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Politik, wie man sie liebt…

15. September 2010
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Ich war heute in einem Ausschuss als Gast, nicht als Mitglied. Und da ging es um ein Multi-Millionen-Euro-Projekt, dass unsere Stadt sich gerne gönnen möchte. Nachdem ihr gestern erst vom Kreis der Haushalt wohl nicht genehmigt wurde. Stand so in der Zeitung, als Ratsherr weiß ich da offiziell noch nix von.

Zurück zur Sitzung: Designierte Projektleiterin, nennen wir sie Frau K., spricht über dieses und jenes und läßt dann beiläufig sinngemäß einfließen:

Ich habe keine Ahnung, wie die Finanzierung gerechnet wird. Die Rechnungsabteilung kann ja machen, was sie will.

Fassungslos beschreibt meinen Zustand nur unzureichend und Gott sei Dank hat mein Sitznachbar das mitgeschrieben. Denn nacher hat sie das natürlich nie gesagt und wurde von ihrem Chef für ihre hervorragenden Qualitäten gelobt…

Und die CDU, allen voran ein hier im Ort wohl bekannter Herr war auch nicht schlecht. Zuerst erklärte er uns Mathematik so:

1 zu 1… das ist ja schön, wenn ein Hektar weg kommt und dafür zwei neue Hektar gepflanzt werden.

um kurz darauf einen freudschen Versprecher zu leisten, als es um die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Umweltschutz ging:

Gedanken nicht einfach gemacht.

Wohl auch nicht zweifach. Eher nullfach, fürchte ich.

Den absoluten Tiefpunkt hatte die Veranstaltung dann, als eine Bekannte nicht erkannt wurde und ihre Frage dann nicht beantwortet wurde. Weil man keine Lust hatte. Und noch besser: Die Frage ging um den Kern, wer eigentlich die Idee für das Projekt in der Form hatte, die wir zu bekämpfen versuchen. Die Antwort war am Ende:

Wenn es klappt weiß ich hunderte, die die Idee gehabt haben wollen. Wenn es schief geht, werden wir einen finden müssen.

So was muss man sich, angesichts des Verantwortungs(losigkeits)geschacheres rund um die Loveparade mal auf der Zunge zergehen lassen. UN-FASS-BAR!

Boah, bin ich geladen…

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