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Kinderpornoraubkopieramokkillerspiele

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Ist das nicht spannend, wie just an dem Abend vor der Unterzeichnung der Verträge mit den Internetanbietern über die Internetsperren mal wieder ein riesiger “Kinderporno-Ring” ausgehoben wird?

Und natürlich sind alle üblichen Verdächtigen wie der Focus dabei, mit ihren Artikeln eine sehr eingeschränkte Weltsicht im Sinne der Herrschenden zu verbreiten.

Diesmal wird in einigen Quellen erwähnt, dass in einem (!) Fall ein Mißbrauch beendet werden konnte. Das finde ich gut. Wenn dafür aber wieder x Tausend unschuldige ihrer Existenzen beraubt werden, sieht das wieder anders aus.

Zu frisch sind bei mir die Erinnerungen an all die Vorwürfe in den letzten “gesprengten Ringen”, wo sich hinter her herausgestellt hat, das vor allem eines vorhanden war: viel heiße Luft.

Ich finde es schrecklich, meinem Staat nicht mehr vertrauen zu können. Und jeder einzelne dieser “Zufälle” untermauert das. Den wirklichen Opfern hilft das alles nicht, eher im Gegenteil.

Gerade in solchen Momenten halte ich es für wichtig, die wirklich betroffenen Menschen zu Wort kommen zu lassen. Und die Zeit hat das getan:

ZEIT ONLINE: Ich bin beeindruckt, wie offen Sie mit ihrer Geschichte umgehen…

Bahls: Das ist Wut. Ich bin durch die aktuelle Diskussion aus meinem Trott gerissen und wieder damit konfrontiert worden. Das ist Ärger und der treibt mich an. Die Diskussion, wie sie gerade läuft, ist nicht hilfreich. Die ist schlimm für die Opfer, ihnen wird damit noch ein zweites Mal wehgetan. Ich fühle mich wieder zum Opfer gemacht. Ich fühle mich in der Debatte für ein politisches Ziel missbraucht.

Denn die Regierung will nur die Verbreitung der “Dokumentation des Missbrauchs” einschränken, nicht den Missbrauch selbst. Sie können natürlich vor das Bild ein Laken hängen, das Bild aber hängt dann noch immer dort. Die Inhalte werden weiter verbreitet.

Quelle: Klick!

Leute, laßt Euch nicht mehr verarschen! Nutzt Euren Kopf!

  1. 17. April 2009, 18:30 | #1

    Im Moment kommt man – genauer: ich (kann ja nicht für andere sprechen) – sich schon verarscht vor. Und das mit Anlauf und Ansage. Für wie doof wird man von den Politikern gehalten? Die beiden Jungs, die gerade die Familie erschossen haben, waren in einem Schützenverein und haben die Waffen von dort. Wahrscheinlich werden schon fieberhaft die Rechner der Jungs sondiert … der Schützenverein wird aber sicher keinen auf die Mütze bekommen, weil er sich hat bestehlen lassen.

    Und die Internetsperren? Seufz, was will man erwarten, wenn eine Vollmutti ohne ansatzweise themennahe Erfahrung sowas entscheiden will? Kann die selbst eine Mail schreiben? Hat die schon mal Google bedient?

    Ich bin sowas von unzufrieden mit der Bande …

  2. 17. April 2009, 21:12 | #2

    Was ich mich die ganze Zeit frage: Was ist mit all den Seiten von Betroffenen, die ihre Lebensgeschichten mit Hilfe des Internets verarbeiten? Oder den Seiten, die Hilfe für Betroffene anbieten? Auch wenn sich dort kein Bildmaterial befindet, könnte man – wenn man denn wollte – die dort stehenden Texte mit strengem Auge betrachtet ebenfalls als KiPo einstufen.

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