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Wie die Zukunftswerkstatt Schule der FDP Voerde die Wahlwerbung versaut

20. Mai 2014
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Die FDP in Voerde hat sich spät mit eigenen Plakaten in den Wahlkampf eingebracht. Die Plakate sind mutig, weil man sie (ich hoffe) mit Absicht sehr amateurhaft gestaltet hat. Das Framework scheint ein Eindruckservice zu sein und für die Themenbilder hat man eigene, halt amateurhafte, Fotos genommen.

 

Dabei legt sich die FDP geradezu monothematisch auf den Erhalt der Realschule fest. Und genau das ist vermutlich jetzt ein Problem: In der Zukunftswerkstatt Schule, einberufen von der Stadt, hat sich der Großteil (>50%) für eine neue Gesamtschule ausgesprochen. In den vorgestellten Modellen ist es um die Realschule, realistisch betrachtet, nicht gut gestellt. Denn in soweit herrschte wohl große Einigkeit: Eine Realschule und eine Gesamtschule würde nur unter einer ganz bestimmten Konstellation funktionieren, die nicht sehr attraktiv ist.

 

Natürlich ist das Ergebnis der Umfrage in keinster Weise bindend. Jedoch wird keiner der anwesenden Vertreter der Politik nicht einen eindeutigen Wählerwillen aus dem Abstimmverhalten ableiten. Insbesondere so kurz vor der Kommunalwahl.

 

Sowas passiert halt, wenn man keine wirklichen Ideen und Inhalte hat.

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  1. 20. Mai 2014, 15:00 | #1

    Ich will die Partei Benninghoffs hier nicht in Schutz nehmen. Warum auch?
    Trotzdem gefällt mir dein (Ich sag jetz mal „du“) Tenor nicht, Stefan, die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt in die Nähe eines „Wählerwillens“ zu rücken. Die Zukunftswerkstatt ist kein politisches Entscheidungsgremium hinter dem sich entscheidungsschwache Politiker verstecken können. Politiker müssen alle Konsequenzen ihres Handelns bedenken und stehen auch dafür gerade, wenn die Entscheidung sich später als die Falsche herausstellen sollte. Ausserdem liegen die Punktergebnisse der Zukunftswerkstatt nicht signifikant weit auseinander. Fasst man die Punkte für die Sekundarschule und für die Gesamtschule in freier Trägerschaft mit den verlorenen Einzelpunkt zusammen, so erhält man ein Ergebnis von 34:28. Das wäre für mich noch lange kein Grund, eine gute Schule zu schließen und einen erneuten Versuch mit einer Gesamtschule alten Stils zu starten.

  2. 20. Mai 2014, 16:22 | #2

    @Ellenberger

    Die Gruppe ist sicher nicht repräsentativ und das Gremium auch in keiner Weise bindend. Trotzdem denke ich, dass man die Tendenz nicht außer acht lassen darf.

    Das die Punkte doch recht weite auseinderliegen, denke ich schon. Ich verstehe nicht, wieso Du die Sekundarschule und Gesamtschule zusammenrechnest, das wären nach meiner Liste 26 Punkte.

    Die staatliche Grundschule allein hat jedoch schon 33. Rechnet man jetzt die Gesamtschule in freier Trägerschaft hinzu (13), bin ich schon bei 46 von 60 abgegebenen – das ist meiner Meinung nach schon sehr deutlich.

    Erwähnen muss man auch, dass der von der FDP so favorisierte Zweckverband ja genau 1(!) Punkt bekommen hat. Deutlicher geht nicht 😉

  3. 21. Mai 2014, 13:17 | #3

    Ich habe alle die Punkte für Gesamtschule und für Sekundarschule zusammengerechnet, denn die Sekundarschule ist ja kaum etwas anderes als eine Gesamtschule ohne Oberstufe. Die Zahlen, die ich verwendet habe, habe ich aus dem RP-Bericht entnommen.
    Der Zweckverband löst ja nicht das Problem mit den Fahrzeiten. Er trägt auch nicht der Verpflichtung Rechnung, dass man sich innerhalb einer guten Schule gerade auch um die „etwas schwierigeren Schüler“ (Ich weiß der Begriff ist unkorrekt.) kümmern sollte. Man kann sie doch nicht in die Nachbarkommunen abschieben und in Voerde nur die „Lieben und die Guten“ (Auch dieser Begriff ist unkorrekt.) versorgen.

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