Internet-Zensur in Deutschland
.
Noch Fragen?
Anfang 2007 veröffentlichte das Datakrimutvalget, eine parlamentarische Kommission zur Verbesserung der Polizeiarbeit einen Report. In ihm sprach sich eine Minderheit dafür aus, die DNS-Sperre auf Nazi-Propaganda. Islamismus-Propaganda und Online-Casinos auszudehnen, [...]
Oder auch:
Nach dem Einsatz in Norwegen exportierte die Telenor-Gruppe die Technik nach Schweden, wo es unter dem Namen Netclean (PDF-Datei) auch vom zweiten großen Provider TeliaSonera eingesetzt wurde. Im aktuellen Zusammenhang mit dem in Schweden stattfindenden Prozess gegen Pirate Bay sollte erwähnt werden, dass die schwedische Polizei im Jahr 2007 versuchte, Pirate Bay auf die Liste mit den gesperrten Kinderporno-Webseiten zu setzen.
Und Folgen für Betreiber solcher Angebote?
Diese Sperre ist darum erwähnenswert, weil die niederländische Polizei explizit Finnland als Vorbild nannte. Die Internet-Aktivistin Karin Spaink besorgte sich daraufhin die finnische Sperrliste und fand auf ihr niederländische Firmen und insgesamt 40 Webseiten mit niederländischer Kinderpornographie. Spaink klagte daraufhin die Polizeibehörden öffentlich an, die zwar Kinderpornographie im Internet blockten, aber nicht tätig wurden, um die fraglichen inländischen Firmen juristisch zu belangen.
Und sonst?
Tatsächlich sind diese Listen sehr umstritten. Zum aktuellen Zeitpunkt diskutiert man nicht nur in Deutschland, sondern auch in Australien die Einführung einer Sperrtechnik. Hier hat die ehemalige australische Rundfunkaufsicht ACMA eine Liste problematischer Web-Angebote recherchiert. Zunächst hieß es, dass 1370 Webseiten mit kinderpornografischen Angeboten existierten, die geblockt werden müssten. Am 4. Februar 2009 musste das zuständige Justizministerium auf eine parlamentarische Anfrage hin bekannt geben, dass nach eingehender Durchsicht weniger als die Hälfte der aufgeführten Adressen der Kinderpornographie zuzurechnen seien.
Hervorhebung von mir. Quelle: Klick
Fragen? Keine.

Letzte Kommentare