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Canada 2012: Vancouver

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Nach Kanada zu kommen ist alles andere als Trivial. Deswegen begannen die Vorbereitungen auch schon vor über einem halben Jahr.

Natürlich kann man ins Reisebüro gehen und “Urlaub in Kanada” buchen – ohne irgendwelche Arbeit damit zu haben. Da bekommt man dann wahlweise ein Hotel oder eine Reiseroute vorgesetzt und gut ist. Und je nach Anbieter und Angebot kommt man dabei auch noch recht günstig weg.

Hier war das anders. Das “Problem” war, dass eine Reihe von Orten und Zeiten unter einen Hut gebracht werden mussten – was deutlich schwieriger ist, als es sich anhört. Letztlich ging es aber und am 28. August startete der Flieger in Frankfurt am Main um uns nach knapp 22 Stunden Reisezeit (von Tür zu Tür) in Vancouver, British Columbia, anzuspülen.

Am Flughafen angekommen, konnte auch direkt bei Alamo der Mietwagen abgeholt werden, ein nagelneuer Ford Edge mit Allradantrieb. Sehr schön und vor allem viel Platz. Kleiner Haken an der Sache: Nur mit äußerstem Sparwillen auf dem Highway mit 9,7 Litern zu frieden, in der Stadt gerne 15 und mehr Liter auf 100km. Aber gut. Man kann bekanntlich nicht alles haben.

Eingecheckt sind wir im Sandmann Airport Hotel. Das war gut zu erreichen, allerdings eine Enttäuschung. Im Grunde gab es nicht wirklich was zu meckern, aber die gesamte Einrichtung stammte aus den 1990ern. Röhrenfernseher, alte und laute Klimaanlage, Teppichmuster die es schon lange nicht mehr gibt. Aber hier zu meckern ist meckern auf hohem Niveau.

Berechtigter ist es am Frühstück zu meckern, denn das war ein Witz. Entweder eine(!) Scheibe Toast, ein Döschen Marmelade, eine Erdbeere, eine viertel Scheibe Ananas und eine halbe Orange – oder eine Scheibe Toast, ein Döschen Marmelade, Rührei, Bratwürstchen, Bratkartoffeln. Beides war nicht unbedingt das, was man gerne gehabt hätte. Und Wahlmöglichkeiten gab es leider nicht.

Der erste richtige Tag in Vancouver galt dann natürlich der Stadt. Unter anderem habe ich direkt morgens den Cache gemacht, der erstens meine Nummer 1000 war und zweitens der westlichste Cache sein wird, den ich in langer Zeit machen werde.

Danach musste natürlich die Stadt erkundet werden und mit messerscharfen Instinkten bin ich erst Mal nicht da gelandet wo ich hin wollte ;-) Aber nach einem zweiten Frühstück wußten wir dann auch wo es hin geht: Robson Street. Im Norden gelegen und die Einkaufstraße schlecht hin. Zudem kommt man von dort gut zum Olympiastadion, nach Gastown und Chinatown, so wie zum Hafen. Sehr fein.

Das Problem an Vancouver ist: Vancouver ist RIESIG. Ich hab es ja eh nicht so mit Städten, aber in diesem besonderen Fall kam hinzu, dass die Stadt einen schlicht erschlägt. Egal wie viel man sich ansieht, man hat immer das Gefühl, es ist nicht genug….

Zum Abendessen ging es dann auf den Grouse Mountain, wo es ein wunderschönes Restaurant mit dem bezeichnenden Namen “Observatory” gibt. Von dort hat man einen unglaublichen Blick über die ganze Stadt, was besonders beim Hereinbrechen der Nacht Wahnsinn ist. Wir hatten zudem noch das Glück, dass das Wetter ein irres Schauspiel aus Wolken, Nebel und klarer Sicht bot – und damit unvergessliche Bilder ins Hirn gebrannt hat…

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