Schatz, zieh was hübsches an, wir kriegen Besuch ;-)

12. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Interessante Ereignisse am frühen Abend:

Ich wollte gerade in der Fritz-Box etwas einstellen, da fällt mir die Liste der Geräte im Netz auf. Und die ist…. äh spannend, denn da ist ein WLAN-Device, dass nicht hier in den Haushalt gehört:

wlan

Und wer oder was hier mitsurft, hat sich die Mühe gemacht, einen sehr langen Schlüssel zu knacken. Klar, ich weiß das es Programme dafür gibt, die das automatisieren. Aber trotzdem – da gehört schon was zu  🙂

Hallo Du, wer auch immer Du bist: Wenn Du gefragt hättest, hätte ich Dich auch so mitspielen lassen. Du musst nicht gleich in fremde WLAN einbrechen. Und überhaupt: War Dir unser Freifunk zu langsam?

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Störerhaftung ade?

11. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Ich trau ja meinen Augen kaum und das wird auch so bleiben, bis gute Anwälte das Gesetz geprüft haben. Aber:

Heise und der Spiegel berichten übereistimmend, dass die GroKo noch dieses Jahr(!) die Störerhaftung für WLAN abschaffen will. Damit könnten auch Privathaushalte ihre WLAN wieder ohne Umwege (z. B. Freifunk) freigeben. Sogar die Vorschaltseite scheint vom Tisch:

Die Union hatte darauf gedrungen, dass Nutzer zumindest über eine Vorschaltseite zur Einwilligung in Vertragsbedingungen gezwungen werden sollen, um insbesondere Urheberrechtsverletzungen einzudämmen. Das ist nun aber offenbar zugunsten wirklich offener WLANs vom Tisch. (Heise)

Das würde Deutschland unglaublich nach vorne bringen, wenn WLAN-Betreiber nicht mehr pauschal haftbar sind, wenn ihre User Unsinn betreiben. Erfreulicherweise würde damit auch meine Petition hinfällig: Gemeinsam mit vielen Tausend Menschen hatte ich den Bundestag gebeten, sich des Themas anzunehmen.

Nur beiläufig sei erwähnt, dass mein Anliegen seit Januar 2011(!) unbearbeitet geblieben ist. Hätte sich dann aber ja durch liegenlassen erledigt 😉

Anyway: kommt es, wie es scheint, wäre das einfach gut.

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Wie schnell eine Gesellschaft sich ändern kann

10. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Die SZ steht ja sicherlich nicht im Ruf, ein grünes Kampfblatt zu sein. Deswegen ist es ein interessanter Hinweis auf eine Veränderung der Gesellschaft, wenn ausgerechnet sie ein Loblied auf Lastenräder schreibt:

Kommt das Lastenfahrrad raus aus der Nische?

Das ist insofern interessant, als das man schon das Gefühl haben kann, dass in den letzten Monaten die Fortbewegung ohne Verbrennungsmotor dramatisch an Aufmerksamkeit gewonnen hat.

Dazu beigetragen hat sicherlich die Diskussion um die Anschaffungsprämie für Elektro-Autos. Insbesondere hier fragen ja zunehmen die Menschen, ob es nicht sinnvoll wäre, diese Prämie eben auch für e-Bikes anzubieten. Gleichzeitig gewinnen Zweiräder auch in der Städteplanung rasant an Bedeutung.

Mit ein bisschen Zweckoptimismus kann man das durchaus so verstehen, dass sich hier die Gesellschaft verändert. Daran mag das gute Wetter seinen Teil haben – denn wer fährt schon gern im Regen Rad. Aber grundsätzlich scheint sich immer mehr auch die Überzeugung durchzusetzen, dass das Auto eben nicht die Lösung aller Probleme ist. Und manchmal sogar mehr Probleme verursacht.

Es wird interessant werden, das Thema „Verkehr in der Stadt“ mal zu beobachten. Denn ich glaube das nicht nur der finanzielle Druck durch immer höhere Kosten die Menschen vom Auto weg treibt. Ich bin fest überzeugt, dass unsere Gesellschaft dabei ist, eine neue Form anzunehmen. In der Ökonomie und Ökologie sich nicht gegenüberstehen und in der neue Formen des Miteinander entstehen. Und der Verkehr scheint hier das Leitmedium zu werden.

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Fort McMurray :-(

6. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Wer mich kennt der weiß, dass ich so oft es geht in Kanada bin. Die meiste Zeit habe ich dabei im Großraum Edmonton verbracht.

370km Luftlinie Nordöstlich davon liegt Fort McMurray

fm

Screenshot Google Earth

Und gemessen an der Größe von Kanada sind 370 km keine wirkliche Entfernung:

Screenshot Google Earth

Screenshot Google Earth

In Fort McMurray lebten unter anderem der Bruder und dessen Frau von jemanden, der mir sehr wichtig ist. Deswegen macht mich das auch so betroffen, dass die von dort nach Edmonton fliehen mussten. Denn in und um Fort McMurray wüten die schlimmsten Waldbrände seit über einem Jahrhundert. Derzeit brennen 85.000 Hektar:

Hier hat ein Redditor das mal ins Verhältnis gesetzt:

Fort McMurray Fire Destruction Put in to Perspective

Das es so schlimm kommt, kann man sich vielleicht damit erklären, dass der Winter in Canada dieses Jahr ausgesprochen Milde war und wenig Schnee mit sich brachte. Passend dazu ist der Frühling ungewöhnlich heiß und es weht in der Gegend eigentlich immer leichter Wind. Das sind natürlich optimale Voraussetzungen für eine Katastrophe – da braucht es nicht viel mehr.

Leider ist der nächste Flug nach Kanada erst im Juni 2017 geplant. Und auch wenn ich direkt fliegen würde, gäbe es vermutlich wenig was ich tun könnte. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit und von der anderen Hälfte der Welt all das mit ansehen zu müssen, ist schon ziemlich ätzend 🙁

Das einzig Positive, dass ich dem abgewinnen kann, ist dass die Kanadier (und nicht nur die) aus den übrigen Landesteilen alles veruschen, um den tausenden von Menschen die fliehen müssen zu helfen. Auf Twitter kann man unter anderem bei #fortmcmurray ein Bild davon bekommen.

Und wenn wir das nächste Mal über den Klimawandel sprechen, dann denken wir vielleicht auch mal an dieses Feuer. Und fragen uns wie viel Schuld wir und unser Lebensstil daran haben.

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Apples Verständnis von „Eigentum“

6. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Seit Jahr und Tag warne ich Leute davor, sich irgendeine DRM-Scheisse einzufangen. Oder Musik/Filme nur als Service zu nutzen. Alles was von einem anderen Anbieter abhängig ist, gehört nicht Dir, sondern wird Dir nur überlassen. Praktischer Weise kann man ja sogar in iTunes gekaufte Musik direkt in mp3 ohne DRM konvertieren.

Das bisherige „Highlight“ war ja, wenn der Service dicht macht. Microsoft Zune war so ein Beispiel: Zune gibt es nicht mehr, die Lizenzen sind erloschen und damit hat man keinen Zugriff mehr auf die legal erworbene Musik.

Apple geht jetzt einen Schritt weiter:

Nutzern von Apple Music kann es passieren, dass Apple einfach die lokal gespeicherte Musik löscht. Ja, Ihr habt richtig gelesen: Apple löscht ungefragt Musikdateien von Eurem PC!

What Amber explained was exactly what I’d feared: through the Apple Music subscription, which I had, Apple now deletes files from its users’ computers. When I signed up for Apple Music, iTunes evaluated my massive collection of Mp3s and WAV files, scanned Apple’s database for what it considered matches, then removed the original files from my internal hard drive. REMOVED them. Deleted.

Den ganzen Artikel gibt es hier. Und glaubt mir, es ist noch schlimmer, als ihr jetzt meint.

Und das ist unendlich krass: Nicht nur erwerbt Ihr nur noch das Recht Musik von Apple zu hören, so lange Apple den Service anbietet. Die zerstören Euer Eigentum und nennen das regelkonform.

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Outlook 2010 und Dinge, die man gar nicht glauben will

4. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Eine Bekannte bat mich um Hilfe, weil „seit längerem“ schon ihr Mail-Client nicht funktioniert. Stellt sich raus: Outlook 2010.

Also habe ich mich auf die Fehlersuche gemacht. Da ich den Mailserver betreue, habe ich erst mal da geschaut: Da kamen aber keine Fehlerlogs (z. B. falsches Kennwort) oder so. Da war einfach gar nichts und das schon relativ lange.

Bleibt also nur ihr PC. Internet geht. Mail geht nicht. Also das Mailkonto überprüft. Alle Einstellungen richtig. Mailkonto gelöscht und neu angelegt. Nada.

Langsam fing das schon an, ein wenig komisch zu sein: ich konnte den Mailserver anpingen. Den Webserver ansprechen und per Webmailer ins Postfach. Ich konnte per FTP Verbindungen aufbauen. Nur Outlook konnte oder wollte nicht: „Server konnte nicht gefunden werden.“ WTF?

Selbst ein testweises einrichten alternativer DNS-Server brachte mich nicht weiter. Es war dann der Zufall:

Ich habe testweise noch mal einen Ping abgesetzt und dabei ist mir aufgefallen, dass offensichtlich der ISP (Telekom) irgendwann auf IP V6 umgestellt hat. Es schien mir zwar unwahrscheinlich, aber ich habe mal einfach V6 dekativiert und IP V4 aktiviert.

Und siehe da: Es kamen Mails.

Fazit: Outlook 2010 kann unter Windows 7 nicht  mit IP V6 umgehen.

Über das Warum kann man nur spekulieren. Und fluchen.

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Die CDU Voerde. Opferdenken in Reinkultur

1. Mai 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Die CDU in Voerde irritiert mich immer mehr.

Vorige Tage kam ja der nächste „Schachzug“ und ohne jede politische Diskussion stellte man in der Presse die beiden Dezernentenstellen in Voerde in Frage. In der RP las sich das so:

Mittlerweile wird der Verzicht auf die beiden Dezernentenstellen, die gegenwärtig mit Simone Kaspar als Kämmerin und dem Ersten Beigeordneten Wilfried Limke besetzt sind, ernsthaft erwogen. „Dieser Gedanke ist nicht unsexy“, erklärte gestern Bernd Altmeppen, CDU-Ratsmitglied und christdemokratischer Parteichef.

und in der NRZ so:

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Georg Schneider ist die Abschaffung der Beigeordnetenstellen eine Facette in der Gesamtbetrachtung darüber, wie die Voerder Verwaltung zukunftsfähig aufgestellt werden kann. „Wir wollen endlich vernünftig über das Thema Personal reden“, fordert er. Aus seiner Sicht fehlt bei SPD und Grünen dazu bislang die Bereitschaft. Was soll die Stadt leisten und was nicht mehr? – dazu erwarte die CDU zeitnah Aussagen vom Bürgermeister.

Das ist in meinen Augen relativ eindeutig in seiner Aussage. Ich persönlich sehe das auch im Kontext zur Diskussion um die Kämmerin (und Beigeordnete) Kaspar. Denn hier zitiert die NRZ Herrn Hülser (CDU) wie folgt:

Das Verhältnis zwischen der CDU und ihrer ehemaligen Bürgermeisterkandidatin Simone Kaspar ist spätestens seit der Diskussion um die Grundsteuer-B-Anhebung merklich abgekühlt. (…)

CDU-Fraktionsvize Ingo Hülser machte im Telefongespräch mit der NRZ keinen Hehl daraus, dass es zwischen seiner Partei und Simone Kaspar inzwischen große Differenzen gibt: „Natürlich sind da Risse entstanden, die im Moment nicht zu kitten sind.“

Wenig Überraschend sind nicht nur wir Grüne „not amused“ über diesen reichlich merkwürdigen Vorschlag. Auch die SPD bezieht auf Facebook sehr klar Stellung:

Mit Befremden musste die SPD Fraktion zur Kenntnis nehmen, dass die Gruppe aus CDU, WGV, Linken und weitere Einzelmitgliedern scheinbar kein Vertrauen in die Kämmerin Simone Kaspar und den Dezernenten Wilfried Limke mehr haben. Anders ist die klare Positionierung gegen die jetzige Aufgabenteilung im Verwaltungsvorstand nicht zu verstehen.

Das die SPD hier eine Verbindung zu dem „Theater“ um die Kämmerin sieht, ist ja eigentlich naheliegend. Der Gedanke kam mir auch. Dabei habe ich aber die CDU unterschätzt. Denn in einem höchst denkwürdigen Beitrag äußert sich nun Herr Hüler. Screenshot als Veränderungssperre:

Screeenshot Facebook 01.05.2006 - 18.45

Der arme Herr Hülser fühlt sich Diffamiert. Denn

Mich macht betroffen, dass sich die Stellungnahme im Kern auf eine Unterstellung und schlichtweg falsche Behauptung stützt. Dort heiß es, dass scheinbar kein Vertrauen in die Kämmerin Simone Kaspar und den Dezernenten Wilfried Limke mehr besteht. Mit keinem Wort haben meine Fraktionskollegen einen persönlichen Bezug hergestellt oder versucht den Eindruck zu erwecken, kein Vertrauen mehr zu haben.

Nochmal das Zitat aus der NRZ:

CDU-Fraktionsvize Ingo Hülser machte im Telefongespräch mit der NRZ keinen Hehl daraus, dass es zwischen seiner Partei und Simone Kaspar inzwischen große Differenzen gibt: „Natürlich sind da Risse entstanden, die im Moment nicht zu kitten sind.“

Also für mich wirft das schon einige Fragen auf. Interessant auch die Opfer-Rolle in der sich Herr Hülser, bzw. die CDU sich sieht:

„Ist das ein Einstieg in respektvollen Austausch und entspricht das dem respektvollen Umgang miteinander, der hier gefordert wird?

Ein wenig selbstkritisch könnte sich die CDU jetzt fragen ob es „respektvoller Umgang“ ist, nicht in den politischen Gremien solche Vorschläge vorzustellen und zu diskutieren. Sondern sie direkt an die Presse zu geben – wohl wissend das es ein dickes Veto anderer politischer Parteien gibt.

Auf der anderen Seite muss man Herrn Hülser konstatieren, dass er sich selbst treu bleibt. Ich verweise auf seine, in meinen Augen, unglücklichen Einlassungen auf Facebook zur Grundsteuererhöhung.

Das Ingo Hülser übrigens in dem oben eingebundenen Screenshot zu erst ablehnt, dass es überhaupt was mit dem Verhältnis zwischen CDU und Frau Kaspar zu tun hat – uind dann am Ende noch mal das Thema aufgreift, ist da nur eine amüsante Randnotiz.

Hey CDU Voerde,

„Get your shit together“, wie man im Internet sagt.

Und klärt mal ab, wer von Euch wann was in die Öffentlichkeit bläst. Denn das Internet vergisst nur sehr selten. Und so lange ihr Euch so aufführt, wird auch wenig Interesse sein, mit Euch zusammen zu arbeiten.

Was total Banane ist, weil es Themen in Voerde gibt (Sportpark, Schwimmbäder, B8 und so weiter) in denen wir dringend zusammen arbeiten sollten. Und nicht gegeneinander. Dazu gehört aber eben auch, dass ihr mit dem Unsinn aufhört, Dinge in die Welt zu blasen und hinterher auf Opfer zu machen. Macht bitte endlich wieder ernstzunehmende Politik. Das ist es was Voerde braucht.

Nicht Euer Rumjammern.

 

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Ende einer Ära

27. April 2016 2 Kommentare
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Auf der Website der Welt kann man lesen, dass die Konzert-Zeiten für Roxette zu Ende gehen. Das macht mich traurig, was eigentlich komisch ist: ich hatte keine Karten. Um genau zu sein war ich schon ewig auf keinem Konzert mehr. Auch auf keinem von Roxette.

Auf der anderen Seite habe ich ziemlich viele CDs von Roxette. Denn in meiner Jugend fand ich die echt gut. Und es war ein Roxette-Konzert, auf das ich als aller erstes alleine gegangen bin – mein zweiter Konzertbesuch überhaupt. Und es war extrem beeindruckend.

Und irgendwie… zu sehen das ein weiterer Teil meiner Jugend den Bach runter geht, macht ein Mal mehr klar, dass man eigentlich viel zu selten darüber nachdenkt, was man für tolle Momente hatte. Hätte ich damals schon Internet gehabt, ich hätte vielleicht drüber gebloggt. Und könnte heute noch mal lesen, was ich damals dachte.

Denn wenn ich ehrlich bin: Bis zur Konzertabsage hatte ich Roxette irgendwie völlig aus dem Gedächtnis verloren.

Ich glaube heute Abend gibt es ein Glas Wein und „Look Sharp„, meine Lieblings-CD von Roxette. Mit den Freundinnen und Freunden von damals habe ich heute nichts mehr zu tun. Aber ich werde mal an sie denken und vielleicht google ich mal, was der eine oder die andere heute macht. Und erinnere mich an früher.

(Scheiße, wenn man so was bloggt, fühlt man sich schon ziemlich alt…)

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Börse: Gaga ist gar kein Ausdruck mehr

27. April 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Heute morgen fette Headline, unter anderem bei der Frankfurter Rundschau:

Twitter-Quartalszahlen enttäuschen Anleger

und dann im Text:

Zwar legte der Umsatz in den drei Monaten bis Ende März verglichen mit dem Vorjahreswert um 36 Prozent auf 594,5 Millionen Dollar (526,4 Mio Euro) zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten jedoch mit einem wesentlich höheren Wert gerechnet. Besonders enttäuschend: Die Werbeerlöse, Twitters wichtigste Geldquelle, wuchsen nur noch um 37 Prozent auf 595 Millionen Dollar. Im Vorquartal hatte es hier noch ein Plus von 48 Prozent gegeben.

Entschuldigung, das ist doch nicht mehr normal. Ein Umsatzplus von 36% und ein Wachstum der Werbeerlöse um 37%. Und die Börse ist unzufrieden, die Anleger sind enttäuscht.

Was für ein unfassbarer Schwachsinn.

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HARDCORE Henry

25. April 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Erinnert Ihr Euch noch an Crank (2006) und Crank (2009)? Oder „Der 6 Millionen Dollar-Mann“?

Stellt Euch vor, Ihr gebt das als „Quellmaterial“ ein paar russichen Filmemachern. Dann lasst Ihr sie mit Bewußtseinsverändernden Medikamenten experimentieren und 24h am Stück einen EGO-Shooter spielen.

Das Ergebnis ist HARDCORE Henry:

Ein Film der auf so vielen Ebenen dermaßen absurd ist, dass man gar nicht weiß, was man sagen soll. Der so schlecht ist, dass man schreiend aus dem Kino rennen möchte und so kurios, dass man bis zum Abspann sitzen bleibt.

Wenn es einen besten schlechtesten Film 2015 geben würde, wäre er ein heißer Kandidat. So kann man vielleicht noch sagen: Das ist also dieses „Kunst“ 😉

Wer  mutig ist, sollte den Film gucken. Wer bei klarem Verstand ist, sollte ihn auf keinen Fall gucken.

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Fracking… was kann da schon schief gehen?

24. April 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Die FDP will das Bedingungslose Grundeinkommen und Schäubel dagegen…. ach…

21. April 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Wir leben in einer Welt, in der durch moderne Technik und Organisation mehr Arbeitsplätze „vernichtet“ werden, als geschaffen. Gleichzeitig steigt aber der vorhandene Wohlstand, wenn auch ungleich verteilt. Ein Lösungsansatz könnte das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) sein, dass jetzt sogar in der Schweiz zur Diskussion steht.

Entsprechend irritiert, aber grundsätzlich positiv überrascht war ich, als ausgerechnet die FDP jetzt einen Vorstoß für ein „BGE-Light“ wagte. In der Welt konnte ich lesen:

 Vor dem Hintergrund der veränderten Arbeitswelt macht sich die FDP für einen radikalen Kurswechsel in der Rentenpolitik stark. Ein entsprechender Antrag, der der „Welt“ vorliegt, soll beim Bundesparteitag am kommenden Wochenende verabschiedet werden. Danach soll das starre Renteneintrittsalter abgeschafft werden. Ab dem 60. Lebensjahr soll jeder Arbeitnehmer selbst entscheiden können, ob und wann er in den Ruhestand geht.

Die Hinzuverdienstgrenzen sollen wegfallen, sodass das Arbeiten für Rentner attraktiver wird. „Wer seine Rente früher bezieht, erhält eine geringere Rente, wer später in Rente geht, eine höhere“, heißt es in dem Antrag. Die Berechnung erfolge über einen „jahrgangsindividuellen Faktor“, der sich aus der Lebenserwartung der jeweiligen Generation ergebe.

Das ist für die Rente das, was das BGE für alle sein will: Es gibt einen finanziellen Grundstock, mit dem man (gut!) leben kann. Will ein Arbeitgeber einen klugen Kopf, zahlt er auf das BGE drauf, also weniger als ein Gehalt. Muss aber genug zahlen um den BGE-Bezieher zu motivieren. Eigentlich eine klasse Sache.

Ein bisschen Schade ist, dass die FDP das für die Rente derzeit anspricht und nicht generell.

Denn in der EU ist ja zum Beispiel die Jugendarbeitslosigkeit ein Problem. Will ich aber, dass die weniger werdenden Stellen durch jüngere Leute besetzt werden, muss ich dafür sorgen, dass die älteren Arbeitnehmer sich früher in ein entspanntes Rentenleben verabschieden und damit die Stellen frei machen.

Das liegt ja eigentlich auf der Hand. Deswegen könnte man erstaunt sein, wenn Schäuble das Gegenteil in der FAZ fordert:

Finanzminister Schäuble warnt vor den Folgen der Alterung und wirbt für ein höheres Renteneintrittsalter. Die Junge Union hat sogar schon einen konkreten Vorschlag.

Das ist natürlich absolut unklug und kann eigentlich nur dadurch erklärt werden, dass es die Rentenkassen erleichtert, wenn die Menschen sich zu Tode arbeiten. Aber gut, CDU halt. Die Junge Union steht da natürlich in nix nach:

Deren Vorsitzender Paul Ziemiak schlägt in einem Beitrag für die „Rheinische Post“ vor, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen

Bleibt die Frage ob die FDP wirklich an das BGE gedacht hat. Oder das einfach als Sprungbrett für die alte Laier der privaten Vorsorge nutzen will. Vermutlich letzteres, aber es ist trotzdem gut, wenn das Thema ein Mal mehr auf’s Tablett gelegt wird.

Denn machen wir uns nix vor: Wir werden etwas ändern müssen.

Und noch haben wir die Wahl. Ob im Sinne der Menschen oder im Sinne der CDU.

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Dinge aus dem All betrachtet

20. April 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Es gibt Tweets die leitet man gerne weiter.

Und es gibt Tweets, die einem vor Augen halten, was man weiß. Und trotzdem immer wieder verdrängt.

Aktulles Beispiel ist dieser Tweet von Alexander Gerst:

Das machen wir. Die Krone der Schöpfung, wie wir uns gerne nennen.

Danke, RWE

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Deutschland. Autoland.

20. April 2016 3 Kommentare
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Irgendwie hält sich ja die Mär vom Autoland Deutschland.

Der freien Fahrt für freie Bürger.

Das wir mittlerweile mehr Fahrräder als Autos besitzen, ist da sicherlich nur eine Randnotiz. Mehr im Mittelpunkt sollte aber schon stehen, dass der MIV (Motorisierte Individual-Verkehr) auch beim Klimaschutz eine Rolle spielt.

Während der Energie-Bereich dank der Eneuerbaren hiere zu einem europaweiten Vorzeigeprojekt wird, ist erfreulich. Ein bisschen Schade ist, dass im Verkehrsbereich noch keine wesentliche Änderung in Sicht ist.

Um genau zu sein ist eigentlich das Gegenteil der Fall:

Was Deutschland braucht ist eine moderne Infrastruktur, die aus der Kombination ÖPNV + Fahrrad + Auto das Maximum heraus holt. Wir brauchen Anreize mit dem Rad zu fahren und wir brauchen einen guten ÖPNV. Das Auto muss das „Letzte Mittel“ sein für alles, was nicht mit dem Rad, Bus und Bahn zu erledigen ist.

Wir brauchen Anreize für Arbeitgeber, Fahrradreundlich zu planen. Das schließt Stellplätze, Duschen und Umkleinen mit ein. Wir brauchen Steueranreize für Menschen die das Rad zur Arbeit nutzen. Ebenso brauchen wir genug Kapazitäten um z. B. bei schlechtem Wetter auch mit dem Rad auf Bus und Bahn ausweichen zu können.

Wir brauchen einen Bund der sich bemüht, den MIV zu reduzieren. Zum Beispiel in dem als Vorreiter (Öffentlicher Dienst) und durch Steueranreize Dinge fördert die Verkehr vermeiden, wie zum Beispiel Telearbeit.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die sich mit wenig bis gar keinem Aufwand umsetzen ließen. Das Ziel wäre mannigfaltig: Die Luft wäre besser, die Menschen würden entspannter sein, der MIV würde abnehmen und alle hätten was davon.

Statt dessen aber plant der Bund munter neue Monster-Straßen für noch mehr Autos. Und damit die Autos auch irgendwo her kommen, werden gleich wieder Subventionen für die Autoindustrie geschaffen – auf Kosten aller Steuerzahler.

Das ist dermaßen wenig zukunftsweisend, dass man es schon getrost als modernen Rückschritt bezeichnen kann. Es ist Ausdruck einer Bundespolitik, die das Wohl von VW, BMW, Mercedes; so wie RWE, E-On und Vattenfall im Auge hat.

Das ist keine zukunftsweisende Politik, von der Menschen, Umwelt und Gesellschaft profitieren würden.

Das ist, zusammengefasst, dumm.

 

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Der Terrorismus, die Bekämpfung und die Verfassung

20. April 2016 Kommentare ausgeschaltet
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Mal wieder. Und in schöner Regelmäßigkeit: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zerlegt ein Gesetz der CDU-dominierten Regierung. Mal wieder ein Überwachungsgesetz.

Die Frankfurter Allgemeine dazu:

Das Gesetz zur Terrorismusbekämpfung durch das Bundeskriminalamt (BKA) ist in weiten Teilen verfassungswidrig. Das gab das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch in Karlsruhe bekannt. Das Gesetz muss bis Ende Juni 2018 stark nachgebessert werden. (…)

Die konkrete Ausgestaltung der Befugnisse durch den Gesetzgeber sei aber in verschiedener Hinsicht ungenügend. (…)

Der Senat habe „in etlichen Einzelvorschriften unverhältnismäßige Eingriffe festgestellt“. (…) Insbesondere treffe das Gericht erstmals Aussagen zur Übermittlung von Daten ins Ausland.

Wer verwundert ist, dass erneut das Bundesverfassungsgericht (mit Ansage!) hier das letzte Bollwerk der Bürger vor dem Überwachungswahn der Bundesregierung ist, der hebe die Hand. Niemand? Das überrascht nicht.

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