Home > infos, internettes, politik, technik > ePetitionen: wenn der TÜV das wüsste

ePetitionen: wenn der TÜV das wüsste

No Gravatar

Setzen wir mal ganz leyenhaft voraus, dass sich 40 Mio Bürger der Existenz einer Petition bewusst sind. Wieviele Unterschriften packt dieses ultrahochleistungsfähige ePetitionssystem dann nochmal? 12-13 pro Minute waren es glaub ich im Peak.

Macht 750/Std = 18000/Tag. 40’000’000 / 18000 = 2222 Tage = 6,17 Jahre müsste die Petition also laufen, um 40 Mio wissenden Menschen die Unterschrift überhaupt zu ermöglichen. Die nachts nicht schlafen. 8 Ruhestunden zugebilligt, wärens 9 1/4 Jahre. Bei EINER aktiven Petition auf dem System.

Ich denke wir haben das Problem lokalisiert. Könnt ihr das mal kurz in Ordnung bringen, liebe Regierung? Mit festsitzender Handbremse kommt eure Karre nämlich nicht durch den TÜV. Ach, muss auch nicht? Na dann ist ja alles gut.

  1. aga80
    26. Juli 2009, 18:39 | #1

    Du hast das komplizierte bürokratische Anmeldeverfahren vergessen , das leider nur mit Regesrierungsnummern funktioniert .

    Juhu und über diese Alibisystem haben wir immerhin 134K Unterschriften zusammenbekommen , das ist wirklich eine Leistung .

  2. 26. Juli 2009, 22:23 | #2

    Wenn man also die 134K mit den Hürden gegenrechnet … wie groß ist die Anstrengung dessen überhaupt die Menge an Unterschriften erhalten zu haben? Ich glaube, da ist eine manuelle Unterschriftensammlung auf der Straße einfacher, oder?

  3. Ingo
    26. Juli 2009, 22:50 | #3

    Natürlich. Den personellen Aufwand mal nicht mitgerechnet. Sobald zwei starke Petitionen gleichzeitig laufen geht nichts mehr, wie letzte Woche wieder mit GEMA und Privatisierung der Brandenburger Seen, von der die breitere Öffentlichkeit erst kurz vor Schluss erfuhr.

    Das Ding ist massenuntauglich und eher zur Zierde gedacht, wie aga ganz richtig sagt.

  4. 26. Juli 2009, 23:01 | #4

    @Ingo: Bleibt die Frage im Raum – gewollt oder Unfähigkeit? Ich plädiere sehr oft dafür das ODER mittels eines UND zu ersetzen. Denn durch gezielte und bewusste Unfähigkeit wird das gewünschte für die Masse untaugliche Verfahren in ihrem Wesen gestärkt.

  5. Ingo
    26. Juli 2009, 23:15 | #5

    Auch damit könntest du Recht haben. Die These lässt sich von Trash-TV über unser Bildungssystem bis ins ökonomische spannen. Zwar leicht off-topic aber lesenswert. Alles Zufall?

  6. 26. Juli 2009, 23:41 | #6

    @Ingo: Warum? Zufall? Ich glaube nein .. nicht umsonst heißt es “politisches” oder “gesellschaftliches System”. Wer mit Systematik vorgeht, der erreicht sein Ziel. Ich will aber keine VT hier rauskramen, denke aber, dass Einiges systematisch bewusst passiert und wir lassen uns blenden.
    Wobei mir wieder mal einfällt V for Vendetta anzusehen ;-)

  7. 26. Juli 2009, 23:52 | #7

    @FireFox
    Ich sollte mal einen V wie Vendetta-Abend für alle Mitautoren hier veranstalten. Mit V wie Fefe als Ehrengast ;-)

  8. 27. Juli 2009, 00:04 | #8

    @unkreativ: Aber V bzw. Fefe wird nicht durchs lodernde Flammenmeer gejagt, oder? Aber im Allgemeinen ist die Sache interessant :-)

    Manchmal, schon allein beim bloßen querdenken, fallen einem einfach Dinge auf, die man anfänglich für gegeben und normal gehalten hat, die aber bei genauerer Betrachtungsweise und unter Einbeziehung anderer zugetragener Fakten, das eigene Bild völlig verrückt.
    Schon verrückt so etwas … wo wir schon bald in der Nähe der Matrix kommen … im Sinne von Dejavu …

  9. aga80
    27. Juli 2009, 18:36 | #9

    @Unkreativ
    Ja der Film ist klasse , den kann ich nur weiter empfehlen .

  1. Bisher keine Trackbacks