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Gestatten? Ochs vor Berg!

12. August 2009
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Manchmal sind Problemlösungen wirklich einfach. Und manchmal denkt man furchtbar kompliziert. Und manchmal kommt beides zusammen.

Wie ich auf Twitter ja angekündigt hatte, hat eine Freundin Probleme mit ihrem Apfel G4. Fehlbeschreibung etwa so: Photoshop schnarch, Fotos per eMail aua (o2 UMTS-USB), CF-Karte auf Rechner (bzw. externe USB-Festplatte) kopieren mit 1GB pro halbem Tag, Hilfe.

Mein Fehler war, zu kompliziert zu denken. Ich dachte, hey, wenn sie sich vorher nie beklagt hat, wird es wohl ein aktuelles Problem sein. Also Virus, falsch konfiguriertes OS, what ever. Aber Apple und ich Apple null Plan.

Netter Weise bot sich der FireFox an, via Telefon und Remote Access mal auf die Kiste zu gucken und zu prüfen, ob er die Ursache findet.

Diagnose:

Rechner lahm, weil UMTS-Software von 02 ständig ins Log schreibt. Internet lahm, weil wegen auch USB-Festplatte lahm. USB-Festplatte lahm, weil zusammen mit ins Gehäuse integriertem Cardreader an USB 1.1.

*seufz*

Ich habe im Ernst angenommen, es müsste was kaputt sein, statt mal auf die simple Idee zu kommen, zu gucken welche USB-Version der G4 hat. Da es ein älterer Rechner (400MhZ) ist, hat er tatsächlich kein USB 2.0

Um ehrlich zu sein, ich habe das für so schwerwiegend gehalten, dass ich – anders als ich es von denen erwarte, die mich immer mit PC-Problemen ansprechen – überhaupt nicht den Fehler eingegrenzt habe. Das hätte ich selber finden müssen. *schäm*

Also mal schnell Google angeworfen und eine D-Link USB-Karte mit NEC-Chip gefunden, die taugen soll. Bei Amazon gibt es die auch zu einem durchaus erschwinglichen Preis: D-Link DU-520

Durchaus erfreulich.

Gestern bestellt, heute schon geliefert, dann auch gleich eingebaut. Treiber müssen keine Installiert werden, MacOS 10.4 erkennt die Karte von allein (huch, gibt es da keinen nervend pingenden Assistenten?? Die Karte lief einfach. Sofort… Mac halt ;-)  )

USB-Festplatte an einem Port, USB-UMTS-Stick am nächsten, Schließlich noch ein neuer kleiner Kartenleser, weil ich dem in dem externen HDD-Gehäuse nicht so traue. Neue Software von o2 installiert.

Und was soll ich sagen?

Filterfunktionen in PS von Minuten auf Sekunden, testweises kopieren von 1 GB von CF auf externe Festplatte in ~30 Sekunden.  Und Internet in wahnsinns Tempo, nämlich endlich mit 7.2 MBit/s

So trivial kann es manchmal sein: Offensichtlich vertrug sich die o2-Software samt Stick nicht so wirklich mit dem USB 1.1 – und konnte natürlich auch keine zufriedenstellende Geschwindigkeit liefern. Dass ich von USB 1.1 auf USB 1.1 ewig zum Kopieren von heute aktuellen Speicherkarten brauche, dürfte auch kein Wunder sein.

In der Summe also: kompliziertes Problem mit trivialer Ursache und preiswertem Fix. Kann das Leben nicht immer so sein?

Und meinen herzlichsten Dank im Namen von C. an den Herrn vom Telefon!

  1. aga80
    12. August 2009, 17:59 | #1

    Ja da gibt es schon fiese Fehler die , weil zu alt / unwahrscheinlich einem immer mal wieder vor kommen .
    Mein Vater hat auch noch einen P3 mit 500 MHZ zu Hause stehen , leider liess sich bei diesem alten Board leider keine USB 2.0 Karte nachinstallieren .

    Aber hier noch was schönes hinterher .

    http://www.youtube.com/watch?v=RL2N_Sx4PWk

  2. 12. August 2009, 18:41 | #2

    Die Software von O2 ist tatsächlich ein steter Quell getrübter Laune. Was habe ich mich gefreut, als ich firmeneigene Software von Huawei für meinen E169 UMTS-Stick gefunden hatte.

  3. 12. August 2009, 19:56 | #3

    @Andreas
    Für Windose? Dann hätte ich die Quelle gerne…

  4. bombjack
    12. August 2009, 23:02 | #4

    Vielleicht weiß jemand Rat:

    Hier in der Arbeit:
    iMac mit OS X Build 10.4.11 und installiertem Opera 9.64 Build 5270

    Wir der Mac in der Früh gestartet und Opera aufgrufen dauert es oft eine Ewigkeit bis eine Seite lädt, zum Teil friert Opera komplett ein, so daß nur “Stecker raus hilft”. Interessanterweise zeigt der Mauszeiger im Opera Fesnter den drehenden Ball, wird auf das Dektop geklickt so wechselt die oberste Topic-Zeile zwar in das Finder Menue, nur wenn versucht wird über das Apfel-Symbol “Force quit” aufzurufen, bekomme ich da auch den drehenden Ball und nichts passiert mehr. Selbst die Tastenkombi “Alt, Apfel, Esc” erzeugt den gleichen Effekt. Teilweise hört man da auch Festplattengeräusche….als wie wenn etwas indiziert wird.
    Ähnliches passiert auch wenn Opera gestartet hat, die Homepage geladen wurde und man einen Teil einer Url in die Adresszeile eintippt z.B. unkrea….. dann dauert es zum Teil 30 und mehr Sekunden bis das Auswahlfenster mit Url-Vorschlägen erscheint und dabei gibt es Festplattengeräusche. Der Versuch abzubrechen über “Force quit” erzeugt wieder oben beschriebenen Effekt.

    Weiß jemand was da sein könnte bzw. warum “Force quit” nicht funktioniert?

    Meine Vermutung wäre daß irgendeine Indizierungsfunktion da im Hintergrund sämtliche Resourchen verbraucht, da ich festgestellt habe, daß dies nur am Anfang nach dem Einschalten passiert.

    bombjack

  5. 13. August 2009, 00:15 | #5

    Huch … also ins Schwarze getroffen! Das freut mich, dass ich mit meinem Rat helfen konnte. Ausschlaggebend war aber wirklich das stetige Nachhaken via Telefon, seit wann es ungefähr eintrat .. das, zusammen mit dem System.log und dem Crash.log brachte zusammen mit dem USB 1.1 die mögliche Ursache. Manchmal sind auch Informationen, die mitunter als unwichtig eingestuft werden, wichtig :-)

  6. 13. August 2009, 00:18 | #6

    @bombjack: Ich empfehle mal mittels zB. Onyx die Caches löschen zu lassen. Ebenso empfiehlt es sich den Safari Cache (ebenso auch Opera Cache … hatte verpeilt, dass Opera gemeint war) zu löschen (mittels Onyx glaube ich möglich, ansonsten in Safari/Opera), sowie den Spotlight Index neu aufbauen zu lassen (da müsste ich mal kurz suchen, wenn erstere beiden Sachen nicht gehen).

    Ich tippe auf einen Berg von vielen kleinen Dateien (Browser Cache) und möglicherweise leicht zerschossene Kernel bzw. System Caches …

  7. bombjack
    13. August 2009, 03:06 | #7

    @FireFox

    Thanks habe mir Onyx runter geladen und mal die Cache gelöscht….. der Spotlight Index wird auch gerade neu aufgebaut (http://www.technovelty.de/spotlight-index-neu-aufbauen/). Mal sehen ob das was bringt….

    bombjack

  8. 13. August 2009, 17:38 | #8

    @bombjack: Und hast du ein, zumindest kleines, Erfolgserlebnis verzeichnen können?

  9. bombjack
    13. August 2009, 22:42 | #9

    @FireFox

    Weiß noch nicht, habe die kiste gestern auf Standby gestellt, da das erstellen des Indexes über 3 h dauerte…heute morgen das Teil ausgeschaltet und wieder hochgefahren, Opera geöffnet und Mailprogramm aufgerufen und eine Mail probiert zu löschen, wieder 5 min Stillstand mit Festplattengeräusch. Der Versuch über Finder “Force quit” aufzurufen, führte wieder zum Ball ;-) allerdings nach so 5 min wurde das Menue doch eingeblendet, d.h. etwas wurde indiziert oder abgearbeitet, was alles andere gesperrt hat.
    Kommt noch besser gerade unterm Schreiben dieses Postings (Stelle: “….wurde ind”) auf einmal erscheint der “rollende Ball”, die Festplatte wird aktiv (Geräusch) und für so 20 bis 30 Sekunden geht nichts mehr…..
    So langsam glaube ich meine Kiste ist verwanzt oder wird überwacht…..hatte vor 2 Jahren eine FBI-Ermittlung, weil bei Amazon die flaschen Bücher bestellt und damit beim FBI ein Red Flag gehisst….gab aber nur ein Interview und mein Visa wurde hier auch verlängert….
    Gibt es eine Möglichkeit wie bei einer Windows-Kiste festzustellen was da auf die Platte zugreift?
    Schätze ich werde es genießen am 08.31.09 diese Kiste platt zu machen, bin kurz davor das Teil aus dem Fenster zu schmeißen, denn es gab von Anfang an Probleme mit dem Teil z.B. nach der Anmeldung gab es nur einen blauen Bildschirm mit dem Mauszeiger und sonst nichts…..

    bombjack

  10. 13. August 2009, 22:55 | #10

    @bombjack: Ich würde mal das programm Konsole bemühen und durch die Logs gehen .. ggfs. auch durch das Systemlog. Da hatte ich auch einige Sache im Artikel betreffend aufgespürt. Ebenso die Aktivitätsanzeige bzw. in der Shell top. Einfach mal nachsehen, was die Logs werfen bzw. welche Prozesse die Last produzieren …

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