Miteinander reden? Ja. Aber.

In einem TAZ-Artikel geht Ines Pohl der Frage nach, ob es opportun ist, den Dialog mit PEGIDA zu meiden.

Dabei kommt sie zu dem Fazit, dass nicht überall der rechte Ort ist und nicht immer die rechte Zeit. Aber dennoch, so sagt sie:

Eine Talkshow mit vielen Gästen kann nicht der richtige Ort sein. Aber wegen der Jauch-Panne den Dialog grundsätzlich zu verweigern wäre eine fatal falsche Reaktion.

Und ich frage mich ob das so ist.

Grundsätzlich glaube ich immer an die Macht des Arguments. Ich glaube, dass man auch den dümmsten Menschen irgendwann überzeugen kann, dass er im Unrecht ist. Ich glaube auch, dass nicht alle die bei PEGIDA mitmachen, wissen was sie da wirklich anrichten – und das man sie mit genügend Zeit und Aufwand darüber informieren und auf ihre Einsicht hoffen kann.

Was mich aber daran hindert, sind nicht nur persönliche Erlebnisse. Viel mehr ist es auch die simple Tatsache, dass ich 2014 von Bürgern erwarte, aufgeklärte Bürger zu sein. Und wenn es nicht reicht, dass ständig ermittelt wird, welcher Rechte welche Demo angemeldet hat (Duisburg, Schwerin, Düsseldorf , etc) dann sollte vielleicht das hier reichen:

Ich kann die Echtheit der Aussagen nicht verfizieren – nehme sie nach allem was ich bis jetzt weiß aber an. Und frage mich dann, wie ich mit IRGENDWEM reden soll, der jemandes Idee folgt, der Ausländer als Viehzeug verunglimpft?

Solche Strömungen gehören für mich nicht wegdiskutiert. Sie gehören mit allen Mitteln des friedlichen Widerstands bekämpft.

Autor: unkreativ

Gelegentlich hat der Unkreative das Gefühl, er müsse Euch etwas wissen lassen. Das kann sinnvoll sein. Muss es aber nicht. ;-)