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The emotional guy. Not.

10. August 2011
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Es gibt Menschen, deren Handeln ist durch und durch von ihren Emotionen bestimmt.

Ich gehöre nicht dazu.

Manchmal ertappe ich mich dann dabei mich zu fragen, welcher Weg eigentlich besser ist. Hört man lieber auf Herz und Bauch oder doch auf Logik und Verstand? Für die Logik spricht, dass sie sich (in der Regel zumindest) an Fakten orientiert oder dem, was wir als Fakten zu kennen glauben. Das ist aber auch zugleich die größte Schwäche, denn oft spielt uns unsere Wahrnehmung dabei einen Streich.

Schließlich ist alles, was wir wahrnehmen eigentlich nur eine willkürliche Interpretation. Und die wird, auch bei rationalen Menschen, emotional beeinflusst. In der Folge glauben wir also gerne mal eine rein sachliche Entscheidung treffen zu müssen. Die ist letztlich falsch, weil wir nicht auf unser Herz gehört haben, dass die ganze Zeit versucht hat uns daran zu erinnern, dass Fakten eben nicht alles sind.

Nun neigt der Mensch im allgemeinen, kognitive Dissonanz sei Dank, jedoch dazu getroffene Entscheidungen vor sich selbst zu rechtfertigen. Und um so mehr das Gefühl darauf besteht, dass es nicht richtig ist, wird der Kopf darauf bestehen, dass die Situation TINA gewesen ist. Alternativlos. Das alles so viel besser für alle Beteiligten ist. Und überhaupt.

Man redet sich ein, dass  man die einzige richtige Entscheidung getroffen hat. Man macht alles um auch seine Umwelt davon zu überzeugen und greift dabei manchmal  zu Mitteln, die nicht in Ordnung sind. Nur um nicht sagen zu müssen: Ich habe eine falsche Entscheidung getroffen. Man fragt sich, ob man die gleiche Entscheidung heute anders treffen würde und redet sich ein, gelernt zu haben – und weiß doch, dass man vielleicht wieder so handeln würde. Einfach, weil man nicht in der Lage ist, mal den Kopf aus und das Herz ein zu schalten.

Am Ende steht man in der Situation, dass man gerne sagen würde “ich liebe Dich” und sich sagen hört “es geht nicht mehr”.

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  1. Jenja
    25. August 2011, 16:21 | #1

    saying again
    if you do not teach me I shall not learn
    saying again
    there is a last
    even of last times
    last times of begging
    last times of loving
    of knowing, not knowing, pretending
    a last even of last times of saying
    if you do not love me I shall not be loved
    if I do not love you I shall not love

    (Samuel Beckett: Cascando)

    Beckett hilft in allen Lebenslagen …

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