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Keyword: ‘sportpark’

Bürgerbeteiligung in der Politik

4. März 2013 Keine Kommentare
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Ich jammere ja gerne, dass sich viel zu wenig Menschen in die Politik einbringen.

Um so besser finde ich, wenn sich dann Leute auch ohne großes Drumherum ins Zeug werfen und ihre Standpunkte vertreten. Noch besser finde ich natürlich, wenn die Standpunkte dabei sehr nah an meinen eigenen liegen.

Herr Kampen aus Voerde ist so ein Fall: Im Vorgriff auf die morgen statt findende Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses hat er mir ein paar Fragen zum neuen “Sportpark Friedrichsfeld” zukommen lassen und mir erlaubt, diese hier zu veröffentlichen.

Und auch wenn man natürlich seltens 100% Übereinstimmung erreicht, kann ich doch das meiste von dem was Herr Kampen sagt unterstützen: Mehr…

Wenn die öffentliche Hand baut…

20. Dezember 2012 Keine Kommentare
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… dann kann der Bürger was erleben. Und zwar in aller Regel exorbitant höhere Kosten als ursprünglich berechnet und vereinbart.

Die Süddeutsche hat sich in einem lesenswerten Artikel diesem Phänomen gewidmet:

Nach jedem Spatenstich ist es ein Drama. Die Elbphilharmonie: 77 Millionen Euro sollte sie kosten – neuer Preis: 575 Millionen Euro. Der Berliner Flughafen: Veranschlagt auf 2,5 Milliarden Euro – mittlerweile ist man bei wohl vier Milliarden. Der Bahnhof Stuttgart 21: Erzählt hatten der damalige CDU-Ministerpräsident Erwin Teufel und die Bahn etwas von 4,9 Milliarden Mark – jetzt liegen die Schätzungen bei sechs Milliarden Euro.

Und eine mögliche Lösung aus London angepriesen:

Knipper wie auch andere entnervte Beteiligte verweisen dabei auf London: Vor Olympia 2012 hatte die Olympic Delivery Authority einen ganz detaillierten Plan ausgearbeitet. 14.000 Einzelposten umfasste das Projekt. “Das war Fleißarbeit, die sich bezahlt gemacht hat”, sagt Olympia-Gesamtkoordinator Klaus Grewe, ein Deutscher, der auch beim Gotthard-Tunnel und dem Berliner Hauptbahnhof mitgeplant hat.

Das ist alles richtig und alles gut. Es läßt nur eine wesentliche Komponente außer Acht: das geltende Recht.

Wir haben die unglückliche Situation, dass insbesondere Vergabeverfahren der öffentlichen Hand nur genau ein primäres Attribut betrachten darf: Das wirtschaftlich günstigste Angebot. Wohlgemerkt geht es dabei nur um die Höhe des Angebots und in keiner Weise um die Qualität.

Oder anders gesagt: die Öffentliche Hand muss in der Regel den billigsten Anbieter nehmen – auch wenn ein teurer Anbieter vielleicht in der Summe günstiger wäre. Und genau das ist das Problem. Denn ist der Vertrag erst mal geschlossen, hat das Projekt begonnen, gibt es kaum noch einen Ausweg. Mehrkosten sind in der Regel vorhersehbar und werden geschluckt, weil man sich einerseits nicht die Blöße geben will und andererseits weil man ja einen Vertrag hat.

Erstaunlicher Weise fehlt aber auch oft der Wille, sich ggf. juristisch durchzusetzen. Gerne mit dem Argument, dass ein solcher Rechtsstreit und ggf. Schadenersatz und Regreß in vielen Fällen das Aus des Unternehmens und damit die Vernichtung von Arbeitsplätzen bedeutet.

Es gibt natürlich Versuche, sich gegen diese Probleme abzusichern. Wie z. B. Listen mit “guten” und “weniger guten” Unternehmen etc. Aber zu jedem Ansatz gibt es einen Gegenansatz, der gefahren werden kann. Denn das Vergaberecht in Deutschland ist nun mal so: Es gewinnt der billigste. Wie dumm dieser Ansatz ist, wußte schon mein Opa der immer sagte: “Wer billig kauft, kauft zwei Mal”. Und Recht hatte er.

Und genau diese Phänomene werden wir in Voerde mit dem Sportpark Friedrichsfeld erleben:

Zum einen bin ich nach wie vor der Meinung, dass hier die Neubaukosten bewusst so gerechnet wurden, dass es billiger als eine Sanierung ist. Zum anderen wird sich herausstellen, dass der Neubau deutlich teurer als geplant sein wird. Mit den üblichen Argumenten wie Inflation und Nachträgen mit denen niemand rechnen konnte.

Aber Abbrechen wird das Projekt genauso niemand, wie letztlich die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen oder auch nur daraus zu lernen. Völlig losgelöst übrigens davon, dass immer wieder entweder Personen mit solchen Projekten betraut werden, die dafür nicht qualifiziert sind oder Unternehmen, die in jedem Fall viel Geld verdienen und keinerlei Haftung übernehmen müssen. Wobei mir ehrlich gesagt die erste Gruppe, Verwaltungsangestellte ohne BWL-Studium und / oder Projekterfahrung die suspektere ist. Ich erinnere da an eine Sitzung in Voerde…

Voerde2030: Klima und Energie

28. Juni 2012 Keine Kommentare
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Gestern fand ein Vorbereitungstreffen zur Auftaktveranstaltung

Voerde2030: Klima und Energie

im Rathaus Voerde statt. Geladen waren interessierte Bürger, aber auch Vertreter verschiedener Firmen als Interessensgruppen. Insbesondere die Unternehmensseite war interessant: STEAG, RWE, Wohnbau, Unternehmen im Solaranlagenbau, Energieberater. Diese bunte Mischung versprach viele interessante Themenpunkte. Aber eben auch Konfliktpotential: Während der Vertreter der Energieerzeuger natürlich nur am rechtlichen Rahmen des Klimaschutzgesetzes NRW gemessenen werden möchte, sehen die Verbraucher und die dezentralen Erzeuger solche rechtliche Rahmenbedingungen eher als Mindestanforderung.

Zu diesem Thema haben die Grünen in Voerde dann auch eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht: Klick!

Die Kernfrage der Sitzungen wird sein, welche Möglichkeiten es eigentlich gibt zum einen mit dem Klimawandel umzugehen und zum anderen das Fortschreiten des Klimawandels zu bremsen. Dabei war es mir persönlich wichtig, auf eine kognitive Dissonaz hinzuweisen:

Der Vertreter der Stadt, Herr Seydel, berichtete von zahlreichen Maßnahmen, wie man mit den in Zukunft erwarteten Klimaveränderungen umgeht: Größere und neue Regenrückhaltebecken, entsprechenden Kanaldimensionierung, Begrünung von Dächern etc.

Ich persönlich finde das den falschen Ansatz, denn dieser zielt nur darauf ab mit den Folgen umzugehen. Ich bin aber dafür, mindestens gleichberechtigt auch die Ursachen in den Fokus zu stellen. Und in Voerde geht das mit einem prominenten Beispiel ganz gut:

Um Wohnbaufläche zu erhalten, soll der Sportpark verlagert werden. In einen Wald, in dem gute 9 Hektar dafür gerodet werden müssen. Das bedeutet neben der versiegelten Fläche an den Wohnbauorten auch weiter 9 Hektar versiegelte Fläche am neuen Sportpark plus den Verlust der ökologischen Funktionen des Waldes als CO2-Speicher, Regenrückhaltesystem und Sauerstoffproduzent.

Meiner Meinung nach ist es unmöglich, hier die Kausalkette einfach nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen:

Holzen wir weiter Wald ab, verschärfen wir damit den Klimawandel. Der führt zu Extremwetter und das wiederum zu hohen Folgekosten beim Umgang damit.

Eigentlich, wenn man das konsequent zu Ende denkt, müssten dann die “Umweltkosten” in den Bau des neuen Sportparks eingepreist werden. Wer das bezweifelt, wird jedoch leider recht behalten. Denn Naturschutz in Ehren: Der Sportplatz ist versprochen und Versprechen bricht man nicht ;-)

Only in Voerde – Städtischer Wald in einer anderen Stadt

14. Juni 2012 Keine Kommentare
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Voerde ist eine so genannte “Waldarme Kommune”.

Weniger als 9% der Fläche unserer schönen Stadt sind noch mit Wald bedeckt. Um so wichtiger scheint der Erhalt jeden Quadratmeters zu sein. Zumal ja gerade 90.000 Quadratmeter einem in meinen Augen unsinnigen und zu teurem Sportparkprojekt weichen müssen.

Und jetzt kommt die Stadt mit einem weiteren Plan um die Ecke: in der gleichen Gegend möchte man einem Investor ein Grundstück frei machen. Das Problem: Da steht Wald und der muss weg.

Dummerweise nun muss Wald wieder hergestellt werden. Und zwar nicht 1:1, sondern es muss mehr neu angepflanzt werden, als abgeholzt werden darf. Das könnte man jetzt positiv sehen.

Unschön ist aber, dass Voerde den neuen Wald gar nicht auf eigenem Gebiet sieht. Sondern in der Nachbarstadt Wesel.

Wenn man das ganz negativ sehen möchte, kann man hier sagen: Voerde wird zu einer Wüste als Asphalt und Beton und wer Naherholung sucht, der darf dann demnächst mit dem Auto nach Wesel in den Voerder Wald fahren?

Manchmal frage ich mich echt, was die Leute sich so denken…

Mehr dazu hier: Klick!

Sportpark 2013?

21. Oktober 2011 Keine Kommentare
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In einem kurzen Beitrag auf derWesten verkündet der erste Beigeordnete der Stadt Voerde, Herr Limke, den avisierten Baustart 2013 für den neuen Sportplatz Friedrichsfeld. Einerseits überrascht die Eile nicht, denn der Sportplatz ist längst nicht mehr nur Sportplatz – er ist ein Politikum, mit dem CDU und vor allem SPD ihren Führungsanspruch zu legitimieren versuchen.

Auf der anderen Seite überrascht mich die Aussage aber auch. Denn Herr Limke ist durchaus ein realistischer Mitarbeiter der Verwaltung und als solcher muss ihm eigentlich klar sein, was als “Störfeuer” seine Planung torpedieren wird:

Im „frühesten Frühjahr“ 2012 , so kündigte gestern Erster Beigeordneter Wilfried Limke auf NRZ-Anfrage an, werden vermutlich die Scoping-Termine, sprich die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, und die Bürgeranhörung stattfinden. Ab 2013 und 2014 werde dann gebaut, und „wenn alles super läuft, kann 2015 umgezogen werden“, glaubt Limke.

Glauben ist halt nicht wissen. Denn es gibt da noch das eine oder andere “Problemchen”. In der Form, dass derzeit weder schlüssig beantwortet ist, wo zum Beispiel die Ausgleichsfläche für den Wald sein soll. Noch wo zur Hölle eigentlich das Geld her kommen soll. Und wo wir gerade beim Geld sind:

Ich wette hiermit:

Wenn es gelingt, die Baukosten im heute geplanten Rahmen zu halten, der sich aus der Drucksache 140/2011 ergibt – immerhin knapp 6,5 Millionen Euro!, spendiere ich SPD und CDU ‘ne Kiste Bier. Schafft es Voerde, eine schwarze Null zu erreichen, wie Langenfurth das einst versprach, gibt es von mir eine Kiste Sekt für die CDU.

Na? Jemand bereit dagegen zu halten?

 

Sportplatz Voerde: Spiel, Satz und Sieg für die SPD

14. September 2011 Keine Kommentare
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Das hier ist der vermutlich letzte Artikel der sich mit den Vorbereitungen zur Verlagerung der Sportanlage Heidesiedlung in den Babcock-Wald beschäftigt. Denn seit heute ist klar: Eine Bürgerbefragung wird es nicht geben.

Bereits im Juli hatte ich in einer kleinen Analyse dargelegt, wieso die SPD in der aktuellen Diskussion um die Verlagerung die Rolle der Siegerin einnimmt.

In einem Artikel der Rheinischen Post von heute verkündet nun die SPD das Aus der Bürgerbefragung und begründet das unter anderem mit der Weigerung der WGV, sich weiter die Spielregeln von der SPD diktieren lassen zu wollen. Mehr…

Wenn Politiker träumen

10. September 2011 Keine Kommentare
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Eigentlich dachte ich, über das Thema Sportplatz sei inzwischen alles gesagt, alle Positionen wären klar.

Doch heute trumpft Hans-Dieter Langefurth (CDU) in der Rheinischen Post (derzeit nur hinter Paywall) auf und legt seine etwas eigenartigen Vorstellungen dar. Mehr…

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08/29 Schluss mit Taktieren

6. September 2011 Keine Kommentare
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Ich bin mir nicht sicher, was die Motivation der Rheinischen Post und Ihres Redakteurs U. Schwenk ist, in den letzten Tagen verstärkt und stark gefärbt über die Sportplatzverlagerung zu schreiben. Ich weiß nur: Von der Presse erwarte ich Neutralität und Berichte an Hand einer Faktenlage. Aber vielleicht ist es einfach das Sommerloch…  Mehr…

Die Angst im Auge der CDU

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Eigentlich ist es amüsant zu beobachten, wie der CDU der Arsch immer mehr auf Grundeis geht – und wie “verzweifelt” manch Versuch anmutet, damit umzugehen.

Ihr kennt doch bestimmt “Die-Dagegen-Partei“? Mehr…

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Wenn die CDU…

29. September 2010 Keine Kommentare
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… schon mit Argumenten daher kommt, wie dem man sei kein Feind des Waldes, weil das schließlich gesetzlich verboten sei, dann reibt man sich verwundert die Augen. Mehr…

Adolf Sauerland (CDU) und ein Bauunternehmer…

26. Juli 2009 4 Kommentare
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Wie Ihr wißt, gehe ich schon eine Weile mit Gedanken zu einem, diesem, Blogbeitrag schwanger. Das Problem ist, dass er ein sehr vager Artikel sein wird, ohne defintive Aussage meinerseits. Ich reden nämlich über Dinge von denen ich keine Ahnung habe.

Vielleicht können aber meine Leser, Ihr, Licht in das Dunkel meiner Gedankenwelt bringen und mir helfen, die Für und Wieder zu sortieren. Vielleicht nehmen sich auch Fachleute, wie die Autorinnen und Autoren der Ruhrbarone, des Themas an.

Alles fing an, als ich eines morgens auf dem Weg zur Arbeit folgendes Wahlkampfplakat des Noch-1-Monat-Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland (CDU) gesehen habe…

[Bild nicht gefunden] Mehr…