Lieber VRR…

Können wir mal kurz über was reden? Du und ich? Ja? Super! Pass auf, es geht um folgendes:

Du hast eine Lücke in Deinem Angebot. Die ist RIIIIIIIIIIIESIG.

Wieso, fragst Du? Pass auf, deswegen:

Ich würde gerne mit dem Rad im Zug zur Arbeit und dann mit Beinkraft zurück. Nach aktueller Preisstruktur würde ich pro Fahrt 4,90€ für mich und unfassbar unverschämte 3,50€ für mein Rad zahlen. Das zu dem Preis noch nicht mal sitzen darf. Das macht insgesamt dann 8,40€. Soweit kannst Du mir folgen?

Würde ich jetzt 5 Tage die Woche fahren und das 4 Wochen in einem Monat wären das 168,00€.

Wenn ich jetzt eine Monatskarte kaufen will, die die gleiche Leistung pauschal abgilt, dann brauche ich das teurere Ticket 2000 und in meinem Fall (Preisstufe B) kostet das 99,00€. Auf den ersten Blick ist das natürlich fast 70,00€ günstiger, es hat aber trotzdem einen gewaltigen Haken:

Das Ticket2000 richtet sich an Pendler, die beide Richtungen fahren. Ich will aber konsequent nur eine Richtung fahren.

Und hier finde ich jetzt, hast Du eine Lücke im Programm: Alle Deine Monatskarten sind inzwischen RFID-Chipkarten, die ausgelesen wären. Es wäre also ohne Probleme möglich, ein reines Oneway-Biker-Ticket anzubieten. Sagen wir in meinem Fall für 60,00€.

Na, wäre das nix?

Das wäre für uns alle super: Du würdest mehr Fahrgäste wie mich kriegen, die nicht verstehen warum sie ohne Monatskarte so viel bezahlen müssen und bei einer Monatskarte die nicht genutzte Rückfahrt eingepreist haben. Die Umwelt würde davon profitieren, weil die Radler dann „gezwungen“ wären den Rückweg auch wirklich mit dem Rad anzutreten – sonst müssten sie ja wieder 8,40€ latzen. Und mir wäre geholfen, weil ich nicht 100€ jeden Monat für eine Leistung zahle, die ich nur zu 50% in Anspruch nehme. Also eine klassische Win-Win-Win-Situation 😉

Autor: unkreativ

Gelegentlich hat der Unkreative das Gefühl, er müsse Euch etwas wissen lassen. Das kann sinnvoll sein. Muss es aber nicht. ;-)