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Archiv für Januar, 2017

Neue Taktik der AFD?

30. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Auch interessant:

In den letzten Tagen ist mir mehrfach berichtet worden, dass die AFD sich an Jäger „ranwanzt“. Das ist auch verständlich:

Die AFD möchte Waffenbesitz legalisieren und eine der Gruppen die waffenrechtlich oft im Fokus ist, sind die Jäger. Anders als Sportschützen, die nur gelegentlich mal im Zusammenhang mit Amok-Läufen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken, sind Jäger auch gerne Gegenstand der Politik.

Und meistens driften die Vorstellungen der Jäger und der Politiker auch deutlich auseinander. Die einen fühlen sich missverstanden, die anderen haben möglicherweise nicht ausreichend Feingefühl. Was auch immer der Grund sein mag, warum sich Politik und Jäger oft nicht grün sind (sorry für das Wortspiel), die Taktik der AFD ist durchschaubar aber nicht doof:

Da kann man sich jetzt seinen Teil denken. In meinem Teil geht die eine oder andere Alarmlampe an, wenn ich sowas mitbekomme. Und getreu dem Motto: „Holzauge sei wachsam“ würde ich Euch bitten, im Freundes- und Bekanntenkreis zu lauschen, welche „Peergroup“ gerade noch von der AFD um worben wird.

Bei den Jägern in NRW, die gerne mit unserem grünen Umweltminister über Kreuz liegen, hoffe ich auf genug Wachsamkeit, falls es auch in unserem Bundesland solche Anwerbeversuche geben sollte. Über die Gefahren muss ich wohl nix sagen.

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Wie rechts ist Deutschland?

25. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Der Tagesspiegel hat einen interessanten Artikel darüber veröffentlicht, wie groß und gewaltbereit das rechte Spektrum in Deutschland ist. Denn es wird ja gerne so getan, als wäre linke und rechte Gewalt vergleichbar gefährlich.

Auch die einzelnen Gruppierungen beleuchtet der Artikel. Interessant sind zwei Dinge:

  1. Die AFD wird als „übermächtig“ (gegenüber der NPD) erwähnt, aber nicht weiter ausgeführt. Hier traut sich der Tagesspiegel vielleicht noch nicht, die AFD als die große rechte Partei ins Rampenlicht zu führen. Das könnte man meiner Meinung nach spätestens seit dem durchschaubaren „guter Rechter  – böser Rechter“-Spiel von Petry und Höcke
  2. Der Artikel geht zwar kurz auf soziale Medien ein. Er lässt jedoch die Chance verstreichen die selbstverstärkenden Mechanismen der sozialen Medien zu beleuchten: Viele Menschen beginnen zu glauben, dass rechte Ansichten „normal“ sind und man sie auch offen vertreten kann und soll. Dabei findet auch ein Überschwappen auf Leute statt, die eigentlich weniger dem Spektrum zuzuordnen sind – tatsächlich aber aus Angst, Sorge und mangeld Faktenkenntniss für bestimmte Aussagen empfänglich sind.

Insbesondere Punkt 2 macht mir Bauchschmerzen: Es besteht die Gefahr, dass ein erfolgreiches Abschneiden der AFD bei der Landtagswahl NRW einen Mitnahme-Effekt für die Bundestagswahl erzeugt. Einige Menschen werden sich denken: „Wenn so viele die wählen, kann ich die auch wählen, um denen da oben mal was zu geigen“ und „Nach der Wahl ist ja in NRW nix schlimmes passiert, was kann da schon im Bund schief gehen“.

Wir sollten langsam gesamtgesellschaftlich endlich das Problem „Rechtsterror“ ernst nehmen. Denn die neue Rechte ist ja nicht doof, sondern vereint sehr geschickt den „Straßenkampf“ mit der Politik der vorsichtig gewählten Worte (Petry) und der Politik des Polterns (Höcke). Das spricht mehr Menschen an, als uns lieb sein kann.

Und es ist unsere Aufgabe, dem etwas entgegen zu setzen.

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Ein Radweg ist ein Radweg ist ein…e Landstraße?

25. Januar 2017 1 Kommentar
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Manchmal macht man morgens das Internet an, liest Nachrichten und will wieder ins Bett. So wie heute morgen, also lesen musste, dass wegen Umweltgesetzen der RS 1 in Essen erst 2020 weiter gebaut wird – eigentlich sollte er da fertig sein.

Gut, jetzt bin ich als Grüner ja eher Verfechter der Umweltgesetze. Aber der Artikel in der WAZ mutet trotzdem mehr als merkwürdig an:

Schuld daran ist das „Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz“, das erst Ende 2016 verschärft wurde. Es besagt, dass bei der Planung einer Straße, die an einem Betrieb entlangführt, in dem es zu einer Umweltstörung kommen kann, vorher auf jeden Fall eine „Umweltverträglichkeitsprüfung“ durchgeführt werden muss. (…) Der RS1 ist kein normaler Radweg, sondern wird rechtlich seit dem vergangenen Jahr wie eine Landesstraße behandelt.

Dafuq? Ehrlich gesagt war mir dieses „Detail“ bisher nicht bekannt. Und es scheint mir auch ein bisschen surreal:

„So gesehen, macht es in der Planung keinen Unterschied, ob wir eine vierspurige Straße an Goldschmidt entlangführen oder den Radweg“, sagt ein Abteilungsleiter bei „Straßen NRW“, der zuständigen Behörde.

Aber, kommt noch besser:

Für eine Umweltverträglichkeitsprüfung muss zunächst ein Planfeststellungsverfahren her – eine aufwändige Prozedur, bei der viele Akteure zu beteiligen sind.

Wenn das so ist, dass der RS 1 eine Landstraße ist, wieso fällt denen _jetzt_ erst auf, dass es eines Planfeststellungsverfahrens bedarf? Wer hat denn da in den letzten Jahren seelenruhig geschlummert und ist jetzt vom (Büro-)Stuhl gekippt?

Kategorienfahren, politik Tags:

Heute vor 3 Jahren…

23. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Vor drei Jahren stand an dieser Stelle eine Nachricht von Golem, dass bis heute Facebook 80% seiner Nutzer verlieren würde.

Und ich wollte das auf Wiedervorlage packen. Was ich hiermit gemacht habe. Und? Wie sieht es aus?

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XXX – Die Rückkehr des Xander Cage

20. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Einen Tripple-X-Film kann man nicht versauen. Heiße Frauen, heiße Autos und Vin Diesel in ununterbrochener Action.

Dachte ich.

Offensichtlich kann man XXX nämlich tatsächlich versauen. Nämlich so, wie man es hier gemacht hat: Der neue Tripple-X versucht zu sehr, eine Mischung aus Mission Impossible und sich selbst zu sein, dass er seine Wurzeln verrät. Dazu noch das völlig banane „Team“ rund um Xander und seine „Girls“, die teilweise deutlich u18 wirken.

Das Schlimme ist, dass der Film gut anfängt. Wirklich, die ersten Minuten sind eine prima Einstimmung auf den Film. Was allerdings dann ab dem ersten Moment in der DomRep passiert, ist einfach nur peinlich. Versteht mich nicht falsch, ich erwarte von Tripple X keinen Tiefgang. Ich erwarte aber eben auch nicht einen Film, der einfach ununterbrochen lächerlich ist.

Funfact: hätten wir nicht in der Mitte der Reihe gesessen,wären wir zur Hälfte des Films gegangen. So blieb die Hoffnung, dass er zum Ende noch mal besser würde. Und die Hoffnung wurde nicht belohnt.

Mein. Gott. Ist. Der. Schlecht.

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Why him?

16. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Das Wochenende ist zum Kino-gehen da. Und deswegen waren wir im Kino und haben in der OV-Version „Why him“ gesehen.

Und ich muss sagen, ich bin angenehm überrascht:
Natürlich ist der Film vorhersehbar. Natürlich ist er voller pubertärem Humor und so vielen Fucks, dass ich mich ernsthaft frage wie die deutsche Version wohl sein wird. Auf der anderen Seite will der Film ja auch gar nicht ernst sein, sondern auf sehr unterhaltsame Art den Generationen-Konflikt beleuchten.

Und das gelingt ihm auch. Wir haben, im wahrsten Sinne, Tränen gelacht. Aber eben nicht an den Stellen mit DoubleDick und Bukkake. Sondern da, wo es um die Absurdität von Eltern-Kind-Beziehungen ging.

Ich kann  mir nicht vorstellen, dass der Film auf Deutsch funktioniert. Wer aber der englischen Sprache mächtig ist und die Gelegenheit hat, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

Kategorienfilm Tags:

Ekel am Morgen – Danke SpOn.

12. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Wenn Frauen sexuell belästigt werden, ist das schlimm. Keine Frage. Es ist einfach unserer Zivilisation nicht angemessen, wenn Männer „sich nehmen was sie wollen, weil sie können“. Schlimm ist aber auch, wenn Frauen den Vorwurf, belästigt worden zu sein, nutzen um gegen Männer vorzugehen.

Heute morgen im Spiegel lese ich dazu einen Beitrag von Frau Stokowski, bei dem mir schlecht wird. Der Grund ist einfach: Jeder aufgeklärten Frau muss klar sein, dass der falsche Vorwurf der sexuellen Belästigung erhebliche Probleme mit sich bringt. Denn wenn es mal raus kommt, führt es zwangsläufig zu einem Glaubwürdigkeitsverlust für tatsächliche Opfer.

Für Frau Stokowski allerdings ist in erster Linie bedauerlich, das die „Geheimwaffe“ nicht funktioniert wie gewünscht:

Jedes Mal, wenn ein prominenter Mann mit Vorwürfen der Belästigung oder Vergewaltigung konfrontiert ist, hört man von irgendwo, dass Frauen in dieser Hinsicht die absolute Macht über Männer hätten. Mit einem Wisch könnten wir damit Karrieren, Firmen, Familien und ganze Existenzen zerstören. Eine Art Geheimwaffe, die aber gar nicht so geheim ist. (…)

Es gibt für Leute, die mit Missbrauchs- oder Belästigungsvorwürfen konfrontiert wurden, Schlupflöcher von der Größe des Weißen Hauses. Auch kann man danach weiterhin noch ein gefeierter Regisseur sein, (…)

(Hervorhebung von mir)

Nur zum Verständnis: Frau Stochowski beklagt, dass es für Männer die mit Vorwürfen (nicht: Beweisen, Urteilen oder irgend etwas anderem handfesten) „Schlupflöcher“ gäbe, die die Wirksamkeit der „Waffe“ reduzieren. Das sie das auch so meint, erschließt sich aus dem Rest des Beitrags:

Wenn es so einfach wäre, jemanden wegen Belästigung, Missbrauch oder Vergewaltigung verurteilen zu lassen oder zumindest im großen Stil unbeliebt und machtlos zu machen, dann müssten Frauen mit einem Mindestmaß an krimineller Energie das doch tun. Dann hätten linksextreme Feministinnen längst die AfD zerstört. Ich schwöre: längst. (…)

Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht.

Nur zum Verständnis: Es geht wegen der „Schlupflöcher“ nicht. Sonst jätte man mit einem Mindestmaß an krimineller Energie der Gesellschaft doch einen großen Dienst erweisen können. Und der Karriere, weil der Vorgesetzte gehen musste. Und der Nachbarin, weil man deren Mann endlich los wurde, den man noch nie leiden konnte.

Dieser Beitrag von Frau Stochowski ist so ziemlich das Schlimmste, was ich seit langem gelesen habe. Weil er den falschen(!) Vorwurf der sexuellen Belästigung unter Berücksichtigung aller möglicher Folgen…

Mit einem Wisch könnten wir damit Karrieren, Firmen, Familien und ganze Existenzen zerstören.

… zu einem quasi legitimen Mittel im Kampf um die Vorherrschaft macht und nur zu bedauern sei, dass es immer noch Möglichkeiten gäbe, sich dagegen erfolgreich zu wehren. Was an sich schon schwer ist, denn wie zum Teufel soll man als Mann beweisen etwas nicht getan zu haben, dessen bloße Behauptung Empörungswellen auslöst?

Wenn Frau Stochowski schreibt:

Wer das glaubt, muss aber irgendwie auch erklären können, warum auf diese Art nicht reihenweise unliebsame Männer aus dem Weg geschafft werden.

Dann muss ich dagegen halten: Niemand weiß, wie viele ihre Unschuld beteuernden Menschen, die tatsächlich niemals etwas falsches gemacht haben, nur auf Grund einer glaubhaften, aber gelogenen Aussage einer vermeintlich betroffenen Frau ruiniert wurden.

 

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Passengers

9. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Lange ersehnt, konnten wir gestern endlich Passengers sehen. Ein paar Tage nach der Premiere, dafür in OV.

Ich hatte mich auf den Film seit dem ersten Trailer sehr gefreut. Nicht nur weil ich Chris Pratt in SciFi-Filmen mag, sondern auch weil ich Jennifer Lawrence gerne sehe. Zudem sahen die ersten Bilder wirklich gut aus und die Vorfreude wuchs.

Die Bilder, die der Film zeigt, sind auch tatsächlich phänomenal gut. Überhaupt keine Frage,  das ist echt super gemacht. Da spielen auch die kleinen Gaps keine Rolle, wenn  man soeben noch durch den leeren Raum glitt und im nächsten Moment einen Slingshot um einen Stern macht.

Etwas irritierend ist, dass der Film genau gar nicht von 3D profitiert. Das wissend hat man sogar Szenen gedreht, in denen 3D-Elemente so dargestellt werden, dass sie in einem 2D-Film wie 3D wirken. Verwirrt? War ich auch.

An der Stelle würde ich jetzt gerne auch Pratt und Lawrence weiter loben. Das Problem ist nur, dass ich das nicht kann. Nicht weil die beiden nicht gute Schauspieler wären. Sondern weil sie für diesen Film völlig verschwendet wurden.

Denn Passengers ist bis zur ersten bis zur letzten Minute ein 100% vorhersehbarer und gnadenlos langweiliger Streifen. Der, insbesondere was die Beziehung der Protagonisten angeht, so gnadenlos unlogisch ist, dass einem das Hirn zu den Ohren herausbluten will.

Das Einzige, der Einzige lobenswerte an dem Film ist der Barkeeper-Android Arthur. Ohne den wären wir vermutlich nach 10 Minuten eingeschlafen gewesen und hätten relativ schnell das Weite suchen müssen.

Fazit: Spart Euch das Geld für das Kino. Und spart Euch das Geld für die DVD. Und spart Euch selbst den Strom, den Film im Internet anzusehen. Er lohnt einfach nicht.

Was für eine bittere Enttäuschung.

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Aus der Rubrik: Werbung done right

8. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Werbung kann richtig geil sein…

6. Januar 2017 Kommentare ausgeschaltet
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