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Warum wir starke Opposition bräuchten

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Es gibt ja Menschen mit dem geistigen Horizont eines Radius = 0. Das führt dann dazu, dass man sich zum Beispiel am Leid anderer ergözt um damit von der Peinlichkeit der eigenen Existenz abzulenken.

Dieser Tage beliebtes Ziel von Hohn und Spott ist sicherlich die SPD. Deren Abstieg aus dem Rang einer Volkspartei hinuter zu einer was-auch-immer ist auch zu einladend. Von gewissen aktuellen Hochzeitsvorbereitungen brauchen wir da gar nicht zu reden.

Was solche Schwachmaten dann gerne vergessen ist, dass wir gerade unter Schwarz-Gelb eine starke Opposition bräuchten, die sich für ein soziales Deutschland endlich zusammen setzt. Und damit meine ich die Grünen, die SPD und die Linke. Ja. Alle Drei.

Und gemeinsam müßte diese Allianz Sturm laufen. Gegen Subventionen von FDP-Klientel (Steuern im Hotelbereich runter), gegen die Verteuerung von Bildung & Kultur (MWSt bei Büchern rauf). Und vor allem gegen die “Steuergeschenke”, die wieder mal denen zu Gute kommen, die es nicht bräuchten.

Während zum Beispiel beim Kindergeld wieder genau die leer ausgehen, die es nicht dürften: Kinder von H-IV-Beziehern. Das ist unfassbar, dass die Erhöhung des Kindergeldes dort als “Einkommen” gewertet wird und die Regelleistung entsprechend gemindert werden. Das ist so eine unfassbare Schweinerei, dass mir fast die Worte fehlen, das zu beschreiben.

Gerade jetzt also muss man sehen, welche Wahl man hat: Gehöre ich ins schwarz-gelbe Lager, dann freue ich mich. Will ich ein sozial gerechtes Deutschland erneuern, dann muss ich aufpassen, wem ich Schaden zufüge. Denn selbst, wenn ich persönlich z. B. Grüner bin, andere schon fast fanatisch die Linke anbeten: wir brauchen eine starke SPD in diesem Büdnis.

Insofern ist Freude über den Untergang der Sozialdemokraten immer auch ein Beifall-klatschen für Schwarz-Gelb. Und besonders die, die selber am Rande der Gesellschaft stehen sollten sich überlegen, was sie da machen.

Das Problem ist nur, dass mittlerweile ein Teil der Deutschen einfach nur noch gelähmt ist. Ein anderer Teil profitiert vom aktuellen Kurs. Und ein kleiner Teil brüllt seinen Schwachsinn durch die Gegend und merkt gar nicht das riesen Schild auf der Stirn auf dem steht:

“Ich bin aktiv Schuld daran, wenn es noch übler kommt!”

Und die Moral von der Geschichte?

Wer etwas verändern will, muss sich bewegen. Und darf im Moment nicht nach Schwachen treten – auch in der Hoffnung es sei endlich mal jemand schwächer als man selbst. Vielmehr muss man Bündnisse schmieden und Pläne erarbeiten, wie man aus der Opposition das Schlimmste verhindert. Mit klarem Kurs, der zum Beispiel in NRW die Landtagswahl ist.

Wir brauchen einen Politikwechsel. Fangen wir im Mai in NRW damit an.

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