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SPLIT

10. Februar 2017
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Wochenende ist Kinozeit und so bin ich Mittwoch ins UCI gewandert, um „SPLIT“ zu sehen.

Ich kann gar nicht so genau sagen, was ich erwartet habe. Vermutlich einen Film in dem es viel Blut und Schockmomente gibt. Irgendwie ist das ja schon fast normal, wenn ein Psycho drei junge Frauen entführt. Am Ende darf ja nur eine davon überleben, gell?

Außerdem habe ich einen Spannungsbogen erwartet, der auf ein fulminantes Finale hinausläuft. Und was meine Erwartungen angeht, bin ich vom Regisseur M. Night Shyamalan dann doch enttäuscht worden.

Denn statt eines „Schockers“ hat er mit „SPLIT“ einen absolut soliden und spannenden Film abgeliefert. Der den Zuschauer in den erste Minuten direkt in seine Mitte nimmt, ihm die Augen aufmacht und aufhält und sagt: So wirst Du jetzt bis zum Ende des Films bleiben.

Die absolut Oskar-reife Darstellung von James McAvoy trägt ihren Teil dazu. Er ist ähnlich überragend, eigentlich noch besser, als Christian Bale in „The Machinist“.

Dabei ist der Film nie darauf angewiesen, den Zuschauer zu schocken oder auch nur zu überraschen. Im Gegenteil, von Anfang an wird die Geschichte  mit offenen Karten erzählt, was sie in sich noch grausamer macht. Wobei, das ist wichtig, diese Grausamkeit sich nur vor dem inneren Auge abspielt.

Wenn ich überlege, dass nur ungefähr 5 Leute in Split saßen, gleichzeitig aber hunderte Menschen sich „50 Shades“ angesehen haben: Ich glaube ich habe die bessere Wahl getroffen.

Denn für 2017 ist das defintiv der beste Film, den ich bisher gesehen habe.

Und in meiner „All Time Favorite“-List ist Split auf Anhieb in die Top 10 gesprungen.

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