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Windows Update vs. Festplattenverschlüsselung

3. März 2017
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Vor ein paar Tagen fiel mir was komisches auf:

Mein Desktop mit Windows 10 wollte beim Herunterfahren ein Update installieren. Brav hoch gezählt bis 100%, aus.

Beim wiederanfahren kam dann ein Screen mit der Aufforderung, ein Tastaturlayout zu wählen und danch entweder Windows 10 zu starten, Windows zu reparieren oder ein anderes OS zu nutzen. Nach dem Start von Windows 10 schien alles normal – bis zum Runterfahren, wenn ein Update installiert werden sollte.

Das konnte man reproduzieren: Offensichtlich wollte das Update nicht richtig.

In der Update-Einstellung konnte ich sehen, dass es das Funktionsupdate für die Version 1607 war, das eigentlich schon vor geraumer Zeit installiert hätte sein sollen. Komisch.

Die Suche nach Updates brachte keine neueren, obwohl es laut Google welche geben müsste. Das Suchen nach Fehlern  bei der Isntallation des Funktionsupdate für Windows 10 – Version 1607 brachte auch nix. Dummerweise kann man ja in Windows 10 Updates nicht verhindern, nicht ausblenden, nix. Das war also ein Problem, weil offensichtlich auch aktuelle Updates nicht mehr kamen.

Einer Eingebung folgend habe ich heute mal die Systempartition entschlüsselt. Und siehe da: Plötzlich geht es.

Das Fazit ist also, dass das „Funktionsupdate“ zu doof war mir zu sagen, dass es nicht auf verschlüsselten Datenträgern installiert werden kann. Es war sogar zu doof mir zu sagen, dass es überhaupt nicht installiert werden konnte. Und kaum war es da, kamen schon die nächsten Updates und gerade bei Flash-Updates bin ein bisschen kribbelig.

Diese Zwangs-Updaterei mag für die meisten Leute ja eine Verbesserung sein. Sie nicht abschalten zu können ist aber nach wie vor die Pest. Bei meinem mobilen Arbeitsplatz geht gerne schon mal ein guter Teil des UMTS-Volumens dafür drauf und hier kann man auch wieder schön sehen, dass Microsoft zu wenig an die Menschen denkt, die wissen was sie machen.

Ich bin mal gespannt ob das ein einmaliger Faux-pas war. Oder ob Microsoft jetzt ernsthaft bei jedem großen Update erwartet, dass ich meine Systemplatte erst ent- und danach wieder verschlüssele. Denn, abgesehen von der Zeit die das kostet: Das produziert extrem viele Schreib-/Lese-Zugriffe auf der SSD und wir wissen ja: Üppig vorhanden sind die nicht….

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  1. Hans W.
    4. März 2017, 16:13 | #1

    Deswegen und wegen den massiven Datenschutzproblemen die Windows hat, bin ich auf Archlinux umgestiegen ganz davon abgesehen das Linux allgemein flüssiger läuft und OpenSource ist. Bei Archlinux hat man sein System im schlimmsten Fall mit einem Terminal-Befehl auf dem neusten Stand (währenddessen voll benutzbar und keine Neustarts nötig).

    PS: Https täte deinem Blog auch mal gut (–> letsencrypt.org). Deswegen gebe ich hier nur eine Fake-Email an…

  2. 11. März 2017, 19:07 | #2

    Menschen, die wissen was sie machen, benutzen halt kein Windows. 🙂

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