich muss man sich das wohl vorstellen, was die CDU in Voerde gerade treibt – auf dem Rücken zukünftiger Generationen.

Denn seit der letzten Ratssitzung fährt sie eine massive Kampagne gegen… Wald. Die wird heute morgen konsequent in der Rheinischen Post fortgesetzt. Und so lese ich heute morgen in der Printausgabe (Paywall):

„Wir sagen, zukünftig ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausgleich angebracht, aber auch ausreichend“, so Fraktionsvorsitzender Georg Schneider. „Alles, was darüber hinausgeht, ist übertrieben und kann aus unserer Sicht nicht mehr ökologisch begründet und ökonomisch gerechtfertigt werden.“ Er rechnet vor, dass die Aufforstung einer Fläche von der Größe eines Fußballfeldes die Stadt 100 000 Euro kostet.

Ja sagt mal, geht’s noch?

Erstens müssten wir gar nicht so umfangreich Wald aufforsten, wenn die CDU nicht für die unnötige Neubaumaßnahme Sportpark den Babcockwald abholzen lassen würde.

Zweitens sind die Kosten im Vergleich zu den Kosten des Sportparks kaum eine Erwähnung Wert: Meine Wette steht, dass der Sportpark nicht unter 10 Millionen, also 10.000.000 Euro zu haben ist.

Das was die CDU hier veranstaltet  ist eine Milchmädchenrechnung vom Feinsten: Sie will den Wald los werden und einen Sportpark bauen – koste es was es wolle. Die Schäden, die man damit der Gesellschaft zufügt, will sie aber nicht kompensieren. DAS ist dann plötzlich zu teuer. Wäre die CDU, was sie nicht ist, ehrlich sich und den Menschen in Voerde gegenüber, müßte sie die Umweltkosten in den Sportpark einrechen. Das vermeidet sie aber wie der Teufel das Weihwasser, denn um jeden Preis muss der Eindruck erhalten bleiben, der Sportpark rechne sich.

Wie sie auf die 100.000 pro Hektar kommen, verschweigen die Strategen gern.

Wenn in einem solchen Kontext ausgerechnet die CDU eine ökonomische und ökologische Unsinnigkeit erkennt, dann ist das schon nicht mehr witzig. Denn das ökologische Ungleichgewicht durch das Abholzen des Babcockwaldes und das ökonomische Ungleichgewicht durch einen viel zu teuren Sportpark verursachte ja gerade die CDU. Mit willfähriger Hilfe der FDP.

Drittens, das ist das wichtigste Argument für mich, kann jeder sehen (der es sehen will), dass unser Klima sich massiv verändert. Und das kaum zum Besseren. Und man muss kein Genie sein um zu erkennen, auf wie vielfältige Art und Weise hier Wald notwendig ist um den Klimawandel zu verlangsamen und die Folgen des Klimawandels zu mildern.

Wenn für den geplanten Sportpark nun deutlich größere Flächen aufgeforstet werden sollen als auf dem Babcockgelände gerodet werden, sieht Georg Schneider darin den Versuch der Sportplatzgegner, die Baumaßnahme zu verhindern oder zu verzögern.

Ja ne ist klar. Populismus a la CDU Voerde. Unter bewußtem Verschweigen, dass ein Flächenausgleich mit neu gepflanztem Wald 1:1 in keiner Weise die Funktion eines 60 Jahre alten Waldes ausgleichen kann. Und unter Ausblendung der Tatsache, dass die „Sportplatzgegner“ sofort geschlossen parat stünden, würde man den bisherigen Sportplatz sanieren.

Hier wird versucht der Eindruck zu erwecken, dass es um den Sportplatz gehe. Dabei ist die CDU in Voerde generell gegen Wald: Das hat sie im Rat ja mehr als Deutlich gemacht und auch ihr Antrag an die Verwaltung (erster Link) spricht eine deutliche Sprache. Man möchte gerne mehr Fläche landwirtschaftlich nutzen und kommerziell ausbeuten. Was interessieren uns da schon die Folgen?

Denn die wirklichen Folgen werden die Herren, die jetzt Stimmung gegen den Wald machen, nur noch am Rande erleben. Leidtragende werden die folgenden Generationen sein. Aber Hauptsache ein Landwirt im Nebenerwerb kann noch ein ein paar €€€ machen, gell?