Wenn Du im Internet unterwegs bist und Dich ungeschickt verhältst, dann bricht schon mal ein “Shitstorm” los. Das kann auch passieren, wenn man als Politiker unterwegs ist und besonders Politiker im Internet sind natürlich gefährdet. Auf keinen Fall darf man Panik-Kommunikation betreiben.
Von daher gibt es im Internet einige wesentliche Regeln der Kommunikation:
Gerate NICHT in Panik – nichts wird so heiß gegessen wie gekocht
Lass die Wogen sich erst legen, bevor Du aktiv wirst
Verwende auf keinen Fall in Deiner Kommunikation Vergleiche mit der NS-Zeit
Lass einen Freund Deinen Text vorher lesen und schlafe eine Nacht drüber
Reagiere am Besten gar nicht, wenn Du absehen kannst, dass sich die Lage nicht beherrschen lässt
Ha ha ha, ich muss zugeben, als die Ruhrbarone gestern mit der Nummer raus kamen, dass auf der Website der Partei die Linke (PDL) Duisburg ein antisemitische Hetzblatt veröffentlicht war, da musste ich schon grinsen.
Überrascht war ich nicht. Jetzt bin ich es aber. Über die armseligen Kommunikationsversuche der PDL. Mehr…
Heute fand die vom Klimabündnis Niederrhein organisierte Demo gegen den Kohlewahn statt. Ca. 150 bis 200 Leute trafen sich zunächst am neu gebauten Kraftwerk Walsum, um dann von dort nach Dinslaken zu wandern. Unter knallender Sonne, strahlend blauem Himmel und sehr viel sehr guter Laune…
Sogar der Dierkes war. Zumindest am Anfang, dann lief er erst in die eine Richtung an mir vorbei. Dann in die andere und war verschwunden. Ich hoffe sehr, das lag nicht an mir
Deshalb kann ich für mich mit Fug und Recht behaupten, du bist kein Antisemit (wobei ich da in meinem näheren Umfeld mit dieser Meinung auf weiter Flur alleine dar stehe). Trotzdem betrachte ich deine israelkritsichen Äußerungen und Auftritte sehr kritisch. In deiner Argumentation, im ganzen Duktus, deiner Israelkritik unterscheidest du dich nicht mehr von Horst Mahler und anderen Rechten. Noch erschreckender, ist die Tatsache, dass du schon von den Rechten referenziert wirst. Für die rechte Brut, bist du schon der neue Mahler, anders sind folgende Zitate nicht zu deuten: Mehr…
Es scheint, als wenn die Kritik an Hermann Dierkes, EX-OB-Kandidat der Partei Die Linke (PDL) in Duisburg, jetzt erst richtig Fahrt aufnimmt. Und das wird für Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) vielleicht noch zu einem Problem, das zu unangenehmen Fragen führt. Mehr…
Gute und hilfreiche Genossen haben ihm vor dem Saal dabei geholfen, es zu löschen.
… ist nichts mehr. Nada. Kein Blogeintrag mit dem sorgenvollen Brief – und auch nicht mehr der Kommentar von Dierkes. Natürlich auch nicht die von ihm dort eingestellten Fotos, zu denen ich eigentlich noch was fragen wollte.
Es drängt sich die Frage auf: ist man bei barth-engebart nicht mehr bereit, Dierkes so direkt zu unterstützen? Und wenn ja, warum nicht?
Es ist schon interessant, wie das mit der Eigen- und der Fremdwahrnehmung so läuft. Und es ist auch interessant zu lesen, wie sich Dierkes selbst sieht – und wie er über andere denkt:
[...]Ein kleines verlegenes Häufchen von Anti-Ds un Vertretern des rechten Flügels der hiesigen Deutsch-israelischen Gesellschaft war da und hat nur eine dümmlich-provozierende Frage gestellt, [...]
Kleiner Konflikt: Ein dubioser Mensch wollte alles heimlich mit dem Handy filmen und aufzeichnen, als das herauskam, wurde er aufgeordert, das zu unterlassen. Gute und hilfreiche Genossen haben ihm vor dem Saal dabei geholfen, es zu löschen.
Gute und hilfreiche Genossen vs. dubiose Menschen. Dümmlich-provozierende Fragen… verlegenes Häufchen… das ist jetzt der Moment in dem ich mich richtig ärgere, gestern nicht dabei gewesen zu sein.
Übrigens, sehr informativ auch die wohl von der FR abgelehnte und von Dierkes geforderte Gegendarstellung – mit einer schriftlichen Aussage und einer weiteren Aussage auf einer Metaebene. Da kann ich das Lesen nur empfehlen: Klick!
Und nochmal:
Gute und hilfreiche Genossen haben ihm vor dem Saal dabei geholfen, es zu löschen.
Um so länger ich über diesen Satz nachdenke, um so unheimlicher wird mir. Das erinnert mich fatal an Dinge, die eigentlich politisch gar nicht links verortbar sind.
Gestern war die Lesung von Dierkes und ich war nicht da – leider. Denn die Gerüchteküche gerüchtet nicht nur, dass der eine oder andere Kritiker nahe der Gürtellinie verbal angegangen wurde.
Vielmehr gerüchtet es auch, dass ein Pressevertreter unter Anwendung von körperlicher Gewalt zunächst aus dem Raum entfernt wurde und dann sein Eigentum beschädigt wurde, konkret wurde wohl eine seiner Speicherkarten widerrechtlich gelöscht.
Ich versuche das mal zu verifizieren – wie gesagt, bisher nur Gerüchte.
Wer dachte, der ehemalige Oberbürgermeisterkandidat der Partei Die Linke in Duisburg, Hermann Dierkes, sei ein lokales oder gar nationales Problem, der hat ihn unterschätzt. Denn der Mann will höher als andere hinaus und vermutlich hat gerade sein tiefer Fall begonnen:
In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten Linksfraktionschef Gregor Gysi und die stellvertretende Bundestagspräsidentin Petra Pau gegenüber der Jerusalem Post (JP), dass linke Kritik an der israelischen Politik weder das Existenzrecht Israels noch den Holocaust relativieren dürfe. Andernfalls führe sie sich selbst ad absurdum. Wörtlich: „Herr Dierkes spricht nicht für die Partei Die Linke.“ [...] Nach Ansicht von Beobachtern der Partei sei es sehr bemerkenswert, dass Gysi und Pau, anstatt parteiintern zu behandeln, den Weg gewählt haben, Dierkes antiisraelische und antijüdische Ausfälle öffentlich zu verurteilen. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, verwies gegenüber der JP darauf, dass Dierkes bekannt als Israelhasser und Antisemit sei.
Das sagt er gern: „Es muss in Deutschland möglich sein, …“ – Keine Tabus und sowas, stattdessen frei raus, volle Pulle liberal.
„Es muss in Deutschland möglich sein“ sagt Guido Westerwelle, „über Zuschnitt und Ausstattung des Sozialstaates zu diskutieren, ohne gleich als rücksichtsloser Zyniker beschimpft zu werden.“ Bislang war das ja immer total verboten; doch seitdem unser Freiheitskämpfer Nummer Eins an der Regierung ist, herrscht endlich auch in diesem unseren Deutschland Meinungsfreiheit. Mehr…
Ich habe vorige Tage zähneknirschend eine Aktion von Adolf Sauerland, dem Oberbürgermeister Duisburgs unterstützt. Die Intention ist jedoch gut – ein breites Bündnis gegen eine geplante Demo von proNRW auf die Straße zu bringen.
Und was muss ich da eben bei den Ruhrbaronen lesen? Just in Duisburg wird Hermann Dierkes, der schon mehrfach eine Erwähnung hier wert war, in einer städtischen Einrichtung die Möglichkeit gegeben, das Existenzrecht von Israel in Frage zu stellen. Mehr…
Das ist ein Bild, dass der Postillion nicht so schnell vergessen wird: Ein wutschnaubender, zutiefst empörter OB, der eiligen Schrittes das Plenum verlässt. Hätte er gekonnt, er hätte sicherlich noch mit den Türen geknallt. Dabei hatte Herr Brandt doch nur eine einfache Frage gestellt… Doch der Reihe nach.
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