Die Voerder FDP: Unfreiwillig komisch

[Nachtrag am Ende!]

In der RP ist heute ein neuer Beitrag zum Thema FDP Voerde, der derzeit leider nur hinter Paywall zu lesen ist.

Hier versucht jetzt Dirk Benninghoff, schon in den Kommentaren hier auffällig geworden, einen Befreiungsschlag – mit dem er meiner Meinung nach der FDP einen weiteren Bärendienst erweist.

Statt, dass sich endlich der designierte neue und bisherige Fraktionsvorsitzende selber zu Wort meldet, muss jetzt also sein Sohn für ihn Partei ergreifen. Und unterstreicht damit unfreiwillig jenes Gerücht das sagt, die FDP Voerde sei fest in der Hand der Familie Benninghoff. Schon das ist mehr als unglücklich.

Ganz abgesehen davon, dass man sich natürlich fragt, warum der 79 jährige Benninghoff aus dem Rat der Stadt Voerde seinen Sohn vorschicken muss, der zuletzt in Dinslaken(!) angetreten ist.

Was aber viel schwerer wiegt ist, dass der Artikel zeigt, dass er nichts weiter als eine Durchhalteparole von jemandem ist, der sich längst auf verlorenem Posten weiß – seine Mitstreiter aber dennoch ungebrembst nach vorne schickt:

Von Scherbenhaufen kann nicht wirklich die Rede sein. Ich habe den Ortsparteitag und die öffentliche Versammlung trotz Spannungen harmonisch erlebt“, beschreibt Dirk Benninghoff seinen Eindruck.

Das steht in deutlichem Widerspruch dazu, dass er dann den Artikel nutzt, um sich an Herrn Ellenberger abzuarbeiten:

Dirk Benninghoff, der selbst Mitglied der FDP ist, hält Ellenberger vor, dieser habe sich bei seiner Bewerbung um Listenplatz eins nur auf den Erfolg in Sachen Bürgerentscheid zur B 8 berufen, „ein vergangenes Thema für die schwierigen Herausforderungen für Voerde.

Es ist immer schlecht, interne Konflikte in der Öffentlichkeit abzuarbeiten. Aber seinen Sohn vorzuschicken und dann dermaßen auf anderen, engagierten Streitern „herumzuhacken“ ist absolut unterste Kanone.

Ein öffentliches Nachtreten ist immer schlechter Stil, selbst dann, wenn man sagen könnte, der andere habe aber angefangen.

Und das Verhalten von Dirk Benninghoff und seinem Vater zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich, dass es sich um den letzten verzweifelten Versuch handelt, zu kaschieren wie schlimm es wirklich steht… Der Versuch dürfte allerdings als gescheitert bewertet werden.

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Nachtrag 12.02.2014

Dirk Benninhoff legt in den Kommentaren unten dar, dass ich unrecht habe: Er wurde nicht vorgeschickt von seinem Vater. Er kam von allein auf die Idee, mit der Presse zu reden – in der Hoffnung, diese behielte das für sich:

Ich sollte hier erstmal was klarstellen: Die Stellungnahme,die ich der RP zum Beitrag Ellenbergers geschickt habe,war keineswegs zur Veröffentlichung gedacht! Diese erfolgte ohne jede Autorisierung;sie diente ausschliesslich dazu.Herrn Schild einige Dinge mitzuteilen,die er so nicht wissen konnte! Mein Vater wusste absolut NICHTS davon,er hätte es auch nicht gut geheissen! Also.mal gaaaanz vorsichtig mit solchen Veröffentlichungen,wenn man vom Hintergrund KEINE Ahnung hat!

Ich entschuldige mich für meinen Trugschluß!


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Autor: unkreativ

Gelegentlich hat der Unkreative das Gefühl, er müsse Euch etwas wissen lassen. Das kann sinnvoll sein. Muss es aber nicht. ;-)

5 Gedanken zu „Die Voerder FDP: Unfreiwillig komisch“

  1. Ich sollte hier erstmal was klarstellen:
    Die Stellungnahme,die ich der RP zum Beitrag Ellenbergers geschickt habe,war keineswegs zur Veröffentlichung gedacht! Diese erfolgte ohne jede Autorisierung;sie diente ausschliesslich dazu.Herrn Schild einige Dinge mitzuteilen,die er so nicht wissen konnte!
    Mein Vater wusste absolut NICHTS davon,er hätte es auch nicht gut geheissen!
    Und noch etwas,Oberschlau….vielleicht liegt die Kandidatur in Dinslaken daran,dass ich bis vor 2 Jahren dort gewohnt habe.
    Also.mal gaaaanz vorsichtig mit solchen Veröffentlichungen,wenn man vom Hintergrund KEINE Ahnung hat!

  2. Also Du schickst was an die Presse, willst aber nicht, dass das veröffentlicht wird – dann beschwerst Du Dich, dass die, die darauf reagieren vom Hintergrund ja keine Ahnung haben.

    Ich versuche wirklich, Dich zu verstehen – aber es gelingt mir nicht.

    Aber ich entnehme dem, dass es in Deiner Familie gerade nicht entspannt zugeht, weil Du zuerst hinter dem Rücken Deines Vaters in seiner Sache mit der Presse geredet hast und dann auf Facebook auch noch seinen Kurs verurteilst?

    Junge, Junge, in Deiner Haut möchte ich nicht stecken 😉

  3. Mooooment….
    ich habe der Presse eine Stellungnahme geschickt. Stimmt.
    Die hat das ohne Rücksprache veröffentlicht. Stimmt.
    Waer das ok? Nein,das ist auch bei der RP nicht üblich!
    Ich beschwere mich lediglich über die Schlussfolgerungen,die hier angestellt werden,reine
    Mutmassung!
    Was ich auf facebook schreibe (Voerde diskutiert) ist meine eigene Meinung. Darf man eine solche haben,auch als FDP-Mitglied?
    Und keine Sorge,in meiner Familie ist es sehr entspannt…..

  4. @dirk benninghoff
    Ich weiß nicht ob und was da üblich ist. Ich weiß, dass ich der Presse nix schicken würde, dass ich nicht auch in der Presse sehen wollen würde.

    Du hast Recht mit Deiner Kritik an meinen Schlussfolgerungen – der Blogbeitrag wurde angepasst.

    Und natürlich darfst Du Deine Meinung haben. Die FDP ist ja eine demokratische Partei. Du musst aber auch verstehen, dass es mich amüsiert, wenn Du auf der einen Seite so vehement dafür einstehen willst, dass in der FDP große Einigkeit herrscht – zeitgleich aber als Sohn und Politiker öffentlich einen anderen Kurs einschlägst als Dein Vater.

    Deine Meinung zu Babcock finde ich persönlich übrigens super. Und ich würde mich sehr freuen, wenn Du Deinen Vater von Deinen Ansichten überzeugen könntest. Denn die sind ja, was den Wald dort angeht, goldrichtig 🙂

  5. Danke für die Änderung.
    Nein,was die FDP vertritt,muss nicht immer meine Meinung sein! Das macht auch jede Partei aus! Der Beschluss der Fraktion war und sollte ja auch einstimmig sein; ich habe da auch lange mit meinem Vater diskutiert. Dass ich bei facebook meine meinung sage;damit hat er auch kein Problem,warum auch!?
    Über den Babcockwald habe ich auch mit Holger lange gesprochen…es sit in der tat schade…

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