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Archiv für August, 2017

Social Bots der AFD

31. August 2017 1 Kommentar
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Wenig überraschend setzt die AFD im Wahlkampf auf das Internet und hier auf „Social Bots“. Ich habe mir erlaubt, mal ein paar Honeypots zu basteln, mit denen ich meine Theorie, dass es diese AFD-Bots gibt, zu belegen versuche.

Und siehe da, man muss nicht lange warten. Was allerdings erstaunt ist, dass die AFD sich dümmer anstellt, als ich vermutet habe. Denn die Social Bots suchen natürlich nach Beiträgen anderer Parteien und bevorzugen gut kommentierbare Blogs, wie solche mit WordPress und ohne Captcha.

In solchen Blogs und unter solchen Beiträgen tauchen dann Kommentare auf, die formal „richtig“ scheinen.

Gemeinsamkeiten sind:

  • Es wird immer ein Vorname genannt,
  • die Mail-Adresse ist immer VornameNachname@bekannterFreemailer.de und
  • die Stimme wird immer der AFD gegeben.

Sieht man mal von dem leicht durchschaubaren Muster ab, gibt es aber noch was viel amüsanteres.

Was?

Na guckt Euch nur mal 3 der Kommentare an und sagt mir, was Euch auffällt 😉

Viel auffälliger geht es doch wirklich nicht, oder?

 

(Ich habe übrigens den Eindruck, dass wir hier von menschlichen Bots sprechen. Nicht von Software.)

 

Kategorientechnik, wahlkampf Tags:

Podiumsdiskussion bei der RP

30. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Drüben auf der Seite der Grünen habe ich von der Podiumsdiskussion bei der RP berichtet:

Leser Fragen – Politiker Antworten

Kategorienpolitik, wahlkampf Tags:

24.09. – Deine Stimme zählt!

23. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Kategorienwahlkampf Tags:

Peinlich, peinlich…

23. August 2017 1 Kommentar
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Bei Abgeordnetenwatch bin ich auf eine doppelte Verneinung reingefallen:

Hab mal eine Mail geschrieben, ob man das korrigieren kann. Über meinen Zugang zu den Fragen geht es leider nicht 🙁

Nachtrag: ist korrigiert 🙂

 

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Mit den Menschen reden?

23. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern sind zwei Kandidatenchecks online gegangen:

Zum einen das 4-Minute-Interview mit dem WDR, zum anderen der kleine „Wahl-O-Mat“ von Abgeordnetenwatch. Bei beidem habe ich gerne mitgemacht, auch wenn man mir beim WDR ansieht, dass ich mich hinter der Kamera deutlich wohler fühle als vor ihr.

Was mir aufgefallen ist, dass bei beiden Aktionen die derzeitige Amtsinhaberin von der CDU, Sabine Weiß, nicht teilgenommen hat. Vermutlich hat sie das gar nicht nötig 😉

Auffallend ist aber auch, dass bei beiden der Blaue nicht zu sehen ist. Das ist merkwürdig, denn in einer der lokalen Facebook-Gruppen wird massiv für ihn geworben. Natürlich nicht von ihm, ihn konnte ich dort nicht finden. Also mal auf die Website seiner Partei geschaut: Dort ist er namentlich erwähnt, es gibt aber kein Foto. Also mal nach ihm mit Google gesucht. Und siehe da, in der RP ist er das eine oder andere Mal aufgetreten.

So steht dort z. B:

Als der liebe Gott die Tugend der Bescheidenheit verteilt hat, war der frisch gewählte Landtagskandidat der AfD, Renatus Rieger, gerade nicht anwesend.

Oder auch:

Unsere Redaktion versuchte, Rieger telefonisch zu befragen. Der AfD-Politiker war aber für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Und natürlich:

AfD-Politiker Renatus Rieger hat die Ablehnung seiner Kandidatur um ein Landtagsmandat durch den Kreiswahlausschuss als „eine Hexenjagd gegen die AfD“ bezeichnet.

Ich sag mal so: Damit erfüllt er so ziemlich alles, was ich erwarten würde. Bin mal gespannt ob er auf einer der anstehenden Podiumsdiskussionen auftaucht. Oder ob Sabine Weiss auftaucht.

 

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The Dark Tower – im Kino

15. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Die Bücher rund um den Dunklen Turm von Stephen King sind ziemlich spannend. Wenn man lange Geschichten mag, denn alleine die eigentliche Serie hat 7 Hauptbücher und mehrere Nebengeschichten. Dazu kommt, dass nach dem Lesen vom Turm viele andere King-Bücher gelesen werden wollen, die irgendwie mit dem Turm verbunden sind.

Und das ins Kino bringen? Auf die Leinwand? In einen Film von gerade mal 90 Minuten? Muss das nicht schief gehen?

Um es kurz zu machen: Ich hatte eine Katastrophe erwartet.

Und wurde überaus positiv überrascht. Denn der Film ist besser, als sein Ruf.

Klar, auf der einen Seite werden die Hardcore-Fans enttäuscht sein, denn jeder hat irgendwie eine Vorstellung davon,  wie die Bücher verfilmt werden können. Und dann wollen noch Leute ins Kino gelockt werden, die die Bücher nicht gelesen haben. Das ist nicht leicht, andersherum hat Harry Potter es aber auch geschafft.

Nur, wie anfangen? Eins ist klar, der Film kann keine Adaption des ersten Buches sein. Denn das ist für Leser eine echte Herausforderung und am Ende des Buches hat man mehr Fragen als Antworten. Das würde nicht gehen.

Also entschied man sich, zu Recht, ein Mashup aus verschiedenen Teilen der Buchserie zu machen. Und das ist durchaus gelungen, denn wenn man sich das Ende des 7. Buches vor Augen führt, macht das Sinn. Und kann dann auch als Erklärung dafür dienen, warum der Revolvermann mit seinen blauen Kanoniersaugen auf ein Mal von Iris Elba gespielt wird. Der seine Sache übrigens ziemlich gut macht und nur von Matthew McConnaughey an die Wand gespielt wird.

Tricktechnisch und filmisch kann der Film mit allen anderen Mithalten. Netter Gag, der allerdings irgendwann langweilig wird, sind die Anspielungen auf all die anderen Storys von King.

Ach ja, Story:

Die gefällt tatäschlich, wenn man entwender noch nie was mit dem Turm zu tun hatte – oder sich das Ende des 7. Buches vor Augen hält. Und man darf als Kenner gerne ignorieren, dass sie an die aktuelle Zeit angepasst wurde, die ersten Bücher sind ja ein paar Tage alt.

Was nicht gelungen ist, ist der Übergang in das was jetzt kommt. Der erste Film ist ja nur ein Aufschlag und wenn ich das richtig verstehe, folgen ja weiter Filme und Serien. Der Hinweis darauf, dass es weitergeht, läuft Gefahr unterzugehen. Und ist sicherlich auch einer der Gründe für zahlreiche Kritiken: Wirklich erschließen kann man sich die Geschichte mit diesem ersten Film in 90 Minuten natürlich nicht. Aber das ist halt auch gar nicht gewollt. Daraus ergibt sich aber auch ein anderes Problem, weil viele Dinge angesprochen aber nicht erklärt werden. Wer keine Ungewissheit mag, wird irritiert sein.

Mein Fazit:

Der Film macht vieles richtig und wenig falsch und ist selbst für mich, als wirklichen Fan der Serie, nice to watch gewesen. Wer sich darauf einstellen kann, dass es nur das Intro zu einer Reihe von Filmen und Serien sein dürfte, dem kann ich den Film wirklich empfehlen.

Wer erwartet, am Ende eines Films alle Fragen beantwortet und eine runde Geschichte erlebt zu haben, der könnte etwas enttäuscht werden.

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Aluhut vs. Realität

9. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Jeder kennt Filme, in denen ein Paranoider in einer mit Alufolie ausgekleideten Wohnung lebt und glaubt, er würde immer und überall überwacht. Das ist natürlich Unsinn, denn welches Interesse sollte der Staat haben, seine Bürger zu überwachen.

Zumindest denken wir das.

Buzzfeed hat jetzt mal einen selbst-lernenden Computer auf die Suche nach Spionage-Flügen über den USA geschickt. Und dabei erstaunliches gefunden.

So BuzzFeed News trained a computer to find them by letting a machine-learning algorithm sift for planes with flight patterns that resembled those operated by the FBI and the Department of Homeland Security.

Der Artikel liest sich, für Buzzfeed, bemerkenswert unaufgeregt und ist sehr spannend. Vor allem die Fragen die sich daraus ergeben und die wir uns auch für Deutschland stellen sollten. Für Deutschland, vielleicht für Europa ist da die Frage ob „unsere“ Dienste auch Überwachungsflüge durchführen.

Wichtiger ist aber die Frage: Was passiert mit all den Daten und wer überwacht die Überwacher?

Denn die Flugzeuge sind ja offensichtlich in der Lage, neben optischer Aufklärung auch Mobiltelefone, Satellitentelelfon und WiFi zu scannen und vermutlich auch relativ problemlos abzuhören.

Für mich, als Teilzeit-Aluhut ist das natürlich eine Bestätigung, zu Hause auf WLAN zu verzichten. Aber das löst natürlich nicht das dahinter liegende Problem, dass die Bevölkerung heute kaum noch mitbekommt, was um sie herum passiert – und die Menschen die Angst vor solchen Entwicklungen haben, schnell in die Spinner-Ecke abschieben. Einen Mittelweg zu finden, dürfte auch sehr, sehr schwierig sein.

Eine Lösung kann nur mehr staatliche Transparenz sein. Transparenz und Geheimdienste allerdings…. nun ja, Ihr versteht das Problem?

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Dunkirk

2. August 2017 Kommentare ausgeschaltet
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Gestern Abend war ich im Kino, den mit Spannung erwarteten Film von Christopher Nolan schauen.

Und die ersten Minuten, die ersten Szenen haben schon das Potential einen denken zu lassen: Wow, der Nolan weiß wie man Filme macht! Atmosphärisch dicht, gut gefilmt, perfekt vertont verfolgt man das Schicksal eines jungen Mannes in den Straßen von Dünkirchen.

Leider baut der Film ab da spontan und nachhaltig ab. Was folgt ist ein (Gott sei dank recht kurzer) Film, bei dem weder die Story zu Fesseln vermag, noch die Protagonisten. Die Antagonisten lernt man gar nicht erst kennen, die Deutschen sind nie zu sehen, nur ihre Bomber und Kugeln sind Element des Films.

Dummerweise sind sich die Charaktere auch teils so ähnlich, optisch wie flach, dass man schon mal durcheinander kommen kann, wer denn jetzt eigentlich wer ist. Irgendwie…

Erzählt wird der Film in 3 Episoden, die nahtlos in einander übergehen sollen. Das führt dann allerdings zu völliger Konfusion, wenn es mal Nacht, mal Tag ist, die Schiffe mal schwimmen und mal versenkt sind und man am Ende gar nicht mehr weiß wer ist denn jetzt eigentlich wo und warum?

Das heroische Ende des Films hat dann endgültig was vom Herrn der Ringe. Sam und Frodo kehren heim und das ganze Auenland freut sich über den Sieg gegen Sauron.

Man, man, man. Ich bin bitter enttäuscht. Das war ja so ein herber Griff in die leere Schüssel wie Valerian. Wobei man sich da wenigstens noch Mühe mit den Bildern gegeben hat. Was man Nolan, vor allem bei der Flugzeug-über-Strand und 400.000-Menschen-am-Strand – Szene nicht vorwerfen kann. Greenscreen wie in den Achtzigern. *schauder*

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