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Wäre ich Chinese…

26. Juni 2009
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… ich müßte über die Europäer schon schmunzeln.

Ich bin aber Europäer – und als solcher entsetzt und frage mich einmal mehr, was hier schief läuft:

“Das Blockieren oder Filtern bestimmter Internet-Inhalte ist für die Europäische Union völlig inakzeptabel.” Diese Worte hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding der chinesischen Regierung ins Stammbuch geschrieben. Die von Peking geplante Einführung eines Internet-Filters ziele darauf ab, das Netz zu zensieren und die Meinungsfreiheit einzuschränken, sagte Reding in Brüssel. China hat erklärt, der Filter richte sich gegen Seiten mit pornographischem Inhalt und diene dem Jugendschutz. Ab Juli muss die Software auf allen dort verkauften Computern installiert sein.

Via: Netzpolitik.org

  1. 26. Juni 2009, 18:09 | #1

    Es klingt zynisch, doch es wäre die ideale Vorlage, um vor dem EuGH gegen das Zugangserschwerungsgesetz zu klagen, falls das BVerfG den Kram nicht per Normenkontrolle gleich wieder kassieren sollte. Der schönste Windkanal, den sich Rollewolle zum Empfang in Brüssel vorstellen könnte.

  2. 26. Juni 2009, 19:24 | #2

    Schon überwältigend, diese Doppelzüngigkeit … letztes Jahr hat man im Bundestag ja auch dieses Papier unterschrieben, wo man gegen jeglicher Art von Zensur im Internet mit allen Mitteln kämpfen wollte … (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/088/1608871.pdf)
    Die müssen doch wirklich mal zu stoppen sein, die Jungs. Kann mir doch keiner erklären, dass sie erst seit wenigen Monaten überhaupt was über KiPo gehört haben ..

  3. 26. Juni 2009, 21:20 | #3

    Die chinesische Regierung verpflichtet ja seit neuestem nichtmehr zur Installation, da es Morddrohungen an die Entwickler gab. Die Software wird AFAIK als optionales Feature mitgeliefert.
    http://www.gulli.com/news/china-morddrohungen-gegen-2009-06-24/

  4. 27. Juni 2009, 10:24 | #4

    Ich wäre überrascht, würde irgendwann in China nicht mehr zensiert…

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