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Canada 2012: Rafting auf dem Kicking Horse River

19. September 2012
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Der Legende nach, wurde einer der ersten Pioniere Kanadas beim Überqueren dieses Flusses von seinem Pferd so heftig getreten, dass er bewusstlos da lag. Damals war man mit erster Hilfe noch nicht so weit und hielt ihn für tot. Man schaufelte ein Grab, warf ihn hinein und vom Aufschlag erwachte er. In der Folge taufte man den Fluß „Kicking Horse River“

Einer anderen Legende nach war dieser Pionier ein ziemlicher Geschichtenerzähler.

Was auch immer wirklich gewesen sein wird, ich weiß es nicht und werde es auch nie erfahren. Macht aber nix, denn wie der Fluss heißt ist ja fast egal. Solange er nur schön heftig vor sich hin wirbelt.

Nachdem in der Gegend um Golden und Field im Winter 2011/2012 insgesamt 10 Meter Schnee gefallen waren, waren die Flüsse mit der Schneeschmelze auf Rekordniveau gestiegen. Aber bis wir da waren, waren sie leider auch schon wieder extrem gefallen. Das kalte Wetter und die damit verbundene geringe Zuführung von Gletscherwasser tat sein übrigens. Aber damit wir uns nicht missverstehen: Einfacher wird „Whitewater-Rafting“ damit nicht. Eher unkalkulierbarer, weil das Boot viel näher am Grund ist und damit potentiell schneller aufsetzt.

Wir sind zu den Hydra River Guides gefahren, um mit ihnen gemeinsam 3 Stunden auf dem Fluss zu verbringen. Mit im Boot 4 Briten und ein Australier. Nebenan ein zweites Boot und los geht.

Wer wollte, konnte sich (gegen Aufpreis, logisch) komplett in Neopren hüllen. Angesichts einer Wassertemperatur von ungefähr 7°C nicht die schlechteste Idee. Die Alternative war eine Neoprenhose, eine Fleece- und darüber eine Regenjacke. Wir haben Neopren genommen 😉

Jan, unser Guide, war die meiste Zeit damit beschäftigt, uns über die Gegend und die Veränderungen zu erzählen. Dabei führte er uns (meist) recht sicher durch das raue Gewässer. Sehr schön fand ich die Story vom Umzug der Stadt Golden („40km von hier, weil die Stadt hier immer überflutet wurde. Warum weiß keiner, weil auch am neuen Ort immer alles überflutet ist!“) und der Namensgebung. Gold gab es keins, aber eine Nachbarstadt namens „Silvertown“, die man einfach übertreffen wollte m)

Wer wollte, durfte dann auf dem letzten Stück auch gleich in den Fluss springen. Ich war zu feige 😉

Am Ziel angekommen, waren alle reichlich nass aber auch ziemlich zufrieden über die Tour. Und ob ich es wieder machen würde? Aber jederzeit.

Übrigens machte auch bei uns der Fluss seinem Namen wirklich alle Ehre.

 

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