Wenn einer eine Reise tut… und dafür die Deutsche Bahn nimmt ;)
Eigentlich fahre ich gerne mit dem Zug. Vor allem, wenn ich nach Bielefeld muss, bevorzuge ich oft den Zug . wer steht schon gerne auf der A2 im Stau, wenn man auch entspannt im ICE sitzen kann?
Wobei das mit der Entspannung manchmal eher… nicht so gut geht.
Mein ICE aus Duisburg kam planmäßig in Hamm an. Dort wird dann normalerweise unser Zugteil mit eimem zweiten Teil verbunden und der Langzug fährt dann nach Berlin weiter. So weit die Regel.
Heute erfuhren wir dann, dass wir dort erst mal 20 Minuten auf den zweiten Zug warten dürfen. Man gönnt sich ja sonst nix.
Der zweite Teil kam dann wie angekündigt, wurde angekoppelt und… es passierte nix. Irgendwann dann die Durchsage, dass unser Triebwagen, der uns problemlos bis Hamm gebracht hatte, ein technischens Problem habe. Der Triebwagenführer arbeite an der Problenlösung.
Da wurd irgendwie nix draus. Auch ein Reboot des ICE brachte keine Besserung.
Inzwischen kamen und gingen die Züge und ich war schon so weit, wieder heim zu fahren, da erfuhr ich telefonisch, dass es einen Ersatzzug geben würde. Die Durchsagen im ICE hatten schon lange aufgehört
Draussen auf dem Gleis dann Irritation: Unser kaputer Zug stand auf Gleis 5. Auf Gleis 6 fuhr dann erst der nachfolgende ICE ein (also der, der eine Stunde Verspätung hinter uns war). Als Kurzzug.
Natürlich hielt es niemand für nötog, den Leuten zu sagen, dass das nicht der Ersatzzug ist. Also versuchte der Großteil der Passagiere aus 2(!) Ice in einen ohnehin schon vollen einzelnen Zug umzusteigen. Mit leidlichem Erfolg, während das Personal i ndem Zug versuchte, die Leute auf den Ersatzzug zuvertrösten.
Aber: kaum waren alle drin, musten die Türen zu, damit der zweite Zugteil (der wie bei uns angekoppelt werden sollte) ankam. Kaum war der dran, stürmten fast alle aus dem ersten in dern zweiten Zugteil. Wie hirnlose Lemminge.
Naja, der nachfolgende ICE konnte dann mit 20 Minuten Verspätung und gnadenlos überfüllt die Weiterfahrt antreten. Und kurz darauf kam dann der angekündigte IC als Ersatzzug und just in diesem Moment sitze ich da drin und fahre weiter nach Bielefeld.
Was mich ärgert:
Natrülich ist es eigentlich positiv, wenn die Bahn kanpp 90 Minuten nach der Panne schon den Ersazug vor Ort hat. Das Ganze bringt jedoch nix, wenn die Fahrgäste keine Infos bekommen. Denn mit klaren Ansagen hätte man das Chaos am und im nachfahrenden ICE vermeiden können. Ein Wasser oder Saft für die KInder wäre eine Wohltat gewesen.
Insagsamt ist das Verhalten der Bahn nicht nachvollziehbar. Die Zugbegleiter haben ihr möglichstes getan, konnten aber natürlich immer nur kleine Gruppen erreichen und auch nur das sagen, was sie selbst wussten. Und das war eben oft nicht mehr als wir wussten. Das zentrale Management hat jedenfalls kräftig versagt.
Versagt haben aber auch viele Reisende, die ihren (verständlichen) Frust an den Zugbegleitern und dem Lokfüherer des Ersatzzuges ausgelassen haben. Sowas ist schlicht hirnlos: Der Lokführer ist da um uns zum iel zu bringen und die Begleiter sind weder Schuld an der Panne, noch an der schlechten Informationspolitik des Unternehmens. Ein wenig mehr Gelassenheit wäre hier angebracht. Find ich.
Naja.
Ich schätze mal, ich komm heute noch in Bielefeld an.
Irgendwann.
Hach ja die Deutsche Bahn.
Mit der kann man was erleben da bekommt man sogar zusätzliche Fahrtzeit, obwohl man für viel weniger bezahlt hat umsonst dazu.
Ich erinnere mich da an eine schöne Fahrt Dezember 2010 der ICE kam von Berlin schon mal mit 50 Min Verspätung an und für wegen vereister Türen dann mit 70 Min Verspätung von Halle/Saale weg(Heizung funzte übrigens auch nicht) , in Naumburg wurden dann noch die Passagiere aus einem Zug, der (Berlin Leipzig München) fahren sollte auch noch in unseren Zug geschickt, da dieser Zug wohl an einem Triebwerk einen Schaden hatte.
Der Zug hatte noch mal Türprobleme, danach wurden die Treppen nicht mehr ausgefahren … alles in allem war es eine faszinierende Fahrt, die mit 160 Min Verspätung in München endete .