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Tauss ist drin

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Aufschlussreiches Interview mit Jörg Tauss über seine Beweggründe zum Beitritt in die Piratenpartei: “Ich werde erster Pirat im Bundestag

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  1. aga80
    20. Juni 2009, 18:37 | #1

    Ich bin mir leider nicht so sicher , ob der Tauss momentan so salonfähig ist , solange das Verfahren noch schwebt … .

  2. Ludwig
    20. Juni 2009, 21:27 | #2

    Danke für Link zum Interview.
    Das mit der “Salonfähigkeit” ist schon ein guter Punkt. Andererseits ist die Aufnahme von Tauss ein klares Signal sich nicht der sog. “Schweigespirale” unterzuordnen http://de.wikipedia.org/wiki/Schweigespirale. Tauss lehnt sich damit aus dem Fenster, die PP sowieso.

    Ob Tauss nun wirklich “Dreck am Stecken” hat oder nicht (ich glaube es persönlich nicht), ist egal. Es zählt dass er weiterhin einen klaren Standpunkt bezieht und damit die Versuche der geliebten Einheitspartei unterläuft ihre Kritiker pauschal durch KiPo-Vorwürfe zum Schweigen zu bringen.

  3. 20. Juni 2009, 21:50 | #3

    “Die Vermutung der Unschuld endet mit der Rechtskraft der Verurteilung!” (http://de.wikipedia.org/wiki/Unschuldsvermutung) – das darf niemals vergessen werden. Es ist egal, ob wirklich schuldig oder unschuldig. Solange kein rechtskräftiges Urteil gesprochen wurde ist und gilt man als unschuldig. es hat niemand verdient sozial, wie auch medial in der Öffentlichkeit “hingerichtet” zu werden, so wie es zB. bei Tauss der Fall war. Ich persönlich glaube ihm und heiße ihn ebenfalls bei den Piraten bekommen, denn ich denke, dass er dort eine Menge an Wissen einbringen kann.

  4. Zumal
    20. Juni 2009, 23:34 | #4

    Ich bin ja auch der Meinung das sich ein Volksvertreter der gerade im Bereich Internet/Medien tätig ist, die Pflicht hat etwas Ahnung in dem Bereich zu haben um solche merkwürdigen Gesetzte wie gerade beschlossen zu vermeiden und Ideen für bessere Vorgehensweisen gegen KiPo zu haben. Das die Art der Recherche und ich gehe man davon aus, dass es darum ging und die Dateien nicht zum “Vergnügen” genutzt wurden. Allerdings kann man ihm auf jeden Fall eine gewisse Blauäugikeit vorwerfen und es wäre wohl besser gewesen im Vorhinein mit dem BKA bzw. entsprechenden Stellen absprachen zu trefen um gar nicht erst in den Verdacht zu geraten.

  5. Eher skeptisch…
    21. Juni 2009, 11:31 | #5

    Ich finde es nicht richtig dass Taus zu diesem Zeitpunkt eingetreten ist, dennoch hätte die PPD seinen Beitritt niemals verweigern können ohne dabei gegen ihre eigenen Ideale zu verstoßen.

    siehe:

    http://opencast.de/?p=1597

  6. 21. Juni 2009, 11:48 | #6

    @Eher skeptisch…
    Eben – eine Verweigerung hätte gegen Grundideale verstoßen. Eine Weigerung hätte auch gezeigt, dass man grundrechtsstaatliche Prinzipien, wie die Unschuldsvermutung, über den Haufen wirft. Ja, wie er auch zugab, hat er KiPo besessen. Dafür verantwortet er sich auch in einem hoffentlich sauberen rechtsstaatlichen Verfahren. Ihn aber, wie in verschiedenen Foren/Aussagen, zum KiFi abzustempeln ist unterste Schublade und unwürdig .. (ich lege dir diese Aussage nicht in den Mund – das liegt mir fern). Sollte er verurteilt werden, hat er das gesellschaftliche Recht und die Pflicht sich in der Gesellschaft zu beweisen, dass er daraus gelernt hat. Und die Gesellschaft hat die Pflicht, ihm dies zu ermöglichen – ohne jegliche Vorverurteilung.
    Tauss kann das berühmte Schwert des Damokles sein. Das hängt aber nur allein von Tauss und den Umgang mit den Medien im Allgemeinen, sowie der Gesellschaft im Besonderen ab.

  7. bombjack
    21. Juni 2009, 20:47 | #7

    Zumal :
    Allerdings kann man ihm auf jeden Fall eine gewisse Blauäugikeit vorwerfen und es wäre wohl besser gewesen im Vorhinein mit dem BKA bzw. entsprechenden Stellen absprachen zu trefen um gar nicht erst in den Verdacht zu geraten.

    Hm…..nur stellt sich da die Frage ob die entsprechenden Stellen an einer neutralen Recherche bzw. Einschätzung überhaupt interessiert sind, denn wenn man sich mal die Aussagen der Leyen zu den Inhalten ansieht, dann habe ich das dumpfe Gefühl, das die Dame vom BKA und den entsprechenden Stellen mit ausgewähltem Material auf Linie gebracht worden ist und ihr eben nicht ein neutraler Überblick über die Situtation gegeben worden ist, wobei dies dann auch für die über das Gesetz abstimmenden Volksvertreter gilt.
    Die von der Leyen an die Wand gemalten Inhalte werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch irgendwo im Netz existieren (neben Foltermitschnitten, Aufnahmen von Vierteilungen mit Kfz. über die ich mal auf einem Chan-Board gestolpert bin; seit dem halte ich nichts mehr für unmöglich), nur dürfte sich die Menge des Materials so ziemlich in Grenzen halten und auch die Verbeitung wird nicht so offen stattfinden, wo dieses Gesetz etwas nutzt und genau dies wollte Tauss herausfinden, denn jemand der sich so lange Zeit mit dem Internet und allem drum herum beschäftigt dürfte doch wohl eine gewisse Ahnung haben wie er Medien verschlüsselt und welche Spuren er hinterläßt wenn er z.B. MMS benutzt.

    Desweiteren sollte man sich immer bei dem Thema klar machen, daß es nur um Bilder geht, die sich zudem in der elektronischen Form sehr schnell und beliebig oft vervielfältigen lassen und die eigentliche Tat schon vorher statt gefunden hat und diese eigentliche Tat gilt es zu verfolgen bzw. zu verhindern meiner Meinung nach.

    bombjack

  8. 21. Juni 2009, 22:35 | #8

    @bombjack: Tauss selbst hatte mehrfach erklärt, wie “dufte” und “gute Kumpels” er und das BKA sind. Er traut denen nicht einmal so weit über den Weg, wie Backsteine in der Luft schweben können (um einmal Douglas Adams zitieren zu wollen).
    Außerdem gehört es dazu, dass man sich aus mehr als einer Quelle informiert. Welche andere Quelle gäbe es, als das BKA? Möglicherweise Kinderschutzvereine, aber selbst diese haben keine genauen Daten …
    Ich würde mal sagen, so oder so ist es ein Teufelskreis – um deinen Kommentar mit zu untermauern.

  9. bombjack
    21. Juni 2009, 23:03 | #9

    @FireFox
    und die diversen “Kinderschutzvereine” sind durchaus interessiert, daß die Zahlen hochbleiben da dort doch einige ihr Auskommen gefunden haben und nur so gewährleistet ist, daß Spenden und staatliche Unterstützung fließen.
    So kann auch erklärt werden, warum es es nach best. Vereinen geht, die Definition was unter diese Bilder fällt immer weiter ausgeweitet werden soll und wird.

    Btw. ist zwar provokant: Ich sehe in Bildern wie sie die Leyen beschreibt und Bildern wie sie z.B. von dem LS-Studio http://de.wikipedia.org/wiki/LS-Studio durchaus einen gewaltigen Unterschied. Noch stärker wird er, wenn man Bilder von Stock Sturges, Sally Mann oder McBride (Zeig mal) mithinzu nimmt und richtig schwer wird die Argumentation wenn man sich besußt macht, daß nach dem BGH auch Comics unter den §184b fallen können vgl. http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/99/2-365-99.php3 und mir wäre nicht bewußt, daß dieses Urteil inzwischen korrigert worden wäre.

    bombjack

    Edit: Zur Ergänzung: Vgl. http://www.heise.de/tp/foren/S-Viel-Wind-um-nichts/forum-159072/msg-16756922/read/

  1. 21. Juni 2009, 01:16 | #1