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Archiv für Dezember, 2016

Kino 2016

31. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Das Kinojahr 2016 ist nunmehr zu Ende. Das Jahr 2017 wird mit Filmen wie „“Passenger“ und „Guardians of the Galaxy 2“ sehnsüchtig erwartet 🙂 Aber wenn ich so in meine Liste schaue, war 2016 kein schlechtes Kino-Jahr. Angefangen mit der für mich größten Überraschung: „Ich bin dan mal weg“ und beendet mit dem 43. Besuch im UCI: Allied.

  1. Ich bin dann mal weg (+)
  2. The Revenant (-)
  3. Point Break (-)
  4. 5. Welle (+)
  5. Hateful 8 (+)
  6. Hateful 8 (+) (OV)
  7. Deadpool (+)
  8. Zoomania (+)
  9. 13 Hours (+)
  10. Zoomania 3D (+)
  11. Allegiant (-)
  12. London has fallen(+)
  13. 10 Cloverfield Lane (+)
  14. 10 Cloverfield  (+) (OV)
  15. Hardcore (-)
  16. Dschungelbuch (-)
  17. Alice im Wunderland (-)
  18. Money Monster (+)
  19. Nice Guys (+)
  20. Bastille Day (+)
  21. CIA (-)
  22. Independence Day(-)
  23. Verräter wie wir (-)
  24. StarTrek Beyond (+)
  25. Suicude Squad (+)
  26. Pets (+)
  27. Jason Bourne (+)
  28. Now you see me 2 (-)
  29. Shallow Waters (o)
  30. Purge (+)
  31. Glorreichen Sieben (+)
  32. Nerve (+)
  33. War Dogs (+)
  34. Insel der besonderen Kinder (+)
  35. Inferno (-)
  36. The Accountant (+)
  37. The Girl on the Train (+)
  38. Dr. Strange (-)
  39. Jack Reacher 2 (-)
  40. Arrival (OV) (+)
  41. Sing (+)
  42. Rouge One (+)
  43. Allied (+)

Wenn ich durschnittlich 12€ für eine Karte anlege, dann wären das gut 504€ gewesen, die ich für Tickets alleine ausgegeben hätte. Der Kauf der „UCI Unlimited Card (Jahrespreis 270€) war also mehr als gerechtfertigt 😉

Der Beste in 2016 war für mich „The Accountant“, gefolgtr von „The Girl on the Train“ und „Ich bin dann mal weg“.

Der Schlechteste war eindeutig „The Revenant“, gefolgt von „Point Break“ und „Verräter wie wir“.

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Oh: Gute Nachrichten vom EuGH?

21. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Kurz vor Weihnachten kann es ja auch mal gute Nachrichten geben:

Der EuGH kippt die Vorratsdatenspeicherung. Und wenn man der FAZ glauben will, mit der einzig richtigen Begründung:

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die anlasslose Vorratsdatenspeicherung in der Europäischen Union gekippt. Sie lasse „sehr genaue Schlüsse auf das Privatleben“ der Menschen zu, urteilte der EuGH in einem Mittwoch in Luxemburg verkündeten Urteil.

Der Grundrechtseingriff, der mit einer nationalen Regelung einhergehe, die die Speicherung von Verkehrs- und Standortdaten vorsehen, sei somit als besonders schwerwiegend anzusehen.

Juhu.

Obwohl: Wieso zum Teufel muss eigentlich ständig der BGH oder der EuGH uns vor den Allmachtsphantasien der Politik-Hardliner schützen?

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War ja auch zu schön – und deswegen hält man die Fresse

20. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Nach dem verheerenden Anschlag in Berlin schossen sofort die üblichen Spekulationen ins Internet. All die rechten Vollhonks fühlten sich sofort berufen, heraus zu schreien, dass nun Blut an Merkels Händen klebe. Und das es doch bestimmt und mit Sicherheit ein „Flüchtling“ gewesen sei.

Die Presse machte, wie so oft, nicht die beste Figur. Und das ist ein schönes Zeichen dafür, warum man eben nicht sofort mit Sondersendungen und Live-Tickern agieren sollte. Vielmehr sollte man den Spezialisten der Polizei Zeit geben, ihre Arbeit zu machen.

Aber was rede ich. Das ist am Ende 2016 ebenso passe, wie die Konzentration auf tatsächliche Fakten. Und wenn die dann auch noch ins Begehr des rechten Mobs passen, hat man eine Ahnung, was passieren wird. Und spätestens mit diesem Post von DasErste war der Damm gebrochen und der Hass ließ sich freien Lauf in den Sozialen Medien:

Nicht ein einziger Fakt, dafür 4 Annahmen, die sich auf Gerüchte stützen. Und der Hinweis, dass das nicht bestätigt ist. Die Frage warum man es trotzdem herausposaunt, ist wohl Nebensache.

Heute hört sich das ganz anders an, z. B. auf der Wesbeite der Welt ab 2m 48s.:

Die Angaben des mutmaßlichen Täters seien überprüft und als korrekt erachtet worden. „Wir haben den falschen Mann“, heißt es in der Berliner Polizei. „Und damit eine neue Lage.

So was interessiert den Mob natürlich nicht. Der ist entfesselt.

Als mir klar war, was da passiert, habe ich mir eine Social-Media-Pause gegönnt. Und nach all dem, was ich so aus dem Freundeskreis höre, war das auch gut. Wohin das noch führen soll und wird, vermag ich mir heute gar nicht vorstellen.

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Wie Apple die Kunden am Arsch vorbeigehen

15. Dezember 2016 1 Kommentar
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Ich bin ja schon angesäuert, weil die kommenden iPhones kein 3,5er Klinkenstecker mehr haben. Das ist für mich ein No-Go. Und die verklebten Bauteile ohne Austauschmöglichkeit in den Notebooks werden langfristig verhindern, dass ich mir eines vom Apfel kaufe.

Aber auch bei meinem iPhone schafft Apple es immer wieder, mich mit Verschlimmbesserungen zu entsetzen. Nehmen wir z. B. eine der Funktionen überhaupt: Das Abspielen von mp3.

Seit einiger Zeit versucht Apple ja schon, die eigenen Online- und Streamingdienste zu forcieren. Das ging und geht massiv auf die Funktionalität und die Übersichtlichkeit der iPod-App. Und nervt.

Früher gab es aber eine Funktion, die für mich wichtig war: Mit Klick auf den Titel im Wiedergabemodus konnte ich die Bewertung (1-5 Sterne) ändern. Das ist interessant, weil ich automatische Playlists habe, die sich aus den Bewertungen erzeugen.

Vor einigen Versionen fiel diese Funktion auf ein Mal weg.

Mit dem Update auf iOS 10.2 kündigte Apple an, dass diese Funktion wieder da sei. Ich war also wohl nicht der Einzige, der sich beschwert hat. Nur, nach dem Update stellt sich die Frage: Wo zur Hölle ist die Funktion abgeblieben?

Nach längerer Suche stellt sich raus: Man muss sie erst in den Einstellungen aktivieren (nicht in der App, in den Systemeinstellungen(!) und dann verbirgt sie sich im Untermenü eines Untermenüs. Nix mehr mit Klick auf den Titel, sondern Klick auf Menü, Klick auf Bewerten und dann kann man mit Glück Sterne vergeben. Wer denkt sich so einen Scheiss aus?

Mit dem Update auf 10.2 hat Apple aber eine weitere Sauerei veranstaltet:

Obwohl bei mir ausgeschaltet, hat das Update die „Live“-Funktion für Fotos wieder aktiviert. Das hat mich heute  morgen ein paar Fotos gekostet, weil:

Die Fotos werden in einem speziellen Video-Format gespeichert, dass mein Lightroom nicht kennt. Bzw. Lightroom erkennt die Bilder als Defekt (Keine Bilddateien im Stream). Bei dem Versuch die Bilder vom Handy auf den Rechner zu bringen und in LR zu verarbeiten, kam es jetzt zu einem doppelten Problem:

Dadurch, dass LR die Bilder als defekt erkannte, wollte ich sie wieder auf das Handy schieben, um sie über die Mailfunktion aus iOS heraus dann als JPG an meinen Rechner zu schicken. Nur dummerweise ist das Handy ein Read-Only-Device. Man kann einmal aus dem Speicher auf das Notebook verschobene Bilder gar nicht mehr auf das Handy schieben. Super Idee, Apple.

Nicht nur, dass ich keine Dateien auf den Apfel schieben kann, dieses bekloppte „Live“-Format führte durch eine Verkettung unglücklicher Zustände jetzt dazu, dass die Dateien leider nicht mehr nutzbar vorliegen.

Warum genau schalte ich eigentlich etwas ab, damit Apple es wieder ein schaltet? Das ist so ähnlich wie mit dem Batteriesparmodus, den ich gerne nutze – den das iPhone aber selbsttätig abschaltet, wenn es der Meinung ist, dass der Akku voll genug sei. Das ich die Funktion vielleicht nutze um die Akku-Laufzeit generell zu verlängern, scheint noch keinem aufgefallen zu sein.

Inzwischen ist iOS einfach nur noch ein aufgeblähter Misthaufen, der seine User ohne Ende gängelt und glaubt, immer besser zu wissen was man eigentlich will. Zusammen mit dem fehlenden Kopfhöreranschluss stellt sich also die Frage:

Was wird mein nächstes Smartphone?

Das es ein Apfel wird, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

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Welches Jahr haben wir eigentlich?

13. Dezember 2016 4 Kommentare
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Ich bin echt geschockt:

Als vor einigen Monaten der SPD-Parteitag in Bocholt wegen Drohungen abgesagt wurde, war ich schon echt entsetzt. Heute aber gibt es leider eine weitere Eskalation:

Der Bocholter SPD-Chef Thomas Purwin ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten – weil jetzt nicht nur er, sondern auch seine Familie so massiv bedroht werden.

Die Strafverfolgungsbehörden sind offensichtlich nicht in der Lage gewesen, dem Treiben ein rechtzeitiges Ende zu setzen. Das ist fast genauso schlimm wie die Vorstellung, dass es rechtsextreme Kräfte jetzt schaffen, demokratische Prozesse zu beenden.

Das ist auf so vielen Ebenen so übel, dass ich geneigt bin etwas zu tun, was ich selten  mache: Ich fordere härtere Strafen. Angriffe und auch Drohungen, Beleidigungen und Schmähungen gegen Politiker, eben auch gegen ehrenamtliche, müssen ernst genommen, verfolgt und abschreckend sanktioniert werden. Sonst brauchen wir den ganzen Demokratiescheiss bald nicht mehr, wenn eh nur noch das Recht des vermeintlich Stärkeren gilt.

 

Kategorienpolitik Tags:

Warum eigentlich Lügenpresse? Vielleicht darum?

12. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Heute wehrt sich die Presse ja mit allen Mitteln gegen den Vorwurf der Lügenpresse. Man möchte den Status der 4. Gewalt behalten und als Korrektiv wahrgenommen werden.

Und vielleicht sollten dann alle Organe der Presse bei sich selbst mal anfangen und überlegen, ob sie nicht lieber Recherchieren und neutrales Berichten als Priorität betrachten, denn Klicks.

Ein schönes Beispiel dafür gibt es gerade im Umfeld des Flughafen Weeze. Hier wurden die Anteile des Kreises Wesel und des Kreises Rees in eine stille Gesellschaft überführt. Ich bin dagegen, aber aus anderen Gründen als die meisten. Von denen viele ihr Wissen wohl aus der Presse ziehen.

Zum Beispiel aus dem „Kurier am Sonntag„, nach eigener Beschreibung satirisch, kritisch, kontrovers. Und man kann nur hoffen, dass der verlinkte Artikel Satire ist.

Es beginnt bei der reißerischen Überschrift:

„Kreistag stimmt Entmachtung zu: 24 Millionen für stille Gesellschaft“

Der Autor will uns damit zwei Dinge sagen: erstens hat der Kreis offensichtlich in der stillen Gesellschaft nichts zu sagen und zweitens zahlt er dafür 24 Millionen. Mal angenommen, dass ist keine Satire: Hätte er doch wenigstes mal in die Wikipedia geschaut!

Die Einführung ist dann diese:

„Kurz vor Weihnachten macht der Kreistag dem Flughafen Weeze wie erwartet ein 24 Millionen Euro Geschenk: Mit großer Mehrheit beschloss der Kreistag in nicht-öffentlicher Sitzung am Donnerstag, seine dem Flughafen einst gewährten Kredite in  Höhe von 24 Millionen Euro in eine so genannte „stille Gesellschaft“ zu überführen. Die Gemeinde Weeze wird es dem Kreis gleich tun und dem Flughafen gewährten Kredite in Höhe von 2,8 Millionen Euro in diese Gesellschaft überführen.“

Jetzt könnte man sich natürlich mit dem Wesen einer stillen Gesellschaft und dem Unterschied zwischen Eigenkapital (durch die Gesellschafter) und Fremdkapital (Kredite) beschäftigen. Und so Kleinigkeiten wie Zinsen beim Kredit und Anspruch auf den Gewinn beim Eigenkapital. Aber das wäre vermutlich zu komplex.

Auch das ein Gesellschafter immer Rechte hat, ein Kreditgeber aber nur das auf Rückzahlung und Zinsen ist wohl eher zu hoch.

„Eine stille Gesellschaft entspricht nicht einem Gesellschaftsverhältnis, sondern ist eher eine Form des Schuldverhältnisses.“

Dieser Satz steht übrigens 1:1 in der Wikipedia 😉

Die genauen Vereinbarung zwischen Kreis, Weeze und Flughafen bleiben geheim. In der Regel ist es so, dass eine stille Gesellschaft an Verlusten oder am Gewinn beteiligt ist, nicht aber am Vermögen.

Dieser Satz ist so geil, weil er einen so falschen Eindruck erweckt, wie nur eben möglich. Denn natürlich ist das Wesentliche die Gewinnbeteiligung. Und das mit den Verlusten kann vertraglich ausgeschlossen werden. Wikipedia beschreibt das so:

Die Rechte und Pflichten des stillen Gesellschafters beschränken sich ausschließlich auf das Innenverhältnis. Der stille Gesellschafter nimmt am Verlust bis zur Höhe seiner Einlage teil (§ 232 Abs. 2 HGB). Oft wird die Verlustbeteiligung im Gesellschaftsvertrag aber ausgeschlossen (§ 231 HGB). Die Einlage kann gemäß § 706 Abs. 3 BGB entweder in Geld oder auch in Sach- oder Dienstleistungen bestehen. Für die Überlassung der Einlage erhält er üblicherweise eine Beteiligung am Gewinn.

Der wesentliche Unterschied ist folgender:

Bin ich Kreditgeber, habe ich das Ausfallrisiko, dass ich in die Zinsen einpreise. Wenn es dem Unternehmen aber gut geht und es Gewinne schreibt, habe ich da gar nix von. Wenn ich aber (stiller) Gesellschafter bin, nehme ich am Erfolg des Unternehmens teil. Vereinfacht kann man sagen, dass man Kreditgeber ist, wenn man eine sichere Rückzahlung im Auge hat und stiller Gesellschafter wird man, wenn man vom unternehmerischen Erfolg ausgeht und mehr Gewinnanteile bekommen würde, als Zinsen.

Die stille Gesellschaft ist nicht im Handelsregister eingetragen und auch nicht zu Veröffentlichungen verpflichtet. Das bedeutet, dass der Steuerzahler, um dessen Geld es hier geht, nun völlig von der Information abgeschnitten ist.

Das Eine hat mit dem anderen mal  wieder gar nix zu tun. Denn das ein stiller Gesellschafter nicht zur Veröffentlichung nach Handelsrecht verpflichtet ist, bedeutet nicht, dass die Kreise als Gesellschafter nicht sehr tiefe und sehr genaue Einblicke haben, wie es dem Unternehmen geht. In Wahrheit hat man hier sogar mehr Kontrolle, als bei einem Darlehen, bei dem man letztlich nur die „Kredittragfähigkeit“ auf Grund der Jahresabschlüsse (und einiger Papiere mehr) bewertet. Der Artikel verdreht also die Tatsachen exakt.

Der ganze Artikel hat nur einen einzigen Zweck: Die Menschen aufzuwiegeln, dass „die da oben“ mit ihren Steuergeldern wieder mal machen, was sie wollen. Dabei wird auch nicht davor zurück geschreckt, die Realität einfach mal ins Gegenteil zu verkehren. Vielleicht unter dem Motto: Satire darf alles.

Die Kommentare, schon der Erste, lassen aber nicht vermuten, dass der Artikel als „Satire“ wahrgenommen wird.

#1 Jens-Uwe Habedank 09.12.2016 19:23
Was, und wieviel bekommen a) Kreisverwaltungsführung b) Fraktionen/ Kreistagsmitglieder und c) evtl. Sonstige Personen/ Gesellschaften für diesen Raub am Volk..?

Den „Raub am Volk“ politisch zu bewerten überlasse ich jetzt Euch.

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Wie…

8. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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…arschgeil ist das denn bitte???

Kategoriengedanken Tags:

Westworld

7. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Mögt Ihr Geschichten mit Tiefgang?

Geschichten, die Euch an den Rande Eurer Aufnahmefähigkeit bringen? Die mit Moral und Ethik jonglieren und dabei eine Story erzählen, die auf so vielen Ebenen episch ist, dass Ihr gar nicht genug kriegen könnt?

Dann kommt hier ein Must-Watch: Westworld

Was beginnt wie eine Neuverfilmung des Klassikers von 1973 entwickelt sich schnell zu einem Hightech-(Alb)-Traum der Extra-Klasse, in dem nicht nur, aber besonders, Antony Hopkins einfach brilliant ist.

Mit jeder Folge gerät man tiefer in das Labyrinth der Geschichte um Dolores und Ford und viele Wendungen sind nicht nachvollziehbar.

Und auch wenn das Ende der Staffel absolut befriedigend ist: Die Wartezeit bis Staffel 2 in 2018 erscheint, wird eine Qual werden. Eine süße Qual. Denn:

Westworld ist defintiv eine der besten Serien seit Lost (Staffel 6 ausgenommen).

Und deswegen freut man sich natürlich, wenn man in Westworld dann (unter anderem) auch die eine oder andere Anspielung auf Lost (und andere gute Geschichten) findet.

Ich bin absolut begeistert.

Kategorienfilm Tags:

Welcome to the Mittelalter

7. Dezember 2016 3 Kommentare
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2016?
Nicht wirklich. Wenn ich sowas lese:

„Tailands Militärregierung ermittelt wegen einer wenig schmeichelhaften Biografie des neuen Königs Vajiralongkorn gegen den britischen Sender BBC. Der Verdacht laute auf Majestätsbeleidigung, bestätigte ein Sprecher der Militärjunta an diesem Mittwoch.“

Quelle: FAZ

Bei Erdogan / Böhmermann konnte man ja noch eine Ausrede finden… aber hier?

Und macht Euch keine Hoffnung, das wäre ja alles weit weg. Denn darf ich Euch an Anfang des Jahres erinnern? Hier, mitten in Deutschland:

Wegen Gotteslästerung ist ein ehemaliger Lehrer in Nordrhein-Westfalen zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der 67-Jährige muss als Bewährungsauflage 500 Euro zahlen, entschied das Amtsgericht Lüdinghausen. Der Mann hatte die Rückscheibe seines Autos großflächig mit Sprüchen wie „Jesus – 2000 Jahre rumhängen und immer noch kein Krampf!“

Quelle: SPON

Au Backe.

Kategoriensoziologie Tags:

Und ewig lockt die Kohle… äh das Atom

6. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Jetzt ist es amtlich:

Das Bundesverfassungsgericht hat E.ON und Co heute grundsätzlich einen Anspruch auf Schadenersatz zugesprochen. Dieser erwächst aus der erzwungenen Abschaltung der AKW nach Fukushima.

Das Urteil ist nicht überraschend um im Grunde richtig. Denn wenn wir mal vom Atom weg gehen: Wie wäre es wenn die GroKo heute spontan VW verbieten würde Autos zu bauen oder Thyssen Stahl zu produzieren?

Der eigentliche Skandal ist auch nicht das dilettantische Vorgehen von Merkel, die Atomkraft erst als sicher gepriesen hat und dann nach Fukushima spontan umgeschwenkt ist.

Der Skandal an sich ist die schon damals viel zu lange geplante Restlaufzeit und die Milliarden, die man als Subventionen und Förderung in Atomkraft gesteckt hat. Der Skandal ist, wie lange sich die Bundesregierung, hier vor allem CDU und CSU in verschiedenen Konstellationen, gedacht hat, es würde schon alles gut gehen.

Die Rechnung bezahlen wir jetzt. Durch die Kontamination von Fukushima genauso wie durch die Steuermilliarden, die jetzt sterbenden Energieriesen zu Gute kommen. Als Ergebnis einer völlig gestrigen Politik.

Aber, man muss ja auch das Positive sehen:

An den Börsen zogen die Aktienkurse der drei Konzerne deutlich an.

Na dann ist ja alles gut.

Kategorienökonomisch, politik Tags:

DerWesten.de – was zur Hölle???

1. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Ich lese die ePaper von RP und NRZ fast täglich, weil mich vor allem der Lokalteil interessiert. Und natürlich klicke ich gelegentlich auch mal „nur so“ auf derwesten.de. Naja, klickte, denn nach heute morgen werde ich wohl nur noch meine Deeplinks verwenden.

westenLieber derWesten, was soll denn das?

Wollt Ihr die neue HuffPo sein? Mal abgesehen von der Platzverschwendung und nicht optimalen Darstellung im Browser finde ich schon die inflationären Ausrufezeichen total daneben: Unglaublich! Jezt ist es raus! Ganz neu!

Oder wie ich sagen würde. Seid ihr noch ganz frisch? Vielleicht habt Ihr auch nur noch nicht mitbekommen, dass die Hochzeit des Clickbait schon wieder vorbei ist und diese Senstationalisierung von Nachrichten nur nervt.

 

Warum setzt Ihr Eure optische Seriösität für ein Tablet-Design aufs Spiel, dass zudem noch den Eindruck erweckt, Ihr wollt um jeden Preis nicht mehr ernst genommen werden?

Übrigens, Protip: Angesichts der Diskussion um Gewalt im Amateurfußball ist die Headline „…versohlt (…) nach Strich und Faden“ ja auch eher so Semi. In der Summe würde ich mich Christian Spließ anschließen: Das war ein Satz mit x – das war nix!

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Die FDP, das Stöckchen und der Unterhaltungswert

1. Dezember 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Die FDP Voerde hat auf ihrer Website nach langem Schweigen mal wieder eine politische Äußerung getätigt. Das war eine so schöne Steilvorlage, dass ich es mir (natürlich) nicht habe nehmen lassen, eine ähnlich polemische Replik zu schreiben.

Die beabsichtigte Wirkung wurde auch voll erzielt: Nur kurz danach veröfffentlichte die FDP einen weiteren Artikel, der auf der Oberfläche vor gefühlter Wut und Schaum vor dem Mund tropft. Mir scheint es so, dass alle starken Emotionen wie Hass, Wut und Liebe den Menschen im Denken einschränken.

Insofern bräuchte der Artikel eigentlich auch keine Erwiderung: Die Ausführungen der FDP und der nachgeschobene Beitrag zeigen sehr deutlich wo die FDP steht. Und wie es um die FDP steht.

Und trotzdem ist ein Punkt von außerordentlicher Auffälligkeit:

Wahrscheinlich ist es ein Problem mit der Logik, wird doch im „Beitrag“ der Grünen ernsthaft bestritten, dass auf einer verengten Fahrbahn weniger Platz zum Ausweichen bleibt, falls eine Person (Fußgänger oder Radfahrer) bspw. aus Unachtsamkeit (Unfallursache Nr.1!) plötzlich auf die Fahrbahn vor ein herannahendes Fahrzeug gerät. So eine Situation ist im grünen Paralleluniversum im wahrsten Sinne des Wortes undenkbar, daher wird sie flugs wegdefiniert bzw. -geschwafelt.

Merke: zulässige Unfallursachen gemäß grüner Diktion sind ausschließlich Abbiegefehler, mangelnder Abstand und zu hohe Geschwindigkeit – andere Auslöser wie Unachtsamkeit sind Erfindungen liberaler Lügenpropaganda.

Hier kommen wir jetzt zu dem Problem „denken wenn ich wütend bin“:

Ganz bewußt habe ich in meinem Beitrag von den Hauptunfallursachen gesprochen. Hätte der Autor oder die Autorin (man versteckt sich leider hinter Pseudonym) jetzt die Emotionen runtergeschraubt und wenigstens mal Wikipedia genutzt, hätte man lernen können, dass das tatsächlich ein feststehender Begriff der Verkehrsunfallstatistik  ist:

Die Hauptunfallursachen ergeben sich aus der Häufigkeit der Unfälle nach der Verkehrsunfallstatistik des Bundes und der Länder. An ihnen orientieren sich die Maßnahmen der Verkehrsüberwachung.

Hauptunfallursachen nach der vorgenannten Verkehrsunfallstatistik sind:

Statt sich also auf die tatsächlich mögliche Kritik an dieser Zählweise zu stürzen, verfällt die Autorin oder der Autor in eine Schreibweise, die für mich stark an PEGIDA und die besorgten Bürger erinnert: „Grüne Diktion“ und „Liberale Lügenpropaganda“ werden genutzt, um sich selbst in die Opferrolle zu begeben.

Das ist in vielerlei Hinsicht ausgesprochen interessant.

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