Manchmal schmerzt es einfach

Das junge Jahr hat in den USA bereits 18(!) „School Shootings“ gesehen, beim Letzten starben 17 Kinder[1]. Jedes Jahr sterben deutlich mehr Menschen in dem Land an Schuswaffen als in den Jahren davor[2]:

  • 2014 – 12.556 Tote
  • 2015 – 13.515 Tote
  • 2016 – 15.094 Tote
  • 2017 – 15.590 Tote
  • 2018 – vermutlich über 16.000 (eigene Hochrechnung, basierend auf 1.857 Toten bis 16. Februar)

Das ist besonders pervers angesichts der Tatsache, dass in Deutschland ungefähr jeder Dritte eine Waffe hat. In den USA statistisch inzwischen aber jeder Einwohner mehr als eine![3]

Jetzt würde man annehmen, dass jede Regierung die bei Sinnen ist, sofort die Waffengesetze prüfen würde. Kann es sein, dass man Gewehre bei Walmart kauft? Das niemand die Frage stellt, wer sich da eigentlich gerade bewaffnet? Das niemand überlegt wie Jugendliche ein Sturmgewehr in die Hand bekommen könnte?

Niemand der bei Sinnen ist, würde diesen Elefant mitten im Raum leugnen. Vielleicht abgesehen vom Parlament in Florida.

Das sich kurz nach der letzten Tragödie nicht bemüßigt sah, über das Problem der Waffen zu diskutieren. Aber in seiner Sitzung befand, dass Pornos eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen.[4]

The Florida House of Representatives was in session on Tuesday considering several issues. These included a motion to debate a bill banning the sale of assault weapons in the aftermath of the mass shooting that killed 17 people last week at Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Fla., and a resolution declaring pornography a public health risk.

The House chose not to consider the gun-control bill.

It later passed the resolution claiming that porn is dangerous.

Das muss man sich mal reinziehen.

Leider konnte ich auch nach intensivem Googlen nichts finden was erklärt, welche Art von Gefahr Pornos darstellen. Dafür konnte ich was anderes finden:

Nämlich wie der mächtigste Mann der Welt gedenkt, mit dem Problem der Waffengewalt umzugehen. Er hat einen geradezu revolutionären Ansatz gefunden[5]: Einfach noch mehr Waffen. Denn wenn erst auch die Lehrer bewaffnet sind…

Trump hört zu. Hört die Überlebenden und Hinterbliebenen von Columbine, Sandy Hook und Stoneman Douglas. Und er erklärt, dass eine Bewaffnung der Lehrer aus seiner Sicht die Lösung sein könnte. Trumps Vorschlag: mehr statt weniger Waffen – eine „verdeckte Bewaffnung“. Die Lehrer würden trainiert und hätten Waffen bei sich. „Man hätte keine waffenfreie Zone mehr in der Schule“, so seine Idee.

Trump ist überzeugt, das „verdeckte Waffen“ Amokläufer abschrecken würden.

Wow… das ist so absurd, dass selbst einem professionellen Zyniker wie mir die Worte fehlen.

 

[1] http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-traurige-statistik-zu-waffengewalt-an-schulen-a-1193644.html
[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/579175/umfrage/vorfaelle-und-todesfaelle-durch-schusswaffen-in-den-usa/
[3] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/779895/umfrage/schusswaffen-in-ausgewaehlten-laendern-pro-100-einwohner/
[4] https://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2018/02/21/florida-house-refuses-to-debate-guns-but-declares-porn-dangerous/?utm_term=.745fdbd7c4bc
[5] http://www.tagesschau.de/ausland/trump-schueler-105.html

 


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Autor: unkreativ

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