Lust, Euch mal alt zu fühlen? ;-)

9. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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VORSICHT: Enigmail “vergisst” zu verschlüsseln

9. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Guten Morgen,

ich bin bei SourceForge auf eine Bug-Meldung gestoßen, die ich leider reproduzieren konnte. Im Einsatz dabei Thunderbird als Mailclient (V24.6.0) und Enigmail (V1.7.2):

Wenn ich Nachrichten signiere, ist alles in bester Ordnung. Wenn ich aber Nachrichten verschlüssele, passiert folgendes: Ich werde zunächst nach der Passphrase gefragt. Dann scheint es so, als wenn die Mail verschlüsselt und versendet wird. Um dann beim Empfänger im Klartext anzukommen! Witziger Weise scheint die Signatur aber in Ordnung zu sein. Merkwürdiger geht kaum, weil das bedeutet, dass Enigmail die unverschlüsselte Mail erst signiert und dann vergisst sie zu verschlüsseln.

Fehler in Enigmail: Es wurde kein Schlüssel zum Entschlüsseln angegeben. Dort dürfte auf keinen Fall Klartext zu lesen sein...

Fehler in Enigmail: Es wurde kein Schlüssel zum Entschlüsseln angegeben. Dort dürfte auf keinen Fall Klartext zu lesen sein…

Bis der Bug behoben ist, darf auf keinen Fall angenommen werden, dass Mails tatsächlich verschlüsselt übermittelt werden. Solltet Ihr Enigmail nutzen, wartet bitte auf ein hoffentlich bald kommendes Update!

 

 

Guardians of the Galaxy

8. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Irgendwie…

Nur noch Marvel im Kino, oder? Und ein Teil nach dem anderen, oder? Scheint so, auch der neuste Blockbuster macht da keine Ausnahme: Guardians of the Galaxy

Blöderweise kann man über den Film gar nicht meckern. Eigentlich kann man den nur loben. Denn der neue Marvel-Streifen ist ein Feuerwerk für die Augen und haut ziemlich in die Lachmuskeln. Selbst die gar nicht so Sci-Fi-begeisterte Begleitung fand den Film am Ende richtig gut.

Kann man eigentlich uneingeschränkt empfehlen. Oder um es mit dem Baum zu sagen:

“Ich bin Groot!”

:)

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So macht man Pendlern das Leben schwer.

8. September 2014 1 Kommentar
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Sei flexibel!

Angeblich leben wir ja in einer Gesellschaft, in der weitere Wege zur Arbeit als Gott-gegeben gesehen werden. Nun gut, ich gehöre auch dazu und habe 22km je Richtung zu bewältigen. Kein Problem, ich habe ja einen Bahnhof mehr oder weniger direkt vor der Türe und der Zug bringt mich bequem und sicher nach Voerde. Das ganze Jahr.

Das ganze Jahr?

Mitnichten.

Denn im September macht die Bahn einfach mal dicht. Für den Umbau auf ein elektronisches Stellwerk. Und darüber informiert sie Pendler in  der bekannt ausführlichen Art und Weise. Nicht:

Baustellenplakat der DB in den Bahnhöfen, Quelle: http://bauarbeiten.bahn.de/docs/nrw/infos/BA_Duisburg_13-29092014.pdf

Baustellenplakat der DB in den Bahnhöfen, Quelle: http://bauarbeiten.bahn.de/docs/nrw/infos/BA_Duisburg_13-29092014.pdf

Weder auf dem Plakat, noch auf der dazu gehörogen Website erfährt man tatsächlich, wer wann wie wo betroffen ist. Das ist auch besser so. Denn Pendler auf meiner Strecke häten sonst leicht erfahren können, dass sie nicht nur EIN oder ZWEI mal betroffen sind, sondern gleich DREI mal.

Insgesamt wird der legendäre Schienenersatzverkehr (SEV) uns vom 15. bis 29. September beglücken!

Das weiß ich aber nicht dank der Bahn. Vielmehr hat der VRR mehr oder weniger übersichtlich zusammengefasst, welche Strecke wann wie wo gesperrt sein wird. Der VRR kann einem eh leid tun, weil er ja nicht nur den SEV stemmen muss, sondern auch noch ein zweites Problem fortbesteht:

Dank genialer Planung der Deutschen Bahn kollidiert ja der Ausfall einer stark genutzten Pendlerstrecke mit dem nach wie vor anhaltenden Um- und Ausbau der A59 ind Duisburg.

Also werden die Leute, die ein Auto haben, sich vermutlich zwei Wochen in den Stau stellen. Alle ohne werden versuchen, den SEV zu nutzen – oder auf die Straßenbahnen umzusteigen. Die – kein Witz – wegen der A59-Sperrung auf Abschnitten derzeit als SEV bedient werden.

Na, das können ja zwei spassige Wochen werden. Ich glaub ich fahr mit dem Rad. Hin und zurück. Das dürfte schneller und wesentlich stressfreier werden…

Und was mich richtig daran aufregt ist, dass das alles mit ein klein wenig Planung hätte entzerrt werden können. Aber vermutlich ist das auch der Grund, warum die DB so zurückhaltend mit den Informationen ist. Die Pendler sollen erst merken was die Stunde geschlagen hat, wenn es zu spät ist…

Quizfrage: Wieviel % meines monatlichen Ticket2000 bekomme ich eigentlich erstattet für die zu erwartende Minder-, bzw. Schlechtleistung?

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Katzen machen das nicht!

7. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Zumindest hat mir das irgendwer erzählt. Aber gut, das stützt meine Theorie, dass die Katze, in deren Wohnung ich leben darf, doch lieber ein Hund geworden wäre…

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Liebe öffentlich-rechtlichen Sender…

6. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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… und ja, auch EinsLive:

Können wir uns bitte darauf verständigen, dass die USA nicht mit einer Drohne einen führenden Terroristen unschädlich gemacht haben.

Sondern das sie einen Terrorverdächtigen ohne rechtsstaatlichen Prozess getötet haben?

Denn wenn wir mal darüber nachdenken, ist es heute okay “Terroristen” mit Drohnen zu jagen und ohne jedes unabhägig gesprochene Urteil hinzurichten. Und wen morgen? Eben.

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The Martian

5. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich lese (höre) recht viele Bücher und genieße lange Geschichten, die mich in meine Phantasie entführen. Ab und an lese ich Bücher schneller, ab und an langsamer. Manche Bücher lese ich in einem Rutsch und manche Bücher würde ich gerne in einem Rutsch lesen.

The Martian ist definitiv eines der Bücher die ich verschlungen habe – und immer wenn ich die Geschichte unterbrechen musste, hab ich mich unwohl gefühlt und wollte wissen, wie es weiter geht. Dabei ist es doch eigentlich nur eine Robinson Cruso meets Mars – Story, die Andy Weir da zu Papier gebracht hat.

Eine, die eigentlich auf dem Weg zum Ende nicht mal wirkliche Überraschungen gebracht hat.

Was den Reiz ausmacht ist, dass Weir es schafft die Geschichte realistisch wirken zu lassen. Alles was er beschreibt, kann man sich als in wenigen Jahren möglich vorstellen. Dazu schafft er es herrlich die psychische Ausnahmesituation, in der sich sein Protagonist befindet, heraus zu arbeten.

Alles in allem ist das Buch wenig aufregend – dafür aber erstaunlich fesselnd. Und wer für die kommenden langen Abende Lesefutter zusammensucht: Unbedingt mit auf die Liste!

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Expendables 3

5. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Wer in den dritten Teil von Stallones “Expendables” geht, der bekommt genau, was er erwartet:

Mehr Helden, mehr Schießerei, mehr Klamauk.

Neu und anders ist an dem dritten Teil der Versuch junge Schauspieler in die ständig wachsende Schar von alternden Action-Helden zu integrieren. Was nicht zum Nachteil des Films ausprobiert worden ist :-) Und so ist Expendables 3 ziemlich genau das, was man erwartet. Und damit ziemlich gut – für einen dritten Teil einer Serie, an deren Erfolg wohl kaum einer geglaubt haben dürfte…

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Schräge Logik in E-Mails

2. September 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bekomme regelmäßig (gewollt) elektronische Post von einem “Unternehmen”, die mir irgendwie spanische vorkommt. Denn:

Als Absender ist “noreply@Absenderdomain” eingetragen. So weit, so normal.

Und dann steht unter jeder E-Mail:

“P.S.: Dies ist eine automatisch erstellte E-Mail. Antworten können nicht bearbeitet werden.
Bei Fragen und sonstigen Mitteilungen schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@absenderdomain”

Ich meine wtf? Wenn ich mich doch eh nicht an den Absender persönlich wenden soll, sondern an ein generisches Postfach: Wieso tragen die das nicht einfach als Reply-To ein und nutzen E-Mail einfach mal so, wie gedacht?

Ich hab mal nachgefragt…. vielleicht kommt ja eine Antwort ;-)

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Paris, Paris, wir fahren nach Paris ;-)

28. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich bin ja nicht so der Typ für große Städte. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und Paris hatte bei meinem letzten Besuch (da stand noch die 1 vorn an der Jahreszahl) einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Inzwischen hat sich viel geändert und so habe ich mich gefreut, als ich ein langes Wochenende mit dem Thalys in Paris geschenkt bekommen habe.

Die Anfahrt ist so problemlos, wie man sie sich vorstellt: In Duisburg in den Thalys und mit zwischendurch 300 km/h über Belgien in die Stadt der Diebe, pardon Liebe. Von da aus mit der Metro ins Hotel und erst mal auspacken und dann ab in die Stadt. Hier wäre es schon hilfreich gewesen, wenn wir nicht erst nach dem ersten Spaziergang gemerkt hätten, dass wir im falschen Hotel eingecheckt waren ;-) Ist dem Personal auch nicht aufgefallen.

parisNach dem dann folgenden Umzug in das richtige Hotel, 2 Türen weiter die Straße runter, haben wir uns erst mal ein wenig orientiert. Ist ja schon ziemlich groß die Stadt :-) Gut hilfreich war, dass ich das GPS eingepackt hatte und mir vorher einfach mal ein paar Caches runtergeladen hatte. Das war im Verlauf der nächsten Tage extrem praktisch, weil wir uns an einem Ort immer entschieden haben, welchen wir als nächstes aufsuchen – und das führte und letztlich kreuz und quer durch die Stadt.

Über das Cachen habe ich drüben auf Cacheback schon was geschrieben, das will ich jetzt nicht alles hier wiederholen. Sagen wir, Paris hinterläßt einen gespaltenen Eindruck ;-)

Das trifft übrigens auch auf einen anderen Aspekt zu, nämlich das Radfahren in der Stadt. Auch dem habe ich einen eigenen Artikel gewidmet, drüben bei Just-MTB.

DSC_5807Insgesamt war Paris einen Besuch wert. Ich mag zwar immer noch keine großen Städte und ich hätte die Stadt natürlich auch viel lieber ganz für mich alleine gehabt – na gut, für uns alleine. Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben.

Was mir dieses Mal besonders gefallen hat war, dass wir oft Sehenswürdigkeiten angelaufen haben, wie den Eifelturm oder die Oper. Um uns dann vom GPS einfach ein paar Querstraßen weiter leiten zu lassen und ein völlig anderes Paris zu erleben.

DSC_5813Was ich schon krass finde ist, dass man im Stadtzentrum mal locker 4€ 50 für eine Cola, 6€ für einen Kaffee und auch schon mal 24€ für einen Burger bezahlen soll. Das Wahnsinnige daran ist, dass es offensichtlich funktioniert. Uns aber erspart blieb, weil wir auf unserer Tour immer wieder wirklich schöne kleine Cafes und Restaurants gefunden haben, die zwar gemessen an den Preisen hier nicht billig, aber schon eher Preiswert gewesen sind.

DSC_5889Ziemlich irre waren auch die teilweise endlosen Schlangen vorn Touristen vor den Sehenswürdigkeiten. Klar, am Eifelturm erwartetman das irgendwie. Aber als wir morgens um 10 (Öffnungszeit: 9:30) in die Katakomben wollten, stand die Schlange ernsthaft und ohne jeden Witz schon ein mal um den ganze Häuserblock.  Ganz ehrlich: hätten wir uns nicht direkt “reinschummeln” können, wir wären draußen geblieben. Das galt übrigens auch für die meisten anderen “Must See”, die wir uns von außen angesehen haben – nicht aber von innen, weil wir einfach keine Lust auf stundenlanges Warten hatten.

DSC_5873Trotzdem ist es natürlich spannend, die Katakomben zu besuchen. Zwischen den Gebeinen von schätzungsweise 6.000.000 Verstorbenen herumzulaufen ist schon eigenartig.

Und es macht natürlich Lust auf mehr, denn ganz Paris scheint untertunnelt zu sein. Bisher sind erst 250km der Tunnel unter der Stadt kartographiert und es gibt eine aktive Gruppe von Parisern, die sich (wohl geduldet?) darum kümmert, auch den Rest zu erforschen. Angesichts der zusätzlichen Tunnel für die Metro scheint es erstaunlich, dass Paris noch auf der Oberfläche steht.

DSC_5839Metro ist ein gutes Stichwort, denn der Nahverkehr in Paris ist natürlich 1a. Wenn wir mal 5 Minuten auf einen Zug warten mussten, war das schon echt lange. Und eigentlich braucht man auch von einem Ende der Stadt zum anderen selten mehr als 20 Minuten. Das ist besonders hiflreich, wenn man zur Alten Oper will und an der neuen Oper aussteigt ;-)

Insgesamt war es ein tolles Wochenende, das uns mit ziemlich vielen Eindrücken am Sonntag in den Zug nach Hause gesetzt hat. Und auch, wenn das aus meinem Mund komisch klingt: Ich würde empfehlen da mal wieder hin zu fahren, wenn ihr länger nicht da gewesen seid ;-)

 

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Die Voerder Diskussion um Asylbewerber-Unterkünfte

27. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Im Oktober letzten Jahres habe ich hier ziemlich Dampf abgelassen. Damals ging es um die ersten Planungen zur Unterbringung von Asylbewerbern in Voerde und was ich da erlebt habe, hat mich zu ziemlich drastischen Worten hier im Blog veranlasst.

Entsprechend angespannt war ich, als ich auf Einladung der Verwaltung heute Abend zur Friedhofstraße gefahren bin: Die evangelische Kirchengemeinde hat das dortige, unbewohnte Pfarrhaus der Stadt angeboten, um dort Asylbewerber unterzubringen. Und im Rahmen der vorbereitenden Überlegungen hatte man die Anwohner der anliegenden Straßen heute zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

Und was soll ich sagen: Ich bin absolut sprachlos.

Und als ich was sagen wollte, wurde aus sprechen auch eher hilfloses Gestammel.

Denn die anwesenden Bürgerinnen und Bürger hatten vor allem Sorge,

  • ob das Haus in einem wirklich bewohnbaren Zustand ist,
  • auch im Winter vernünftig beheizt werden kann und
  • es keine Feuchtigkeit gibt,
  • ob für Einrichtung gesorgt wird und
  • was man als Anwohner tun kann.

Ehrlich gesagt, ich habe nach den Erfahrungen der vergangenen Diskussionen mit einem anderen Gesprächsverlauf gerechnet. Statt dessen haben die Einwohnerinnen und Einwohner meiner schönen Stadt heute eindrucksvoll bewiesen, warum Voerde eigentlich doch eine wirklich schöne Stadt zum Leben sein kann. Denn so viele Gedanken darüber, ob die aufzunehmenden Asylbewerber auch wirklich angemessen untergebracht werden, das ist schon außergewöhnlich. Dazu die Fragen die darauf schließen ließen, dass man sich persönlich einbringen will – einfach klasse.

Klasse ist auch, dass die evang. Kirchengemeinde keine Miete von der Stadt nimmt. Das mag auch teilweise Kalkül sein, weil man als “Vermieter” sicherlich andere Rechtsfolgen zu tragen hat, als so. Aber es ist immer auch ein Zeichen von gutem Willen, wenn man sagt: Hey Kommune, wir haben hier ein Haus das leer steht und Ihr braucht Wohnraum, lasst uns reden.

Super. Wirklich toll. Ich habe mich echt wohl gefühlt und das zum ersten Mal, seit wir über die Wohnraumsituation der nach Voerde kommenden Asylbewerber sprechen!

——-

P.S. Kleine peinliche Nummer am Rande: Ich bin heute mit dem Rad von der Arbeit nach Hause, unter die Dusche und dann mit dem Auto zur Diskussion gefahren. Um dann zu sehen, dass unser Bürgermeister mit dem Rad kam. Da hab ich mich ja doch ein bisschen geschämt. Ich rede mich damit raus, dass ich noch einen Grünen Mitstreiter abgeholt und heim gebracht habe ;-)

Lucy

27. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich sollte es mir abgewöhnen.

Wirklich.

Ich darf einfach nicht mehr mit Erwartungen ins Kino gehen: Als ich den Trailer von Lucy gesehen habe, dachte ich das wird was. Etwas irritiert hat mich schon, dass Luc Besson mit Morgan Freeman einen Film macht, aber das muss ja nichts heißen. Der Trailer jedenfalls war vielversprechend :-)

Der Film hat allerdings genau gar nichts davon gehalten. Abgesehen natürlich von einer sehr anschauenswerten Hauptdarstellerin. Aber die Story ist so platt erzählt und gefilmt, als wolle sie Kill Bill sein ohne sich dann doch zu trauen, dass einem fast schwindlich wird. Von den offensichtlichen Fehlern im Verlauf der Geschichte will man gar nicht reden. Und schon gar nicht von dem katastrophalen Ende.

 

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Signaturen in Emails von 1&1 – nur nicht für alle.

26. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe in den letzten Tagen mal ein paar Unternehmen angeschrieben, mit denen ich in Geschäftsbeziehungen stehe. Darunter auch 1&1, bei denen ich meinen privaten DSL-Anschluß habe.

Und für diesen Anschluss bekomme ich jeden Monat eine Email, in deren Anhang sich eine Rechnung im PDF-Format befindet. Natürlich ist weder die Email, noch der Anhang signiert. Und von daher weiß ich nie, ob der Absender ist, wer er behauptet. Ob das PDF ist, was es behauptet. Und ob auch nichts schief gegangen ist auf dem Weg von der Rechnungserstellung bis zu meinem Posteingang.

Also war meine Frage an 1&1, warum man Mails nicht mit Signaturen versieht. Und hier die überraschende Antwort:

Beachten Sie bitte, das bei Geschäftskunden die Vertragsrechnung mit elektronischer Signatur erstellt und per E-Mail an die in den Benutzerdaten eingetragene E-Mail-Anschrift geschickt wird. Diese Rechnungsstellung ist voreingestellt.

Nur Firmenkunden sind vorsteuerabzugsberechtigt. Daher erhalten Privatkunden keine Rechnungen mit elektronischer Signatur.

Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen aus den oben genannten Gründen keine Alternativlösung anbieten können.

Also… eine Signatur bekomme ich nicht, weil ich ein Privatkunde bin und (vor allem) weil ich nicht vorsteuerabzugsberechtigt bin. Was ist das denn bitte für eine Logik?

Abgesehen davon, dass ich sehr wohl auch ohne die Berechtigung zum Vorsteuerabzug meine Rechnungen dem Finanzamt mitteile, erschließt sich mir absolut nicht, wieso damit begründet wird, dass ich keine signierten Mails erhalte.

Mir ist klar, dass 1&1 bestimmten Kunden eines Signatur bieten muss (Signaturgesetz). Daraus ergibt sich aber doch gerade, dass die technische Infrastruktur doch bei dem Unternehmen vorhanden sein muss und ausweislich der Mail auch genutzt wird. Wieso es dann überhaupt keine Möglichkeit gibt, sie auch als Privatkunde nutzen zu können ist das wohlgehütete Geheimnis von 1&1

 

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Zwei Fragen…

26. August 2014 2 Kommentare
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Guten Morgen!

Ich hätte da gerne mal zwei Fragen, die meine eigenen bescheidenen kognitiven Fähigkeiten übersteigen:

  1. Angesichts des demographischen Wandels jammern alle über Probleme mit der Finanzierung der Renten. Schulen müssen Dicht gemacht werden und die richtigen Arbeitnehmer findet die Wirtschaft ja schon gar nicht mehr.
    Ausländern erlauben sich in Deutschland nieder zu lassen – und dabei zumindest am Anfang natürlich auch Sozialsysteme in Anspruch nehmen zu können, das geht aber nicht. Ihr wißt schon, das Boot ist voll und die sollen sich lieber daheim abschlachten lassen.
    Bin ich der Einzige der sich wundert, dass wir gleichzeitig über Bevölkerungsrückgang und Überalterung jammern, die Grenzen aber immer mehr dicht machen und die Einwanderung immer weiter erschweren?
  2. Oh und wo wir gerade von Terrorgruppen reden: Üblicherweise stellt sich ja immer wieder raus, dass bei allen Konflikten Dritte die Hände im Spiel haben und Terrorgruppen gern auch nur deswegen so “erfolgreich” sind, weil sie von anderen Ländern mit Waffen, Geld usw. ausgerüstet werden.
    Angesichts der ständig neuen Konflikte, Konfliktherde und Konfliktparteien: Bin ich der Einzige, der immer wieder an Ozeanien vs. Eurasien vs. Ostasien denken muss?

Ach ja… die Nachrichten.

18. August 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Heute morgen kam mein Zug nicht. Bzw. viel zu spät. Und was macht man dann? Man liest mal durch seinen Twitter-Feed. Oder man versucht es. So lange, bis es einem so die Laune versaut, dass man am Liebsten den Planeten verlassen möchte.

Wenn nämlich schon die Öffentlich-Rechtlichen Medien, in dem Fall die Tagesschau plötzlich Geheimverträge “leaken”, dann weißt Du, das was im Argen ist. So auch im Fall von TTIP/CETA, bei denen es unter anderem darum geht, dass Unternehmen vor geheimen und nicht öffentlichen “Schiedsstellen” gegen Staaten klagen können, wenn sie ihre Gewinne in Gefahr sehen:

Auch in Deutschland laufen bereits ähnliche Klagen. Der schwedische Konzern Vattenfall verklagt die Bundesrepublik wegen des Atomausstiegs. Beim Thema Energie gibt es nämlich bereits ein vergleichbares Abkommen, das Deutschland unterschrieben hat. Die Gewinnaussichten seien erheblich beeinträchtigt, argumentiert der Konzern, somit sei der Investorenschutz betroffen. Neben dem Klageweg über Gerichte hat Vattenfall auch die Investor-Staat-Schiedsstelle angerufen. Das Verfahren läuft noch.

Das wird ein Recht neben dem Recht geschaffen. Bei dem es allerdings nicht um Recht, sondern Profit geht. Und darum, nicht nach außen zu tragen, mit was perfiden Mitteln um jeden Dollar gekämpft wird. Politiker, die solche Abkommen unterstützen und vor allem beschließen, gehören raus geworfen. In hohem Bogen.

Selbiges gilt natürlich auch für Politiker, die durch besondere Bigotterie auffallen. Wie Angela “Spionieren unter Freunden geht gar nicht” Merkel, die auf der einen Seite so tut, als würde sie tooootal empört sein, dass sie (wohlgemerkt nur sie, das Volk war ihr bekanntlich egal) abgehört wird. Und dann liest man in der Welt, Deutschland habe “aus Versehen” Hillary Clinton abgehört. Wie genau hört man jemanden aus Versehen ab?

Jetzt stellt sich heraus, dass der deutsche Auslandsnachrichtendienst offenbar Telefonate von gleich zwei Außenministern – erst von Hillary Clinton und dann von John Kerry – mitgeschnitten hat. Auch die Darstellung, dass die beiden Politiker zufällig ins Visier der BND-Horcher geraten seien, es sich also um einen sogenannten Beifang gehandelt habe und die Mitschriften der abgehörten Gespräche vernichtet werden sollten, wirkt da nicht wirklich entlastend.

Ganz nebenbei wird in dem Zusammenhang auch bekannt, dass Deutschland (unter anderem? Natürlich!) auch die Türkei überwacht. Jeder überwacht jeden und als wäre das nicht schlimm genug, stellt sich eine der Gallionsfiguren der Partei, der ich auch angehört hin und sagt: Naja, im Fall der Türkei ist das ja auch berechtigt! So kann man in der Zeit lesen:

Der Grünen-Außenpolitiker und frühere Fraktionschef Jürgen Trittin hält das Ausspähen des Nato-Partners Türkei durch den Bundesnachrichtendienst (BND) für gerechtfertigt. “Die Sicherheit Deutschlands ist durch die Vorgänge im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien und dem Irak unmittelbar betroffen. Und es stehen Bundeswehrsoldaten an der Grenze zu Syrien”, sagte Trittin der Berliner Zeitung. “Dass ein geheimer Nachrichtendienst dort Erkenntnisse sammelt, kann man ihm nicht vorwerfen. Das ist seine Aufgabe.”

Ähm also ich bin da anderer Meinung. Vielleicht kann man einfach mal in Frage stellen, ob wir nicht bei jedem Land einen ach so triftigen Grund finden. Wir erinnern uns, dass die Freiheit Deutschlands bekanntlich am Hindukusch verteidigt wird. Meine Oma hat immer gesagt, der Klügere gibt nach: hier wäre der Klügere der, der mal nicht mit einer höheren Ebene in einer Spirale antwortet. Derjenige der nicht sagt, Spionage erfordert mehr Spionage. Und das ein führender Grüner so einen Unsinn von sich gibt, läßt wieder die alte Frage aufkommen: Wird man, wenn man im Bundestag sitzt, automatisch so?

Aber hey, im Grunde ist man sich ja wenigstens in Berlin auch einig. Bestimmt auch darin, dass man unser Datenschutzrecht, eines der letzten Rechte das wir Bürger gegen den in allmachtsphantasien schwelgenden Staat in Stellung bringen können, ja im Grunde nicht braucht. Wir brauchen kein starkes deutsches Datenschutzrecht. Ein mittelmäßiges Europäisches tut es auch. Steht zumindest in der FAZ als feuchter Traum unseres Innenministers und Ministerst für Bürgerüberwachung und -Ausspähung:

Der Bundesminister verkündet außerdem, dass „unser liebevoll gestricktes deutsches Datenschutzrecht“ ausgedient habe. Die bisher geltenden Regelungen würden der technischen Entwicklung nicht mehr gerecht. Die Verabschiedung einer EU-Datenschutzverordnung habe deshalb für ihn „überragende Bedeutung“. Die Verordnung werde das deutsche Recht „komplett“ ersetzen.

Genau. Dabei kennen wir das doch zur Genüge: kann man unliebsame Rechtsveränderungen in Deutschland nicht verkaufen, verkauft man sie an die EU um dann sagen zu können: Ja also wir hätten das ja anders gemacht, aber die EU zwingt uns ja…

Vielleicht sollte sich genau dieser Minister übrigens mal darum kümmern, unter den eigenen Teppich zu schauen. Denn wenn man der Berliner Zeitung glauben darf, stellt sich gerade heraus, dass ein weiterer Fall von “Homegrown Terrorism” dann doch wieder nur durch die aktive Mitwirkung von “Sicherheitsbehörden” überhaupt erst möglich wurde:

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages schließt nicht aus, dass Sicherheitsbehörden des Freistaats die Flucht und das Untertauchen des Zwickauer Terrortrios bewusst begünstigt haben. Im Abschlussbericht des Gremiums, der kommenden Woche im Erfurter Landtag diskutiert werden soll, heißt es: „Die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen aber auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen zu.“

ja ja ja.

Und an der Stelle hab ich dann die ernsthaften Kanäle wieder zugemacht und nur noch Katzenbilder geguckt. Besser für meinen Kreislauf.

 

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