THE TSG-EFFECT
Ja ja, der Axe-Effekt war gestern. Heute ist TSG in aller Munde und eigentlich wollte ich gar nichts dazu schreiben. Schon gar nicht, nachdem der Blogger, der nicht verlinkt werden will, das Thema aufgriff und sich wieder sabbernd über was ergossen hat, über das er besser schweigen würden:
Aber wie schon bei anderen Geschichten ist es für ihn halt orgasmisch, über die SPD ablästern zu können. Hilft darüber hinweg zu täuschen, dass er keinen Plan, keine Ahnung, keine Idee hat und nicht einmal sagen kann, warum er zu einer Partei hält, die nicht das will, was er als einziges fordert. Aber naja, der eine so, der andere so.
Und mein Gott, auch ihm sei hin und wieder Befriedigung gegönnt. Ich denke mir dann einfach, für Menschen wie ihn hat Dieter Nuhr einen Spruch geprägt.
Jetzt bin ich aber heute schon mehrfach auf das “Problem” des Twitterns von Thorsten Schäfer Gümbel /TSG) angesprochen worden. Falls Ihr nicht wisst, was es damit auf sich hat:
TSG verwendet Twitter und hat offensichtlich in mindestens einem Fall eine Nachricht von einem Vertrauten, den ich witziger Weise auch schon kennen gelernt habe, senden lassen. Und während die meisten bei den Geschichten rund um Zensur des Internets durch unsere Regierung kaum Emotionen verspürten, kocht jetzt die Suppe vor sich hin.
Und das ist etwas, was mich arg verwundert: Glaubt denn irgend jemand, Obama twittert? Gysi schreibt seine Reden selbst? Merkel tippt die Schreiben der Bundeskanzlerin? Hallo?
Mal unter uns, meine lieben Schwestern: Jeder ab einer gewissen Position aufwärts kann gar nicht mehr alles alleine machen. Es ist doch völlig normal, Sekretäre und Sekretärinnen zu haben oder Dienstleister und es ist auch völlig normal, dass diese im Namen des Auftraggebers arbeiten und nicht im eigenen Namen.
Was Dumm gelaufen ist, ist meiner Meinung nach der Erklärungsversuch, den ich auf f!xmbr gefunden habe. Denn dieser ist möglicherweise ehrlich, erweckt aber auch den Eindruck, dass man hier versucht eine Rechtfertigung zu finden:
Es ist ganz banal und tatsächlich recht doof gelaufen. Von mir. TSG hat mich heute früh gebeten die Nachrichten für ihn zu versenden, weil es vor dort, wo er zu dem Zeitpunkt heute morgen war, nicht funktionierte. Ich war beim Boarding am Flughafen und wollte daher die Nachricht noch vor dem Abflug und dem Abschalten der Geräte twittern, zumal während des Fluges der 2014. Follower möglicherweise schon dazu gekommen wäre.
Mir ist dann in der Hektik der Fehler unterlaufen, es tatsächlich mit dem falschen Login abgesetzt zu haben. Gelöscht habe ich es in Twitter, weil die Nachricht unter meinen Namen gar keinen Sinn macht.
[…]
So, dann jetzt wieder weiter mit Verschwörungstheorien…
Das Kuriose ist doch irgendwie die Aufregung die hier empfunden wird. Irgendwie gelingt es nicht, die nach zu vollziehen. Natürlich verstehe ich die Enttäuschung, wenn man glaubt, dass es TSG selber ist, der seine Messages tippt, aber ist der Glaube daran realistisch?
Ich vergleiche das mal mit dem Chat von Jürgen kommende Woche: Sofern die Technik hält (und wenn nicht blame it on me, ich musste improvisieren), chattet er also. Aber kann ich versprechen, dass er auch selber tippt? Wenn ich das mal vergleiche, tippe ich zum Beispiel um ein Vielfaches schneller. Würde er mich fragen und wäre ich da, würde ich vermutlich tippen. Wäre das dann auch ein “Fake”, wie es jetzt rund um TSG heißt?
Weil es nicht so ist, habe ich ja schon Einladungen für “Beobachter” ausgesprochen. Aber trotzdem würde mich Eure Meinung sehr interessieren: Ist es für Euch wichtig, dass solche Dinge tatsächlich nicht nur inhaltlich von dem kommen, von dem Ihr es erwartet?
Fühlt Ihr Euch so getäuscht?

Bei allem Lesen im Web sollte man immer das Programm “Brain 1.0″ laufen haben. Damit habe ich die letzte Frage im Post beantwortet. Oder mit anderen Worten: Ich fühle mich nicht getäuscht.