Homöopathen ohne Grenzen

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Warum eMails eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung brauchen

21. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Natürlich habt Ihr nix zu verbergen. Warum solltet Ihr Eure Mails verschlüsseln!

Oder habt Ihr doch was zu verbergen? Ich mein, wenn Ihr echt nix zu verbergen habt, dann schreibt doch mal Eure Zugangsdaten, ich schau dann mal nach. Ach doch nicht? Dachte ich mir.

Das es aber noch andere Gründe geben kann, seine Mails zu verschlüsseln, zeigt Microsoft. Ja, richtig gelesen, es geht ausnahmsweise mal nicht um die NSA. Denn auf Heise kann man lesen:

Microsoft hat auf der Suche nach einem Informationsleck die E-Mails eines Bloggers im hauseigenen Dienst Hotmail durchsucht.

Und machen wir uns nix vor: Jedes Unternehmen, auf dessen Servern unsere Mails liegen, kann das tun. Und jeder Admin der Server kann das machen, wenn er Lust darauf hat. Dagegen hilft auch nicht die aktuell von T-Online und United Internet beworbene “Verschlüsselung” des Transportweges. Ist ja nett, wenn die Mails auf dem Weg zum Server verschlüsselt werden, prinzipbedingt liegen sie dort dann allerdings unverschlüsselt rum.

Um daher den Inhalt von Mails vor neugierigen Augen zu schützen, gibt es nur eine Möglichkeit: Verschlüsseln

Natürlich geht das mit minimalem Aufwand einher. Aber das ist nicht mehr Aufwand als die bewußte Entscheidung, einen Brief in einen Umschlag zu stecken und keine Postkarte zu versenden.

Also Leute, kriegt bitte ENDLICH Eure Ärsche hoch und fangt an, Mails mit PGP/GnuPG zu verschlüsseln! Ich helfe Euch auch gerne dabei!

 

Grand Hotel Budapest

20. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Es gibt Filme, die möchte man schon sehen, weil Bill Murray mitspielt. Und es gibt Filme, die trotz Stars wie Bill Murray oder Owen Wilson mitspielen. Dann gibt es natürlich noch die Filme, die am “Mainstream” total vorbei gehen. Und Grand Hotel Budapest ist alles drei.

Gestern Abend war mal wieder Kino angesagt und wir haben uns im Filmforum genau den Film ausgesucht. Und ich weiß auch eine Nacht später noch nicht genau, wie ich eigentlich darüber schreiben will.

Klar, die Bilder sind perfekt. Die Schauspieler sind perfekt. Die Story kurios. Aber das allen reicht nicht aus, um den Film zu beschreiben. Kann ein Film über alle Maße witzig sein, auch wenn man kaum lacht? Kann ein Film tragische Elemente haben, ohne das man traurig wird? Kann Spannung ohne Spannungsbogen funktionieren?

Grand Hotel Budapest ist mit Sicherheit der erste Film einer neuen Generation von Filmen, die über Storytelling und intensive Bilder den Zuschauer in eine emotionale Achterbahn packen. Und die Achterbahn hält den Zuschauer in seinen Bann, ohne mit Loopings und Stürzen zu überfordern. Man sitzt einfach da, läßt die Bilder auf sich wirken, geht mit der Story und nach 100 Minuten…

stellt man fest, dass der Film leider vorbei ist.

Und man fragt sich, was man da gerade gesehen hat.

Im Fazit ist der Film also ganz großes Kino. Und wer die Chance hat, sollte ihn ansehen!

Warum man morgens nicht ins Internet sollte

19. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Es gibt so Tage.

Normalerweise ist das Internet morgens für mich so selbstverständlich, wie der Kaffee. Mails checken, RP und WAZ im ePaper durchblättern, mal über Twitter schauen…

Und manchmal möchte ich den Kaffee über die Tastatur spucken und denke WTF? Lieber Herr, bitte lass das einen Scherz sein. So schlecht er auch sein mag, als Scherz wäre es mir alle Mal lieber, denn als Realität.

Nachrichten über den Klimawandel sind selten gute Nachrichten

17. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Immer wenn das Thema “Klimawandel” auf das Tablett kommt ist klar, dass es keine guten Nachrichten sein können. Wobei “gut” sich ja ohnehin nur daran bemisst, dass es bitte nicht noch schlimmer kommt, als eh schon.

Der Spiegel macht da wenig Hoffnung, denn wenn man einem Artikel von heute glauben kann und will, droht eine weitere Verschärfung der Situation:

Als größtes Risiko des Klimawandels gilt der Eispanzer Grönlands. Wie stark wird die erwartete Erwärmung ihn tauen lassen? Das Schmelzwasser Grönlands entscheidet wesentlich darüber, wie hoch die Meere steigen werden. Neue Daten zeigen, dass der Eisverlust des Nordkontinents unterschätzt worden sein könnte.

Dabei ist es ja durchaus möglich, Maßnahmen zu treffen, die den Klimawandel unter Umständen verlangsamen oder vielleicht sogar aufhalten können. Dazu gehört aber nationaler und internationaler Gestaltungswille, der Politikern auch mal abverlangt, weiter als bis morgen oder zur nächsten Wahl zu denken.

In dem Kontext ist es vielleicht interessant mal kurz nach Paris zu schauen. Dort leidet man derzeit unter Smog wie schon lange nicht mehr. Und eine der Maßnahmen der Verwaltung ist so naheligend wie offensichtlich. Wieder der Spiegel:

Touristen dürfen in Frankreichs Hauptstadt am Wochenende guten Gewissens schwarzfahren: Der öffentliche Nahverkehr ist von Freitag bis Sonntag kostenlos nutzbar. Neben der Metro mit ihren mehr als 300 Stationen und den 59 Buslinien in der Stadt stehen Besuchern und Einheimischen aber auch städtische Fahrräder und Elektroautos bis auf Weiteres teils umsonst zur Verfügung, wie die Stadtverwaltung ankündigte.

Laut der zuständigen Behörde dienen die Maßnahmen dazu, die derzeit “bedeutenden Risiken für die Gesundheit” in der Stadt durch die hohe Luftverschmutzung zu mindern. Im Großraum Paris werden die zulässigen Höchstwerte für die zum Teil krebserregenden Feinstaubpartikel seit Tagen überschritten.

Das das nichts ist, was auf Smog-Lagen beschränkt sein muss, zeigt ja seit geraumer Zeit schon Tallinn. Die FAZ:

Feie Fahrt in Tallinn: Im Kampf gegen tägliche Staus und für die Umwelt hat Estlands Hauptstadt mit Jahresbeginn Gratis-Nahverkehr in der ganzen Stadt eingeführt. Seither können die 420.000 Einwohner der Großstadt an der Ostsee die Busse und Bahnen umsonst nutzen.

Und in London kann man seit einiger Zeit sehen, wie es sich auswirkt den Autoverkehr aus der Stadt zu drängen. Zukunft-Mobilität schreibt:

Durch die Innenstadtmaut hat sich das Verkehrsaufkommen in der Londoner Innenstadt um 10-15 Prozent verringert. Im ersten Jahr fuhren 18 Prozent weniger Fahrzeuge in das mautpflichtige Gebiet, innerhalb der Zone sank das Verkehrsaufkommen des MIV um 15 Prozent. Zwischen 2002 und 2005 verringerte sich die Anzahl von Staus und Verkehrsstockungen um 22 Prozent. (…)

Dahingegen wuchs die Zahl der Radfahrer um 43 Prozent, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden soll sich um bis zu 70 Prozent verringert haben. Zwischen dem Jahren 2000 und 2010 ist der Radverkehr in London um 117 Prozent gewachsen 2. Das Ziel ist es, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2026 um über 400 Prozent (Basis: 2001) auf einen 5%-Anteil am Modal Split  zu steigern.

Das zeigt, dass es 2014 nicht nur eine Sackgasse ist, sondern ein Anachronismus, wenn man bei der Stadtplanung weiter den PKW-Verkehr in den Vordergrund stellt. Und sich um Parkplätze und “Umweltzonen” Gedanken macht, statt den ÖPNV zu attraktivieren und das Rad als primäres Nahverkehrsmittel zu fördern. Es zeigt zugleich auch, dass eben solche Ansätze durchaus Erfolgversprechend sind.

Es funktioniert dabei nicht, immer nur auf andere zu warten. Oder gar auf “den großen Durchbruch” bei einer Klimakonferenz. Jede Gemeinde, Kommune, jedes Land und jeder Staat, ja jeder Mensch hat es in der Hand, hier voran zu gehen.

Ich mach mal einen ganz verrückten Vorschlag: Wer bei meinem Brötchengeber einen Parkplatz möchte (ja, für sein Auto), der muss ein Job-Ticket des VRR (ja, für Bus und Bahn) vorweisen. Der Anreiz ist klar: bezahle ich eh das VRR-Ticket, warum sollte ich das nicht nutzen? Die Taktik geht natürlich nicht bei allen auf, aber bei vielen.

Was wäre denn jetzt, wenn mit der KFZ-Steuer-Zahlung zugleich der Anspruch entstünde, selbst und ggf. Familienangehörige mit dem ÖPNV zur Arbeit und Schule bringen zu lassen?

In Voerde werden wir in den nächsten Jahren auch sehr viel an der Infrastruktur schrauben. Und auch hier wird man die Frage in den Vordergrund stellen müssen, welche Art von Mobilität dabei bevorzugt bedient werden soll. Ich persönlich hätte da schon eine Idee ;-)

Und vielleicht schaffen wir es gemeinsam ja, dass irgendwann die schlechten Nachrichten über den Klimawandel und das sterbende Ökosystem unserer Welt erst langsamer werden und dann zum erliegen kommen?

PIWIK – Opt Out

11. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich habe hier PIWIK im Einsatz, um die Besucher auf meiner Website und auf den Unterseiten zu zählen. Um meine Website dabei an die aktuelle Rechtsprechung anzupassen, biete ich bis auf weiteres die Möglichkeit eines Opt Out.

Diese findet Ihr oben im Menü oder hier: Klick!

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Wenn die Zeitung den Puls und Hals anschwellen lässt…

11. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Heute ist wieder einer dieser Tage.

Da schlage ich die Zeitung auf lese in einem einzigen Artikel gleich zwei Punkte, die mich echt wütend machen können. Die Rheinische Post schreibt, leider nur hinter Paywall:

Düsseldorf In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der über 60-jährigen Tatverdächtigen in NRW um 8,9 Prozent angestiegen – im vergangenen Jahr wurden 31 196 kriminelle Senioren ermittelt. Das geht aus der Kriminalstatistik für 2013 hervor, die NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gestern vorgestellt hat. Die Zahl der Senioren, die Opfer von Straftaten wurden, stieg seit 2004 sogar um 31 Prozent an. Ursache für den Trend ist offenbar der demografische Wandel.

Ursache ist der demografische Wandel? So als wären mehr alte Menschen mit mehr kriminellen alten Menschen gleich zu setzen? Reden wir hier nicht über die Generation, die noch versucht hat uns Werte zu vermitteln? Wäre es, auch im Sinne einer Berichterstattung, mal nicht sinnvoll, nicht einfach nur die PR aus dem Ministerium zu drucken? Sondern mal Fragen zu stellen wie: “Hat das vielleicht was mit um sich greifender Altersarmut zu tun?”

Und dann im gleichen Artikel:

Sorge bereitet den Ermittlern auch der Anstieg der Computer-Kriminalität. Bei der Kinderpornografie stieg die Fallzahl um fast 15 Prozent auf 1578 an. Wegen der fehlenden Vorratsdatenspeicherung sei Deutschland möglicherweise zu einem Rückzugsraum für die Täter geworden, hieß es. Dem Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamts gelang 2013 ein spektakulärer Schlag. Dabei wurde ein Junge in den USA aus den Händen eines Peinigers befreit.

Also…

der einzige(?) Erfolg eines ganzen Kompetenzzentrums soll die Befreiung eines Jungen in den USA sein? Und deswegen ist Deutschland Rückzugsraum und das wegen der fehlenden Vorratsdatenspeicherung? Ich hab ja schon viel Unsinn gelesen, aber hier gilt ja nur noch: Hallo, Mc Fly, jemand zu Hause?

Liebe Rheinische Post, was Ihr hier macht, kann man nur noch mit Kopfschütteln quittieren. Ihr lasst Euch vor den politischen Karren spannen, mit dem unsere Freiheit im Namen einer nicht echten “Sicherheit” abgebaut wird und hinterfragt das nicht einmal im Ansatz?

Just in Time: Das Hooverboard :-)

8. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Stromkonzerne und BWL, 1. Semester

7. März 2014 1 Kommentar
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Eines der Dinge, die man als BWL-Student ganz am Anfang lernt – und was jeder Unternehmer bestätigen kann – ist, dass es günstiger und damit betriebswirtschaftlich sinnvoller ist, Kunden zu erhalten, als neue Kunden gewinnen zu müssen.

Auf dem Strommarkt scheint das nicht zu gelten:

Ich habe seit gut 2 Jahren einen Vertrag mit PrioEnergie, die mich mit Öko-Strom belieferten. Im Zuge der jährlichen Abrechnung tauchte jetzt die Frage auf, ob deren Angebot noch Zeitgemäß ist. Und eine Recherche auf Verivox und den Prio-eigenen Seiten ergab: Nein, das geht eigentlich günstiger. Bei angenommen gleich bleibendem Verbrauch.

Da ich aber ja denke, dass die eingangs erwähnte Regel gültig ist, habe ich heute morgen mal bei Prio angerufen und nachgefragt. Antwort war (in etwa), dass ich 5€ im Monat sparen könnte, wenn ich einen anderen Tarif nehme mit weniger Leistung und dafür aber 24 Monaten Vertragslaufzeit.

Mein Einwand, dass ich als Neukunde aber deutlich(!) weniger bezahlen würde bei 12 Monaten Vertragslaufzeit(!) wurde entgegnet mit: Ja, das gilt aber nur für Neukunden, nicht für Bestandskunden.

Ich finde das überraschend unklug. Denn natürlich habe ich dann im Internet einen anderen, sogar noch günstigeren Anbieter für Ökostrom gefunden. Und online gewechselt, was ja heute sehr angenehm problemlos ist.

Dazu hätte es nicht kommen müssen: Ich war mit PrioEnergie zufrieden, weil die Abwicklung herrlich unkompliziert war, die Hotline immer nett und gut drauf (wenn mal was war) und die Kommunikation insgesamt stimmte. Nur, ich fühle mich ungern veräppelt.

Und so fühle ich mich, wenn man  mir erzählen möchte, dass man einem Neukunden, dessen “Anschaffungspreis” höher ist als die Kosten mich zu behalten, für gut 200€ im Jahr weniger auch noch einen besseren, weil kürzer bindenden Vertrag bekommt. Das geht mal gar nicht. Ist aber wohl heute eher die Regel als die Ausnahme und wird dazu führen, dass ich mit dem neuen Anbieter in einem Jahr vermutlich das gleiche Spiel spielen werde.

Irgendwas stimmt da doch nicht…

Einkaufen bei CNC Bike

6. März 2014 2 Kommentare
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Wer online einkauft, der ist sich beständig des Risikos bewußt, einem Nepp aufsitzen zu können. Und im Laufe der Zeit hat jeder für sich einen “Katalog” mit Warnsignalen erarbeitet, nach denen man eine Website nach gut oder merkwürdig einstuft.

Entsprechend irritiert war ich, als ich im Internet auf CNC-Bike gestoßen bin, einen Onlineshop für Bike-Zubehör. Meine interne Prüfung lief ungefähr so ab:

  • sehr simples Baukasten-Design
  • teilweise unlogisches Shopkonzept
  • Suchfunktion ohne erkennbare Funktions
  • teilweise sehr schlechte Fotos
  • teilweise extrem niedrige Preise
  • nur unsichere Zahlungsmethoden (Vorabüberweisung und Nachname)

Wenn so ein Laden auf meinem Monitor erscheint, gehen bei mir alle Lampen an. Schon das Design und die schlechte Bedienbarkeit sind übel. Unsichere Zahlungsmethoden aber machen mich nervös und wenn die Preise teilweise deutlich unter dem erwarteten Durchschnittspreis liegen, lasse ich eher die Finger davon.

Allerdings hatte ein Freund schon gute Erfahrungen mit CNC gemacht. Und deswegen habe ich auch mal eine kleinere Bestellung aufgegeben. Das Geld wurde am nächsten Tag überwiesen.

2 Tage später war die Versandnachricht da und weitere zwei Tage später die Ware.

Der Ablauf ist etwas “zeitverzögert” im Vergleich zu den Stores in denen ich sonst einkaufe, das liegt aber vor allem natürlich daran, dass Überweisungen in Schland immer noch recht lange laufen.

Die niedrigen Preise scheinen darin begründet zu sein, dass es auch nicht alle Artikel gibt – vermutlich werden hier bewußt entsprechend günstige Einkaufe getätigt.

Und das Fazit?

Wer nicht am nächsten Tag die Sachen braucht, sollte mal bei CNC gucken. Und dort auf keinen Fall die Suchmaschine benutzen, die ist nämlich kaputt. Aber mit Zeit und Willen kann man dort einige gute Schnäppchen machen.

Und es zeigt sich ein Mal mehr: Nicht immer ist drin, was man zunächst glaubt. Oder anders: Manchmal sind wir vielleicht sogar schon zu vorsichtig oder skeptisch.

FDP-Voerde goes woanders hin ;-)

5. März 2014 4 Kommentare
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Ach wie süss: Die FDP Voerde ist wieder online.

Offensichtlich hat man aber ein kleines “Problem”, weil die fdp-voerde.de Domain wohl wem anders gehört und man jetzt auf eine weniger schöne TLD ausweichen musste. Das zeigt ein Mal mehr, wie tief die Gräben in der Partei, bzw. zwischen den Akteuren und Ehemaligen inzwischen ist.

Aber es ehrt mich, dass der erste Beitrag sich direkt mit mir befasst. Ja fast schon: mir gewidmet ist.

Und man muss nicht zwischen den Zeilen lesen, um zu wissen, wie es um die FDP Voerde bestellt ist. Nein, das springt einem direkt ins Gesicht.

Allerdings muss man, die Medienkompetenz der Leser nicht unterschätzen wollend, warnend darauf hinweisen, dass die gesamte neue Website ein Fake sein könnte. Satire in Reinform quasi. Darauf deutet unter anderem hin, dass alle Texte von einem oder einer omninösen x667 verfasst worden sind. Und wir erinnern uns ja, die FDP Voerde ist ja massiver Gegner der anonymen Internetschreiberei ;-)

Ach herrlich…

Oh und gleich mal ne “Abmahnung” schreiben ;-)

Liebe FDP, falls Ihr das doch Eure neue Internetheimat ist: Natürlich dürft Ihr Euch an mir abarbeiten. Aber bitte glaubt und hofft bitte nicht, dass Ihr damit von dem desolaten Zustand Eurer Partei ablenken könnt.

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The impossible texting & driving test

4. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Hallo? Jemand zu Hause?

4. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal möchte ich ja schon ausrasten.

Ich schrieb ja schon vor einigen Tagen, dass ich mich von der Verwaltung und der großen Voerder Koalition auf den Arm gennommen fühle.  Heute konkretisiert Lissy das in einem Artikel in der RP weiter:

Daher sei es auch zukünftig nicht sinnvoll und nicht mehr leistbar, solche hochwertigen Leichtathletikanlagen, wie sie in Friedrichsfeld entstehen sollen, an mehreren Standorten in Voerde einzuführen. (…) Jetzt mute man allen Sportlern aus anderen Stadtteilen zu, sich zum neuen Sportpark Friedrichfeld, wo auch ein Leistungsstützpunkt für Leichtathletik entwickelt werde soll, auf den Weg zu machen.

Und wir erinnern uns?

Ebenfalls in der RP konnte man im September 2010(!) lesen:

Das Nein der Grünen begründete deren Sprecher Holger Mrosek unter anderem damit, dass(…) das Millionenprojekt so viel Geld verschlingen, dass die Kommune danach über lange Zeit für den Sport keine Mittel mehr zur Verfügung stellen könnte.

Und im Mai habe ich das noch mal hier im Blog thematisiert. Es kann also eigentlich niemand wirklich überrascht sein. Denn das man hier mit Ansage(!) die anderen Breitensportvereine vor die Pumpe laufen lässt, war bekannt.

Liebe Voerder Sporvereine, liebe Voerder Wähler: Denkt daran, wenn Ihr im Mai Eure Kreuze machen geht: Die CDU und FDP und leider auch die SPD geben lieber alles dem einen Verein, als für einen bestmöglichen Kompromiss zu sorgen. Und man wußte von Anfang an, dass der Neubau so teuer werden wird, dass für andere Sportangebote nichts mehr übrig sein wird!

 

 

Die CDU Voerde hätte es gerne wie im frühen 18. Jahrhundert

4. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Manchmal kann man ja nur den Kopf schütteln.

Es ist ja schon länger bekannt, dass CDU und FDP in Voerde wohl glauben, zu viel Wald schade nur. Das wir eh schon eine der Waldärmsten Kommunen sind, ist da ja schon fast eine gute Nachricht – in deren Augen.

Auch eine gute Nachricht muss es sein, wass die Verwaltung jetzt auf Antrag der CDU herausgefunden hat. Die CDU wollte den Beweis führen, dass in Voerde eh noch nie viel Wald zu finden war. Und so kann man in der RP heute lesen (leider hinter Paywall):

Mit der intensiven Ausnutzung und Verarbeitung von Raseneisenerz, bei dem Holz für die Metallverhüttung verfeuert wurde, setzte eine weitgehende Entwaldung des Unteren Niederrheins in der älteren Eisenzeit (800 bis 450 vor Christi) ein, wie einem Fachbeitrag zu entnehmen ist, der von den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen Lippe im Jahre 2007 herausgegeben wurde. Die Eisenverhüttung stieg in den nachfolgenden Jahrhunderten weiter an. Auf historischen Karten von 1738 sind nur wenige Waldflecken im Bereich des heutigen Voerder Stadtgebietes zu sehen. Der Wohnungswald muss um 1810 wesentlich kleiner als heute gewesen sein.

Ein Traum von Argumentationslinie! Denn wenn man mal von dem kleinen Detail absieht, dass hier mal alles nur Wald war:

Erste menschliche Siedlungen in Voerde sind in der Bronzezeit (2200 bis 800 vor Christi) nachweisbar. Zu Beginn dieser Besiedlung ist im Voerder Raum eine weitgehend vollständige Bewaldung wahrscheinlich, wie es in den Ausführungen der Verwaltung zur Größe der Waldflächen heißt. In den Talauebereichen des Rheins ist Silberweidenwald beziehungsweise Hartholzauenwald vorhanden gewesen. Flattergras-Buchenwald wird für die Niederterrasse angegeben.

Das hier erst der Wald war, muss man ausblenden. Das der Mensch den Wald abgeholzt hat, muss man ausblenden. Und dann kann man sich  hinstellen und laut rufen:

Voerde war kulturhistorisch noch nie eine an Wald reiche Gegend! Und dann ganz leise flüstern: “seit wir dafür gesorgt haben!”

Aber mit genau den Argument, dass hier ja eigentlich nie wirklich Wald war, äh also in einem “vernünftigen Zeitraum”, wird man weiter versuchen Politik zu machen. Da kann man den Damen und Herren der CDU und FDP doch nur wünschen, dass jemand die Zeitmaschine erfindet und sie ins 18. Jahrhundert reisen müssen.

Denn dann müssen sie sich auch nicht mit Umweltschutz-Fragen beschäftigen. Und sich auch nicht fragen lassen, warum das eigentlich wichtig ist, wie es vor mehr als 100 Jahren hier aussah.

Ob es nicht vielleicht wichtiger wäre, mal die Augen auf vorne zu richten, und sich mal um den Klimawandel Gedanken zu machen. Und statt nach hinten zu blicken, mal die Augen nach vorne zu richten.

Ewiggestrig, nennt man sowas?

Die Benninghoff-Partei Voerde

4. März 2014 Kommentare ausgeschaltet
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Ich beantrage hiermit, die FDP Voerde in Erste Benninghoffsche Partei umzubenennen. Denn offensichtlich habe ich ein paar Familienmitglieder übersehen.

So kommentiert der inzwischen ausgetretene Herr Ellenberger hier eine Liste aus der RP, die ich mit ein paar Hervorhebungen mal prominenter platzieren möchte:

Die FDP Kandidaten laut RP-Bericht:
Für die Wahlbezirke treten nun folgende Kandidaten an: Bernhard Benninghoff (Rheindörfer), Ingrid Oelsen (Möllen Siedlung), Johann Beninnghoff (Möllen Rahmstraße), Heinrich Tenter (Am Sportplatz), Björn Berger (Alexanderstraße), Doris Pöggel (Am Kindergarten), Helen Schwarzkamp (Bahnhofstraße), Lutz Benninghoff (Allee), Dirk Benninghoff (Am Mommbach), Birgit Benninghoff (Stockum), Prof. Dr. Günther Jacobi (Buschacker), Helfried Pöggel (Akazienweg), Victoria Maria Berger (Am Birkenhain), Käthe Benninghoff (Alte Hünxer Straße), Martina Niewerth (Am Tannenbusch), Christian Fischer (Alte Mittelstraße), Michaela Anja Niewerth (Böskenstraße), Michael Rainer (An der Landwerhr), Sigrid Dowideit (Elisabethstraße), Harald Dowideit (Am Denkmal) und Wolfried Niewerth (Ackerstraße). Auf der Reserveliste stehen nun (in dieser Reihenfolge): Bernhard Benninghoff, Michaela Anja Niewerth, Helen Carina Schwarzkamp, Christian Fischer, Doris Pöggel, Björn Berger, Dirk Benninghoff, Victoria Maria Berger, Birgit Benninghoff, Michael Rainer und Lutz Benninghoff.

Nach wie vor ist es natürlich nur ein Gerücht, dass die Familie Benninghoff in der FDP Voerde das politische Überleben und An-der-Macht-kleben von Bernhard Benninghoff sichert.

Liebe Voerder: Die Hälfte der Mitglieder im Streit ausgetreten, der Rest fest in der Hand der Familie Benninghoff – die FDP ist wahrlich keine Partei mehr, die man noch als wählbar betrachten sollte. Ganz davon abgesehen, dass durch die Aus- und Rücktritte  der dringend notwendige Erneuerungsprozess um mindestens eine Wahlperiode weiter nach hinten geschoben wird….

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