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Wie Apple die Kunden am Arsch vorbeigehen

15. Dezember 2016
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Ich bin ja schon angesäuert, weil die kommenden iPhones kein 3,5er Klinkenstecker mehr haben. Das ist für mich ein No-Go. Und die verklebten Bauteile ohne Austauschmöglichkeit in den Notebooks werden langfristig verhindern, dass ich mir eines vom Apfel kaufe.

Aber auch bei meinem iPhone schafft Apple es immer wieder, mich mit Verschlimmbesserungen zu entsetzen. Nehmen wir z. B. eine der Funktionen überhaupt: Das Abspielen von mp3.

Seit einiger Zeit versucht Apple ja schon, die eigenen Online- und Streamingdienste zu forcieren. Das ging und geht massiv auf die Funktionalität und die Übersichtlichkeit der iPod-App. Und nervt.

Früher gab es aber eine Funktion, die für mich wichtig war: Mit Klick auf den Titel im Wiedergabemodus konnte ich die Bewertung (1-5 Sterne) ändern. Das ist interessant, weil ich automatische Playlists habe, die sich aus den Bewertungen erzeugen.

Vor einigen Versionen fiel diese Funktion auf ein Mal weg.

Mit dem Update auf iOS 10.2 kündigte Apple an, dass diese Funktion wieder da sei. Ich war also wohl nicht der Einzige, der sich beschwert hat. Nur, nach dem Update stellt sich die Frage: Wo zur Hölle ist die Funktion abgeblieben?

Nach längerer Suche stellt sich raus: Man muss sie erst in den Einstellungen aktivieren (nicht in der App, in den Systemeinstellungen(!) und dann verbirgt sie sich im Untermenü eines Untermenüs. Nix mehr mit Klick auf den Titel, sondern Klick auf Menü, Klick auf Bewerten und dann kann man mit Glück Sterne vergeben. Wer denkt sich so einen Scheiss aus?

Mit dem Update auf 10.2 hat Apple aber eine weitere Sauerei veranstaltet:

Obwohl bei mir ausgeschaltet, hat das Update die „Live“-Funktion für Fotos wieder aktiviert. Das hat mich heute  morgen ein paar Fotos gekostet, weil:

Die Fotos werden in einem speziellen Video-Format gespeichert, dass mein Lightroom nicht kennt. Bzw. Lightroom erkennt die Bilder als Defekt (Keine Bilddateien im Stream). Bei dem Versuch die Bilder vom Handy auf den Rechner zu bringen und in LR zu verarbeiten, kam es jetzt zu einem doppelten Problem:

Dadurch, dass LR die Bilder als defekt erkannte, wollte ich sie wieder auf das Handy schieben, um sie über die Mailfunktion aus iOS heraus dann als JPG an meinen Rechner zu schicken. Nur dummerweise ist das Handy ein Read-Only-Device. Man kann einmal aus dem Speicher auf das Notebook verschobene Bilder gar nicht mehr auf das Handy schieben. Super Idee, Apple.

Nicht nur, dass ich keine Dateien auf den Apfel schieben kann, dieses bekloppte „Live“-Format führte durch eine Verkettung unglücklicher Zustände jetzt dazu, dass die Dateien leider nicht mehr nutzbar vorliegen.

Warum genau schalte ich eigentlich etwas ab, damit Apple es wieder ein schaltet? Das ist so ähnlich wie mit dem Batteriesparmodus, den ich gerne nutze – den das iPhone aber selbsttätig abschaltet, wenn es der Meinung ist, dass der Akku voll genug sei. Das ich die Funktion vielleicht nutze um die Akku-Laufzeit generell zu verlängern, scheint noch keinem aufgefallen zu sein.

Inzwischen ist iOS einfach nur noch ein aufgeblähter Misthaufen, der seine User ohne Ende gängelt und glaubt, immer besser zu wissen was man eigentlich will. Zusammen mit dem fehlenden Kopfhöreranschluss stellt sich also die Frage:

Was wird mein nächstes Smartphone?

Das es ein Apfel wird, ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

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  1. bombjack
    16. Dezember 2016, 06:56 | #1

    Als zugegeben „Nicht-Apple“-Nutzer: War das bei Apple schon mal anders? Kollege in Hawaii war Apple-Fan (Mac) und dort „wunderte“ ich mich, dass es bei Apple immer sehr spezielle Stecker gab, die es nur bei Apple gab….ist man als PC-Fan eben nicht so gewohnt…
    Okay der Vorteil ist (oder war) dass alle Komponenten gut zusammen spielten, weil aufeinander abgestimmt…

    bombjack

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