Was mir in der NSA-Diskussion fehlt

Alle Welt redet über die NSA: Abgehörte und nachverfolgte Telefone, mit Schadcode präparierte Websites. Mit Radar ausgelesene Computer und Super-Computer zum Knacken von Verschlüsselungen.

Fällt Euch was auf?

Dabei geht es nur um Technik, relativ abstrakt, aber austauschbar. Ich gebe Dir mein Handy, Du nutzt meinen Computer.

Mir fehlt in der aktuellen Diskussion ein Schlaglicht auf die Frage, welche Arten von „persönlichen“ Daten die NSA und die übrigen Mitspieler der FiveEyes eigentlich noch speichern.

Konkret die Frage: legt die NSA, legen die anderen Geheimdienste DNA-Datenbanken an? Wenn man an die „Riechproben-Datenbanken“ der STASI denkt, ist doch eine DNA-Datenbank nur der logische Schritt. Also eine Datenbank die nicht den Regeln unterworfen ist, wie sie z. B. für unsere Polizeien gelten.

Und wie ist das mit biometrischen Daten? Es würde die Auswertung der Video- und Bilddatenbanken viel leichter machen, wenn man umfangreiche Daten über die Menschen in den USA und auf der Welt sammelt. Die werden in den letzten Jahren ja dank biometrischer Pässe auch noch frei Haus geliefert. Wie ist das mit Stimmmustern?

Aktuell Diskutieren wir über Daten, deren Erzeugung wir vielleicht nicht mehr verhindern, aber minimieren können. Worüber wir noch nicht reden sind die Daten die uns als Menschen aus machen. Und die wir nicht verändern oder ablegen können.

Will mir doch keiner erzählen, die wären nicht interessant, oder?

Autor: unkreativ

Gelegentlich hat der Unkreative das Gefühl, er müsse Euch etwas wissen lassen. Das kann sinnvoll sein. Muss es aber nicht. ;-)