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Trekking-Rucksack Explorer60

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Bild von Amazon aus dem Partnershop

Ich bin ja immer mal wieder auf der Suche nach Rucksäcken und anderem Zeug, dass ich draußen dann ja doch nicht benutzen werde ;-)

Auf der Suche nach einem bezahlbaren Rucksack mittlerer Größe bin ich dann auf die Rucksäcke von Black Canyon gestoßen, die zu einem überraschend niedrigen Preis auf Amazon gehandelt werden. Billig ist selten was, gilt das auch hier?

Natürlich bewirbt Amazon die UVP des Herstellers, die für den Explorer 60  als Rucksack mittlerer Größe (ca. 60 Liter Volumen) bei ungefähr 200 Euro liegt. Der tatsächliche Straßenpreis liegt bei ~40 Euro.

Damit unterbietet der Rucksack vom Preis her das etwa gleich große Gegenstück von OCK, der Hausmarke von Sportcheck und liegt deutlich unter den Preisen vergleichbarer Rucksäcke. Und auch wenn mein Opa immer zu sagen pflegte, wer billig kauft, kauft zwei Mal,  ich hab ihn mal bestellt.

Nach nur zwei Tagen brachte der Götterbote dann heute das Paket und schon beim Auspacken die erste positive Überraschung: während der OCK-Rucksack unbeladen sehr unschön in sich zusammen fällt, hält der Explorer sein Grundform – was an den herausnehmbaren Stützen liegt.

Zwei Dinge fallen unmittelbar auf: Pate für den Rucksack sind offensichtlich die Rucksäcke meines Lieblingsfabrikanten Deuter (ich habe ja mehrere Deuter Trans Alpine  hier rum liegen). Viele Details scheinen “ähnlich” zu sein – was erst mal nicht schlecht ist.

Aber ebenso deutlich ist, vor allem dann im direkten Vergleich, dass das Material des Explorer nicht annähernd so hochwertig aussieht oder sich anfühlt wie am Deuter. Ich würde zum Beispiel von einer sehr geringen Reißfestigkeit (Dornen, etc.) ausgehen und auch Regen als Problem ansehen. Positiv ist hier wieder die Liebe zur Kopie im Detail, denn im Bodenfach befindet sich eine herausnehmbare Regenhülle, die etwa gleichwertig mit der im Deuter zu sein scheint.

Im Sinne eines Trekkingrucksack hat der Explorer zahlreiche Ösen und praktischer Weise direkt Gurte für den obligatorischen Schlafsacksack unter dem Rucksack, Warum die allerdings sooooo lang sind, versteh ich nicht ;-) Praktisch aber alle mal. Aber auch hier sieht man, wenn man genau hin schaut, dass Material und Nähte nicht an den Deuter heran reichen. Der Fairness halber muss man aber sagen, dass der 30 Liter Trans Alpine schon mehr als das Doppelte kostet.

Eine erste Anprobe verlief viel versprechend. Der Hüftgurt ist bequem, hat aber leider keine eingearbeiteten Taschen (die liebe ich am Deuter). Die Verstellungen sind gut zu erreichen, allerdings nicht so schnell zu bedienen wie am Deuter. Nachspannen z. B. braucht beide Hände und ist etwas fummliger. Das Tragegefühl mit “Spontanbeladung” von etwa 10kg war sehr angenehm.

Ob sich die ersten Eindrücke bestätigen wird die Zeit zeigen. Auch was die oft in Bewertungen geäußerte Kritik an den Reißverschlüssen und der Haltbarkeit der Nähte angeht. Allerdings wird der Explorer60 maximal die Alpen-Tour nächstes Jahr aktiv erleben, da er ohnehin nicht als Hauptrucksack gedacht ist, sondern zu einem neuen “Extended BOB” werden soll. Und da ist dann die tatsächliche Haltbarkeit Nebensache.

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