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Ekel am Morgen – Danke SpOn.

12. Januar 2017
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Wenn Frauen sexuell belästigt werden, ist das schlimm. Keine Frage. Es ist einfach unserer Zivilisation nicht angemessen, wenn Männer „sich nehmen was sie wollen, weil sie können“. Schlimm ist aber auch, wenn Frauen den Vorwurf, belästigt worden zu sein, nutzen um gegen Männer vorzugehen.

Heute morgen im Spiegel lese ich dazu einen Beitrag von Frau Stokowski, bei dem mir schlecht wird. Der Grund ist einfach: Jeder aufgeklärten Frau muss klar sein, dass der falsche Vorwurf der sexuellen Belästigung erhebliche Probleme mit sich bringt. Denn wenn es mal raus kommt, führt es zwangsläufig zu einem Glaubwürdigkeitsverlust für tatsächliche Opfer.

Für Frau Stokowski allerdings ist in erster Linie bedauerlich, das die „Geheimwaffe“ nicht funktioniert wie gewünscht:

Jedes Mal, wenn ein prominenter Mann mit Vorwürfen der Belästigung oder Vergewaltigung konfrontiert ist, hört man von irgendwo, dass Frauen in dieser Hinsicht die absolute Macht über Männer hätten. Mit einem Wisch könnten wir damit Karrieren, Firmen, Familien und ganze Existenzen zerstören. Eine Art Geheimwaffe, die aber gar nicht so geheim ist. (…)

Es gibt für Leute, die mit Missbrauchs- oder Belästigungsvorwürfen konfrontiert wurden, Schlupflöcher von der Größe des Weißen Hauses. Auch kann man danach weiterhin noch ein gefeierter Regisseur sein, (…)

(Hervorhebung von mir)

Nur zum Verständnis: Frau Stochowski beklagt, dass es für Männer die mit Vorwürfen (nicht: Beweisen, Urteilen oder irgend etwas anderem handfesten) „Schlupflöcher“ gäbe, die die Wirksamkeit der „Waffe“ reduzieren. Das sie das auch so meint, erschließt sich aus dem Rest des Beitrags:

Wenn es so einfach wäre, jemanden wegen Belästigung, Missbrauch oder Vergewaltigung verurteilen zu lassen oder zumindest im großen Stil unbeliebt und machtlos zu machen, dann müssten Frauen mit einem Mindestmaß an krimineller Energie das doch tun. Dann hätten linksextreme Feministinnen längst die AfD zerstört. Ich schwöre: längst. (…)

Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht.

Nur zum Verständnis: Es geht wegen der „Schlupflöcher“ nicht. Sonst jätte man mit einem Mindestmaß an krimineller Energie der Gesellschaft doch einen großen Dienst erweisen können. Und der Karriere, weil der Vorgesetzte gehen musste. Und der Nachbarin, weil man deren Mann endlich los wurde, den man noch nie leiden konnte.

Dieser Beitrag von Frau Stochowski ist so ziemlich das Schlimmste, was ich seit langem gelesen habe. Weil er den falschen(!) Vorwurf der sexuellen Belästigung unter Berücksichtigung aller möglicher Folgen…

Mit einem Wisch könnten wir damit Karrieren, Firmen, Familien und ganze Existenzen zerstören.

… zu einem quasi legitimen Mittel im Kampf um die Vorherrschaft macht und nur zu bedauern sei, dass es immer noch Möglichkeiten gäbe, sich dagegen erfolgreich zu wehren. Was an sich schon schwer ist, denn wie zum Teufel soll man als Mann beweisen etwas nicht getan zu haben, dessen bloße Behauptung Empörungswellen auslöst?

Wenn Frau Stochowski schreibt:

Wer das glaubt, muss aber irgendwie auch erklären können, warum auf diese Art nicht reihenweise unliebsame Männer aus dem Weg geschafft werden.

Dann muss ich dagegen halten: Niemand weiß, wie viele ihre Unschuld beteuernden Menschen, die tatsächlich niemals etwas falsches gemacht haben, nur auf Grund einer glaubhaften, aber gelogenen Aussage einer vermeintlich betroffenen Frau ruiniert wurden.

 

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