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Archiv für September, 2015

Freihandel ist toll! Preiset TTIP!

30. September 2015 Kommentare ausgeschaltet
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TTIP wird ja weiter schön im Geheimen verhandelt und die Vertragspartner (EU und auch Deutschland) bekommen genau gar nichts von den USA darüber mitgeteilt, was sie da eigentlich verhandeln.

Bekannt ist aber unter anderem, dass das Recht von Konzernen gestärkt werden soll, nicht nur vor Gerichten gegen Staaten zu klagen. Sondern auch vor geheimen Schiedsgerichten, die niemandem gegenüber verpflichtet sind. What can possibly go wrong, möchte man fragen.

Kurzer Blick über den großen Teich:

Dort verklagt gerade ein amerikanischer Medizinkonzern das Land Canada(!), weil die dortige Aufsichtsbehörde den Preis für ein Medikament nicht akzeptieren will.

A U.S. drug company is taking the Canadian government to court for its attempt to lower the price of what has been called the world’s most expensive drug. Alexion Pharmaceuticals has filed a motion in Federal Court, arguing that Canada’s drug price watchdog has no authority to force the company to lower its price for Soliris.

Quelle: CBC.ca

Geil, oder?

Und wenn jetzt TTIP und Co tatsächlich kommen, würden wir von solchen Streits nicht einmal hören (dürfen), weil sie ja im Geheimen ausgetragen werden. Nicht nach Gesetzen, sondern nach Regeln eines Vertrags, den die Vertragspartner vor Unterschrift nicht einmal lesen durften.

Demokratie? My ass.

Transparenz? Are you kidding.

 

(Anmerkung: Für Canada heißt TTIP übrigens NAFTA / TPP und natürlich weiß man nur Gutes. )

 

 

 

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Qivicon-Server sind down und ich schüttel mit dem Kopf

29. September 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Ich gebe zu, ich habe mich noch nie richtig mit „Heimautomation“ beschäftigt. Schlicht aus der Perspektive heraus, dass es sich um Investitionen in eine sich noch entwickelnde Technik handelt, die ich nicht brauche.

Das Höchste der Heimautomation in meiner Bude sind die per Notebook programmierbaren Steuerungen der Heizung.

Jetzt verfolge ich das Thema natürlich auch nicht. Und werde gerade auf eine Art und Weise damit konfrontiert, bei der ich nicht weiß ob ich lachen oder weinen soll. Denn auf Heise lese ich:

Das Smart-Home-System Qivicon der Deutschen Telekom ist seit einigen Stunden ausgefallen. Laut einer Mitteilung im Forum der Qivicon Community liegt ein Problem im Rechenzentrum vor, das zunächst dazu führte, dass die Internetseite nicht erreichbar war, Nutzer keinen Zugriff auf den Bereich „Mein QIVICON“ hatten und die App nicht mehr funktionierte.

Ich verstehe das richtig?

Statt einer lokalen Lösung, vertrauen die Menschen die Steuerung ihres Heims einem Webdienst an und dann auch noch der Telekom?

Bin ich wirklich der Einzige, dem das wie aus einem Horrorfilm vorkommt, wenn nicht nur die Steuerung meines Haushalts vom externen Internet und einem Unternehmen abhängt? Sondern dieses Unternehmen damit de facto auch sehr viel sehr genaue Daten über mich hat? Fragt demnächst die Polizei vor der Hausdurchsuchung bei der Telekom nach ob auch jemand da sei? Mal völlig abgesehen von den möglichen Angriffsszenarien auf die Steuerung meiner Haustechnik?

Ich fasse es nicht. Echt nicht.

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Kommunalwahl NRW 2015 – was ist denn da los?

14. September 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Nun sind sie rum und das Ergebnis mag überraschen: Die CDU stellt diverse Bürgermeister – auch in Städten in denen man das nicht erwartet hätte.

Was mich dabei umtreibt ist folgende Frage:

Wie viele Menschen haben CDU gewählt, weil sie glauben, Angela Merkel hätte die Flüchtlingspolitik im Griff? Mir kommt das gerade so vor, als wäre das Drama um die Mesnchen auf der Flucht für Merkel sowas wie das Oder-Hochwasser.

Und der Gedanke, dass es Menschen gibt die ersten glauben, dass Merkel gute Asylpolitik machen würde und die zweitens deswegen heute bei der CDU ihr Kreuz gemacht haben… dieser Gedanke hat das Potential mir den Schlaf zu rauben.

Hackerangriff via E-Mail

12. September 2015 Kommentare ausgeschaltet
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Auf die Gefahr, dass ich mich anhöre wie eine kaputte Schallplatte: Mit Signaturen wäre das nicht passiert:

Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ ist den Experten des BSI mittlerweile immerhin klar, wie die Systeme angegriffen wurden. Im Fall des Bundestags handelte es sich dabei um eine E-Mail, die so aussah, als sei sie von der UNO verschickt worden – hinter dem „@“-Symbol stand in der Adresse die Domain „un.org“.

(Quelle: SZ)

Es ist mir unverständlich, dass es immer noch Menschen gibt die glauben, einer E-Mail könnte man so ohne weiteres vertrauen. Nein, kann man nicht.

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